Biogarten: Mit Blühpflanzen Nützlinge fördern

Mit blühenden Pflanzen vom Spätwinter bis zum Spätherbst tut man sich nicht nur selbst etwas Gutes, sondern auch Schmetterlingen, Bienen, Hummeln und anderen Nützlingen. Beispiele. (aktualisiert am 9.1.2022)

Jeder, nicht nur der „Biogärtner“, kann etwas zum Erhalt der Arten beitragen, indem er Schmetterlingen, Bienen, Hummeln und anderen Nützlingen im Garten oder auf dem Balkon Futter vor allem in Form von blühenden Pflanzen bietet.

Hier eine kleine Diaschau von Nützlingen an Blüten von meinem YouTube-Kanal.

Was sind eigentlich Nützlinge?

Als Nützlinge werden vor allem Insekten und Spinnentiere bezeichnet, die für den Menschen einen Nutzen haben. (Das ist also eine ziemlich egoistische Sichtweise – und da wir viele Zusammenhänge noch gar nicht kennen, auch eine ziemlich ignorante.)

Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und viele andere sind für uns ganz offensichtlich nützlich, weil sie Pflanzen bestäuben, so dass wir Obst und Fruchtgemüse ernten können. Honigbienen sammeln darüber hinaus Honig und tragen etwas zu unserer Ernährung bei. Ohrenkneifer, Marienkäfer, ihre Larven sowie die Larven von Schwebfliegen, Florfliegen, Gallmücken und anderen sind nützlich, weil sie Blattläuse vertilgen und Raubmilben halten Spinnmilben an unseren Pflanzen in Schach. Auch Vögel und Igel sind Nützlinge, denn sie vertilgen beispielsweise Mücken und Schneckeneier. Letztendlich hat aber jedes Lebewesen eine Funktion im Ökosystem und ist wichtig. Wir brauchen die Artenvielfalt und praktizieren im Garten, auf Balkon und Terrasse am besten das Gärtnern mit der Natur und nicht gegen sie.

Anzeige


Welche Blühpflanzen mögen Schmetterlinge, Bienen, Schwebfliegen & Co.?

Fast alle Blühpflanzen, die Nektar und/oder Pollen bilden, unterstützen viele Nützlinge.
Für Honigbienen sind es Blühpflanzen, die als Bienentrachtpflanzen zählen – dort finden Sie beides, Pollen und Nektar. Zu den Bienentrachtpflanzen gehören beispielsweise

  • Bäume wie Robinie, Linde und Obstbäume
  • Sträucher bzw. Halbsträucher wie Ysop, Lavendel und Thymian
  • Stauden wie Kugeldistel und Futter-Esparsette
  • einjährige Pflanzen wie Raps, Buchweizen, Borretsch, Gelber Steinklee und Phacelia („Bienenfreund“)

Aber auch viele andere Blühpflanzen wie Wild-, Gewürz- und Heilkräuter werden von Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und anderen Nützlingen angeflogen (siehe auch Pflanzen für Nützlinge).

Anzeige


Bei uns im Garten und in der Umgebung beobachte ich Bienen und Hummeln beispielsweise an Rasenunkräutern wie dem Löwenzahn, aber auch an Blumenzwiebelpflanzen wie Purpur-Kugellauch (Allium aflatunense ‚Purple Sensation‘), Gartenstauden wie dem Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) oder der Duftnessel (Agastache Hybride ‚Ayala‘) und an Sträuchern wie dem Spierstrauch und dem Sommerflieder (Buddleja davidii). An letzterem findet man auch sehr viele Schmetterlinge – allerdings sollte man wissen, dass die Jungtiere (Raupen) der Schmetterlinge spezielle Futterpflanzen brauchen, bei manchen Schmetterlingsraupen sind das Brennesseln, andere benötigen Dill, Fenchel, Kapuzinerkresse oder andere Raupenfutterpflanzen – nur wenn man diese Pflanzen zusätzlich in der Nähe hat, ist für den Schmetterlingsnachschub gesorgt.

