Schlank werden - so klappt es!/Kapitel 16:
Abnehm-Tricks
Schlank werden -
so klappt es!
Schlank werden - so klappt
es!
Online-Buch und Schlankheitskurs
Eva Schumann
16 Tricks
Auch wenn es nicht darum geht möglichst wenig zu essen,
wir wollen Fett und leere Kohlehydrate einsparen, uns gesund ernähren
und uns nach einer Mahlzeit gut gesättigt und wohl fühlen. Um das
zu erleichtern, gibt es einige Tricks, die einem besonders in der Anfangszeit
helfen.
Nicht aushungern lassen
Ein wichtiger Punkt ist, sich nie aushungern zu lassen, denn
erfahrungsgemäß schlingt man dann anschließend unkontrolliert
in sich hinein. Das war jahrelang einer meiner Fehler. In der Arbeit war
ich so konzentriert und vertieft, dass ich gar nicht merkte, dass ich stundenlang
gar nichts aß. Und wenn sich dann der Hunger bemerkbar machte - das
war oft erst zu Hause - dann war ich so ausgehungert, dass ich mich nicht
mehr bremsen konnte und viel zu große Mengen kochte und aß.
Essen nicht zur Entspannung benutzen
Außerdem genoß ich immer den beruhigenden Effekt und die entspannte
Müdigkeit nach dem Essen. Allerdings war ich meist so entspannt, dass
ich bewegungslos auf der Couch lag und las oder Fernseh schaute, statt einen
körperlichen Ausgleich zu meiner sitzenden Tätigkeit zu suchen,
ich war dann schlicht zu müde vom Essen. Aber dieses Verhalten belastet
den Körper, die Trägheit unterstützt das Dickwerden und das
ist es, was wir nicht wollen.
Mindestens 3 Mahlzeiten täglich
Das ist auch einer der vielen Gründen, seine Mahlzeiten auf mindestens
3 Hauptmahlzeiten und 2 Snacks zu verteilen. Das hält den Magen klein
und versorgt uns kontinuirlich mit Energie, so dass kein Heißhunger
auftritt. Zusätzlich zu diesen 5 Mahlzeiten halte ich immer noch Knabbereien
wie Paprikaschnitze, Radieschen, Cocktailtomaten u. ä. fast kalorienfreie
Vitaminbomben bereit, damit, falls zwischendrin der Hunger kommt, etwas
Kalorienarmes zur Hand ist. Aber man sollte nach Möglichkeit zwischendrin
nur essen, wenn man Hunger hat und nicht aus Langeweile oder ähnlichen
Gründen.
Heißhunger vermeiden
Gehen Sie nicht mit leerem Magen einkaufen und kochen Sie nicht mit leerem
Magen, denn dann kaufen bzw. kochen Sie schnell zu viel, das ist zumindest
meine Erfahrung. Zwar können Sie von Rohkostgemüse und Salat so
viel essen, wie Sie möchten, vorausgesetzt die Marinade ist nicht zu
fetthaltig, aber bei Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot, Fleisch und allem, was
eben mehr Kalorien enthält, legen Sie am besten vorher fest, wie viel
Sie davon essen möchten und halten sich an Ihre eigenen Vorgaben. Essen
Sie eventuell schon vor dem Kochen eine Suppe, etwas Rohkost mit Knäckebrot
oder ähnliches, damit Sie nicht ausgehungert kochen müssen.
Geben Sie sich Mühe für sich
Kultivieren Sie die Freude an einem guten Essen und zwar jetzt, wo Sie abnehmen,
erst recht. Kochen und essen Sie kreativ und abwechslungsreich. Machen Sie
nicht immer den gleichen Salat, machen Sie mal Möhren-, mal Sellerie-,
mal gemischten, mal-Tomaten-Nudelsalat usw, wechseln Sie auch bei den
Salatsoßen und Dips, mit anderen Worten: Geben Sie sich jetzt erst
recht Mühe, damit das gesunde Essen auch lecker schmeckt. Würzen
Sie Ihre Gemüsegerichte und Suppen phantasie- und liebevoll und decken
Sie auch entsprechend auf. Zelebrieren Sie Essen, Gesundheit und Wohlgeschmack
in einem. Genießen Sie!
