{"id":4139,"date":"2016-02-24T14:30:11","date_gmt":"2016-02-24T13:30:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tinto.de\/tipps\/?p=4139"},"modified":"2024-03-29T12:50:01","modified_gmt":"2024-03-29T11:50:01","slug":"saatgut-wer-die-saat-hat-hat-das-sagen-buchvorstellung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.tinto.de\/tipps\/saatgut-wer-die-saat-hat-hat-das-sagen-buchvorstellung\/","title":{"rendered":"Saatgut: Wer die Saat hat, hat das Sagen. (Buchvorstellung**)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" style=\"padding: 0px; border: none; float: right;\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/f8b4a4b796b442b0afc13d1cf0893f39\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"><a title=\"Werbelink zu Amazon\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3865817815\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3865817815&amp;linkCode=as2&amp;tag=tipsntopicvoneva\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.tinto.de\/tipps\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Buch-Cover-Oekom-Saatgut-300x.jpg\" alt=\"Saatgut: Wer die Saat hat, hat das Sagen - Buchcover mit Werbelink zu Amazon\"><\/a><b>Wer das Saatgut kontrolliert, kontrolliert nicht nur die Z\u00fcchtungs- und die Anbausysteme, sondern bestimmt auch, was bei den Menschen zum Essen auf den Tisch kommt. Anja Banzhaf beleuchtet in dem beim oekom verlag erschienenen Buch &#8222;Saatgut: Wer die Saat hat, hat das Sagen.&#8220; die Geschichte der Z\u00fcchtung und die Auswirkungen. Und sie l\u00e4sst die Menschen zu Wort kommen, die sich gegen die Entm\u00fcndigung durch die Saatgutz\u00fcchtung &#8211; sowohl in den Industriel\u00e4ndern, als auch in den sich entwickelnden L\u00e4ndern &#8211; auflehnen. Ein wichtiges Thema&nbsp; interessant aufbereitet &#8211; absolut lesenswert!<\/b><\/p>\n\n<p>Jahrtausende lang wurde das Saatgut von den Anbauern kontrolliert und weitergegeben. In vielen L\u00e4ndern ist das bis heute so, aber in den Industriel\u00e4ndern wurden vor etwa 200 Jahren immer mehr kommerzielle Saatgutunternehmen gegr\u00fcndet und eine Arbeitsteilung zwischen Z\u00fcchtung, Saatgutvermehrung und Anbau in Gang gesetzt. Weil man eine standardisierte Landwirtschaft mit gro\u00dfen Anbaufl\u00e4chen wollte, wurde 1934 in Deutschland eine Saatgutbereinigung per Verordnung durchgef\u00fchrt &#8211; mit der Folge, dass 90 % der alten Sorten verschwanden und nur noch zugelassene Sorten von Saatgutunternehmen verkauft werden durften.<\/p>\n<p>Den Sortenschutz, den deutsche Z\u00fcchter durch Gesetze und Verordnungen des nationalsozialistischen Regimes erhielten, holten sich Z\u00fcchter in anderen L\u00e4ndern beispielsweise durch Hybridz\u00fcchtung, Gentechnik und\/oder Anmeldung von Patenten &#8211; sogar auf Sorten, die sie sich \u00fcber Biopiraterie angeeignet hatten.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Anzeige<\/span><\/p>\n<p><!-- START ADVERTISER: P\u00f6tschke DE from awin.com --><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.awin1.com\/cread.php?s=2426518&amp;v=14237&amp;q=367219&amp;r=548507\" rel=\"sponsored\"><br><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.awin1.com\/cshow.php?s=2426518&amp;v=14237&amp;q=367219&amp;r=548507\" border=\"0\"><br><\/a><\/p>\n<p><!