tinto-Bücher

tinto-Bücher sind Bücher von Eva Schumann alias Eva B. Gardener alias Lara B. Schreiber alias tinto zu den tinto-Webprojekten. Viele der tinto-Bücher gibt es als gedruckte Bücher und als elektronische Bücher (E-Books).

tinto-Bücher 2016

Liste der aktuellen tinto-Bücher

tinto-Bücher zu den Webprojekten tinto.de/finanzen, tinto.de/geld, boerse-ganz-einfach.de

 

Börse ganz einfach*
So verdienen Sie mit.
Eva Schumann
BoD, Norderstedt

 

 

 

 

tinto-Buch zum Webprojekt kleingewaechshaus.de


Das Kleingewächshaus
*
Technik und Nutzung
Eva Schumann
Ulmer Verlag**

 

 

 

tinto-Bücher zu den Webprojekten hobbygarten.de/chili-paprika und hobbygarten.de/tomaten


Chili, Paprika & Co.
*
feurig – lecker – erfrischend
Eva Schumann
Ulmer Verlag**

 

 

 


Tomaten für Garten und Balkon
*
auswählen – anbauen – genießen
Eva Schumann
Ulmer Verlag**

 

 

 

 

tinto-Buch zum Webprojekt gartenprobleme.de


Gartenprobleme – was tun?
*
Eva Schumann
Obst- und Gartenbau Verlag

 

 

 

 

tinto-Bücher zum Webprojekt die-letzte-diaet.de bzw. evabgardener.de


Diäten und Diamanten
*
Romantikthriller
Eva B. Gardener
BoD, Norderstedt

 

 

 


Lebenshunger
*
Romantikthriller
Eva B. Gardener
Gmeiner Verlag

 

 

 


Drogen, Geld und kalte Füße
*
Romantikthriller
Eva B. Gardener
BoD, Norderstedt

 

 

 

tinto-Bücher zum Webprojekt halloween-kinderkrimi.de


Wolfsgeheul
*
Halloween-Kinderkrimi
Eva Schumann
BoD, Norderstedt

 

 

 

tinto-Buch zum Webprojekt abnehmen-mit-tinto.de


Abnehmen mit tinto
*
Schlank werden ohne Diät
Eva Schumann
BoD, Norderstedt

 

 

 

tinto-Bücher zu den Webprojekten endlich-arbeitslos.de,
tinto.de/juhuu/job.htm


Gefeuert, outgesourct, unglücklich im Job?
*
Wie man sich neu sortiert und positioniert?
Lara B. Schreiber
BoD, Norderstedt

 

 

 

* Werbelink zu Amazon.de
** Werbelink: direkt beim Ulmer Verlag kaufen

Alle tinto-Bücher findet man auch im Werkeverzeichnis von Eva Schumann (pdf-Format zum Ausdrucken ohne Links).

Hintergrund zu den tinto-Büchern

tinto ist eine eingetragene Wortmarke und steht für Tipps und Themen (tips’n topics). Unter www.tinto.de hat Eva Schumann seit 1998 ihre Webprojekte gebündelt. Manche der Webprojekte sind nur über eine tinto-URL zu erreichen, andere haben zusätzlich einen „sprechenden Domainnamen“ wie kleingewächshaus.de, gartensaison.de, hobbygarten.de/gartentipps, diaetindex.de, abnehmen-mit-tinto.de, boerse-ganz-einfach.de, golfforfun.de.

Zu vielen tinto-Webprojekten gibt es Bücher, kurz „tinto-Bücher“ genannt (sie stehen in keiner Verbindung zu dem TINTO-Lehrwerk für die Grundschule vom Cornelsen Verlag oder zum tinto Verlag). Die tinto-Bücher wurden teilweise in Zusammenarbeit mit Verlagen und teilweise im Eigenverlag bzw. BoD, Norderstedt veröffentlicht. Manchmal gab es erst das Buch von Eva Schumann und dann ein tinto-Webprojekt zum Buch (beispielsweise im Fall kleingewaechshaus.de zum Buch „Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung“ von Eva Schumann), in anderen Fällen gab es erst das tinto-Webprojekt und danach ein Buch (beispielsweise im Fall von abnehmen-mit-tinto.de und dem Buch „Abnehmen mit tinto“ von Eva Schumann). Manche der Themen wurden auch unter einem Pseudonym als Buch veröffentlicht, beispielsweise „Gefeuert, outgesourct oder unglücklich im Job“ von Lara B. Schreiber, das zum tinto-Webprojekt endlich-arbeitslos.de gehört.

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Unkraut im Garten? Lieber aufessen als Gift spritzen!

