Verlegung von Vinylböden

Kennzeichnung siehe unten

Vinylböden sind PVC-Beläge, d. h. Kunststoffbeläge mit einem mehrschichtigen Aufbau, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Die Hauptvorteile von Vinylböden bestehen in ihrer Langlebigkeit, ihrer Widerstandsfähigkeit und dem angenehm warmen Trittgefühl. Sie stellen die ideale Wahl für Mietwohnungen dar, da sie schalldämpfend und wasserabweisend sind. Zudem handelt es sich um einen Bodenbelag, der sich leicht reinigen lässt.

Welcher Vinylboden eignet sich für welche Einsatzbereiche?

Wenn es darum geht, den richtigen Vinyl-Bodenbelag für Ihr Zuhause zu wählen, haben Sie die Wahl zwischen Fertig-, Massiv- oder Rigid-Vinyl.

Fertig-Vinyl wird in der Regel schwimmend verlegt und kann so besonders schnell auch von Laien angebracht werden. Es handelt sich bei dieser Variante um Vinyl auf einer Trägerplatte aus HDF (hochdichte Fasern).

Vollvinyl oder Massivinyl hält besonders hohen Belastungen stand und ist zudem feuchtigkeitsbeständig, da es aus hundertprozentig wasserabweisendem Kunststoff besteht. Daher kann es auch für Feuchträume wie Bäder und Küchen verwendet werden. Vollvinyl besteht aus verschiedenen Schichten: Im oberen Bereich befindet sich eine widerstandsfähige Nutzschicht sowie eine Dekorschicht. Die untere Trägerschicht setzt sich aus einer hochdichten Faserplatte aus Vinyl zusammen. Vollvinyl kann verklebt oder schwimmend verlegt werden.

Eine weitere Variante ist der Rigid-Vinylboden, der starrer und unbeweglicher ist als die herkömmlichen Varianten. Sein harter Kern macht ihn noch stabiler und langlebiger und zudem so robust, dass er auch in Nassbereichen eingesetzt werden kann.

Darüber hinaus haben die verschiedenen Vinyltypen unterschiedliche Nutzschichtdicken zwischen 0,3 bis 0,55 Millimetern, je nachdem, für welche Belastungen sie eingesetzt werden.

Wie wird Vinyl verlegt?

Bei der Verlegung von Vinyl haben Sie die Wahl zwischen der Klebe- und der Klicktechnik.

Die Verlegung von Klebevinyl

Hierzu benötigen Sie einen gut vorbereiteten Untergrund, auf den Sie den Nasskleber mit einem Spachtel auftragen und dann die Vinylbahnen verlegen. Wichtig ist, dass Sie schnell arbeiten, da der Nasskleber bereits nach 30 bis 40 Minuten trocken ist. Ein verklebter Vollvinylboden bietet Ihnen zahlreiche Vorteile: Er ist besonders widerstandsfähig und stabil, weshalb er im Ladenbau und im Messe- und Veranstaltungsbereich häufig verwendet wird. Auch in Verbindung mit einer Fußbodenheizung stellt Klebevinyl die beste Lösung dar, da er eine geringere Aufbauhöhe hat und zudem fest mit dem Bodenbelag verbunden ist, was eine direkte Wärmeübertragung gewährleistet. Zudem sorgt er für eine gute Raumakustik.

Darüber hinaus gibt es auch Vinylböden mit selbstklebender Unterseite, bei denen die Rückseite bereits mit Kleber versehen ist. Lagern Sie den Vinyl-Bodenbelag vor der Verlegung immer 24 Stunden im Raum, damit er sich an das Raumklima anpassen und seine endgültige Ausdehnung annehmen kann. Beginnen Sie mit der Verlegung immer in Bahnen von der Tür aus.

So verlegen Sie Klickvinyl

Die Verlegung von Klickvinyl kann sehr gut selbst erledigt werden, da sie schnell und einfach durchzuführen ist. Es handelt sich hierbei um die sogenannte schwimmende Verlegung. Sie benötigen einen sauberen, trockenen und ebenen Untergrund. Möglicherweise möchten Sie auch eine isolierende Unterlage verwenden, um eine bessere Trittschalldämmung und einen noch höheren Komfort zu erreichen. In jedem Fall sollten Sie das Klickvinyl vor der Verlegung auch ein bis zwei Tage im Raum bei einer angenehmen Temperatur von etwa 18 Grad lagern, damit sich die Vinylplanken akklimatisieren können.

