XXL - durch dick und dünn: Hier geht es ums Schlankwerden, Ernährung, Sport, Gesundheit, Rundsein


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Wir "tintos" stellen uns vor

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Wer schon einmal in die Erfahrungsaustausch-Boards von Abnehmen mit tinto geguckt hat, weiß, dass wir uns dort gegenseitig bei unserem Vorhaben, unser jeweiliges Wunschgewicht zu erreichen, unterstützen. Um sich besser kennenzulernen, hatten einige Stammgäste (ca. 2000/2001) beschlossen, sich hier vorzustellen. Das war natürlich freiwillig und teilweise unter Pseudonymen, denn niemand muss sich outen, um mit uns Erfahrungen auszutauschen. Doch vielen hilft es bei der Umsetzung ihres Abnehmplanes, wenn sie ihre Ziele veröffentlichen, und für andere Leser ist es hilfreich zu sehen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind. Doch jeder entscheidet für sich selbst, was ihm/ihr auf seinem/ihrem Weg hilft. Da diese Seite nicht mehr weitergeführt wird, empfehle ich, sich in einem der tinto-Abnehm-Foren selbst vorzustellen. Wenn jemand von den "alten tintos" seinen Eintrag hier entfernt oder ergänzt haben möchte, einfach eine E-Mail schicken an tinto@tinto.de

In alphabetischer Reihenfolge

Alexander Loco

Ich glaube mein Beitrag hier ist überfällig. Immerhin poste ich seit April regelmäßig bei Tinto, und ich werde noch lange dabeibleiben. Ich bin 34 Jahre alt, 1,77m groß und im Moment 95 Kg schwer.
Das Bild zeigt mich im November 1999, bei einem Gewicht von 95 Kg.

Von Beruf bin ich Diplom-Biologe, und allen romantischen Vorstellungen zum Trotz arbeite ich niemals im Freien und fast immer im Sitzen. Das allein reicht aber nicht zum Fettwerden. Mein höchstes Gewicht habe ich durch regelmäßigen Alkoholgenuß, zuviel Autofahren durch eine Long-Distance Beziehung zwischen Magdeburg und Darmstadt viel gutes, fettes Essen in geselliger Runde erreicht. Außerdem hatte ich ein seit frühester Kindheit perfektioniertes System zur Kompensation von Frust - den hatte ich über die letzten Jahre reichlich! - zur Verfügung: Fressen. Wenn man's gezielt angeht kann man mit diesem System sein Gewicht ziemlich blitzartig in die Höhe treiben, und mir ist das gelungen. Ich muss um die 115 Kg gewogen haben, als ich anfing abzunehmen, aber so genau weiß ich es nicht, weil ich inzwischen die Waage gewechselt habe.

Das Leben mit dem Fett war eine unangenehme Sache. Ich war ziemlich unbeweglich, hatte ständig Rückenschmerzen, und zuletzt ist auch noch mein Bett unter mir zusammengebrochen! Irgendwann stellte sich dann auch noch heraus, dass ich einen erhöhten Blutdruck hatte, und meine Blutfettwerte auch nicht toll waren. Und das alles im zarten Alter von 34 Jahren! Ich habe aber noch eine Menge vor, und also kann ich meine Gesundheit nicht durch Massen von Fett gefährden. Wie also wird man sein Fett wieder los? Ich habe zwar nicht gerade Ernährungsphysiologie studiert, aber dass man mit kurzfristigen Diäten nicht weit kommt, hatte ich gleich begriffen. Aber ich kann mich erinnern, dass ich kein Gewichtsproblem hatte als ich viel laufen konnte. Regelmäßiges Laufen würde also helfen, aber um längere Strecken im Alltag zu Fuß zu gehen ist Magdeburg zu groß. Also vielleicht Radfahren und das Auto stehenlassen? Oh ja das hat geholfen. Wieso muss ich eigentlich jeden Abend eine halbe Flasche Wein trinken, und am Wochenende deutlich mehr? Und warum qualme ich ständig diese dicken Zigarren? Aus Gewohnheit; ich kann's auch lassen. Das hat auch geholfen. Warum gibt's eigentlich immer fettes Essen, wenn ich mit Freunden zusammen bin? Weil Essen mit Freunden nett ist, aber man braucht eigentlich kein Fett dazu. Seither habe ich die Kontrolle über den Speiseplan übernommen, ein griechisches Restaurant macht weniger Umsatz, und ich fühle mich deutlich besser.

Das Laufen aber hat mich nicht losgelassen, und ich fing an vom New York City Marathon zu phantasieren. Für den Moment ist das sicher unrealistisch, aber ich brauche ein Ziel. Warum also nicht einen Marathon laufen? Das wird viel Vorbereitung erfordern, und im Training werde ich viel Gewicht verlieren. Als ich im April auf die Tinto Seiten stieß war der Marathonlauf zu einer fixen Idee geworden, und seit ich im Juni die 100 Kg unterschritten habe trainiere ich regelmäßig. Spätestens 2003 - aber hoffentlich früher - werde ich soweit sein. Was ich sonst noch tue? Ich lebe in einer fröhlich-verrückten WG mit lauter Nachwuchswissenschaftlern und einer ewig nörgelnden Katze. Wenn ich Zeit habe spiele ich Bluesgitarre, und wenn ich nochmehr Zeit habe reise ich. Am liebsten nach Lateinamerika, aber auch gerne nach Spanien und in die USA. Wenn's einigermaßen warm ist fahre ich Motorrrad, am liebsten in Frankreich. Und wenn's irgendwo Rhythm'n Blues gibt bin ich nicht zu halten.....

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Almuth

schreibt über ihre Erfahrungen mit "Veränderung" nicht nur des Gewichts:

"Wie ich es gemacht habe? Das Antworten fiel mir anfangs recht schwer, hatte ich doch zunächst auch keinen Schimmer, wieso es mir diesmal gelang, obwohl ich es doch schon so oft versucht und noch viel, viel öfter den guten Vorsatz gehabt habe. Mittlerweile hat sich für mich auf diese Frage eine Antwort herauskristallisiert: "Vier Jahre harte Vorarbeit, die letzten 10 Monate, in denen die Kilos purzelten, waren dann ein Kinderspiel." Ich hab mich in den letzten 4 (1997-2000) Jahren in meiner Person ziemlich verändert und ein Freund von mir sagte letztens: Jetzt zieht nur noch dein Äußeres nach. Ich wusste einfach Ende Dezember letzten Jahres, dass ich nicht mehr dick sein wollte, das passte nicht mehr zu mir. Ich war von einer grauen Maus zu einer attraktiven Frau mutiert ohne ein einziges Gramm abgenommen zu haben (das Gegenteil war der Fall), aber anscheinend wollte ich das jetzt auch äußerlich dokumentieren.

So fing ich also einfach von einer Minute zur anderen mit dem Abnehmen an. Ich hab nicht erst noch Sylvester abgewartet, sondern am 27.12.00 begonnen, meine Ernährung umzustellen. Ich denke zu dieser Umstellung, dazu brauch ich dir nichts zu erzählen, das wirst du genauso gut wissen wie ich, wie jeder dicker Mensch. Es mangelt uns nicht an Information. Klar war mir aber von Anfang an: Es gibt kein Zaubermittelchen. Oder, besser gesagt, es gibt nur ein einziges Zaubermittelchen und das ist eine Kombination aus Ernährungsumstellung, Bewegung und dem Aufspüren, Überprüfen und Abändern von Essgewohnheiten. Wie man sich jetzt letzlich vernünftig ernährt, ob LowFat30, WW, von mir aus auch noch Brigitte Diät, bleibt jedem selbst überlassen. Das - so finde ich - ist auch typabhängig. Ich hab mich für LowFat30 entschieden, aber wie gesagt, nach meiner Erfahrung ist es egal, welche vernünftige Ernährungsform man wählt. Hauptsache, sie ist nicht einseitig und sie lehrt, sich des Inhalts eines Lebensmittels bewusst zu werden. Generell so viel wie möglich auf Fett zu verzichten, ist aber meiner Erfahrung nach das Wichtigste. Ich hab mir anfangs einen richtigen Sport daraus gemacht, die Nährwertangaben auf den Lebensmitteln zu vergleichen und mich ständig gefragt: "Gibt es das nicht auch in fettärmer oder welche andere Alternative habe ich, ein stark fetthaltiges Lebensmittel zu ersetzen?" Daneben hab ich natürlich auch die Kalorien nicht aus dem Blick verloren: Ein großer Negerkuss mag ja nun lowfat sein, aber Brennwert hat er natürlich immer noch genug, "dank" des ganzen Zuckers in ihm, so dass mich selbst eine solche Süßigkeit nicht davor bewahrt, zuzunehmen, wenn ich sie nicht allerhöchstens in kleinen Maßen genieße.

Mental tat sich bei mir viel. Ich hab mich bei jedem Bissen, den ich mir außerhalb der Mahlzeiten in den Mund stecken wollte gefragt, ob ich das jetzt wirklich will und vor allen Dingen, warum ich das jetzt will. Natürlich fand ich zunächst nicht immer eine Antwort, aber mit der Zeit merkte ich, dass ich eigentlich hauptsächlich aus Langeweile aß, um mich zu belohnen oder aber, weil es gerade so gemütlich war oder aber, weil ich Frust hatte. Ich hab dann nach und nach versucht solche Situationen anders als durch Essen zu bewältigen. Auch das ging natürlich nicht von Anfang an gut, oft merkte ich es viel zu spät, aber es wurde immer besser und mittlerweile habe ich es gut im Griff.

Ich bin auch hinter mein Hungergefühl gekommen, esse jetzt also nur noch, wenn ich wirklich Hunger habe und nicht, weil es gerade Zeit für eine bestimmte Mahlzeit ist. Wenn ich also um12 Uhr Hunger hatte, aß ich zu Mittag, auch wenn der Rest der Familie das erst um 13 Uhr tun würde.

Sehr viel gebracht hat mir beim Abnehmen der Sport, auch etwas, was ich Anfang des Jahres noch nicht für möglich gehalten hatte. Wie alle, die seit Kindesbeinen dick sind, hatte ich eine unheimliche Abneigung gegen jede Form von Bewegung. Aber mir war klar, dass es ohne Bewegung nicht funktionieren würde und so kaufte ich mir einen Home-Trainer. Das erste Mal auf dem Fahrrad war ich nach 5 Minuten auf der niedrigsten Stufe reif für's Sauerstoffzelt. Ich hab aber nicht locker gelassen, hab mich täglich wieder draufgesetzt und bin immer so viel gefahren, wie ich schaffte; nicht mehr, aber auch nicht weniger. Im Laufe der Zeit merkte ich, dass ich es immer weiter nach oben steigern konnte, schließlich fuhr ich Ende Mai täglich 40 Minuten bei Stufe 5 (von 8) auf dem Teil und heute schaff ich locker 60 Minuten, ohne dass mich das sonderlich anstrengt.

Dann schenkte mir meine Freundin zum Geburtstag einen Gutschein für ein 4-wöchiges Probetraining im örtlichen Fitness-Studio. Ich hab es einfach mal ausprobiert, mir aber nicht viel davon versprochen. Für mich ist ein Fitness-Studio auch ein Ort für soziale Kontakte und meine Erfahrung mit dem Menschenschlag hier in Ostwestfalen-Lippe hat mich in den 15 Jahren, die ich hier nun lebe, gelehrt, dass soziale Kontakte (zumindest wie ich sie aus dem Ruhrgebiet kannte) hier äußerst schwer, ja fast unmöglich herzustellen sind. Wie erstaunt war ich aber nach einigen Besuchen im Fitness-Studio: Nicht nur, dass die Betreuung ausgezeichnet ist, auch die Menschen dort (insbesondere die Angestellten) sind aufgeschlossen und unheimlich freundlich. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dazuzugehören. Und mittlerweile gehör ich dort zum Inventar, mach die Homepage für das Studio und werde im nächsten Jahr dort Kurse für ganzheitliches Abnehmen geben. Der Studioinhaber hat mich darauf angesprochen, ob ich sowas nicht bei ihm machen wolle, er würde mir die Ausbildung dazu bezahlen. Ich freu mich schon jetzt darauf, solche Kurse abzuhalten und sie durch meine Erfahrung und quasi mit mir als lebendem "Vorbild" anzureichern. Sport macht mir mittlerweile mordsmäßig Spaß.

