Blumenerde ohne Torf, Bio-Blumenerde, Blumenerde sparen

torffreie Blumenerde

Auch in torffreier Blumenerde wachsen die Pflanzen prächtig

Torf ist ein begrenzter Rohstoff, der nur sehr langsam nachwächst. Torffreie (Bio-)Erden, Blumenerden und andere Pflanzenerden, enthalten Alternativen zu Torf wie Rindenhumus und Holzfaserstoffe. Hier erhalten Sie Informationen zu torfreduzierten und torffreien Pflanzenerden und wie man Blumenerde einsparen kann. (aktualisiert 3/2020)

Mit den ersten Sonnentagen beginnt die Lust aufs Gärtnern und der ein- oder andere schaut schon einmal im Gartencenter oder Baumarkt vorbei und packt neben Primeln, vorgezogenen Blumenzwiebeln und anderen Frühlingsboten auch ein paar Säcke Blumenerde beziehungsweise Pflanzerde ein. Nach den Eisheiligen geht die Balkon-/Pflanzsaison dann richtig los und Einkaufswägen voll mit Blumen und Gemüsejungpflanzen werden zusammen mit zig Blumenerdesäcken zu den Autos gekarrt und nach Hause gebracht.

Wo kann man Blumenerde/Pflanzenerde während der Corona-Krise kaufen?
Wenn bei Ihnen vor Ort der Verkauf ab Gärtnerei oder Hof nicht möglich, das Gartencenter und die Baumärkte mit Pflanzenabteilung wegen der Ausgangsbeschränkungen zum Schutz aller vor dem Coronavirus geschlossen sind, schauen Sie im Lebensmittelgeschäft vor Ort, ob es Pflanzenerden im Sortiment hat. Ansonsten kann man nicht nur Kräuter, Blumen und andere lebende Pflanzen telefonisch oder in entsprechenden Online-Shops bestellen und sich liefern lassen, sondern auch Blumenerden. Angeboten werden sie ebenso manchmal von Lieferdiensten des Lebensmittelhandels, von [Versand-]Gärtnereien und auf jeden Fall vom [Online-]Versandhandel für Gartenbedarf (beispielsweise von Pötschke *, Tom-Garten *, Baldur *, Ahrens + Sieberz, AS-Garten*). Je nach Anbieter und je nachdem, wie die regionalen Vorschriften aktuell sind, werden die Pflanzen per Zusteller wie Hermes, DHL und andere geliefert oder vom Online-Lebensmittelhändler beziehungsweise Gärtner selbst gebracht und kontaktlos übergeben. Bei Lieferung per Zusteller kann man einen Wunschablageort angeben – man muss also nicht einmal die Wohnungstür öffnen. Selbstlieferer wie REWE und Gärtner mit Bringservice. haben ähnliche Verfahren um Kunden und Mitarbeiter zu schützen. 

Der Hauptbestandteil vieler Blumenerden und anderer Pflanz-Substrate ist Torf. Vor allem die Torfkultursubstrate und Einheitserden, aber auch die nicht standardisierten Erden bestehen hauptsächlich aus Torf. Zwar müssen die Zusammensetzungen nicht mehr auf der Verpackung angegeben werden, doch laut BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland lagen die Angaben vor der neuen Gesetzeslage bei 80 bis 100 Prozent Torfgehalt. Daran wird sich nicht viel geändert haben, muss man annehmen, wenn es nicht auf der Packung transparent gemacht wird.

Kritik am industriellen Torfabbau

Der industrielle Torfabbau steht zunehmend in der Kritik, denn die Moore, die für die Torfgewinnung trockengelegt werden, sind über Jahrtausende entstanden und wertvoller Lebensraum für viele spezialisierte Pflanzen (z. B. fleischfressender Sonnentau, besondere Orchideen) und Tiere (z. B. Sumpfohreule und Birkhuhn, besondere Falter und Libellen). Außerdem sind Moore wichtige Kohlendioxid- (CO2) Speicher – noch wichtiger als Wälder. Bei Trockenlegung wird das „Treibhausgas“ CO2 frei. Laut BUND stammen 4,5 Prozent der deutschen Emissionen aus entwässerten Mooren.

