{"id":363,"date":"2012-03-20T10:20:29","date_gmt":"2012-03-20T09:20:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tinto.de\/tipps\/?p=363"},"modified":"2023-02-26T19:13:20","modified_gmt":"2023-02-26T18:13:20","slug":"uberschuldung-bedroht-ist-jeder","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.tinto.de\/tipps\/uberschuldung-bedroht-ist-jeder\/","title":{"rendered":"\u00dcberschuldung &#8211; bedroht ist jeder!"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/1c0cfaf6a7f14e2c9a2e1f58914a1328\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" align=\"right\" \/>Mehr als 3 Millionen deutsche Haushalte sind \u00fcberschuldet. Von \u00dcberschuldung spricht man, wenn die Einnahmen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum nicht ausreichen, um die Lebenshaltungskosten, Raten und Rechnungen zu bezahlen. Schnell l\u00e4uft das Konto ins Minus und es m\u00fcssen hohe Kreditzinsen, z. B. \u00dcberziehungszinsen\/Dispozinsen, bezahlt werden. Wenn die Bonit\u00e4t dahin ist und \u201enormale\u201c Banken keinen weiteren Kredit\/<a title=\"Dispokredit\" href=\"http:\/\/www.tinto.de\/bankenvergleich\/dispokredit.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dispokredit<\/a> gew\u00e4hren, werden Kredite unseri\u00f6ser Anbieter zu Wucherzinsen aufgenommen. Auf diese Weise schrauben sich die Schulden immer schneller nach oben \u2013 bis dann irgendwann gar nichts mehr geht. Mehr als 100.000 Haushalte in Deutschland mussten 2011 Privatinsolvenz (Verbraucherinsolvenz) anmelden. Im Jahr davor waren es noch mehr.<\/p>\n<p>Die h\u00e4ufigsten Ausl\u00f6ser f\u00fcr die \u00dcberschuldung sind Arbeitslosigkeit, Trennung oder Scheidung, Tod des Partners, Krankheiten und Sucht, eine unwirtschaftliche Haushaltsf\u00fchrung oder eine gescheiterte Selbstst\u00e4ndigkeit (siehe Grafik). Bedroht von \u00dcberschuldung ist also im Prinzip jeder.<\/p>\n<p>Gegen viele Schicksalsschl\u00e4ge kann man zwar nichts tun, aber man kann vorbeugen, damit diese einen nicht auch noch finanziell hart treffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"\u00dcberschuldung\" src=\"http:\/\/www.tinto.de\/tipps\/wp-content\/ueberschuldung.jpg\" alt=\"\u00dcberschuldung\" \/><br \/>\n(Quelle: Destatis)<\/p>\n<h2>\u00dcberschuldung vermeiden<\/h2>\n<p>Das kann man vorbeugend gegen \u00dcberschuldung tun:<\/p>\n<p><strong>Sich gegenseitig absichern<\/strong><br \/>\nIn guten Zeiten Worst-Case-Scenarios gedanklich durchspielen und sich (gegenseitig) (vertraglich) absichern f\u00fcr die F\u00e4lle von Tod, Trennung o. a.<\/p>\n<p><strong>Erst sparen, dann kaufen<\/strong><br \/>\nNiemand ist davor sicher, seinen Job zu verlieren, einen Unfall zu haben oder krank zu werden \u2013 und dann k\u00f6nnen Raten pl\u00f6tzlich nicht mehr bedient werden, wenn man zu viel auf Kredit gekauft hat (Immobilie, Wohnungseinrichtung, Auto, teure Elektroger\u00e4te) oder zu viele Vertr\u00e4ge (Smartphone, Telefon, Bezahlfernsehen etc) an der Backe hat. Ein Lebensstil des Understatements ist da eleganter: Statt auf Pump zu kaufen oder Kreditkarten auszureizen, lieber erst sparen und dann kaufen. Das ist nicht nur sicherer, sondern in der Regel auch viel billiger (denn die teuren Kreditzinsen fallen weg).<\/p>\n<p><strong>Auf Liquidit\u00e4t achten<\/strong><br \/>\nEine teure Reparatur kann anfallen, die Kinder brauchen Zahnspangen, eine Phase der Arbeitslosigkeit oder Auftragsd\u00fcrre kann eintreten: Um in solchen F\u00e4llen nicht in Schwierigkeiten zu kommen, sollte man ein Liquidit\u00e4tspolster haben. Aber nicht Geld unter der Matratze horten, sondern lieber auf einem m\u00f6glichst gut verzinsten <a title=\"Tagesgeldkonto\" href=\"http:\/\/www.tinto.de\/geld\/html\/tagesgeldkonto.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tagesgeldkonto<\/a> parken.