Die Klickverlegung kann von Hobbyhandwerkern problemlos ausgeführt werden und ist ähnlich einfach wie die Verlegung von Klicklaminat. Der Boden kann sofort nach der Verlegung begangen werden, da er nicht aushärten muss.

* Sponsor-Posts sind informative Gastartikel meiner Werbepartner

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Gewächshaus und Frühbeet erfolgreich nutzen für den eigenen Gemüseanbau (Buchvorstellung)

Knackige Gemüse und frische Kräuter selbst anbauen und ernten − da weiß man, was man auf den Tisch bringt. Mit einem Gewächshaus erweitern Gemüse- und Kräuterfans ihre Möglichkeiten. Ein neuer Gartenratgeber Gewächshaus und Frühbeet erfolgreich nutzen für den eigenen Gemüseanbau* von Eva Schumann ist im Verlag Eugen Ulmer erschienen (Nachtrag: inzwischen in der 2. Auflage) und bietet alles Wissen, das (zukünftige) Gewächshaus- oder Frühbeetbesitzer für den Anbau von Gemüse und Kräuter brauchen. (aktualisiert, Werbung in eigener Sache)

Gewächshäuser und Frühbeete werden von vielen Hobbygärtnern zum Gemüse- und Kräuteranbau angeschafft und genutzt. Nicht alle dieser Selbstversorger möchten sich gleich ein gebundenes Buch wie Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung* von Schumann/Milicka, das im Laufe der Jahre zum Standardwerk wurde, sehr umfangreich ist und alle Nutzungsarten beschreibt, kaufen. Wer wissen möchte, welche Art Gewächshaus oder Frühbeet man braucht, um Gemüse und Kräuter anzubauen, und wie man das dann am besten macht, findet Tipps zur Anschaffung und Technik, gärtnerisches Wissen und Anleitungen zum Gemüseanbau in diesem handlichen und preisgünstigen Taschenbuch – von der termingerechten Anzucht, über Sortentipps, Pflanzung und Pflege der Gemüsearten bis hin zu einem Arbeitskalender (Überblick).

Viel Wissen im Taschenbuchformat

Die Themen im neuen Taschenbuch Gewächshaus und Frühbeet erfolgreich nutzen für den eigenen Gemüseanbau* sind beispielsweise:

  • Anschaffung von Gewächshaus, Frühbeet, Folientunnel etc. für die gemüsebauliche Nutzung, Bauteile und Ausstattung, Energie sparen, Spezial: Häufig gestellte Fragen
  • Gärtnerisches, gemüsebauliches Wissen zu Temperatur, Licht, Luft, Boden, Düngen und Bewässern, Anbau ohne Boden, Winternutzung
  • Spezielles Anbauwissen Gemüse und Kräuter: Jungpflanzenanzucht, Frühjahrs- und Herbstgemüse, Sommergemüse im Gewächshaus, Speziale: Termingerechte Jungpflanzenanzucht, Gesunderhaltung

Die Themen werden mit Bildern und Illustrationen veranschaulicht; wo es hilfreich ist, verschaffen Tabellen den Überblick und Extratipp-Boxen liefern zusätzliche Informationen. Dazu gibt es einen ausführlichen Service-Teil mit Bezugsquellen, Buch- und Webtipps.

Gewächshaus und Frühbeet erfolgreich nutzen für den eigenen Gemüseanbau*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart: 2. Auflage (16. Januar 2020)
Taschenbuch, 128 Seiten
ISBN 3-8186-0947-0
-> Online-Bestellung*

Das Taschenbuch ist übrigens keine Teilmenge des gebundenen Buches – auch wenn es thematisch Überschneidungen gibt -, sondern neu konzipiert, geschrieben und umgesetzt worden. Da die Erstauflage des neuen Taschenbuch bei Erscheinen drei Jahre jünger als das gebundene Buch der damals letzten Auflage war, enthält es zusätzlich zum bewährten Gärtnerwissen und den damals neuen Trends noch mehr neue Entwicklungen und Tipps. Da es nicht so umfangreich ist, wie das gebundene Buch, kann es bei einigen Themen wie dem gärtnerischen Grundwissen nicht ganz so in die Tiefe gehen.