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Blumenerde ohne Torf

Viele Blumenerde-Hersteller haben Alternativen entwickelt. So wird Torf oft völlig oder teilweise durch Rindenhumus (kompostierte Rinde), Grüngutkompost, Holzfaserstoffe und andere Beigaben ersetzt. Wer sich beim Blumenerdekauf für die torffreien Varianten, die es längst in jedem Gartencenter und Baumarkt gibt (vor Ort und im Internet), entscheidet, tut also etwas für Klima und Umwelt.

Torffreie und torfreduzierte Pflanzenerden bekommt man beim Gärtner, in Gartencentern, Baumärkten sowie teilweise im Lebensmittelhandel – alle diese gibt es regional vor Ort und im Internet. Letztere liefern über Zustelldienste oder bringen die Ware direkt vorbei.

Bio-Blumenerde

„Bio“ und „torffrei“ sind zwei ganz unterschiedliche Qualitätskriterien. „Torffrei“ ist noch nicht „bio“ und „bio“ bedeutet nicht automatisch „torffrei“. Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte als „torffrei“, fragt nach torffreien Bio-Erden. Allerdings sind Bio-Erden nur dann „wirkliche“ Bio-Erden, wenn sie das entsprechende Siegel nach den Vorgaben der EU (EU-Öko-Verordnung) oder der Bio-Produktionsverbände (Demeter, Bioland oder andere) tragen. Der Begriff „Bio“ ist leider bei Erden/Substraten nicht geschützt und viele Firmen setzen „Bio“ schon mit der Begründung in den Namen der Blumenerde, dass ihre Blumenerde aus nachwachsenden Rohstoffen sei oder die Verpackung aus einem weniger schädlichen Kunststoff als andere, ohne dass die Erde tatsächlich Bioqualität und ein Bio-Siegel hat.

Torffreie Erden im (Gartenfach-) Handel

Beispiele für torffreie (Bio-) Erden:

  • Ökohum Bio Universalerde*
  • Compo Bio Universalerde torffrei*** (Werbelink)
  • Schöner Garten Bio-Blumenerde (von Kleeschulte)**
  • Ecosus Universal-Blumenerde (von Hölscher)*
  • Ricoter Blumenerde ohne Torf
  • BIO Pflanzsubstrat ohne Torf von ASB Greenworld
  • Fruhstorfer-Bio-Blumenerde
  • NeudoHum Blumenerde von Neudorff (Werbelink)

* Nach FiBL-Betriebsmittelliste für den biologischen Anbau zugelassen (soweit bekannt)
** von Grünstempel bio-zertifiziert
*** gemäß ÖK-Verordnung für den ökologischen Landbau geeignet (Angabe Compo)

FiBL ist das Forschungsinstitut für den Biologischen Landbau.
Grünstempel ist eine EU Kontrollstelle für ökologische Erzeugung und Verarbeitung. Auch der BUND für Umwelt und Naturschutz und der Landesbund für Vogelschutz veröffentlichen regelmäßig Einkaufsführer für torffreie (Bio-) Blumenerden (siehe unten).

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Torffreie Bio-Erden verwenden

Wer bisher Torfkultursubstrate, Einheitserden bzw. torfhaltige Blumenerden gewohnt ist, muss sich umstellen, denn torffreie Pflanzen-/Blumenerden haben nicht unbedingt die gleichen Eigenschaften. Sie können sich beispielsweise hinsichtlich Struktur, Wasserhaltevermögen, Nährstoffgehalt und Nährstoffumsetzung von den Erden, die wir gewohnt sind, unterscheiden. Deshalb ist es ratsam, vor dem Gießen zu prüfen, ob die Erde noch feucht ist. Das könnte man mit einem Feuchtemesser (Tensiometer) tun, aber der Finger reicht auch – allerdings nur, wenn man wirklich tief bohrt, denn grobe Substrate sind vielleicht oben trocken, aber im Inneren doch noch ausreichend feucht. Ein Zuviel an Wasser ist aber mindestens ebenso schädlich wie ein Zuwenig. Ansonsten sollte man seine Pflanzen gut beobachten – so lassen sich auch Nährstoffmangel oder -Nährstoffüberschuss früh erkennen und beheben.

