Sie haben die Verantwortung übernommen, Sie sind
fest entschlossen, Sie möchten fitter werden und fragen sich, wie Sie
am besten vorgehen.
Meiner Erfahrung nach ist es hilfreich, sich
Ziele zu setzen, einen Plan zu entwickeln und sich immer wieder
die Ziele vor Augen zu führen sowie an den Plan zu erinnern. An den
Fortschritten, die man bereits erreicht hat, sollte man sich
regelmäßig und bewusst freuen, denn wie weit man bereits gekommen
ist, erkennt man nur, wenn man weiß, wo man losgegangen ist.
Beginnen Sie da, wo Sie
derzeit stehen. Machen Sie eine Bestandsaufnahme und schreiben Sie
auf, was Sie heute können, damit Sie Ihre baldigen Fortschritte beobachten
können (das kann besonders hilfreich sein, wenn man mal eine "unwillige
Phase" hat). Wenn Sie jetzt langsam 5 Schritte gehen können und dann
aus der Puste sind, dann notieren Sie das mit dem heutigen Datum. Es ist
egal, was sie jetzt nicht können, jeder beginnt da, wo er ist. Der eine
bei der halben Marathonstrecke, der andere mit Armbewegungen im Sitzen. Worauf
es ankommt, sind die Fortschritte, die Sie machen, weil Sie sich immer ein
kleines bisschen herausfordern werden. Schreiben Sie etwa alle 1 - 2 Wochen
auf, wo Sie inzwischen stehen.
Überlegen Sie, was Sie können möchten,
und schreiben Sie das auch auf. Formulieren Sie dann Ihr persönliches
Ziel, z. B.: Ich möchte mich quicklebendig und wohl in meinem
Körper fühlen, ich möchte, dass mir Bewegung Spass macht und
meine Gesundheit unterstützt, ich möchte mit dem Hund draußen
tollen können, ich möchte nicht nach wenigen Schritten außer
Atem kommen, ich möchte einen Marathon laufen können usw. - was
immer auf Sie zutrifft. Setzen Sie sich ein Ziel, auf das Sie sich freuen
können. Auch wenn Ihnen das vielleicht aus der heutigen Situation noch
unmöglich erscheint. Schreiben Sie es auf, und seien Sie bei Ihren Zielen
ruhig kühn - große Ziele bringen große Freude.
Nun schreiben Sie unbedingt auf, warum Sie dieses
Ziel erreichen möchten und drücken Sie sich dabei ruhig drastisch
aus. Zum Beispiel:
Weil ich es hasse, ans Haus gefesselt zu sein.
Weil ich meinen Kindern eine Riesenfreude machen
würde.
Weil ich den Beifall im Zieleinlauf hören
möchte.
Weil ich meinen Körper gesund und kräftig
erhalten möchte und lange und gesund leben möchte.
Weil ich schon einmal durch Bewegungslosigkeit
krank geworden bin und das nie mehr erleben möchte.
Bis hierhin hat sich das nach einer bierernsten, strebsamen
Angelegenheit angehört: Plan, Ausführung, fertig. Ernst soll es
aber gar nicht sein, sondern Spaß machen - nicht zuletzt, damit Sie
es immer wieder tun wollen. Bewegung ist Ausdruck von Freude und
Lebendigkeit. Vergessen Sie nicht, sich Freude zu bereiten, während
Sie lernen, Bewegung als lebensqualitätbringenden Faktor in ihr Leben
einzubauen.
Es ist ganz normal, dass besonders am Anfang Gedanken
auftauchen wie "ich habe keine Lust". Lassen Sie diese Gedanken von einem
Ohr zum anderen durchrauschen, aber geben Sie ihnen keine Aufmerksamkeit.
Denken Sie statt dessen an Ihr Ziel und FREUEN Sie sich darauf. Stellen Sie
sich vor, wie Sie sein möchten. Wie würden Sie sich fühlen,
wenn Sie bereits fitter wären und wenn Sie Sport mögen?
Freuen Sie sich auf das Ziel und freuen Sie sich an den Sachen, die Ihnen
helfen, diese Ziele zu erreichen. Fühlen Sie sich doch einfach mal so,
als wenn Sie schon so wären, wie Sie es möchten: fit und voller
Lebensfreude. Und dann tun Sie das, was Sie sich vorgenommen haben und was
Sie zu Ihrem persönlichen Ziel tragen wird.
Probleme sind nichts als Herausforderungen, an denen
wir wachsen. Wenn Probleme auftauchen ("mein Mann will ja nicht", "ich habe
keine Zeit wegen der Kinder"), dann sehen Sie diese als Herausforderung
und arbeiten an einer Lösung ("wie kann ich auch ohne meinen Mann mehr
Bewegung bekommen", möglicherweise ändert er ja seine Meinung,
wenn er Ihre Fortschritte sieht; "wie bekomme ich genug Bewegung MIT den
Kindern" , z.B. Bewegung im Alltag, Spielen mit den Kindern, Mütter
wechseln sich in der Betreuung ab, so dass eine ins Fitnesstudio oder joggen
oder schwimmen gehen kann, oder Fitnesstudio mit Kinderbetreuung usw). Lenken
Sie immer Ihre Aufmerksamkeit auf die Problemlösung. Jeder hat
seine "Herausforderungen", na und? Weg mit dem Selbstmittleid und den
Entschuldigungen, - das ist hart, aber es ist das einzige, was hilft.
Wenn Sie in einer lustlosen Stimmung sind, können
Sie diese auch durch Hilfsmittel wie Musik verändern. Legen Sie Musik
auf, die Sie vom Hocker reisst, und legen Sie los. Auch mit einer
Veränderung Ihrer Körperhaltung können Sie Ihre Stimmung
verändern (aufrechte Haltung, Kopf hoch, Lächeln ... so banal es
ist, es wirkt. Stellen Sie sich vor den Spiegel und probieren Sie es aus).
Lernen Sie die Gedanken zu denken, die Gefühle zu pflegen, die
Hilfsmittel zu nutzen, die Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützen.