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Gartenprobleme was tun?

Apfelwickler - was tun?

Apfelwickler - Wurm im Apfel oder der Birne

Apfelwickler-Bohrloch - der Apfelwickler befällt vorwiegend Äpfel, aber auch Birnen, Quitten, Aprikosen, Pfirsiche, Pflaumen, Kirschen, Weißdornfrüchte, Esskastanien und Walnüsse Der Apfelwickler (Cydia pomonella) ist ein unauffälliger, kleiner Schmetterling (Flügelspannweite von ca. 20 mm), der zu den Nachtfaltern gehört. Seine Raupen sind häufige Schädlinge im Obstbau und im Hausgarten.


Apfelwickler - woran erkennt man ihn?

Typische Kennzeichen für einen Befall mit dem Apfelwickler sind die Eintrittsstellen der Raupen an den Früchten sowie das vorzeitige Abfallen der befallenen Früchte. Schneidet man eine solche Frucht auf, so enthält sie einen Fraßgang mit Kotkrümelchen. Die Raupe selbst sitzt meist im Kerngehäuse.


Apfelwickler - vom Ei bis zum erwachsenen Falter

Der Zyklus des Apfelwicklers in Kürze: Die Falter der ersten Generation fliegen ab etwa Anfang Mai abends in der Dämmerung und zwar bevorzugt an windstillen, warmen Tagen mit feuchtem Wetter. Die Weibchen beginnen etwa 10 Tage nach Flugbeginn mit der Eiablage an Blätter oder Früchte, und zwar zwei bis drei Wochen lang. Ab Juli kann eine zweite Generation folgen, wobei sich die Generationen oft überschneiden.


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Jeder weibliche Falter kann 30 bis 60 Eier legen. Die kleine Raupe bohrt sich nach dem Schlüpfen (7-15 Tage nach der Eiablage) in die Frucht. Dort durchläuft sie fünf Larvenstadien und ernährt sich sich vom Fruchtfleisch und den Samen. Wenn die Raupe ausgewachsen ist, verlässt sie die inzwischen abgefallene Frucht, wandert zum Stamm und verspinnt sich dort in Ritzen und unter Borkenschuppen, wo sie sich später auch verpuppt. Aus der Puppe schlüpfen dann die Falter der nächsten Generation. Nur Raupen, die sich bis Ende Juni einspinnen, verpuppen sich gleich anschließend, die späteren überwintern als Raupe im Kokon und verpuppen sich im nächsten Jahr im April oder Mai.


Welches Obst wird vom Apfelwickler befallen?

Gesunde Quitte KonstantinoplerDer Apfelwickler befällt vorwiegend Äpfel, aber auch Birnen, Quitten (im Bild gesunde Apfelquitten 'Konstantinopler'), Aprikosen, Pfirsiche, Pflaumen, Kirschen, Weißdornfrüchte, Esskastanien und Walnüsse.


Vorbeugende Maßnahmen gegen Apfelwickler

Am wichtigsten ist es, natürliche Feinde des Apfelwicklers wie Fledermäuse, Vögel, Laufkäfer, Ohrwürmer, räuberische Blumenwanzen, manche Ameisen, Spinnen, Raubmilben und andere natürlich vorkommene Räuber sowie Parasitoide (Schlupfwespen & Co.) zu fördern. Darüber hinaus gibt es auch Bakterien, Pilze und andere Erreger, die dem Apfelwickler zusetzen und somit "nützlich" sind. Artenvielfalt, die als sich regulierendes System für "Schädlingskontrolle" mit einem Schaden in akzeptablem Maß sorgt, wäre der optimale Zustand.


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Damit sich ein bestehender, leichter Befall mit Apfelwickler nicht aufschaukelt, sollte Fallobst am bestenn täglich aufgesammelt und verwertet werden. Die Obstabfälle mit den Raupen werden nicht auf den kleinen, offenen Hauskompost geben (außer man hat Hühner, die dort picken dürfen), sondern sicherheitshalber in die Biotonne. Wer einen großen, tiefen Komposthaufen mit entsprechenden Temperaturen im Inneren hat, kann die Obstabfälle mit den Raupen dort vergraben.

Rissige Baumpfähle sollten ausgetauscht und Bambusstäbe nur verwendet werden, wenn man sie zum Abfangen auslegt und vor dem Winter samt der eingesponnen Raupen entfernt (lt. oekolandbau.de entfernt diese Maßnahme zwei Drittel des Befalls und ist wirksamer als das Anbringen von Wellpapperingen).

Ab Mitte Mai kann man Apfelwickler-Lockstofffallen in Windrichtung (Richtung aus der der Wind kommt) in den Baum hängen. Mit diesen Fallen werden zwar nur ein Teil der männlichen Falter abgefangen, die dann keine Weibchen mehr befruchten können, aber man kann die Populationsentwicklung beobachten und einen eventuellen Bekämpfungszeitpunkt ermitteln.

Etwa Anfang Juni werden sogenannte Obstmaden-Fanggürtel um den Stamm gelegt und dort regelmäßig eingesponnene/einspinnungsbereite Raupen der ersten Generation abgesucht. Da Raupen auch an rissigen Weichholzpfählen und Bambusstäben Unterschlupf suchen, sollten auch diese kontrolliert sowie im Herbst auch Fruchtmumien entfernt werden.

Wenn es von der Baumgröße her möglich ist, kann man Bäume nach der Blüte mit Kulturschutznetzen vor der Eiablage durch zufliegende Falterweibchen schützen. Das macht nur Sinn, wenn die überwinternden Raupen und Puppen am Stamm und sonstigen Versteckmöglichkeiten entfernt wurden.


Apfelwickler-Bekämpfung

Gegen den Apfelwickler gibt es biologische Verfahren: Etwa 7 Tage, nachdem man mehr als 5 Falter pro Woche in der Pheromonfalle festgestellt hat, kann man ein Granulosevirus-Isolat spritzen, welches von den frisch schlüpfenden Raupen aufgenommen wird, bevor sie sich in die Frucht einbohren (zugelassene Handelspräparate Carpovirusine und Madex Max gibt es im Gartencenter). Ab August kann man zudem spezielle Nematoden Steinernema feltiaedie auf die Rinde und Stützpfähle spritzen, welche die Raupen im Überwinterungsversteck töten (Nematoden kann direkt bei Nützlingsproduzenten/händlern bestellen). Die Trichogramma-Schlupfwespen gegen Apfelwickler sind derzeit nicht im Handel. (Eiparasit) zur Eiablagezeit ausbringen. Bezugsquellen Nützlinge siehe bei → Nützlingseinsatz.


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Bitte beachten Sie, dass sich die Zulassungen für Pflanzenschutzmittel ständig verändern. Aktuelle Informationen erhalten Sie beim -> BVL

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