Ich mache Strom: Solarstrom selbst erzeugen mit mobiler Solarstromanlage

Wer sich keine feste Solaranlage aufs Dach, ans Haus oder in den Garten montieren kann, sucht nach anderen Möglichkeiten, Stromkosten zu sparen, Energieressourcen zu schonen und autark und unbelastet von Stromausfällen zu werden. Ich habe eine kleine Photovoltaik-Insellösung (Solar-Powerbank) ausprobiert, die hauptsächlich zum Laden für Smartphones u. Ä. gedacht ist, und eine etwas größere für Balkon/Terrasse, Kleingarten und fürs Campen im Visier. Erste Erfahrungen und Zwischenfazit. (Disclaimer * und ** am Ende des Beitrages).

Nicht nur als Mieter eines Hauses oder einer Wohnung, auch als Eigentümer in einem Mehrparteienhaus kann man nicht einfach baulich etwas verändern und beispielsweise Solarpanels für Photovoltaik auf das Dach, an die Wand, auf den Balkon oder die Terrasse fest installieren. Ohne das Einverständnis des Vermieters und/oder der Eigentümerversammlung geht das nichts. Eine Alternative können mobile Solaranlagen sein.

Meine erste Solar-Powerbank

Um mich an das Thema heranzutasten, habe ich mir eine Solar-Powerbank (HETP Solar-Powerbank*) zugelegt. Eines der Solarpanel ist gleich auf der Powerbank angebracht (ganz rechts), eine weitere Einheit bestehend aus drei Solarpanels kann man einfach anhängen. Sobald man die Powerbank samt Solarpanel(s) in die Sonne legt, wird Strom erzeugt und gespeichert.

Wie viel Strom mit einer Solaranlage pro Zeiteinheit erzeugt werden kann, hängt nicht nur von der Fläche und Art der Solarpanels ab, sondern auch von der Strahlungsenergie (die ist bei uns im Juli etwa 10 Mal höher als im Dezember) und der Ausrichtung der Panels zur Sonne.

Meine Winzlings-Solaranlage mit Speicher (HETP Solar-Powerbank* hat laut Herstellerangabe bei Amazon eine Solarleistung von 4 x 1,5 Watt = 6 Watt. Die Beschreibung bei Amazon.de fand ich ansonsten für Laien verwirrend – wenn auch etwas weniger als bei manchen Konkurrenzprodukten.

Im Lieferumfang enthalten sind die Powerbank mit fixem Solarpanel, ein weiteres Solarmodul mit drei Panels, die magnetisch angedockt werden, ein Ladekabel, das in die Micro-USB-Buchse (USB 2 Micro-USB) der Powerbank und in eine USB Standard-A-Buchse der Ladestation am Stromnetz gesteckt wird und ein Mini-Manual in mehreren Sprachen, darunter auch Deutsch.

Was ich inzwischen herausgefunden habe: Es handelt sich um eine Powerbank (Stromspeicher/Akku) mit Lithium-Polymer-Akkukern, auf deren einer Seite ein Solarpanel fest angebracht ist, an welches man ein weiteres faltbares Solarpanel bestehend aus drei Einheiten sehr einfach mit einem Handgriff andocken kann. Man legt das Set in die Sonne und es beginnt Strom zu erzeugen und in der Powerbank zu speichern. Die Fortschritte des Ladens kann man an der Zahl der leuchtenden LED-Lämpchen an der Seite des Gerätes ablesen. Wenn alle vier blauen Lämpchen ohne Blinken leuchten, ist der Ladevorgang abgeschlossen.

Das Prinzip von Photovoltaikanlagen

Wenn Sonnenlicht auf Solarzellen in Solarmodulen (Solarpanel) fallen, wird dessen Energie in elektrische Energie, und zwar in Gleichstrom, umgewandelt. Dieser Strom wird entweder in Solarstromspeichern (oft Solarbatterien genannt, obwohl eigentlich Akkus) gespeichert oder mittels eines Wechselrichters in ein Stromnetz eingespeist. Wechselrichter werden immer benötigt, wenn Gleichspannung in Wechselspannung umgewandelt wird.