Die Nützlinge und Blüten aus dem Diaschau-Film

Marienkäfer an Traubenhyazinthe

Marienkäfer an Traubenhyazinthe

Biene an Storchenschnabel

Biene an Storchenschnabel

Biene an Phacelia

Biene an Bienenfreund Phacelia

Schwebfliege an Habichtkraut

Schwebfliege an Habichtkraut

Hummel an Spierstrauch

Hummel an Spierstrauch

Biene an Schmetterlingsstrauch

Biene an Schmetterlingsflieder Buddleja davidii ‚Black Knight‘

Hummel an Agastache

Hummel an Duftnessel Agastache

Tagpfauenauge an Schmetterlingsflieder

Tagpfauenauge an Schmetterlingsflieder

Apropos Holunder

Eigentlich gehört er auch zu den wichtigen Blütenpflanzen. Allerdings: Holunder wird von Honigbienen nicht besucht, dafür aber von Schwebfliegen – diese Schwebfliegen sowie Schmetterlinge befruchten seine Blüten, sodass daraus Holunderbeeren werden, die Menschen und Vögel genießen. Die Larven der Schwebfliegen sowie Marienkäfer laben sich nebenbei an den an den Trieben oft reichlich vorkommenden Holunderblattläusen. Dadurch hat man dann eine eigene Nützlingszucht im Garten.

Der Beitrag wurde 2016 erstmalig veröffentlicht und seit dem mehrmals aktualisiert.

Das könnte Sie auch interessieren:

Anzeige

Veröffentlicht unter Garten und Pflanzen, Mitreden, Öko-/Bio-Themen, Urban Gardening | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | 1 Kommentar

Arbeitskalender für Gewächshaus und Frühbeet („Gewächshauskalender“)

In diesen Tagen erscheint beim Verlag Eugen Ulmer ein neues Gewächshausbuch Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat: säen – pflanzen – pflegen –ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff*. Es ist ein immerwährender Arbeitskalender für alle anfallenden Arbeiten im Gewächshaus, Frühbeet, Tomatenhaus, unter Folie und anderes nach Monaten. Er enthält für jeden Monat nicht nur detaillierte und praktische pflanzenbauliche Vorschläge und Anregungen, sondern auch ob und was vorzubereiten und am Gewächshaus zu warten ist. (Buchvorstellung in eigener Sache)

Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat: säen – pflanzen – pflegen –ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff - zum Buch bei Amazon.de (Werbelink)
Damit Sie keinen Termin verpassen und das Gartenjahr im Gewächshaus, Frühbeet und unter Folie optimal nutzen können: Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat: säen – pflanzen – pflegen –ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff*.

Einen groben Kleingewächshauskalender für alle Nutzungsarten gibt es von mir schon länger online und er ist sehr gefragt, aber nun hat mir der Verlag Eugen Ulmer die Möglichkeit gegeben, einen wesentlich detaillierteren, immerwährenden Arbeitskalender für die gemüsebauliche Nutzung von Gewächshaus und Frühbeet als Buch zu erstellen, das man jedes Jahr wieder als Planungs- und Arbeitshilfe zur Hand nehmen kann. Das Buch ist gerade erschienen und kann in jeder Buchhandlung sowie beim Verlag Eugen Ulmer bestellt werden.

