Achtung: Bepflanzte Kübel und Töpfe senden Signale!

Bepflanzte Kübel, Töpfe, Kästen, Kisten und andere bepflanzbare Gefäße erzählen Passanten und Gästen, wer Sie sind. Was möchten Sie, dass sie über Sie sagen? Enthalten geht nicht, denn keine bepflanzten Kübel, Blumenspindeln, Tröge oder anderes zu haben, ist ebenfalls ein Statement.

Bepflanzte Kübel: Naturmaterialien und Ton-in-Ton-Bepflanzung
Bepflanzte Kübel: Naturmaterialien und Ton-in-Ton-Bepflanzung
Mit Pflanzgefäßen lassen sich Zufahrten, Eingangsbereiche, Balkone, Terrassen, Dachterrassen und auch Bereiche im Garten gestalten.
  • Eine Zufahrt wird mit flankierenden Pflanzgefäßen besser zu erkennen sein und ist nachts sicherer zu befahren, aber sie wird auch schöner, imposanter und sagt jedem der kommt, dass hier Menschen wohnen, die gerne ihr Umfeld gestalten und/oder Spaß an Pflanzen haben.
  • Wie der Eingangsbereich mit Pflanzen gestaltet ist, lässt Passanten und Gäste ebenfalls Rückschlüsse auf die Bewohner ziehen.
  • Auf Balkon, Terrasse, Dachterrasse und im Garten werden bepflanzte Töpfe, Kübel, Spindeln, Kästen und Kisten nicht nur eingesetzt, um ein paar Farbkleckse hinzuzufügen oder um frische Kräuter ernten zu können, sondern um zu strukturieren, Sichtschutz einzurichten, sich abzugrenzen und anderes mehr.

Kübelpflanzen im Außeneinsatz: Welches Statement wollen Sie abgeben?

Die Wirkung von bepflanzten Gefäße hängt vom gewählten Material, ihrer Größe und Form sowie von der Bepflanzung selbst (Pflanzenauswahl, Farbgestaltung, Pflanzengesundheit etc.) ab.

Beispielsweise senden ein paar große, gleich geschnittene Formgehölze in ebenfalls geometrisch geformten Gefäßen aus poliertem Metall, die im akkuraten Abstand in Reih und Glied stehen, das Signal, dass hier Wert auf Form und Korrektheit gesetzt wird. Ein Arrangement bunt bepflanzter Terrakottagefäße verspricht dagegen eher Wärme und Gemütlichkeit hinter der Eingangstür. In knalligen Farben bemalte Blechdosen mit Bienenweidepflanzen darin lassen den Schluss zu, dass hier experimentierfreudige, umweltbewusste Menschen wohnen, und Plastiktöpfe in frischen Farben mit bunten Sommerblumen aus dem Supermarkt, lassen auf fröhliche Menschen schließen, die trotz kleinem Budget (und wenig Zeit oder Lust zum Basteln) gewillt sind, ihr Umfeld zu verschönern und freundliche Signale an die Welt zu senden.

Das sind natürlich Stereotypen und es gibt viele Möglichkeiten dazwischen und drum herum, interessante Kreuzungen und witzige Stilbrüche. Ein Beispiel sind bunt bepflanzte modern geformte Metallgefäße aus verrostetem Metall.
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Wer zum ersten Mal in Töpfen, Schalen, Kübeln oder anderen Gefäßen – oder überhaupt zum ersten Mal – gärtnert und gerne mit Konzept vorgeht, sollte sich also fragen, was er/sie signalisieren möchte, womit er sich identifizieren möchte und eventuell auch, was zum Haus passt – danach richtet man die Art der Pflanzgefäße aus. Für die richtige Pflanzenauswahl ist es wichtig, den oder die Standorte einzuschätzen: Gibt es keine, wenig oder viel Sonne, fängt sich im Sommer die Hitze (Südseite von großen Häusern), ist es sehr zugig, ist die Luft eher trocken (wenn es drumherum viel Beton, aber keine Grünflächen und Bäume gibt) oder das Klima angenehm? Welche Pflanzen wann blühen, buntes Herbstlaub haben und ähnliches und welche für schwierige Standorte geeignet sind, erfährt man beim Gärtner oder aus Fachbüchern (siehe Buchtipp unten.) Hardcore-Planer können sich auch ein Farbschema überlegen, entscheiden, ob sie jährlich, jahreszeitlich jeweils neu oder ob sie dauerhaft mit Stauden und Gehölzen bepflanzen möchten.

Das hört sich nach viel Planung und Know-how an. Frisch gebackene Hobbygärtner brauchen aber keine Angst haben: Das Gärtnern in Kübeln und Töpfen ist flexibel und mobil. Was gerade nicht so schön ist, wird in die zweite Reihe gestellt oder eben neu bepflanzt. Pflanzen und Gestalten ist immer auch ein wenig Experimentieren, nicht alles gelingt aufs erste Mal, man muss den Standort kennenlernen. Mit der Zeit wird man sicherer und besser.

Buchtipp:
Blumen, Gemüse & Kräuter, Stauden und Gehölze in Töpfen und anderen Pflanzgefäßen anbauen und so Balkone, Terrassen, Dachterrassen, Eingangsbereiche verschönern und/oder für den Selbstversorgeranbau nutzen. Standortgerecht Gartenträume wahrmachen – vom ansprechenden Eingangsbereich über Duft-, Bienen-, Künstlerbalkon bis zur Wohlfühloase und/oder Selbstversorgerterrasse auf dem Dach.

Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1. Auflage (2019)
Taschenbuch/Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8 

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Der Sommer steht vor der Tür – Zeit für die passenden Gartenmöbel

Artikelkennzeichnung siehe unten.

Die Gärten in Deutschland stehen bereits in voller Blüte und laden schon jetzt zum Verweilen und Entspannen ein. Doch so richtig genießen kann man das Ganze erst mit gemütlichen Gartenmöbeln, welche die eigene grüne Oase nicht nur optisch aufwerten, sondern außerdem auch für einen wahrlich sommerlichen Flair sorgen.

Die Blumen sind gepflanzt, der Rasen ist gemäht und die Hecken sind getrimmt – mit Blick auf die kommenden Sommermonate fehlt jetzt also nur noch eines, um den Start in die Saison perfekt zu machen: die passenden Gartenmöbel. Doch wie sollen die eigentlich aussehen? In leuchtenden Farben und mit Stoffbezügen? Oder doch lieber schicke und strapazierfähige Outdoor-Möbel aus Polyrattan? Wer die Wahl hat, hat bekanntlich eine große Auswahl – ein guter Grund also, sich die Zeit zu nehmen, um in die facettenreiche Welt der Gartenmöbel einzutauchen.

Wie finde ich die perfekten Gartenmöbel?

Online-Portale wie Gartenmoebel.de sind eine hilfreiche Anlaufstelle für alle, die ihrem Garten und natürlich auch sich selber etwas Gutes tun wollen. Außerdem dienen sie als tolle Inspirationsquelle und als Trendbarometer – denn wer möchte schon seinen wunderschönen Garten mit altbackenen Gartenmöbeln verschandeln. Um das perfekte Equipment zu finden, sollte man sich schon im Vorfeld überlegen, was das neue Mobiliar mit sich bringen muss. Bequem muss es sein, leicht zu reinigen und im besten Fall auch noch schick aussehen.

Wer gut sitzt, der bleibt auch gerne

Nach der Gartenarbeit möchte jeder Hobbygärtner vor allem eines: Erholung. Und das ist mehr als verständlich, denn wer dem Unkraut an den Kragen geht, Beete bepflanzt und die Terrasse auf Vordermann bringt, hat danach häufig Rückenbeschwerden – wie eine aktuelle Studie des bekannten Statistik-Portals Statista zeigt. Was kann es da Schöneres geben als bequeme Outdoor-Möbel, die für die nötige Entspannung sorgen? Sehr zu empfehlen ist zum Beispiel eine gemütliche Rollliege mit einer flauschigen Polsterauflage. Wer seine Sitzecke zudem in eine schicke Gartenlounge verwandeln möchte, kann diese mit komfortablen Gartenmöbeln und pflegeleichten Dekokissen ausstaffieren. Oder wie wäre es mit einer handgearbeiteten Hängematte aus Baumwolle? Laut Gartenmoebel.de könnte dieses außergewöhnliche Accessoire nämlich zum absoluten Sommer- und Garten-Trend 2019 avancieren. Und wer nicht genug Bäume hat, um die Hängematte daran zu befestigen: Kein Problem, denn je nach Modell werden die Befestigungsstangen praktischerweise gleich mitgeliefert.

Umweltbewusste Gartenmöbel als Eyecatcher

Wer seinem Garten zum Sommeranfang den letzten Schliff verpassen möchte, sollte nicht nur großen Wert auf ästhetische und gemütliche Gartenmöbel legen, sondern zugleich am besten auch auf Nachhaltigkeit. #Ein Glück, dass es umweltgerechte, trendige Alternativen zum schnöden Kunststoff gibt, wie beispielsweise Akazien- oder Teakholz.

Doch können ökologisch wertvolle Outdoor-Möbel auch ein echter Hingucker im eigenen Garten sein? Die Antwort darauf ist einfach: Ja! Denn eine Sitzgruppe aus echtem Teakholz, die natürlich FSC zertifiziert sein sollte, wertet selbst den farbenfrohsten Garten deutlich auf. Gleiches gilt selbstverständlich auch für Akazienmöbel. Ein weiterer Vorteil: Gartenmöbel aus Echtholz sind dank der Imprägnierung im Allgemeinen überaus pflegeleicht, sodass sich eine umständliche Säuberung erübrigt. Außerdem bieten solche Holzmöbel eine sehr hohe Langlebigkeit – erst recht, wenn sie zusätzlich hin und wieder mit Öl behandelt und gepflegt werden.  

Gartenfreunde, die ihre bereits bestehende Sammlung an Outdoor-Möbeln ausbauen und aufwerten möchten, können natürlich auch verschiedene Stile miteinander kombinieren. So kann zum Beispiel die Sitzgruppe aus Teakholz perfekt mit einer Bank aus Rattan harmonieren. Zusammen mit farblich abgestimmten Sitzpolstern, einem Aufsehen erregenden Pavillon und dem passenden Gartentisch – beispielsweise aus wetterbeständigem Aluminium – wird der Garten zu einem echten Outdoor-Wohnzimmer mit einem extrem hohen Wohlfühlfaktor.

*Sponsor-Posts sind informative Artikel meiner Werbepartner.

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Wir essen unser Unkraut: Löwenzahn-Bratkartoffeln mit Speck

Ist Löwenzahn ein Unkraut, Wildgemüse oder eine Heilpflanze? All das und noch mehr! Eine kurze Vorstellung und ein super einfaches Rezept („Löwenzahn-Bratkartoffeln mit Speck“), das sich für Vegetarier und Veganer ganz leicht abwandeln lässt.

Löwenzahn im Garten
Löwenzahn im Garten

Unkraut ist ein unsinniger Begriff, denn krautige Pflanzen im botanischen Sinne sind nicht verholzende Pflanzen. Nicht krautig (un-krautig) wären dann also Gehölze. Aber als Unkraut werden Pflanzen bezeichnet, die an einem Platz wachsen, wo wir Menschen sie nicht wollen, weil sie dort entweder den von uns angebauten Kulturpflanzen das Licht, Wasser- und Nährstoffe wegnehmen oder weil wir sie da nicht schön oder aus anderen Gründen unpassend finden. Als Unkräuter bezeichnet werden beispielsweise Giersch, Zaunwinde und Kriechender Hahnenfuß.

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Der Gewöhnliche Löwenzahn

Zu den Pflanzen, die von manchen als „Unkraut“ wahrgenommen werden, gehört der Gewöhnliche Löwenzahn. Aber eigentlich ist er ein heimisches Wildkraut, das in Wiesen, an Wegrändern und in Gärten wächst, das Brachflächen, Schutthalden und jede freie Ritze besiedelt.

Löwenzahn-Basics

Löwenzahn (Taraxacum) ist eine Gattung der Familie der Korbblütler. Der Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) bezeichnet nicht nur eine Art umfasst, sondern eine ganze Gruppe. Die Hauptblütezeit ist im April/Mai – zu der Zeit ist er ist er eine wichtige Bienenweidepflanze. Wie bei allen Korbblütlern ist das, was wir als eine Blüte wahrnehmen, ein Blütenstand mit Hochblättern, Hüllblättern und vielen gelben Zungenblüten auf einem hohlen Blütenstandsstiel. Nachts sowie bei Regen oder Trockenheit schließen sich die Hüllblätter. Die einzelnen Blüten bilden Früchte, die zusammen den Fruchtstand bilden, den Kinder als „Pusteblume“ bezeichnen. Jede kleine Frucht hat ihren Flugschirm und wird vom Wind davon getragen.