Nein, es stört mich nicht - und es hat mich auch mit mehr Kilos nicht mehr gestört -, dass ich beim Training schwitzte ... das hatte nämlich nichts damit zu tun, dass ich dick bin, sondern damit, dass diesesTraining anstrengend ist. Auch der Kurstrainerin selbst lief der Schweiß in Strömen über das Gesicht und ihr T-Shirt hatte dunkle Schweißstellen. Hätte mir Anfang des Jahres jemand prophezeit, dass ich Ende September 2-3 Std. Sport an einem Tag machte, ich hätte ihn schlicht für bekloppt erklärt.

Mittlerweile ist bei mir hinsichtlich des Essens aber auch ein Gewohnheitseffekt eingetreten: Zum Beispiel esse ich grundsätzlich abends nichts mehr. Klar, dass mir das am Anfang schwer fiel, aber als ich mich nach doch relativ kurzer Zeit daran gewöhnt hatte, war es selbstverständlich für mich. Ich schmier auch keine Butter mehr aufs Brot, auch das war zunächst nicht leicht, heute käm ich überhaupt nicht mehr auf die Idee. Das nur mal so als zwei Beispiele, wie sich eben auch andere Gewohnheiten einprägen können.

Trinken war mir auch immer ganz wichtig. Ich trink über den Tag bestimmt 2 l Rotbusch-Tee (wobei es wirklich nicht auf diesen Rotbusch-Tee ankommt, den trink ich nur, weil ich ihn gern mag -), den ich in den verschiedensten Geschmacksrichtungen habe.

Das wohl oberste Prinzip für mein Abnehmen war: KEIN STRESS! Ich hab mir keinerlei Vorgaben gemacht (aber auch das ist eine ganz persönliche Sache: Andere kommen vielleicht besser zurecht, wenn sie sich ein konkretes Kilogrammziel setzen, was aber realistisch sein muss). Den einzigen Punkt, den ich mir Anfang des Jahres gesetzt habe, war der Geburtstag meines Sohnes am 13.7. An diesem Datum wollte ich für mich persönlich Bilanz ziehen, ob mir mein Projekt "Abnehmen 2001" etwas gebracht hatte und auch überprüfen, ob ich es konsequent durchgezogen hatte. Ja, konsequent war ich, das stellte ich an diesem Tag auch fest.

Was es mir gebracht hat? Vor allen Dingen ein ganz anderes Körpergefühl. Es wurde mir sehr wichtig, meinen Körper zu pflegen (was man mit 42 Jahren auch unbedingt tun sollte). Früher hatte ich die Einstellung, dass eh Hopfen und Malz verloren wäre und ich mich auch nicht um ihn bemühen müsste. Und dieses andere Körpergefühl, das sich mit jedem verlorenen Kilo verstärkte, hat mich motiviert. Ich war neugierig auf das, was da noch kommen würde, wenn ich erstmal 10, dann 20, dann 30 kg los wäre. Und jetzt bin ich immer noch neugierig, wie das wohl sein wird mit 60 kg, denn das ist das Gewicht, was sich für mich im Laufe der Zeit als Ziel meiner Bemühungen herauskristallisiert hat und von dem ich noch 10 kg entfernt bin. Werde ich noch mehr meine Wirbel an der Wirbelsäule spüren? Eine unglaubliche Erfahrung, die ich gemacht habe. Zuerst dachte, ich: "Was drückt dich denn da immer auf dem Gartenstuhl, das hattest du doch sonst nicht?" Es waren nur meine Wirbel, die vom Fett befreit gegen die Lehne drückten! :-)) Genauso beim Sport: Ich lag auf dem Bauch und wir machten Übungen. Ich ruckelte hin und her, irgendwas drückte mich ... es war nur mein Schambein, das gegen den Boden gepresst wurde und da war eben kein Bauch mehr, der das verhinderte! :-)) Du siehst, es gibt so viele kleine (und große Dinge) im Körpergefühl, die sich verändern - mit denen man aber auch lernen muss, zurechtzukommen.

Weiterhin motiviert hat mich der Erfolg, auch am Anfang, als aus einem Kilo zwei, dann drei, dann vier wurden. Natürlich tat dann später auch die Bewunderung, die ich von meinem Umfeld bekam, ihr Teil dazu bei, mich weiter zu anzuspornen. Und natürlich die schönen Sachen, die ich mir mit schwindender Kilozahl kaufen konnte. Endlich einen engen Lederrock tragen zum Beispiel und endlich diese genialen gemusterten Strümpfe, mit denen ich wahrlich einen Tick habe. Ich hab mittlerweile so viele davon, dass ich gar nicht weiß, wann ich die alle anziehen soll ;-))! Wenn ich die 60 kg erreicht habe, hab ich mir als persönliche Belohnung eine Lederhose samt Lederblazer versprochen. Dass das wirklich erreichbar ist und für mich in nicht mehr weiter Ferne ist, hätte ich mir Anfang des Jahres nicht träumen lassen.

Ich hab nie aufgegeben, nie gesagt, ach, jetzt ist doch sowieso alles egal, wenn mir am Anfang mal die Zügel entglitten. Sobald ich merkte, dass mir das passiert, hab ich sie auf der Stelle (!!) wieder angezogen. Ich wusste, nur so komm ich von den alten Gewohnheiten weg, wenn ich sie schießen lasse, war all meine Mühe umsonst. Und auch, wenn ich dann in einiger Zeit mein Ziel erreicht habe, eines ist klar: Ich werde ein Leben lang mit dieser Ernährung leben müssen. Ich werde IMMER Acht geben müssen, dass ich nicht doch wieder in alte Gewohnheiten falle, mir Gefühle bewusst machen, aus denen heraus ich essen will und mir immer wieder sagen, dass z. B. Langeweile kein Grund zum Essen ist, sondern ein Grund, sich zu beschäftigen. Das heißt NICHT, dass ich nie wieder Kuchen oder Süßigkeiten esse, sondern nur, dass ich gelernt habe, sie so zu essen, wie es normal schlanke Menschen auch tun. Mit dem Unterschied, dass ich (zumindest noch - ich will nicht ausschließen, dass sich das doch in Jahren vielleicht gibt -) das immer wieder bewusst beachten muss.

Ich glaub, ich hab dir jetzt so ziemlich alles geschrieben, was mir beim Abnehmen wichtig war und ist.

Ich will jetzt noch 9 kg verlieren und dann kommt mein nächstes Projekt

... GEWICHT HALTEN!!!"

email an Almuth

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Andrea

Da ich mithilfe von tinto es endlich geschafft habe, abzunehmen, möchte ich gern allen meinen Erfahrungsbericht mitteilen, auch zur Ermutigung.

Zu mir - ich heiße Andrea, bin 39 Jahre und hatte bis zu meiner Schwangerschaft immer ein Traumgewicht (59 kg bei 1,75m).

Der Albtraum begann mit der Schwangerschaft - jeden Monat nahm ich 2-3 Kilo zu (mir ging es wohl sehr gut dabei), jedenfalls hatte ich nach (!) der Geburt ein Gewicht von ca. 75 kg - ich sah aus wie eine Tonne - groß und rund und stämmig. Dann eine Diät, 17 kg abgenommen, etwas später große berufliche Probleme, dann wieder langsam + stetig zugenommen, bis ich wieder über 70 kg wog. Eingekauft habe ich dann bei H&M in der BB-Abteilung (Big is beautiful).

Habe dann wieder mehrmals wieder versucht abzunehmen, aber es nicht geschafft. Irgendwann habe ich dann meine ganze schöne Kleidung aus meinen schlanken Tagen schweren Herzens in den Keller verbannt. Ich glaube, damals hatte ich endgültig resigniert. Ja, und so ging es denn weiter, jeden Abend Wein getrunken, mehr als gut gegessen und noch mehr Kilos. Das schlimmste waren die Freßanfälle - so ca. eine Stunde nach jedem Essen, besonders abends, kriegte ich immensen Heißhunger auf Käse, Chips, Erdnüsse...

Auf die Waage habe ich mich gar nicht mehr getraut und wenn ich zufällig mich so von der Seite im Spiegel gesehen habe, der dicke Bauch und die dicken Beine, dann habe ich schnell wieder weggeguckt.

Der Anlaß, endlich abzunehmen, kam vielleicht durch meinen neuen Job, es wurde Frühling (und danach kommt der Sommer und ich hatte mich schon seit Jahren nicht mehr ins Freibad getraut), auf jeden Fall habe ich im Internet gesurft und wollte eigentlich zur Brigitte-Diät, zu den Kochrezepten, so halbherzig, da habe ich Eure Seite gefunden.

Und das war der Kick! Mir war sofort klar, dass ich erst meine Einstellung zum Essen ändern musste. Das Sich-Verwöhnen mit Essen, sich mal was Gutes gönnen usw., man fühlt sich so behaglich mit vollem Bauch, diese Einstellung grundsätzlich in Frage zu stellen, war mir nie in den Sinn gekommen. Und mir ist auch klargeworden, dass ich meine Ernährung ganz radikal und grundsätzlich würde umstellen müssen.

Eine weitere Offenbarung war für mich, dass es nicht unbedingt die Kalorien sind, die dick machen, sondern das Fett.

Ich habe alles von eurer Seite ausgedruckt, es gelesen, die Übungen gemacht und - ganz wichtig - mir Ziele gesetzt! Ich habe mir überlegt, was ich mir schenken würde mit 65 kg, mit 60 kg und habe mir ganz intensiv vorgestellt, wie es ist, wieder schlank und zufrieden zu sein - und sich nicht mehr schämen zu müssen.

Ja, und dann habe ich einen Tag festgelegt (den 1.März) und habe begonnen. Ich habe so gut wie alles Fett aus meiner Nahrung verbannt, den Wein und jeden Alkohol gestrichen und mich die ersten zwei, drei Wochen fast ausschließlich von Gemüse, Rohkost und Salat ernährt. Danach habe ich dann Vollkornbrot, Nudeln und Reis hinzugenommen und so jeden Monat 2-3 Kilo abgenommen, insgesamt 14 kg.

Bei Freßattacken habe ich mir immer wieder gesagt - die Chips machen dich dick und unglücklich, die Pizza auch, ein Croissant enthält 21 g (!) Fett, Käse, igitt, so viel Fett, das Glas Wein verhindert, dass dein Körper jetzt das Fett abbaut und habe dann Tee getrunken (Tip: Roibuschtee, hat kein Koffein, schmeckt aber super) und mir eine Riesen-Rohkostplatte gemacht. Am Anfang war es schon sehr hart, so die ersten zwei, drei Wochen, zumal es ja eine Zeit dauert, bis man wirklich abnimmt. Hat dann die Waage wieder das gleiche Gewicht angezeigt, habe ich mir meine Liste mit den Zielen genommen und mir vorgestellt, wie toll ich in dem bauchfreien Top aussehen würde (aber eben ohne Bauch) oder mir vorgestellt, wie es sein würde, völlig unbefangen, weil schlank, im Freibad im Bikini rumzulaufen.

Und nachdem ich die ersten fünf Kilo abgenommen hatte, hat mich dann der Ehrgeiz gepackt, den Rest würde ich auch noch schaffen.

Heute wiege ich 56 kg bei einer Größe von 1,75m, trage Kleidergröße 36 und es ist ganz wunderbar, ich sehe jeden Tag mehrmals in den Spiegel und finde mich ausgesprochen schön. Der Boutiqueverkäuferin, die früher mitleidig-verachtend sagte, wir führen die Größe 44 nicht, der gebe ich heute die 38er Hose zurück und sage, haben Sie es nicht eine Nummer kleiner? Die Treppen zu unserer Wohnung schaffe ich ohne jedes Schnaufen, ich kann wieder richtig schnell rennen und im Freibad bin ich auch zigmal wieder gewesen.

Mittlerweile esse ich wieder ganz normal, aber es ist komisch - diese ganzen fetten Sachen mag ich gar nicht mehr, auch habe ich viel weniger Hunger und (fast) gar keine Freßattacken mehr. Ich esse viel bewußter und eigentlich mag ich unheimlich gern Salat, habe ich festgestellt. Alkohol trinke ich nur noch ganz selten und komischerweise auch nicht mehr so gern. Ich habe allerdings sehr darauf geachtet, meine Ernährung nur ganz langsam wieder auf normal umzustellen - ich wollte nicht direkt wieder zunehmen!

