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Reise-Eindrücke von
Hawaii
North Shore Oahu -
Reise-Erfahrungen und Bilder (1992)
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größer zu sehen
Hawaii ist die abgelegenste
Inselgruppe der Welt. Sie liegt mitten im Pazifik - 3.700 km von
Kalifornien und 6.400 km von Japan entfernt. Die Inseln erheben sich vom
Meeresspiegel bis zu einer Höhe von 4.200 m. Die ersten Pflanzen, die
sich auf den Inseln vulkanischen Ursprungs ansiedeln konnten, wurden als
Samen von Wind, Wasser und von Vögeln hergetragen. Im Vogelbauch kam
auch ich dorthin , allerdings von einem Riesenvogel aus Metall, und besuchte
die großen Hawaii-Inseln Oahu, Maui, Hawaii, Kauai. Weil es mir so
gut gefiel, kam ich mehrmals wieder.
Alle Inseln sind wunderschön, landschaftlich mag ich am liebsten vielleicht
die üppige Vegetation und die wilden Steilküsten des Nordens von
Kauai, allerdings ist man dort etwas isoliert und es gibt kaum öffentliche
Verkehrsmittel. Deshalb mache ich meinen Urlaub am liebsten auf Oahu, der
Hauptinsel, aber nicht im Trubel von Waikiki und Honolulu (obwohl die auch
sehenswert sind), sondern genau am entgegengesetzten Ende bei Waimea/Three
Tables Beach - that's where the Surfers (Wellenreiter aus aller Welt) go
in Winter (Nov. bis Februar), - aber wenn das Meer ruhiger ist, kann
man dort wunderbar baden, schnorcheln und tauchen.
Mit dem Bus kann man für ca. 1 $ um die Insel fahren (ca. 4 Stunden).
Da man unterbrechen darf (im Bus nach einem "transfer" fragen), wo immer
man mag , läßt sich die Insel preiswert mit öffentlichen
Verkehrsmitteln erkunden. Wenn man so wie ich, mehrere Wochen oder Monate
dort ist, ist man auch froh um Abwechslung vom Baden, Wellenreiten gucken,
Spazieren gehen und fährt mit dem Bus gerne mal in den Nachbarort Haleiwa
zum Essen, zum Turtle Bay Hilton (hat eine geschützte Badebucht auch
wenn die Wellen ansonsten dort gerade sehr hoch sind), nach Honolulu zum
Besichtigen, Essen, Shoppen (Aloha-Stadium-Flohmarkt, verschiedene Shopping
Center - meine liebsten sind Ala Moana und Pearl Ridge-Shopping Center),
ins Kino (Pearl Ridge) usw... langweilig wird es einem nicht, denn es gibt
ja auch noch jede Menge touristischer Attraktionen und informativer Angebote
wie "Arizona Memorial" in Pearl Harbour, Hanauma Bay (Schnorcheln für
Anfänger, Fische küssen Dir die Taucherbrille), Sea Life Park und
andere Aquarien, nett auch verschiedene kleine botanische Gärten und
Parks in der Stadt und vor allem auch die wunderschöne, auch auf Oahu
an vielen Plätzen sehr spektakuläre Natur (z. B. Nuuanu Pali
Lookout)!
Unterkunft Oahu Nordküste
Einquartieren kann man sich z. B. im Backpackers (man
kann Betten, Zimmer oder Appartements mieten) - gleich neben Waimea
Bay, einer weltberühmten Surfer-Bucht, die aber an ruhigen Tagen ein
beliebter Familienausflugsort ist.