Vielen Hobbygärtnern ist gar nicht bewusst, dass sie mit einem Fuß im Kittchen stehen, wenn sie Unkrautvernichtungsmittel auf Wegen oder außen am Zaun entlang spritzen. Besser ist es, alternative Unkrautbekämpfungsmöglichkeiten zu nutzen. Der besondere Tipp gegen Unkraut im Garten: aufessen!

Löwenzahn und Gänseblümchen im Rasen

Löwenzahn und Gänseblümchen im Rasen

Als ökologischer Gärtner verzichtet man prinzipiell auf sie, aber manch ein Hobbygärtner greift doch manchmal zum Unkrautvernichtungsmittel (Herbizid), wenn Pflanzen an unerwünschten Stellen wachsen. Die Anwender hoffen auf eine schnelle Lösung mit wenig körperlichem Aufwand. Dabei setzen sie Unkrautmittel nicht nur gegen Unkraut im Rasen und unter Bäumen ein, sondern auch gegen Pflanzen, die zwischen den Wegplatten in der Einfahrt oder auf der Terrasse hervorsprießen, sowie gegen Winden und Giersch, die durch den Zaun hindurch aus dem Garten hinauswachsen wollen. Dabei ist das gar nicht erlaubt!

Zwar gibt es Unkrautmittel, die im Haus- und Kleingarten zugelassen sind, beispielsweise solche gegen Unkräuter im Rasen (mit und ohne Düngerzusatz) oder Unkräuter unter Apfelbäumen. Aktuell sind es sogar 270 zugelassene Herbizide – sogar das glyphosathaltige Unkrautmittel namens Round-up ist dabei, das derzeit viel diskutiert wird, weil unsere gesamte Umwelt einschließlich wir selbst schon davon durchsetzt sind. Aber einsetzen darf man diese Mittel streng genommen nur da, wo es von der Zulassung her eine Indikation (ein ausdrücklich genanntes Einsatzgebiet) gibt und nur dann, wenn es sich dabei auch um einen gärtnerisch genutzten Bereich handelt. Einfahrten zur Garage, Wege, Zäune oder die Ritzen außerhalb des Gartenzaunes sind aber keine gärtnerisch genutzten Bereiche. Also ist das Spritzen von Herbiziden dort nicht erlaubt.

Klar, man kann sich fragen, warum „Wege“ überhaupt eine mögliche Indikation sind und auf der Packung stehen, denn sie sind ja nie gärtnerisch genutzt. Die Antwort gibt Thomas Schuster im Gartenratgeber: Dadurch dass die Indikation aufgeführt ist, ist sie prinzipiell genehmigungsfähig und man kann eine Genehmigung beantragen – wird aber kaum Erfolg damit haben, weil diese Sache nicht im öffentlichen Interesse ist.

Alternative Unkrautbekämpfungsmöglichkeiten

Die andere Frage ist, ob man Herbizide im Hausgarten überhaupt braucht. Alternative Maßnahmen zum Unkrautvernichtungsmittel im Hausgarten gibt es viele:

Hacken (gerade in Gemüse- und Staudenbeeten die beste Wahl),
Herausreißen (ebenfalls),
Mulchen (mit Rindenmulch, Folie o. A., siehe auch Mulchen im Garten)
Abmähen (aussamende Unkräuter vor der Blüte),
Herauskratzen (von Erde und Unkraut aus Ritzen)
Heißes Wasser, Heißluft (für frisch ausgesamte Unkräuter in Ritzen),
Abflammen (flächig oder punktiert je nach Unkrautbrenner-Gerät – Vorsicht am Haus oder wo hitzeempfindliche Materialien erreicht werden können.)

Gesunde „Unkräuter“ aus dem Garten

Was der eine als Unkraut bezeichnet, ist für den anderen eine Delikatesse: Wildkräuter sind nicht nur für Kaninchen, sondern auch für Menschen empfehlenswert, denn sie sind besonders vitamin- und mineralstoffreich – meist wesentlich gehaltvoller als beispielsweise Kopfsalat.