Vielen Dank an das Team vom Verlag Eugen Ulmer ** für die angenehme Zusammenarbeit – gemeinsam haben wir alle Herausforderungen, die bei der Entstehung eines Buches immer auftreten, gemeistert.

Einen Überblick über alle Garten-Webprojekte von Eva Schumann Online Publikationen findet man bei www.hobbygarten.de/gartentipps (tinto-Projekt).

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Nachtrag Januar 2022:
Mein neuestes Buch ist die perfekte Ergänzung zu Gewächshaus und Frühbeet erfolgreich nutzen für den eigenen Gemüseanbau*. Es ist ein immerwährender detaillierter Arbeitskalender zum Nachschlagen für das gemüsebaulich genutzte Gewächshaus und den Frühbeetanbau.

Alle Arbeiten sind übersichtlich nach Monaten geordnet und erklärt, so dass keine Arbeit vergessen wird.
Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat: säen – pflanzen – pflegen –ernten.
Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff
*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer**, Stuttgart (13. Jan. 2022)
ISBN 3-8186-1415-6
-> Jetzt online bestellen*

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** Unbezahlte Werbung (Namensnennung)

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Pflanzen, die Schnecken nicht fressen

Pflanzen, die Schnecken nicht fressen, sind beispielsweise Pfingstrosen

Pflanzen, die Schnecken nicht fressen, sind beispielsweise Pfingstrosen

Gerne wird behauptet, dass nach milden Wintern Schnecken- und Insektenplagen drohen und nach langen, harten Wintern der Garten und vor allem die neuen Jungpflänzchen vor Schnecken sicher seien. Doch die Erfahrung lehrt: Selbst wenn der Winter eisig und das Frühjahr eher trocken war, hält die Wirkung auf die Schnecken im Garten meist nicht lange an. Es braucht nur wenige Wochen warmes, feuchtes Wetter und schon sind die schädlichen Schnecken, meist Wegschnecken, wieder in alter Form und Angriffslust. Und dann ist nichts vor ihnen sicher.
Wirklich?
(zuletzt aktualisiert: 10.06.2025)

Falsch. „Nichts ist vor ihnen sicher“ ist nicht ganz korrekt. Schnecken, fressen zwar sehr unterschiedliche Pflanzenarten und auch vor toten Artgenossen machen sie nicht halt, aber sie sind nicht wahllos bei dem, was sie verspeisen – auch nicht bei ihrer pflanzlichen Kost.

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Schnecken haben Vorlieben

Schnecken metzeln nicht alles Grüne nieder, das ihnen zufällig im Weg steht, auch nicht die Schnecken ohne Haus – es gibt darunter ja auch die teilweise nützlichen Schnegel. Aber selbst die vorwiegend pflanzenfressenden Wegschnecken haben klare Vorlieben: „Hui sind Tagetes, Salat, Kohl, Erdbeerfrüchte und viele Jungpflanzen, pfui sind aus Schneckensicht zum Beispiel Ziergräser, manche Blütenstauden, Bodendeckergehölze und Sträucher wie Rosen. Sogar manche Gemüse, Kräuter und Heilpflanzen werden von ihnen verschmäht.

Wegschnecke an Kohl


Wegschnecke an Kohl

Schneckenschaden an Purpursonnenhut


Schaden durch Schneckenfraß am Neuaustrieb von Purpursonnenhut

Nacktschnecke auf dem Kompost


Nacktschnecke auf dem Kompost

Schneckenfreie Beete – ist das möglich?