Torffreie Blumenerde selbst mischen

Wer seine torffreie Blumenerde selbst mischen möchte, kann dies zum Beispiel mit dem folgenden Blumenerde-Rezept. Man mische diese Zutaten:

  • 25% Rindenhumus
  • 25% Gartenkompost
  • 50% Gartenerde
  • 35% Holzfaserstoffe
  • 30% Rindenhumus
  • 25% Gartenkompost
  • 10% Ton

Der Ton bzw. der Tonanteil der Gartenerde bringt feine Poren in die Blumenerde. Wasser, gelöste Nährstoffe und Mineralien werden dadurch vor dem Auswaschen besser geschützt. Der Ton ist also ein guter Puffer, aber macht die selbst gemachte Blumenerde bzw. eine gute Blumenerde aus dem Handel auch etwas schwerer als grobe oder faserige organische Bestandteile, die viel Luft enthalten können.

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Blumenerde sparen

Nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern auch wegen der unangenehmen Erde-Schlepperei (Bootcamp-Fitness mit Schlammcatchen im Baumarkt) versuche ich, Blumenerde zu sparen. Das mache ich beispielsweise so: Wenn ich Kübel oder Töpfe neu bepflanze, dann gebe ich in das neue Gefäß aus Ton, Terracotta oder einem anderen frostfesten Material für Pflanzgefäße unten ein paar Tonscherben hinein (später darf man dann aber nur mit Arbeitshandschuhen in solchen Töpfen graben), dann eine oder mehrere abgestorbene Pflanzen vom Vorjahr mit zerpflücktem Wurzelballen, dann erst frische Blumenerde, in die ich die neue Pflanze einpflanze. Die toten Pflanzenteile können dann im Topfinneren wie im Hochbeet oder auf dem Kompost verrotten. Das Pflanzgefäß wird zu einem „Miniatur-Hochbeet“ beziehungsweise zum „bepflanzten Kompostkasten“.

* Werbelink (Affiliate-Link)
Wenn Sie über einen solchen Link einkaufen, erhalte ich eine kleine Provision. Damit finanziere ich diese Seiten und meine Arbeit.

Weitere Informationen

Dieser Beitrag wurde 2013 zum ersten Mal veröffentlicht und mehrmals aktualisiert

Buchtipp:

Flexibel und mobil gärtnern: Blumen, Gemüse & Kräuter, Stauden und Gehölze in Töpfen und anderen Pflanzgefäßen anbauen und so Balkone, Terrassen, Dachterrassen, Eingangsbereiche verschönern und/oder für den Selbstversorgeranbau nutzen. Standortgerecht Gartenträume wahrmachen – vom ansprechenden Eingangsbereich über Duft-, Bienen-, Künstlerbalkon bis zur Wohlfühloase und/oder Selbstversorgerterrasse auf dem Dach.

Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1. Auflage (2019)
Taschenbuch/Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8 





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Veröffentlicht unter Garten und Pflanzen, Öko-/Bio-Themen, Urban Gardening, Wohnen und Garten | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | 10 Kommentare

Der Kies muss weg (Buchvorstellung**)

Seit ein paar Jahren machen sich Kies- und Schottergärten breit und verdrängen die Pflanzen aus der Umgebung der Menschen. In seinem Buch Der Kies muss weg.*, das gerade beim Ulmer Verlag erschienen ist, geht Tjards Wendebourg der Sache auf den Grund. Haben diese Menschen Angst vor der Gartenarbeit oder davor, sich von ihren Nachbarn zu unterscheiden, die bereits im Grauen wohnen? Er liefert Argumente gegen das steinerne Elend und zeigt bessere Wege auf.

Der Kies muss weg. Buchcover mit Werbelink zu Amazon

Die Medien berichten seit Jahren. Und Pflanzenliebhaber sowie Naturschützer empören sich darüber, dass sich zunehmend Menschen für eine graue Schotterhalde vor der Haustür statt für lebendiges Grün und Blumen entscheiden. In seinem gerade beim Ulmer Verlag erschienen Buch geht Tjards Wendebourg den Steinen auf den Grund, forscht nach den Ursachen für die Ausbreitung der Schottergärten, erklärt die Nachteile und den nur vermeintlich geringeren Pflegeaufwand und zeigt Alternativen auf, die nicht nur angesichts von Klimawandel und Insektensterben zeitgemäßer sind, sondern auch das ganze Wohnambiente aufwerten und das Klima am (und auch im) Haus verbessern würden.