Warum es dieses Gewächshausbuch braucht

Gewächshausbücher sowie viele andere Gartenbücher sind meist themenorientiert. Das macht Sinn, wenn man sich zu den einzelnen Verfahren und Gemüsekulturen tiefergehend informieren möchte. Ich habe selbst zwei solcher Gewächshausbücher geschrieben: ein großes Buch über Gewächshaustechnik und alle Nutzungsarten von Gartengewächshäusern von Gemüse bis Tropenpflanzen (Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung von Schumann/Milicka*) sowie ein Taschenbuch über den Gemüseanbau im Gewächshaus und Frühbeet (Gewächshaus und Frühbeet: Erfolgreich nutzen für den eigenen Gemüseanbau*). Zwar enthalten diese Bücher auch jeweils einen kurzen Überblick über die Arbeiten im Gewächshaus im Laufe des Gartenjahres, aber wer detailliert nachschlagen können möchte, welche Arbeiten in jedem Monat im und am Gewächshaus anfallen, was man wann vorbereiten, aussäen, vorziehen, pflanzen, pflegen, ernten sollte und welche Instandhaltungsarbeiten in diesem Monat anfallen, der wird froh über das neue Buch Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat: säen – pflanzen – pflegen –ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff* sein, denn es ist ein immerwährender Arbeitskalender, der Ihnen darüber hinaus auch ein wenig Platz für eigene Notizen (Beobachtungen, Sorten etc.) gibt.

Cover hinten vom Buch Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat - Arbeitskalender (Werbelink)
Timing spielt im Gemüse- und Kräuteranbau eine große Rolle. Umso mehr, wenn man den Platz in einem Gewächshaus oder Frühbeet optimal nutzen möchte, denn schließlich steckt jede Menge Arbeit und/oder Geld in dem guten Stück.

Das Buch

Mit dem dauerhaften Arbeitskalender Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat: säen – pflanzen – pflegen –ernten. Der beste Zeitpunkt…* wissen Sie immer, was im aktuellen Monat zu tun ist. Sie verpassen keine Termine für Aussaat, Pflanzung, Pflegearbeiten, termingerechte Jungpflanzenanzucht und anderes und Sie bekommen Anregungen, was Sie zu welchem Zeitpunkt anbauen können. Endlich ein ausführlicher Gewächshauskalender, den man jedes Jahr wieder benutzen kann!

Zur Einstimmung und zum besseren Verständnis werden zunächst astronomische, meteorologische und phänologische Jahreszeiten erklärt, dann erläutert, was Gewächshaus, Frühbeet, Tomatenhaus, Folientunnel usw. leisten können sowie ein Überblick über das Gartenjahr und Eckdaten zur Jungpflanzenanzucht gegeben.

Für jeden Monat von Januar bis Dezember wird beschrieben und in Bildern veranschaulicht:

  • Was muss/kann vorbereitet werden
  • Was kann man direkt ins Beet aussäen
  • Was kann man ins Beet pflanzen (selbst vorgezogene oder gekauft hat)
  • Was kann man verfrühen und treiben
  • Welche Pflegemaßnahmen und Ernten fallen an
  • Was kann man jetzt vorziehen, damit es zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgepflanzt werden kann (Jungpflanzenanzucht)
  • Sonstige Gärtnerarbeiten, an die man denken sollte
  • Instandhaltung des Gewächshauses
  • Platz für eigene Notizen mit einem Extratipp

Das Buch enthält außerdem Specials zu den Themen

  • Anbau ohne gewachsenen Boden
  • Wasserversorgung
  • Gründüngung

sowie einen Serviceteil mit Bezugsquellen, Lesetipps und mehr.

Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat - säen - pflanzen - pflegen - ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff. (Werbelink)
Jeder Monat im Buch hat die gleiche Struktur, so dass man sich im immerwährenden Arbeitskalender gut zurechtfindet.
Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat - säen - pflanzen - pflegen - ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff. (Werbelink)
Jeder Monat ist zudem mit praktischen Informationen und Gartentipps gespickt. Am Ende jeden Monats ist zudem etwa eine Dreiviertelseite für Ihre eigenen Notizen reserviert.

Buchdaten

Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat: säen – pflanzen – pflegen –ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff*
Eva Schumann
Ulmer Verlag, Stuttgart (13. Januar 2022)
ISBN-10: 3-8186-1415-6
ISBN-13: 978-3-8186-1415-7

Das Buch enthält 84 Farbfotos, 2 farbige Zeichnungen und 5 Tabellen. Beim Verlag Eugen Ulmer** finden Sie auch einen Blick ins Buch.