-- END ADVERTISER: P\u00f6tschke DE from awin.com --><\/p>\n<p>Viele der urspr\u00fcnglich mal famili\u00e4ren Saatgutz\u00fcchter expandierten im Laufe der Jahrzehnte oder wurden von Agrarchemiekonzernen \u00fcbernommen (Wie praktisch: Sie k\u00f6nnen nun [gebeiztes] Saatgut gleich im Paket mit D\u00fcngern und Pestiziden anbieten. In dieses Gesch\u00e4ftsmodell kann man wohl auch genetisch ver\u00e4ndertes Saatgut, das gegen das eigene Unkrautvernichtungsmittel resistent ist, einordnen. <em>Anmerk. d. Redaktion<\/em>). Auch die Agrarchemiekonzerne bzw. Agrarmischkonzerne fusionier(t)en oder \u00fcbernahmen und \u00fcbernehmen sich gegenseitig. Die Folge ist, dass nun einige wenige Konzerne den gesamten Agrarmarkt einschlie\u00dflich der Z\u00fcchtung dominieren. F\u00fcnf der sechs gr\u00f6\u00dften Pflanzenschutzmittelhersteller geh\u00f6ren heute gleichzeitig zu den zehn gr\u00f6\u00dften Saatgutkonzernen! Zu den Big Playern am Saatgutmarkt geh\u00f6ren Monsanto, Limagrain, DuPont Pioneer, Syngenta, Winfield, KWS, Dow, Bayer und Sakata. W\u00e4hrend Monsanto global f\u00fchrt, liegt das Unternehmen in Europa laut der Quellen von Banzhaf nur auf dem dritten Platz. <em>Man findet&nbsp; viele interessante Zahlen, Namen und Verbindungen im Buch.<\/em><\/p>\n<p>Vom Staat gesch\u00fctzt und mittels Handelsabkommen wird dieses System auch in die sich entwickelnden L\u00e4nder in Afrika, S\u00fcdamerika, Asien etc. exportiert, wo dann die Anbauer ebenfalls entm\u00fcndigt und oft genug kriminalisiert werden. Das ist nicht nur ungerecht und eine neue Art des Kolonialismus, sondern es gehen (genetische) Ressourcen verloren: Regionale b\u00e4uerliche Sorten sind oft besser an die \u00f6rtlichen Gegebenheiten angepasst, gegen die dortigen Risiken widerstandsf\u00e4higer und sie haben einen Mehrfachnutzen (Beispiel Reis: die Reiskorn-Ernte zur Ern\u00e4hrung und das Reisstroh f\u00fcr das Hausdach). Die neuen hochentwickelten Sorten aber haben oft einen hohen N\u00e4hrstoff- und Wasserbedarf und sind vom Saatgut bis zur Ernte in jeder Hinsicht teuerer.<\/p>\n<p>Die vereinheitlichende Agrarindustrie\/-politik macht die Taschen weniger Konzerne voll. Wie beim Goldrausch sind es vor allem die Ausstatter, die reich werden. Und nicht nur die Menschen vor Ort, auch die Weltgemeinschaft bezahlt den Preis daf\u00fcr, beispielsweise durch<\/p>\n<ul>\n<li>weniger Kulturpflanzenvielfalt,<\/li>\n<li>Verlust genetischer Ressourcen,<\/li>\n<li>weniger Anpassungsf\u00e4higkeit\/h\u00f6heres Ausfallrisiko durch weniger Vielfalt (weniger Genvielfalt innerhalb einer Sorte, geringere Anzahl der Kulturpflanzenarten und -sorten),<\/li>\n<li>Sch\u00e4digung der Umwelt und Vernichtung von \u00d6kosystemen und Ressourcen durch die F\u00f6rderung des Monokulturanbaus,<\/li>\n<li>den h\u00f6heren Bedarf an Pestiziden und D\u00fcngern, weil n\u00fctzliche Organismen oberhalb und in der Erde reduziert werden,<\/li>\n<li>f\u00fcr den hohen Ressourcen- und Energieeinsatz bzw. deren Vernichtung (zwar hoher Fl\u00e4chenertrag, aber ineffizient hinsichtlich Ressourcen- und Energie-Input\/-Output)<\/li>\n<li>Klimabelastung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Vielfalt b\u00e4uerlicher Anbausysteme, die nach \u00d6ko- und Nachhaltigkeitskriterien anbaut (Schlagwort &#8222;Agrar\u00f6kologie&#8220;), und deren Pflanzenz\u00fcchtung w\u00fcrde (wenigstens als gewichtige Erg\u00e4nzung) das Ganze krisensicherer, gerechter und \u00f6kologischer machen. Die Konzerne wollen aber genau das Gegenteil, sie wollen den ganzen Markt f\u00fcr sich und sie schicken ihre Lobbyisten \u00fcberall hin, wo Gesetze aufkeimen k\u00f6nnten, die ihren Interessen entgegenstehen.<\/p>\n<p>Als Mittel gegen die Abnahme der Kulturpflanzenvielfalt helfen die Genbanken \u00fcbrigens nur bedingt, weil &#8211; wie ich neben vielem anderen durch das Buch gelernt habe &#8211; sich die ewig lang gelagerten Samen nicht weiter anpassen k\u00f6nnen, wie es bei Erhalt in Form des Anbaus lebender Pflanzen der Fall w\u00e4re. Au\u00dferdem haben selten die Anbauer aus der Ursprungsregion, sondern nur die Biotechnologen der Agrarkonzerne der Industriel\u00e4nder Zugriff auf die einzelnen Sorten.