Social Media: Sind Beauty-Gurus geldgierig und lügen Influencer für Geld?

Die Beauty-Community ist nicht nur durch die kürzlich öffentlich ausgetragenen Dispute einiger Top-InfluencerInnen in die Schlagzeilen geraten, sondern nun wird ans Licht gebracht, was sich angeblich hinter den Kulissen der Schönheitsindustrie abspielt – und vermutlich nicht nur in dieser Branche. Dazu soll auch Negativwerbung – also Schlechtmachen des Konkurrenten gegen Bezahlung – gehören. (Kommentar)

Beauty-Gurus und andere InfluencerInnen vertrauen


Top oder Flop – viele KonsumentInnen verlassen sich bei Kaufentscheidungen auf die Meinung ihrer Vorbilder in Social Media. Doch die Beauty-Gurus und andere InfluencerInnen stehen derzeit in der Kritik.

Top-Beauty-InfluencerInnen oder deren AgentInnen/ManagerInnen können für inhaltliche Werbung auf ihren Kanälen bei YouTube, Instagram, Snapchat & Co. hohe Preise aushandeln. Wie viel genau das pro „Brand Deal“ ist, hängt von der Zahl ihrer Fans ab, vom Ruf des Beauty-Influencers und mehr. Nun wurden Zahlen lanciert: 25.000 US-Dollar sind angeblich für einen Top-Beauty-Guru dafür drin, ein Produkt zusammen mit anderen in einem Video zu erwähnen (Beispiel: Neuheitenvorstellung), 60.000 und mehr US-Dollar, wenn der ganze Beitrag nur diesem einen Produkt oder der einen Marke gewidmet ist. Zusätzlich gibt es noch Prozente am Verkauf, wenn die Fans einen Werbelink (Affiliate-Link) oder einen Code nutzen.

Nun ist die Empörung einiger groß, die Beauty-Gurus seien unverschämt und geldgierig. Aber ist das wirklich so?

Ein Preis ergibt sich aus Angebot und Nachfrage. Es gibt nur wenige Top-Influencer – englischsprachige Top-Beauty-YouTuber/InstagramerInnen haben ungefähr fünf bis über zehn Millionen Fans – das dürften derzeit kaum mehr als 10 bis 12 Make-up-KünstlerInnen sein. Je nach Persönlichkeit und Ansehen des Beauty-Gurus und wofür die Person steht, der tatsächlichen Reichweite („Views“ pro Beitrag), den durchschnittlichen Reaktionen auf dessen Beiträge (Anzahl „Likes“, Kommentare, ob Aufnahme in YouTube-Trends etc.), dem zu bewerbendem Produkt, dessen Marge, Fan-/Zielgruppenüberschneidung etc. kann sich eine Ausgabe in den oben genannten Dimensionen für größere Marken aus der Beauty-Industrie durchaus lohnen, schließlich erreichen sie über die Top-Beauty-Gurus viele Millionen Fans – oft auch in Nischen, die sonst schwer erreichbar sind -, und diese Fans vertrauen ihren Idolen meist mehr als der Werbung der Marken.

Tatsächlich ist die Zusammenarbeit mit InfluencerInnen für Unternehmen meist viel günstiger als es herkömmliche Medienkampagnen sind. Ein Rechenbeispiel findet man hier im Video mit den Beauty-InfluencerInnen Tati Westbrook und James Charles. Tati Westbrook ist schon lange im Beauty-Geschäft, macht nach eigenen Angaben so gut wie keine Brand Deals, sondern lebt vom Verkauf eigener Produkte. James Charles ist gerade mal 19 Jahre alt, hat einen komentenhaften Aufstieg hinter sich und ist extrem ehrgeizig. Er monetarisiert seinen Kanal unter anderem mit Brand Deals.

Ich verstehe zwar den Frust kleinerer Kosmetikmarken, wenn sie von den (angeblichen) Preisen der Beauty-Gurus hören, weil sie sich solche Werbeaktionen mit ihrem kleineren Budget nicht leisten können, aber es kann sich auch nicht jede kleine Schneiderei eine Anzeige wie Louis Vuitton oder Chanel in der Vogue leisten – kleine Unternehmen müssen auf dem Markt anders punkten, beispielsweise mit Originalität und Witz auffallen oder eben mit kleineren, spezialisierten InfluencerInnen zusammenarbeiten, vielleicht auch junge, aufstrebende Make-up-ArtistInnen, deren Visionen sich mit ihrer Marke decken, fördern.

