Affiliate-Marketing, Google Adsense, Partnerprogramme oder Direktvermarktung?

Wie erzielt man Werbeeinnahmen mit der Homepage oder dem Blog – meine Erfahrungen (aktualisiert 2020)

Wer einen Blog oder eine Homepage hat, kann damit unter Umständen Werbeeinnahmen erzielen. Wie gut das klappt, ist davon abhängig, wie gut die Seite besucht ist und auf welche Art dort Werbeeinnahmen generiert werden sollen.

Grundsätzlich geht das beispielsweise über

  • Affiliate-Plattformen (Pay Per Lead, Pay Per Sale)
  • Google Adsense (Pay Per click)
  • Amazon-Partnerprogramm (Provision: Pay Per Sale)
  • Direktvermarktung (individuelle Vereinbarungen, z. B. zeitbasierte Werbeplatzmiete oder Pauschalpreis für eine dauerhafte Artikelveröffentlichung)

Die einzelnen Programme/Möglichkeiten zur Erzielung von Werbeeinnahmen, mit denen ich Erfahrung habe, sowie ihre Vor- und Nachteile habe ich bei Geld verdienen mit der Homepage beschrieben. Dort gibt es auch ein Rechenbeispiel, wie viele Besucher man monatlich braucht, um beispielsweise 1.000 Euro mit Google Adsense zu verdienen.

Was funktioniert am besten: Affiliate-Marketing, Google Adsense, Partnerprogramme oder Direktvermarktung?

Oft wird die Frage gestellt, welche von den oben genannten Werbe-Möglichkeiten am besten zur Erzielung von Werbeeinnahmen funktioniert. Meine Antwort – basierend auf meinen persönlichen Erfahrungen – lautet: Am besten ist es, direkt und individuell mit ausgewählten Kunden Werbevereinbarungen zu treffen. Dann weiß man nämlich, mit wem man eine Werbekooperation eingeht und welche Werbung man sich auf die Homepage oder in den Blog setzt. Durch die übliche Vorauszahlung für eine bestimmte Werbeplatz-Mietperiode oder des Pauschalpreises kann man außerdem besser kalkulieren.

Doch warten Werbekunden mit Angeboten für individuelle Werbevereinbarungen leider nicht an jeder Ecke – erst recht nicht, wenn man wie ich hohe Ansprüche an die Werbekunden stellt: Sie müssen seriös sein und das beworbene Produkt, das Unternehmen und deren Webseiten/Shop o. ä. müssen sich professionell präsentieren und sehr gut zu meinen Themen passen. Außerdem sind meine Preise eher hoch (sagen Agenturen, die eher Masse statt Klasse wollen) und die gesetzlich vorgeschriebene Transparenz für Seitenbesucher – Trennung von Werbung und Inhalt bzw. Kennzeichnung von Werbung – ist mir sehr wichtig: Kunden, die von mir verlangen, dass ich ihre Werbung nicht als solche kennzeichne, nehme ich grundsätzlich nicht.

Die Frage ist daher eigentlich nicht, welche die beste Methode ist, um mit seiner Website oder mit dem Blog Werbeeinnahmen zu erzielen, sondern: was passt zum Thema und welche Möglichkeiten habe ich als Webseitenbetreiber oder Blogger in dem Stadium, in dem ich mich gerade befinde.

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(Beispiel für Affiliate-Werbung, man sucht die Werbung selbst aus)

Affiliate-Programme, Amazon-Partnerprogramm, Google Adsense und Direktvermarktung im Mix

Da man als kleiner Homepage- oder Blog-Betreiber vor allem am Anfang nicht genügend Direktkunden für Werbevereinbarungen findet (ich habe sie allerdings bisher auch nicht aktiv gesucht, sondern mich finden lassen), muss man auch die anderen Werbe-Möglichkeiten nutzen.

Die heutige Zusammensetzung meiner Werbeeinnahmen aus den verschiedenen Werbeeinnahmen-Programmen/-Möglichkeiten (siehe Grafik unten) entwickelte sich erst im Laufe der Zeit: Ende der 1990er Jahre stammten 100 % meiner Werbeeinnahmen noch aus dem Amazon-Partnerprogramm. Später probierte ich – zuerst eher erfolglos, aber in letzter Zeit zunehmend erfolgreich – Affiliate-Plattformen aus. Dann kam irgendwann Google Adsense dazu. Erst seit knapp drei Jahren erhalte ich direkte Anfragen von seriösen, guten Unternehmen, die auf meinen Webseiten oder in meinen Blogs werben wollen, oder von deren Agenturen.