Das Buch kann über jede Buchhandlung vor Ort und online sowie direkt beim Verlag Eugen Ulmer** bestellt werden.
Bei Amazon.de findet man es unter https://amzn.to/3JqBnYb*.

Danksagung von Eva Schumann, Autorin von Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat - säen - pflanzen - pflegen - ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff.
Danksagung von Eva Schumann, Autorin von Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat … *

* Werbelink (Buchabbildungen und Werbelinks führen zu einem Werbepartner und ich erhalte eine kleine Provision, falls dort irgend etwas bestellt wird).
** Link zum Buchverlag (unbezahlt, unbeauftragt)

Das könnte Sie auch interessieren:

Veröffentlicht unter Bücher, Garten und Pflanzen, Gewächshaus, tinto, tinto-Bücher | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Arbeitskalender für Gewächshaus und Frühbeet („Gewächshauskalender“)

Geld verdienen mit dem Blog: Was hat sich geändert?

Kurze Antwort: Es ist schwieriger geworden! (Meinungsbeitrag)

Ob man mit Inhalten im Web, bespielsweise in einem Blog, über Werbeeinnahmen Geld verdienen kann, hängt unter anderem vom Thema, der Qualität und von der Sichtbarkeit ab.

Kleiner Rückblick
Ich habe seit 1998 eigene Inhalte – Texte und Bilder  –  im Web. Angefangen habe ich mit einer „Homepage“, mit der Zeit wurde es ein kleines Universum aus Informationswebsites zu Themen, mit denen ich mich vorher oder parallel auch hauptberuflich oder einfach aus Interesse befasste. Die Webseiten erstellte ich mit WYSiWYG-Editoren, später auch mit einfachen HTML-Editoren – jede Seite manuell. Mit dem Aufkommen von Content-Management-Systemen (CMS) richtete ich dann auch Blogs ein, weil sie leichter zu erstellen und zu administrieren sind.

Meine Werbeeinnahmen aus monetarisierten Online-Veröffentlichungen stehen auf vier Standbeinen. Der Erfolg aller ist von Suchmaschinen, insbesondere vom Quasi-Monopolisten Google-Suche, abhängig. Mehr dazu auch bei Geld verdienen mit der Homepage, dem Blog, Videos

Meine Veröffentlichungen, also meine Arbeit, wollte ich nach einiger Zeit auch monetarisieren. Also ging ich Partnerschaften mit Amazon.de*, Google Adsense und sogenannten Affiliate-Plattformen ein. Seit Firmen oder deren Agenturen auf mich zukamen, vereinbare ich mit denen, die ich zu meinen Inhalten passend finde, auch direkte Werbepartnerschaften, vermiete Werbeplatz für Banner oder Texteinschübe oder veröffentliche gegen Bezahlung deren Artikel oder schreibe in deren Auftrag gesponserte Artikel und veröffentliche sie. Jede Werbung wird natürlich entsprechend gekennzeichnet (Anzeige, Werbung, Sponsor-Post, Sponsored Post).

Lässt sich mit Bloggen Geld verdienen?

Meine Erfahrungen mit den einzelnen Möglichkeiten zur Monetarisierung von Blogs mit Werbeeinnahmen sind gemischt und sie haben sich im Laufe der Zeit auch immer wieder geändert, je nach Thema der Veröffentlichung, Art der Werbepartnerschaft und den Möglichkeiten, die sie bietet, sowie auch abhängig davon, welche Geräte (Smartphone, Smartpad, Notebook/Computer) unter meinen Leser*Innen am stärksten verbreitet waren. Vor einigen Jahren habe ich einen ausführlichen Beitrag zum Thema Geld verdienen mit Homepage oder Blog verfasst, den ich später um das Thema Video erweitert habe. In dem Beitrag sind meine Erfahrungen zur Generierung von Werbeeinnahmen bis etwa 2018 aufgeführt und dort sind Rechenbeispiele enthalten. Hier nun einige Beobachtungen, wie sich das Thema in den letzten Jahren weiterentwickelt hat – wobei dies allein meine Erfahrungen sind.