Und natürlich sind auch die Make-up-KünstlerInnen alter Schule aufgebracht, wenn sie von solchen Forderungen hören, denn die Social-Media-„Emporkömmlinge“ schnappen ihnen möglicherweise lukrative Aufträge als MarkenbotschafterInnen und anderes weg – andererseits habe ich noch nie davon gehört, dass eine Modemarke einen Beauty-Guru aus dem Internet für das Schminken von Models für den realen Laufsteg auf Schauen engagiert hat. Aber vermutlich geht ein Teil von Kampagnen-Budgets nun an Beauty-Gurus und diese bekommen wegen ihrer Bekanntheit spannende Kooperationen angeboten, beispielsweise für die Zusammenstellung von Pinsel- oder Kosmetikprodukte-Sets mit ihrem Gesicht und Namen auf der Packung. Das mag sich für manche ungerecht anfühlen und ist es vielleicht auch – so ungerecht, wie es die Erfindung des Autos oder der Eisenbahn für die Pferdekutschenbetreiber war. Aber die Welt ändert sich nun mal.

Solange mit offenen Karten gegenüber VerbraucherInnen gespielt wird, finde ich persönlich daran nichts Verwerfliches, Werbevereinbarungen nach dem persönlichen Marktwert als InfluencerIn zu treffen. Meist haben diese sehr viel Arbeit, Zeit und Geld investiert, um dorthin zu kommen, wo sie nun sind, und die meisten Top-InfluencerInnen sind 7 Tage in der Woche 24 Stunden lang pro Tag für ihre Fans da. Die Neider sehen nicht den Preis, den diese Leute für ihren Erfolg zahlen. Siehe auch Was machen erfolgreiche YouTuber besser?

Dass ein Beauty-Influencer mit zehn Millionen Fans mehr verlangen kann und es auch tut als jemand mit 10 Fans, finde ich nicht unanständig. Ich finde es eher unanständig, wenn UnternehmerInnen oder ihre Agenturen meinen, andere müssten kostenlos für sie arbeiten, wenn sie ihnen ungefragt ein paar Produkte schicken – wie ich es als Bloggerin ständig erlebe, wie mag das erst bei großen InfluencerInnen sein. Kostenlose Promotion aus Freundschaft oder echter Begeisterung gibt es in der Beauty-Community – und anderswo natürlich auch; aber wenn das jemand tut, dann ist es ein großzügiges Geschenk und nichts, was man erwarten oder gar verlangen kann.

Tatsächlich unterstützen einige Top-InfluencerInnen wie Jeffree Star (Beauty), Lilly Singh (Entertainment), Liza Koshy (Entertainment) oder Shane Dawson (Entertainment) immer wieder den jüngeren, unbekannteren Nachwuchs, indem sie mit ihnen zusammen Videos drehen (oder von diesen ihr Bild oder den Namen als Clickbait nutzen lassen), wodurch die Anfänger ihr Talent einem Millionenpublikum zeigen und so neue Fans für sich finden können. Selbst der erst 19-jährige Beauty-Guru James Charles gibt jüngeren oder neueren Make-up-Talenten und anderen YouTubern öffentlich Aufmerksamkeit und damit Sichtbarkeit weltweit (hier beispielsweise dem Gesangstrainer und YouTuber Tristan Paredes aus Berlin).

(Ex-?) Rockstar und Beauty-Guru Jeffree Star stellt auch oft Indie-Marken in seinen Beauty-Videos vor (Jouer Cosmetics, Beauty Bakery etc.). Jeffree Star arbeitet sogar grundsätzlich nur in Ausnahmefällen und dann zugunsten sozialer Projekte mit anderen Kosmetikmarken gegen Bezahlung zusammen – er hat seine eigenen Unternehmen (beispielsweise Jeffree Star Cosmetics – vegan, ohne Tierversuche) und braucht ihr Geld nicht, seine Glaubwürdigkeit („Jeffree Star Approved“) ist ihm wichtiger. Aber so viel Freiheit kann sich nicht jede/jeder, der selbstständig im Internet arbeitet, leisten – viele benötigen die Brand Deals, um ihre Arbeit zu finanzieren. Man sollte auch nicht vergessen, dass die Top-YouTuberInnen und InfluencerInnen meist ein ganzes Team, bestehend beispielsweise aus Kameramenschen, VideobearbeiterIn, AssistentInnen und andere „miternähren“ und dass auch die eigene Image-und Markenpflege Zeit und Geld kostet.

