Fünf Tipps, damit die Kompostierung gelingt!

Kompost ist ein wertvoller Dünger und guter Bodenverbesserer. Doch kann man bei der Kompostierung einiges falsch machen. Damit das nicht passiert, hier die fünf wichtigsten Tipps zur Kompostierung.

So wird aus Garten- und Küchenabfällen ein wertvoller Kompost:

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  1. Die richtigen kompostierbaren Materialien im richtigen Verhältnis mischen
    Auf einen Komposthaufen kommen optimalerweise nur Garten- und ungekochte Küchenabfälle pflanzlichen Ursprungs. Damit die Kompostierung optimal vonstattengeht, mischt man stickstoffhaltige („grüne“) und kohlenstoffhaltige („braune“) Bestandteile miteinander. Zu den grünen Zutaten gehören beispielsweise Abfälle vom Gemüseputzen und Schälen, Rasenschnitt, krautige Gartenabfälle. Zu den braunen Zutaten gehören Abschnitte vom Heckeschneiden und vom Baumschnitt, Stroh und trockenes Herbstlaub. Die grünen Bestandteile bringen meist Feuchtigkeit, die braunen Bestandteile Struktur, und damit Luft, in die Mischung ein.

  2. Der richtige Behälter
So sehr ich diesen urtümlichen selbstgezimmerten Kompostbehälter liebe, für eine schnelle Verrottung wäre ein Komposthaufen mit etwas weniger Grundfläche, aber dafür mehr Höhe besser.
  • Der Kompostbehälter sollte ausreichend hoch sein, damit sich im Inneren während der Verrottung Hitze aufbauen kann, denn dann geht die Verrottung schneller vonstatten und die Samen aller Art sowie Krankheitskeime werden abgetötet. Wer wenig Material für den Komposthaufen hat, sollte einen Kompostbehälter mit weniger Grundfläche, aber dafür mehr Höhe wählen.

    Der Kompostbehälter sollte für eine gute Rotte außerdem nicht rundum komplett verschlossen sein, sondern Luft ins Innere lassen. Er sollte außerdem guten Zugang zum Kompost ermöglichen, einerseits, um von oben Maßnahmen zur Belüftung und Wasserregulierung zu ermöglichen, andererseits, um den Kompost von der Seite her prüfen und den reifen Kompost entnehmen zu können, ohne den Kompostbehälter komplett abbauen zu müssen.
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  1. Belüftung
    Der Kompost soll rotten, nicht faulen. Dafür muss Luft ins Innere gelangen. Dazu trägt einerseits ein Kompostbehälter mit ausreichend Luftzugang bei und andererseits die Vermischung von Materialien unterschiedlicher Struktur. Vor allem Grasschnitt muss mit gröberen Materialien wie trockener Stauden- und Gehölzschnitt gemischt werden, weil sich die Grashalme sonst dicht aufeinanderlegen und keine Luft dazwischen passt. Aber auch wasserhaltige Gemüseabfälle verrotten besser, wenn sie mit strukturgebenden Materialien gemischt werden. Hat man keine Sammelhaufen für die verschiedenen Materialien neben dem Kompostbehälter, so dass man sie abwechselnd einfüllen und mischen kann, gibt man sie nacheinander hinein und mischt im Behälter. Vor allem, wenn sich das Innere bereits etwas verfestigt hat, hilf ein Kompostbelüfter bei der Auflockerung und Durchmischung.
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  1. Feuchtezustand des Kompostes
    Der Komposthaufen soll für eine optimale Verrottung einerseits Luft, aber andererseits auch Feuchtigkeit enthalten, damit sich die Mikroorganismen wohlfühlen, sich vermehren und arbeiten. Bei der Verrottung vor allem der grünen Abfälle entsteht Wasser. Dadurch und durch gelegentliche Regenfälle bleibt der Kompost eigentlich von alleine ausreichend feucht. Trocknet er jedoch während einer längeren Schönwetterperiode aus, gießt man ihn ganz einfach mit einer (Schlauch-)Brause. Damit er umgekehrt bei längeren, ausgiebigen Regenfällen nicht zu nass wird, was auch zu einer Auswaschung von Nährstoffen führen würde, deckt man ihn in solchen Wetterlagen vorübergehend ab, entweder mit einem Deckel oder mit einer Folie.
  1. Reifezustand

    Je nachdem, für was man den Kompost verwenden möchte, kann man ihn früher oder später entnehmen. Soll der Kompost beispielsweise zur Bodenverbesserung im Garten verwendet werden können, muss er noch nicht komplett durchgereift, also noch nicht in einem „erdähnlichen“ Zustand (reifer Kompost) oder bereits erdigen Zustand (Komposterde) sein. Vorsicht, Frischkompost sollte nicht direkt an die Wurzeln in ein Pflanzloch gegeben werden, da der hohe Anteil gelöster Nährstoffe von jungen Wurzeln, jungen Pflanzen und grundsätzlich von manchen Pflanzenarten nicht vertragen wird.

    Will man den Kompost jedoch für die Herstellung von eigenen Erdmischungen oder für die Düngung verwenden, dann sollte der Kompost bereits dunkel, locker und krümelig, also reif sein.

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    Wie lange es dauert, bis der jeweilige Zustand erreicht ist, hängt sehr von den verwendeten Materialien und ihrer Dicke, vom örtlichen Klima, der Jahreszeit und dem tatsächlichen Wetter ab.

    Reifen Kompost sollte man möglichst bald verwenden, damit die Nährstoffe nicht abgebaut oder ausgeschwemmt werden.

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Über Eva Schumann

Garten(bau) und Gärtnern sind meine Therapie und Leidenschaft und sie waren viele Jahre mein Beruf. Zu meinem Gartenbau-Studium kam ich über den zweiten Bildungsweg, denn da lernte ich den Spaß am Lernen und so wurde lebenslanges Lernen zu meinem Lebensmotto. Ich bin Fachfrau auf mehreren Gebieten, denn ich habe mehrere Ausbildungen (Einzelhandelskauffrau Parfümerie, abgeschlossenes Studium Gartenbau, Weiterbildung Netzwerk- und Internetmanagement, Schulungen technische Redaktion, IT, Mobilfunknetze, Programmierung, Datenbanken und mehr) und auch ausgiebig Berufserfahrung gesammelt. Daneben bin ich immer leidenschaftliche Hobbygärtnerin (Garten, Balkon, Terrasse) und Hobbybörsianerin (aus Begeisterung für das Internet) geblieben. Ich verdiene meinen Lebensunterhalt heute als freie Journalistin, Bloggerin, Texterin, Buchautorin und Technische Redakteurin (mehr siehe www.evaschumann.biz) sowie über meine werbefinanzierten Publikationen im Internet (Portalseite www.tinto.de). Buchen Sie Werbeplatz oder bestellen Sie frische Texte, Bilder oder anderen Content bei tinto@tinto.de oder eschumann@evaschumann.biz
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