Mein Gartenglück 2014: auf kleinem Raum wieder viel erprobt und für gut befunden

Was macht man als HobbygärtnerIn, wenn die Temperatur draußen minus 11 Grad Celsius beträgt und ein kleiner Schneesturm tobt? Man erinnert sich an das letzte Gartenjahr und freut sich schon auf das nächste. Angeregt durch die Blogparade „Mein Gartenjahr in Bildern“ vom Kleinen Horrorgarten habe ich heute in meiner digitalen Bilderkiste gestöbert und noch einmal Revue passieren lassen, wie Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter in meinem Garten (-anteil) verliefen. Dabei stellte ich fest: Die erste Jahreshälfte war von den den Frühling begrüßenden Blumenzwiebelblühern und Stauden und die zweite Jahreshälfte mehr von ausgefallenen Gemüsesorten und Kräutern bestimmt. Die ausführlichen Berichte zu meinen Gartenexperimenten und Gartenfreuden gibt es immer zeitnah in meinem Gartensaison-Gartenblog.

Krokusse im Februar

Gartenglück 2014: Krokusse ‚Ruby Giant‘ im Februar

„Juchhu, die Frühlingsblüher sind wieder da.“ Schon Ende Februar freute ich mich an den schönen violetten Krokussen im Staudenbeet. Ich habe sie und andere Blumenzwiebelblüher im Herbst 2012 in das Staudenbeet auf dem Tiefgaragendach gepflanzt. Zwei Wochen nach den Krokussen zeigten sich dann auch schon die blauen Kuhschellen und in den Töpfen rund um die Terrasse herum strahlten kleine, gelbe Narzissen und selbst versäte Hornveilchen.

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Da das Frühjahr außergewöhnlich warm war, verging er wie im Zeitraffer. Schon Mitte März erschienen die Tulpen, zuerst die einfachen frühen, dann die lilienblütigen Sorten.

Gartenglück mit Tulpen

Vorne: „Romantische Tulpenmischung“ ‚Purple Flag‘ lila und ‚Peer Gynt‘ rosa, hinten: lilienblütige Tulpen ‚Purple Dream‘ lila und ‚Ballerina‘ orange

Besonders schön war im Frühjahr 2014 auch unser Spielrasen – er war von „Unkräutern“ durchsetzt und die Hummeln und andere Nützlinge labten sich am Nektar und Pollen vom Kriechenden Günsel, Löwenzahn und vielen anderen Kräutern.

Bunter Rasen auf dem Tiefgaragendach

Bunter Unkrautrasen auf dem Tiefgaragendach

Die nächsten Blumenzwiebelblüher in meinem Staudenbeet blühten einen Monat früher als im Vorjahr. Da sie weniger Zeit für ihre Entwicklung hatten, fielen die purpurnen Sternenkugeln des Zierlauchs Allium aflatunense ‚Purple Sensation‘ ein wenig kleiner aus als sonst. Und wegen der Wärme war die Pracht auch nur von kurzer Dauer.

Der lilafarbene Zierlauch Alium 'Purple Sensation' blühte 2014 bei uns bereits in der zweiten Aprilhälfte.

Der lilafarbene Zierlauch Alium ‚Purple Sensation‘ blühte 2014 bei uns bereits in der zweiten Aprilhälfte.

Mitte Mai war dann Pflanzzeit für meine Töpfe und Kübel auf der Terrasse: Zu den überwinterten Kräutern (Thymian, Schnittlauch) und Blumen (Dahlien und Zauberglöckchen hatten den milden Winter 2013/2014 im Freien überstanden und der Goldmohn blühte bereits üppig) kamen frisch dazu: Basilikum, Petersilie, Rosmarin, Tomaten, Süßkartoffeln, Chilipflanzen und verschiedene Sommerblumen. Außerdem säte ich blaue Bohnen aus.

Gemüse kann ich bei mir nur in Kübeln und Töpfen anbauen. 2014 habe ich einige besondere Sorten ausprobiert:

  • eine kalifornische Tomate ‚Maglia Rosa‘
    Die Tomatenpflanze wurde etwa 90 cm hoch und brachten reichlich kleine Früchte hervor, die man am besten kurz nach dem Farbumschlag erntete – da schmeckten sie am besten, später wurden sie etwas mehlig. An extremen Tagen schützte ich die Kübeltomate vor zu viel Sonne und Lufttrockenheit auf der Terrasse mit dem Sonnenschirm.
Auf meiner trocken-heißen Terrasse blieb die Tomate 'Maglia Rosa' bis zum Herbst gesund.

Auf meiner trocken-heißen Terrasse blieb die Tomate ‚Maglia Rosa‘ bis zum Herbst gesund.

  • Wegen Platzmangel musste die Tomate ihren Kübel mit einigen Stangenbohnen der Sorte ‚Blauhilde‘ teilen – die durften sich im hinteren Kübelteil an einem Rankgitter entfalten. Eine Kapuzinerkresse hatte sich von alleine auch noch dazu gesät und rankte mit ihren orangefarbenen Blüten über den Topfrand.
Die blaue Bohne 'Blauhilde' wuchs mit einer Tomatenpflanze und Kapuzinerkresse in einem Kübel.

