Gartengestaltung mit Stauden

Gartengestaltung mit Stauden. Von Foerster bis New German Style. Mascha Schacht - Informationen und Rezensionen bei Amazon.de (Werbepartnerlink)Rezension des gleichnamigen Buches von Mascha Schacht, das gerade im Ulmer Verlag erschienen ist. Um das Fazit vorwegzunehmen: „Gartengestaltung mit Stauden. Von Foerster bis New German Style“ ist ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die sich mit der Staudenverwendung bzw. Gestaltung mit Stauden – der Geschichte, den großen Namen und den heutigen Trends – beschäftigen und sich davon inspirieren lassen wollen.

Obwohl ich Gartenbau-Profi bin, Stauden immer ganz interessant fand als Bestandteil von Pflanzengesellschaften an besonderen Standorten, zahlreiche Vorlesungen zu Stauden gehört und an vielen Exkursionen und Führungen teilgenommen habe, sind mir Stauden bis vor ein paar Jahren nicht so richtig ans Herz gewachsen – ich war eher die nutzenorientierte, öko-bewusste Gemüseanbauerin als die Staudengärtnerin oder Gartengestalterin, die sich für gestalterischen Aspekte der Stauden-/Pflanzenverwendung interessiert. Doch das hat sich mit dem Alter geändert und nun ist es wie ein neues Sehen, wenn ich zum Beispiel durch den Sichtungsgarten in Weihenstephan gehe und die besonderen Pflanzenkombinationen, bei denen sich die einzelnen Elemente gegenseitig unterstreichen, sehe.

Im Zuge meiner „Erweckung“ habe ich einige Bücher über Stauden gelesen und viele Informationen im Internet recherchiert, doch fehlte mir immer noch etwas, z. B. die Entwicklungsgeschichte der Staudenverwendung von früher bis zur heutigen Gestaltung von Freiräumen und Gärten. Ich wollte auch wissen, wie die großen Namen der Staudenzüchtung/Gartengestaltung wie Foerster, Hansen usw. in die gestalterische Entwicklung bis heute und in das große Ganze der Staudenverwendung einzuordnen sind, woher die heutigen Trends (Prairiegarten, Kiesgarten usw.) kommen und vieles mehr. Das fand ich nun in informativen Texten und wunderschönen Bildern in dem Buch „Gartengestaltung mit Stauden“ von Mascha Schacht.

Über das Buch
„Gartengestaltung mit Stauden“ von Mascha Schacht ist kein luftig leichtes Arbeitsbuch für Hobbygärtner, die mal eben ein Staudenbeet im Hausgarten umgestalten möchten, sondern wendet sich an Staudenliebhaber, Gartenbau-/Landschaftspflege-Studenten sowie -Profis, die sich genüsslich und aus gestaltungsgeschichtlicher Sicht mit der Gestaltung mit Stauden – sowohl mit der Geschichte als auch den neuen Trends – befassen wollen – für all die oben genannten „Insider“ ist das Buch auch ein sehr schönes, hochwertiges Geschenk.

Aus dem Inhalt von „Gartengestaltung mit Stauden“

Stauden im Garten:
Vorstellung, was Stauden sind
Vorstellung der Lebensbereiche mit Beispielbildern

Gartengestaltung mit Stauden – ein Rückblick:
Geschichte der Gartengestaltung mit Stauden (vor 1900, 1900 bis 1950, 1950 bis 2000) und die großen Namen dieser Geschichte (Karl Foerster, Georg Arends, Staudengärtnerei Arends Maubach, Ernst Pagels, Richard Hansen, Beth Chatto, Rosemarie Weisse)

Neue Entwicklungen und Trends:
2000 bis heute (Isabelle van Groeningen und Gabriella Pape, Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin, Christine Orel, Wolfgang Oehme, Stauden Gaißmayer, Piet Oudolf, Stauden Junge, Nobert Kühn, Sarastro Stauden, Michael Simonsen, Tom Stuart-Smith, Dan Pearson)
Die Etablierung des New German Garden Style (Cassian Schmidt, Staudengärtnerei Schachtschneider, Petra Pelz, Staudengärtnerei Stade, Stefan Körner)

Das reichlich und schön bebilderte Buch ist gebunden und mit einem abnehmbaren schönen Schutzumschlag versehen. Von der Aufmachung und dem Layout her ist „Gartengestaltung mit Stauden“ ansprechend – auf eher traditionelle Weise.

