Erfahrungsbericht: Ich war einmal dicker

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              Ich war einmal dicker


Erfahrung von Hanni (5)

Hallo,

bin aus lauter Langeweile wieder mal bei Euch unterwegs gewesen. Obwohl ich das ja nun wirklich nicht nötig habe, bei Dick ist Schick (Forum bei AOL, Anm. der Redaktion) Rat einzuholen ( fragt Partyhary, er hat mich beim WuV-Treffen kennengelernt ). Aber meinen Namen kennt Ihr vielleicht schon, ein Gedicht von mir hängt unter Humorvolles und beim Ostermalwettbewerb habe ich auch einen Preis gewonnen - was allerdings kein Kunststück war - 3 eilnehmer, 3 Preise........ ;-)

Aber zu mir : Ich bin 5-fache Mutter, die letzten Kinder waren Zwillis. Ich habe nach den Schwangerschaften ständig mit Übergewicht zu kämpfen gehabt und fühlte mich mit knapp 70 kg bei 164 cm Körpergröße dann doch etwas zu rund und wohlgenährt. Irgendwann bekam ich von meiner Mutter ein Foto, welches mich mit meinem Mann auf einem Berliner Ausflugsdampfer zeigte. Dieses Foto hat mich animiert - weil es alle meine Pfunde im ungünstigsten Licht brachte - den Versuch zu wagen, das Gewicht zu reduzieren. Ich stellte es als erstes so auffällig hin, dass ich jeden Tag darauf schauen musste. Dann begann ich mit meiner selbst kreirten Diät, die ich allerdings nur jemandem empfehlen kann, der einen starken Willen hat, abzunehmen. Ich hatte ihn auf jeden Fall, hatte ich doch ständig mein Bild vor Augen. Also, ich habe es folgendermaßen gemacht :

Gefrühstückt habe ich wie ein Kaiser. Vom Feinsten, nicht auf Kalorien geachtet, und so, dass der Magen und Darm vorerst etwas zu arbeiten hatte. Vollkornprodukte, Obst, Gemüse - wie Tomaten, Gurke etc. , Joghurt oder Quark, Käse und Wurst. ( Es wurde dann mengenweise immer weniger, je mehr die Kapazität des Magens schrumpfte ). Zum Mittag - als König - gönnte ich mit Obst, Jogi oder einen gemischten Salat. Dann war Feierabend. Höchstens noch eine Zwischenmahlzeit in Form von Fruchtsaft oder Obst. Nach 17 Uhr - Bettler - habe ich mir abgewöhnt, etwas zu essen, weil der Körper diese Mahlzeiten bei Untätigkeit sowieso nur in Fettzellen umwandelt. Ich bin regelmäßig mit knurrendem Magen ins Bett gegangen - hatte aber die Gewißheit, am nächsten Tag wieder etliche Gramm verloren zu haben.

Ich habe auf diese Art innerhalb eines Jahres mein Gewicht von 70 kg auf 45 kg reduziert. Nachdem mich aber meine Kollegen und Nachbarn fragten, ob ich krank wäre, habe ich wieder ein bißchen zugelegt. Nun halte ich ein Gewicht von +- 50 kg, und das seit einigen Jahren. Ich achte auf meine Ernährung, ziehe Joghurt, Obst, Gemüse, Vollkornprodukte etc. den Dickmachern vor, trinke keinerlei stark alkoholhaltige Getränke - in gemütlicher Runde höchstens trockenen Wein oder Schorle und lege mal einen Diättag ein, wenn die engen Hosen kneifen. Es mag ja sein, dass Ihr der Meinung seid, mit 70 kg wäre ich nicht dick gewesen, aber ich fühlte mich so. Jetzt habe ich mein Wohlfühlgewicht erreicht und damit auch eine positivere Lebenseinstellung.

Ich hoffe, dass ich mit meinem Bericht einigen Leuten behilflich sein konnte.

Viele liebe Grüße

Hanni


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© Eva Schumann,
Freising 1998

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