Möglichkeiten zur Bekämpfung von Schnecken gibt es viele, doch viele der empfohlenen Bekämpfungsmaßnahmen erfordern ziemlich viel Disziplin: regelmäßiges Kontrollieren auf Befall, Absammeln oder Töten der gefundenen Schnecken, regelmäßiges Ausleeren und Neu-Befüllen der Bier- und anderer Schneckenfallen und so weiter. Wer dazu nicht die Zeit, Lust oder Kraft hat, der überlegt vielleicht, ob er nicht das ein oder andere besonders gefährdete Beet (weil es beispielsweise neben der „Naturecke“ im Garten liegt) ausschließlich mit Pflanzen, die Schnecken nicht fressen, bepflanzt.

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Pflanzen, die Schnecken nicht fressen

Schneckenfeste Stauden (Beispiele)

Zu den Stauden (Pflanzen, die unterirdisch überdauern und jedes Jahr neu austreiben), die die Schnecken in der Regel nicht verzehren, gehören:

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  • Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Buschwindröschen (Anemone nemorosa)
  • Elfenblume (Epimedium)
  • Federmohn (Macleaya)
  • Fetthenne (Sedum)
  • Frauenmantel (Alchemilla)
  • Herbstanemone (Anemone tomentosa)
  • Kugeldistel (Echinops ritro) [Austrieb gefährdet]
  • Nachtkerze (Oenothera biennis)
  • Perlkörbchen (Anaphalis triplinervis)
  • Pfingstrose (Paeonia)
  • Riesenflockenblume (Centaurea macrocephala)
  • Schweizer Oregano, Blumendost (Origanum Laevigatum-Hybride ‚Aromatico‘)
  • Sonnenbraut (Helenium)
  • Staudenphlox (Phlox paniculata)
  • Steinbrech (Saxifraga)
  • Storchschnabel (Geranium)
  • Thymian (Thymus)
  • Tränendes Herz (Lamprocapnos spectabilis, früher Dicentra spectabilis)
  • Waldmeister (Galium odoratum)

Schneckenfeste Bodendecker und Gehölze (Beispiele)

Bodendecker und andere niedrige Gehölze, die von Schnecken nicht gefressen werden, sind beispielsweise:

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  • Bodendeckerrosen (Rosa)
  • Efeu (Hedera helix)
  • Heckenmyrte (Lonicera nitida)
  • Immergrün (Vinca minor)
  • Lavendel (Lavandula)
Rosen wie hier die Bodendeckerrose „Lavender Dream“ sind schneckenfeste Pflanzen, die sich übrigens auch gut im Kübel halten lassen.

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Mehr schneckensichere Pflanzen

Pflanzen, die Schnecken nicht fressen - beispielsweise Kapuzinerkresse

Zu den Pflanzen, die Schnecken nicht fressen, gehört auch die Kapuzinerkresse

Sommerblumen, die Schnecken nicht fressen (Beispiele)
Zu den einjährigen Sommerblumen, die von Schnecken meistens verschmäht werden, gehören Sommerastern, Kapuzinerkresse, Schmuckkörbchen (Cosmos), Balsaminen, Duftsteinrich, Geranien, Goldmohn, Gazanien, Portulak, Ringelblumen und Wicken. Bei Schmuckkörbchen gibt es allerdings widersprüchliche Erfahrungen – es hängt leider manchmal auch davon ab, ob in Riechweite etwas noch Köstlicheres steht (aus Schneckensicht: Tagetes, junge Sonnenblumen, Salat-Jungpflanzen und andere). Auch meine Bartnelken (Dianthus barbatus) werden von Schnecken links liegen gelassen, allerdings haben andere an ihren Nelken einen starken Schneckenbefall feststellen müssen (zumindest nach längerem Regen und starkem Befallsdruck).
Inzwischen gibt es im Gartenfachhandel Saatgutmischungen mit „schneckenresistenten“ Sommerblumen*.

Aus Neugier habe ich ein paar Samen der Schneckenresistenten Blütensymphonie* in einen Topf auf der Terrasse ausgesät. Auch wenn der Topf zu klein ist, sieht man doch, dass die Balsaminen und der weiße Duftsteinrich sehr gut und unbehelligt von Schnecken gedeihen. Wenn ich an diese Stelle einen Topf mit Zauberglöckchen (Calibrachoa) oder Erdbeeren hinstelle, sind die Pflanzen nach einer Nacht weggefressen.

