Parkettboden verlegen ohne Ausräumen

Vor einigen Jahren habe ich meinen Boden selbst renoviert, nämlich einen Parkettboden verlegt, wo vorher Teppichboden war. Die Herausforderung war, das umzusetzen, während ich in der Einzimmerwohnung wohnen blieb. Obwohl ich keinerlei Erfahrungen mit einer solchen handwerklichen Tätigkeit hatte, ist es mir – mit Schwierigkeiten – gelungen. Der Boden ist bis heute schön. Hier der Bericht von damals.

Das ist zurzeit mein liebstes Arbeitsgerät: eine Kartuschenpistole mit einer Kartusche Montagekleber zum Befestigen der Sockelleisten (Fußbodenleisten).

Parkettbodenverlegen: Sockelleisten ankleben

Parkettbodenverlegen: Zum Schluss darf man die Sockelleisten befestigen – ich klebe sie mit Montagekleber mithilfe einer Kartuschenpistole an. Mehr dazu bei Sockelleisten ankleben und Schönheitsreparaturen (YouTube).

Warum ich es so mag? Weil ich, immer wenn die Kartuschenpistole mit dem Montagekleber zum Einsatz kommt, wieder ein großes Stück Parkettbodenverlegen geschafft habe. Das Ankleben der Fußbodenleisten mit Montagekleber steht also für einen Etappensieg – abgesehen davon, dass das Aufbringen der Kleberkleckse auf die Rückseite der Fußbodenleisten Spaß macht. (Apropos: Wieso gibt es solche praktischen Spritzpistolen eigentlich nicht in Klein für Shampoo und Spülung? Dann müsste man sich nicht die Finger beim Ausquetschen verbiegen.)

Tatsächlich bin ich heute endlich mit dem Parkettbodenverlegen im großen Wohnraum bestehend aus Essecke, Büro, Wohn- und Schlafzimmerbereiche fertig geworden – nur noch ein paar kleinere Ausbesserungen, Regale anschrauben und einräumen etc., dann habe ich es wirklich hingekriegt und einen großen verwinkelten Raum komplett selbst verlegt – während ich darin wohnte!

Tür kürzen mit Hobel

Vor dem Verlegen habe ich die Zimmertür mit einem billigen Handhobel gekürzt. Um nur wenig kürzen zu müssen, habe ich 7 mm Furnierparkett als neuen Boden gewählt. Beim Furnierparkett ist die oberste Schicht zwar dünn, aber aus echtem Holz. Bei Laminat ist die oberste Schicht ein Foto von echtem Holz oder anderen Materialien.

Angenehm war diese Renovierung im bewohnten Zustand nicht – aber machbar und billiger, als wenn ich meine Wohnung ausgeräumt, alle Möbel in einen gemieteten LKW verladen hätte und für die Zeit der Renovierung ins Hotel gezogen wäre. So musste ich allerdings immer ein Drittel der Möbel abbauen und diese auf eines der anderen beiden Drittel stapeln, während ich im dritten Drittel arbeitete und schlief, wenn ich nicht gerade am Parkettbodenverlegen war – die ungewohnte körperliche Arbeit hielt ich allerdings immer nur ein paar Stunden am Tag aus. Muskelzuwachs dürfte mir dennoch gewiss sein, aber zwischendrin kam ich auch in den Genuss eines Hexenschusses.

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Ich habe es geschafft – und das, obwohl ich handwerklich überhaupt nicht vorbelastet bin. Jetzt aber darf ich mich wohl zurecht Hobby-Handwerkerin nennen, soviel wie ich in der letzten Zeit mit Stichsäge, Handsäge, Laminatschneider, Spritzpistole, Multifunktionsgerät, Bohrer, Hobel und mehr hantiert habe. Und alles habe ich mir selbst mit Anleitungen im Internet sowie mithilfe der Beratung im Baumarkt und bei örtlichen Holz-/Bodenbeläge-Händlern beigebracht.

Dehnfugen mit Fugenfüller füllen

Die Dehnfuge an der Zimmertür wurde nach dem Verlegen des Parkettbodens mit Fugenfüller gefüllt und dieser mit einem Malerspachtel geglättet – siehe auch Randfugen füllen (YouTube-Video).