Die Buchdaten
Gartengestaltung mit Stauden
Von Foerster bis New German Style
Mascha Schacht
Ulmer Verlag
Gebundene Ausgabe
28,6 x 22,8 x 2,6 cm
216 Seiten
EUR 49,90 (D)
ISBN 978-3-8001-7690-8

Über die Autorin
Mascha Schacht ist Dipl. Ing. für Gartenbau und Journalistin. Sie schreibt regelmäßig für diverse Gartenzeitschriften. 2011 war sie eine der Preisträger/Preisträgerinnen des Deutschen Gartenbuchpreises.

Mein Fazit
„Gartengestaltung mit Stauden“ ist ein wunderschönes Buch, in dem man immer wieder schwelgen möchte. Von mir erhält es 4,5 Sterne von 5 möglichen.

Den halben Stern Abzug gebe ich, weil ich noch ein klein wenig Luft nach oben sehe: Ein paar winzige Fehler gehören verbessert, buchgestalterisch hätte man nach meinem Geschmack mehr wagen können und als Weihenstephaner Absolventin und regelmäßige Sichtungsgarten-Besucherin finde ich den Sichtungsgarten Weihenstephan, wie er heute ist und was seine aktuellen Akteure dort an wunderschönen Kombinationen zeigen, etwas unterrepräsentiert. Aber das ist natürlich eine persönliche Meinung bzw. Geschmacksache. Das Buch ist auch so, wie es ist, ein sehr schönes und informatives Buch zum Lesen und Träumen von schön gestalteten Gärten.

„Gartengestaltung mit Stauden“ wird mit Sicherheit die Herzen von Staudenliebhabern und (angehenden) Gärtnern bzw. Garten-/Landschaftsgestaltern höher schlagen lassen.

Kleine Verbesserungsidee
Das Buch wäre auch für Einsteiger geeignet, wenn die Zuordnung der in den Bildern gezeigten Pflanzen zu den aufgeführten Namen in der Bildbeschreibung einfacher wäre. Man könnte vielleicht zu jeder Bildunterschrift eine kleine Skizze setzen, in der die verschiedenen Stauden durch eine Nummer an ihrem Platz repräsentiert werden – diese Nummern könnten dann hinter den Pflanzennamen in der Bildunterschrift stehen.

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Energiesparende Gewächshäuser

Es tut sich was im Gartenbau – und die neuen Versuchsergebnisse zum Energieeinsparen bzw. Energiegewinnen mit Gewächshäusern dürften auch für Hobbygärtner interessant sein, die mit dem Gedanken spielen, sich ein Gewächshaus für den Garten zu kaufen, selbst zu bauen oder ein vorhandenes Gewächshaus umzubauen.

Vor einiger Zeit war ich auf einem Symposium der Technischen Universität München (TUM) in Weihenstephan, bei dem es um die nachhaltige Produktion im Gartenbau ging. Ein großer Schwerpunkt der Veranstaltung waren Niedrigenergiegewächshäuser, also Gewächshäuser, bei denen jede Menge Energie durch Energiesparmaßnahmen eingespart oder sogar – neben der Nutzung für den Pflanzenanbau – für Fremdnutzung gewonnen werden kann.

Die bei dem Symposium vorgestellten Erkenntnisse wurden im Rahmen von Projekten der Zukunftsinitiative Niedrigenergiegewächshaus (ZINEG) gewonnen, an welcher mehrere Hochschulen und Forschungseinrichtungen beteiligt sind und die von verschiedenen Ministerien gefördert wird.

Tabelle: Übersicht ZINEG
ZINEG-Übersicht (für Hobbygärtner)

Folgende Erkenntnisse finde ich auch für Hobbygärtner mit Gewächshaus beziehungsweise mit dem Wunsch, sich ein Gewächshaus anzuschaffen oder zu bauen, interessant.