Schnecken-Riechweite und Abfangbeete

Apropos, die Angaben zur „Riechweite“ von Schnecken (wie weit Schnecken ihr Nahrungsangebot riechen können) schwanken zwischen einigen Metern und 200 m. Das hängt vermutlich von der Schneckenart, der Witterung und der Windrichtung ab. Aber große Nacktschnecken können in einer Nacht bis zu 25 m zurücklegen – die Ablenkung mit einem Tagetes-„Abfangbeet“, ist also gar nicht abwegig.

Thyman wird von Schnecken geschmäht

Thyman wird von Schnecken verschmäht

Kräuter und Gemüse, die Schnecken nicht fressen
Zu den Gemüsen, die ziemlich sicher vor Schneckenfraß sind, gehören Artischocken/Cardy, Bärlauch, Bohnenkraut, Endiviensalat, Feldsalat, Rukola, Tomaten, Thymian und Spargel.

Auch Rasen-Gräser werden geschmäht – zur Freude der Rasenmäher-Hersteller.

Listen mit Pflanzen, die Schnecken nicht mögen, findet man auch in Gartenratgebern wie „Die 13 Gartenplagen“ von Thomas Lohrer, erschienen im Ulmer Verlag*.

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Es gibt also Hoffnung – auch für die, die nicht mit technischen Hilfsmitteln (Schneckenbarrieren), Fallen (Bierfallen), chemischen (umweltverträgliches Schneckenkorn), biologischen Methoden (wie Nematodenpräparaten) oder mit Messer oder Hacke bewaffnet in den Kampf gegen Schnecken ziehen möchten.

Die Förderung natürlicher Gegenspieler von Schnecken wie Igel, Vögel, Kröten, Blindschlechen, Spitzmäuse, Insekten wie Glühwürmchen, Laufkäfer und andere hält die Schnecken am besten in Schach und ist gut für die Artenvielfalt. Indische Laufenten oder ähnliche zur Schneckenbekämpfung anzuschaffen, sollte aber gut überlegt sein, denn dies Tiere benötigen eine Wasserstelle, einen marder- und fuchssicheren Stall für die Nacht und man kann durch sie und wegen ihrem lauten, aufgeregten Geschnatter bei den Nachbarn in Ungnade fallen.



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Übrigens sind nicht alle Nacktschnecken für unsere Gartenpflanzen problematisch: Tigerschnegel (eine gemusterte Nacktschneckenart) haben auch Wegschnecken auf ihrem Speiseplan.

Aber dennoch: An besonders gefährdeten Stellen im Garten oder auf der Terrasse sät und pflanzt man sicherheitshalber Pflanzen, die Schnecken nicht mögen.

Bart-Nelken stehen nicht auf dem Speiseplan von Schnecken. Die ungefüllten Sorten sind aber insektenfreundlich und werden gerne von Bienen, Schmetterlingen und anderen besucht.

* Werbelink / Partnerlink / Affiliate-Link
* Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen, die über einen Werbe-Link zu Amazon zustande kommen, unter Umständen eine Provision/Werbekostenerstattung.

Mehr Informationen zur Schneckenbekämpfung

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Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer
Taschenbuch/ Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8

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Hochbeete, Tischbeete und Pflanzkisten

Hochbeete sind nun seit ein paar Jahren „in“, alle schwärmen von Hochbeeten – aber meinen oft ganz unterschiedliche „Pflanzbehälter“ damit. Hochbeete gibt es aus verschiedenen Materialien, in unterschiedlichen Höhen und Größen, nach unten offen oder geschlossen, mit oder ohne Frühbeetabdeckung etc. Ich unterscheide bei dem, was alles vom (Online-)Gartenfachhandel als Hochbeet verkauft wird: Hochbeete, Tischbeete und Pflanzkisten. Jede Art hat ihren Einsatzzweck sowie Vor- und Nachteile. Vorstellung und ein paar extra Tipps beispielsweise zu Dränage, Wasserreservoir (Urlaubsbewässerung) und Wasserüberlauf bei Tischbeeten.