Zu Sport habe ich mich allerdings nicht durchringen können, ist bei mir auch ein Zeitproblem. Auf die Waage gehe jetzt ungefähr nur noch einmal pro Woche und es ist ein schönes Erlebnis! Ich kann mir gar nicht vorstellen, wieder dick zu sein, wenn ich die Stufen zu unserer Wohnung hochsteige und müßte einen vollen großen Kasten Wasser schleppen - so war das, als ich noch dick war!

Es ist ein solches Erfolgserlebnis, so etwas Schwieriges geschafft zu haben, ich bin auch stolz auf mich - und ich möchte mich ganz ganz oft bei tinto bedanken. Und an die, die es noch vor sich haben oder mittendrin stecken - durchhalten! Es lohnt sich!

Viele Grüße

Andrea

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Anette

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Angelika

Hallo liebe Eva und ein Gruß an alle Tintos!

Ich habe letzte Woche "zufällig" Eure Seiten entdeckt. Evas Schlankheitskonzept habe ich mir auch schon ausgedruckt und nebenbei erst mal die Boardseite studiert. Ihr seid eine dufte Truppe und es motiviert einen wirklich, bei Euch mitzumachen. Ich weiß nur nicht, ob die Zeit für mich reif ist.

Zur Erklärung stelle ich mich am besten erst mal vor:

Ich heiße Angelika, bin 37 Jahre alt, wohne seit 1 1/2 Jahren in der Nähe von Hamburg (ich stamme aus Thüringen). Ich habe zwei tolle Jungs, 17 und 12 Jahre alt. Mein Ex-Verlobter ist Anfang Dezember 2000 ausgezogen. Von Oktober ´98 bis zum Juli 2000 war ich krankgeschrieben. Ich habe 3-fachen Bandscheibenvorfall, mit Kliniksaufenthalten, Fehlgeburt ´98, Bandscheiben-OP ´99, vorübergehende Besserung. Dann erneuter Rüchfall. Seitdem krank. Habe mein ganzes Leben immer gearbeitet. Für mich war die unfreiwillige Auszeit der reinste Horror, habe meine Arbeit verloren. Am schlimmsten wurde es für mich, als wir in den Norden gezogen sind. Mein Freund hat gearbeitet und ich saß nur noch zu Hause, hatte keine Freunde mehr, lernte niemanden kennen...

In meine Heimat konnte ich auch nicht, weil ich weder die lange Zug- noch die Autofahrt aushalten konnte (wegen der Schmerzen). Im Sommer 2000 endlich der große Lichtblick: Die BfA hat es nach ca. einem Jahr endlich geschafft, mir eine Umschulung zu gönnen. Seitdem pauke ich wieder, komme unter Leute und habe auch endlich wieder ein paar neue Freundinnen. Der einzige Wermutstropfen ist das lange Sitzen, dadurch haben sich meine Schmerzen wieder verschlimmert. Aber ich will es unbedingt durchhalten!!!

Das Thema "Abnehmen" begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. Ich war als Kind schon ziemlich dick mit all den typischen Folgen, wie hänseln, Unsportlichkeit, wenig Selbstbewußtsein...

Ich bin 1,70 groß und wiege bis auf eine dünnere Phase seit Geburt meines 2. Kindes immer so 90 - 92 kg. Kurzzeitig waren es auch mal 102 kg! Während einer glücklichen, aber auch stressigen ABM-Zeit habe ich unbemerkt 10 kg abgenommen. Da hat es Klick gemacht. Ich dachte, jetzt muss ich dranbleiben. Ich ging zu Weight Watchers und wollte mir die letzten 10 kg auch noch abarbeiten. Das hätte auch fast geklappt. Leider hatte ich nicht den richtigen Draht zu meiner Gruppenleiterin. Wie auch immer, es wurden in diesem Jahr insgesamt 17 kg (innerhalb eines halben Jahres!). Das war ein super Erfolg. Aber ich war so auf das Endziel fixiert, das man damals ja vorher festlegen musste...

Es wollte einfach nicht weitergehen. Und dann starb mein Onkel(noch sehr jung) an Krebs. Innerhalb von 4 Wochen hatte ich 8 Kilo wieder drauf. Ich ging nie wieder hin zu WW. Das Gewicht pendelte sich wieder auf 92 kg ein, und so ist es seit ca. 8 Jahren. Habe immer mal wieder Diäten probiert, massenweise Bücher gekauft...

Als ich letztes Jahr zur Kur war, haben wir auch in einem Fitnessraum trainiert. Das hat mir richtig Spaß und Kraft gebracht. Zu Hause habe ich dann endlich den Mut gefunden, mich in einem Fitnessklub anzumelden (hab ich mich früher zum Abnehmen nie getraut). Aber für meine Gesundheit habe ich mich überwunden. Ich habe mich die erste Zeit super gefühlt. Als die Schmerzen wieder stärker wurden, habe ich leider auf einen Arzt(Neurologen) gehört, der mir vom Training abriet und mir statt dessen Antidepressiva verschrieb. Hab ich zum Glück nicht genommen.

Nun bin ich seit letzter Woche wieder krankgeschrieben. Die Schmerzen in der Hüfte kommen nicht vom Rücken wie bisher gedacht, sondern sind echt. Nach dem ersten Schock und den Panikattacken (bald bin ich ein Krüppel!), habe ich mich aufgerafft. Ich bin wieder ins Fitnesscenter gegangen, seit letzter Woche jeden 2.-3. Tag. Die Ärzte können mir gestohlen bleiben. Mein Orthopäde hat schon vor 2 Jahren gesagt, dass er mir nich mehr helfen kann. Also muss ich mir jetzt selber helfen. Das ist meine letzte Chance. Ich muss die Schmerzen in Griff kriegen und die Umschulung schaffen. Und mein Gewicht muss auch runter, schon wegen der Gesundheit.

Also, ist dass jetzt der berühmte Kick oder nehme ich mir wieder mal zuviel auf einmal vor? Ich habe Angst, mich zu sehr unter Druck zu setzen. Aber eigentlich kann ich ja gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Meine Gesundheits- und die Gewichtsprobleme.

Wenn nur das Essen nicht wäre! Ich bin auch schoko- und süßigkeitssüchtig. Letzte Woche habe ich einen richtigen Fressrausch bekommen. Das kenn ich sonst gar nicht. Manchmal glaube ich, fasten wäre für mich einfacher, als immer das richtige zu essen. Aber ich weiß natürlich, dass Null- und Formuladiäten nichts bringen. Also hab ich mir jetzt vorgenommen, Dein Konzept durchzuarbeiten, und hoffe, dass ich die Kraft finde, auf Dauer durchzuhalten. Vielen Dank für Deine Geduld und alles Gute!

Herzliche Grüße von Angelika!

PS: Jetzt ist meine Vorstellung zu einem halben Roman ausgeartet und sprengt sicher den Rahmen der üblichen Veröffentlichungen.

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Angie2

Auch ich (Foto) möchte aus der Anonymität heraus.

Vor 5 Jahren habe ich es schon einmal geschafft (Foto). Leider war ich so dusselig das alles wieder auf´s Spiel zu setzen (bedingt zum Teil durch Herbalife, aber das ist eine andere Geschichte - steht in Herbalife-Kommentar) aber natürlich auch viel eigene Schuld und die verdammte Schokolade.

Nun habe ich mich nochmal aufgerafft und nutze für Einstellung und Umsetzung Evas Online Diät und für die Ernährung orientiere ich mich an meinem damaligen, bereits ebenfalls auf Fettreduzierung angelegtes  Programm.

Ich möchte wieder so werden wie auf dem schönen Bild. Das sind dann 25 kg weniger und ich denke das es mit einer Jahresfrist als Zeitraum o.k. ist.

Freue mich auch über Unterstützung unter awiwo@addcom.de

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Angie

das Foto ist aus besseren Zeiten... (Zitat Angie).

Alter: 25 Jahre

Mein Ziel: 20 KG Abzunehmen
Starttermin: 28.09.1998

Worauf ich mich freue:
Das meine Hosen nicht mehr kneifen und ich mich in meinem Körper wohl
fühle. Mehr Kraft durch den Sport zu haben (normalerweise brauche ich dann
auch weniger Schlaf, bin besser gelaunt, ausgeglichener und glücklicher).
Und endlich in freche, pfiffige Kleider zu passen ! ;-)

Hobbies: Skaten, Indoor-Radeln, Video schauen
Lieblingsessen: Rohe Karotten und Blumenkohl mit
Probiotischen-0,1%-Quark mit Kräutern

email

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Anja

Auch ich möchte mich hier vorstellen.

Alter: 29 Jahre
Größe: 1,64 m
Ausgangsgewicht: 88,5 kg (August 1998)
derzeitiges Gewicht: 75 kg (August 1999)
nächstes Ziel: 64 kg bis August 2000

Ich hatte eigentlich schon als Kind immer Probleme mit dem Gewicht. Ich war begeistert von Süßigkeiten und gar nicht erfreut über Sport. Zum Glück hatte meine Mutter die Mahlzeiten in Griff und ich hatte durch den Sport in der Schule auch noch einen Ausgleich. Stand 1985 ca. 66 kg.

Der Wechsel ins Berufsleben hatte eigentlich auch nicht viel Auswirkung, da ich viel auf den Beinen war und das wohl der Ersatz für den Schulsport war. Nachdem ich meinen eigenen Haushalt gegründet hatte ging es eigentlich erst richtig los. Durch Kalorienreiche Nahrung (z. B.: Fertiggerichte, Pizza), Kantinenessen und spätes, reichhaltiges Abendessen stieg mein Gewicht ständig. Dazu sind noch Probleme im Beruf und Beziehung gekommen. Anfang 1991 ca. 75 kg.

September 1991 hatte ich mich, durch das Ende der Beziehung wieder auf 64 kg runter gehungert. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch eine berufliche Veränderung. Ich hatte eine Tätigkeit am PC bekommen und da ging es wieder aufwärts. Dazu brachte mir der Hausarzt die freudige Nachricht das ich Asthma habe und Nackenschmerzen von der neuen Tätigkeit sind auch noch aufgetreten. So stieg von Jahr zu Jahr mein Gewicht. Ende 1997 ca. 93 kg. Zu dieser Zeit fing ich bereits an darüber nachzudenken, ich wollte so nicht weiter machen. Ich fühlte mich einfach nicht mehr wohl. Es zwickt überall und Kleidung kaufen, hatte ich schon lang keine Lust mehr. Der Gedanke irgendwann über 100 kg zu haben war schrecklich.

Mehrere Versuche wie z. B. Brigitte-Diät, Trennkost, Krautsuppe hatten wenig Erfolg. Ich hatte ca. 5 kg abgenommen merkte aber, dass ich so nicht weiter komme. Im Sommerurlaub 1998 war ich dann viel schwimmen und nahm mir vor einen Weg zu finden richtig abzunehmen. August 98 fand ich dann Evas Buch und es ging. Kaum zu glauben, aber wahr. Kein Frustessen, trotz vieler Probleme - nichts Süßes, obwohl neben mir Berge davon vernichtet wurden - Sport, auch wenn ich den nicht mochte

Stand kurz vor Weihnachten 98: 72,5 kg Erfolg: 16 kg.

Anfang 1999 wurde mir vom Arzt eine Pause von einem Jahr angeordnet. Ich versuche aber schon seit Mai weiter zu machen. Ich habe festgestellt, dass ich noch nicht so weit war. Alles bei Tinto gelernte, ist noch nicht richtig verinnerlicht. Dadurch habe ich auch wieder etwas zugenommen. Ich arbeite weiter an mir und werde mit Hilfe von Tinto mein Ziel erreichen. Ich habe mir vorgenommen bis nächstes Jahr ca. 10 kg abzunehmen und dann evtl. mein nächstes Ziel setzen.

Ich möcht Eva und allen Tintos für die Unterstützung danken

Anja

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Carola

Hallo Eva und alle anderen Tintos,

nachdem ich nun schon seit dem Frühjahr 2000 hier poste, und bereits einige Kilos abwerfen konnte, möchte ich mich hier auch mal vorstellen!