Am Anfang hatte ich noch höllischen Respekt, besonders vor den elektrischen Werkzeugen, aber jetzt sind mir sogar diese schon fast vertraut und ich gucke stolz auf meine kleine Gerätearmee – sie gehören jetzt zu meinem Team und entgegen meinem ursprünglichen Vorhaben werde ich sie wohl auch nach Abschluss meiner privaten Renovierungsprojekte nicht verkaufen. Kann ja sein, dass ich mal wieder etwas reparieren oder renovieren muss. Inzwischen habe ich genug Selbstvertrauen gewonnen.

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Bis kurz vor Abschluss hatte ich allerdings große Zweifel, ob ich es wirklich hinkriegen würde, den Parkettboden selbst zu verlegen, denn da gab es so vieles, was ich noch nie getan hatte: beispielsweise Zimmertüren aushängen und kürzen, Stichsäge oder Laminatschneider einsetzen, und überhaupt, wie sollte ich einen Abschluss vor der Terrassentür oder den Übergang zur Küche hinbekommen?

Parkettboden im Winkel auf Wand und Fenster zulaufend

Da ich die Verlegerichtung im gesamten Raum beibehalten wollte, dieser aber eine schräge Ausbuchtung hat, mussten die Dielen in diesem Bereich im 45°-Winkel zur Wand und zum Fenster verlegt werden.

Auch wenn ein paar Kleinigkeiten an meinem neuen Parkettfußboden nicht perfekt sind und ich in einer praktischen Handwerkerprüfung vermutlich immer noch durchfallen würde: Ich habe es geschafft, meinen Boden selbst zu renovieren – und er ist insgesamt doch recht schön geworden. Der Raum wirkt endlich wieder frisch und edler als vorher mit abgewohnten Teppichboden. Ich hatte die Renovierung immer wieder verschoben, auch weil die Profis den gesamten Wohnraum leer haben wollten und ich mir selbst DIY (Do It Yourself) lange nicht zugetraut hatte. Aber wie immer im Leben: Ist der Leidensdruck erst groß genug bzw. der Teppich abgewetzt genug, bleibt einem gar nichts anderes übrig, als die Sache/Renovierung endlich anzupacken.

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Ich bin mit dem Ergebnis jedenfalls zufrieden. Insofern hat sich das Risiko – ich musste ja doch ziemlich in Vorleistung gehen mit Material- und Werkzeugkosten, geschweige denn die Einbringung meiner eigenen Arbeitszeit – gelohnt. Und jetzt, da die Rückenschmerzen und die blauen Flecken an den Knien (Kissen beim Arbeiten unterlegen!) weg sind, würde ich eine Parkettverlegung im bewohnten Zustand weiterempfehlen, aber nur wenn man sich Zeit und Räumlichkeiten relativ frei einteilen kann.

Parkettboden

Der neue Parkettboden ist ein Eiche-Landhausdiele-Fertigparkettboden (3-Schicht-Furnierparkett, 7 mm) mit geölter Oberfläche, schwimmend verlegt. Der Kauf und die Abholung (mit Ford Ka!) beim örtlichen Holz- und Bodenbeläge-Händler (Holz Scholbeck/Parkettzentrale) ersparte die Speditionskosten.

Noch kann ich mich allerdings nicht zurücklehnen, denn die nächsten Parkettbodenverlege-Herausforderungen warten schon: Ein winziger Flur (Haustür kürzen?) und ein kleiner begehbarer Schrank sind noch mit Parkett auszulegen– und gerade in kleinen Räumen gibt es fies viel zu (ver-)sägen. Dort muss ich außerdem, im Gegensatz zum großen Raum, den alten Teppichboden herausreißen und selbst für Dampfbremse und Trittschalldämmung sorgen. Im großen Raum hatte ich den sehr kurzen und strapazierfähigen Teppichboden, der fest aufgeklebt war, als Unterlage belassen und direkt darauf verlegt. Aber wenn dann das Parkett endlich auch im Flur und im begehbaren Schrank verlegt ist und wenn dann auch die Sockelleistenmaße und -winkel stimmen, kommt wieder der Etappen- bzw. der endgültige Sieg: Ich kann als Abschluss die Sockelleisten ankleben mit meiner Kartuschenpistole und dem Montagekleber. Und darauf freue ich mich schon.

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Wohnung selbst renovieren

Rückblick auf mein Renovierungs-Experiment

2013 dachte ich, ich sollte mal weg vom Schreibtisch und zur Abwechslung etwas Praktisches machen. Da meine Wohnung eine Renovierung dringend nötig hatte, entschied ich mich, selbst Hand anzulegen. Vielleicht hätte ich besser in eine Selbsthilfegruppe für größenwahnsinnige Selbst-Renovierer gehen sollen: „Ich heiße Eva und ich habe keine Ahnung von dem, was ich da tun werde.“ Meine Erfahrungen.

