Tanken heute billiger – ein Trend zum Besseren?

Tanken heute billiger - ein Trend zum Besseren?Am 21.August sahen die Preise für Benzin noch so aus (Quelle: Verbrauchermeinung – Benzinpreise zu hoch):

Super E10: 1,729 Euro
Super: 1,769 Euro
Diesel: 1,579 Euro

Heute kam ich zur gleichen Uhrzeit an der gleichen Tankstelle vorbei:

Super E10: 1,709 Euro
Super: 1,749 Euro
Diesel: 1,569 Euro

Die Preise für Benzin, Super und Diesel sind also geringfügig zurückgegangen. Aber ist das ein Trend?

Was treibt den Rohölpreis?

Die Benzinpreise verhalten sich ähnlich wie der Rohölpreis – schließlich wird Benzin ja aus Rohöl gewonnen. Dass die Benzinpreise zuerst stark gestiegen sind, lag unter anderem daran, dass der Rohölpreis gestiegen war.

Der Rohölpreis wurde in letzter Zeit vor allem von folgenden Faktoren beeinflusst:

  • Schwacher Euro gegenüber dem Dollar
    Die Hauswährung von Rohöl ist der US-Dollar. Der Rohölpreis in Dollar ist weit von seinen Höchstpreisen entfernt, aber der Euro ist im vergangenen Jahr von 1,42 US-Dollar auf 1,23 US-Dollar gefallen, so dass der Rohölpreis in Euro fast auf Rekordstand ist. (-> Währungsrisiko)
  • Produktionseinschränkungen in der Nordsee wegen technischer Probleme
  • Förderungsdrosselung im Golf von Mexiko wegen Hurrikan-Saison
  • Brand in der zweitgrößten Raffinerie in Venezuela
  • Politische Lage
    Latente Angst vor einer Zuspitzung des Iran-Israel-Konflikts sowie Sorgen wegen Syrien

Zwar wurde die Produktion im Golf von Mexiko wegen des Tropensturm „Isaac“ um fast 80 Prozent zurückgefahren, doch hat sich die Angst vor größeren Problemen wie Lieferengpässen aus dieser Ecke erst einmal gelegt. Das hat sich in den vergangenen Tagen positiv ausgewirkt, hält aber leider nur an, bis das US-Hurrikan-Zentrum die nächsten Sturmtiefs ausmacht. Auch die Sorgen um die politische Situation werden sich nicht so schnell in Luft auflösen. Wie geht es also weiter mit dem Rohölpreis und damit auch mit der Preisentwicklung bei Benzin und Diesel?

Es ist möglich, dass der Euro wieder etwas stärker wird und dass auch das Sommerferienende hilft. Aber Rohöl bleibt ein knappes Gut und der Staat wird seinen Steueranteil daran (ca. 56 % des Preises, den wir beim Tanken zahlen, landet im Staatssäckel) nicht senken, weil er ein Interesse daran haben muss, seine Bürger zum Energiesparen zu erziehen, und weil ihm die Einnahmen vermutlich auch nicht ungelegen kommen.

Mit anderen Worten: Kurzfristig können die Benzinpreise etwas sinken, aber auf lange Sicht wird es nicht besser werden – Tanken von Benzin, Super und Diesel wird immer teurer.

Wie kann man beim Tanken sparen?

Spritsparende Autos sind klar im Vorteil. Ansonsten hilft beim Kostensparen fürs Tanken:

  • Benzinpreise der verschiedenen Tankstellen vergleichen
  • Wege einsparen
  • Fahrgemeinschaften bilden
  • vorausschauend und spritsparend fahren

Langfristig müssen andere Energiequellen her.

Quellen

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Paprika und Chili haltbar machen

Chili im Topf anbauenWer einen Garten, Terrasse oder Balkon hat, der kann sich nicht nur an Blumen, sondern auch an frischem Gemüse erfreuen, z. B. an Paprika und Chili aus dem eigenen Anbau. (Bild rechts: Chili im Topf angebaut)

Doch manchmal erntet man mehr von den fruchtigen und scharfen Schoten, als man frisch auf einmal genießen kann. Was kann man also tun, damit das leckere Fruchtgemüse nicht verdirbt?