Die jungen Blättern eignen sich roh als Salatbestandteil, Presssaft oder Smoothiezutat, lassen sich aber auch als Gemüse kochen. Auch die Wurzeln kann man roh oder gekocht essen oder über Trocknung und Röstung zu einem Kaffeeersatz verarbeiten. Aus den Blüten kann Sirup oder Gelee hergestellt werden. Löwenzahn ist außerdem ein wichtiges Kraut für Weidetiere und Bestandteil der Kräuter für Kleintiere.

Löwenzahn und andere Kräuter zum Essen oder zur inneren Anwendung sollte man nur da sammeln, wo nicht gespritzt wurde, nicht an viel befahrenen Straßen oder an Hunde-Gassirouten.

Die jungen Blätter des Löwenzahns eignen sich roh als Salatbestandteil, Presssaft oder Smoothie-Zutat, lassen sich aber auch als Gemüse kochen. Auch die Wurzeln kann man roh oder gekocht essen oder über Trocknung und Röstung zu einem Kaffeeersatz verarbeiten. Aus den Blüten kann Sirup oder Gelee hergestellt werden. Löwenzahn ist außerdem ein wichtiges Kraut für Weidetiere und Bestandteil der Kräuter für Kleintiere.

Frisch geernteter Löwenzahn
Frisch geernteter Löwenzahn

Löwenzahn hat wegen seiner wertvollen Inhaltsstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Inulin, Bitterstoffe, Triterpene und andere) auch in der Medizin, Volksheilkunde und Homöopathie Bedeutung und wird/wurde beispielsweise gegen Appetitmangel, Verdauungsbeschwerden, Diabetes und anderem mehr angewendet. So kann man einen Tee aus Blättern (innerlich, angeblich gut für die Verdauung), Wurzeln (innerlich, angeblich gut für die inneren Organe) oder Blüten (äußerlich, angeblich gut als Gesichtswasser) zubereiten. Andererseits wird Löwenzahn von der Informationszentrale gegen Vergiftungen als „gering giftig“ eingestuft, jedoch ohne Angaben, ab welchen Mengen und für wen. Man sollte sicherheitshalber keine zu großen Mengen Löwenzahn essen und wer zu Allergien neigt, sollte wissen, dass der Milchsaft zu Hautreizungen führen kann.

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Löwenzahn und andere Kräuter zum Verzehr oder zur inneren Anwendung sollte man nur da sammeln, wo keine giftigen Pflanzenschutzmittel oder Ähnliches gespritzt wurden, nicht an vielbefahrenen Straßen und nicht dort, wo regelmäßig Hunde Gassigeführt werden.

Löwenzahn-Rezept

In unserem Gemeinschaftsgarten wächst der Löwenzahn im Rasen auf dem begrünten Tiefgaragendach und am Grundstücksrand im lichten Schatten unter Laubgehölzen (die im Winter und Frühling blattlos sind). Während er in unserem Rasen wenig Blattmasse bildet, weil er mit Gräsern, Gänseblümchen und anderen Rasenblumen konkurrieren muss, gedeiht er im Frühling unter den Bäumen prächtig. Es bot sich also an, ihn nicht nur den Hasen zu überlassen, sondern ihn auch einmal in der Küche zu verarbeiten.

Löwenzahn-Bratkartoffeln mit Speck

Das ist mein Rezept für ein schnelles Gericht aus (übriggebliebenen) Pellkartoffeln und ein paar Löwenzahnblättern aus dem Garten. Natürlich kann man auch Salzkartoffeln verwenden, ich bevorzuge Pellkartoffeln, weil sie so schnell, energiesparend und vitaminschonend im Dampfkochtopf gekocht werden können.

Zutaten

Pellkartoffeln, gepellt und in Scheiben
Löwenzahnblätter, gewaschen und grob gehackt
(Löwenzahnblüten zur Dekoration)
Zwiebel(n), gehackt
Speck (ersatzweise Tofu würzig mariniert), gewürfelt
zum Braten geeignetes Pflanzenöl oder Fett
Salz und Pfeffer
(Butter, kaltgepresstes Pflanzenöl)

Zubereitung

In einer Pfanne mit etwas hitzeverträglichem Pflanzenöl o. Ä. Speck auslassen. Den Speck dann an den Rand schieben (oder herausnehmen und warm halten) und Kartoffeln und Zwiebeln im Öl/Fett anschwitzen, bis sie leicht gebräunt sind. Zum Schluss die gehackten Löwenzahnblätter hinzufügen und heiß werden lassen. Mit Salz, Pfeffer (Butter, Pflanzenöl) abschmecken. Auf Tellern mit Löwenzahnblüten garnieren und servieren.

