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Beste Aktien

Wer träumt nicht davon, Firmen zu entdecken, deren Aktien ihm eine hohe Rendite bringen. Die einen pilgern auf der Suche nach den besten Aktien-Tipps durch Börsenforen, andere wählen die ihrer Meinung/Hoffnung nach besten Aktien nach verschiedenen Strategien aus, wieder andere befolgen “Geheimtipps” aus Börsen-Newslettern .

Beste Aktien - was ist das überhaupt?

Beste Aktien - Buchtipp: Neue Börsenstrategien für Privatanleger - klick hier für Informationen und Rezensionen bei unserem Werbepartner Amazon Ob man mit einer einzelnen Aktie Gewinn oder Verlust macht, hängt von der Kurs-/Wertentwicklung und von der Dividende (Ausschüttung an die Aktionäre) ab. Beides zusammen abzüglich Kosten bestimmt die Rendite. Wenn man eine Aktie kauft, weiß man natürlich noch nicht, wie die Kursentwicklung sein wird, und auch die Dividende ist nicht längerfristig vorhersehbar. Außerdem ist eines der Börsengesetze, dass man sich hohe Renditechancen i. d. R. mit hohem Risiko “erkauft”. Sind die besten Aktien nun die mit der höchsten Renditechance oder solche mit niedrigem Risiko?

Die Börse ist keine Einbahnstraße: Aktienkurse ergeben sich aus Angebot und Nachfrage und schwanken ständig nach oben und unten, da sich Angebot und Nachfrage ständig ändern. Diese Kursbewegungen hängen nur zum Teil von der Entwicklung der Aktiengesellschaft selbst ab, sondern u. a. von der Stimmung an der Börse, die wiederum von der lokalen Wirtschaft, von der Weltwirtschaft, von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, politischen Umwälzungen, Naturkatastrophen und von vielen anderen Faktoren.

Aktien bieten im Durchschnitt und mittel- bis langfristig gesehen mittlere bis sehr große Renditechancen bei mittlerem bis sehr hohem Risiko, aber einzelne Aktien bergen bei möglicherweise sehr hoher Chance die Gefahr eines großen Verlustes bis Totalverlustes. Aus diesem Grunde sollte man "nie alle Eier in einen Korb legen" - d. h. nicht nur Aktien einer Firme kaufen, sondern sein Depot streuen, siehe auch Diversifikation. Diese Verteilung auf mehrere Standbeine kann man vornehmen, indem man statt auf einzelne Aktien auf Aktienfonds setzt. Doch selbst da sollte man nicht nur einen einzelnen Aktienfonds, sondern mehrere mit verschiedenen Anlageschwerpunkten von verschiedenen Fondsmanagern/Banken kaufen. Und natürlich kann man auch Aktien und Aktienfonds kombinieren: z. B. deutsche, europäische und US-amerikanische Aktien selbst entsprechend der eigenen Strategie aussuchen, bei den Schwellenländern auf Aktienfonds oder Index-/Basketzertifikate setzen.

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Beste Aktien - kann man sie mit der Dividenden-Strategie finden?

Die Dividende ist eine Ausschüttung eines Teils des Gewinns der Aktiengesellschaft an deren Aktionäre. Die Dividendenhöhe wird vom Vorstand vorgeschlagen und von der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft beschlossen.

Die Dividenden-Strategie wird gerne von sicherheitsbewussten Anlegern benutzt. Sie wählen diejenigen Aktien aus, die die höchste Dividendenrendite aufweisen.

Die Dividendenrendite wird folgendermaßen errechnet:

    Dividendenrendite = Dividende : aktueller Kurs

Kritik an der Dividenden-Strategie:

Die Dividendenrendite-Strategie berücksichtigt nicht den Kursverlauf/die Wertentwicklung des Wertpapiers als Auswahlkriterium. Als langfristiger Anleger ist man in der Regel nicht an Ausschüttungen interessiert, sondern daran, dass die Firmen, in die man investiert hat, das Geld nutzen und sich bestmöglich entwickeln, so dass sich dadurch der Wert des Firmenanteils erhöht - dies soll sich natürlich auch im Kurs widerspiegeln, vor allem zum Zeitpunkt, an dem ich verkaufen will oder muss.

Zur Bewertung, was eine Aktieninvestition tatsächlich bis heute gebracht hat, kann man die Aktienrendite errechnen:

Aktienrendite = (Kaufkurs - aktueller Kurs + Dividenden) : Kaufkurs

Erfolg der Dividenden-Strategie:

Finanztest Jahrbuch für 2011: Über 90 Tests und Reports - klick hier für Informationen und Rezensionen bei unserem Werbepartner Amazon Schaut man sich die Ergebnisse dieser Strategie im Zeitraum vom 30.4.2008 bis 31.5.2010 an, dann ist die Wertentwicklung bei Anwendung der Strategie auf DAX-Aktien fast identisch mit der Entwicklung vom DAX (Deutscher Aktienindex) - bringt also wenig. Wurde die Strategie auf Aktien aus dem DJ Euro Stoxx 50 angewendet, so war das Ergebnis etwas besser als der Index. Auf Aktien aus dem Dow Jones angewendet war das Ergebnis unglaublich viel schlechter als die Entwicklung des Dow Jones (Quelle: Entwicklung der Strategiedepots - Finanztest 7/2010). Auch mittelfristig überzeugt die Strategie nicht: Auf DAX-Aktien angewendet war die Wertentwicklung vom 30.4.2008 bis 31.8.2010 schlechter als der DAX, auf den DJ Euro Stoxx 50 angewendet besser als dieser Index, im Falle des Dow Jones extrem viel schlechter (Quelle: Finanztest 10/2010).