Lagerung von Paprika und Chili

Will man nur ein paar Tage überbrücken, lagert man die unverletzten Paprika- und Chili-Früchte, so wie sie sind, am besten im Gemüsefach des Kühlschranks bei ca. 7 bis 8 °C. Waschen, aufschneiden und so weiter muss man sie erst nach der Lagerung unmittelbar vor der Zubereitung.

Wie kann man Paprika und Chili haltbar machen?

Geht es darum, Chili und Paprika für eine längere Zeit haltbar zu machen, kann man diese Methoden nutzen:

  • Trocknung
  • Einfrieren
  • Einmachen
  • Einlegen
  • Kombinationen aus den oben genannten

Chili trocknen

Chilis können durch Trocknung haltbar gemacht werden – gut geeignet dafür sind kleine und weniger „fleischige“ Chili-Sorten wie beispielsweise die Sorte ‚Cayenne‘.

Bild: Chili ‚Brazilian Starfish‘, Capsicum baccatum, kleine scharfe Früchte, Pflanze über 1 m hoch, gedeiht im Kübel

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Chili mit einem Bindebank zu einer Kette auffädeln und zum Trocknen aufhängenAm schonendsten trocknet man die Chilis an einem warmen luftigen Platz im (lichten) Schatten, denn beim Trocknen in der Sonne würde das UV-Licht einen Teil der Vitamine zerstören. Zum Lufttrocknen ohne Hilfsgerät werden die Früchte mit einem dünnen, reißfesten Bindfaden zu Ketten aufgereiht und aufgehängt. Die Nadel mit dem Faden wird jeweils durch den Fruchtstiel gestochen (siehe Bild rechts).

Leider gibt unser Klima die erforderliche Wärme und trockene Luft nicht immer zur rechten Zeit her, dann muss man sich mit dem Trocknen im Backofen bei 50 °C oder mit einem Dörrautomat behelfen – diese Trocknungsmethoden eignen sich auch für die dickfleischigen Chili- und Paprikasorten, die dann allerdings vorher aufgeschnitten, entkernt und eventuell auch gehäutet werden.

Nach dem Trocknen werden die getrockneten Chilis in Schraubgläsern oder Ähnlichem aufbewahrt, damit sie nicht ihr Aroma verlieren.

Getrocknete Chili sind bis zu 6 Monaten haltbar. Sie können zur Verwendung in der Küche gemahlen und dann als Streugewürz benutzt werden oder man lässt sie in Wasser oder Brühe quellen und verarbeitet sie dann wie frische Chili-Früchte z. B. in einer Soße (‚Salsa‘).

Der besondere Pfiff: Wer Röstaromen mag, der kann getrocknete Chilis auch kurz in der Pfanne anrösten, bevor er sie verarbeitet.

Paprika und Chili einfrieren

Wer einen Eisschrank hat, der kann Paprika und Chili in Portionen als ganze Früchte oder bereits aufgeschnitten, entkernt und eventuell gehäutet einfrieren. Im Gefrierschrank sind Chili und Paprika auf diese Weise acht bis zehn Monate haltbar. Ihre knackige Konsistenz haben sie nach dem Auftauen allerdings nicht mehr.



Genauso kann man Chili und Paprika auch zu Soßen (Rezept für Salsa verde), Pasten, Eintöpfen, Gemüsegerichten usw. verarbeiten und diese dann einfrieren.

Paprika und Chili einmachen und/oder einlegen

Einmachen (auch Einkochen oder Einwecken genannt) macht Lebensmittel durch Hitzeeinwirkung mit anschließendem Luftabschluss haltbar. Beim Einlegen werden zur Konservierung zusätzlich zur Hitze und dem Luftabschluss Essigsud, Salzlake oder Pflanzenöl verwendet. Paprika und Chili können als Gemüse gekocht und dann eingeweckt werden. Man kann sie aber auch mit Knoblauch, Lorbeer und anderen Gewürzen in Essigsud oder Öl einlegen. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Die Chili-Schärfe bei der Haltbarmachung

Hitze, Kälte oder der Wasserentzug (Trocknung) machen Chili nicht weniger scharf. Wer sehr scharfe Chili verarbeitet, kann sicherheitshalber dünne Einmalhandschuhe anziehen und muss darauf achten, sich nicht in die Augen zu fassen oder den Saft ins Auge zu spritzen. Nach der Verarbeitung ohne Handschuhe sollte man sich auf jeden Fall die Hände gründlich mit Seife waschen.