Energie sparen durch Isolierglas in Kombination mit Energieschirmen

Ergebnisse vom ZINEG-Standort Hannover, Prof. Dr. Hans-Jürgen Tantau von der Leibniz Universität Hannover
Bei Einfachglas wurde nachts ein Wärmeverbrauchskoeffizienten von 7,6 W/m2K festgestellt, bei Isolierglas von 4,0 W/m2K. Das ist eine Einsparung von 47 % nur durch die Wahl des Eindeckungsmaterials!
Noch viel mehr einsparen kann man, wenn man Energieschirme anbringt. Energieschirme sind spezielle Gewebe mit oder ohne Beschichtung, die nachts mittels einer Vorrichtung unter dem Dach und an den Seiten aufgespannt werden, um so ein isolierendes Luftpolster zwischen der Außenwand und dem Kulturbereich zu schaffen. Isolierglas plus drei Energieschirme reduzierten den Wärmeverbrauchskoeffizienten auf 1,2 W/m2K – doch dies dürfte in einem Kleingewächshaus schwer zu realisieren sein. Ein einzelner Energieschirm senkte den Wert bei Isolierglas immerhin auf 3,0 W/m2K. Auch wenn die Zahlen sicher bei Kleingewächshäusern nicht 1:1 umzusetzen sind, können sie vielleicht beim ein oder anderen Kleingewächshausbauer und Hobbygärtner die Fantasie beflügeln, wie er bei sich die Energieverluste in der Nacht verringern und so Ressourcen und Kosten sparen kann.

Doppelfolien-Gewächshäuser mit/ohne UV-Durchlässigkeit

Ergebnisse vom ZINEG-Standort Neustadt/Weinstraße, Prof. Dr. Joachim Meyer und Alexandra Kreuzpaintner von der TUM
Bei den Versuchen am ZINEG-Standort Neustadt an der Weinstraße wurden die Versuchs-Gewächshäuser mit unterschiedlicher Doppelfolie eingedeckt und mit verschieden vielen Energieschirmen unterschiedlich isoliert. Selbst die maximale Isolierung („Prinzip Thermoskanne“) bei normaler Doppelfolien-Eindeckung und mehreren Schirmen brachte gute Ernteergebnisse, obwohl die tagsüber zu Paketen zusammengefalteten Schirme den Lichteinfall stark verringern. Am besten funktionierte in dem Versuch jedoch die Gewächshauseindeckung mit UV-durchlässiger F-CLEAN-Folie und zwei Energieschirmen: Höchster Ertrag, hohe Energieeinsparung, niedriger CO2-Fussabdruck.

Das Gewächshaus als Sonnenkollektor

Ergebnisse vom ZINEG-Standort Berlin, Prof. Dr. Uwe Schmidt von der Humboldt Universität zu Berlin
Das Gewächshaus wird in diesem Versuch nicht gelüftet, um überschüssige Wärme hinauszulassen, sondern die Luft wird mit Hilfe einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe gekühlt: Überschüssige fühlbare und latente Wärme werden mittels Kühlflächen unter dem Gewächshausdach und dem Betrieb der Wärmepumpe entzogen und in einem Wassertank (isolierter Regenwassertank) gespeichert. Mit der so gewonnenen Energie wurden im Versuch das Kollektorgewächshaus und das Vergleichsgewächshaus nachts und an trüben Tagen geheizt. Von März bis November konnten das Kollektorgewächshaus und das Vergleichsgewächshaus auf diese Weise autark versorgt werden. Die Tomaten im Kollektorhaus brachten sogar einen höheren Ertrag und enthielten mehr gesundheitsförderndes Lycopin. Der Nachteil: Leider erfordert diese Ausstattung hohe Investitionskosten für die Wärmepumpe – aber für den ein oder anderen Tüftler dürfte diese Art der Gewächshausnutzung dennoch eine Möglichkeit sein.

