Schlank werden - so klappt es! Kapitel 5: Hui und Pfui- wie unser Gehirn funktioniert

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so klappt es!

Schlank werden - so klappt es!

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Eva Schumann 

5 Hui und Pfui - wie unser Gehirn funktioniert

Diese Methode schlank zu werden und es auch zu bleiben beginnt im Kopf. Sie entscheiden, was Sie möchten, dann setzen Sie es in die Tat um. Wie das geht, zeige ich Ihnen. Es funktioniert bei mir und wird es auch bei Ihnen. 

Wir machen jetzt einen kleinen Ausflug in unsere Gedankenwelt und schauen uns an, was unser Handeln bestimmt. Viele der folgenden Erkenntnisse verdanke ich Anthony Robbins, dessen Bücher "Grenzenlose Energie" und vor allem "Das Robbins Power Prinzip" mir unbedingt empfehlenswert erscheinen. 

Wodurch wird bestimmt, was wir tun? Dadurch dass die Vorteile, die für das Handeln sprechen, die Nachteile überwiegen. Dies jedoch nicht im rein argumentativen Sinn (dann würden wir ja alle gleichermaßen vernünftig handeln), sondern in einer Art innerer Druck, welche Freude oder welchen Schmerz, also welche Gefühle und Assoziationen wir mit den Argumenten verbinden. 

Wenn Sie beispielweise einen Marathonteilnehmer fragen, wie er es geschafft hat, seinen Körper so zu trainieren, dass er 42 km am Stück laufen kann, wird er vielleicht sagen, es war ihm wichtig dieses Ziel zu erreichen, um sich selbst zu beweisen, dass er zu so einer Leistung fähig ist. So ein Training ist langwierig, er musste sich also immer wieder motivieren, nach der Arbeit seine Laufschuhe anzuziehen und gezielt zu trainieren. Er hat also einmal diese große Entscheidung getroffen: ich will am New Yorker Marathon teilnehmen, und ab da täglich oder zumindest mehrmals wöchentlich diese kleine Entscheidung: ich trainiere heute. Der innere Druck "Ziel erreichen" ist bei ihm also stärker als "ach ich würde mich jetzt gerne gemütlich vor den Fernseher setzen". Nun werden Sie sagen, vielleicht ist der von Natur aus so ehrgeizig, ich bin das nicht, bei mir überwiegt der Wunsch gemütlich vor dem Fernseher zu sitzen. Was aber wenn hinter Ihnen etwas explodierte und ihr Leben gefährdete. Dieser "Druck" wäre auch bei Ihnen so stark, dass Sie von der Couch aufspringen und wegrennen würden. 

Wenn man sich von seinem Verstand her zu etwas entschlossen hat, kann man das gegen den "inneren faulen Schweinehund" durchsetzen, indem man bewußt den inneren Druck verstärkt. Der Marathonläufer wird sich beispielsweise daran erinnern, dass er vor seinen Freunden angegeben hat, dass er dieses Ziel erreichen wird, er kann sich da unmöglich eine Blöße geben, dieser "Schmerz" wäre zu groß. Außerdem sieht er immer wieder vor seinem geistigen Auge, wie er diese 42 km durch beispielsweise New York läuft, er stellt sich vor, wie phantastisch er sich an diesem Tag fühlen wird, wenn er endlich da ist, wo er sein möchte. Er wird sich das Laufen und vor allem den erfolgreichen Einlauf ins Ziel vorstellen. Er kultiviert also die Freude am Erfolg schon während des Trainings. Schon durch diese Vorfreude macht ihm das Training Spaß und läßt es ihn durchhalten. Eigentlich ist das dann gar kein Durchhalten, sondern schon der Weg ist das Ziel. Er sieht seine Fortschritte von Woche zu Woche und er weiß, bald ist er soweit. 