<\/p>\n<p><strong>\u00dcberblick \u00fcber die Einnahmen und Ausgaben behalten<\/strong><br \/>\nDen groben \u00dcberblick \u00fcber seine Einnahmen und Ausgaben erh\u00e4lt man, wenn man jeweils eine Liste anfertigt: eine, f\u00fcr das was j\u00e4hrlich reinkommt, und eine f\u00fcr das, was man im Jahr an festen Ausgaben hat &#8211; pro Jahr deshalb, weil manche gro\u00dfen Betr\u00e4ge wie Autoversicherung nur einmal im Jahr f\u00e4llig werden. Die Listen kann man mithilfe der Kontoausz\u00fcge anfertigen. Manche Banken bieten bei Online-Banking auch den Export in eine mit Excel lesbare Form an. Die Einnahmen sollten gr\u00f6\u00dfer als die Ausgaben sein \u2013 und zwar um so viel, dass Sie davon Ihren t\u00e4glichen Bedarf, Kleidung, Urlaub etc. locker bestreiten und am besten auch noch etwas sparen k\u00f6nnen. Wer herausfinden m\u00f6chte, wieso das Geld immer viel zu schnell weg ist, der sollte ein Haushaltsbuch f\u00fchren und dort alle Ausgaben eintragen. Das hilft auch, Einsparm\u00f6glichkeiten zu finden.<\/p>\n<p><strong>Vorsicht bei langfristigen Verpflichtungen<\/strong><br \/>\nBei jeder langfristigen Verpflichtung, die man eingeht, sollte man besonders sorgf\u00e4ltig \u00fcberlegen, ob man sie sich tats\u00e4chlich aufhalsen m\u00f6chte oder ob sie einen in Schwierigkeiten bringen k\u00f6nnte, wenn nicht alles wie ertr\u00e4umt oder geplant l\u00e4uft. Das gilt nat\u00fcrlich f\u00fcr eine Hypothek besonders, aber auch f\u00fcr Leasing-Vertr\u00e4ge, Smartphone-Vertr\u00e4ge, Ratenk\u00e4ufe, Miete etc.<\/p>\n<h2>\u00dcberschuldung entgegensteuern<\/h2>\n<p>Wenn die Ausgaben genauso gro\u00df oder gr\u00f6\u00dfer sind als die Einnahmen, sollte man sofort entgegensteuern und nach M\u00f6glichkeiten suchen, die Ausgaben zu verringern und\/oder die Einnahmen zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Die Einnahmen zu erh\u00f6hen ist in der Regel schwierig. M\u00f6glichkeiten sind beispielsweise: sich einen Zweitjob zu suchen, eine Gehaltserh\u00f6hung zu erfragen (als Argument gilt f\u00fcr den Arbeitgeber aber nicht &#8222;ich brauch mehr Geld&#8220;, sondern &#8222;ich arbeite \u00fcberdurchschnittlich gut&#8220;). Auch als Arbeitsloser darf man ein wenig <a title=\"Hinzuverdienen (Nebenverdienst)\" href=\"http:\/\/www.tinto.de\/zusatzverdienst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hinzuverdienen<\/a>, solange man weniger als 15 Stunden pro Woche arbeitet. Meist wird man\u00a0jedoch nicht um die Verringerung der Ausgaben herumkommen: Man kann z. B. die Versicherungen durchgehen und die, die man nicht unbedingt braucht, \u00e4ndern, k\u00fcndigen oder beitragsfrei stellen, man kann sich eine kleinere Wohnung suchen, teure \u00dcberziehungskredite in g\u00fcnstigere Ratenkredite umwandeln etc.<\/p>\n<h2>\u00dcberschuldet \u2013 was tun?<\/h2>\n<p>Wenn man merkt, dass man \u00fcberschuldet ist bzw. in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist, f\u00fcr die man selbst keine L\u00f6sung erkennt, dann sollte man sich bei einer Schuldnerberatung helfen lassen. Viele Zentren der Caritas und andere Organisationen bieten Schuldnerberatungen an. Hier k\u00f6nnen Sie nach Beratungsstellen recherchieren:<br \/>\n-&gt; <a title=\"Forum\" href=\"http:\/\/www.forum-schuldnerberatung.de\/adressensbstellen\/such_kurz.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forum Schuldnerberatung<\/a><br \/>\n<iframe style=\"width: 120px; height: 240px;\" src=\"http:\/\/rcm-de.amazon.de\/e\/cm?lt1=_blank&amp;bc1=000000&amp;IS2=1&amp;bg1=FFFFFF&amp;fc1=000000&amp;lc1=0000FF&amp;t=tipsntopicvoneva&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as4&amp;m=amazon&amp;f=ifr&amp;ref=ss_til&amp;asins=3821865180\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\" align=\"right\"><\/iframe><\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li>Jetzt haben, sp\u00e4ter zahlen (15. M\u00e4rz 2012, Die Zeit, N\u00b012, S. 32)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/ZahlenFakten\/GesellschaftStaat\/EinkommenKonsumLebensbedingungen\/VermoegenSchulden\/Ueberschuldung.html?nn=50786\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00dcberschuldung<\/a> (Destatis)<\/li>\n<li><a title=\"Geld\" href=\"http:\/\/www.geld-und-boerse-online.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geld und B\u00f6rse online<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als 3 Millionen deutsche Haushalte sind \u00fcberschuldet. Von \u00dcberschuldung spricht man, wenn die Einnahmen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum nicht ausreichen, um die Lebenshaltungskosten, Raten und Rechnungen zu bezahlen. 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