Man sieht an diesen Beispielen, dass es unfair ist, alle Beauty-Gurus und alle InfluencerInnen über einen Kamm zu scheren und ihnen Gier oder sogar intransparente und illegale Machenschaften (siehe weiter unten) zu unterstellen.
Wahr ist: InfluencerIn sein ist ab einem gewissenen Level ein Beruf und kein Hobby – tatsächlich ein hartes Business. Das Fördern von anderen ist dann auch selten nur idealismusgetrieben oder geschieht aus Freundschaft, sondern oft stecken dahinter auch taktisches Kalkül, um sich beliebt zu machen oder ins Gespräch zu bringen, oder Vorsorge für die eigene Zukunft, wenn der Förderer den geförderten Menschen von da an als dessen Agenten provisionsberechtigt vertritt.

Transparenz muss sein

Was ich persönlich aber wichtig finde: VerbraucherInnen müssen auch auf YouTube, Instagram, bei Snapchat & Co. bei jedem Beitrag klar erkennen können, ob der Influencer oder die Influencerin für das Zeigen, Testen oder „Beschwärmen“ eines Produktes Geld bekommt oder nicht – so wie auch für die Presse und andere Arten der Veröffentlichung das Trennen von redaktionellen Inhalten von Werbung vorgeschrieben ist – und alles was bezahlt wird (egal ob mit Geld, kostenlosen Produkten oder einer geschenkten Ferienreise), fällt unter Werbung und muss gekennzeichnet werden. Siehe zu dem Thema auch Bezahlte Blogartikel. Und auch wenn für die Produktvorstellung selbst kein Geld geflossen ist, muss ein Link oder ein Code in der YouTube-Videobeschreibung, wenn er eine Provision generiert, als Werbelink, Affiliate-Link o. Ä. gekennzeichnet werden.

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Ich kann aus meiner Erfahrung als Bloggerin sagen, dass man von Firmen oder deren Marketing-Agenturen ständig Anfragen nach Werbemöglichkeiten ohne Werbe-Kennzeichnung bekommt, „weil das Gesagte oder Geschriebene dann echter rüberkommt“. Ich persönlich winke sofort ab, denn das wäre Verbrauchertäuschung und illegal. Wird so etwas aufgedeckt, ist der Ruf ruiniert, und jeder Social-Media-Influencer und auch der kleinste Blog leben doch von ihrer Glaubwürdigkeit. Ich glaube daher nicht, dass ein lockerer Umgang mit dem Gesetz bei der Mehrheit der Social-Media-InfluencerInnen die Norm ist. Ich als kleine Bloggerin bin sogar dazu übergegangen, grundsätzlich nur noch Firmen als Werbepartner zu nehmen, die ich mindestens gut finde. Und diesen Weg gehen bestimmt auch viele InfluencerInnen. Aber ich frage mich natürlich auch, wie viel Prozent der InfluencerInnen/BloggerInnen vielleicht bei solchen Angeboten nicht standhaft bleiben – vor allem wenn die sonstige Auftragslage gerade nicht rosig ist.

Bezahlte Negativwerbung bei YouTube, Instagram, Snapchat & Co.?

Die obigen Zahlen haben bereits viele Neider auf den Plan gerufen, obwohl sicherlich nur wenige Top-InfluencerInnen solche Preise verlangen können. Aber nach den Gerüchten, die derzeit umgehen, wird eine Negativwerbung von den beauftragenden Unternehmen sogar noch höher bezahlt: 85.000 US-Dollar sollen für einen Top-Beauty-Guru angeblich drin sein, wenn er/sie das Produkt eines Konkurrenzunternehmens in einer Produktvorführung schlecht darstellt!