Dr. Hans-Peter Kläring vom Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau
Natürlich hat manche Energiesparmaßnahme pflanzenphysiologisch ihre Grenzen. So kann man beispielsweise ein Tomaten-Gewächshaus tagsüber nicht geschlossen lassen, wenn die Luftfeuchtigkeit über 80% steigt, weil dann der Pollen in den Blüten verklebt und die Bestäubung nicht mehr funktioniert, wodurch dann nur wenige und winzige Tomaten gebildet werden. Genauso brauchen Gurken und Tomaten während der „Etablierungsphase“, in der sie anwachsen und Blätter ausbilden, höhere Temperaturen als sie es später vertragen. Gurken benötigen später tagsüber nur noch mindestens 3 bis 4 Stunden über 20 °C für ein ausreichendes Fruchtwachstum.

Wärmeschutzverglasung fürs Gewächshaus?

Ergebnisse vom ZINEG-Standort Osnabrück, Dr. Hans-Peter Römer von der Hochschule Osnabrück
Wärmeschutzverglasung ist teuer und wird daher (bisher) im Unterglasanbau nicht verwendet. Aber es funktioniert, fand man in Osnabrück heraus, und man kann viel Energie sparen. Wo also Geld bei der Anschaffung des Eindeckungsmaterials keine Rolle spielt, wenn die Statik des Gewächshauses das aushält und die Fenster in die Sprossen passen, ist Wärmeschutzglas durchaus einsetzbar.


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Gartenarbeiten im Herbst

Herbstzeit ist Erntezeit und Vorbereitungszeit

Herbstzeit ist Erntezeit und Vorbereitungszeit

Für die Meteorologen begann der Herbst zwar schon am 1. September, aber der astronomische Herbst beginnt mit der Tag-und-Nacht-Gleiche – und die findet erst um den 22. September herum, statt (siehe Wann beginnen Frühling, Sommer, Herbst und Winter?). Auch wenn die Erntezeit noch voll im Gang ist und es vielleicht noch einen schönen Altweibersommer und goldenen Herbst gibt, so läutet der Herbstanfang doch auch die Zeit der hängenden Herbstnebel, Nachtfröste, der Laubfärbung und des Laubfalls ein.

Mit dem Herbst beginnt für den Hobbygärtner aber erst noch einmal eine aktive Zeit – denn zum einen gilt es, den Garten auf den Winter vorzubereiten, zum anderen werden im Herbst die Zeichen für die nächste Gartensaison gesetzt.

Herbstliche Gartenarbeiten im Überblick

(die Links führen jeweils zu weiterführenden Informationen)

Herbstzeit ist Erntezeit

Was man nicht verbraucht, muss man für die Lagerung vorbereiten oder haltbar machen.

Was man nicht verbraucht, muss man für die Lagerung vorbereiten oder haltbar machen.

Viele Obst- und Gemüse-Arten werden jetzt reif. Es beginnt die Zeit der leckeren Apfelkuchen mit Äpfeln aus dem eigenen Garten. Was man nicht einlagern kann oder will, muss man verarbeiten/haltbar machen oder kann es – im Fall von Obst – zu einer Obstkelterei/Lohnbrennerei bringen (vorher anfragen). Tomaten werden eingekocht, Chilifrüchte auf Schnüre aufgezogen, Zwiebeln zu Zöpfen geflochten. Auch die Kürbisse werden im Herbst erntereif und können zu Speisen wie Kürbiscreme-Suppe, Kürbiskuchen und/oder Halloween-Grimassen verarbeitet werden.

Kompostierung vorbereiten, Kompostierung

Im Herbst fallen Laub und Gartenabfälle an. Für sie muss Platz zum Kompostieren geschaffen werden, wenn man im nächsten Jahr wieder wertvollen organischen Dünger aus dem eigenen Garten haben möchte. Wer keine freie Kompostmiete oder einen freien Kompostbehälter hat, der kann ein Hochbeet bauen oder ein Hügelbeet anlegen.
Allerdings sollte man auch an die Igel denken: Die freuen sich über einen Laubhaufen, unter dem sie überwintern können.

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Gründüngung im Herbst

Unter einer Gründüngung versteht man das Aussäen von Pflanzen zur Bodenverbesserung und Düngung. Im Prinzip können Gründüngungspflanzen während der ganzen Gartensaison ausgesät werden, doch je nach Jahreszeit sind das andere Pflanzen. Für die Gründüngung im Herbst eignen sich z. B. Feldsalat (Aussaat bis Mitte/Ende September), Winterwicke (Aussaat bis Anfang Oktober) und Dinkel (Aussaat von November bis Dezember).