Neueste Entwicklungen bei der Blogmonetarisierung

Der Kampf um die Seitenbesucher*Innen

Ich war bei einigen meiner Themen als Vorreiter gestartet, inzwischen ist die Konkurrenz immens. Die hohen Besucherzahlen sind bei „alten“ Themen schwer zu halten, denn nicht nur andere Blogger*Innen kämpfen um die Aufmerksamkeit der Leser und Leserinnen, sondern inzwischen sind auch fast alle Magazine online, Unternehmen der Branchen sowie völlig sachfremde Plattformen, auch sie bloggen oder lassen zur Kundengewinnung und Kundenbindung bloggen. Natürlich ist all das legitim, aber es macht das Leben für bloggende Einzelkämpfer*Innen schwer. Die bestehenden Spitzenplätze, deren Inhalte und Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung (SEO, beispielsweise die Keywordoptimierung) sind für jeden leicht zu recherchieren, und als nachfolgende Content-Manager*In muss man es nur ein wenig besser für die Suchmaschine aufbereiten (lassen), um die Vorreiter vom Thron zu stoßen. Als Blogger oder Bloggerin reicht es längst nicht, klare Texte mit wertvollen Informationen zu schreiben. Um Erfolg zu haben, muss man ständig die Konkurrenz und die Suchmaschinenplätze im Auge haben. Ich weiß, wie man Content auf die vorderen Plätze hievt, aber ich muss aus Zeitgründen Prioritäten setzen und ich gebe zu, ich beschäftige mich bei meinen eigenen Blog-/Veröffentlichungen inzwischen lieber wieder mit dem Thema selbst, das übrigens auch aktualisiert werden sollte, als mit all dem Meta drum herum.

Anzeige


Gleichzeitig braucht man ständig neue Ideen und neue Nischen, damit sich die Einarbeitung und das Schreiben neuer Beiträge überhaupt lohnen. Und dann muss man für jedes Thema viel Zeit investieren, den Blog und den neuen Blogbeitrag auch bekanntzumachen.

Sichtbar ist nur, wen die Suchmaschinen kennen, für gut befinden und wer bei Suchanfragen auf den Suchergebnisseiten ganz vorne platziert wird. Nicht zu vergessen, dass man dort auch mit den Anzeigen, die die Suchmaschine dort platziert, in Konkurrenz ist. Und da sollte man nicht vergessen, dass das größte Interesse des Suchmaschinenbetreibers die Maximierung der Werbeeinahmen auf seiner Suchergebnisseite ist.

Der Kampf um gute Plätze in den Suchmaschinen wird immer härter. Ohne Kenntnisse in Suchmaschinenoptimierung (SEO) sind die Erfolgsaussichten für einen Blog, der hauptsächlich über Suchmaschinen gefunden werden soll, gering. Alternativ oder zusätzlich kann man versuchen, mögliche Leser*Innen mittels Newslettern (Achtung Datenschutz) und Social Media auf sich aufmerksam zu machen und an sich zu binden.

Es ist meinem Eindruck nach auch schwieriger geworden, Blogs und Blogartikel über Facebook & Co. bekanntzumachen, da diese Plattformen die Sichtbarkeit unter Kontrolle halten (manchmal habe ich den Eindruck, als würde die Sichtbarkeit gezielt gedeckelt werden). Natürlich wird man von manchen dieser Social-Media-Plattformen ständig aufgefordert, Werbung bei ihnen zu buchen (für mich bei meinen Hauptthemen zu teuer), um eben die Sichtbarkeit zu erhöhen. Die Zeiten, als auch kleine Blogger u. Ä. als Content-Lieferanten geschätzt wurden, sind meinem Eindruck nach vorbei, seit Facebook, YouTube und andere beziehungsweise deren Mutterkonzerne solche Kolosse geworden sind und sich hauptsächlich für die Zusammenarbeit mit große Unternehmen interessieren.