Wie bitte? Bezahlte Negativwerbung bei YouTube, Instagram, Snapchat & Co.? Was ich persönlich daran erschütternd finde: So eine Art Vereinbarung können YouTuberInnen beziehungsweise InfluencerInnen gar nicht transparent für die Fans machen und als Werbung kennzeichnen, denn das absichtlich geschädigte Unternehmen würde sie vermutlich vor Gericht zerren. Das heißt, InfluencerInnen, die auf so etwas eingehen oder es sogar von sich aus anbieten, täuschen nicht nur die Fans, sie handeln auch illegal. Und da hört für mich persönlich jeder Spaß auf. Ich glaube aber, dass so etwas äußerst selten geschieht. (Übrigens soll es gekaufte Bewertungen positiver und negativer Art – letztere für Produkte der Konkurrenz – auch bei Amazon und auf anderen Portalen geben. Ebenfalls schwierig zu durchschauen, finde ich die „Inhalte“ mancher Zeitschriften, deren Thema Kosmetik oder Mode ist.)

Fazit

Man kann wohl davon ausgehen, dass es einzelne schwarze Schafe unter den Beauty-Gurus und ebenso einzelne skrupellose Auftraggeber auf Seiten der Beauty-Industrie gibt – und Ähnliches vermutlich auch in anderen Branchen. Illegale Machenschaften gehören aufgedeckt und angezeigt, wenn man konkrete, gerichtsverwertbare Beweise hat, aber gleich allen Beauty-Gurus oder InfluencerInnen aller Branchen Gier oder gar illegales Handeln zu unterstellen, nur weil man neidisch auf den Verdienst einiger weniger ist, finde ich persönlich unangemessen und verleumderisch.

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Menschen in unserer Gesellschaft muss aber von klein auf beigebracht werden, dass

  • in Werbung selten die Realität gezeigt wird – egal, ob im Kino, Fernsehen, YouTube oder sonstwo,
  • es auch unter den InfluencerInnen in den sozialen Medien solche gibt, die ihre Meinung verkaufen,
  • andere versuchen die Objektivität beizubehalten – wie gut das gelingt und wie unvoreingenommen sie trotz Sponsoring bleiben, dürfte unterschiedlich sein,
  • und dass überall einzelne schwarze Schafe auf der Weide sind, die skrupellos gegen Gesetze verstoßen und beispielsweise eine Bezahlung (für Werbung und erst recht für Negativwerbung) auf ihren Kanälen nicht kenntlich machen.

Bleiben Sie daher grundsätzlich kritisch gegenüber allem, was Ihnen weissgemacht werden soll und wählen Sie sowohl die Marken als auch die Social-Media-InfluencerInnen Ihres Vertrauens sorgfältig!

InfluencerInnen, die von Agenturen vertreten werden, die hinter ihrem Rücken Unternehmen Angebote für Werbung ohne Kennzeichnung oder gar Negativwerbung unterbreiten, sollten die Agentur feuern.

Unternehmen, die mit InfluencerInnen zusammenarbeiten wollen, sollten nicht nur auf den Preis und die Anzahl der Fans gucken, sondern auch darauf, ob die Fanzahl organisch gewachsen ist und nicht etwa Fans gekauft wurden, ob die Fans sich mit der eigenen Zielgruppe decken, auf das Image der InfluencerIn oder des Influencers, auf die Abrufzahlen für Beiträge und anderes mehr.

Mehr Informationen

Hinweis:
Auch wenn man derzeit nicht kommentieren kann (bis ich auf HTTPS umgestellt habe siehe EU-DSGV), freue ich mich über Anregungen und Erfahrungen. Schreiben Sie mir per E-Mail (tinto@tinto.de), auf Twitter (https://twitter.com/eva4tinto), Facebook (https://www.facebook.com/evaschumann.text), Google+ (https://plus.google.com/b/116952844595275855722/116952844595275855722) oder Instagram (https://www.instagram.com/evaschumann/).

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Keine Angst vor Pflanzen

Warum sieht man in den letzten Jahren häufiger Vorgärten und andere Gartenbereiche, für die die Bezeichnung Schotterhalde zutreffender wäre? Oder warum haben manche Balkone keine Pflanzen? Ist das nur Teil eines minimalistischen Gestaltungsstils: viel Schotter und mittendrin ein perfekt geschnittener Buchsbaum? Liegt es am Klimawandel – wollen die Besitzer Wasser sparen? Sind sie vielleicht oft abwesend oder aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage, sich um Pflanzen zu kümmern? Oder haben sie vielleicht einfach Angst vor Pflanzen, weil sie keine Erfahrung haben? Für all diese Umstände gibt es bessere Lösungen, als auf Pflanzen zu verzichten.