Meinung zum Buch
Gefallen hat mir, dass Wendebourg jede Menge Basiswissen auffährt und gute Argumente liefert, warum diese als nahezu unbelebt geplanten Schottergärten, wie sie derzeit in manchen Gegenden gehäuft aufpoppen, weder für Klima und Natur noch für den Menschen nützlich, sondern nur falsche Versprechen sind, die einen Rattenschwanz an Arbeit und Kosten nach sich ziehen. Auch nennt er in seinem Buch pflegeleichte Pflanzen als Alternativen für verschiedene Standorte und zeigt auch schöne Pflanzengesellschaften und Bepflanzungen in Bildern.
Sehr gut finde ich auch die Idee mit den QR-Codes in den Kapiteln, über die man Zusatzinformationen im Internet erreicht.

Der Autor
Tjards Wendebourg ist Dipl.-Ing. Gartenbau und hat viele Jahre lang Gartenbesitzer beraten. Seit 2001 arbeitet er als Redakteur beim Verlag Eugen Ulmer und ist inzwischen als Redaktionsleiter für zehn Fachzeitschriften verantwortlich, darunter DEGA GALABAU, FREIRAUMGESTALTER, FLÄCHENMANAGER sowie Naturschutz und Landschaftsplanung.

Buchdaten
Der Kies muss weg.*
Gegen die Verschotterung unserer Vorgärten.
Tjards Wendebourg
Ulmer Verlag 2020,
ISBN 978-3-8186-1045-6
96 S., 100 Farbfotos, Klappenbroschur.
Als E-Book (PDF) gibt es das Buch auf der Buchwebseite des Ulmer-Verlages***, Fachverlag für Garten & Pflanzen und mehr

Mein Fazit zum vorliegenden Buch:
Sehr wichtiges Thema, interessant und lesenswert umgesetzt.

Wer einen Garten plant und anlegt beziehungsweise anlegen lässt und wer Hausbesitzer oder Wohnungseigentümer(gemeinschaften) zu Neuanlagen und Umgestaltungen berät, sollte sich mit diesem Thema auseinandersetzen und das Buch lesen, bevor er einen „Schottergarten des Grauens“ empfiehlt oder anlegt. Er oder sie wird sich und/oder seinen Kunden manchen Ärger ersparen. Eine tolle Idee für Gartenplaner und Garten- und Landschaftsbauer: Ihren Kunden das Buch schenken!

Anmerkung
Ich persönlich bin ein Zahlenfreak und hätte mir den Teil des Buches, in welchem es um die Alternativen geht, noch ausführlicher gewünscht: mit (noch mehr) Gegenüberstellungen in Bildern/Plänen jeweils mit konkreten Zahlen zu Kosten und Arbeitsstunden für Anlage- und Folgekosten von Schotter-Eingangsbereichen gegenübergestellt verschiedenen, unterschiedlich teuren pflegeleichten Bepflanzungen in unterschiedlichen „Stilen“ für den Eingangsbereich und andere Außenbereiche (am liebsten noch mit Angaben zur ökologischen Mehrleistung der verschiedenen Bepflanzungen gegenüber der Steinaufschüttungsvariante, auch ausgedrückt als ökonomischer Wert). Vielleicht nimmt sich ja mal eine Forschungsanstalt dieses Themas ein paar Jahre lang an und erarbeitet solche Zahlen, und dann wird das Buch um 60 Seiten erweitert.

* Werbelink
** Rezensionsexemplar bestellt und kostenlos erhalten
*** Werbung: Ich bin ebenfalls Autorin des Ulmer Verlages, weshalb ich den Artikel sicherheitshalber als Werbung wegen „Markennennung“ kennzeichne, denn theoretisch könnte mein Blogartikel zu einer (weiteren) Zusammenarbeit mit dem Ulmer Verlag oder dessen Netzwerk in der Zukunft führen – soweit zur neuen Influencer-Rechtsprechung. Tatsächlich vertrete ich hier aber unbeeinflusst meine Meinung.