Bei erfolgreichen Menschen läuft diese Selbstmotivation oft unbewußt ab, aber man kann das auch lernen. Der volle Einsatz für das Ziel, der diese Menschen dann letzten Endes zum Erfolg führt, wird oft einfach auf die "Charaktereigenschaft" Selbstdisziplin zurückgeführt, ich meine, hinter jeder sogenannten Selbstdisziplin steckt im Grunde genommen sich selbst motivieren zu können, indem man die gedanklichen und gefühlsmäßigen Reflexionen (bewußt oder unbewußt) entsprechend lenkt und entsprechend fokussiert. Im Grunde kann es jeder schon, denn in irgendeiner Hinsicht hat diese "Technik" jeder schon einmal benutzt. Ein banales Beispiel: Egal wie müde sie sind, wenn sie sich vorstellen, dass ihr Chef sie bei Nichterscheinen feuert und sie dann ihre Raten nicht mehr zahlen können oder auf der Straße leben müßten, stehen die meisten Menschen auf. Um sich aus dem Bett zu motivieren, denken sie also an dieses Schreckensbild "Arbeitsplatzverlust". Übrigens, wer gar nicht erst daran denkt, wie schön es wäre, noch liegen zu bleiben (geht ja sowieso nicht), der leidet auch nicht beim Aufstehen, nur der der sich gedanklich an diese Möglichkeit klammert, muss jeden Tag erneut leiden. Aber nicht nur "Schmerz" ist ein Druckmittel, sondern auch Freude, sogar noch viel mehr und macht viel mehr Spaß. Statt sich beim Aufwachen gedanklich auf das warme Bett zu konzentrieren und die Welt draußen als kalt und feindlich zu reflektieren, kann man beim Aufwachen schon positiv an die Herausforderungen und Freuden denken, die einem der neue Tag bringt, an den netten Kollegen vom Büro nebenan, an das neue, interessante Arbeitsgebiet o.ä. Sie können entscheiden, worauf Sie fokussieren. Am besten man benutzt beide Druckmittel, also benutzt Freude und Schmerz, um sich dahin zu bringen, wo man hin möchte, entgegen dem inneren faulen, trägen "Schweinehund", entgegen alten Gewohnheiten, die einen gehindert haben, so zu sein, wie man eigentlich sein möchte und wie man sich gesund und glücklich fühlen würde. 

Wenn man nun diese Technik des Druckverstärkens bewußt einsetzt, die Handlungen zu denen man sich entschlossen hat, gegen ungewollte, alte Gewohnheiten oder auch für ganze neue Ziele in jeder Hinsicht seines Lebens durchzusetzen, gewinnt man plötzlich ganz neue Freiheiten, Möglichkeiten und eine ganz neue Lebensqualität. Und die Technik ist denkbar einfach. Denken Sie einfach das, was Sie Ihrem Ziel näherbringt und nicht das, was Ihnen das Leben schwer macht. Und wenn da die alten Gedanken am Anfang dazwischen funken wollen, dann hören Sie einfach nicht hin und denken wieder bewußt das, wozu Sie sich entschieden haben. 

Fokussieren Sie sich auf Ihr Ziel und auf die Gedanken, die Ihnen dabei helfen, es zu erreichen. Aber machen Sie das nicht nur als eine Art innere Litanei, das dauert zu lange. Legen Sie Gefühl hinein. Freuen Sie sich! Machen Sie das ganz intensiv. Sie werden schlank, sie werden gesünder, sie werden neue Genüsse kennenlernen. Gehen Sie zu Ihrem Kleiderschrank und holen Sie eine Hose raus, die Ihnen derzeit drei Nummern zu klein ist, und freuen sich, wie toll das ist, dass Sie die demnächst wieder tragen können. Springen Sie durch die Wohnung und freuen sich. Freuen Sie sich, dass sie demnächst beweglicher und leichter sein werden. Ich verspreche Ihnen, es ist ein tolles Gefühl, wenn das Fett dahinschmilzt und man jeden Tag leichter, beweglicher und energievoller wird. 

Am Anfang müssen Sie sich immer wieder an die neuen Gedanken, Gefühle, Assoziationen und Verhaltensweisen erinnern, sie regelrecht trainieren. Aber das Erstaunliche ist, dass sich Ihr neues Denken nach einiger Zeit automatisiert. Die neuen Gedanken bilden eine neue neurale Bahn in ihrem Gehirn, während die Bahnen der alten Gedanken verkümmern.

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