Die blaue Bohne ‚Blauhilde‘ wuchs mit einer Tomatenpflanze und Kapuzinerkresse in einem Kübel.

  • Sehr gespannt war ich auch auf meine ersten Süßkartoffeln.
    Gepflanzt hatte ich die Sorte ‚Sweet Caroline Purple‘, die eigentlich als Blattschmuckpflanze verkauft wird (Vorsicht: In so einem Fall muss man herausfinden, ob die Pflanze mit für Gemüse ungeeigneten Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde). Ich erntete meine Süßkartoffeln Anfang November. Die Knollen dieser Sorte waren überraschenderweise weiß. Ich briet sie in dünne Scheiben geschnitten in Olivenöl – sie schmeckten ähnlich wie „normale“ Kartoffeln. Die Blätter der Süßkartoffeln soll man übrigens wie Spinat zubereiten können – das habe ich allerdings in diesem Jahr noch nicht ausprobiert.

    Süßkartoffel 'Sweet Caroline Purple' im Kübel

    Süßkartoffel ‚Sweet Caroline Purple‘ im Kübel

  • Zu meinen geliebten Habanero-Chilies, die ich jedes Jahr anbaue, habe ich dieses Jahr die Chili-Sorte ‚Brazilian Starfish‘ dazugepflanzt. Die Pflanzen wurden knapp 90 cm hoch und bildeten sozusagen ein zweites Stockwerk über den roten Habaneros. Die Ernte bei beiden war reichlich. Die brasilianischen Seesterne sind milder und in manchen Speisen daher besser zu dosieren als die roten Habaneros.
Chili-Sorte 'Brazilian Starfish'

Chili-Sorte ‚Brazilian Starfish‘

Viel Spaß hatten meine Gartenhelfer und ich, als wir im Sommer 2014 im Auftrag eines Werbekunden einen automatischen Rasenmäher testen und darüber schreiben durften.

Mein Gartenteam und ich haben im Kundenauftrag einen Rasenmäher-Roboter getestet und darüber geschrieben.

Mein Gartenteam und ich haben im Kundenauftrag einen Rasenmäher-Roboter getestet und darüber geschrieben.

Sowohl im Staudenbeet auf dem Tiefgaragendach als auch in Kübeln am Rand der Terrasse experimentiere ich seit 2012 mit Gräsern und Stauden. Zu meinen Lieblingskombinationen gehören rosa- oder pinkfarbene Blüten vor Lampenputzergras.

Gartenglück 2014: Blüten des Purpursonnenhuts 'Magnus' vor dem Lampenputzergras 'Hameln'

Gartenglück 2014: Blüten des Purpursonnenhuts ‚Magnus‘ vor dem Lampenputzergras ‚Hameln‘

Die Erntesaison dauerte dieses Jahr draußen bis Weihnachten. Am ersten Weihnachtsfeiertag habe ich Petersilie, Schnittsalat und Rukola dann nach drinnen auf die Fensterbank geholt.

Während draußen der Schneesturm tobt und die Temperatur auf minus 11 Grad Celsius gefallen ist, wächst und gedeiht die Rauke auch drinnen auf der Fensterbank.

Während draußen der Schneesturm tobt und die Temperatur auf minus 11 Grad Celsius gefallen ist, wächst und gedeiht die Rauke auch drinnen auf der Fensterbank.

Natürlich habe ich noch viel mehr schöne Bilder und Erinnerungen an das vergangene Gartenjahr. Viele veröffentliche ich in Blogartikeln meiner verschiedenen Blogs, bei Facebook, Google+, Pinterest und Twitter und/oder ich archiviere sie bei mein-pflanzenarchiv.de – diese Webanwendung zur Archivierung und Suche von Pflanzeninformationen kann jeder registrierte Teilnehmer nutzen und in Kürze kann sie auch mit kleinen Bildschirmen (beispielsweise Smartphones) verwendet werden.

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Über Eva Schumann

Werbefinanzierte Online-Publikationen: www.tinto.de. Journalistin, Bloggerin, Autorin, Texterin und Technische Redakteurin: www.evaschumann.biz.
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3 Antworten auf Mein Gartenglück 2014: auf kleinem Raum wieder viel erprobt und für gut befunden

  1. Liebe Eva,

    danke für deinen wunderbaren Beitrag zur kleinen Horrorgarten Blog-Parade „Mein Gartenjahr in zwölf Bildern“. Deine Süßkartoffel sieht toll aus. Wir hatten auch eine, die hat aber leider keine Knollen gebildet.

    Liebe Grüße von
    Anja, der Gärtnerin aus dem kleinen Horrorgarten

  2. Xenia sagt:

    Hallo Eva,

    wie nett, dass wir durch diese Aktion unsere Gärten kennen lernen! Die Süßkartoffeln wird mein Liebster sicher auch dringend ausprobieren wollen.

    Beste Grüße
    Xenia vom berlingarten

  3. Pingback: Rückblick Blog-Parade: Euer Gartenjahr in ungefähr zwölf Bildern

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