Pflanzzeit für Gehölze, Stauden und Blumenzwiebeln

Gehölze (Sträucher und Bäume) sind wichtige Strukturelemente im Garten. Wer seinem Garten oder Vorgarten ein neues Gesicht verleihen möchte, erreicht dies am schnellsten durch gut platzierte Gehölze. Bei der Auswahl von Gehölzen muss man – wie auch bei Stauden und Blumenzwiebeln – auf den Standort (Boden, Licht, Wind, Umweltverschmutzung z. B. durch Autoverkehr) achten, aber ganz besonders auch darauf, wie hoch der Baum oder wie groß der Strauch werden kann. Die beste gärtnerische Beratung bei der Auswahl und zur Pflanzung von Gehölzen erhält man in einer Baumschule. Allgemein gilt: Immergrüne Gehölze werden im Oktober oder im März/April gepflanzt, laubabwerfende Bäume und Sträucher pflanzt man ab Ende Oktober bis März.

Stauden werden im Herbst gepflanzt

Stauden werden im Herbst gepflanzt

Auch Stauden sind – im Gegensatz zu Sommerblumen – langfristige Gestaltungselemente. Sie werden am besten in der Zeit von Mitte September bis Mitte Oktober gepflanzt. Viele Stauden werden von Jahr zu Jahr schöner, wenn man sie gut auswählt und entsprechend pflegt. Die beste gärtnerische Beratung zur Auswahl, Kombination und Pflanzung erhält man in einer Staudengärtnerei.

Wer sich für das Frühjahr Farbakzente oder prunkvolle Rabatte mit Blumenzwiebelpflanzen wie Tulpfen, Narzissen, Schneeglöckchen, Blaustern und Krokussen wünscht, muss im Herbst bereits tätig werden. Blumenzwiebeln pflanzen kann man je nach Art und Sorte in der Zeit von August bis November.

Stauden selbst vermehren

Viele Stauden können im Herbst durch Teilung oder Aussaat vermehrt werden. Dazu habe ich hier einen eigenen Artikel verfasst -> Stauden vermehren im Herbst.

Kübelpflanzen überwintern

Für Kübelpflanzen muss rechtzeitig ein Überwinterungsplatz gefunden werden

Für Kübelpflanzen muss rechtzeitig ein Überwinterungsplatz gefunden werden

Empfindliche Kübelpflanzen, deren Heimatstandort in den Tropen liegt, werden jetzt bereits eingeräumt, aber auch für die, die mediterranes Klima vertragen, muss langsam ein Überwinterungsplatz gefunden werden.
-> Kübelpflanzen überwintern
-> Gewächshaus zur Kübelpflanzen-Überwinterung

 

Wühlmäuse bekämpfen

Wühlmäuse sind eine Plage. Und sie breiten sich gerne im Winter unbemerkt unter dem Schnee und manchmal unter gemulchten Flächen aus. Daher am besten im Herbst noch einmal vorhandene Wühlmäuse bekämpfen.

Mulchen

Seit Jahrzehnten gibt es verschiedene Gartenphilosophien hinsichtlich des Bodens im Winter. Die einen schwören auf Frostgare, die anderen plädieren für Mulchen, denn während die Frostgare vom ersten Regen oder der Schneeschmelze zerschlagen wird, bleibt die Gare, die von winzigen Bodenlebewesen unter der Mulchschicht erzeugt wird, dauerhaft bestehen -> Mulchen im Garten.

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Rosen schneiden?

Rose vor Weihnachten im Schnee

Rose vor Weihnachten im Schnee

Viele mögen im Winter auf einen „aufgeräumten“ Garten schauen und schneiden bereits im Herbst zurück, was möglich ist. Doch man sollte bedenken: Frost greift von der Spitze an – wer die Rosen beispielsweise schon im Herbst streng zurückschneidet, riskiert, dass sie bis zum Boden zurückfrieren. Rosen schneidet man besser erst Ende Februar, Anfang März. Das gilt auch für viele Stauden und andere Gehölze – im Winter picken dort die Vögel gerne noch nach Samen und Insekten.