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Pflanzen des Jahres 2020

Jedes Jahr wählen verschiedene Organisationen, Institutionen oder auch PR-Kampagnen ihre Pflanzen des Jahres. Da gibt es die Blume des Jahres, die Staude des Jahres, den Baum des Jahres, die Arneipflanze des Jahres, die Giftpflanze des Jahres und viele andere. Meist geht es darum, das Augenmerk von Gärtnern und Öffentlichkeit auf diese Pflanzen lenken, denn oft handelt es sich um gefährdete, zu wenig bekannte oder nicht genug wertgeschätzte Pflanzen. Dies sind die wichtigsten Pflanzen des Jahres 2020 im Überblick und von wem sie jeweils als solche bestimmt wurden:

Der Lavendel (Lavandula-angustifolia) ist Arzneipflanze 2020.

Echter Seeball
Die Wasserpflanze des Jahres 2020 ist der Echte Seeball (Aegagropila linnaei), eine Alge der nördlichen Erdhalbkugel. Die Pflanze symbolisiert die Dringlichkeit eines wirksamen Gewässerschutzes. Zur Wasserpflanze des Jahres gekürt wurde sie vom Verband der Deutschen Sporttaucher (VDST) gemeinsam mit dem Tauchsportverband Österreichs (TSVÖ) und dem Schweizer Unterwasser-Sport-Verband (SUSV).

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Fieberklee
Der Fieberklee (Menyanthes trifoliata) ist die Blume des Jahres 2020. Er ist eine Sumpfblume, die als Erstbesiedlerin Lebensräume erschließt. Zur Blume des Jahres 2020 auserkoren wurde der Fieberklee von der Loki-Schmidt-Stiftung.

Rutenhirse
Die Rutenhirse (Panicum), ein robustes und trockenheitsverträgliches Ziergras, wurde vom Bund Deutscher Staudengärtner (BDS) zur Staude des Jahres 2020 auserwählt.

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Robinie
Die Dr.-Silvius-Wodarz-Stiftung kürte die Robinie (Robinia pseudoacacia) zum Baum des Jahres 2020. Diese Baumart wurde erst vor 300 Jahren im Mittelmeerraum eingeführt und steht auf der Liste der invasiven Baumarten. Andererseits ist sie robust und eine gute Bienenweide – sie könnte also bei fortschreitender Klimaerwärmung zur Hoffnungsträgerin werden.

Wegwarte
Die Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus) wurde vom Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, bekannt als Paracelsus, zur Heilpflanze des Jahres 2020 bestimmt. Auf ihr basieren die Kulturformen Chicorée, Radicchio und Zuckerhut mit ihren gesundheitsförderlichen Bitterstoffen.

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Lavendel
Der Studienkreis „Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzen“ an der Universität Würzburg wählte den Echten Lavendel (Lavandula angustifolia) zur Arzneipflanze des Jahres 2020. Der Echte Lavendel ist ein kleiner Strauch, aus dessen Blütenständen Lavendelöl gewonnen wird, dessen junge Blätter in der Küche als Gewürz verwendet werden und dessen Auszüge der Blüten als Arzneitee und als Badezusatz genutzt werden.

Schwarze Tollkirsche
Dieses Nachtschattengewächs (Atropa belladonna) ist die Giftpflanze des Jahres 2020 – verantwortlich für die Ernennung ist der Botanische Sondergarten Wandsbek. Die Aufnahme der in der Pflanze enthaltenen Giftstoffe führt je nach Menge zu Mundtrockenheit, zu Sehrstörungen oder gar zum Tod durch Atem- und Herzstillstand.

Gurke
Der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) hat die Gurke (Cucumis sativus) zum Gemüse der Jahre 2019 und 2020 ernannt. VEN möchte darauf aufmerksam machen, wie viel Artenvielfalt bei der Gurke verlorengegangen ist und für den Erhalt und die Verbreitung samenfester, und damit nachbaufähiger Sorten werben.

Junge Gurkenpflanze im Gewächshaus

Rudbeckie und Gurke
Fleuroselect, die internationale Organisation der Zierpflanzenindustrie, stellt 2020 die Rudbeckie (Rudbeckia) und die Gurke (Cucumis sativus) in den Mittelpunkt ihrer Home-and-Garden-Marketingkampagnen „Year Of The Rudbeckia“ und „Year Of The Cucumber“.