Zwar kann man an meine Mini-Solar-Powerbank während des Stromerzeugens Geräte wie ein Smartphone anschließen und laden/nutzen, aber da ich mein Mobilfunkgerät nicht in die Sonne lege und erst recht nicht unbeaufsichtigt auf der Terrasse liegen lasse, lade ich die Solar-Powerbank tagsüber bei Sonne draußen auf (sie darf auf meinen Liegestuhl) und hole sie über Nacht und bei Regen in die Wohnung, wo ich das Smartphone oder anderes dann auflade/betreibe.

Unterschied Batterie und Akku

Ich habe Batterie und Akku zuerst synonym benutzt, so wie ich es auch bei anderen sah. Inzwischen habe ich gelernt: Batterien sind Stromspeicher, die nicht wiederaufgeladen werden können. Akkumulatoren, kurz Akkus, können immer wieder geladen und entladen werden. Der Stromspeicher in einer Powerbank ist also ein Akku, eine Solarbatterie ist eigentlich ein Solarakku und die „Autobatterie“ ist eigentlich ein Akku zum Starten des Autos.



Meine Solar-Powerbank kann über mehrere Wege geladen werden: per Photovoltaik mittels der ein/vier Solarpaneleinheiten oder über andere Stromquellen wie das Stromnetz oder eine andere Powerbank.

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Für den Anschluss dieser anderen Stromquellen gibt es zwei Buchsen zum Laden (Input): laut Beschreibung eine USB-C- und eine Micro-USB-Buchse mit 5 Volt und 2,1 Ampere – das sind die beiden kleinen Buchsen zwischen den zwei großen USB-A-Buchsen (siehe Foto).

Die beiden Buchsen in der Mitte (oben: USB-C, unten Micro-USB aka USB 2 Micro-B) sind zum Laden der Powerbank aus anderen Stromquellen (Input). Die beiden äußeren Steckplätze (USB 3 Standard-A) dafür da, Strom an andere Geräte abzugeben (Output).

Da empfohlen wurde, die erste Ladung mit einer anderen Stromquelle durchzuführen statt den Solarpanels, hängte ich die Powerbank mittels des mitgelieferten (ultra kurzen) Ladekabels (ein Micro-USB-Stecker auf der einen Seite für die Buchse an der Powerbank, ein USB 2 Standard-A-Stecker auf der anderen Seite für die Stromlieferseite) an die USB Standard-A-Buchse mit Quick Charge (QC) meiner GlobaLink 20W iPhone Ladestation, die in einer üblichen Steckdose steckt (die Ladestation hat eine zweite Schnittstelle, USB-C mit PD, Power Delivery, in die ich sonst das Kabel mit einem USB-C-Stecker stecke, das auf der anderen Seite einen Lightning-Stecker hat, der in die Lightning-Buchse des iPhones gesteckt wird.

Apropos USB

USB steht für Universal Serial Bus – das ist eine Schnittstelle für die Datenübertragung und Energieversorgung. Angaben wie USB 2.0., USB 3.0 benennen die Spezifikation, aus welchen sich die Datenübertragungsraten und zulässige Stromstärken und Leistungen ergeben. Angaben wie USB A oder USB B beziehen sich auf die Buchsen- und Steckertypen. Leider ist bei den Produktbeschreibungen nicht immer beides angegeben, was ich hier im Text versuche, besser zu machen. Mehr zu Spezifikationen, Buchsentypen und Ähnliches bei Wikipedia.



Die Kapazität meiner Solar-Powerbank wird bei Amazon.de mit 26800mAh angegeben (Milliamperestunde ist die Maßeinheit für elektrische Ladung), angeblich genug um ein iPhone 5-6 mal aufladen zu können.