Löwenzahnbratkartoffeln mit Speck
Löwenzahn-Bratkartoffeln mit Speck

PS: Dazu kann man Spiegelei, (vegane) Würstchen, gebratenen Leberkäs (oder entsprechende Tofu-/Seitanprodukte) essen.

Zwei interessant klingende Rezepte mit Gewöhnlichem Löwenzahn findet man auch in dem Buch

Der Giersch muss weg!

Der Giersch muss weg!:
28 Unkräuter bekämpfen oder einfach aufessen.
50 frische Wildkräuter-Rezepte
*
Susanne Hansch, Elke Schwarzer
Verlag Eugen Ulmer** (17. Januar 2019)
128 Seiten
Klappenbroschur
ISBN: 978-3-8186-0647-3






**Das Buch habe ich kostenfrei vom Verlag erhalten

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Torffreie und torfreduzierte Pflanzerden für Balkon und Terrasse

In Blumenerden, Pflanzerden und ähnlichen Substraten aus dem Handel wird Torf zunehmend ganz oder teilweise ersetzt, damit die Moore geschont werden. Die neuen Bestandteile verändern jedoch manche der gewohnten Eigenschaften einer Pflanzerde. Was alle Gärtnernden wissen sollten.

Torffreie Pflanzerden für den Anbau in Töpfen und KübelnDie Frühlingsbepflanzung steht an: Mit torffreien Pflanzerden für Töpfe und Kübel schont man die Moore.

Moore sind ein wertvoller Lebenraum für Pflanzen und Tiere und in ihnen sind große Mengen an Treibhausgasen gespeichert, die bei Trockenlegung frei würden. Dem Klima und der Artenvielfalt zuliebe sollten Moore möglichst unberührt bleiben. Die weitgehende Erhaltung vorhandener Moore ist nur durch Einsparen von Torf möglich.

Torffreie und torfreduzierte Substrate („Erden“)

Als Ersatz für einen Teil des Torfes oder den gesamten Torf wird den Substraten vor allem Grüngutkompost, Rindenhumus, Holzfasern, Hanffasern, Kokosfasern, Kokosmark und/oder Xylit (Schieferkohle) beigemischt.

Die Eigenschaften einer Pflanzerde werden von den Ausgangsmaterialien bestimmt: Von der Feinkörnigkeit/Porenvolumen der Ausgangsmaterialien hängen beispielsweise Wasser- und Nährstoffhaltevermögen sowie die Luftdurchlässigkeit ab.

Grobkörnige Materialien halten Wasser und ebenso eine Nährstofflösung schlecht, dafür lassen sie viel Luft an die Wurzeln. Feinkörnige Materialien sind gute Speicher und Puffer, aber neigen eher zu Staunässe und damit Luftarmut im Wurzelbereich – was die wenigsten Pflanzen mögen.

Eher feinkörnig und damit wasserkapazitäterhöhend sind gesiebter Frästorf, Kokosmark, Grüngutkompost sowie Rindenhumus.

Eher grobkörnig und damit luftkapazitäterhöhend sind Sodentorf, Holzfaser, Kokosfaser und Hanffaser.
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Vom Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis eines Ausgangsmaterials hängt es ab, ob eine Pflanzerde Stickstoff an die Pflanzen abgibt oder alles an sich bindet (auch die Nährstoffe, die gedüngt oder mit dem Kompost verabreicht werden). Holzfasern haben beispielsweise viel Kohlenstoff und wenig Stickstoff – sie entziehen ihrer Umgebung Stickstoff. Grüngutkompost enthält dagegen wenig Kohlenstoff, aber viele Nährstoffe, die abhängig von der Temperatur und dem Feuchtigkeitsgehalt mehr oder weniger schnell freigesetzt werden.

Blumenerden, Pflanzerden, andere Substrate: Auf die Mischung und den Einsatzzweck kommt es an

Bei der Substratanmischung wird versucht, eine Erde mit Eigenschaften für den jeweiligen Zweck zu schaffen: eine feinkrümelige, nicht zu nährstoffreiche für die Aussaat und weitere Anzucht von Blumen und Gemüsen, eine grobere für die Ansprüche verschiedener, größerer Baumschulpflanzen, und noch andere für die Bepflanzung von Pflanzkästen und Kübeln, für den Anbau in Hochbeeten sowie anderen Behältern und so weiter.