Seit 1984 bin ich mit meinem Mann Walter zusammen, 1989 haben wir geheiratet, und seit 1997 wohnen wir mit unserem inzwischen 12-jährigen Chow-Chow "Teddy" im Rheingau.

Ich bin 33 Jahre und habe seit bestimmt 12 Jahren Übergewicht, mal mehr, mal weniger. Diverse Crash-Diäten und Abnehmversuche wurde wegen meines inkonsequenten Eßverhaltens immer schön mit Jojo-Effekt belohnt.

So kam es, dass ich mit 20 Jahren ein Traumgewicht von ca. 60 kg auf eine Größe von 1,82 m auf die Waage brachte, und im Jahre 1998 hatte ich mich mit 108 kg fast verdoppelt !!!!

Im Februar 2000 habe ich mit damals 105 kg wegen gesundheitlicher Probleme eine Kur angetreten und die Chance zum „richtigen Abnehmen“ wahrgenommen ! Der berühmte „Klick“ im Kopf fand endlich statt, die Sportmöglichkeiten waren auch für einen Sportmuffel wie mich ausgezeichnet und Ärzte und Ernährungsberatung spitze.

Inzwischen komme ich mit viel weniger Fett aus, und bewege mich regelmäßig. Mit Walken, Schwimmen (im Sommer) und Gesellschaftstanz habe ich endlich die Sportarten gefunden, mit denen ich auf Dauer leben kann! Und um schlank zu werden –und es dann auch zu bleiben- musste ich mir eine Lebensweise suchen, mit der ich für den Rest meiner Zeit zurechtkomme.

Anm: Diese Erkenntnis hatte ich früher nicht !!!

Das Foto zeigt mich mit 108 kg, Mai 1998. Inzwischen bin ich um ca. 14 kg schlanker und habe noch 16 kg vor mir. Bis Ende des Jahres 2001 möchte ich das geschafft haben! Im Mai dieses Jahres gibt es mal ein neues Foto.

Folgende Ergänzung September 2001
Hallo Tintos, nach einer Gewichtsabnahme von mittlerweile 26 kg, die ich zum größten Teil Eva und Euch mit zu verdanken habe, möchte ich einen kurzen Zwischenbericht abgeben. Für mich hat sich mit der Ernährungsumstellung eigentlich das ganze Leben verändert, ich lege Wert auf andere Dinge als zuvor, bin sehr viel selbstbewußter und habe andere Interessen. Meine schönstes Hobby ist das Tanzen und völlig unerwartet wurde ich vor einigen Monaten Mitglied einer Formationstanzgruppe, die Tänze einstudiert und vorführt. Wir stehen noch ganz am Anfang, aber das wird schon werden ! Das Bild zeigt übrigens die Tanzgruppe, allerdings nachts um 23.00 Uhr, und nach einem Auftritt, also bitte großzügig über Sektgläser und verwischtes Make-Up wegsehen ;-) Mich könnt Ihr rechts unten sehen, silbergraues Kleid und dunkles (langes) Haar. Ich bin mit meinem neuen "Ich" rundum glücklich und fühle mich mit momentan 82 kg sehr viel besser, als in jungen Jahren mit 60 kg ! Ca 7-10 kg will ich noch abnehmen, und freue mich darauf, dieses Ziel bis zum nächsten Sommer umzusetzen.

Herzliche Grüße,

Carola

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ChriWi

Ich arbeite im Rechenzentrum der Wiener Stadtverwaltung als System-Administrator, d.h. ich bin den ganzen Tag damit beschäftigt, so zu tun als ob ich mich mit Computern auskenne. Privat interessiere ich mich für Musik, vor allem Jazz und Blues, Formel1, Fotografieren und Videofilmen. Außerdem bin ich ein bißchen anlophil, d.h. im Urlaub zieht es mich immer wieder auf die britischen Inseln, sei es zum Sightseeing oder für einen entspannenden Törn auf einem Hausboot. Ein Sonnenuntergang auf einem sanft schaukelnden Motorkreuzer mit einem Glas Guinness in der Hand, ja das ist Urlaub! Die Sportarten die ich aktiv betreibe sind Laufen, Radfahren und Fußball.

Ich bin 34 Jahre alt, 177 cm groß und hab im vor ca. 1 Jahr noch etwa 103 kg auf meine Waage gebracht. Da ich Angst hatte, dass meine Gesundheit dadurch ernsthaften Schaden nimmt, wollte ich mich schleunigst aus der Risikogruppe der Übergewichtigen und Bewegungsarmen verabschieden. Nur wie? Nach langem hin und her habe ich mich für den - wie ich glaube - einzig richtigen Weg entschieden. Das Schlagwort heißt negative Kalorienbilanz, d.h. mehr Kalorien zu verbrauchen als man zuführt. Das erreicht man einerseits durch Verminderung der Kalorienzufuhr, andererseits durch Erhöhung des Kalorienverbrauchs, d.h. Bewegung.

Die folgenden Aspekte sind in diesem Zusammenhang meiner Meinung nach besonders erwähnenswert:

Niemals hungern:

Dazu musste ich meine Ernährungsgewohnheiten umstellen und mehr Nahrungsmittel essen, die viel Volumen jedoch wenig Kalorien haben. Im Klartext handelt es sich dabei natürlich um Obst und Gemüse, was den erfreulichen Nebeneffekt hat, dass man Vitamine und andere Vitalstoffe in rauhen Mengen zu sich nimmt.

Keine Verbote:

Der Gedanke, nie wieder ein Eis oder ein Stück Schokolade essen zu dürfen, hätte diese Umstellung für mich unmöglich gemacht. Ich versuchte von Anfang an diese „Leckerlies“ in meinen 1500 Kcal-Plan zu integrieren.

Langfristig umstellen:

Mein Ziel war es nicht eine gewisse Anzahl von Wochen „durchzuhalten“ oder ein bestimmtes Gewicht zu erreichen und dann wieder in alte Verhaltensmuster zurück zu fallen. Ich bin mir dessen bewusst, dass mich eine Diät auf eine begrenzte Zeit nicht weiter bringt.

Bezugsperson(en):

Ganz wichtig ist es Menschen zu haben, mit denen man sich austauschen kann. Es muss ja nicht unbedingt der Gruppendruck sein, der den Erfolg der Weight Watchers ausmacht. In meinem Fall war es ein Bürokollege, der in ähnlicher Art und Weise abgenommen hat und natürlich ihr alle in den Tinto-Foren.

Bewegung:

Ich hab mir einen Pulsmesser gekauft um meine Herzfrequenz (HF) kontrollieren zu können und bin regelmäßig mit geringer Belastung (60 – 70 % meiner max. HF) Rad gefahren. Anfangs 2 – 3 mal pro Woche jeweil 1 ½ Stunden. Die geringe Belastungsintensität hat vor allem den Sinn Anfäger nicht zu überfordern. Fett baut man auch bei höherer Belastung ausreichend ab.

Die Wechselwirkungen zwischen Ernährung und Sport sind faszinierend: Durch richtige Ernährung wird das Gewicht reduziert. Dadurch fällt das Trainieren leichter, man hat mehr Freude an der Bewegung, trainiert dadurch öfter und länger, was wiederum das Gewicht reduziert. Mit geringerem Gewicht braucht man wiederum weniger Kalorien, d.h. durchs Abnehmen fällt es leichter, weniger zu essen,... Ein schöner Kreislauf, oder.

In dieser Spirale aus richtiger Ernährung und sportlicher Betätigung befinde ich mich noch immer. Von April bis Oktober bin ich 3500 km Rad gefahren. Im November hab ich dann auf Laufen umgestellt. Wegen der Kälte und weil es im Winter so früh dunkel wird. Aus dieser „Verlegenheitsaktion“ hat sich eine neue Leidenschaft entwickelt. Ich trainiere für den 'Wien Marathon' am 20. Mai 2001.

Derzeit (Jänner 2001) hab ich 82 kg, Tendenz leicht fallend, jedoch ist das für mich mittlerweile zur Nebensache geworden. Ich beschäftige mich intensiv mit meinen Fortschritten beim Lauftraining und der dafür notwendigen richtigen Ernährung.

Rückblickend ärgert mich meine jahrelange Nachlässigkeit meinem Körper gegenüber. Ich hab auch mit über 100 kg Fußball gespielt und mir eingeredet, dass ich leistungsfähig bin. Jetzt muss ich jedoch sagen: „Beides probiert – kein Vergleich!“ Dass jemand gerne und aus Überzeugung dick ist halte ich für ein Märchen, für Selbstbetrug. Es macht auch überhaupt keinen Spaß, „54“ zu flüstern, wenn man im Bekleidungsladen nach der Hosengröße gefragt wird. In unserer Gesellschaft haben Übergewichtige viele Nachteile, gelten als disziplinlos, u.s.w. Man kann natürlich gegen Vorurteile ankämpfen, wird aber diesen Kampf zumeist verlieren. Abgesehen vom Gesundheitsrisiko, dem man sich aussetzt.

Trotzdem ist es für mich wichtig, Toleranz zu üben. Deshalb bleibe ich den Tintos natürlich weiterhin erhalten, um Andere zu unterstützen und mir auch selbst immer wieder Motivation zu holen. Ich habe viele Publikationen über Ernährung und Trainingslehre gelesen und beantworte gerne diesbezügliche Fragen.

Christian (Foto vorher/nachher)

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Conny

Heute ist ein guter Moment, mich in der Runde groß vorzustellen, da ich mich jetzt auch ablenken muss, da der liebste Ehemann der Welt gerade einen Kuchenorgie feiert.

Zu meiner Person:

Ich bin die ConnyS. aus Münster, bin 31 Jahre alt, arbeite als Verkäuferin in einem großen Warenhaus und bin (siehe oben) glücklich verheiratet und kinderlos.

Schon als Kind war ich immer ein stramm gebautes Wesen. Einer Anekdote meiner Mutter zufolge sagte mein ärztlicher Geburtshelfer "Hach hat ihr Kind aber stramme Oberschenkel". Und dies war dann ein bischen mein Schicksal.

Meine lieben Eltern haben sich alle Mühe gegeben, mich einigermaßen normalgewichtig sein zu lassen, damit das Gehänsel in der Schule nicht überhandnahm, mit dem Erfolg, dass ich mit 18 Jahren ca. 63kg bei 1,68m wog.

Suuuper, sag ich heute, zu dick sagte ich und meine Umgebung (Studiosi) damals.

Also gabs im wahrsten Sinne des Wortes trocken Brot und Wasser, denn man wollte ja abends gut aussehen!!! Mit diesem Gewicht lernte ich auch meinen Mann kennen, der mich aber immer so

akzeptiert, wie ich halt bin. Ich hab noch nie ein böses Wort von ihm gehört, ob ich nun dünner oder dicker war.

Jaaaaaa, und dann kam die Wende und was kam mit ihr????

Richtig: Lila Kühe, bunte Joghurts, Tropifrutti, Chinesen, Inder, Italiener, Nürnberger Bratwürste ...

Und das alles in einer Phase, als ich mich gerade auf 60 kg runtergehungert hatte.

Stichwort Nürnberg:

Da war ich 2 Jahre zur Ausbildung zur Substitutin (stellv. Abteilungsleiterin, tröstet euch, meine Mutter hat auch Konrad Duden gefragt) und ich war da ziemlich einsam und unglücklich.

Was natürlich im ersten Moment am besten gegen Arbeitsstress (Ein Ossi hatte es damals nicht gerade leicht in Nürnberg) und Wochenendbeziehungssehnsucht half, waren, na ihr wißt schon, Spaghetti mit viiiieeeeeellll Käse und genausoviel Speck und Salami und die Erste-Hilfe -Boxen mit süßer Nervennahrung. So kam ein Kilo zum anderen und ich hatte sogar Schwierigkeiten mit meinem Hochzeitskleid. Das war in den 3 Monaten zwischen Kauf und Tragen wirklich supereng geworden, aber es ging Gottseidank noch gerade so zu. Jede Braut, die so einen Reifrock anhatte, kann sich vorstellen, wie ich mich im August, bei 34 Grad im Schatten so gefühlt habe.