Für die Abgabe von Strom an andere Geräte gibt es zwei USB 3 Standard-A-Buchsen, eine mit 5 Volt (Stromspannung) und 1 Ampere (Stromstärke), die andere mit 5 Volt (Spannung) und 2,1 Ampere (Stromstärke) – dass es sich um USB 3 (oder höher) handelt, schließe ich aus der blauen Färbung im Inneren der Buchsen. Allerdings sind laut Wikipedia Stromstärken von mehr als 0,9 Ampere erst in den Spezifikationen USB-BC 1.2, USB Typ C und USB-PD vorgesehen (BC steht für Battery Charging, PD für Power Delivery).

[Nur zum Mitdenken, hier meine grobe Berechnung: USB 3 Standard-A entspräche laut Wikipedia einer theoretischen Leistung von 5 Watt bzw. 10,5 Watt, denn Leistung (P) = Spannung x Stromstärke (U x I).  Allerdings wird der Strom bei USB 2 und USB 3 erst nach Freigabe durch einen sogenannten Host-Controller mit einer höheren Stromstärke als 0,1 Ampere an ein Gerät durchgelassen, bei USB 3 maximal 0,9 A, was bei 5 Volt zu einer Leistung von maximal 4,5 Watt führen würde. Auf den Abbildungen bei Wikipedia sieht der als „USB-3.1-Gen2-Typ-A-Stecker mit Power Delivery“ bezeichnete Stecker für mich nicht anders aus als ein USB 3 Standard-A-Stecker. Die USB-PD-Spezifikation erlaubt eine Ladung von 5, 12 oder 20 Volt bei bis über 5 Ampere (also theoretisch bis 100 Watt). Im Text bei Wikipedia wird allerdings in dem Zusammenhang von einer USB-Typ-C-Steckverbindung gesprochen (und erst ab der hat man laut Spezifikationen eine Stromstärke über 1,5 Ampere). Möglicherweise sind wir hier außerhalb der Spezifikationen? Vielleicht findet sich ein Fachmensch, der/die dieses Gerät getestet und Input und Output gemessen hat, und klärt mich auf].

Hier werden mittels der Solar-Powerbank (auf der Ablage: hinten links) gleichzeitig ein iPhone 13 Pro Max (auf der Ablage: vorne links) aufgeladen und eine LED-Leuchte (im Bild oben rechts hängend) betrieben. Das Kabel zum iPhone hat hier einen USB 2 Standard-A-Stecker auf der Powerbank- und einen Lightning-Stecker auf der iPhone-Seite. Die LED-Leuchte hat einen USB 2 Standard-A-Stecker, der in die zweite USB 3 Standard-A-Output-Buchse der Solar-Powerbank gesteckt wurde.

Die Solar-Powerbank hat eine LED-Anzeige für den Ladezustand. Es gibt vier blaue Lämpchen für vier Stufen (Ladung in Prozent zur Vollladung). Nach einem ganzen Tag in der Sonne war die Anzeige nur eine Stufe weitergesprungen. Das heißt, es braucht drei bis vier Tage Sonne, um das Gerät voll aufzuladen. Das war im April – im November dürfte es noch länger dauern. Apropos Sonne: In der Gebrauchsanleitung wird als Gebrauchstemperatur der Bereich zwischen 0 bis 45 °C angegeben.

Was man mit dem erzeugten und gespeicherten Strom betreiben kann, hängt davon ab, ob eine physische Verbindung hergestellt werden kann, d. h. Anschlüsse und Kabel passen, und ob die „Verhandlungen“ zwischen der abgebenden Solar Powerbank und dem annehmenden Verbrauchgerät positiv ausfallen. Mit der obigen Mini-Solar-Powerbank kann man natürlich keine Heizlüfter mit 2000 Watt betreiben, aber ich war doch überrascht, was alles klappte, nachdem ich jeweils die passenden Adapter dazugekauft hatte.