Wildpflanze Wann ernten Was verwenden Wie zubereiten
Brennnessel April bis Juni Blätter Gemüse, Suppe, Tee
Giersch vor der Blüte Blätter Salat, Gemüse, Suppe
Löwenzahn März bis April Blätter Salat, Löwenzahnhonig
Vogelmiere ganzjährig ganze Pflanze Salate, Gemüse, Suppe

Unkräuter als Raupenfutterpflanzen

Manche Unkräuter sind als Raupenfutterpflanzen wichtig und nur wer Raupenfutterpflanzen im Garten oder in der Nähe hat, kann auch Schmetterlinge haben:

Schmetterling: Raupenfutterpflanze
Admiral, Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge: Große Brennnessel
Schwalbenschwanz: Wilde Möhre und andere Doldenblütler
Bläuling, Tintenfleck: Wundklee, Hufeisenklee, Hornklee
Aurorafalter: Wiesenschaumkraut
Mittlerer Weinschwärmer: Weidenröschen, Echtes Labkraut
Distelfalter :Eselsdistel
Zitronenfalter: Gemeiner Kreuzdorn

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Quellen und weitere Informationen

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Fernmitgliedschaft im Golfclub

Günstig Golf spielen mit einer Fernmitgliedschaft bei Start2GolfKennzeichnung siehe unten bei *

Golfen ist mittlerweile ein Volkssport und auch die Preise für eine Golfmitgliedschaft und die Golf-Ausrüstung werden immer attraktiver.

Golfen ist inzwischen ein Volkssport

Der Einstieg ins Golfspielen wird immer einfacher und preiswerter.

Die hohen Aufnahmegebühren vieler Golfclubs gehören der Vergangenheit an und es gibt jetzt sehr günstige Alternativen zu einer regulären Golf-Mitgliedschaft. Das Angebot von Start2Golf bietet beispielsweise eine sehr günstige Fernmitgliedschaft für nur € 89,- zuzüglich € 49,- Verbands- und Sportbeitrag.

Mit dieser Mitgliedschaft erhält man einen offiziellen Golf-Ausweis des Deutschen Golf Verband e.V. inklusive der Handicap-Administration. Als Golf-Spieler kann man auf den vielen Golfplätzen in Deutschland gegen eine Gebühr (das sogenannte Greenfee) Golf spielen. Man benötigt jedoch einen Mitgliedschaftsnachweis im Form eines DGV Golf Ausweises, um die eigene Spielstärke zu belegen.

DGV-Ausweis von Start2Golf

DGV-Ausweis von Start2Golf (Muster)

Eine Fernmitgliedschaft bietet eine flexible und preiswerte Form der Golf-Mitgliedschaft. Für Golfer, die weniger als 15-mal pro Jahr Golf spielen, ist eine reguläre Mitgliedschaft in einem Golfclub für beispielsweise € 1.000,- pro Jahr zu teuer. Neben dem Golf spielen verlangen auch viele andere Hobbys, die Familie und die Arbeit viel Zeit ab. Für alle Golfer mit akutem Zeitmangel ist eine flexible und preiswerte Fernmitgliedschaft meist die beste Wahl, denn man zahlt nur so viel, wie man auch spielt.

Neben der Möglichkeit gegen Greenfee Golf zu spielen, können Fernmitglieder auch an allen Golf-Turnieren in Deutschland teilnehmen. Die Turnier-Ergebnisse werden automatisch an Start2Golf weitergeleitet und das neue Handicap verwaltet. Das Angebot von Start2Golf ist eine Idee der drei Golfclubs Hamburg Gut Waldhof, Golfpark Berlin Prenden und Golfpark Soltau. Es stehen somit über 100 Jahre geballte Golf-Erfahrung und ein freundliches und professionelles Team im Club-Sekretariat zur Verfügung. Die Golfclubs sind in den Metropolen Hamburg und Berlin überaus beliebt und stehen für ausgezeichnete Qualität und Service.

Bei Abschluss der Fernmitgliedschaft erhält man zusätzlich die Möglichkeit, zwei oder vier Greenfee Gutscheine für nur € 24,50 pro 18-Loch-Greenfee dazu zu ordern. Diese Greenfees können in den drei Partnerclubs genutzt werden. Ebenfalls erhält man zu jeder Fernmitgliedschaft einen 10%-Rabattcode bei all4golf, Deutschlands größtem Online Golf Shop. Somit spart man noch mal zusätzlich beim Kauf der neuen Golfschläger.

Start2Golf - ein guter Einstieg

Einstieg ins Golfspielen innerhalb von 24 Stunden

Start2Golf bietet einen sehr schnellen 24-Stunden-Service an: Bei Beantragung der Mitgliedschaft erhält man das Handicap-Stammblatt garantiert innerhalb von 24 Stunden per E-Mail. Mit diesem Stammblatt kann man bereits sofort in Golfclubs spielen, da dieser als Nachweis der Mitgliedschaft dient.

Eine Fernmitgliedschaft bietet somit für Wenig-Spieler und Anfänger das Angebot mit dem besten Preis- / Leistungsverhältnis. Auch Golf-Einsteiger, die gerade erst kürzlich ihre Platzreife absolviert haben, können sich somit in Ruhe umschauen und die Golfclubs in der Nähe testen, bevor sie sich für eine reguläre Mitgliedschaft entscheiden.