Ja, und Mitte 93 konnt ich mich nicht mehr sehen, so schwabbelte es an mir rum. Da hab ich mir dann """"Professionelle Hilfe""""""" geholt. Das Institut heißt Redumed, und sagte mir für ca. 1200 Mark, dass ich mit 700 kcal und einer homöopathischen Spritze jeden Tag abnehme. Klappte auch wunderbar, innerhalb von 4-5 Wochen hatte ich wieder meine 63 kg. Im Jahre 96 hatte ich dann alles wieder drauf - 76,5 kg zeigte die Waage bei der Deutschen Gesellschaft für gesunde Ernährung- also wieder Experten.1x wöchentlich wiegen, 2 x am Tag Pamps essen und 1 x richtig, ja ich hab abgenommen auf 70 kg.

Was nicht in den Plan paßte, war unsere Radtour nach Dresden, von Münster aus. Da konnte ich den Pamps nicht einrühren, und danach konnte ich das Zeug nicht mehr sehen, also, es ging wieder nach oben bis Ende 99 auf ein stolzes Gewicht von 81-82, nein, Conny wir sind ehrlich, es war auch schon ne 83 auf der Waage zu sehen.

Was an der Tatsache sooooo schlimm für mich war ist erstmal die stetige Tendenz nach oben und unser Sport hat (jedenfalls für mich) auch darunter gelitten. Seit 1993 tanzen wir ziemlich aktiv zuerst in einer Tanzschule und dann im Verein und 1998 haben wir uns zum Turniertanz entschlossen. 3-4x Training in der Woche, diverses Konditionstraining (Joggen) und tägliches Radfahren zur Arbeit gehören so nach und nach zu meinem Trainingsplan. Und dann die Katastrophe für mich:

Ich paßte in K E I N Turnierkleid!!! Trotz Sport war ich zu dick für eine Tänzerin!!!

Das gab mir, glaub ich den letzten Anstoß, aber vor den üblichen Diäten hatte ich echt Riesenangst!! Aber der berühmte Klick im Hirn kam einfach so, als ich mal gar nicht darüber nachdachte, auf einer Schönheitsfarm. Ich war da mit 5 netten Mädels, es gab lecker, aber fettarmes Essen und volles Verwöhnprogramm. Und nach dieser Farm, als es mir wirklich richtig klasse ging, hab ich mir gesagt, mach doch einfach weiter. Laß die Schokolade, die fette Wurst und die fette Salami weg und ersetze es mal konsequent durch Obst, Gemüse, Vollkorn.

Und guck doch mal zum Internet, was das zu dem Thema sagt. Und so hab ich euch gefunden. Jetzt im April 00 hab ich stolze 8 kg runter und das ohne zu hungern.

Das beste an der Sache ist, dass ich mich mal richtig satt essen kann ohne schlechtes Gewissen. Das habe ich bisher noch nie erlebt!! Und ich fühl mich körperlich wohler. So, das wars erst mal bis hierhin, die Fortsetzungen könnt ihr ja in den Boards und der Mailingliste sehen, wo ich immer fleißig poste!!!

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Dotz

Schon als kleines Mädchen hatte ich Gewichtsprobleme. Ich habe viel Zeit bei meinen Großeltern verbracht, die mich mit Schokolade und anderen fettigen Lebensmitteln verwöhnten.

Ich ernährte mich fast ausschließlich von Süßigkeiten, mir schmeckte nichts anderes. Leider war Kochen für meine Mutter mehr Pflichtübung denn Vergnügen, und so gab es häufig ein Stück gekauften Kuchen oder Pommes Frites, wenn ich von der Schule nach Hause kam.

Hinzu kam, dass ich mit Schokolade getröstet wurde, und Belohnungen auch meistens aus Süßigkeiten bestanden. Liebe anders zu zeigen, war meiner Mutter schwer möglich.

So wurde ich immer dicker. Wohl auch, um mich vor den Angriffen meines Vaters zu schützen, die häufiger wurden, je dicker ich wurde. Er gab die Schuld dafür meiner Mutter und seinen Schwiegereltern und erfreute sich an den Seelenqualen, die er mir durch seine Ablehnung zufügte. Wir hatten pausenlos Streit und waren uns nie wirklich richtig nah. Auch hat er mich nie als Frau akzeptiert oder wahrgenommen, dabei hätte ich ihm so gerne gefallen. Stattdessen hat er meine Freunde rausgeekelt, und mein Selbstwertgefühl in Grund und Boden geritten.

Schon damals aß ich aus Kummer, aus Einsamkeit und aus Sucht nach Liebe. Doch meine Hilfeschreie verhallten ungehört. Ich galt als verwöhnt und störrisch.

Als ich endlich in meiner ersten Verliebtheit 15 kg abnahm und mein Idealgewicht erreicht hatte, wurde ich von meinem Vater als "Nutte" beschimpft, weil ich es mir leisten konnte Mini zu tragen. Ich nahm stetig wieder zu. Mit 18 zog ich aus, doch das Verhältnis besserte sich keineswegs. Ich lernte einen neuen Mann kennen,der meine Rundungen liebte, so glaubte ich. Erst nach 25 kg Gewichtszunahme erkannte ich, dass er meine Angepasstheit liebte, dass er zufrieden war, weil ich mich nie wehrte.

Ich schluckte Agressionen, schluckte meine Traurigkeit und Einsamkeit. Schokolade, die ich heimlich tonnenweise futterte, war mein einziger Trost.

Dann verliebte ich mich neu, ich litt inzwischen unter heftigen Magenschmerzen und ernährte mich fast nur noch von Reis und Obst. Es ging mir schlecht, doch kein Arzt fand, was mir wirklich fehlte. Meine neue Liebe linderte die Schmerzen, ich gewann an Selbstbewußtsein, und die Schmerzen ließen nach.

Trotzdem brauchte es noch 3 Jahre, bis ich endlich erkannte, was ich tun musste. Bis mir klar wurde, dass ich niemals in diesem Körper glücklich werde. So begann ich langsam, meine Ernährung umzustellen, und ich begann zu joggen. Bei allem unterstützte mich mein Freund tatkräftig. Doch ich war unsicher, traute mir nichts zu. Und die lange gehegte Angst, ihm nicht wirklich zu gefallen, kam dichter und dichter an die Oberfläche.

Ich weinte viel in dieser Zeit, fühlte mich wie der verlassenste Mensch auf der Welt. Ich wollte doch nur dazu gehören, wollte mit meinen Pfunden akzeptiert werden. Doch die Blicke der Umwelt straften mich. Der Wunsch, auch einmal erotisch und anziehend zu sein, wurde übermächtig. Ich hielt eisern durch, kaufte mir einen schwarzen Minirock, in den ich mich hinein träumte, wenn es wieder einmal schwer wurde mit dem Abnehmen. Dann kurz vor Weihnachten 2000 passte er!!! Stunden stand ich vor dem Spiegel und starrte fassungslos auf meine straffen Beine, die mir 3x wöchentliches Joggen eingebracht hatten. Ich war so stolz. Und mein Freund war es auch!

Die Zweifel kommen noch immer ab und zu hoch, besonders wenn die Waage tagelang ungenädig ist. Und auch, wenn ich wieder einmal jede Menge Kekse futtere, obwohl ich es nicht will. Doch wenigstens weiß ich heute, dass diese Fresserei eine Reaktion auf etwas ist. Vielleicht hat meine Mutter mir geschrieben (zu meinem Vater habe ich den Kontakt völlig abgebrochen)? Vielleicht will ich nur in den Arm genommen werden? Meistens finde ich den Grund, und kann Abhilfe schaffen, nicht immer rechtzeitig.

Endlich wage ich auch den Schritt, einen Fitness-Kurs zu besuchen. Motivation ist mein Kreta-Urlaub im Mai. Momentan wiege ich 90,8 kg, angefangen habe ich mit 107 (oh Gott). Und ich denke, mit 75 kg soll dann auch Schluss sein.

Ohne die Tintos wäre ich niemals diesen Weg gegangen! Ich hätte wahrscheinlich die xte Diät begonnen, doch dass ich mal täglich mit Freude auf den Stepper steige, das habe ich meinem Freund und Euch allen zu verdanken. Ihr habt mein Leben bereichert, habt mir gezeigt, dass nur schwach ist, wer nicht an sich glaubt. Ich habe Euch in mein Herz geschlossen, und sollte ich je ein Buch schreiben, was ein lang gehegter Wunsch ist, dann werde ich es Euch widmen.

Leider habe ich kein Bild aus meiner schlimmsten Zeit, nur eines mit über 100 kg (das 1. ) Das zweite zeigt mich in Paris im Oktober 2000 mit ungefähr 95 kg. Und wenn alles gut geht, findet ihr Ende Juni hier ein Kreta-Bild im Badeanzug von mir.

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Easy

Hallo,

nachdem mir die ersten Erfolge Recht gegeben haben, dass ich auf dem richtigen Weg bin, möchte ich mich auch mal "outen".

Ich bin Easy. Auch wenn in meinem Personalausweis steht, dass mein Vorname Karin ist. Easy heiße ich jetzt schon seit fast 9 Jahren. Da hatte ich den Namen in einem Computerkurs verpaßt bekommen, weil mir immer alles leicht gefallen ist. Zu leicht, wie einige Teilnehmer meinten ;-). Da hatte sich dann aus "Frag doch mal Karin, die findet das doch wieder easy." sehr schnell "Frag Easy" entwickelt. Hab's als Kompliment aufgefaßt und nicht geändert. Seitdem haftet der Name an mir, wie die Pfunde auf den Hüften. Ich will allerdings nur den überzähligen Speck wegbekommen. An den Spitznamen habe ich mich richtig gewöhnt.

Ich bin 29 Jahre alt und komme aus Schwelm. Da das keiner kennt, sage ich meistens, dass ich aus Wuppertal komme, da Schwelm direkt an Wpt. grenzt und ich keine 5 Min. Fußweg habe bis ich in Wuppertal bin. Dort arbeite ich auch und versuche die Versicherungsabteilung eines größeren Lackherstellers zu leiten. Leider bin ich nur 1,57 m groß. Da traf mich diesen Sommer fast der Schlag, als ich mich (nach sehr langer Zeit) wieder auf die Waage traute und diese mir ein Gewicht von 78 kg entgegenschmetterte. Sähe garantiert gut aus, wenn ich 30 cm größer wäre ;-). Da dem nicht so ist und die 80 kg Marke als Abschreckung reichte, habe ich das Internet durchforstet, nach Mitteln und Wegen um endlich wieder abzunehmen. Eine zweifelhafte Diätkarriere hatte ich schon hinter mir, da ich seit der Pubertät dauernd mit meinem Gewicht kämpfe. Eine Schilddrüsenunterfunktion erleichtert mir diesen Kampf nicht gerade. Atkins und Markert und Diäten aus Frauenzeitungen hatte ich schon erlebt bzw. überlebt. Wenn ich an Almased denke, wird mir heute noch übel *gg*. Als erste Konsequenz hatte ich überflüssigen Naschkram gestrichen. Als Erfolg waren dann bis Mitte September 3 kg verschwunden. Mitte September hatte ich dann (endlich) die Tinto-Seiten entdeckt. Ich habe mir den Schlankheitskurs verinnerlicht und die Foren nach allen Beiträgen abgegrast, die ich finden konnte. Der berühmte Klick kam noch nicht, nur die Gewißheit, dass ich hier gut aufgehoben bin und dass Abnehmen nur so geht. Langsam und beständig und ohne Geld aus dem Fenster zu schmeißen und ohne meine Gesundheit zu ruinieren. Ich habe Evas Mappe mehr als 5 mal gelesen. Zum letzten Mal ironischerweise beim üppigen Abendessen - gebratene Nudeln mit viel zu viel Öl gebraten - als der Klick doch endlich kam. Ich bin aufgestanden und habe die noch auf dem Teller verbliebenen Nudeln ins Klo geschüttet. Gott sei Dank sind sie auch untergegangen beim Abdrücken. Meinem Mann habe ich klargemacht, dass jetzt Schluß ist, mit fettem Kram und Orgien bei McDonalds. Er war sehr platt, hat mir erzählt, dass er mich doch so liebt wie ich bin und wie gerne er sich mit mir zusammen den Bauch vollhaut. Daraufhin habe ich ihm klargemacht, wohin mich so eine Denkweise bringt und was er mich mal kann, wenn er versuchen sollte, mich zum Fressen zu verführen *gg*. Ihm blieb nichts anderes übrig, als mir meinen Willen zu lassen! Wir (Ehemann notgedrungen auch) haben unsere Ernährung auf Lowfat 30 umgestellt, so weit, wie möglich und mehr Obst und Gemüse eingebaut. Bis Weihnachten war ich dann auf 67 kg runter. Im Gegenteil zu früheren Diäten, OHNE zu Hungern und ohne schlechte Laune! Dezember und Januar 2001 tat sich dann auf meiner Waage überhaupt nichts. Es ging weder hoch noch runter. Das war schon ziemlich frustrierend. Und mein innerer Schweinehund, gegen den ich täglich ankämpfe versuchte wieder an die Macht zu kommen und wollte mir weismachen, dass doch eh alles egal ist, ich sollte doch essen, worauf ich Lust hätte. Durch die ganzen Berichte in den Boards aufgefangen, stopfte ich ihm (statt mir) das Maul und habe mich im Fitnessstudio angemeldet. Trotz Bänderriß und Gipsfuß bin ich dann auch pünktlich hingegangen und habe es sogar geschafft, auf dem Rad mein Kardioprogramm zu absolvieren. Wenn ich nicht hingegangen wäre, hätte der Schweinehund gesiegt und ich hätte mir die verlorenen 11 kg wieder angefressen. So habe ich aber diesen Stillstand durchbrochen und bin jetzt bei 65 kg angelangt. Tendenz nach unten!