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Tests mit meiner Solar-Powerbank

Stecker von links nach rechts:
USB 3 Standard-A-Stecker (Adapter mit USB-C-Buchse hinten)
USB 2 Micro-B-Stecker
Lightning-Stecker
USB-C-Stecker
USB 2 Standard-A-Stecker

Erfolgreich laden/betreiben konnte ich folgende Geräte:

  • USB-fähige-Leuchten (hello-LED-Leuchte (3 Watt) und LED-Leuchte für Notebooktastatur (ebenfalls 3 Watt))
    Beide Leuchte haben einen USB 2 Standard-A-Stecker, den ich jeweils in eine der beiden USB 3 Standard-A-Buchsen an der Powerbank (Output) gesteckt habe. Beide taten, was sie tun sollten.
  • Smartphone (iPhone 13 Pro Max, herausgebracht 2021)
    Dafür nahm ich ein Multifunktions-Schnelladekabel, dessen USB 2 Standard-A-Stecker ich in eine der Ausgangsbuchsen an der Solarpowerbank und den Lightning-Stecker in die Lightning-Buchse am iPhone gesteckt habe. (Das Multifunktions-Schnellladekabel hat zwei weitere Stecker: USB-C und USB 2 Micro-B). Das Smartphone ließ sich aufladen.
  • Smartphone (Microsoft Lumia 640 Dual-SIM Smartphone, gekauft 2015, kein Support mehr)
    Dieses 7 Jahre alte Smartphone konnte ich ebenfalls mittels Multifunktions-Schnelladekabel laden. Ich steckte dessen USB 2 Standard-A-Stecker wie gewohnt in eine der Ausgangsbuchsen an der Solarpowerbank und den Micro-USB-Stecker in die USB 2 Micro-B-Buchse am Lumia-Smartphone. Das Oldie-Smartphone ließ sich aufladen.
  • Powerbank (gekauft 2018: Anker PowerCore 20100mAh, 2-Port 4,8 A Output Ladegerät mit PowerIQ Technologie für iPhone, iPad, Samsung Galaxy).
    Die Powerbank habe ich mittels USB 2 Micro-B-Stecker des Multifunktions-Schnellladekabel, den ich in die USB 2 Micro-B Input-Buchse an der Anker-Powerbank steckte, geladen.
  • Apple Tablet und Notebook
    Mein Tablet (iPad Pro 4. Generation mit USB-C-Buchse) und mein Notebook (MacBook Pro mit Apple M1 Chip mit zwei USB-C-Buchsen) ließen sich mit dem obigen Multifunktions-Schnellladekabel nicht aufzuladen. Allerdings hat das obige Multifunktionskabel nur einen USB 2 Standard-A-Stecker für die Solarpanel-Powerbank-Seite, die Solarpanel-Powerbank hat jedoch wie schon erwähnt USB 3 Standard-A-Buchsen für den Stromausgang. Zwar sind USB 2 Standard-A und USB 3 Standard-A steckermäßig kompatibel, aber die Funktionalität (wie die maximale Stromstärke) ist dann auf die von USB 2 reduziert. Das war offensichtlich für obige Geräte ausreichend, aber iPad  und MacBook nicht genug. Ich testete daraufhin, diese mit einem USB 3 Standard-A-an-USB-C-Kabel zu laden, und tatsächlich, das funktionierte sehr gut.
Kabel mit USB 3 Standard-A-Stecker (links: zum Einstecken in eine Output-Buchs an der Solar-Powerbank) und einem USB-C-Stecker (rechts: zum Einstecken in die/eine Buchs am iPad Pro oder McBook Pro)

Folgendes klappte bei mir nicht mit der Solar-Powerbank:

  • HP Pavilion Notebook (17,3 Zoll, Intel Core i7, 1000 GB HDD, 256 GB SSD) aufladen
    Ich versuchte die gleiche Vorgehensweise wie beim Apple Notebook, setzte lediglich einen USB-C-auf-USB-3-Standard-A-Adapter auf den USB-C-Stecker des Kabels und steckte diesen in die USB 3 Standard-A-Buchse am Notebook. Es gab keine Reaktion. Allerdings ist die Buchse des Notebooks zwar laut Handbuch eine USB-3-Buchse, ist aber innen nicht blau gefärbt. Möglicherweise genügt die nicht in jeder Hinsicht dieser (speziellen, nicht genau benannten) USB-3-Spezifikation.
  • Altes Samsung Klapphandy aufladen
    Ich habe noch ein altes Prepaid-Klapphandy, das ich im Auto für Notfälle mitnehme. Dieses hat eine Buchs für einen Hohlstecker (ich glaube, er nennt sich so, ist der Stecker für das Ladekabel und hat nicht die Klinkensteckereinkerbungen). Es gibt Adapterkabel für USB Standard-A auf verschiedene Hohlstecker, aber da das Klapphandy schon vor 10 Jahren weniger gekostet hat, als der mitgelieferte Gutschein wert war, und da es kurz vor dem Kollabieren steht, verzichtete ich darauf, einen solche Adapter zu kaufen und damit auf diesen Test.

Fazit zu meiner Mini-Solar-Powerbank

Die Solar-Powerbank erzeugte Strom und ich war positiv überrascht, was ich (mit zusätzlichen Adaptern und Kabeln) alles aufladen/betreiben konnte. Allerdings ist die Menge an Strom, die mit den kleinen Solarpanels erzeugt werden kann, nicht weltbewegend. Man hat jedoch einen zusätzlichen mobilen Stromspeicher (Powerbank) und kann diesen bei schönem Wetter draußen aufladen. Wie weit man mit diesem selbst erzeugten Strom kommt, hängt natürlich davon ab, welche Geräte man wie oft aufladen oder betreiben muss/möchte.

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Lohnt sich die Anschaffung dieser Solar-Powerbank finanziell?

Die Solar-Powerbank hat 55,95 Euro brutto (incl. USt) gekostet (ohne die zusätzlichen Adapter). Es kommt also auf den Strompreis (des gesparten Stroms) an und darauf, wie lange das Gerät leistungsfähig ist. Mein Arbeitsstrom kostet derzeit 31,90 ct/kWh, aufgerundet 0,32 Euro/kWh (Brutto-Arbeitspreis für ökologischen Strom von Naturstrom). Bei Ersetzung von knapp 175 kWh hätte ich den Preis also wieder drin. Das hört sich nicht viel an, ist es aber für die Winzlings-Solar-Powerbank.

Die Ladekapazität der Solar-Powerbank von 26800mAh bei 5 Volt Spannung entspricht 134 Wh oder 0,134 kWh (Wh = mAh × V / 1000  laut Online-Rechner pro Vollladung (Wh und kWh sind ein Maß für die elektrische Arbeit). Das Geld wäre demnach erst wieder drin, wenn ich das Gerät etwa 1.300 Mal voll geladen und den erzeugten Strom ersatzweise verbraucht hätte. Wenn man bedenkt, dass man für jede Vollladung etwa 4 Sonnentage benötigt, sind das 5200 Sonnentage. Wenn jeder zweite Tag des Jahres mit 365 Tagen ein Tag mit ausreichend Sonne wäre, dann dauert es immerhin 1300 Tage, also etwa dreieinhalb Jahre – rein rechnerisch und bei Vernachlässigung von abnehmenden Wirkungsgraden, Verlusten bei der Übertragung etc. (Apropos, ich bin keine Physikerin oder Elektrofachfrau, wenn jemand hier einen groben Denk- oder gravierenden Rechenfehler findet, würde ich mich über einen Hinweis per E-Mail an tinto@tinto.de sehr freuen.)

Um Stromkosten zu sparen, lohnt sich die Anschaffung einer solche kleinen Solar-Powerbank, soweit ich das beurteilen kann, derzeit meiner Meinung nach (noch) nicht, aber erstens kann man sie immer als (zusätzliche) Powerbank nutzen, wenn man auf Reisen geht, und man ist bei Stromausfall besser gestellt als ohne. Außerdem dürften leistungsstärkere Geräte mit der Zeit immer günstiger werden.