Wie oben schon erwähnt, bin ich bei der Auswahl der Kunden sehr wählerisch. Vor allem Vermittlerportale und Agenturen, die auf Masse aus sind, wollen Blogger und Webseitenbetreiber gerne in ein Schema pressen – wegen der Vielfalt meiner Themen und wegen der Befürchtung, so ein Vermittlerportal könnte Schwierigkeiten mit der Google-Suche bekommen und dies dann auf meine Domains zurückfallen (was wiederum meine Sichtbarkeit und damit die Werbeeinnahmen auf nahe Null reduzieren könnte), habe ich mich darauf nicht eingelassen – auch sind mir die Preise oft zu niedrig: Manche meinen tatsächlich, sie könnten mich mit einem Gratistext von einer Content-Schleuder bezahlen. Das ist für mich absolut uninteressant!

2012 setzten sich meine bescheidenen Werbeeinnahmen so zusammen:

Google Adsense ca. 35 %
Amazon Partnerprogramm ca. 12 %
Affiliate Plattformen ca. 9 %
Direkte Kunden ca. 44 %

Werbeeinnahmen aus Affiliate Marketing, Google Adsense u. a. Quellen prozentual

Werbeeinnahmen aus Affiliate Marketing, Google Adsense, Amazon-Partnerprogramm und Direktvermarktung in Prozent (%) 2012

Das ist jedoch eine Gesamtübersicht für alle Themen, Websites und Blogs. Für die einzelnen Themen, die Domains und Blogs kann es ganz anders ausschauen.

Bei manchen Themen funktioniert meiner Erfahrung nach das Amazon-Partnerprogramm gut, bei anderen aber überhaupt nicht. Ein Nachteil des Amazon-Partnerprogramms ist außerdem, dass Produkte, die man eingebaut hat, aus dem Programm genommen werden können, ohne dass man das merkt – was bei einer großen Website leicht passieren kann.

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(Beispiel für Adsense-Werbung, der Werbeplatz wird automatisch „versteigert“ und die Werbung ohne mein Zutun eingeblendet)

Mit Google Adsense hat man zwar nicht das Problem, dass die Anzeigen veralten, dafür werden bei manchen Themen so unprofessionelle Werbebanner oder so unmögliche Produkte eingeblendet, dass es peinlich ist und/oder niemand sie interessant genug findet, darauf zu klicken. Dann fängt man an, unpassende Werber in der Google-Adsense-Einstellung zu blockieren, bis bei manchen Themen keiner mehr übrigbleibt und Google-Adsense-Werbung bei dem Thema ganz rausfliegt. Bei anderen Themen wiederum funktioniert Google Adsense – saisonal oder dauerhaft und abhängig vom Thema – gut, wenn die Besucherzahlen hoch genug sind und/oder Klickrate und Klickpreis für die Suchbegriffe hoch sind. Trotzdem bin ich insgesamt von der Höhe der Werbeeeinnahmen über Google Adsense im Verhältnis dazu, wie viel Informationsseiten mit Google-Adsense-Werbung ich eingebaut habe, enttäuscht. Google Adsense schreibt mir oft, ich würde mein Potenzial nicht ausschöpfen und solle weitere Google-Adsense-Banner auf die Seiten setzen – aber erstens könnte mir das bei der Google-Suche schaden und zweitens ist Google Adsense für viele meiner Themen nicht optimal. Ein weiterer Gesichtspunkt ist für mich, dass ich nicht zu abhängig von Google sein möchte (man ist es ja schon wegen der Quasi-Monopolstellung der Google-Suche).