Anzeige


Die Ansprüche sind höher geworden

Die Ansprüche an Blogs und Informationsseiten sind höher geworden – sowohl von Seiten der Suchmaschinenbetreiber als auch der Leser her. Die Veröffentlichungen müssen nicht nur professionell von der Text- und Bildqualität her sein (und die neuen Browser und technischen Geräte geben das her), sondern müssen auch responsive sein, d. h. so programmiert und konfiguriert sein, dass die Inhalte je nach Gerät, das auf sie zugreift, für dieses jeweils optimal dargestellt werden können – nicht nur die selbst erstellten Inhalte, sondern auch die Werbebanner etc. müssen sich automatisch anpassen (man muss also im Code Weichen stellen, was wann aufgerufen wird, oder responsive Werbemittel einsetzen).

Gleichzeitig müssen die Inhalte schnell laden (im Browser angezeigt werden) – und hier bremsen meinem Eindruck nach manche Arten von Werbung erheblich – nämlich die, bei denen im Hintergrund neben den Einstellungen der Seite erst einmal die Interessen des Seitenbesuchers abgerufen und dann die Werbeplätze an die vorhandenen Bieter versteigert werden müssen. Ich kann vor allem darüber sprechen, was ich selbst sehe: Adsense beispielsweise vermittelt (nicht immer, aber zu oft) grauenhafte, niveaulose Werbung, die weder zu meinen Interessen passt, noch irgend etwas mit dem Seitenthema zu tun hat.

Anzeige
Entdecken Sie die preiswerte Berufsunfähigkeitsversicherung von AXA: Für jeden ein individuelles Angebot! Jetzt zu AXA!

Als Seitenbetreiber kann ich bei Adsense Werbung blockieren, aber dafür müsste ich mehrmals täglich kontrollieren, was an Bannern eingespielt wird. Dazu habe ich keine Zeit. Wegen meiner Erfahrung mit der Qualität springe ich auch nicht auf den Zug auf, der Seitenbetreibern seit neuestem angeboten wird: einfach einen Code in alle Seiten einzufügen und Google Adsense automatisiert entscheiden zu lassen, wo und was auf den Seiten eingespielt wird. Es gefällt mir nicht, dass Google Adsense immer mehr Kontrolle über den werblichen Teil und nun praktisch auch zur Gestaltung meiner Websites beansprucht. Was da ausgewählt wird, kann meine Glaubwürdigkeit als Autorin/Bloggerin ruinieren (ich, die ich biologischen Gartenbau vertrete, bekomme Werbung für Wühlmaus-Gase und andere giftige Pflanzenschutzmittel eingeblendet und solche Scherze). Ich wünschte, Suchmaschinen würden zurückkehren zu Zeiten, als die Werbung zu den Inhalten der aufgerufenen Seite passend eingespielt wurde entsprechend der Meta-Beschreibung im Head und den ausgelesenen Seiteninhalten und nicht danach, was man als letztes besucht hat (Beispiel: aus beruflichen Gründen recherchiere ich den ganzen Tag, auch schreckliche Dinge, die überhaupt nichts mit meinem persönlichen Konsumverhalten zu tun haben und an die ich niemals erinnert werden wollte). Wenigstens sollte es diese Option für Seitenbetreiber geben. Als Verbraucher (Seitenbesucher) und als Bloggerin/Content-Creator ist mir persönlich die ganze Personalisierung sowieso ein Grauen.

Verlangsamend wirken aber meinem Eindruck nach auch manche Widgets anderer Unternehmen. Der Nachteil jeder Art von statischer, individuell manuell programmierter Werbung ist allerdings, dass man sie eben auch händisch immer wieder ändern muss.

