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Geldanlage/Kapitalanlage

tinto Tipps zur Geldanlage

-> Geldanlage - welche ist die beste Geldanlage
-> Anlagestrategie, Vermögensstrategie
-> Liquidität
-> Sichere Geldanlage/Kapitalanlage
-> Geldanlage mit mehr Risiko
-> Sonderfälle
-> Währungsrisiko
-> Ethische Geldanlage/Grüne Geldanlage


Wer Geld anlegt, benötigt eine Strategie, die die persönliche Situation, Chance und Risiko sowie den Liquiditätsbedarf in Zukunft berücksichtigt.


Geldanlage - welche ist die beste Geldanlage

Wer Geld gespart, geerbt oder in der Lotterie gewonnen hat, sucht nach der besten Geldanlage-Möglichkeit, denn jeder weiß: Es auf dem Girokonto liegen zu lassen, ist fast so schlecht, wie es unter der Matratze zu verstecken.

Möglichkeiten der Geldanlage/Kapitalanlage (Investition) gibt es viele: Immobilienkauf, Edelmetalle (Gold, Silber, Platin), Direktinvestition in Firmen, Sparprodukte (Sparbuch, Festgeld, Tagesgeld etc.), festverzinsliche Wertpapiere (Anleihen, Obligationen, Bundesschatzbriefe, Pfandbriefe etc.), Aktien, Fonds (Aktienfonds, Rentenfonds...), Kunst, Antiquitäten, Edelsteine, Schmuck etc.

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Es reicht jedoch nicht, die Zinsen oder die erwartete Rendite der einzelnen Geldanlage-Möglichkeiten zu vergleichen, sondern man benötigt eine Anlagestrategie bzw. Vermögensstrategie, die zum Vermögen und zum Eigentümer passt und ihn schützt.

Einige Grundsätze der Geldanlage sollte man sich immer vor Augen führen:

  • Jede Chance birgt ein Risiko. Je größer die Chance ist, die eine Geldanlage/Kapitalanlage bietet, desto größer ist auch das Risiko. Will Ihnen ein Anlageberater etwas anderes erzählen (und etwas entsprechendes verkaufen oder vermitteln), dann seien Sie auf der Hut!
  • Bei Aktien, Aktienfonds und vielen anderen Wertpapieren sowie bei Sachwerten (z. B. Edelsteine, Gold, Kunst und Schmuck) erhalten Sie beim Verkauf dieser Geldanlage nur so viel, wie jemand anderer bereit ist, dafür zu bezahlen - egal, was Sie beim Kauf dafür bezahlt haben und egal, was in irgendeinem Hochglanzkatalog steht. Außerdem will der Vermittler (Anlageberater, Börsenhändler, Bank ...) auch noch etwas abbekommen.
  • Nur weil sich ein Kurs oder ein Preis eines Geldanlage-Produktes halbiert hat, heißt das nicht, dass er sich nicht noch einmal halbieren kann - Vorsicht vor Turnaround-Spekulationen, die in Börsenforen gerne empfohlen werden.

Anlagestrategie/Vermögensstrategie

Vor der Geldanlage/Kapitalanlage kommt die Anlagestrategie. Die Anlagestrategie muss zum Vermögen passen:

  • Größe des gesamten Vermögens
  • Regelmäßige zu erwartende Einkünfte
  • Unregelmäßige, aber bekannte Eingänge
  • Welche Geldanlagen bereits bestehen
  • Zeithorizont der Geldanlagen etc.

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aber auch zum Eigentümer:


Ein wichtiger Grundsatz: Ein Vermögen sollte auf mehrere Standbeine verteilt werden (Fachbegriff: Diversifikation). Man sollte also nicht auf ein Pferd, z. B. Tagesgeld, setzen und auch nicht alles in Immobilien, alles in Versicherungen, alles in Aktien oder alles in Gold investieren, sondern zuerst festlegen, mit wie viel Vermögenswert man auf Nummer Sicher (Priorität Vermögenserhalt) gehen will und mit wie viel man bereit ist, Chancen wahrzunehmen (Priorität Vermögensvermehrung) und auch bereit ist, das dazugehörende Risiko in Kauf zu nehmen. Außerdem muss man überlegen, wann man wie viel Liquidität (verfügbares Geld, "flüssige Mittel") benötigen wird (beispielsweise für eine große Reise, Umzug, die Renovierung oder um die Rente aufzupeppen).

Die folgende Grafik soll Ihnen helfen, Ihre eigene Anlagestrategie zu entwickeln.