Manche Vorgärten und Gärten sehen aus, als ob ihre Besitzer oder deren Architekten/Gartengestalter überhaupt keine Pflanzen mögen – dabei sorgen schöne Pflanzen das ganze Jahr hindurch für ein ansprechendes Ambiente und vor allem im Hochsommer für ein angenehmeres Klima und frischere Luft – sowohl am als auch im Haus.

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Wer jedoch nicht mit Pflanzen aufgewachsen ist und auch später wenig Erfahrung mit ihnen gesammelt hat, fürchtet möglicherweise, etwas falsch zu machen, und verzichtet daher lieber auf lebende Pflanzen. Plastik oder Schotter kann man immerhin nicht umbringen! Doch damit, auf lebendes Grün und Blühendes zu verzichten, tut man sich keinen Gefallen, denn Leben mit Pflanzen ist gesünder und schöner.

Außerdem macht Gärtnern glücklich – probieren Sie es aus, denn bald ist wieder Pflanzzeit für Stauden, Blumenzwiebelpflanzen und Gehölze. Was nächstes Jahr im Frühjahr blühen soll, wird schon im Spätsommer und Herbst davor gepflanzt.

Stauden: einmal pflanzen - viele Jahre Freude haben.

Stauden: einmal pflanzen – viele Jahre Freude haben.

Hilfreich ist, wenn man vor dem Kauf schaut, welche Pflanzen zum Standort passen: Wenn das Beet auf der Südseite vom Haus liegt und nicht durch Bäume o. Ä. beschattet wird, nimmt man sonnenhungrige Arten (beispielsweise wie im Bild oben Purpursonnenhut Echinacea, Prairiekerze Gaura und Zierarten von Allium), an schattigere Plätze setzt man Pflanzen, die mit weniger Licht auskommen. Hier finden Sie beispielsweise Listen mit schattenverträglicheren Arten:

Zum Gärtnern gehört auch das Ausprobieren und Üben

Gärtnern ist gar nicht so schwierig: Wenn der Standort zur Pflanze passt, kann nicht mehr allzu viel passieren. Mit jedem Saatgutpäckchen und mit jeder Pflanze, die man kauft, erhält man in der Regel eine Anleitung zum Pflanzen und Pflegen. Und sollte doch eine Pflanze in Ihrer Obhut sterben, dann geben Sie sie auf den Komposthaufen, in die Biotonne oder zu einer Grüngutsammelstelle – dort wird sie zu wertvoller Komposterde und dient dann anderen Pflanzen als Nährstofflieferant, das ist ein natürlicher Kreislauf.

Arbeit und Zeit sparen

Zwar macht Gärtnern glücklich (Gartentherapie: Gärtnern für die Seele), aber wer – aus welchen Gründen auch immer – mit seiner Zeit und Kraft haushalten muss, muss dennoch nicht ohne Pflanzen leben:

  • Viele winterharte Großpflanzen wie Gartenbambus, Chinaschilf sowie (immergrüne) Gehölze, die zum Standort passen, machen wenig Arbeit.
  • Auch Stauden muss man nur einmal pflanzen und sie kommen jedes Jahr wieder – viele Arten sind sehr pflegearm.
  • Schön aussehen kann auch eine Blumenwiesenmischung. Sie wird ein bis zwei Mal im Jahr geschnitten und benötigt ansonsten kaum Pflege.
  • Die Gießarbeit kann man stark reduzieren, indem man ein Bewässerungssystem anbringt oder anbringen lässt und dieses per Zeitschaltuhr, Feuchtefühler etc. automatisiert oder per Handy (Smart Garden) fernsteuert.

Bepflanzung statt Schotter – auch für Vögel, Bienen und andere Nützlinge

Die Belohnung für eine Bepflanzung (statt Schotter) sind nicht nur das ansprechendere Erscheinungsbild und das angenehmere Klima – beides hebt die Wohnqualität -, sondern auch die Freude daran, etwas für die Natur zu tun – dass dank unserer Hilfe Vögel, Bienen und andere Tiere einen Lebensraum mit Nahrung und Verstecken bekommen.