Waimea Arboretum & Botanischer Garten - Waimea
Falls Park
Um die Ecke vom Backpackers (10 min zu Fuß)
ist Waimea Arboretum & Botanical Garden, meiner Meinung nach ein sehr
schöner botanischer Garten. Wie in vielen kommerziellen Parks in den
USA wird hier Information und Unterhaltung miteinander verknüpft (wir
sind hier im 50. Staat der
USA!). Der Eintrittspreis ist hoch, aber es ist auch viel geboten: Es gibt viele
Themengärten (u. a. auch die ursprüngliche Flora der Hawaii-Inseln,
die sich wesentlich von der heutigen ornamentalen unterscheidet, denn schon
die ersten polynesischen Siedler verdrängten mit ihren mitgebrachten
Pflanzen und Tieren einen Teil der ursprünglichen Flora. Der Park ist
auch in Projekten der Bewahrung vor der Auslöschung bedrohter Arten
stark engagiert. Conservation through Cultivation - Pflanzen werden hier
geschützt vermehrt und anschließend an ihren Ursprungsorte wieder
angesiedelt), Diving-Shows, Hula-Shows, ethnobotanische Führungen,
Handwerksvorführungen und anderes mehr. Nicht nur wer sich für
Pflanzen interessiert, sollte den Park nicht verpassen.
Haleiwa
Mit dem Bus ist man von Waimea in ca. 10 Minuten im
Nachbarort Haleiwa, wo es außer ein paar Surfboard- und T-Shirts-Shops
auch kleinere Supermärkte, Restaurants bzw. Imbissstätten (chinesisch,
mexikanisch, amerikanisch, italienisch), Galerien u. a. gibt. Hier - wie
fast überall an der North Shore von Oahu - ist alles sehr lässig
und relaxed.
Surfen, Surfen, Surfen (Wellenreiten)
Ich war bisher immer im Winter dort und konnte mich
dann gar nicht satt sehen an den riesigen Wellen und dem, was man an Performance
der Wellenreiter zu sehen bekommt, denn dort endet ja jedes Jahr die Welttour
der Surfer (Wellenreiten) mit dem Triple Crown of Surfing an den 3 wohl
bekanntesten Surfstränden der Welt: Haleiwa, Banzai Pipeline (Ehukai
Beach Park) und Sunset Beach.
Am
nächsten
ist man dem Geschehen als Zuschauer beim Ehukai Beach Park, denn dort bilden
sich die riesigen Röhren kurz vor dem Strand, was den Sport dort aber
auch besonders gefährlich macht, denn die Wassermassen werden derart
hochgesaugt, bevor sie auf das Riff donnern, dass sich in diesem Moment kaum
noch Wasser über dem Grund befindet. Naturgewalt pur. Zum Schwimmen
fährt man an solchen Tagen besser auf die andere Seite der Insel, wo
es dann ruhig ist.
Von eigenen Surfing-Anfängerversuchen ist in solchen Wellen unbedingt
abzuraten, denn nicht umsonst bekreuzigen sich auch die weltbesten Surfer,
beten und werfen Blumen ins Wasser, bevor sie hier in die Wellen gehen.
Als Surfer ist man außerdem beliebtes Angriffsziel von Haien, da die
den Surfer von unten mit einer dicken Robbe verwechseln - so better watch
out, es gab einige Zwischenfälle. Apropos
Tiere im Wasser: Wer gerne schnorchelt oder taucht: Bei ruhigem Wetter
ist die Unterwasserwelt ein Paradies, und ich hatte auch schon das Glück,
von Land aus Buckelwale und Delphine zu sehen.
Hawaii ist eine Reise wert
Hawaii hat sehr viele verschiedene Gesichter, nicht
nur landschaftlich sondern auch durch seine Bewohner, die aus vielen Teilen
der Erde mehr oder weniger freiwillig im Laufe der Geschichte hierher kamen
(Polynesien, Japan, China, USA-Festland ..). Es gibt viel zu sehen und
kennenzulernen. Wer sich unter Hawaii nicht ein verträumtes
Südseeparadies vorstellt - das es schon lange nicht mehr ist, vielleicht
niemals war - der wird seinen Aufenthalt hier genießen. Sehr erfreulich
ist auch, daß die üblichen Tropenkrankheiten fehlen. Allerdings
ist der lange Flug und die Zeitumstellung von ca. 11 Stunden sehr anstrengend
und für einen Kurzurlaub sind diese Inseln von Europa aus meiner Meinung
nach weniger geeignet.