Chili & Paprika Buchtipp:

Paprika & Chili erfolgreich anbauen*
(enthält neben praktischen Anleitungen und Tipps zum Anbau über 35 Porträts von fruchtigen Paprika- bis scharfen Chili-Sorten für Garten und Balkon)
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2017
broschiert, 128 Seiten
ISBN-13: 978-3- 8186-0071-6

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Preiswert lernen

Erfahrungen eines Fortbildungs-Junkies

Beitrag für die Blogparade „Eintrittspreise zwischen Lust und Frust“ bei Verbrauchermeinung (Verbraucher-Blog) – man kann mit positiven und/oder negativen Beispielen an der Eintrittspreise-Blogparade teilnehmen – ich stelle hier mehrere positive Erfahrungen mit „Eintrittspreisen“ zu (Fort-/Weiter-)Bildungsangeboten vor.

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Was als „preiswert“ anzusehen ist, ist eine Sache des Inputs (Geld bzw. „Eintrittspreis“, Zeitaufwand, Erwartungen etc.) und des Outputs (was man dafür erhält) – die Einschätzung ist in weiten Teilen subjektiv. Ich bin zugegebenerweise ein Fortbildungs-Junkie – es gibt so viel, was ich lernen bzw. wovon ich etwas verstehen möchte. Zum Glück passt mein Wissensdurst gut zu einer Journalistin/Autorin, denn die erweitert so ihr Themen-Repertoire. Vor allem verschiedene Bereiche der Informationstechnologie haben es mir angetan und so buchte ich mich 2009 bei der Harvard University Extension School in einen Kurs (1 Semester) ein, bei dem es um die Erstellung dynamischer Webseiten ging. Mit über 1.400 Euro „Eintrittspreis“ war dieser Kurs nicht gerade umsonst, aber er war trotzdem preiswert:

  • weil der Stoff anspruchsvoll war (für mich, weil ich nur einen winzigen Teil der Voraussetzungen mitbrachte),
  • aber verständlich aufbereitet,
  • weil die Betreuung kompetent (ein sehr engagierter junger Professor)
  • und intensiv war (Vorlesungen, Workshops, Sprechstunden etc.),
  • weil Technik gekonnt eingesetzt wurde (gestreamte Live- Vorlesungen und -Workshops, die aber auch aufgezeichnet wurden und später abrufbar waren)
  • und weil wir keine Prüfungen hatten, sondern Projekte erstellen mussten, an denen wir wochenlang bastelten – das letzte Projekt durfte sich jeder Student selbst überlegen, entwerfen und umsetzen und erhielt dabei individuelles Feedback in jedem Stadium.
  • Dank des Kurses habe ich heute Vorlagen, die ich wiederverwenden kann, denn Programmieren ist ja nicht mein Hauptberuf.

Der Kurs war auf jeden Fall sein Geld wert.

Lernen bzw. Fortbildung/Weiterbildung kann, aber muss nicht viel kosten.

Mein Wissensdurst war durch den obigen Online-Kurs nicht für immer gestillt – mit meinem Budget an Geld und Zeit muss ich allerdings haushalten. Als ich 2011 von einem Testlauf der Stanford Universität hörte, die kostenlose Online-Kurse anbot, schrieb ich mich dort für einen dreimonatigen Kurs „Einführung in Datenbanken“ ein. Auch dieser Kurs war anspruchsvoll und ich habe sehr viel gelernt. Auch hier war das Unterrichtsmaterial (Lernvideos, Lerntests, Prüfungen) super aufbereitet, die Technik hervorragend eingesetzt etc. Aber natürlich kann bei einem Kurs, an dem knapp 100.000 Teilnehmer aus aller Welt eingeschrieben sind (E-Mail-Adresse und Name reichten), keine individuelle Betreuung geleistet werden. Dennoch war auch dieser Kurs unbedingt empfehlenswert – und die Studenten halfen sich über ein Erfahrungsaustausch-Board gegenseitig, unterstützt vom Dozenten und seinen Assistenten bzw. Studenten höherer Semester. Der Begriff, der sich inzwischen für diese Kurse etabliert hat, ist MOOCs – MOOC steht für Massive Open Online Course, also offene, kostenlose Onlinekurse für große Teilnehmerzahlen.

