Sichere Geldanlage

Jeder fragt in diesen Krisenzeiten nach einer sicheren Geldanlage. Wie geht man als Privatanleger vor, um den Wert seiner Ersparnisse zu erhalten?

Ist eine Immobilie eine sichere Geldanlage?Die Finanzkrise bzw. Verschuldungskrise einzelner Euroländer dauert an – und das beunruhigt. Von manchen Kreisen werden zudem Ängste geschürt – von den einen, weil sie ihrer Sorge angesichts einer noch nie da gewesenen Situation Ausdruck verleihen wollen, von anderen, weil sie ihre Geldanlageprodukte verkaufen wollen. Vor allem Gold und Immobilien werden gerne als sichere Geldanlage propagiert – nämlich von denen, die daran Geld verdienen –, von anderen wird die Anlage in Gold und Immobilien aus einer Krisenangst heraus aber eher kritisch gesehen. Aber was ist dann eine sichere Geldanlage?

Sachwerte

Sachwerte wie Immobilien, Gold und auch Aktien gelten als krisensicher, weil sie von einer Inflation nicht vernichtet werden. Tatsache ist aber auch, dass Aktienkurse, Goldpreis und auch Immobilienpreise starken Schwankungen unterliegen. Ob man mit ihnen den Wert der Ersparnisse erhält, Gewinn oder Verlust macht, hängt hauptsächlich davon ab, zu welchem Preis man kauft und verkauft – man muss also darauf achten, dass man etwas Gutes zum günstigen Preis erhält und anschließend nicht in eine Zwangslage gebracht werden kann, wegen der man zu einem schlechten Preis verkaufen muss.

Wie sicher sind Immobilien?

Der Preis und die Wertentwicklung einer Immobilie hängen sehr stark von der jeweiligen Lage und deren zukünftiger Entwicklung ab. Mit einer Immobilie geht man ein hohes Risiko ein, da viel Geld auf ein Anlageprodukt fixiert wird, man sich oft hoch verschulden muss, um sich eine Immobilie leisten zu können, weil manche Veränderungen der Lage nicht vorhersehbar sind (Umweltkatastrophe, Flughafenausbau, Gasförderung etc.) und weil die Gefahr einer Immobilienblase und der Marktwertverfall beim Platzen besteht. Immobilien zu kaufen, ist außerdem nur dann jemandem mit gutem Gewissen zu empfehlen, wenn der in der Lage ist, den Wert der Immobilie richtig einzuschätzen und bei Jobverlust oder anderen Tragödien noch das Geld für Zins und Tilgung aufbringen kann.

Wie sicher ist Gold?

Beim Goldpreis weiß niemand, wohin die Reise geht – der Goldpreis unterliegt starken Schwankungen, weil Erwartungen, Angebot und Nachfrage Schwankungen unterliegen und weil Gold auch ein Währungsrisiko beinhaltet (Gold notiert an den Börsen in US-Dollar). Gegen Gold als kleine Beimischung einer weit gestreuten Geldanlage ist nichts zu sagen, doch Gold als sicherer Hafen kann trügerisch sein.

Sind Aktien eine sichere Geldanlage?

Als Besitzer von Aktien eines Unternehmens wird man Miteigentümer. Wenn es ein gutes Unternehmen ist, dann übersteht es auch Krisen. Und auch wenn die Aktienpreise während der Krise fallen, so steigen sie bei guten Unternehmen hinterher wieder. Die Schwierigkeit besteht darin, gute Unternehmen zu identifizieren. Aber auch bei guten Unternehmen gibt es keine hundertprozentige Sicherheit, denn die Zukunft bringt oft Unvorhergesehenes. Schon aus diesen Gründen darf man nicht seine gesamten Ersparnisse in Aktien einer einzelnen Firma stecken, sondern sollte sich ein Depot mit Aktien unterschiedlicher Unternehmen (und eventuell Aktienfonds) zusammenstellen – aber auch nur als Teil einer übergeordneten diversifizierten („gestreuten“) Geldanlage.

Eine sichere Geldanlage basiert auf Streuung

Eine sichere Geldanlage ist also kein einzelnes Produkt – weder Gold, noch Immobilien, noch eine bestimmte Aktie oder Tagesgeld sind für immer und alle Zeiten sicher. Eine sichere Geldanlage ist eine gute Anlagestrategie, die auf Streuung basiert und auch die Liquidität im Auge hat.

Sichere Geldanlage geht nur mit Liquiditätsplan

Damit man Aktien, Gold oder Immobilien nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen muss, muss man dafür sorgen, dass man genug flüssige Mittel (Liquidität) hat – also Geld, das verfügbar ist, wenn man beispielsweise eine neue Waschmaschine braucht -, oder das nach und nach flüssig gemacht werden kann, wenn man in einer schlechten Zeit den Job verliert. Ein Teil seines Ersparten sollte man daher in Tagesgeld („flüssig“) und Festgeld o. ä. mit unterschiedlichem Ablaufdatum anlegen.

Quelle
Geldanlage & Börse (tinto Online-Ratgeber)
Banken vergleichen (tinto Bankenvergleich)

Über Eva Schumann

Werbefinanzierte Online-Publikationen: www.tinto.de. Journalistin, Bloggerin, Autorin, Texterin und Technische Redakteurin mit Garten-/Gartenbau- sowie IT/Kommunikation-Background: www.evaschumann.biz.
Dieser Beitrag wurde unter Börse, Geld, Geldanlage, Immobilien, Mitreden abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.