Doch was ist mit größer dimensionierten Solar-Powerbanks/Photovoltaikanlagen?

Grundsätzliche Vorteile einer Solaranlage

Was spricht grundsätzlich dafür, sich eine Solaranlage anzuschaffen:

  • Wer weniger Strom kauft, hat niedrigere Stromkosten. Wie wir oben gesehen haben, sollte die Anschaffung aber nicht mehr kosten, als es der gesparte Strom die Kosten mindert – wenn es hauptsächlich um die finanzielle Seite geht.
  • Strom aus erneuerbarer Energie, also beispielsweise mit Photovoltaik („solar“) erzeugt, ist umwelt- und klimafreundlicher als Strom, der mithilfe fossiler Brennstoffe oder im Atomreaktor erzeugt wurde.
  • Wenn viele Menschen weniger Energie des öffentlich zugänglichen Energiemarktes nachfragen, trägt das mit viel Glück zu einer Preissenkung bei, da die Nachfrage sinkt. So wird dann nicht nur der Strommarkt, sondern eventuell sogar der Gasmarkt und der Ölmarkt entlastet (wenn viele Menschen statt mit Gas/Öl mit selbst ökologisch erzeugtem Solarstrom heizen). Positive Nebenwirkungen: schnellere Abnabelung von fragwürdigen Energielieferanten/energieliefernden Ländern, kein Geld für Putin’s Kriege und Menschenrechtsverletzungen, weniger Klimagas-Emissionen.

Zusätzliche Vorteile einer mobilen Solaranlage (Solaranlage ohne Stromeinspeisung ins Netz)

Zu den oben genannten Vorteilen kommen folgende hinzu:

  • Eine mobile Solaranlage ist schnell aus- und wieder zusammengepackt und lässt sich platzsparend verstauen.
  • Nichts wird dauerhaft verändert, Bausubstanz nicht angetastet, das Stromnetz, die Zähler oder die Steckdosen nicht verändert und bei einer kleinen Anlage das Gesamtbild des Hauses nicht beeinträchtigt.
  • Wenn man sie nicht gerade riesig auswählt, sondern proportional passend für den Balkon oder die Terrasse, kann sich niemand dadurch gestört fühlen.
  • Ganz kleine solcher Anlagen (Solar-Powerbank), so auch die meine, kann man zum Wandern mitnehmen, die größeren mobilen Solaranlagen (Inselanlagen) machen den Camping-Urlaub komfortabler.
  • Mit einer größeren (mobilen) Anlage und einem Stromspeicher (Akku/Powerbank) ist man von einem etwaigen Stromausfall nicht/weniger betroffen, vorausgesetzt, die Ladefähigkeit der Solarpanel und die Stromspeicherkapazität sind ausreichend groß, für das, was man im Notfall damit betreiben können möchte, und der Strom kann in die Form umgewandelt werden, die ein Gerät braucht (Stromspannung, Stromstärke, Gleichstrom/Wechselstrom, Leistung etc.).

Nur zur Veranschaulichung die Leistung in Watt einiger Elektrogeräte, die Strom nicht speichern, wie es Notebooks oder Smartphones tun, sondern gleich verbrauchen:

USB-LED-Nachtlicht/Leselicht: 3 Watt
USB-LED-Zeltlampe: 5 Watt
Kleinkühlschrank für Camping etc.: 70 Watt
Thermostat-Rohrheizung: 80 Watt
Kühlschrank: 120 Watt
Heizlüfter, Föhn: 2000 Watt
Einzelkochplatte: 2000 Watt
Wasserkocher: 2200 Watt
Herd: 3000 Watt
Doppel-Induktionskochplatte: bis 3500 Watt

Balkonkraftwerk (feste Solaranlage für die Steckdose)