Inzwischen werden von verschiedenen Universitäten und neuen kommerziellen Plattformen kostenlose Online-Kurse angeboten – längst nicht mehr nur zu Informatik-Themen. Ich habe in verschiedene kostenlose Online-Kurse hineingeschnuppert und kann sie nur empfehlen (Kursübersicht Class Central).

Der ein oder andere wird vielleicht sagen: Ja schön, aber ich kann doch kein Englisch. Auch Englisch kann man lernen – unter anderem kostenlos mit dem Fernsehen (BR alpha – lernen kann man da nicht nur Englisch, sondern auch Mathe, Deutsch, Software-Programm Excel und vieles mehr).

Viel Freude beim preiswerten Lernen!

Mehr „Eintrittspreis“-Erlebnisse und die Einladung zum Mitmachen bei
-> Eintrittspreise zwischen Lust und Frust

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Goldpreis

Gold

Gold glänzt nicht immer

Bewertungen und Prognosen

Der Goldpreis ist von vielem abhängig – unter anderem von Angebot und Nachfrage, der Stimmung am Markt usw. – vor allem aber unterliegt er auch Währungsschwankungen, denn des Goldes „Hauswährung“ ist der US-Dollar (USD).

Oft wird Gold Anlegern als sicherer Hafen empfohlen, aber ist es das?

Dazu muss man sich nur mal die Goldpreis-Entwicklung der vergangenen 12 Monate anschauen, die von einer großen Schwankungsbreite geprägt war.

Goldpreis-Verlauf in Euro
Das Hoch des Goldpreises auf Einjahressicht lag bei ca. 1.360 Euro, das Tief bei 1.175 Euro, und heute steht der Preis bei 1.309 Euro. Der Goldpreis in Euro ist dem Jahreshoch also schon wieder recht nahe – jedenfalls in Euro.

Goldpreis-Verlauf in US-Dollar
Das Hoch des Goldpreises auf Einjahressicht lag bei 1.900,40 USD, das Tief bei 1.539,60 Euro, aktuell steht der Goldpreis bei 1.625,90 USD. Der Goldpreis in Dollar liegt also näher bei seinem diesjährigen Tief und weit weg vom Jahreshoch – der Goldpreis hat sich nur in den letzten Wochen ein wenig erholt.

In Charts anschauen kann man dies übrigens sehr schön bei Finanzen.net. Dort kann man zwischen der Anzeige für den Goldpreis in Euro und der Anzeige für den Goldpreis in Dollar wechseln.

Wer sich nur den Euro-Preis für Gold anschaut, könnte meinen, der Goldpreis habe sich im letzten Jahr doch toll entwickelt. Aber das täuscht eben: In Wirklichkeit ist der Goldpreis in seiner Hauswährung US-Dollar nur in den letzten Wochen und nur mäßig gestiegen. Nur weil der Euro gefallen ist – im vergangenen Jahr von 1,42 USD auf ca. 1,24 USD -, ist der Goldpreis in Euro aktuell recht hoch (denn pro Dollar müssen wir jetzt sozusagen mehr Euro zahlen).

Fazit
Wer also Trends beim Gold analysieren möchte, der sollte den Goldpreis in USD heranziehen. Für die Wertentwicklung des Goldpreises in Euro muss man aber auch Prognosen zur Entwicklung des Euro im Verhältnis zum US-Dollar anstellen. Dazu braucht man jedoch auch eine Wahrsager-Kugel.

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