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Beste Geldanlage: Das Gesamtvermögen wird zunächst in zwei Bereiche aufgeteilt: Geldanlage/Investitionen und Liquidität. Liquidität muss als Reserve für Notfälle da sein. Ausreichend Liquidität muss auch für den weiteren Zeitverlauf geplant werden (z. B. für das Ersetzen der Heizungsanlage, Zahnimplantate, große Neuanschaffungen). Die Geldanlage/Investitionen-Seite wird unterteilt in: sehr sichere Geldanlagen für den Vermögenserhalt, Geldanlagen mit mittlerem Risiko für die Vermögensvermehrung, Geldanlagen mit höherem Risiko für die Vermögensvermehrung. Die Gewichtung der einzelnen Seiten und Geldanlagen sollte zu dem persönlichen Profil des Anlegers passen.
Erläuterung:
So findet man die beste Geldanlage: Das Gesamtvermögen wird zunächst in zwei Bereiche aufgeteilt: Geldanlage/Investitionen und Liquidität. Liquidität muss als Reserve für Notfälle da sein. Ausreichend Liquidität muss auch für den weiteren Zeitverlauf geplant werden (z. B. für das Ersetzen der Heizungsanlage, Zahnimplantate, große Neuanschaffungen). Die Geldanlage/Investitionen-Seite wird unterteilt in: sehr sichere Geldanlagen für den Vermögenserhalt, Geldanlagen mit mittlerem Risiko für die Vermögensvermehrung, Geldanlagen mit höherem Risiko für die Vermögensvermehrung. Die Gewichtung der einzelnen Seiten und Geldanlagen sollte zu dem persönlichen Profil des Anlegers passen.


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Die beste Geldanlage erfordert eine gute Anlagestrategie, die viele Aspekte berücksichtigt, beispielsweise:

  • Liquidität/Liquiditätsbedarf
  • Anlageziele für das gesamte Vermögen bzw. Teilanlagebeträge
  • Sicherheitsbedürfnis/Risikobereitschaft für das gesamte Vermögen bzw. Teilanlagebeträge
  • Umfeld, z. B. Inflation
  • Ethische Ansprüche an die Geldanlage, z. B. Grüne Geldanlage oder religiöse Gesichtspunkte
  • Währungsrisiko

Liquidität

Unter Liquidität versteht man Geld, auf das man schnell zugreifen kann.

Liquidität braucht man

  • für den täglichen Bedarf, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können,
  • um in näherer Zukunft geplante Investitionen und Ausgaben bezahlen zu können,
  • als Polster für Notfälle (wenn der Kühlschrank kaputt geht o. ä.) und
  • als Polster, um in Zeiten fallender Kurse (Börsencrash, Baisse, Korrekturen) auf Einkaufstour gehen zu können.

Liquidität ("flüssige Mittel") bewahrt man

  • auf einem Tagesgeldkonto auf (relativ gut verzinst und trotzdem täglich abrufbar),
  • hat sie als Girokonto-Guthaben oder Sparbuch-Guthaben (nicht oder sehr niedrig verzinst) oder
  • hat sie als Bargeld.

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Bargeld ist die ungünstigste Möglichkeit, Liquidität zu halten, denn es wird nicht verzinst und verliert durch die Inflation langsam an Wert. Aus praktischen Gründen hat man von seinen flüssigen Mitteln so viel wie möglich als Tagesgeld auf einem Tagesgeldkonto angelegt, aber einen Teil natürlich auch auf dem Girokonto und in der Brieftasche.


Sichere Geldanlage/Kapitalanlage

Sicher(er)e Geldanlage-Möglichkeiten (Vermögenserhalt) sind beispielsweise folgende Geldanlage-Produkte:

  • Sparbuch - hat bis zur Höhe der Einlagensicherung so gut wie kein Verlustrisiko, aber bringt kaum Zinsen
  • Festgeldkonto - bis zur Höhe der Einlagensicherung so gut wie kein Verlustrisiko, feste Zinsen für vertraglichen Zeitraum, attraktivere Zinsen als das Sparbuch, siehe auch Tagesgeld oder Festgeld
  • Tagesgeldkonto - bis zur Höhe der Einlagensicherung so gut wie kein Verlustrisiko, attraktivere Zinsen als das Sparbuch, Zinsentwicklung nach Zinsgarantie nicht vorhersehbar
    Siehe auch Tagesgeld oder Festgeld, Tagesgeldkonto, Tagesgeldkonto-Banken-Vergleich, Festgeldkonto-Vergleich und im Geld-Blog von tinto: Girokonto, Tagesgeld - was ist besser?
  • Festverzinsliche Wertpapiere
    • des Bundes (Bundesanleihen, Bundesschatzbriefe, Bundesobligationen, etc.) - gelten bisher als sicher (bis auf inflationsbedingte Wertminderung, wenn die Inflationsrate höher als die Rendite ist), aber derzeit auch nicht allzu hohe Zinsen. Wegen Inflationsrisiko und angestrebtem Vermögenserhalt sollte man sich einen Mix mit unterschiedlichen Laufzeiten zusammenstellen.
    • Staatsanleihen anderer Länder - das Risiko und die Rendite sind unterschiedlich - abhängig vom herausgebenden Staat. Grundsätzlich kann man davon ausgehen: Je höher das Risiko, desto höher die Rendite (im Vergleich)
    • Bankschuldverschreibungen (Pfandbriefe) - das Risiko und die Rendite sind abhängig von der herausgebenden Bank, doch unterliegen diese gesetzlichen Vorschriften.
  • Garantiefonds - sehr geringes Risiko, geringe Rendite
  • Rentenfonds - geringes bis mittleres Risiko, geringe bis mittlere Rendite

Beachten Sie aber unbedingt auch die -> Einlagensicherung der Banken/Kreditinstitute!


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Geldanlage mit mehr Risiko

Mittleres bis hohes Risiko/mittlere bis hohe Chancen (Vermögensvermehrung) bieten beispielsweise folgende Geldanlage-Möglichkeiten (nur für Vermögensanteile zu empfehlen, die man lange nicht benötigt, da es manchmal Jahre dauern kann, bis sich eine Krise/Verluste wieder verwachsen hat.)

  • Geldmarktfonds - geringes Risiko, geringe bis mittlere Rendite
  • Laufzeitfonds - mittleres bis sehr hohes Risiko, mittlere Rendite
  • Mischfonds - mittleres Risiko, mittlere Rendite
  • Offene Immobilienfonds - mittleres bis großes Risiko, mittlere Rendite
  • Garantiezertifikate - mittleres bis hohes Risiko, niedrige Rendite
  • Gold - Kursverlustrisiko im Moment eher hoch, da aktuell schon sehr teuer - aber die Zukunft vorhersagen kann keiner, auch wenn manche so tun. Da Gold in Dollar notiert, gibt es auch noch das Währungsrisiko (Wechselkursrisiko). [Finanztest 07/2010 empfiehlt: Gold max. 10 % des risikobehafteten Anteils des Vermögens]
  • Silber ist das neue Gold - so hieß es bis Ende April 2011, bis die Blase platzte und der Kurs von 48,60 Euro auf 35 Euro fiel. Für Silber gilt auch: Sicher, wie es weitergeht, kann niemand sein. Deshalb sollte auch Silber nur einen geringen Teil des Risiko-Anteils ausmachen.
  • Aktien bieten im Durchschnitt mittlere bis sehr große Chancen und mittlere bis sehr hohe Risiken (einzelne Aktien bergen die Gefahr eines großen Verlustes bis Totalverlustes, innerhalb des Wertpapierdepots daher immer für weitere Diversifikation sorgen)
  • Aktienfonds - im Durchschnitt mittlere bis sehr große Chancen und mittlere bis sehr hohe Risiken. Zum Beispiel: Mittlere Chancen und Risiken bergen beispielsweise Aktienfonds, die auf deutsche Aktien aus dem DAX (Deutscher Aktien Index) setzen, große Chancen aber auch Risiken bergen Aktienfonds, die auf die Entwicklung der Schwellenländer (China/Hongkong, Indien, Brasilien/Lateinamerika, Schwellenländer in Osteuropa, Afrika...) setzen - wobei es auch hier Unterschiede gibt und sich diese Märkte in unterschiedlichen Stadien/Zyklen bewegen können. Daher innerhalb eines Aktien-/Aktienfonds-Depots unbedingt für weitere Diversifikation sorgen.
  • Genussrechte und Genussscheine sind sehr risikoreich. In guten Zeiten bieten sie gute Zinsen/Gewinnbeteiligung, aber in schlechten Zeiten kann der Anleger nicht nur die Zinsen, sondern sein gesamtes eingesetztes Kapital verlieren.
    Manchmal werden die Zinsen garantiert. Doch für das Kapital gibt es keine Garantie: Geht die herausgebende Gesellschaft pleite, ist das eingesetzte Kapital weg, denn Genussscheine werden bei Insolvenz nur nachrangig nach den Forderungen aller anderen Fremdkapitalgläubiger berücksichtigt.