Das schwierigste ist für mich immer noch: NEIN zu sagen, wenn mir jemand etwas anbietet oder ich eingeladen bin. Nein zu sagen zu allem, was mir nicht gut tut. Durch die Ernährungsumstellung habe ich erst gemerkt, was ich mir die ganzen Jahre angetan habe. Jetzt lebe ich gesünder und Haut, Haare und Nägel danken es mir. Von richtig üblen Freßanfällen bin ich verschont. Das ist für mich ein Zeichen, dass mein Körper bekommt, was er braucht. Ab und an gönne ich mir auch einen Riegel Schoko aber dabei bleibt es dann auch. Ich ziehe mir nicht mehr die ganze Tafel rein und gucke dann im Schrank nach, ob noch Chips da sind.

Durch das Kardioprogramm fühle ich mich richtig gut und motiviert weiterzumachen. Ich habe abends etwas zu tun, kann mir also keine Gedanken übers Essen machen und ich fühle mich danach immer richtig fit. Vom Muskelkater durch zusätzliches Gerätetraining mal abgesehen ;-)

Ich hoffe immer, dass ich es schaffe, meine 48 kg, die ich mal über ein Jahr gehalten habe, zurückzuerobern. Sollte sich aber, aus welchen Gründen auch immer, mein Gewicht bei irgendwas um die 55 kg einpendeln, bin ich auch nicht unglücklich. Ich werde auf jeden Fall weitermachen und bin auch überzeugt, dass ich diese Lebensweise für den Rest meines Lebens beibehalten kann. Ich habe mich selten so gut gefühlt, wie jetzt, wo ich endlich wieder auf dem richtigen Weg bin und nicht dauernd an Essen denken muss.

Wer jetzt neugierig ist, wie ich aussehe, kann HIER (Foto1) sehen, wie ich mit 58 kg aussah und HIER (Foto2), wie es letzten Sommer, mit 20 kg mehr, war.

Wen's noch interessiert. Hobbies: PC, Musikhören, Lesen (alles, was mir in die Finger fällt) und seit neuestem auch wieder Sport. Ich mag: schlagfertige und humorvolle Menschen. Ich hasse: Arroganz.

Ich wünsche allen, die sich bis hierhin durchgelesen haben, viel Erfolg und alles Gute auf ihrem Weg.

Liebe Grüße

Easy/Karin

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Gabriele

Hallo Eva und viele Grüße an Alle!

Nun sitze ich hier und möchte mich vorstellen, nun ich bin 36 Jahre alt, eine lebenslustige Frau, Mutter von 4 Kindern und eigentlich immer in Action.

Ich gehöre zu den Leuten die sehr gerne kochen, sehr gerne essen, habe meinen Partner den ich seit drei Jahren kenne und nicht missen möchte, der ebenso leidenschaftlich gerne isst wie ich, tja und im Laufe der Zeit sind bei mir eben auch gewisse Kilos angewandert.

1998 war ich in ähnlicher Situation, habe dann mit Trennkost 20 kg abgenommen, war damit sehr zufrieden, dann kam 2000 mein Unfall dazwischen, mein Fuß war dreifach gebrochen und ich konnte über 5 Monate fast gar nicht laufen, und in der Zeit habe ich mich auch nicht viel bewegt, und so wurde es wieder mehr und mehr, sicher mal zwischendurch mal 5 kg weniger, aber nun am 20.01.2002 wiege ich einfach mit 96 kg auf 175 cm Größe deutlich zuviel.

Ich habe keinerlei gesundheitliche Probleme, esse eigentlich sowieso sehr viel Obst und Gemüse, weniger Fleisch, bin aber eine Süsse und esse eben gerne Kuchen und Weihnachten war eben auch wieder so eine Schlemmersaison, dann Sylvester und mein Geburtstag und seit einer Woche bin ich eben wieder mitten dabei.

Tinto kenne ich schon seit einigen Jahren, habe mir 1998 schon das Tinto Buch gekauft und lese es immer wieder sehr gerne.

Ich möchte unbedingt 20 - 25 kg abnehmen, aber diesmal sollte es schon für immer sein, zumindest habe ich es mir vorgenommen, da ich eine sture Steinbockfrau bin, müsste es eigentlich klappen, Willensstark bin ich schon.

Sport mache ich auch sehr gerne nur habe ich momentan das Problem dafür irgendwie zuwenig Zeit zu haben, nein es ist keine Ausrede, ich arbeite in einem Museum, bewege mich dort eigentlich recht viel, dh ich bin gute 4 Stunden auf den Beinen, natürlich keine Marathon oder Rekordläufe, gemütliches Schlendern, ab und an schon ein wenig schneller. Ich komme eben abends gegen 19 Uhr nach Hause, muss dann erst zur Tagesmutti meinen Jüngsten abholen und dann erstmal zu Hause noch einiges erledigen.

Aber wenn ich alles genauer ansehe, bemerke ich dass es doch mehr Ausreden sind, immerhin habe ich ja nachdem ich 8 oder 10 Tage durchgearbeitet habe, 4 Tage am Stück frei, und da treibe ich momentan leider auch keinen Sport.

Nun gut ich bin frohen Mutes und möchte nun öfters meinen Senf dazugeben, würde mich sehr freuen wenn sich ein netter Mailkontakt ergäbe, ich schreibe sehr gerne und lerne sehr gerne nette Menschen kennen.

Wohne in Bremerhaven und vielleicht gibt es Gleichgesinnte im Raum Bremen Bremerhaven, vielleicht könnten wir so eine Art Stammtisch einrichten, nun ich freue mich jedenfalls dabei zu sein, viele liebe Grüße

Gabriele
 
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HANNI

Ich bin Baujahr 58, seid 6 Jahren verheiratet. Zur Zeit habe ich ein Lebendgewicht von 114 kg bei einer stattlichen Größe von 1,67m . Das Gewicht habe ich vor 15 Jahren auch schon einmal auf die Waage gebracht. Habe dann 30kg in 11/2 Jahren abgenommen und war zufireden mit mir auch wenn ich von meinem Idealgewicht weit entfernt war. Trotz aller Schwüre habe ich mein Gewicht nicht auf die Dauer halten können. Im Gegenteil immer wieder habe ich mal zwischen 5-15 kg zu- und abgenommen , meistens hatte ich dann immer noch ein paar Kilo mehr zugenommen als vorher ab.So habe ich so nach und nach mein Gewicht wieder nach oben geschraubt. Hier mal ein paar Beispiele dafür:

1974 82kg, 1981 105kg, 1982 115kg, 1984 82kg, 1991 100kg, 1998 108kg

Meine Gewichtskurve sieht aus wie auf der Achterbahn. Da ich eben immer Diät gemacht habe und hinterher wieder in meine alten Eßgewohnheiten zurückgefallen bin. Diesmal soll das meine letzte Abnahme sein und ich hoffe das ich es schaffe meine Eßgewohnheiten grundlegend zu verändern.

Sonst kann ich von mir noch sagen das ich ein Lebenslustiger Mensch bin (allerdings etwas leichter könnte ich es noch mehr genießen), meine Hobbys sind Lesen, Tanzen und Theater spielen. Seid neuestem gehört auch Radfahren zu meinem Hobby. Ich würde auch gerne Badminton spielen aber dazu fehlt mir im Moment noch die Puste, aber das soll sich nun ja ändern. Ich habe seid drei Wochen meine Ernährung unter Anleitung der "Pfundskur 2000" umgestellt und bis heute 5 Kilo abgenommen. Mein 1. Ziel wäre mal 98 Kilo im September 99 und dann irgendwann wieder 85 kg zuwiegen mit diesem Gewicht bin ich ich zwar bei weitem nicht schlank aber ich kann mich damit wohlfühlen.

Ich freue mich hier Gleichgesinnte gefunden zu haben die mich etwas unterstützen können.

Hanni
HanniD@topmail.de

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Marlis

Ich habe vor fast genau einem Jahr tinto.de gefunden!

Heute wiege ich 24 kg weniger als vor einem Jahr!

Ich bin 49 Jahre (am 25. Juli werde ich 50 und werde so gut aussehen wie schon lange nicht mehr ;-) ) und fühle mich schon jetzt ganz wunderbar!

Ich will nicht behaupten, dass das nur durch die, zugegeben tolle Homepage tinto.de kommt, aber mit Sicherheit hast du viel zu meinem Erfolg beigetragen und tust es noch!

Ich habe deine Tests gemacht und mir klargemacht was ich wirklich will und was ich nicht mehr will (z.B. scheuernde Oberschenkel und dicke Kollegen die sagen "wir beide spielen in der selben Gewichtsklasse" obwohl dieser Kollege fast aus den Nähten platzt ;-)

Ich danke dir wirklich und möchte dir hier meine Kompliment aussprechen.

Ich habe glaube ich schon alle Diäten ausprobiert, das ist ja das schlimme!

Auch wirklich so schlimme Sachen wie Kilofort (kennt heute keiner mehr, damals war ich 17Jahre und wog so 68kg - warum habe ich es nicht dabei belassen?) oder Ahornsirup, Ätkens, Null-, Kartoffel-, Nudel-, Reis- und was weiß ich noch für Diäten!

Also ich habe nur mit nachdenken/nachfragen was ich in mich reinschaufle erst mal bis zum Sommer 7 kg abgenommen, o.k. war noch nicht wirklich viel. Habe bewußt aber dennoch mit Genuß gegessen und bin viel Fahrrad gefahren.

Dann hatte ich das Glück bei einer Studie teilnehmen zu dürfen und dort hab ich nochmal 7 kg abgenommen und für mich das Nordic-Walking entdeckt. Mach ich immer noch mindestens 3 mal die Woche.

Jetzt vor Ostern hatte ich das Bedürfnis zu fasten und hab noch mal einen schönen Erfolg gehabt und nun fühl ich mich schon so wohl und bekomme Komplimente, dass es mir jetzt reicht wenn ich die letzten 10kg, wenn ich übermütig bin 20kg, noch langsam abnehmen werde, aber ich habe keine Eile mehr.

Also herzlichen Dank noch mal!

Du hast recht diese ekligen fettigen Sachen schmecken doch gar nicht!

Gruß

Marlis

http://www.wessels-welt.de

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Petra

Ich (Bild klick hier) möchte mich auch auf der xxl-Seite vorstellen, da ich euch wohl noch eine Zeitlang begleiten werden.

Ich bin 177cm groß, und 27 Jahre alt.
Startgewicht: 86kg im März 99
Ziel: 65kg im Dezember 2000

Meine Geschichte ist relativ kurz. Nachdem ich bei meinen Eltern ausgezogen war, hatte ich auf einmal ein neues Hobby entdeckt: das Kochen. Nun konnte ich mir alles kochen wozu ich Lust hatte, und auch wieviel.