Alle Infos und den Online-Antrag zur Fernmitgliedschaft gibt es auf www.fernmitgliedschaft-golf.de

* Sponsor-Posts sind informative Gastartikel meiner Werbepartner

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Die neuen Wilden. Braucht der Naturschutz eine Willkommenskultur? (Buchvorstellung**)

Die neuen Wilden - Werbelink zu Amazon
Einheimisches ist nicht nur gut, und Fremdes ist nicht nur schlecht. Zuwandernde Arten können sogar überlebenswichtig sein, sagen einige Ökologen heute und ziehen damit die Ablehnung der Naturschützer der alten Schule auf sich. Das Buch „Die neuen Wilden. Wie es mit fremden Tieren und Pflanzen gelingt, die Natur zu retten.“ von Fred Pearce zeigt, dass es Zeit für einen neuen Naturschutz wird.

Es ist an der Zeit, mit der Dämonisierung von fremden Arten (auch „Invasives“, „Neophyten“ und „Aliens“ genannt) aufzuhören. Nicht alles, was fremd ist, ist feindlich. So auch im Naturschutz. Gebietsfremde Arten können beispielsweise Teil einer Lösung von menschengemachten Problemen sein. Die dickstieligen Wasserhyazinthen beispielsweise, die Wasserwege verstopfen können, treten nur da in Massen auf, wo das Wasser verschmutzt und zu nährstoffreich ist. Sie gehen weg, wenn die Ursache beseitigt ist bzw. sie das Wasser gesäubert haben und es keinen neuen Eintrag gibt. Ebenso tritt manche invasive Qualle nur da auf, wo andere Tiere nicht mehr leben können, weil das Wasser zu sauerstoffarm ist.

Oft wird von Naturschützern auch Ursache und Wirkung nicht getrennt, kritisiert Pearce. Die Invasivarten besiedeln oft Flächen, wo wegen Umweltveränderungen die Einheimischen bereits gestört oder sogar ausgerottet wurden. Daran ist aber nicht der Neophyt oder die invasive Art schuld. Beispielsweise hat sich die Caulerpa-Alge im Mittelmeer auf Flächen ausgebreitet, nachdem dort Süßgraswiesen wegen der Verschmutzung abgestorben waren. Die Alge kam mit den Bedingungen besser zurande, besiedelte den frei gewordenen Standort und filterte das Wasser. Und Überraschung: Sie beherbergt in ihrem Habitat mehr Spezies als vorher die Süßgraswiesen. Wo das Wasser wieder sauberer wird, zieht sie sich wieder zurück.

Starre Ökosysteme und eine Heimatnatur gibt es auf lange Sicht sowieso nicht. Nordamerika und Teile Europas waren vor 10.000 Jahren wegen der Eiszeit noch von Eis bedeckt. Seitdem werden die neuen Flächen von allen Seiten aus kolonialisiert. Bei diesen Kolonialisierungen spielen und spielten Zufall, Wetter (-Extreme), Strömungen, Menschenwanderungen, Natur- und Landschaftspflegephilosophien der jeweiligen Zeit und Kultur, Schiffsverkehr (Ballastwasser-Ablassung) und vieles andere eine Rolle.

Entgegen früheren Annahmen sind Ökosysteme oft nicht einmal durch eine gemeinsame Entwicklung entstanden. Wie die Insel Ascension im Südatlantik zeigt, wo Pflanzen aus aller Welt ausgesetzt wurden, können sie doch zu einem erfolgreichen Ökosystem werden – man spricht hier vom ökologischen Fitting. Die bereits vorhandenen tierischen Arten freuen sich über den Schutz, die gespeicherte Feuchtigkeit, Schatten oder die Nahrung, die ihnen die fremden Arten bieten. Sie bestäuben sie und sie verteilen ihre Samen.

Das Drüsige Springkraut ist für viele ein ungeliebter Neophyt, aber Bienen schätzen den reichen Nektar und zuckerhaltigen Pollen.

Das Drüsige Springkraut ist für viele ein ungeliebter Neophyt, aber Bienen schätzen den reichen Nektar und zuckerhaltigen Pollen.

Natürlich gibt es auch Negativbeispiele, aber man muss eben genau hinschauen und die positiven Seiten sowie die negativen Seiten der alten und der neuen Spezies betrachten, bevor man eingreift – wenn man sich denn dazu entscheidet.