Anmerkung: Aktien und Aktienfonds bieten im Mix mit Zinspapieren einen relativ guten Inflationsschutz.


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Sonderfälle

Immobilien

Immobilien können selbst genutzt oder vermietet werden - neben dem Ertrag durch Vermietung (bzw. Mietersparnis bei Eigennutzung) ist die Wertentwicklung über einen längeren Zeitzeitraum zu betrachten - letztere kann lage- und demografieabhängig positiv oder negativ sein. Die Wertentwicklung ist außerdem auch von Veränderungen der Infrastruktur und Ähnlichem abhängig.

... und andere

Wenn überhaupt, dann nur für Experten bzw. Liebhaber sind die folgenden Geldanlage-Möglichkeiten geeignet:

  • Kunst
  • Antiquitäten
  • Oldtimer
  • alte Bücher
  • Edelsteine
  • Schmuck

Wer Sachwerte aus Angst vor Inflation kaufen möchte, sollte sich vor Augen halten, dass man immer nur den Preis erhält, den jemand anders bereit zu zahlen ist, und davon gehen dann auch noch Provisionen und Ähnliches weg. Bekommt man schon in guten Zeiten bei Sachwerten kaum das, was man dafür einmal bezahlt hat, kann man davon ausgehen, dass man in schlechten Zeiten, wenn viele keine andere Wahl haben, als unter Wert zu verkaufen, erst recht keinen guten Preis erzielen kann. Siehe auch bei tinto
-> Inflationsschutz - ein Aspekt der Geldanlage


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Währung

Geldanlage-Produkte, die in einer anderen Währung notieren (ausländische Aktien, Gold etc.), tragen automatisch ein Wechselkursrisiko in sich: Bei ihnen kann sich der Wechselkurs zwischen der fremden und der eigenen Währung nachteilig verändern. Mehr Details -> Währungsrisiko


Geldanlage nach ethischen Gesichtspunkten (Grüne Geldanlage und Ähnliches)

Geldanlage-Produkte werden von vielen Anlegern nicht nur nach ihrer Rendite beurteilt, sondern auch nach ethischen Aspekten. Themen, die dabei eine Rolle spielen können, sind beispielsweise:

  • Nachhaltigkeit der Wirtschaftsweise und der Produkte
    Auf nachhaltiges Wirtschaften, ökologische Produkte, Energiesparen etc. wird Wert gelegt
  • Atomkraft - nein danke
    Ablehnung von Investitionen in Nuklearenergie
  • Ächtung von Waffen
    Ablehnung von Waffenproduktion allgemein, Streubomben und/oder Waffenhandel mit bestimmten Ländern
  • Ablehnung von Gentechnologie in der Landwirtschaft
    Ablehnung von Produkten, die gentechnisch verändert wurden, und deren Erzeuger, Verarbeiter, Vertreiber
  • Ablehnung von Agrarchemie und Monokultur
    Ablehnung von konventioneller Landwirtschaft mit Monokultur und Agrarchemie
  • Ablehnung von Massentierhaltung
    Ablehnung von Massentierhaltung zur Nahrungsmittelproduktion sowie nicht artgerechte Tierhaltung

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  • Bewertung der Arbeitsbedingungen
    Nicht nur die Arbeitsbedingungen bei uns, sondern auch in anderen Ländern (z. B. der Dritten Welt) werden dabei beurteilt
  • Umgang mit der Bevölkerung hier oder in anderen Ländern - z. B. bei der Umsetzung von Großprojekten
  • Menschenrechte
    Abgelehnt wird, wer Geschäfte mit Diktatoren oder Ländern macht, die die Menschenrechte nicht achten
  • Keine Kinderarbeit
  • Religiöse Aspekte

Vielen Anlegern reicht es nicht mehr, nur bei den Geldanlageprodukten auf diese Aspekte zu achten, sondern sie beginnen damit bereits bei der Auswahl der Bank, mit der sie zusammenarbeiten, damit sie sicher sein können, dass die mit den Kundeneinlagen (Sparbuch, Guthaben auf dem Girokonto, Tagesgeld, Festgeld etc.) nicht Investitionen bzw. Geschäfte tätigt, die sie als Anleger nicht unterstützen wollen.



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