Abnehmen mit Genuss
Da das volle Sättigungsgefühl erst nach etwa 15 bis 20 Minuten
eintritt, egal wie lange und wie viel man bis dahin gegessen hat, ist es
für jemanden, der abnehmen möchte, hilfreich, erst ein Glas Wasser
vor dem Essen zu trinken, dann eine schöne Suppe zu sich zu nehmen,
dann den bunten Salat in Angriff zu nehmen und erst am Schluss ein kleines,
leckeres Gemüse-Nudel-, -Reis- oder -Kartoffelgericht je nach Wunsch
(und Kalorieneinsparabsichten) mit oder ohne Fleisch oder Fisch zu essen.
Zwischen den einzelnen Gängen sollte nach Möglichkeit immer eine
kleine Pause gemacht werden. Alle Speisen sollten bewusst und mit Genuss
verzehrt werden.
Wer befürchtet, dass er bei dem Verzehr von Rohkost und Gemüse
Blähungen bekommt, der sollte wissen, dass man das mit entsprechenden
Gewürzen wie beispielsweise Kümmel, Bohnenkraut, Estragon, Koriander,
Rosmarin u. a. verhindern kann.
Erfolgsmessung
Wiegen oder messen Sie sich regelmäßig.
Für viele ist es hilfreich, ein Ernährungsbuch zu führen,
in das Sie jeweils eintragen, was Sie gegessen und getrunken haben. So schulen
Sie Ihr Essbewusstsein und behalten leichter den Überblick. Wer es mag,
der kann sich auch mit Kalorientabellen herumschlagen. Sie zumindest einmal
anzuschauen, zeigt vielen erst, in welchen Nahrungsmitteln die Kalorien besonders
konzentriert sitzen und welche Sie daher besser einschränken. Wer gerne
rechnet: 1 kg Körperfett sind 7000 kcal gespeicherte Energie. Um 1 kg
Fett zu verlieren, müßten Sie also 7000 Kalorien gegenüber
Ihrem Verbrauch einsparen. Sie können dies tun, indem Sie weniger Kalorien
zu sich nehmen (also weniger "Dickmacher" und dafür mehr Gemüse
essen) und indem Sie Ihren Energieverbrauch durch Sport steigern.
Bessere Gedanken und neue Assoziationen
Wer einmal die Woche ein Stückchen Schokolade isst, für den ist
Schokolade kein Problem und derjenige muss nicht sein inneres Bild von Schokolade
ändern. Aber viele Dicke können sich bei Schokolade nicht bremsen
und schnell ist die ganze Tafel weg und man will immer noch mehr. Wenn es
bei Ihnen das Bier ist, das Sie dick macht, dann sollten Sie aufhören
den Geschmack als angenehm zu kultivieren, sondern sich andere, für
Sie "realistischere" Gedanken zum Bier antrainieren: 100 ml Bier enthalten
etwa 45 kcal. Das hört sich zunächst wenig an, aber jemand der
abends 3 Flaschen Bier zu sich nimmt, ist damit schon bei 675 kcal.
Regelmäßig Bier in größeren Mengen zu trinken, macht
Sie also dick, ist schuld an Ihrem Spitz- oder Schwabbelbauch, liefert nur
beschränkt Vitamine, stört die Aufnahme und Verwertung der Vitamine
aus den Nahrungsmittteln, belastet Ihre Leber, senkt Ihre Lebenserwartung,
macht sie müde und energielos für anderes... Setzen Sie die Liste
beliebig selbst fort, trainieren Sie die neuen Assoziationen und suchen Sie
sich neue Wege, um Entspannung oder was immer Sie mit dem Bier verbinden
zu finden.
Beschäftigen Sie sich mit Ernährung, kaufen Sie sich Bücher
und Magazine zum Thema. Das schult Ihr Ernährungsbewusstsein. Auch die
Krankenkassen haben gute, kostenlose Broschüren zum Thema Ernährung
herausgegeben.
Lehren Sie einerseits Ihren Körper und Ihren Kopf gesunde, vitaminreiche
Kost zu mögen und mit Wohlgefühl zu verbinden, hören Sie aber
andererseits auch auf die Signale, die Ihr Körper aussendet. Wenn Sie
sich manchmal schwindelig fühlen, nehmen Sie vielleicht zu schnell ab.