Hochbeet, das direkt auf gewachsenem Boden aufsitzt und hoch genug ist, um darin mehrere Schichten unterzubringen

Hochbeete für Garten, Terrasse und Balkon

Ehrlich gesagt, habe ich ein wenig mitleidig gelächelt, als ich im Internet die ersten, vergleichsweise kleinen Hochbeete auf Beinen gesehen habe, die der Gartenfachhandel aus dem Hut zauberte, nachdem Hochbeete zum Megatrend wurden.

Ich kannte bis dahin vor allem das große Hochbeet aus der alten Weihenstephaner Kleingartenanlage, mehrere Meter lang, so breit wie ein normales Gartenbeet und von allen vier Seiten her zu bearbeiten. Dieses Hochbeet war aus Holz, das vom örtlichen Holzhändler stammte, und sehr stabil. Es saß direkt auf dem gewachsenen Boden auf, unten verwehrte ein Maschendraht Wühlmäusen den Zutritt, doch Wasser und Bodenleben konnten in beide Richtungen hindurch, seitlich schützte eine Folie das Holz vor Dauernässe. (In der neuen Weihenstephaner Kleingartenanlage gibt es aber nicht mehr nur dieses eine, sondern viele verschiedene Arten und auch Fertigbausätze mit und ohne Frühbeetdach zum Anschauen.)

Bei entsprechender Höhe bieten solche „Hochbeete ohne Beine“ im Inneren genügend Platz für mehrere → Schichten unterschiedlicher Gartenabfälle übereinander und funktionieren durch den Bodenkontakt wie ein „verkleideter“ Komposthaufen, auf dem man anbaut: mit besseren Wachstumsbedingungen für die Pflanzen und einer besseren Arbeitshaltung für den gärtnernden Menschen.

Tischbeete

Doch auch die Hochbeete auf Beinen, meiner Meinung nach besser als Tischbeete bezeichnet, haben ihre Berechtigung: An ihnen kann man im Stehen oder Sitzen arbeiten – das gibt nicht nur Senioren, sondern auch allen Rückengeplagten die Freude am Gärtnern zurück. Diese Tische auf Beinen gibt es auch mit Rollen, so dass man sie ganz nach Bedarf umstellen kann.



Belächeln muss ich allerdings bis heute, wenn schon bessere Beetumrandungen als „Hochbeete“ im Katalog geführt werden.

Hochbeete im Urban Gardening

Hochbeete waren und sind aber auch ein wichtiges Element des Urban Gardenings, des neuen, und oft mobilen Gärtnerns in der Stadt – besonders bei Umnutzungsprojekten. Diese Hochbeete sind meist nicht ganz so groß, wie die, die ich von Weihenstephan her kannte, denn man will mit ihnen auch umziehen können, wenn man irgendwo vertrieben wird. Das Mobilitätsproblem wird teilweise dadurch gelöst, dass man das Hochbeet von Anfang an auf eine Palette setzt, so dass es mit einem Hubwagen oder Gabelstapler bewegt werden kann. Die Hochbeete im Urban Gardening haben nämlich meist keinen direkten Bodenkontakt, sondern sind unten geschlossen, weil sie nicht auf gewachsenem Boden, sondern auf betonierten Flächen in der Stadt oder auf Schutt-Brachland mit unbekannter Bodenqualität stehen.

Für Urban-Gardening-Projekte: Hochbeet ohne Bodenanschluss auf einer Palette, so dass es mit einem Hubwagen jederzeit schnell umgestellt werden kann. Wie viele Schichten man unterbringt, hängt von der Höhe und Größe der Pflanzkiste/Pflanzsack ab.

Pflanzkisten

Pflanzkisten werden im Urban Gardening von manchen ebenfalls wie kleine Hochbeete genutzt, von anderen aber auch wie Pflanzgefäße und sie stehen dann als solche auch bepflanzt auf Terrassen, Balkonen etc.