Anzeige


Die Umsetzung von Regeln wird immer komplizierter und zeitaufwendiger

Eine weitere Schwierigkeit: Es gibt immer mehr Regeln, die von Bloggern und Bloggerinnen zu beachten sind. Grundsätzlich muss man natürlich ein Gewerbe anmelden und mit dem Finanzamt kommunizieren beziehungsweise sich schlaumachen, ob man umsatzsteuerpflichtig ist und Voranmeldungen erstellen muss und was sonst noch an Pflichten eines gewerblichen Unternehmen anfällt. Speziell zu Veröffentlichungen im Internet gibt es staatliche, sich ständig verändernde Vorgaben zum Impressum (problematisch bis gefährlich für Soloselbstständige, deren Firmenadresse auch die Privatadresse ist, solche Angaben online stellen zu müssen) und zum Datenschutz (ich sehe den guten Willen, aber die Umsetzung der gerade wieder geänderten Regeln sind so zeitfressend, dass mancher, der viele Blogs und dazu noch alte Informationsseiten von vor CMS-Zeiten hat, erst einmal ein halbes Jahr nichts anderes mehr machen kann, als sich um Umstellungen zu kümmern). Darüber hinaus stellen auch die Suchmaschinen (wobei Google eine Monopolstellung auf dem Suchmaschinenmarkt hat), die Werbeplattformen wie Google Adsense und große Werbepartner wie Amazon.de ihre eigenen Regeln auf, die sich ebenfalls ständig ändern, sei es aus eigenem Antrieb oder wegen neuer Regularien auf Staats- oder EU-Ebene.

Viele wollen für Werbung nicht angemessen oder überhaupt nicht bezahlen

Was sich nicht geändert hat und nach wie vor ärgerlich und lästig ist, sind die vielen Anfragen nach kostenloser Werbung auf meinen teilweise jahrzehntelang gepflegten Webseiten – und das seltener vom kleinen Blogger nebenan als von größeren Unternehmen beziehungsweise deren hartnäckigen Agenturen. Nein Danke!

Mein Fazit zum Geldverdienen mit Werbeeinnahmen bei Blogs und sonstigen Informationswebseiten

Anzeige


Von den Werbeeinahmen durch Bloggen alleine könnte ich derzeit nicht leben – was auch an den Themen liegt, über die ich schreibe. Natürlich könnte ich wie manch andere zu den Social-Media-Plattformen abwandern und dort meine Inhalte (und mich selbst auch in Bild und Ton) direkt einstellen statt wie jetzt in Social Media nur zu teasern, aber die eigentlichen Inhalte auf meinem eigenen Territorium zu behalten. Man kann als Influencer oder Influencerin, wenn man genug Abonnenten hat, auf den Social-Media-Plattformen direkt Werbekunden finden. Man wird aber auch abhängig. Und obwohl ich manche der sozialen Netze gerne nutze, um einerseits meine Artikel zu teasern und andererseits am Puls der Zeit und in Kontakt mit Fachkolleg*innen und Leser*Innen zu bleiben: Für mich persönlich ist das „Influencern“ auf Instagram oder YouTube (bisher) nicht interessant, ich sehe mich als Schreiberin, ich will nicht mich als Person stärker in den Mittelpunkt stellen müssen, als es schon jetzt der Fall ist, und ich möchte mich nicht noch mehr in Abhängigkeit von einem der Online-Giganten begeben. Facebook heißt jetzt Meta und zu Meta gehören auch Instagram und Whatsapp, Google heißt jetzt Alphabet und dazu gehören neben Google Suche auch YouTube, Gmail, Blogger, Google Docs und tausend andere Sachen mehr – ich komme gerne zu Besuch, aber ich will auf deren Social-Media-Plattformen nicht leben und ihnen ausgeliefert sein. Als weitere Standbeine neben dem Bloggen schreibe ich für Auftraggeber – für Zeitschriften und Unternehmen oder in Zusammenarbeit mit Verlagen auch Bücher. Meine Blogs werden also nicht nur direkt monetarisiert, sondern sind wichtig für meine Selbstvermarktung und die Vermarktung meiner Buchprojekte.