Es gibt inzwischen viele Angebote für steckerfertige kleine Solaranlagen-Sets bis 600 Watt, die man auf dem Balkon oder an der Hauswand anbringen kann. Der erzeugte Strom wird über eine (spezielle) Steckdose in das Stromnetz eingespeist. Aufbau und Anbringen ist nicht kompliziert, aber es gibt Hürden: Als Mieter brauchen Sie die Einwilligung des Vermieters. Als Eigentümer (auch als Vermieter) in einem Mehrparteienwohnhaus müssen Sie das Vorhaben von der Eigentümerversammlung absegnen lassen. Das Hausnetz muss den Anforderungen nach DIN VDE V 0100-551 und DIN VDE V 0100-551-1 genügen, Stecker und Steckdose VDE V 0628‐1 erfüllen. Bevor man sich ans Einkaufen macht, sollte man unbedingt auch Kontakt zum Netzbetreiber aufnehmen und dort unter anderem die Frage nach dem Stromzähler (ob dieser ausgetauscht werden muss und wer das beauftragt und bezahlt) geklärt werden.



Mobile Solaranlagen mit Solarstromspeicher/Powerbank

Wer statt einer festen Photovoltaikanlage mit Einspeisung ins Netz lieber eine mobile Lösung möchte (oder sich damit begnügen muss), benötigt im Grunde die gleichen Bestandteile wie meine kleine Solar-Powerbank oben, nur eben größer. Es gibt sie auch in größer als fertiges Set oder man setzt die Bausteine nach eigenen Wünschen zusammen.

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Für meine Terrasse optisch zumutbar und nicht zu viel Platz verbrauchend wäre beispielsweise die Kombination aus einem faltbaren Solarpanel/-ladegerät und einer Powerbank, wobei ich bei letzterer eine wollte, die neben USB-Stecksystemen, auch 12-Volt-Strom für die Autobatterie (die ebenfalls eigentlich ein Akkumulator ist) liefern und Strom aus einer 230 Volt-Steckdose abgeben kann – einfach weil das noch mehr Möglichkeiten bietet.

Geliebäugelt habe ich mit einer etwas größeren faltbaren Lösung, sie aber (noch?) nicht angeschafft. Als Solarpanel/-ladegerät könnte ich mir das faltbare Big Blue 80 Watt Solar-Ladegerät vorstellen, als Speichereinheit mit den Input- und Output-Buchen liebäuge ich mit der revolt Powerbank 230 Volt (Hinweis: Damit ich die Produktbilder von Amazon verwenden kann, füge ich diese als Anzeige (mit Werbelink) ein.

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BigBlue 80 W Faltbares Solar-Ladegerät

Diese kann man zwar mit optimaler Neigung auf den Boden aufstellen, aber das verbraucht Platz. Ich würde sie wohl einfach in die Terrassentür, an einen Haken an der Wand oder über den Liegestuhl hängen. Das faltbare Panel könnte ich ins Auto packen und mitnehmen, wenn ich irgendwohin müsste. Das Gerät selbst hat keinen Stromspeicher. Man kann Verbraucher während des Sonnetankens anhängen – das Ladegerät hat verschiedene Anschlüsse, aber erst wenn man eine Batterie/Powerbank anschließt, wird der per Photovoltaik erzeugte Strom gespeichert. Preis für BigBlue 80 Watt 236,05 Euro.

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reVolt 230V Powerbank: Mini-Powerbank & Solar-Konverter, 24 Ah, 12/230 V, USB, LED, 120 Watt (Powerstation Solar)

Diese Mini-Powerbank mit Solar-Konverter ist mit 120 Watt Spitzenlast angegeben (belastbar bis 80 Watt Dauerlast). Sie hat laut Beschreibung 2 USB-Ladeports (Buchsen) mit Quick Charge 3.0. Sie hat außerdem eine 230 Volt-Steckdose. Kosten 119,99 Euro brutto.

Mit einem Preis für die Kombination von etwa 356 Euro brutto (netto 299,19 Euro netto) liegt man noch im unteren Preissegment für mobile Solaranlagen mit Speichergerät und entsprechenden Anschlussbuchsen. Noch etwas günstiger ist das fertige Set von Revolt.