Auch Affiliate-Programme funktionieren manchmal gut und manchmal gar nicht – je nach Thema, Partnerfirmen der Affiliate-Plattform, deren Konditionen sowie abhängig vom zur Verfügung gestellten Werbematerial. Ärgerlich ist, wenn man die Werbung eines Affiliate-Partners auf vielen Seiten eingebaut hat, dieser dann plötzlich die Affiliate-Plattform verlässt und man alles wieder ausbauen muss, weil dann die Verlinkungen nicht mehr funktionieren – und kaputte Links werden von Suchmaschinen-Algorithmen nicht positiv bewertet.

Zu beachten ist, dass das Verkaufen von Werbeplatz eine gewerbliche Tätigkeit ist, die man anmelden muss (Gewerbeschein), und dass man Werbeeinnahmen natürlich in der Steuererklärung angeben bzw. eine Einnahme-/Ausgaben-Überschussauflistung machen muss. Auch als freiberufliche Journalistin/Autorin, die ein Einkommen ganz oder teilweise über Werbeeinnahmen in ihren Blogs verdient, braucht man den Gewerbeschein. Die Künstlersozialkasse (KSK) darf diese Einnahmen nach einem Gerichtsurteil jedoch nicht mehr als Ausschlusskriterium bewerten (-> Indirekte Vermarktung (KSK)).

Soweit meine Erfahrungen damit, als freiberufliche Journalistin/Autorin ein Einkommen über Werbeeinnahmen auf eigenen Online-Angeboten zu erzielen. Zwar gebe ich nur relative Werte preis, doch so viel sei gesagt: Über die genannten Werbeeinnahmen alleine erziele ich noch kein ausreichendes Einkommen für meinen Lebensunterhalt, obwohl ich daran seit Jahren hart arbeite. Doch sind die Werbeeinnahmen inzwischen ein wichtiges Standbein im Mix mit meinen anderen Einkommensquellen als Journalistin und Autorin.  



Nachtrag September 2020:
Die Proportionen haben sich inzwischen verschoben. In den letzten Jahren wurden die Werbeeinnahmen mit Google-Adsense immer weniger, dafür wurde das Amazon-Partnerprogramm wieder stärker. Auch die Anfragen und Aufträge durch Direktkunden hatten in den letzten Jahren wieder zugenommen, nachdem es zwischendrin weniger gut lief, als sich die Direktkunden (und deren Agenturen) nicht mehr für die Werbeplatzmiete interessierten, sich dann aber das Geschäft mit Sponsor-Posts und Sponsored Posts in Blogs entwickelte. Im Pandemie-Jahr 2020 sind die Werbeeinnahmen jedoch allgemein sehr stark eingebrochen, allen voran ging die Nachfrage und damit die Einnahmen durch die Direktkunden in den Keller, gefolgt von den Einnahmen durch Google-Adsense und der Affiliate-Platzform (ich nutze jetzt Awin). Die meisten Firmen haben anscheinend ihr Werbebudget drastisch reduziert.

Ich würde mich freuen, wenn auch andere Blogger und Webseitenbetreiber ihre Erfahrungen mit Werbeeinnahmen teilen, wir könnten unsere Blogartikel verlinken.

Hinweis: Dies ist keine Unternehmens- und keine Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.

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Tanken heute billiger – ein Trend zum Besseren?

Tanken heute billiger - ein Trend zum Besseren?Am 21.August sahen die Preise für Benzin noch so aus (Quelle: Verbrauchermeinung – Benzinpreise zu hoch):

Super E10: 1,729 Euro
Super: 1,769 Euro
Diesel: 1,579 Euro

Heute kam ich zur gleichen Uhrzeit an der gleichen Tankstelle vorbei:

Super E10: 1,709 Euro
Super: 1,749 Euro
Diesel: 1,569 Euro

Die Preise für Benzin, Super und Diesel sind also geringfügig zurückgegangen. Aber ist das ein Trend?

Was treibt den Rohölpreis?

Die Benzinpreise verhalten sich ähnlich wie der Rohölpreis – schließlich wird Benzin ja aus Rohöl gewonnen. Dass die Benzinpreise zuerst stark gestiegen sind, lag unter anderem daran, dass der Rohölpreis gestiegen war.