* Werbelink (wenn Sie zu der verlinkten Seite gehen und dort etwas kaufen, erhalte ich eventuell eine Werbekostenerstattung)

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige


Veröffentlicht unter Beruf, Geld, Geld verdienen, Internet, Mitreden, Social Media, Texte/Kommunikation | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Geld verdienen mit dem Blog: Was hat sich geändert?

Eigene Website? Worauf die Wenigsten achten

Artikelkennzeichnung - siehe Ende des Beitrages

Eine eigene Webseite ist angesichts einer zunehmenden Digitalisierung extrem wichtig. Es gibt jedoch verschiedene Aufgaben, die unbedingt erfüllt sein müssen, um den eigenen Webauftritt erfolgreich zu machen. Dieser Artikel stellt drei Maßnahmen vor, die extrem wichtig sind, aber längst nicht von allen genutzt werden.

Eine übersichtliche Navigationsleiste

Transparenz ist bei einer Webseite unglaublich wichtig. Besucher müssen das, was sie suchen, schnell und unkompliziert finden, ansonsten sind sie nach kurzer Zeit wieder weg. Eine übersichtliche Navigationsleiste hilft dabei, sich auf der Webseite zurechtzufinden. Das ist nicht nur für menschliche Nutzer von Vorteil, sondern auch für die Crawler der Suchmaschinen. Je besser diese sich auf einer Webseite zurechtfinden und je leichter sie diese analysieren können, desto positiver wirkt sich das auf das jeweilige Ranking aus.

Keywordoptimierung auf allen Ebenen

Links zählen im Onlinebereich als Vertrauensbeweis und werden von den Suchmaschinen daher zur Bewertung der Qualität und Popularität einer Webseite herangezogen. Deswegen ist es wichtig, sowohl mit internen Links als auch Backlinks zu arbeiten und sowohl Onpage- als auch Offpage-Strategien einzusetzen, um das eigene Suchmaschinenranking zu verbessern. Eine professionelle SEO Agentur in München hilft dabei, alle verfügbaren Methoden zu nutzen und die Keywordoptimierung auf allen Ebenen voranzutreiben.

Kurze Ladezeiten

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg einer Webseite sind deren Ladezeiten. Ein noch so großartiger Webauftritt bringt nichts, wenn die Kunden lange warten müssen, bis dieser angezeigt wird. Die meisten haben nämlich nur wenige Sekunden Geduld und wenden sich anderen Angeboten zu, wenn eine Webseite nicht schnell genug geladen wird. Deswegen muss eine gute Balance aus hochwertigen Bildern und Videos, die groß sind und somit hohe Ladezeiten verursachen, und schnellen Ladezeiten angestrebt werden.

Fazit

Webmaster haben zahlreiche Möglichkeiten, um ihren Webauftritt zu optimieren, ansprechend zu gestalten und bei den Suchmaschinen weit nach vorne zu bringen. Um sich ganz auf die eigenen Kernkompetenzen fokussieren zu können, ist es sinnvoll, sich professionelle Hilfe bei der Webseitengestaltung an die Seite zu holen. Außerdem muss beachtet werden, dass die Webseitenoptimierung niemals vollständig abgeschlossen, sondern ein fortlaufender Prozess ist. Deswegen müssen die gewählten Maßnahmen immer wieder auf den Prüfstand gestellt und gegebenenfalls angepasst werden.

* Sponsor-Posts sind informative Beiträge meiner Werbepartner

Veröffentlicht unter Geld, Internet, Mitreden, Texte/Kommunikation | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für Eigene Website? Worauf die Wenigsten achten