Oder Sie betätigen sich zu wenig körperlich und Ihr Blutdruck ist
in den Keller gesaust. Eine andere Möglichkeit ist, dass Ihr Blutzucker
(wegen der falschen Ernährung vorher) aus dem Gleichgewicht geraten
ist. Klären Sie solche Probleme mit Ihrem Arzt. Meist helfen forsche
Spaziergänge an frischer Luft, ausreichende, gleichmäßige
Zufuhr von Vollkornprodukten, die langsam Kohlehydrate abgeben, Wechselduschen,
Bürstenmassagen oder ähnliches. Zugegeben, manchmal ist es nicht
leicht zu unterscheiden, wo der Körper wichtige Signale zu seinen
Bedürfnissen wie Ruhe, Flüssigkeit, Salz, Süß gibt und
wo "der träge, innere Schweinehund" sagt: In dieser Situation haben
wir immer Schokolade in uns hineingestopft, nach der Arbeit haben wir immer
faul auf der Couch gelegen usw. Aber mit dem sollten Sie am besten gar nicht
mehr sprechen ;-). Sie haben sich vorgenommen, sich gesund zu ernähren?
Dann tun Sie es einfach. Sie wissen, wie Sie dafür belohnt werden. Sie
haben sich entschlossen, regelmäßig Sport zu treiben? Tun Sie
es. Und denken Sie daran, was Ihnen dies Gutes tut. Denken Sie nie an "Verzicht"
oder "Mühe", sondern immer an die positive Wirkung und wie gut Ihnen
das in jeder Hinsicht tut, kurzfristig (weil Sie nach gemäßigtem
Sport frischer sind als vorher) und langfristig (weil Sie langfristig besser
aussehen, fitter sind und sich wohler fühlen). Aber im Zweifelsfall
sollten Sie bei Befindlichkeitsstörungen mit dem Arzt sprechen.
Ausreichend trinken - aber das Richtige
Apropos trinken. Viel zu trinken ist gesund. Viele Mediziner empfehlen 2-3
Liter pro Tag. Das gilt nicht nur, während man abnimmt. Oft ist
übermäßiges Essen auch ein falsch interpretiertes Durstsignal.
Man will einfach schlucken. Die gesündesten Durstlöscher sind Wasser,
Fruchtsaftschorle (2 Teile Wasser, 1 Teil Saft), Mineralwasser, Früchte-
und Kräutertees. Gezuckerte Limonaden und pure Fruchtsäfte sind
wegen des hohen Kaloriengehaltes weniger geeignet. Möglich sind auch
Diätlimonaden (allerdings wird teilweise berichtet, dass der enthaltene
Süßstoff appetitanregend sein kann). Kaffee und Tee sollte man
seiner Gesundheit zuliebe nur in beschränkten Mengen als Genußmittel
zu sich nehmen, als alleinige Durstlöscher sind sie weniger zu empfehlen.
Auf Alkohol sollte man auch lieber verzichten, denn er enthält viele
Kalorien, schmälert die Willenskraft u.ä. ungünstige Eigenschaften
mehr. Ich persönlich habe alkoholische Getränke eigentlich
gänzlich gestrichen. Vielleicht entscheiden Sie sich für ein
Gläschen in Ausnahmefällen. Getrunken wird allgemein am besten
nicht während des Essens, sondern davor oder zwischen den Mahlzeiten.
Die Geschmacksnerven neu einstimmen
Fast jeder Mensch mag gerne Süßes, schon Babys mögen
süße Sachen. Gegen süß in Maßen und mit Vitaminen
verknüpft (Beispiel Obst), ist auch gar nichts einzuwenden. Wenn man
allerdings sehr auf süß fixiert ist, empfiehlt es sich, sein
Geschmacksempfinden runterfahren. Ich hab das gemacht, indem ich in der
Anfangsphase ganz auf das Süßen verzichtet habe, nur über
Obst gönnte ich mir etwas Süßes. Überhaupt ist Obst
die beste Süßigkeit. Von Äpfeln kann man fast unbegrenzt
essen, ohne sich zu viele Kalorien zu zuführen. Ein Auge auf die Menge
sollte man aber bei Weintrauben, Bananen, Ananas u. ä. haben. Auf Bonbons
verzichte ich nach wie vor ganz, denn warum sollte ich etwas essen, dass
nicht so gut schmeckt wie Obst und nur dick macht. Am schlechtesten, um die
Süßlust zu befriedigen, sind Kombinationen von Fett mit Zucker
wie beispielsweise Schokolade, sahnige Torten und fette Gebäcke.