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Sedum
Der Unternehmerverband Gärtner Schweiz JardinSuisse kürt erstmals eine Pflanze des Jahres. Die Wahl fiel auf Sedum aus der Familie der Dickblattgewächse – und zwar auf die ganze Gattung, zu der die Weiße Fetthenne (Sedum alba), der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre), Tripmadam (Sedum reflexum) und viele andere gehören.

Zu den Pflanzen des Jahres 2019

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Drei Tipps für mehr Sicherheit bei der Gartenarbeit

Artikelkennzeichnung siehe untenImmer wieder kommt es bei der Gartenarbeit vor, dass sich sowohl private Gartenbesitzer als auch professionelle Gärtner bei den Tätigkeiten im Garten verletzen. Von kleinen Schnittwunden bis hin zu schwerwiegenden Verletzungen birgt auch der sonst so schöne Garten einige Verletzungsrisiken. Wir möchten Ihnen daher hier drei Tipps an die Hand geben, mit denen Sie ohne Risiko Ihrem liebsten Hobby nachgehen können.

Tipp Nr. 1: Sicherheitsausrüstung

Garten- oder Arbeitshandschuhe werden sehr häufig im Garten getragen. Oft eher mit dem Hintergedanken, sich die Hände nicht schmutzig zu machen, jedoch sollte der Sicherheitsaspekt nicht vergessen werden. Kleinere Wunden an den Händen können sehr einschränkend sein und sollten daher möglichst mittels speziellen Handschuhen vermieden werden. Außerdem bieten solche Handschuhe mehr Halt bei der Verwendung von Gartengeräten oder Ähnlichem. Außer den Handschuhen sollten jedoch noch weitere Aspekte berücksichtigt werden. Gerade wenn größere Arbeiten im Garten anstehen, empfiehlt es sich beispielsweise in spezielle Sicherheitsschuhe zu investieren. Diese schützen die Füße vor herunterfallenden Gegenständen, beispielsweise vor spitzen Gegenständen, die sich sonst leicht durch eine normale Schuhsohle bohren könnten. Verbessern kann man die Sicherheit noch durch lange Arbeitshosen und Zusatzequipment, wie zum Beispiel Knieschoner. So wird die Gartenarbeit nicht nur deutlich sicherer, sondern zugleich auch angenehmer zu verrichten. Sämtliches Equipment der hier genannten Ausrüstung können Sie bequem bei Tooler einkaufen.

Tipp Nr. 2: Arbeiten Sie im Team

Einige Tätigkeiten im Garten sollten nicht alleine erledigt werden. Sobald Sie zum Beispiel Äste hoch in der Baumkrone beschneiden müssen und eine hohe Leiter benötigen, sollten Sie die Hilfe einer weiteren Person in Anspruch nehmen. Zu oft kommt es vor, dass Personen bei der Gartenarbeit von der Leiter stürzen und sich schwerwiegende Verletzungen zufügen. Oft ist der Standort für eine hohe Leiter im Garten einfach nicht ideal – durch den weichen Boden vom Rasen oder dem Beet hat eine Leiter nicht den besten Halt und droht schnell zu kippen. Mit einer zweiten Person kann die Leiter fest am Boden gehalten werden und Sie können die Arbeiten in der Höhe mit gutem Gewissen verrichten. Auch wenn Sie schwere Gegenstände von A nach B transportieren müssen, ist die Hilfe einer zweiten Person immer besser, als Verletzungen am Rücken zu riskieren. Ganz zu schweigen, dass die Arbeit gemeinsam gleich doppelt so viel Spaß bereiten kann.

Tipp Nr. 3: Lassen Sie sich Zeit

Einer der häufigsten Gründe für Unfälle und Verletzungen bei der Gartenarbeit ist der Faktor Zeit. Schnell nach Feierabend noch in den Garten oder zwischendurch kleinere Tätigkeiten erledigen, kann gefährlich sein, weil dann häufig alle Risiken ausgeblendet werden und sei es nur für einen kurzen Augenblick. Gerade auf diesem Weg passieren die meisten Unfälle. Schließlich soll die Gartenarbeit Spaß machen und man sollte ruhig etwas Zeit dafür einplanen. So geht die Arbeit am leichtesten von der Hand und das Risiko für unnötige Verletzungen wird erheblich reduziert.

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