<\/p>\n<p><strong>Die Saatgutkonzerne benutzen das Argument Ern\u00e4hrungssicherheit, um von oben den anderen ihren Weg aufzuzwingen. Die Bauern der b\u00e4uerlichen Landwirtschaft und mitk\u00e4mpfende B\u00fcrger wollen emanzipatorische Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t von unten nach oben.<\/strong><\/p>\n<p>Die kleinb\u00e4uerliche \u00f6kologische Landwirtschaft hat andere Anspr\u00fcche an die Sortenentwicklung. Sie braucht beispielsweise Sorten, die<\/p>\n<ul>\n<li>gegen bodenb\u00fcrtige Krankheiten resistent sind,<\/li>\n<li>sich gegen Beikr\u00e4uter selbst durchsetzen k\u00f6nnen (beispielsweise durch schnelle Bodenbedeckung nach der Aussaat),<\/li>\n<li>mit weniger Wasser und D\u00fcnger zurechtkommen (nicht die HR-Sorten [Hochreaktionssorten] aus der Agrarindustrie),<\/li>\n<li>lokal erprobt sind und<\/li>\n<li>mit dem \u00f6rtlichen Bodenleben in Symbiose den Boden und die N\u00e4hrstoffe aufschlie\u00dfen,<\/li>\n<li>einen breiten Genpool beinhalten und<\/li>\n<li>dadurch flexibler sind und die au\u00dferdem<\/li>\n<li>samenfest sind.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Allerdings steht auch der \u00d6koanbau immer st\u00e4rker unter dem Leistungsdruck, vor allem die G\u00e4rtner, die \u00fcber den Gro\u00dfhandel oder \u00e4hnliche Verteilungssysteme verkaufen, m\u00fcssen heute genauso standardisiert liefern und brauchen hohe Ertr\u00e4ge, um ein Einkommen zu haben. Im \u00d6koanbau wird viel diskutiert: Will\/muss man tats\u00e4chlich den Weg der Intensivierung immer weiter mitgehen?<\/p>\n<p>Von manchen Gem\u00fcsearten gibt es heute schon keine samenfesten Sorten mehr. Die \u00d6koanbauer wollen aber keine CMS-Hybriden, wie sie zunehmend \u00fcblich sind (Cytoplasmatic Male Sterility, CMS, steht f\u00fcr zytoplasmatisch-kerngenetische Pollensterilit\u00e4t). Da die W\u00fcnsche der \u00d6kobauern den gro\u00dfen Agrarkonzernen egal sind, bleibt denen nichts anderes \u00fcbrig, als selbst zu z\u00fcchten. Das ist aber auch eine Frage des Geldes, das daf\u00fcr investiert werden kann.<\/p>\n<div style=\"padding-left: 10px; padding-right: 10px; border: 1px solid green;\">\n<p><strong>So ging es mir beim Lesen:<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe mich zuerst innerlich gegen einige Fakten und Argumente gestr\u00e4ubt, musste deshalb das Buch nach einem Drittel noch einmal ganz von vorne anfangen. An einigen wenigen Stellen fand ich die Aussagen beim ersten Lesen etwas verk\u00fcrzt bis populistisch, doch l\u00f6sten sich meine Bedenken beim erneuten Lesen und Weiterlesen auf. Das Buch zeigt viele Argumente auf &#8211; auch die der Saatgutz\u00fcchterseite.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich: Ich habe vor drei\u00dfig Jahren kurz nach meinem Gartenbaustudium geglaubt, es sei vor allem eine Arbeitsteilung, wenn die Sortenz\u00fcchtung, Saatgutvermehrung und der Anbau von Pflanzen in verschiedenen H\u00e4nden liegen. Vielleicht war es das zu dem Zeitpunkt auch noch bzw. ist es bei uns auch in manchen Sparten so. Von den G\u00e4rtnern, die ich kenne oder kannte, hat kaum einer eine eigene Sortenz\u00fcchtung oder Saatgutvermehrung betrieben bzw. nur f\u00fcr einzelne &#8222;Familiensorten&#8220;, mit denen man sich beim Feinkost-Kunden profilieren konnte. Ich bin zwar der Meinung, dass Arbeit &#8211; also auch die Saatgutz\u00fcchtung &#8211; angemessen bezahlt werden muss, doch ist es richtig, dass der Staat seit der Nazizeit die Gesch\u00e4ftsmodelle der Saatgutz\u00fcchter durch sehr strenge Vorgaben sch\u00fctzt? Erst recht, nachdem die Saatgutz\u00fcchter immer mehr in die H\u00e4nde von Chemiegiganten gegangen sind und der Markt von wenigen beherrscht wird?<\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Anzeige<\/span><\/p>\n<p><!