Pflanzkisten sind in der Regel mit Folie ausgekleidet und so gebaut, dass sie unten geschlossen sind, denn Bodenkontakt ist nicht gesucht oder nicht möglich. Im Gegenteil: Wenn diese Pflanzkisten auf einem empfindlichen Bodenbelag stehen, muss mit Dränage und kontrolliertem Überlauf in einen entsprechenden Auffangbehälter dafür gesorgt werden, dass kein Überschusswasser auf den Boden sickern und Flecken verursachen kann. Das gleiche gilt, wenn man ein Hochbeet auf einer Dachterrasse aufstellt.

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Dränage, Wasservorrat („Urlaubsbewässerung“) und Wasserablauf 

Hochbeete im Garten haben als unterste eine Schicht aus grobem Material, beispielsweise Gehölzschnitt, und sind zum gewachsenen Boden hin offen. Dadurch sickert überschüssiges Wasser in den Boden.
Hochbeete, Tischbeete und Pflanzkisten, die auf einem wertvollen Bodenbelag o. Ä. stehen und dem Regen ausgesetzt sind, müssen dicht sein (Überschusswasser soll auch nicht vom Balkon die Hauswand hinunterlaufen), benötigen eine Dränage, in der Überschusswasser gesammelt wird, damit nicht die Erde im Wurzelbereich zu nass wird, und einen kontrollierten Ablauf und/oder Überlauf, wenn sich zu viel Wasser in der Dränageschicht sammelt. Die Dränageschicht kann aus groben Materialien wie Kies, Tonscherben oder Blähton bestehen und mit einem Vlies, das man darüber legt, davor geschützt werden, dass die Erde von oben in die Dränageschicht eingeschwemmt wird. Die Höhe der Dränageschicht hängt davon ab, wie wahrscheinlich Gießfehler sind, ob man die Dränageschicht als Wasserreservoir für eine Art selbstgemachte Urlaubsbewässerung nutzen will, ob der Standort regenschützt ist und wenn nicht, mit welchen Regenfällen zu rechnen ist.
Wenn man im unteren Bereich ein Wasserreservoir erlauben oder sogar bewusst befüllen können will, braucht man einen Überlauf, der sich relativ weit oben, aber noch auf Höhe der Dränageschicht befinden sollte. Aus dem Wasserreservoir könnte das Wasser mittels Dochten wieder nach oben geleitet werden, wenn die Pflanzerde oben trocken wird – sozusagen eine einfache „Urlaubsbewässerung“. Wer keinen Wasservorrat haben möchte, kann den Überlauf weiter unten anbringen, bei einem Tischbeet auch einen Ablauf unter dem Tisch anbringen und einen Auffangbehälter darunter stellen.
Für die seitliche Überlauflösung mit Schlauch wird die Überlauföffnung nur so groß gebohrt, wie das Rohr (Anschlussstutzen) dick ist, das da hinein soll. Abgedichtet wird die Öffnung außerdem mit entsprechenden Dichtungen. Mit einer Schlauchschelle kann man einen Schlauch am Anschlussstutzen befestigen, der zu einem Auffanggbehälter führt. Bisher habe ich kein Set für Hochbeet-/Tischbeet-Überläufe gefunden, aber bei sieht man am Beispiel „Verbindungsset Flex-Comfort“ (unter Regenspeicherzubehör) – eigentlich für die Verbindung zweier Regentonnen – das Prinzip.
Hinweis: Der Wasserstand im Auffangbehälter muss tiefer stehen als die Überlauföffnung, sonst läuft das Wasser nicht ab. Das aufgefangene Wasser kann man später wieder zum Gießen verwenden.


Buchtipp:
Flexibel und mobil gärtnern: Blumen, Gemüse & Kräuter, Stauden und Gehölze in Töpfen und anderen Pflanzgefäßen (von Kübeln und Kisten bis großen Pflanzsäcken) anbauen und so Balkone, Terrassen, Dachterrassen, Eingangsbereiche verschönern und/oder für den Selbstversorgeranbau (im Urban Gardening) nutzen. Standortgerecht Gartenträume wahrmachen – vom ansprechenden Eingangsbereich über Duft-, Bienen-, Künstlerbalkon bis zur Wohlfühloase und/oder Selbstversorgerterrasse auf dem Dach.

Gartenbuch Eva Schumann - Werbelink zu Amazon.de

Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart
Taschenbuch/Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
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