Zuerst schlug sich das auch nicht allzu schlimm auf meine Figur nieder, aber es ging doch langsam von meinen damaligen 55 kg auf die 65 zu. Den Ausschlag für mein Übergewicht gab allerdings meine erste und einzige Diät. Für einen Auftritt mit der Stepptanzgruppe ließ ich mich dazu überreden mit Suppe und Salate (auschließlich) ca. 8 kg abzunehmen. Das fiel mir auch relativ leicht und ich hatte die Kilos bald los. Allerdings waren die nach der Aufführung gleich wieder oben, und noch einige dazu. Die Existenz eines Gerichtes namens Käsefondue tat ein übriges, und ich war auf 86 kg. Ich hatte allerdings schon bei der ersten Diät gelernt, das esnichts bringt, abnehmen zu wollen, den der JoJo-Efekt macht sowieso alles zunichte, also hatte ich mich mit meinem Gewicht schon fast abgefunden.


Erst im April habe ich die Tinto-Seite entdeckt, und bin nun eifrig dabei. Auch mein Freund (ebenfalls ein Fan von Käsefondue) ist mit von der Partie und hat mich schon um 2kg überholt :-). Das Foto zeigt mich mit 86 kg, man sieht sie zwar fast nicht, denn die sind bei mir abgesehen von der Hüft hauptsächlich an Bauch und Po. Meine Ziele sind derzeit 1kg/Monat zu verlieren, aber eigentlich ist bei diesem Vorgang schon der Weg das Ziel, denn allein der Umstand, dass ich mein Leben plötzlich so intensiv erlebe, ist ein großer Gewinn.

Petra

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Petronella

Alter 41

Ausgangsgewicht Mai 1999: 108 kg

derzeitiges Gewicht: 91 kg

Mein Ziel noch 15 kg abzunehmen bis Ostern 2000

Körpergröße 173 cm

Beruf: Betriebssekretärin f. Landwirtschaft, bewirtschafte mit meinem Mann zusammen einen landwirtschaftlichen Betrieb

Hobbys: lesen, malen, handarbeit, Musik hören ,neuerdings radfahren, stepaerobic, Spinning und Krafttraning

Meine Geschichte ähnelt sehr der von Hanni, bin auch Baujahr 58 jedoch seit 21 Jahren verheiratet, habe eine Tochter von 19 und einen Sohn von 16 Jahren. Meine Kilos gleichen der Achterbahn von Hanni.

1976 78 kg
1978 63 kg
1980 nach 1 Kind 80 kg
1986 Okt 91 kg
Mai 1987 76kg
1988 86 kg
1991 96kg
1993 107kg
Januar1998 114kg , Juli 1998 99 Kg,  Dez 106 kg
Mai 1999 108 kg , November 1999 91kg

erstes Ziel Weihnachten 1999 88Kg

Seit Mai 1999 bin ich begeisterte Tinto Leserin, habe meine Ernährung umgestellt auf viel Gemüse und Salat wenig Fett, habe keine Angst mehr vorm Essen und kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich esse (na ja wenigstens selten).

Nachdem ich mir im 9 Schuljahr geschworen hatte nie mehr freiwillig Sport zu treiben (Frust auf Turnlehrerin), habe ich in diesem Jahr diesen Schwur aufgelöst und es geht mir super.Besuche seit August ein Fitnesscenter 2-3 x 3Std.

Ich habe all die Jahre sehr unter meinem Gewicht gelitten, in den letzten 3 Jahren hat sich mein Selbstwertgefühl jedoch sehr gefestigt und ich weiß das nicht das ganze Leben von meinem Gewicht abhängt. Von daher kann ich jetzt ohne Druck meine Pfunde reduzieren.

Wir haben bis vor drei Jahren mit 4 Generationen unter einem Dach gelebt, die Situation war oftmals sehr schwierig. Ich wollte nach allen Seiten vermitteln und fraß mir einen dicken Panzer an. Diesen Panzer kann ich jetzt ablegen. muss in Problemsituationen, die es ja nun mal immer wieder gibt, jedoch sehr aufpassen, dass ich nicht wieder alles in mich hineinstopfe.

Ich bin jetzt von Kleidergr. 52 auf 48/46 geschrumpft und freue mich, dass ich wieder in allen Geschäften Kleider kaufen kann.

Mein Traumziel ist Alpinski zu lernen und in einem superschicken engen Skianzug die Piste hinunter zu wedeln. Meinem Mann und meinen Kindern danke ich, dass Sie so viel Geduld mit mir hatten.

Petronella
P.Durben@t-online

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Pino

Ich bin pino (Bild - klick hier) und möchte mich euch mit ein paar Zeilen vorstellen. Ich bin Mitte 40, verheiratet und habe 3 Kinder im Alter von 23, 18 und 12 Jahren. Seit etwa 6 Jahren kämpfe ich mit meinem Gewicht. Erst waren es nur ein paar Pfunde mehr, mit der Zeit wurden es langsam aber sicher 20 kg Übergewicht. Zum einen ist es bedingt durch eine Schilddrüsenunterfunktion und, dass ich vor 2 Jahren aufgehört habe zu rauchen aber der wichtigste Faktor ist mit Sicherheit meine Essstörung, die sich besonders durch eine ausgeprägte Schokoladen- und Kekse-Kuchensucht bemerkbar macht. Komischerweise empfand ich mich gar nicht als soooo dick, bis ich 2000 ein Video und Fotos von mir mit meinem Höchstkampfgewicht von 90 kg sah! Das haute mich glatt vom Stuhl! Das mir, der Frau, die sich geschworen hatte nie dick zu werden und immer rechtzeitig die Notbremse ziehen wollte!!! Offensichtlich hatte ich sie im entscheidenden Moment doch nicht gefunden. Das war bitter. Nun saß ich da und nachdem ich schon in früheren Jahren alle möglichen und unmöglichen Diäten ausprobiert hatte war ich ziemlich ratlos. Durch Zufall geriet ich an das Buch "Pfundskur 2000" (wird zur Zeit leider nicht verlegt) von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Zusammenarbeit mit der AOK. Dort trainiert man innerhalb von 10 Wochen ein neues Essverhalten. Ich hatte in der Zeit zwar nicht abgenommen und wollte das Buch schon enttäuscht in die Ecke pfeffern als ich bemerkte, dass sich aber sehr wohl in meinem Kopf eine ganze Menge getan hatte. Irgendwie bin ich dann im Sommer 2000 auf die tinto-Seiten gestoßen und seitdem geht es mit mir bergauf und mit meinem Gewicht (meistens) bergab. An dieser Stelle vielen, vielen Dank an Eva und die lieben tintos, speziell Netty!!

Ich versuche mich fettarm zu ernähren (nicht mehr als 30 g Fett pro Tag und nicht weniger als 20), was manchmal ganz gut klappt aber leider noch nicht so wie ich es mir wünsche. Auf dem Foto seht ihr mich mit meinem jüngsten Sohn. Dort wiege ich ca. 82 kg. Ich habe noch 12 harte Kilos vor mir, 8 konnte ich schon hinter mir lassen aber manchmal fällt es mir verdammt schwer und viel zu oft gebe ich meiner Sucht nach ...*tiefseufz*. Ich bin mir aber ganz sicher, dass ich es schaffen werde! Aber mein angepeiltes Ziel "Sommer 2001 Wunschgewicht" kann ich mir wohl abschminken.

Viele Grüße an alle tintos und die die es werden wollen,

eure pino

Pinos Website klick hier

Pinos Fortschritte: Mai 2000 (bei 90 kg), April 2001 (81,5 kg), Juni 2001 (78,9 kg)

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SabineW

Nachdem ich eigentlich jetzt jeden Tag regelmäßig reinschaue und noch lange Eurer Gemeinschaft angehören werde bzw. möchte :-))))))), möchte ich mich auf diesem Wege vorstellen.

Also, ich bin noch 29 Jahre alt (werde im August 30) und war eigentlich seit frühester Kindheit dick. Meine Familie ißt sehr gerne und ich bin mit gemütliche Kaffeeplauscherln (natürlich mit Mehlspeisen) aufgewachsen. Mit 16 hat mich dann einmal der Ehrgeiz gepackt (kurz vor der Tanzschule) und ich habe bei den Weight Watchers 25 Kilo abgespeckt, die ich dank Maturastreß und beginnenden Studium sehr schnell wieder oben hatte. Ich muss dazu sagen, dass ich eigentlich nie ein unglücklicher dicker Teenager war - ich war das Zugpferd unserer Schultheatergruppe, ging Turniertanzen und war eigentlich bei allen sehr beliebt. Tja, das änderte sich schlagartig, als ich den Hort der Schule verließ und mit dem Studium begann - meine Studienwahl stellte sich bald als Mißgriff heraus -facit: Wechsel. Das Gefühl "des Versagt-habens" wurde von mir - im wahrsten Sinne des Wortes - "hinuntergeschluckt.

Meine Freundinnen waren zu der Zeit alle schon in festen Partnerschaften - tja, ich hatte immer nur "gute Freunde" - die in mir den Kumpeltyp und nicht mehr sahen. Frust - gekoppelt mit essen = tödliche Mischung. Anstatt zu erkennen, dass ich mir dadurch noch mehr meine Zukunft verbauen würde, begrub ich meinen Kummer unter Chips, Schokolade und anderen Kalorienbomben.

Der Gipfel und damit war mit meinem 26 Lebensjahr erreicht (Foto). Auf dem Foto wirke ich wie meine eigene Großmutter!!!!!! Der Schock war damals sehr heilsam!!! Ich las von einem Kurs des Institutes für Sozialmedizin "Schlank ohne Diät" - gelesen und sofort angemeldet. Der Schock als ich dort auf die Waage stieg war übrigens noch größer: Über 150 Kg. Während des Kurses änderte ich meine Ernährungsgewöhnheiten komplett - ich wurde zur Semivegetarierin (Huhn und Pute esse ich heute noch - zwar selten, aber doch) und begann mich mit Gemüse (bis dahin hatte ich mich strikt geweigert Grünzeug zu essen) sattzuessen. Facit: Seit April 1997 habe ich über 40 Kilo abgenommen und bin immer noch dabei :-)))))))))))))))))))).

Seit ca. 3 Monaten habe ich zwar eine Plateauphase, aber dadurch lasse ich mich nicht entmutigen. Eine große Stütze sind mir dabei Eure Boards - denn wenn mich die Courage mal verläßt, brauche ich nur ins Netz einzusteigen und weiß: "Ich bin mit meinen Problemen nicht allein!!!!! - und das gibt mir irrsinnig viel!!!!" Die zweite große Stütze in meinem Leben ist mein Freund Peter (die große Liebe meines Lebens, an die ich sehr lange nicht mehr geglaubt habe und die mir dann doch begegnet ist:-))))))))))), der meine Abnehmbemühungen mit Rat und Tat kräftigst unterstützt!!!!! Ich denke mir, dass ich mit Eurer aller Hilfe mein Ziel: 75 Kilo im Sommer 2001 erreichen werde!!!!!!!

Liebe Grüße aus Wien

SabineW

PS: Wie ich momentan aussehe, seht ihr auf den Foto vom 2. Wiener Tinto Treffen.


SkaterSusi

Ich (27 Jahre alt) bin nun schon seit Juni 1999 bei tinto dabei. Seit dem hat sich vieles geändert. Ich fing an mit einem Gewicht von 88kg bei 1,70 m Körpergröße. Das war mehr als unakzeptabel. Ich weiß, dass das für mache ein Traumgewicht wäre, für andere widerum der blanke Horror. Alles ist relativ - für mich war damals klar: Das Maß ist voll!

Das Bild zeigt mich mit 85 kg. Daneben mein unter chronischem Untergewicht leidender Hund. Allerdings muss ich zugegeben, dass das Tier tatsächlich immer etwas bewegungsfreudiger war als ich, auch heute noch. Das Bild ist schon etwas älter, aus einer Zeit, in der ich schon mal 85 kg wog. Vom Anfang des Jahres 99 gibt es keine Bilder mehr von mir. Ich habe mich definitiv geweigert, mich so fotografieren zu lassen. Falls ich doch noch ein Bild aus der Zeit finde, kann ich es ja nachreichen. Ein aktuelles Bild gibt es auch noch nicht, aber das kommt noch...

Ich arbeite, wie sollte es anders sein, im Büro. In einer Softwarefirma. Das klingt vielleicht für einige schillernd, für andere tödlich. Irgendwie stimmt beides. Jedenfalls kommt die Arbeit immer tröpfchenweise, je nach Auftragslage. Entweder zu viel oder zu wenig. Gute Voraussetzung für unerklärliche psychosomatische Zipperlein und Übergewicht. Ich hatte beides. Das hat mich beunruhigt.