Wer in den letzten Jahren die neuen torffreien und torfreduzierten Pflanzerden ausprobiert hat, hat festgestellt, dass selbst die torffreien oder torfarmen Blumenerden, Pflanzerden und ähnliche Substrate für den „universellen Einsatz“ schon von der Struktur und damit von den physikalischen Eigenschaften her ganz unterschiedlich sind, denn jeder Hersteller hat sein eigenes Rezept – vermutlich auch abhängig davon, wie gut seine Bezugsquellen für die verschiedenen Materialien sind. Während größere Baumschulpflanzen von der besseren Durchlüftung eines großporigen Substrates profitieren, benötigt man für die Aussaat/Direktsaat in Pflanzgefäße zumindest im anfänglichen Durchwurzelungsbereich feinere Poren, damit die jungen Pflanzenwurzeln Halt und Wasser finden.

Dazu kommt, dass die verschiedenen Substrate auch unterschiedliche Mengen an verfügbaren Nährstoffen (abhängig beispielsweise vom Kompostanteil, Feuchtigkeit und Temperatur) enthalten: Die einen enthalten zu viele verfügbare Nährstoffe und ihr dadurch erhöhter Salzgehalt schadet manchen empfindlichen (Jung-)Pflanzen. Andere versorgen die Pflanzen in der Anfangsphase bis zur ersten Düngung gerade richtig, aber haben keine Reserven. Wieder andere geben von Anfang an keine Nährstoffe frei beziehungsweise entziehen sogar die Nährstoffe, die gedüngt werden, so dass den Pflanzen zu wenig bleibt.
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Tipps zur Verwendung von torffreien und torfreduzierten Pflanzerden in Kübeln

Wer selbst mischt, sollte wissen: Ist die Basis eines torfreduzierten Substrates ein feinkörniger Torf, wirken sich die Torfersatzmaterialen weniger auf die Wasser- und Luftkapazität aus als bei einem torfreduzierten Substrat auf Basis eines groben Torfes.

Ansonsten gilt meiner Erfahrung nach: Bei Direktsaat oder Pflanzung in größere Töpfe oder Kübel kann man in die untere Hälfte die günstigere torffreie Hochbeeterde und oben drauf eine feinkörnigere Pflanzerde füllen. Wichtig ist, die Pflanzen gut zu beobachten, um einen Nährstoffmangel oder -überschuss frühzeitig ausgleichen zu können, und die Feuchtigkeit im Wurzelbereich zu überprüfen, um bedarfsgerecht gießen zu können.

Pflanzen beobachten

Bei Unterversorgung mit Stickstoff wird das Laub der Pflanze von unten her hell und sie wirken spärlich – am schnellsten lässt sich das mit einem Flüssigdünger ausgleichen, in welchem die Nährstoffe bereits in pflanzenverfügbarer Form vorliegen.

Bei Überversorgung sind die Pflanzen dunkelgrün und mastig. Manchmal sind sie sogar an der Spitze schopfartig gebogen. In diesem Fall wird auf die nächsten (Zusatz-)Düngungen verzichtet, bis die Pflanzen wieder normal sind.

Vor dem Gießen checken

Da manche torffreien Substrate immer trocken wirken – vor allem solche mit groben Bestandteilen -, sollte man die tatsächliche Feuchtigkeit mit einem Messgerät überprüfen oder zumindest mit dem Finger vorsichtig, aber tief genug hineinbohren, ob die Pflanze wirklich Wasser benötigt, bevor man gießt.

Beispiele für torffreie (Bio-)Erden

Torffreie Pflanzerde selbst mischen

Wer seine torffreie Blumenerde selbst mischen möchte, kann dies zum Beispiel nach den folgenden Rezepten:

  • 25% Rindenhumus
  • 25% Gartenkompost
  • 50% Gartenerde

oder

  • 35% Holzfaserstoffe
  • 30% Rindenhumus
  • 25% Gartenkompost
  • 10% Ton
Buchtipp:

Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1. Auflage (2019)
Taschenbuch/Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8






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PS: Die drei torffreien Pflanzerden und alle anderen Produkte im Foto oben habe ich selbst gekauft. Not sponsered!

Kontakt für Werbekooperationen: tinto@tinto.de

Quellen und weitere Informationen
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