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Schöne Sommerferien im Garten oder in Balkonien

Der Sommer ist die Zeit, den erblühten Garten, die Terrasse oder den Balkon zu genießen und die Früchte der bisherigen Arbeit zu ernten. Viele, die im Frühjahr gepflanzt und gepflegt haben, möchten ihren Garten beziehungsweise Topfgarten daher im Sommer gar nicht verlassen, um irgendwo anders Ferien zu machen. Sie möchten Ihren Urlaub lieber im eigenen Garten, im gepachteten Kleingarten oder auf dem Balkon verbringen. Nicht nur spart das die Reisekosten, sondern auch den Aufwand fürs Packen sowie unangenehme Warte- und Reisezeiten, Stress wegen Streiks und vielem mehr. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gartenglück doch so nah ist.

Balkonblumen

Natürlich sind auch im Sommer noch ein paar Handgriffe im Garten erforderlich, beispielsweise muss man die Pflanzen gießen, gelegentlich etwas Unkraut zupfen, Tomaten ausgeizen und Stauden stützen – die Arbeiten für jeden Monat findet man im Gartenkalender bei gartenmonat.de.

Tomate Ananastomate im Kübel

Und natürlich fallen auch Erntearbeiten an und manches muss verarbeitet oder haltbar gemacht werden. Aber es bleibt auch viel Zeit, zu entspannen, zu erholen, für Tagesausflüge, Bücher, Spiele und Sport.

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Wenn der Wettergott mitspielt, kann man schon das Frühstück draußen auf der Terrasse oder dem Balkon genießen. Wer sich den Aufwand für das Mittagessen sparen will, wandelt das Frühstück gleich zu einem Brunch oder Weißwurstessen um. Zur Überbrückung bis zum Abend reichen dann Gurkensalat, Melone mit Schinken, eine köstliche kalte Suppe (Gazpacho aus Spanien), frisches Obst, Schnittchen, Selleriestangen und/oder ein paar Cracker mit Dip, vielleicht auch ein Eis.

Schnell und einfach zubereitet: Melone mit Schinken

Wer nach Möglichkeiten zur Bewegung sucht, baut Joggen, Fahrradfahren, Kanufahrten oder Schwimmen in den Tagesablauf ein – am besten am Vormittag oder Abend, damit die Ferien zuhause auch gut für die Gesundheit sind. Im Garten oder einem Park in der Nachbarschaft kann man Tischtennis, Federball, Krocket, Boule und ähnliches spielen.

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Die heißeste Zeit des Tages überdauert man am besten am Weiher oder im Schwimmbad im Wasser, an einem schattigen Plätzchen lesend (Gartenkrimis!) oder dösend in einer bequemen Liege oder Hängematte oder aber Schach/Mühle/Back Gammon spielend – Hauptsache mit einem erfrischenden Getränk (siehe auch: Hitzeperioden überstehen). Im Garten kann man sich auch unter einer Gartendusche, mit dem Gartenschlauch oder mit den Füßen in einem Planschbecken erfrischen.

Am Abend kann man Fleisch, Fisch, Gemüse oder auch Veganes grillen – die Salatzutaten und Kräuter stammen aus dem eigenen Garten oder Topfgarten. Wer ab und zu einen Tapetenwechsel braucht, geht zum Picknicken in den Park, an den See oder Fluss, zum Eisessen ins Eiscafe oder zum Brotzeitmachen in den Biergarten. Wer sich gerne einmal schick aufbrezeln möchte, geht zum Abendessen in ein Restaurant mit Terrassentischen draußen oder zu einem Outdoor-Konzert. In den regionalen Anzeigenblättern oder auf der Website der Stadtverwaltung findet man entsprechende Angebote.

Nicht ganz so heiße Tage lassen sich für Ausflüge in den Zoo, Botanischen Garten, zu Sehenswürdigkeiten oder zur Verwandtschaft nutzen.

Staudenbeet mit Purpursonnenhut und Kübel mit Lampenputzer Hameln

Und ist das Wetter mal schlecht, kann man sich den Tag mit einem Ausflug ins Museum, in eine Ausstellung, ins Kino, Einkaufszentrum oder Möbelhaus schön machen.

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Schöne Sommerferien wünsche ich allen!