Es darf nicht mehr so sein, dass das Alte immer das Gute ist und die Neuen verteufelt und ausgerottet werden müssen. Meist hat es einen Grund, warum plötzlich etwas Neues Fuß fassen kann: beispielsweise, weil ein Platz unbesiedelt ist oder es eine Veränderung der örtlichen Bedingungen gegeben hat. Abgesehen davon, dass oft auch beide Arten nebeneinander existieren können. Mehr Artenvielfalt bedeutet dann auch mehr Flexibilität bei Veränderungen, sei es das Klima oder andere (menschengemachte) Veränderungen.

Und: Wie anders sollen Arten gedeihen und auf den Klimawandel reagieren, als durch das Vordringen in neue Territorien?

Auch die Hawaii-Inseln, wo sich die Old-School-Invasiv-Biologen mit den „ketzerischen“ Vertretern der neuen Wildheit Auge in Auge gegenüberstehen, sind für Pearce ein Beispiel für den Nutzen einer Willkommenskultur. Es haben sich dort mehr neue Arten angesiedelt, als alte Arten tatsächlich deswegen ausgestorben seien. Und auch die Neuen leisten ihre Dienste für die Natur – sie bestäuben und die verbreiten die Samen.

Pearce kritisiert, dass die Naturschützer der alten Schule bei den Zuwanderern immer nur die Negativseiten, und bei den alten Bewohnern immer nur die Positivseiten benennen und auf dieser Basis krasse Maßnahmen zur Ökosystemerhaltung durchsetzen wollen. Die einseitige Sichtweise fängt bei der Definition von Schaden an: Nimmt die Population der alten Art ab, so ist das grundsätzlich ein Schaden, den der Einwanderer verursacht. Dabei können auch einheimische Arten eine „Pest“ sein und sich negativ auf die Biodiversität auswirken.

Mit Säuberungswut und Ausrottung lassen sich selten alte Zustände dauerhaft wiederherstellen, so Pearce – am ehesten noch auf Inseln. Meistens erzielt man allerdings ungewollte Folgen und das auch noch bei enorm hohen monetären Kosten und – je nachdem, was bekämpft wird – bei einem Einsatz von großen Mengen an Gift, die in die Natur entlassen werden.

Fred Pearce ist ein renommierter britischer Umweltjournalist, der für den Guardian und Daily Telegraph schreibt und dessen Bücher über Wasserknappheit und Landgrabbing in viele Sprachen übersetzt wurden. Er ist außerdem Umweltberater der Zeitschrift „New Scientist“.

In seinem Buch „Die neuen Wilden. Wie es mit fremden Tieren und Pflanzen gelingt, die Natur zu retten.“ setzt Pearce sich für neue Wilde in einer neuen Wildnis ein. Und damit ist er nicht alleine, denn ein Riss führt durch die Ökologen- und Naturschützerwelt – da sind die Old-School-Ökologen und die Invasionsbiologen, die durch Ausrottung von neuen zugewanderten Arten zu einem früheren Zustand zurückwollen, versus die neuen Ökologen, die weg von der Schwarz-Weiß-Malerei und zu einer Ökologie mit den Neuen wollen (zumindest, wo es Sinn macht).

Pearce kritisiert auch die Beweisführung der Vertreter der „alten“ Ökologen als zu einseitig sowie für das Veröffentlichen nicht überprüfter Zahlen. Sie würden darüber hinaus Erfahrungen, die auf einzelnen Inseln gemacht wurden, auf die Natur der gesamten Erde übertragen.

Pearce fordert: Fremde dürften nicht mehr per se verteufelt werden, denn die Natur lasse sich nicht einfrieren. Ein Problem der Naturschützer: Sie wollen die Schwachen schützen, aber die Natur will und braucht die Starken.

Das Buch
Die neuen Wilden: Wie es mit fremden Tieren und Pflanzen gelingt, die Natur zu retten*
Fred Pearce
oekom verlag**
ISBN 978-3-86581-768-6
336 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
22,95 Euro / 23,60 (A)
auch als E-Book erhältlich

Das Buch ist mit einem Vorwort von Prof. Dr. Josef. H. Reichholf ausgestattet, einem bekannten Zoologen, Evolutionsbiologen und Ökologen sowie Honorarprofessor an der Technischen Universität München.

Mein persönliches Fazit zum Buch:
Sehr spannendes Thema, sehr interessante Beispiele von einer Reise über sechs Kontinente und für mich eine überzeugende Beweisführung. Lesenwert! ***** (Fünf von fünf Sternen)

* Werbelink zu Amazon
** Ich habe ein kostenloses Rezensionsexemplar erhalten.

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