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Der Schlankheitskurs jetzt auch
für unterwegs und für Offliner mit vielen
Specials
Ich war einmal dicker
Erfahrung von Eva 2000
(1)
Ich mach hier mal
den Anfang und interviewe mich sozusagen selbst:
vorher
nachher
Gab es
einen Auslöser, warum Sie Gewicht verlieren wollten? Was war
das? (z. B. gesundheitliche Probleme, Sie wollten jemand bestimmten
gefallen, jemand hat sie geärgert oder anderes)
Ein
Auslöser für mich war der Tod meiner alleinlebenden
Tante. Sie starb zwar schlank, aber einsam, ihre einzigen
Ansprechpartner die letzten Jahre waren mitleidige Verwandte gewesen.
Ihr Tod war Anlaß mein eigenes Leben zu überdenken,
was ich wollte und was nicht. Ich wusste plötzlich, dass ich
nicht "versehentlich" ein ungewolltes Leben leben wollte und
plötzlich wäre es vorbei und ich hätte mich
nicht "verwirklicht", wäre nicht so, wie ich sein
könnte, wenn ich meine Ziele höherstecken
würde. Ich setzte mir verschiedene Ziele, wie ich leben und
wer ich sein wollte. Zu den äußeren Zielen
gehörte, schlanker zu werden (damit ich mich selbst wieder
schön finden konnte) und mehr Sport zu treiben. Aber ich
wollte fröhlicher sein und mehr Humor haben, Schwäche
zeigen lernen, kontaktfreudiger sein usw. Darauf wollte ich
hinarbeiten. Außerdem hatte ich mich online verliebt. Ich
wollte diesem Mann unbedingt gefallen, wenn wir uns träfen,
aber ich war so dick und schwerfällig in den letzten 3 Jahren
geworden, dass ich mich selbst nicht mochte. Auf der Beerdigung der
Tante fasste ich den Entschluss, meinem Leben in mehr als einer
Hinsicht eine neue Richtung zu geben, mein Leben in die Hand zu nehmen
- bevor es zu spät sein würde. Sicher spielte auch
mein bevorstehender vierzigster Geburtstag eine Rolle.
Was
ging während des Abnehmens in Ihrem Kopf vor, wie motivierten
Sie sich kurzfristig, entsprechende Maßnahmen
durchzuführen? Hatten Sie beispielsweise abschreckende
Visionen, freuten Sie sich auf etwas? An was dachten Sie, was
fühlten Sie?
Ich sah mein
Ziel, genauer: Ich sah mich bereits am Ziel, so wie ich es
haben wollte. Ich konzentrierte mich auf das Ziel und freute mich
drauf: Wie toll ich aussehen und wie wunderbar ich mich fühlen
würde, dass ich ein gutes Gewissen meiner Gesundheit und
meinem Körper gegenüber haben würde, ich sah
vor meinem geistigen Auge, wie auch andere mich bewundernd anschauen
würden, dass ich meinem Geliebten gefallen würde, wie
schön ich mich anziehen könnte und wie sexy ich
aussehen würde (als Mollige - mein Ziel war nicht
dünn zu werden, sondern nur nicht mehr so dick und viel
beweglicher und fitter zu sein).
Wie
motivieren Sie sich das neue Gewicht zu halten?
Ich freue mich
über das, was ich erreicht habe, mache es mir
bewußt. Und ich denke mit Schrecken daran, wie ich aussah und
wieviel schlechter ich mich damals fühlte als jetzt.
Wenn
Sie sich vorstellen, Sie hätten wieder das alte Gewicht,
welche Empfindungen haben Sie dabei?
Daran zu denken
ist schrecklich. Aber ich will nie wieder zulassen, dass ich
kurzfristigen, vermeintlichen Genüssen eine höhere
Priorität einräume als meiner Gesundheit und meinem
Wohlfühlen und auch meinem Aussehen.
Welche
Methoden benutzten Sie zur Gewichtsreduktion (z. B.
Ernährungsumstellung, Diät, Mentaltraining,
Akupunktur, Sport)
1. Ich
informierte mich über die Wirkung von Nahrungsmitteln auf
meinen Körper, welches Nahrungsmittel tut mir wirklich gut und
dann trainierte ich meine innere Einstellung zu Nahrungsmitteln und
Verhaltensweisen entsprechend meiner Entscheidung um.
2. Ernährungsumstellung (fettarme Vollwertkost, sehr viel
Rohkost und Obst).
3. Sport (regelmäßig ins Fitnessstudio gehen, alles
per Fahrrad erledigen, Schwimmen, Bewegung im Alltag - soviel wie
möglich) 4.
Ich lernte gute Gefühle mit den neu gewählten
Verhaltensweisen und Nahrungsmitteln zu verbinden
Welche
Methoden wenden Sie an, das neue Gewicht zu halten?
Regelmäßige
Bewegung. Umgestellte Ernährung beibehalten. Wenn ich 1 - 2 kg
zunehme, dann ersetze ich einen Teil der kalorienhaltigeren
Nahrungsmittel (Brot, Nudeln usw.) wieder durch mehr Gemüse
und Rohkost. Bewußter leben: Wenn ich merke, dass Essen mir
in bestimmten Situationen etwas gibt, was nichts mit Nahrung und
"normalem" Genuß zu tun hat, versuche ich eine andere
Lösung oder eine weniger dickmachende Ersatzhandlung zu finden
(Sport, Entspannungsübungen, Suppe essen, Tee oder Kaffee
langsam und mit Genuss trinken usw.
Wie oft
wiegen oder messen Sie sich?
täglich oder alle
2 Tage morgens
Worin
sehen Sie für sich persönlich die Vorteile Ihres
geringeren Gewichtes?
ich
fühle mich schöner, bin beweglicher, fühle
mich leistungsfähiger, bin stolz auf mich und was ich
geschafft habe für meine Gesundheit, Wohlfühlen und
mein Aussehen. Außerdem
tun mir die neuen Verhaltensweisen auch in anderer Hinsicht gut: Ich
kann z. B. mit Sport meine Stimmung und meine geistige
Fitness positiv beeinflussen. Es
gibt mir ein Gefühl der Zufriedenheit, wenn
ich meinem Körper Gutes tue.
Beschreiben
Sie das Gefühl, es geschafft zu haben!
Das Gefühl ist
wunderbar. Ich freue mich jeden Tag daran. Für mich war es wie
eine Häutung. Es geht bei mir auch mit anderen
persönlichen Veränderungen einher. Es hat mir
gezeigt, dass man nicht in allem dem Schicksal oder seiner Sucht
ausgeliefert ist, dass man sein Leben in die Hand nehmen kann, dass es
von Erfolg gekrönt ist, nach persönlicher
Verbesserung zu streben.