Der Rohölpreis wurde in letzter Zeit vor allem von folgenden Faktoren beeinflusst:

  • Schwacher Euro gegenüber dem Dollar
    Die Hauswährung von Rohöl ist der US-Dollar. Der Rohölpreis in Dollar ist weit von seinen Höchstpreisen entfernt, aber der Euro ist im vergangenen Jahr von 1,42 US-Dollar auf 1,23 US-Dollar gefallen, so dass der Rohölpreis in Euro fast auf Rekordstand ist. (-> Währungsrisiko)
  • Produktionseinschränkungen in der Nordsee wegen technischer Probleme
  • Förderungsdrosselung im Golf von Mexiko wegen Hurrikan-Saison
  • Brand in der zweitgrößten Raffinerie in Venezuela
  • Politische Lage
    Latente Angst vor einer Zuspitzung des Iran-Israel-Konflikts sowie Sorgen wegen Syrien

Zwar wurde die Produktion im Golf von Mexiko wegen des Tropensturm „Isaac“ um fast 80 Prozent zurückgefahren, doch hat sich die Angst vor größeren Problemen wie Lieferengpässen aus dieser Ecke erst einmal gelegt. Das hat sich in den vergangenen Tagen positiv ausgewirkt, hält aber leider nur an, bis das US-Hurrikan-Zentrum die nächsten Sturmtiefs ausmacht. Auch die Sorgen um die politische Situation werden sich nicht so schnell in Luft auflösen. Wie geht es also weiter mit dem Rohölpreis und damit auch mit der Preisentwicklung bei Benzin und Diesel?

Es ist möglich, dass der Euro wieder etwas stärker wird und dass auch das Sommerferienende hilft. Aber Rohöl bleibt ein knappes Gut und der Staat wird seinen Steueranteil daran (ca. 56 % des Preises, den wir beim Tanken zahlen, landet im Staatssäckel) nicht senken, weil er ein Interesse daran haben muss, seine Bürger zum Energiesparen zu erziehen, und weil ihm die Einnahmen vermutlich auch nicht ungelegen kommen.

Mit anderen Worten: Kurzfristig können die Benzinpreise etwas sinken, aber auf lange Sicht wird es nicht besser werden – Tanken von Benzin, Super und Diesel wird immer teurer.

Wie kann man beim Tanken sparen?

Spritsparende Autos sind klar im Vorteil. Ansonsten hilft beim Kostensparen fürs Tanken:

  • Benzinpreise der verschiedenen Tankstellen vergleichen
  • Wege einsparen
  • Fahrgemeinschaften bilden
  • vorausschauend und spritsparend fahren

Langfristig müssen andere Energiequellen her.

Quellen

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Paprika und Chili haltbar machen

Chili im Topf anbauenWer einen Garten, Terrasse oder Balkon hat, der kann sich nicht nur an Blumen, sondern auch an frischem Gemüse erfreuen, z. B. an Paprika und Chili aus dem eigenen Anbau. (Bild rechts: Chili im Topf angebaut)

Doch manchmal erntet man mehr von den fruchtigen und scharfen Schoten, als man frisch auf einmal genießen kann. Was kann man also tun, damit das leckere Fruchtgemüse nicht verdirbt?

Lagerung von Paprika und Chili

Will man nur ein paar Tage überbrücken, lagert man die unverletzten Paprika- und Chili-Früchte, so wie sie sind, am besten im Gemüsefach des Kühlschranks bei ca. 7 bis 8 °C. Waschen, aufschneiden und so weiter muss man sie erst nach der Lagerung unmittelbar vor der Zubereitung.

Wie kann man Paprika und Chili haltbar machen?

Geht es darum, Chili und Paprika für eine längere Zeit haltbar zu machen, kann man diese Methoden nutzen:

  • Trocknung
  • Einfrieren
  • Einmachen
  • Einlegen
  • Kombinationen aus den oben genannten

Chili trocknen

Chilis können durch Trocknung haltbar gemacht werden – gut geeignet dafür sind kleine und weniger „fleischige“ Chili-Sorten wie beispielsweise die Sorte ‚Cayenne‘.