Ich mache meinen Job ganz gerne, aber soll das alles gewesen sein? Seit Mitte des Jahres ist mir klar, dass das nicht alles war. Ich habe beschlossen, dass mein Abi doch nicht umsonst gewesen sein soll. Also doch noch mal studieren, vielleicht ab Herbst. Ein großes finanzielles Problem: Zu alt, um bei den Eltern zu betteln, etwas zu jung für elternunabhängige Förderung. Aber ich weiß, dass ich es schaffe. Warum ich das erzähle? Weil das alles mit dem dünner werden zusammenhängt. Weil ich zwar weniger geworden bin, aber trotzdem größer. Weil ich jedem ans Herz legen will, mehr zu ändern als nur das, was man sieht, wenn man den Kühlschrank öffnet.

Aber von vorne: Es gab mehrere Anstöße für mich, um mir endgültig darüber klar zu werden, dass ich eindeutig zu viel für meine Größe bin. Da war unser Norwegenurlaub. Mit Übergewicht und absoluter Unfitness Urlaub im bergigen Norwegen - das wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht. Es war entsetzlich. Aber am tiefsten trafen mich die mitleidigen Blicke der anderen Touristen, wenn ich versuchte, einen Berg zu besteigen. Wer jemals auf dem Prekestolen bei Stavanger war, wird wissen, was ich meine...

Kurz vorher war unsere traditionelle Pfinstfahrradtour. Ich will mich nicht weiter über das Event auslassen. Fakt ist, dass ich mich nach halber Strecke vom Begleit-LKW habe einsammeln lassen. Das gab es noch nie. Das war der absolute Horror, die totale Erniedrigung und ich fühlte mich wie der allerletzte Versager. Okay, ich bin 120 km Fahrrad gefahren (mit nicht mal 10km/h). Na und, sonst bin ich bis zum Ziel gekommen, ohne dabei ernsthaft Schaden zu nehmen. Das erste Mal musste ich mir eingestehen, dass ich ein unakzeptablel unsportliches Wesen geworden war, bei dem nicht mal mehr Ehrgeiz hilft, denn wenigstens den habe ich. (Sonst wäre ich nicht so weit gekommen - völlig ohne Training.)

Der dritte Grund: Ich hatte (im Suff) mit einem Freund gewettet, den Berlin-Marathon auf Inline-Skatern zu schaffen. Ich hatte keine Sekunde ernsthaft in Erwägung gezogen, das tatsächlich zu machen. Wo war nur mein Stolz geblieben...  

Ich fand dann die tinto-Seiten und das gab den letzten Anstoß, den Kick, das Selbstbewusstsein, mich daran zu erinnern, dass alles möglich ist, wenn man nur will. Ich dachte an meine Zeit als Sportler - habe mal sechs Mal pro Woche trainiert und fand das damals wunderbar. Ich dachte an das schöne Gefühl bei einem Sieg. Das wollte ich wieder haben. Ich wollte keine anderen mehr besiegen. Nur noch mich selber und einen großen Teil meines Gewichts. Im Schweiße meines Angsichts begann ich zu trainieren. Als ich das erste Mal 7 km skatete, dachte ich, ich müsste sterben. Ich brauchte danach noch fast eine halbe Stunde, um mich soweit einzukriegen, dass ich wieder Auto fahren konnte. Mir wurde klar, was ich mir vorgenommen hatte. Zum Glück hatte ich kurz vorher mit dem Rauchen aufgehört. Mit fast zwei Schachteln pro Tag wäre das alles nicht möglich gewesen - ich bekam ja so schon kaum Luft.

Nach und nach nahm ich die Süßigkeiten vom meinem Speiseplan. Die Argumente dafür waren einfach: Nicht nur das Übergewicht würde schwinden, auch meinem Geldbeutel tat das gut. Ich möchte keinem erzählen, was ich meinem Zahnarzt schon für Zahnersatz gezahlt habe...

Außerdem strich ich das überflüssige Fett vom Speiseplan.

Während ich mich am Anfang sehr einschränkte, habe ich nun das Gefühl völlig normal zu essen.

Andererseits, diese Fressorgien von früher gibt es nicht mehr. Auch nicht mehr drei warme Mahlzeiten pro Tag. Ich ließ Käse, Butter und Creme Fraiche weg und ich aß plötzlich rohes Obst und Gemüse. Vor allem aber trieb ich mindestens drei Mal pro Woche Sport. Das, obwohl ich pro Tag schon weit über zwei Stunden alleine mit meinem Arbeitsweg zubringe.

Das alles ist nur ein ganz kleiner Ausschnitt. Es sagt nicht viel über meinen Weg und über meine Schwierigkeiten aus. Das alles zu erzählen, ist kaum möglich, weil es zu lange dauern würde.

Fakt ist: Ich wiege im Moment 63kg. Dieses Gewicht finde ich wunderbar. Die letzten drei verlorenen Kilo habe ich meinem Krankenhausaufenthalt zu verdanken, darum bin ich nicht böse, wenn sie wieder drauf kommen. Sport ist im Moment tabu, aber ich freue mich schon drauf wieder anfangen zu dürfen.

Das alles hat meine Leben bereichert. Ich habe wieder angefangen, mir über mich und mein Leben Gedanken zu machen. Wenn ich früher an mein Gewicht dachte, dann lautete der Spruch dazu immer: Das kann ich sowieso nicht ändern. Jetzt ist mir klar, dass dieses Motto für mein ganzen Leben galt. Heute weiß ich: Wer es schafft, seinem Körper problemlos 25 kg abzuringen (oder mehr oder weniger - um Zahlen gehts ja nicht), der kann noch viel mehr. Und inzwischen will ich auch mehr. Dass das Abnehmen so schnell ging, war im Übrigen nicht geplant. Ich wollte es langsamer angehen, aber es hat sich so ergeben und ich fühle mich gut dabei. Zielgewicht war immer 60 kg und dabei bleibt es auch. Was dann noch an Fett weg soll, soll sich nicht mehr auf das Gewicht auswirken.

Ach so, dass ich so schnell abgenommen habe, liegt wahrscheinlich daran, dass ich kaum Diäten gemacht habe. Ich hatte zwei bis drei größere Esspausen, sonst habe ich es nie probiert. Ansonsten ist es vielleicht auch Veranlagung. Aber übergewichtig war ich schon im Kindergartenalter.

Heute bin ich ein wirklich zufriedener Mensch. Ich habe es noch lange nicht geschafft, weil ich, was meine Ernährung betrifft, noch viel lernen muss. Dass ich eine astreine Essstörung hatte, war mir schon lange klar, ich habe nur nie einen Anlass gesehen, das auch nur ansatzweise zu ändern. So weit wie heute, war ich noch nie. Ich hoffe, ich nehme das als Anlass, mich nie mehr aufzugeben. In meinem Leben hat sich vieles geändert. Ich habe gelernt, lächelnd auf die Menschen zuzugehen, nicht nur zynisch, sondern auch herzlich. Ich habe gesehen, dass es noch so viele Dinge gibt, die es lohnt auszuprobieren. Ich habe gemerkt, dass man eine ganze Menge ändern kann, wenn sich ein vernüftiger Grund dafür findet.

Ach und noch was: Den Marathon im September bin ich in 1:58 h geskatet (Bild klick hier, vorne Mitte rotes Shirt). Darauf bin ich heute noch stolz. Und wer weiß, was gewesen wäre, wenn mir nicht so viele tintos die Daumen gedrückt hätten...

Ich bleibe dabei, obwohl ich bei meinem Gewicht nun nicht mehr von Übergewicht reden muss. Und ein großer Wunsch von mir wäre, wenn ich irgendwann, im nächsten oder übernächsten Jahr, auf der Ich-habe-es-geschafft-Seite über meine Erfahrungen berichten kann.

Susi im Januar 2000
email

Susi hat inzwischen insgesamt 25 kg abgenommen. Alle Bilder von Susi bei http://www.tinto.de/xxl/etappen.htm

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Susanna

42 Jahre. Das Foto ist Ostern 99 aufgenommen mit Franca (1 Jahr) und Carla (3 1/2 Jahre). Fotograf ist Harald (45), seit 15 Jahren meine "feste Fahrbeziehung" und Vater der beiden Kids. Die Autodistanz zwischen seiner Arbeit und unserer Wohnung beträgt zwei bis drei Stunden, deshalb sind wir eine Wochenendfamilie.

Eine gute Mutter ist eine dicke Mutter, diese Vorstellung hat mich mein Leben lang nicht losgelassen. So habe ich mit Fatalismus zugeschaut, als ich in der ersten Schwangerschaft - Startgewicht vor der Schwangerschaft waren 58 Kilo, erreicht mit viel Sport und Hungern - an Hintern und Hüfte fast mehr zugenommen habe als am Bauch. Ich wußte einfach, ich würde dick werden. Meine Gynäkologin meinte, das würde in der Stillzeit alles wieder wegschmelzen; aber ich wußte, dass das bei mir nicht funktionieren würde. Und in der zweiten Schwangerschaft kamen nochmal zehn Kilo dazu und hielten sich während der langen Stillzeit hartnäckig.

Außerdem esse ich immer dann mehr, wenn Veränderungen passieren, und wenn ich Streß habe. Und beides hatte ich in den vergangenen Jahren reichlich, weil ich auch noch selbständig bin, versuchen muss, das Geld für mich und die Kids zu verdienen, weil Harald - wenn überhaupt - nur am Wochenende auf die Kinder aufpassen kann und meine Mutter sehr krank ist. Ich habe niemanden, der ganz selbstverständlich da wäre, wenn ich die Kinder abgeben will oder muss. Carla geht in den Kindergarten, und Franca hat seit ein paar Monaten eine Teilzeit-Kinderfrau....

Als ich durch irgendeine Web-Suchmaschine auf Evas Tinto-Seite geschleudert wurde, hatte ich genau das gefunden, was ich brauche, um ein neues Selbstbild als gute, aber schlanke Mutter aufzubauen und eine erträgliche Figur zurückzukriegen: Erfahrung, Vertrauen und Dialog. So ist dieses Osterbild als "Vorher"-Foto willkommen, obwohl ich es am liebsten vernichtet hätte. Ich wiege hier 79,5 Kilo (Ausgangsgewicht 83 Kilo). Wenn ich bei 69,5 Kilo bin, gibt's das nächste Foto von mir. Und mit 60 Kilo (Zielgewicht) das Starbild.

Es bereitet mir inzwischen Vergnügen, dass viele Hindernisse im Alltag nicht wirklich existieren, sondern nur falsche Annahmen sind. Ich habe jetzt meine innere Peilung geändert in "Ich bin eine gute, schlanke Mutter. Ich esse wie eine schlanke Mutter." Trotz Streß, trotz Erschöpfung. Dann bin ich eben eine gute, gestreßte, müde, schlanke Mutter. Allmählich stelle ich fest, dass ich die Schokobremse nicht brauche, um ohne Crash durch meinen Alltag zu schlingern. Denn "Gegen Streß hilft Schokolade" ist auch nur so eine falsche Annahme, die ich ersetzt habe durch "Schokolade hilft gegen gar nichts". Zudem habe ich es geschafft, mir dreimal wöchentlich Freiraum für Sport zu erkämpfen - eine Revolution, endlich wieder energisch an mich zu denken.

Auch andere Alltagsdinge beginne ich jetzt zu ändern. Ich hatte außer mit dem Gewicht zum Beispiel immer Mühe mit dem Aufräumen. Meinen Arbeits- und Wohnbereich habe ich zeitlebens nur mit großem Kraftaufwand ordentlich halten können. Die beiden kleinen Kinder schaffen mir nun heute im Handumdrehen ein böses Durcheinander in der Wohnung. Ich war oft völlig erschöpft allein vom Anblick des Chaos. Nun habe ich aber entdeckt, dass "Aufräumen ist blöd" nicht stimmt, sondern nur eine Annahme von mir ist - eine falsche. Ich kann genauso die Einstellung pflegen "Aufräumen macht viel Spaß" , und alles geht viel einfacher von der Hand. Es klingt bescheuert, aber es hilft.

Ich freue mich auf den Mai 2000 - mit 60 Kilo.

Susanna
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