 

Noch mehr Gartenarbeiten – nach Monaten geordnet – finden Sie im → Gartenkalender. Und damit Sie keine Rückenschmerzen bekommen → Gartenarbeit: Sechs Tipps gegen Rückenschmerzen.

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Sonnenhüte – meine Stauden des Jahres

Echinacea Sonnenhut rosa (Purpur-Sonnenhut)Eigentlich ist ja laut Bund deutscher Staudengärtner der Knöterich die Staude des Jahres 2012, aber mein Herz haben dieses Jahr vor allem die Sonnenhüte der Gattung Echinacea (Purpursonnenhut, Schein-Sonnenhut, Roter Sonnenhut) erobert.

Auf den gelben Sonnenhut Rudbeckia (Bild unten) hatte ich schon lange ein Auge, aber dieses Jahr hat er starke Konkurrenz bekommen: Sonnenhüte aus der Gattung Echinacea, wie z. B. der Purpur-Sonnenhut Echinacea purpurea, den es in verschiedenen Rosatönen, Weiß und sogar Gelb gibt. Und wie ich an den Bildern anderer Gartenblogs gesehen habe, ging es nicht nur mir so! Aber das ist wohl immer so, wenn man sich für etwas zu interessieren beginnt, dann sieht man es plötzlich überall: Echinacea bei Facebook, Pinterest, bei meiner Mutter im Beet und natürlich im Weihenstephaner Sichtungsgarten, wo derzeit viele Arten und Sorten demonstriert und bewertet werden. Es sind vor allem die Knubbel in der Mitte der Blüten, die es mir angetan haben.

Echinacea Sonnenhut weiss blühendAber halt: Das, was wir als eine einzelne Blüte wahrnehmen, ist in Wirklichkeit ein körbchenartiger Blütenstand aus vielen Einzelblüten – wie bei allen Blumen der Korbblütler, zu denen auch Gänseblümchen, Astern und Sonnenblumen gehören.

Echinacea-Präparate machen schon seit Jahren in der Naturheilkunde von sich reden – vor allem als vorbeugendes Mittel gegen Erkältungskrankheiten. Doch wird diese immunstärkende Wirkung von manchen Wissenschaftlergruppen bestritten, andere wiederum wollen eine Wirksamkeit mit Studien nachgewiesen haben. Wer mag, kann es ja selbst ausprobieren. Als Gartenstaude hat Echinacea mich jedenfalls überzeugt.  

Echinacea Sonnenhut rosaDer Sonnenhut Echinacea wird je nach Art und Sorte bis ca. 1,20 m hoch, Rudbeckia – je nach Art und Sorte – sogar bis zu 2 m. Als Gartenstauden sind beide, sowohl Rudbeckia-Sonnenhüte als auch Echinacea-Sonnenhüte, problemlos. Sie werden von Oktober bis März in ein Gartenbeet gepflanzt: Echinacea in ein vollsonniges Beet, Rudbeckia verträgt auch Halbschatten und hat etwas höhere Ansprüche an die Bodenfeuchtigkeit.

Die beste gärtnerische Beratung beim Kauf erhält man übrigens in einer guten Staudengärtnerei. Doch kann man Pflanzen auch in Gartencentern und im Gartenversandhandel zu kaufen.

Im Laufe des Frühjahrs und Sommers werden Echinacea– und Rudbeckia-Sonnenhüte gelegentlich gedüngt, höhere Pflanzen (vor allem hohe Rudbeckia) benötigen an windexponierten Standorten unbedingt eine Stütze. Sonnenhut Rudbeckia (gelber Sonnenhut)Echinacea– und Rudbeckia-Sonnenhüte blühen ab Juli bis September/Oktober. Die Blütezeit verlängern kann man, indem man die einzelnen Blütenstände sofort nach dem Verblühen herausschneidet.

Beide, Rudbeckia und Echinacea, lassen sich am besten durch Teilung von Oktober bis März vermehren.

PS: Es gibt Rudbeckien nicht nur als Stauden, sondern auch als einjährige Pflanzen (Rudbeckia hirta).

Ab nächstem Jahr möchte ich ausprobieren, ob und wie gut Echinacea-Sonnenhüte in einem Kübel gedeihen.


 

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