Bild: Chili ‚Brazilian Starfish‘, Capsicum baccatum, kleine scharfe Früchte, Pflanze über 1 m hoch, gedeiht im Kübel

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Chili mit einem Bindebank zu einer Kette auffädeln und zum Trocknen aufhängenAm schonendsten trocknet man die Chilis an einem warmen luftigen Platz im (lichten) Schatten, denn beim Trocknen in der Sonne würde das UV-Licht einen Teil der Vitamine zerstören. Zum Lufttrocknen ohne Hilfsgerät werden die Früchte mit einem dünnen, reißfesten Bindfaden zu Ketten aufgereiht und aufgehängt. Die Nadel mit dem Faden wird jeweils durch den Fruchtstiel gestochen (siehe Bild rechts).

Leider gibt unser Klima die erforderliche Wärme und trockene Luft nicht immer zur rechten Zeit her, dann muss man sich mit dem Trocknen im Backofen bei 50 °C oder mit einem Dörrautomat behelfen – diese Trocknungsmethoden eignen sich auch für die dickfleischigen Chili- und Paprikasorten, die dann allerdings vorher aufgeschnitten, entkernt und eventuell auch gehäutet werden.

Nach dem Trocknen werden die getrockneten Chilis in Schraubgläsern oder Ähnlichem aufbewahrt, damit sie nicht ihr Aroma verlieren.

Getrocknete Chili sind bis zu 6 Monaten haltbar. Sie können zur Verwendung in der Küche gemahlen und dann als Streugewürz benutzt werden oder man lässt sie in Wasser oder Brühe quellen und verarbeitet sie dann wie frische Chili-Früchte z. B. in einer Soße (‚Salsa‘).

Der besondere Pfiff: Wer Röstaromen mag, der kann getrocknete Chilis auch kurz in der Pfanne anrösten, bevor er sie verarbeitet.

Paprika und Chili einfrieren

Wer einen Eisschrank hat, der kann Paprika und Chili in Portionen als ganze Früchte oder bereits aufgeschnitten, entkernt und eventuell gehäutet einfrieren. Im Gefrierschrank sind Chili und Paprika auf diese Weise acht bis zehn Monate haltbar. Ihre knackige Konsistenz haben sie nach dem Auftauen allerdings nicht mehr.



Genauso kann man Chili und Paprika auch zu Soßen (Rezept für Salsa verde), Pasten, Eintöpfen, Gemüsegerichten usw. verarbeiten und diese dann einfrieren.

Paprika und Chili einmachen und/oder einlegen

Einmachen (auch Einkochen oder Einwecken genannt) macht Lebensmittel durch Hitzeeinwirkung mit anschließendem Luftabschluss haltbar. Beim Einlegen werden zur Konservierung zusätzlich zur Hitze und dem Luftabschluss Essigsud, Salzlake oder Pflanzenöl verwendet. Paprika und Chili können als Gemüse gekocht und dann eingeweckt werden. Man kann sie aber auch mit Knoblauch, Lorbeer und anderen Gewürzen in Essigsud oder Öl einlegen. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Die Chili-Schärfe bei der Haltbarmachung

Hitze, Kälte oder der Wasserentzug (Trocknung) machen Chili nicht weniger scharf. Wer sehr scharfe Chili verarbeitet, kann sicherheitshalber dünne Einmalhandschuhe anziehen und muss darauf achten, sich nicht in die Augen zu fassen oder den Saft ins Auge zu spritzen. Nach der Verarbeitung ohne Handschuhe sollte man sich auf jeden Fall die Hände gründlich mit Seife waschen.

Chili & Paprika Buchtipp:

Paprika & Chili erfolgreich anbauen*
(enthält neben praktischen Anleitungen und Tipps zum Anbau über 35 Porträts von fruchtigen Paprika- bis scharfen Chili-Sorten für Garten und Balkon)
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2017
broschiert, 128 Seiten
ISBN-13: 978-3- 8186-0071-6

* Werbelink

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Preiswert lernen

Erfahrungen eines Fortbildungs-Junkies

Beitrag für die Blogparade „Eintrittspreise zwischen Lust und Frust“ bei Verbrauchermeinung (Verbraucher-Blog) – man kann mit positiven und/oder negativen Beispielen an der Eintrittspreise-Blogparade teilnehmen – ich stelle hier mehrere positive Erfahrungen mit „Eintrittspreisen“ zu (Fort-/Weiter-)Bildungsangeboten vor.