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reVolt Solaranlage: Mini-Powerbank & Solar-Konverter mit Falt-Solarpanel, 24 Ah, 120 Watt (Powerbank Solarzelle)

Allerdings komme ich bei beiden nicht in einen Leistungsbereich, der mir den Anschluss von Geräten mit höheren Wattzahlen (Wasserkocher, Kühlschrank, Kochplatte) ermöglichen würde. Auch das Ladegerät von meinem HP-Notebook verlangt 150 Watt. Jedoch gibt es Radio- und TV-Geräte, die sich damit nutzen lassen würden.

Natürlich kann man auch wesentlich größer dimensionieren, muss dann aber richtig Geld auf den Tisch legen. Die teuersten, die ich gesehen habe, kosten um die 2000 Euro. Klein und unauffällig auf der Terrasse unterbringen kann man diese Solarpanel dann eher nicht, aber fürs Campen und andere Situationen kann so eine größere Photovoltaik- Inselanlage ohne Netzeinspeisung eine gute mobile Lösung sein.

Bei der Neuanschaffung sowohl von Solaranlagen als auch von energiesparenden Elektrogeräten sollte man nicht nur berechnen, wie lange es dauert, bis man die Investition über die monetäre Einsparung wieder drin hat, sondern auch an den Energieaufwand und den Rohstoffverbrauch denken, den die Herstellung der Anlage gekostet hat.

Eine Photovoltaik-Inselanlage ermöglicht je nach Größe eine gewisse Unabhängigkeit vom Stromnetz. Ob sich Stromkosten sparen und nicht regenerative Energieressourcen schonen lassen, muss man für die individuelle Situation und Anlage berechnen. Die billigste und umweltschonendste Energie ist immer die, die man erst gar nicht verbraucht.

  • Werbelink: Der Artikel ist unbeauftragt und unbezahlt und alle Geräte und Anschlüsse habe ich selbst gekauft. Meine Arbeit finanziere ich über Werbung – Anzeigen, Werbelinks, Sponsor-Posts und Sponsored Posts.
  • Disclaimer: Ich bin keine Expertin für Solar- oder Elektrotechnik. Ich beschreibe hier nur meine ersten Erfahrungen und Schlussfolgerungen. Nachmachen auf eigene Gefahr! Für das, was Sie tun, sind nur Sie selbst verantwortlich. Jede Haftung meinerseits ist ausgeschlossen.

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Über Eva Schumann

Garten(bau) und Gärtnern sind meine Therapie und Leidenschaft und sie waren viele Jahre mein Beruf. Zu meinem Gartenbau-Studium kam ich über den zweiten Bildungsweg, denn da lernte ich den Spaß am Lernen und so wurde lebenslanges Lernen zu meinem Lebensmotto. Ich bin Fachfrau auf mehreren Gebieten, denn ich habe mehrere Ausbildungen (Einzelhandelskauffrau Parfümerie, abgeschlossenes Studium Gartenbau, Weiterbildung Netzwerk- und Internetmanagement, Schulungen technische Redaktion, IT, Mobilfunknetze, Programmierung, Datenbanken und mehr) und auch ausgiebig Berufserfahrung gesammelt. Daneben bin ich immer leidenschaftliche Hobbygärtnerin (Garten, Balkon, Terrasse) und Hobbybörsianerin (aus Begeisterung für das Internet) geblieben. Ich verdiene meinen Lebensunterhalt heute als freie Journalistin, Bloggerin, Texterin, Buchautorin und Technische Redakteurin (mehr siehe www.evaschumann.biz) sowie über meine werbefinanzierten Publikationen im Internet (Portalseite www.tinto.de). Buchen Sie Werbeplatz oder bestellen Sie frische Texte, Bilder oder anderen Content bei tinto@tinto.de oder eschumann@evaschumann.biz
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