-- START ADVERTISER: P\u00f6tschke DE from awin.com --><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.awin1.com\/cread.php?s=2426557&amp;v=14237&amp;q=367219&amp;r=548507\" rel=\"sponsored\"><br><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.awin1.com\/cshow.php?s=2426557&amp;v=14237&amp;q=367219&amp;r=548507\" border=\"0\"><br><\/a><\/p>\n<p><!-- END ADVERTISER: P\u00f6tschke DE from awin.com --><\/p>\n<p>Wieso sch\u00fctzen die Industriestaaten diese Unternehmen immer noch in so einem Ausma\u00df, sichern ihre Gesch\u00e4ftsmodelle ab, obwohl diese auf Kosten der b\u00e4uerlichen Landwirtschaft, der Umwelt, der Ern\u00e4hrungspflanzenvielfalt, der Anpassungsf\u00e4higkeit an Ver\u00e4nderungen gehen und sie Standardisierung und Monokulturen propagieren? Dabei wei\u00df man doch seit Jahrzehnten, dass das kontraproduktiv ist. Warum f\u00f6rdert man sie sogar durch entsprechende internationale Abkommen und vernichtet jegliche Konkurrenz? Weil sie mit Argumenten aufwarten, die Politiker fachlich oft nicht durchschauen? Weil diese Unternehmen wahnsinnig viel Geld haben, mit denen sie Politiker auf ihrer Linie f\u00f6rdern? Weil ihre Lobbyisten direkten Einfluss bei der Gesetzesgebung haben?<\/p>\n<p>Mich erinnerte dieses Diktat der Sortenbereinigung und der Zertifizierung \u00fcbrigens an die fr\u00fchen Zeiten von Flussbegradigungen und Flurbereinigungen, als man alles auf ordentlich trimmte und die wichtigen Funktionen von &#8222;Unordentlichkeit&#8220; (Biegungen, die die Geschwindigkeit verringern, und Soll-\u00dcberschwemmungsfl\u00e4chen) und &#8222;Komplexit\u00e4t&#8220; (wie die Reduzierung der Windgeschwindigkeit durch Hecken, die \u00f6kologische Bedeutung von Feldrandbewuchs und ihren Bewohnern) \u00fcbersah. Bei der Flurbereinigung hat man inzwischen ein bisschen dazugelernt. Wird man es auch beim Sortenschutz- und Saatgutverkehrsgesetz lernen, bevor es zu sp\u00e4t ist?<\/p>\n<\/div>\n<p>Die Autorin Anja Banzhaf hat Geografie, Ressourcen\u00f6konomik und Botanik studiert und Erfahrungen in einer Sameng\u00e4rtnerei gesammelt. Sie ist Garten- und Saatgutaktivistin und sie setzt sich f\u00fcr eine kleinb\u00e4uerliche und solidarische Landwirtschaft ein. Mit dem Buch will sie <strong>Denkanst\u00f6\u00dfe<\/strong> geben und aufr\u00fctteln, genauer hinzuschauen &#8211; vor allem angesichts der aktuellen \u00dcberarbeitungen des EU-Saatgutrechts und der eigentlich nicht erlaubten Patentierungsversuche einiger Saatgutz\u00fcchter.<\/p>\n<p>In dem Buch geht es um mehr als nur um das Saatgut und Sortenvielfalt.<br>Es geht um Selbstbestimmung der Menschen und um die Begrenzung der Macht der Agrarindustrie. Die Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit muss bei den Menschen liegen, sie m\u00fcssen entscheiden d\u00fcrfen, welches Essen und welches Pflanzenz\u00fcchtungs- und Anbausystem sie m\u00f6chten. Vielfalt sollte gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>Das Buch gliedert sich in drei Hauptkapitel. Die ersten beiden beschreiben \u00fcberwiegend die Geschichte der Saatgutz\u00fcchtung und der Anbausysteme. Das dritte Kapitel l\u00e4sst Menschen aus allen Teilen der Welt zu Wort kommen und beschreiben, wie sie sich die Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t nicht wegnehmen lassen oder sie zur\u00fcckholen wollen.<\/p>\n<p>Die Schwierigkeit bei diesem Thema ist, die ganze Welt unter einen Hut zu bringen. Es gibt Unterschiede zwischen den L\u00e4ndern der verschiedenen Erdteile, zwischen Industriel\u00e4ndern und sich entwickelnden L\u00e4ndern, zwischen ehemaligen Kolonien und ehemaligen Kolonialherrschern usw. Tats\u00e4chlich gibt es gro\u00dfe Unterschiede von Land zu Land selbst innerhalb Europas, was die Geschichte und den heutigen Stand der Unterwerfung unter die Interessen der Agrarindustrie betrifft.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Anzeige<\/span><\/p>\n<p>\n<!