Ein Wort zu Süßstoff. Die Süße aus dem Obst oder mal
ein Löffelchen Honig oder Zucker in das Müsli ist gesünder
als Süßstoff, denn der kann die Insulinausschüttung und damit
den Hunger stimulieren. Anschließend isst man mehr, und, weil man ja
beim Zucker gespart hat, "gönnt" man sich dann zu viel anderes. Besser
ist es, ab und zu ein bißchen Zucker zu nehmen (zum Beispiel morgens
ein Würfel Zucker im Kaffee, wenn man das mag), oder eben Obst zu essen,
statt zu versuchen, seine Süßigkeitsgelüste mit
Süßstoff zu befriedigen, das hat oft die gegenteilige Wirkung.
Übrigens werden Süßstoffe auch in der Schweinemast verwendet,
um den Hunger der Tiere zu stimulieren, - das spricht doch Bände.
Der wichtigste "Trick" ist, ein anderes Genießen zu lernen. Essen Sie
langsam mit Bewusstsein und Genuss, spüren Sie dem reinen Erdbeeraroma
nach, dem vollen Tomatengeschmack, freuen Sie sich wieder am ursprünglichen
Geschmack der Pellkartoffel. "Schmecken" Sie die Vitamine und die anderen
gesunden Inhaltsstoffe und freuen Sie sich, was Sie ihrem Körper mit
dieser Ernährung Gutes tun.
Ausrutscher sind kein Beinbruch - wir lernen ja noch
Jetzt haben Sie eine Menge über gesundes Essen gehört, vieles davon
wussten Sie wahrscheinlich schon, aber es ist manchmal hilfreich, sich bestimmte
Fakten noch einmal vor Augen zu führen. Was aber, wenn Sie jetzt doch
eine riesige Sahnetorte verputzt haben, war dann alles umsonst? Nein. Das
ist überhaupt kein Beinbruch und sollte Sie nicht davon abhalten, weiter
zu üben. Sie haben damit keine Diät gebrochen, denn dies ist keine
Diät. Sie haben nur heute mehr Fett, Zucker und leere Kalorien zu sich
genommen, als das ideal gewesen wäre. Mehr nicht. Das Leben wäre
langweilig, wenn wir alle perfekt wären. Und niemand erwartet, dass
Sie innerhalb eines Tages alles abgeworfen haben, was Sie in den letzten
20 Jahren oder länger (leider) verinnerlicht haben. Versagen Sie sich
für den Rest des Tages nicht das Essen (sonst rächt sich die Sahnetorte
zusätzlich noch mit einer weiteren Heißhungerattacke), sondern
essen Sie gesund, d. h. Rohkost, Salat, Obst, Quark, Naturjoghurt und etwas
Kohlehydrate wie Brot, Nudeln oder Kartoffeln.
Machen Sie sich keine Selbstvorwürfe, Sie sind auf dem richtigen Weg
und so eine doofe Sahnetorte zwischendrin wird Sie nicht davon abbringen.
Gehen Sie am Abend im Bett oder am nächsten Morgen nochmal langsam mit
Bedacht in Gedanken unsere einzelnen Schritte durch. Trainieren Sie noch
einmal Ihren inneren Druck, den Schmerz, den Sie mit dem Dicksein verbinden
(sagen Sie sich innerlich laut und eindrinlich: NEIN, das will ich nicht
mehr), die Freude an Ihrem baldigen Schlanksein (gucken Sie sich nochmal
die jetzt zu enge Hose an, die sie bald wieder anziehen können und freuen
Sie sich schon drauf).
Das Dicksein tun Ihnen vor allem die fetten Nahrungsmittel und die
Süß-Fett-Kombinationen wie beispielsweise Schokolade an, die schlanke
Zukunft wird Ihnen durch eine gesunde Ernährung geschenkt. Fokussieren
Sie auf Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden und verbinden Sie Freude und
Wohlgeschmack mit den gesunden Nahrungsmitteln. Konzentrieren Sie sich darauf.
Hören Sie den alten Sahnetortengedanken nicht mehr zu, lassen Sie sie
an sich vorbeirauschen, denn Sie wissen - das ist nichts als eine alte
Gewohnheit. Genießen Sie einen Apfel, kaufen Sie sich ein paar leckere
Erdbeeren, eine Ananas oder eine andere köstliche Frucht. Denken Sie
an Ihre schlanke Zukunft, während Sie die genießen. Je öfter
und intensiver Sie das praktizieren, desto schneller automatisiert sich das
vergnügliche, gesunde Essen.