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LED-Pflanzenlicht für Hobbygärtner

Kennzeichnung siehe untenJeder Gärtner weiß, dass Pflanzen zum Wachstum Licht benötigen. Meist kommt dieses direkt von der Sonne, aber in den Wintermonaten fehlt lichtliebenden Arten die nötige Energie. Besonders kritisch ist die Situation für Pflanzen in dunklen Zimmerecken. Selbst Arten und Sorten mit niedrigem Lichtbedarf können dort langfristig nicht überleben.

Junge Chilipflanzen

Pflanzen brauchen Licht zum gesunden Wachsen und Gedeihen. (Bild von Growking: © Jozsitoeroe / Fotolia)

Abhilfe schafft Kunstlicht, aber die benötigten Lampen sind teuer und brauchen sehr viel Strom, sagt der Volksmund. Früher, bevor die LED-Technik ausgereift war, stimmte das auch. Metalldampflampen und Leuchtstoffröhren benötigen wirklich relativ viel Energie, die zur Hauptsache in Wärme umgewandelt wird. Dazu haben diese Leuchten ein Lichtspektrum, das den Pflanzen nicht entgegen kommt.

Dank der neuen LED-Technik ist es nun möglich, das Licht auf die Bedürfnisse der einzelnen Sorten abzustimmen und dieses mit einem hohen Wirkungsgrad zur Verfügung zu stellen. Tatsächlich kommen LED-Pflanzleuchten heute ohne Belüftung aus, weil ein Großteil der aufgenommenen Leistung direkt in photosynthetisch aktive Strahlung (PAR) umgewandelt wird.

Ideal sind diese LED-Leuchten für eine Vielzahl von Anwendungen. Sie ermöglichen die Überwinterung empfindlicher Sorten, helfen bei der Anzucht von Jungpflanzen, machen den ganzjährigen Innenraumanbau von Kräutern rentabel und sind die perfekte Beleuchtung für dunkle Zimmerecken. Der Einsatz dieser neuen Technologie macht den Anbau unter schwierigen Lichtbedingungen lukrativ und der Anwender spart durch die Verwendung von hochwertigen LED-Spezialleuchten viel Geld.

Eine beliebte Frucht für die Aufzucht in den eigenen vier Wänden sind Chilis. Diese würzigen Paprikaschoten schmecken frisch am besten und es gibt zahlreiche wohlschmeckende Sorten. Damit diese Pflanzen gut wachsen, brauchen sie viel Licht. Ideal sind Werte um die 750 µmol/(s·m²) photosynthetisch aktiver Strahlung. Das entspricht ungefähr dem Sonnenlicht bei leicht bedecktem Sommerhimmel. Um diesen Lichtfluss mit einer Metalldampflampe für einen Quadratmeter Anbaufläche zu erzeugen, müsste diese mindestens 800 Watt Leistung aufnehmen. Dank der neuen LED-Technik benötigen Modelle der letzten Generation lediglich einen Bruchteil dieser Energie, nämlich nur rund 320 Watt. Damit wird bei 16 Stunden Lichtzufuhr täglich und 0,3 Euro Stromkosten je Kilowattstunde monatlich ein Betrag von fast 70 Euro gespart. Das sind aufs Jahr gesehen beinahe 830,- Euro, die für andere Belange zur Verfügung stehen.

Moderne LED-Lampen zur Anzucht an lichtarmen Standorten und in der lichtarmen Jahreszeit sparen Energie und Geld (Bild Growking/Fotolia-Lizenz).

Moderne LED-Pflanzenlampen zur Anzucht an dunklen Standorten oder in der lichtarmen Jahreszeit sparen Energie und Geld (Bild von Growking: © pinglabel / Fotolia).

Rechenbeispiel:
0,800 KW * 16 Stunden * 0,3 Euro/KWh * 30 Tage = 115,20 Euro
0,320 KW * 16 Stunden * 0,3 Euro/KWh * 30 Tage = 46,08 Euro
115,20 Euro – 46,08 Euro = 69,12 Euro

Weil sich die Ersparnis mit der Größe der ausgeleuchteten Fläche vergrößert, wird die Anschaffung der neuen Technik mit zunehmender Größe der Installation noch lohnender.

LED-Spezialleuchten von hoher Qualität zu günstigen Preisen sowie Informationen über Pflanzenlicht finden Sie bei: Growking

*Sponsor-Posts sind informative Artikel meiner Werbepartner.

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