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Was als „preiswert“ anzusehen ist, ist eine Sache des Inputs (Geld bzw. „Eintrittspreis“, Zeitaufwand, Erwartungen etc.) und des Outputs (was man dafür erhält) – die Einschätzung ist in weiten Teilen subjektiv. Ich bin zugegebenerweise ein Fortbildungs-Junkie – es gibt so viel, was ich lernen bzw. wovon ich etwas verstehen möchte. Zum Glück passt mein Wissensdurst gut zu einer Journalistin/Autorin, denn die erweitert so ihr Themen-Repertoire. Vor allem verschiedene Bereiche der Informationstechnologie haben es mir angetan und so buchte ich mich 2009 bei der Harvard University Extension School in einen Kurs (1 Semester) ein, bei dem es um die Erstellung dynamischer Webseiten ging. Mit über 1.400 Euro „Eintrittspreis“ war dieser Kurs nicht gerade umsonst, aber er war trotzdem preiswert:

  • weil der Stoff anspruchsvoll war (für mich, weil ich nur einen winzigen Teil der Voraussetzungen mitbrachte),
  • aber verständlich aufbereitet,
  • weil die Betreuung kompetent (ein sehr engagierter junger Professor)
  • und intensiv war (Vorlesungen, Workshops, Sprechstunden etc.),
  • weil Technik gekonnt eingesetzt wurde (gestreamte Live- Vorlesungen und -Workshops, die aber auch aufgezeichnet wurden und später abrufbar waren)
  • und weil wir keine Prüfungen hatten, sondern Projekte erstellen mussten, an denen wir wochenlang bastelten – das letzte Projekt durfte sich jeder Student selbst überlegen, entwerfen und umsetzen und erhielt dabei individuelles Feedback in jedem Stadium.
  • Dank des Kurses habe ich heute Vorlagen, die ich wiederverwenden kann, denn Programmieren ist ja nicht mein Hauptberuf.

Der Kurs war auf jeden Fall sein Geld wert.

Lernen bzw. Fortbildung/Weiterbildung kann, aber muss nicht viel kosten.

Mein Wissensdurst war durch den obigen Online-Kurs nicht für immer gestillt – mit meinem Budget an Geld und Zeit muss ich allerdings haushalten. Als ich 2011 von einem Testlauf der Stanford Universität hörte, die kostenlose Online-Kurse anbot, schrieb ich mich dort für einen dreimonatigen Kurs „Einführung in Datenbanken“ ein. Auch dieser Kurs war anspruchsvoll und ich habe sehr viel gelernt. Auch hier war das Unterrichtsmaterial (Lernvideos, Lerntests, Prüfungen) super aufbereitet, die Technik hervorragend eingesetzt etc. Aber natürlich kann bei einem Kurs, an dem knapp 100.000 Teilnehmer aus aller Welt eingeschrieben sind (E-Mail-Adresse und Name reichten), keine individuelle Betreuung geleistet werden. Dennoch war auch dieser Kurs unbedingt empfehlenswert – und die Studenten halfen sich über ein Erfahrungsaustausch-Board gegenseitig, unterstützt vom Dozenten und seinen Assistenten bzw. Studenten höherer Semester. Der Begriff, der sich inzwischen für diese Kurse etabliert hat, ist MOOCs – MOOC steht für Massive Open Online Course, also offene, kostenlose Onlinekurse für große Teilnehmerzahlen.

Inzwischen werden von verschiedenen Universitäten und neuen kommerziellen Plattformen kostenlose Online-Kurse angeboten – längst nicht mehr nur zu Informatik-Themen. Ich habe in verschiedene kostenlose Online-Kurse hineingeschnuppert und kann sie nur empfehlen (Kursübersicht Class Central).

Der ein oder andere wird vielleicht sagen: Ja schön, aber ich kann doch kein Englisch. Auch Englisch kann man lernen – unter anderem kostenlos mit dem Fernsehen (BR alpha – lernen kann man da nicht nur Englisch, sondern auch Mathe, Deutsch, Software-Programm Excel und vieles mehr).

Viel Freude beim preiswerten Lernen!

Mehr „Eintrittspreis“-Erlebnisse und die Einladung zum Mitmachen bei
-> Eintrittspreise zwischen Lust und Frust

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