Dividendenstrategie mit Aktienfonds (gemanagte Fonds und Dividendenindex-Fonds)

Die Dividendenstrategie lässt sich mit dem direkten Kauf von entsprechenden Aktien und/oder mit Divendenstrategie-Aktienfonds verwirklichen. Es gibt sowohl aktiv gemanagte Dividendenstrategie-Aktienfonds (auch solche, die an der Börse gehandelt werden), die nach der Dividendenstrategie und zusätzlichen Kriterien die Aktien für das Fondsdepot auswählen, als auch Dividendenindex-Fonds, die sich einfach nach einem vorhandenen Dividendenindex richten.

Dividenden-Indizes sind z. B.

  • DivDax / Deutschland
  • DaxPlus Maximum Dividend / Deutschland
  • Euro Stoxx Select Dividend 30 / Euroland
  • MSCI EMU High Dividend Yield / Euroland
  • Stoxx Europe Select Dividend 30 / Europa
  • MSCI Europe High Dividend Yield / Europa
  • Dow Jones US Select Dividend / USA
  • Dow Jones Asia/Pacific Select Dividend 30 / Asien und Pazifik
  • Stoxx Global Select dividend 100 / weltweit

Bei den Dividendenindex-Fonds gibt es solche, die den Dividendenindex mit den entsprechenden Aktien tatsächlich nachbauen und solche, die nur die Entwicklung nachbilden - tatsächlich können ganz andere Aktien in dem Fondsdepot sein, aber die Differenz zur Indexentwicklung wird über ein Swap-Papier gesichert. Wer also tatsächlich in die Firmen mit diesem Dividenden-Merkmal investieren und nicht nur auf eine Entwicklung wetten will, sollte sich für einen klassischen (voll replizierenden) Indexfonds entscheiden.

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Beste Aktien - mit der Trend-Strategie?

"The trend is your friend" - der Trend ist dein Freund. Bei dieser Strategie werden die Aktien (oder Fonds) ausgewählt, die sich in den vergangenen 1, 3 oder 5 Jahren am besten entwickelt haben. Man geht davon aus, dass sich ein Trend auch weiter fortsetzt.

Kritik an der Trend-Strategie

Nur weil etwas gestern gut lief, muss es nicht auch morgen gut laufen. Beispielsweise wirken sich Krisen auf die verschiedenen Branchen unterschiedlich aus - war z. B. die Euro-Abwertung für viele Firmen ein Desaster, so konnte sich doch die Exportwirtschaft über sich füllende Auftragsbücher freuen. Derartige Auswirkungen können je nach Branche und Firma kurz oder lange dauern. Gerade wenn nur das letzte Jahr zur Auswahl herangezogen wird, läuft man Gefahr, nach dieser Strategie ausschließlich junge, gehypte Firmen auszuwählen - von denen viele aber auch ganz schnell wieder verschwinden können. Der Zeitpunkt von Aktienkauf und -verkauf spielt eine sehr große Rolle für das Ergebnis.

Erfolg der Trend-Strategie

Schaut man sich die Ergebnisse dieser Strategie (durchgeführt vom 30.4.2008 bis 31.5.2010 - Auswahl der Aktien nur jeweils nach Ergebnissen des letzten Vorjahres) an, dann ist die Wertentwicklung bei Anwendung der Strategie auf DAX-Aktien schlechter als die Entwicklung vom DAX (Deutscher Aktienindex). Wurde die Strategie auf Aktien aus dem DJ Euro Stoxx 50 angewendet, so war das Ergebnis schlechter als der Index selbst. Auf Aktien aus dem Dow Jones angewendet, war das Ergebnis besser als die Entwicklung des Dow Jones (Quelle: Entwicklung der Strategiedepots - Finanztest 7/2010).

Strategietipp

Meiner Meinung nach sollte man nicht nur das Vorjahr zur Auswahl der Aktien heranziehen, sondern auch den Trend der letzten 3 und der letzten 5 Jahre beachten. Wenn man sich dann noch die entsprechenden Charts (Performance-Diagramme) im Vergleich zum jeweiligen Aktienindex anschaut, kann man erkennen, wie eine Aktie in Krisen und nach Krisen reagiert. Wenn die Aktie nicht nur in Krisen stark fällt (Gewinnmitnahmen), sondern sie hinterher wieder zu denen gehört, die stark ansteigen, dann lohnt es sich, sich mit den Nachrichten zu der Firma und deren Branche auseinanderzusetzen und einen Einstieg in Erwägung zu ziehen.

Beste Aktien - mit der Umkehrstrategie?

Diese Strategie ist die Umkehrung der Trend-Strategie. Man wählt die Aktien mit der schlechtesten Wertentwicklung im letzten Jahr aus.

Kritik an der Umkehrstrategie

Manche Börsianer spekulieren darauf, dass eine Aktie mit negativem Trend irgendwann entdeckt wird und sich viele Anleger darauf stürzen, wodurch dann der Preis steigt. Ähnlich hoffnungsvoll agieren auch die, die Aktien mit niedrigem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV = Kurs : Gewinn pro Aktie) aussuchen. Doch der Markt (Angebot und Nachfrage) lässt sich nicht von statistischen Zahlen beeindrucken. Meiner Meinung nach sollte man sich lieber diesen Grundsatz vor Augen führen: Nur weil sich der Wert einer Aktie um die Hälfte reduziert hat, heißt das nicht, dass sie das nicht noch einmal tun könnte - genauso kann eine Aktie, deren Kurs seit Monaten schläft, auch noch Jahre weiterschlafen. [Doch manchmal findet tatsächlich eine Firma und deren Aktie aus dem Tal der Tränen wieder heraus: z. B. 2010 Infineon. Das ist aber die Ausnahme.]
 

 

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