-- START ADVERTISER: Woodstore24 DE\/AT from awin.com -->\n\n<a rel=\"sponsored\" href=\"https:\/\/www.awin1.com\/cread.php?s=3375080&amp;v=48707&amp;q=463048&amp;r=548507\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.awin1.com\/cshow.php?s=3375080&amp;v=48707&amp;q=463048&amp;r=548507\" border=\"0\">\n<\/a>\n\n<!-- END ADVERTISER: Woodstore24 DE\/AT from awin.com -->\n\n<\/p>\n<p>Eine faire L\u00f6sungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr die Problematik, die auch im Buch vorgestellt wird, k\u00f6nnte sein, neben dem regulierten Saatgutmarkt auch einen unregulierten zuzulassen. Wer zertifiziertes Saatgut kaufen m\u00f6chte, kann das tun. Alle Sorten, auf denen kein Sortenschutz liegt, d\u00fcrften aber von jedem vermehrt und auch (als nicht-zertifiziertes Saatgut) verkauft werden &#8211; nat\u00fcrlich klar als solches deklariert. Der K\u00e4ufer (Hobbyg\u00e4rtner oder Erwerbsg\u00e4rtner) entscheidet selbst, wann und ob er zertifiziertes Saatgut (klar unterscheidbar, einheitlich, stabil \u00fcber Generationen) kaufen m\u00f6chte oder eben nicht.<\/p>\n<p><strong>Mein pers\u00f6nliches Fazit:<\/strong><br>Das Buch ist sehr empfehlenswert f\u00fcr Anbauer aller Art und alle Menschen, die bei den Themen Saatgut, Agrarindustrie, \u00f6kologischer Anbau, Entwicklungszusammenarbeit und angrenzenden Themengebieten mitreden m\u00f6chten.<\/p>\n<p><a title=\"Werbelink zum Buch bei Amazon.de\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3865817815\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3865817815&amp;linkCode=as2&amp;tag=tipsntopicvoneva\" rel=\"nofollow noopener\">Saatgut: Wer die Saat hat, hat das Sagen<\/a>*<br>Anja Banzhaf<br><a href=\"http:\/\/www.oekom.de\" rel=\"nofollow\">oekom verlag<\/a>** 2016<br>ISBN: 978-3-86581-781-5<\/p>\n<p>* Werbelink zu Amazon<br>** Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten<\/p>\n\n\n<p><b>Das k\u00f6nnte Sie auch interessieren:<\/b>\n<br \/>\n<ul>\n    <li><a href=\"https:\/\/gartensaison-gartentipps.blogspot.com\/2012\/04\/kurbisse-saen.html\">K\u00fcrbisse s\u00e4en und ernten<\/a> (Gartensaison-Gartentipps-Blog)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/gartensaison-gartentipps.blogspot.com\/2016\/01\/aussaatkalender-gemuse-termingerechte-Anzucht.html\">Termingerecht auss\u00e4en mit Anbaukalender<\/a> (Gartensaison-Gartentipps-Blog)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/gartensaison-gartentipps.blogspot.de\/2017\/04\/knollenfenchel-gemusefenchel-selbst-anbauen-und-geniessen.html\">Knollenfenchel selbst anbauen und genie\u00dfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.hobbygarten.de\/Tomaten\/\">Tomatenanbau im Garten und auf dem Balkon<\/a> (hobbygarten.de)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kleingewaechshaus.de\/\">Das Kleingew\u00e4chshaus &#8211; Technik und Nutzung<\/a>&nbsp;(kleingewaechshaus.de)<b>&nbsp;<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<\/p>\n<div>\n<span style=\"font-size: small;\">Anzeige<\/span><br \/>\n<script async=\"\" src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js\"><\/script>\n<!--gartensaison-gartentipps-inText-horizontal-responsive-->\n<ins class=\"adsbygoogle\" data-ad-client=\"ca-pub-2201113603938588\" data-ad-format=\"auto\" data-ad-slot=\"9260818633\" data-full-width-responsive=\"true\" style=\"display: block;\"><\/ins>\n<script>\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\n<\/script>\n  \n  <\/div>\n<br \/>\n<br \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer das Saatgut kontrolliert, kontrolliert nicht nur die Z\u00fcchtungs- und die Anbausysteme, sondern bestimmt auch, was bei den Menschen zum Essen auf den Tisch kommt. 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