Paprika und Chili haltbar machen

Chili im Topf anbauenWer einen Garten, Terrasse oder Balkon hat, der kann sich nicht nur an Blumen, sondern auch an frischem Gemüse erfreuen, z. B. an Paprika und Chili aus dem eigenen Anbau. (Bild rechts: Chili im Topf angebaut)

Doch manchmal erntet man mehr von den fruchtigen und scharfen Schoten, als man frisch auf einmal genießen kann. Was kann man also tun, damit das leckere Fruchtgemüse nicht verdirbt?

Lagerung von Paprika und Chili

Will man nur ein paar Tage überbrücken, lagert man die unverletzten Paprika- und Chili-Früchte, so wie sie sind, am besten im Gemüsefach des Kühlschranks bei ca. 7 bis 8 °C. Waschen, aufschneiden und so weiter muss man sie erst nach der Lagerung unmittelbar vor der Zubereitung.

Wie kann man Paprika und Chili haltbar machen?

Geht es darum, Chili und Paprika für eine längere Zeit haltbar zu machen, kann man diese Methoden nutzen:

  • Trocknung
  • Einfrieren
  • Einmachen
  • Einlegen
  • Kombinationen aus den oben genannten

Chili trocknen

Chilis können durch Trocknung haltbar gemacht werden – gut geeignet dafür sind kleine und weniger „fleischige“ Chili-Sorten wie beispielsweise die Sorte ‚Cayenne‘.

Chili mit einem Bindebank zu einer Kette auffädeln und zum Trocknen aufhängenAm schonendsten trocknet man die Chilis an einem warmen luftigen Platz im (lichten) Schatten, denn beim Trocknen in der Sonne würde das UV-Licht einen Teil der Vitamine zerstören. Zum Lufttrocknen ohne Hilfsgerät werden die Früchte mit einem dünnen, reißfesten Bindfaden zu Ketten aufgereiht und aufgehängt. Die Nadel mit dem Faden wird jeweils durch den Fruchtstiel gestochen (siehe Bild rechts).

Leider gibt unser Klima die erforderliche Wärme und trockene Luft nicht immer zur rechten Zeit her, dann muss man sich mit dem Trocknen im Backofen bei 50 °C oder mit einem Dörrautomat behelfen – diese Trocknungsmethoden eignen sich auch für die dickfleischigen Chili- und Paprikasorten, die dann allerdings vorher aufgeschnitten, entkernt und eventuell auch gehäutet werden.

Nach dem Trocknen werden die getrockneten Chilis in Schraubgläsern oder Ähnlichem aufbewahrt, damit sie nicht ihr Aroma verlieren.

Getrocknete Chili sind bis zu 6 Monaten haltbar. Sie können zur Verwendung in der Küche gemahlen und dann als Streugewürz benutzt werden oder man lässt sie in Wasser oder Brühe quellen und verarbeitet sie dann wie frische Chili-Früchte z. B. in einer Soße (‚Salsa‘).

Der besondere Pfiff: Wer Röstaromen mag, der kann getrocknete Chilis auch kurz in der Pfanne anrösten, bevor er sie verarbeitet.

Paprika und Chili einfrieren

Wer einen Eisschrank hat, der kann Paprika und Chili in Portionen als ganze Früchte oder bereits aufgeschnitten, entkernt und eventuell gehäutet einfrieren. Im Gefrierschrank sind Chili und Paprika auf diese Weise acht bis zehn Monate haltbar. Ihre knackige Konsistenz haben sie nach dem Auftauen allerdings nicht mehr.



Genauso kann man Chili und Paprika auch zu Soßen (Rezept für Salsa verde), Pasten, Eintöpfen, Gemüsegerichten usw. verarbeiten und diese dann einfrieren. 

Paprika und Chili einmachen und/oder einlegen

Einmachen (auch Einkochen oder Einwecken genannt) macht Lebensmittel durch Hitzeeinwirkung mit anschließendem Luftabschluss haltbar. Beim Einlegen werden zur Konservierung zusätzlich zur Hitze und dem Luftabschluss Essigsud, Salzlake oder Pflanzenöl verwendet. Paprika und Chili können als Gemüse gekocht und dann eingeweckt werden. Man kann sie aber auch mit Knoblauch, Lorbeer und anderen Gewürzen in Essigsud oder Öl einlegen. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. 

Die Chili-Schärfe bei der Haltbarmachung

Hitze, Kälte oder der Wasserentzug (Trocknung) machen Chili nicht weniger scharf. Wer sehr scharfe Chili verarbeitet, kann sicherheitshalber dünne Einmalhandschuhe anziehen und muss darauf achten, sich nicht in die Augen zu fassen oder den Saft ins Auge zu spritzen. Nach der Verarbeitung ohne Handschuhe sollte man sich auf jeden Fall die Hände gründlich mit Seife waschen.

Chili, Paprika & Co. (Buchtipp)

Chili, Paprika & Co.
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer
ISBN 978-3-8001-6715-9
Euro 7,90 (D)

Über Eva Schumann

Werbefinanzierte Online-Publikationen: www.tinto.de. Journalistin, Bloggerin, Autorin, Texterin und Technische Redakteurin: www.evaschumann.biz.
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3 Antworten auf Paprika und Chili haltbar machen

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  3. chilifan43 sagt:

    Schöner Beitrag zur Verarbeitung von Chilis. Ich selbst trockne meine Chilis am liebsten im Backofen oder aber verarbeite sie zu Chiliöl. Da ich aber meistens so große Mengen an Chilis habe, kann ich diese gar nicht alle selbst verarbeiten und muss einen Teile verschenken.

    Eine schöne Möglichkeit die Chili-Ristra. Muss ich auch mal ausprobieren.

    Um die Chilis im Backofen zu trocknen nehme ich mir aber immer 2-3 Tage Zeit und trockne die Chilis sehr vorsichtig, da die Chilis schnell verbrannt schmecken.

    Ich halbiere die Chilis und entferne die Kerne. Man kann die Plazenta der Chilis entfernen, wenn einem die Chilis zu scharf sind. Die Plazenta enthält einen Großteil der Schärfe.

    Die halbierten und entkernten Chilis lege ich einfach auf ein Rost und schiebe sie bei niedriger Temperatur in den Backofen. Die Chilis noch einen Tag in die Sonne legen um so auch die letzte Feuchtigkeit aus den Chilis zu bekommen.

    Zum Zermahlen einfach in eine Plastiktüte füllen. Wie hier beschrieben:http://chili-samen-blog.de/Wordpress/chili-schoten-im-backofen-trocknen/

    Beste Grüße und weiterhin viel Spaß bei der Chilizucht 😉

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