Decke, Wand und Küchenspiegel renovieren. DIY.
DIY: Hier werden Decke, Wand und Küchenspiegel renoviert. Man braucht eine Strategie, um unnötiges Hin- und Herrutschen der Möbel zu vermeiden.

Ich studierte vorab jede Menge Renovierungs-Anleitungen in Video, Wort und Bild im Internet – da gab es Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Vorher-Nachher-Wohnung-Shows und Kombinationen aus Anleitung und Show. Und natürlich gab es auch viel unbrauchbares SEO-Gedöns, das man gleich wieder wegklicken konnte.

Aber es gab einiges Hilfreiches – sowohl von Privatleuten, die ihre Erfahrungen in Blogs oder auf Bewertungsplattformen teilten, als auch Informationen auf Websites von Profis für Heimwerker.

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Das sieht doch alles ganz einfach aus, dachte ich nach reichlichem Studium der Renovierungsmaterie. Do it yourself!  Keine Ahnung zu haben, hat mich bei anderen Experimenten auch nicht abgeschreckt!

Ich maß also in meiner Wohnung alles Relevante ab und fuhr mit einer langen Liste in den Baumarkt und in Fachgeschäfte der näheren Umgebung. Was ich dort nicht fand, bestellte ich mir über das Internet. Als ich so ziemlich alles beisammenhatte, begann ich mein persönliches Renovierungsprojekt.

Decke streichen war das Schlimmste

Vor dem Streichen der Decke müssen Wände und alles, was rumsteht oder an den Wänden hängt, abgedeckt werden

Vor dem Decken streichen musste alles mit Folie abgedeckt werden.

Als Erstes wollte ich streichen – sowohl die Wände als auch die Decke hatten es nötig. Die besondere Herausforderung: Meine Möbel und ich konnten während der Renovierung nicht ausziehen. Aus diesem Grund und weil ich wusste, dass meine Kondition nach Jahren der Schreibtischarbeit vermutlich nicht die Beste war, musste ich Stück für Stück, Fläche für Fläche, Wand für Wand vorgehen.

Gelernt hatte ich in einer der Anleitungen, dass ich mit der Decke anfangen musste und – da ich nicht alles auf einen Rutsch streichen können würde – die Wände abdecken musste, sonst würde es Farbnasen an den Wänden und Farbkleckse auf den Möbeln geben. Die gab es nicht oder nur wenige, aber dafür eine zu klein geratene Eva, die trotz Leiter nicht richtig in die Winkel zum Abkleben kam, die sich und die Folien immer wieder mit Kreppband verhedderte, die schon beim Vorpinseln der Kanten müde wurde, der der Teleskop-Stiel beim Streichen abbrach, weshalb ihr die Farbrolle auf den Kopf fiel, deren Arme immer länger und schwerer und deren Stimmung immer panischer wurde. Es flossen Tränen. Es wurde gejammert und geschimpft.

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Ich überlegte, einen Handwerker anzurufen und um Rettung zu flehen, entschloss mich dann nach etwas mehr Ausheulen jedoch dazu, weiterzumachen.

Es war grauenhaft und schien nicht enden zu wollen. Aber irgendwann habe ich es doch geschafft – die Decke war nach mehreren Etappen komplett gestrichen und leuchtete in frischem Weiß. Okay, sie ist ein wenig ungleichmäßig, man sieht je nach Lichteinfall die Bahnen der Rolle und ein paar Pickel hat sie auch – obwohl ich mit der Zeit von der Technik her besser wurde. Aber sie ist wieder schön weiß, wie es auch meine Haare, mein Gesicht, meine Schultern und meine Fußsohlen nach dem Streichen waren (durch zwei Paar Socken hindurch!).

Im Vergleich zur Decke waren die Wände ein Kinderspiel. Wand für Wand räumte ich Regale und Schränke leer, verschob die jeweiligen Möbel, klebte die Steckdosen ab und bedeckte den Boden mit Folien und Malervlies (sehr hilfreich, da Malervlies im Gegensatz zu den Abdeckfolien und zu Zeitungspapier nicht an den farbdurchtränkten Socken hängen blieb). Dann roll, roll, roll und schon war die Wand weiß und ich konnte ein paar Stunden später alles wieder zurückräumen. Es dauerte, aber nun sind Decke und alle Wände weiß und die Wohnung wirkt hell und frisch – eine vorweggenommene Frühjahrskur für die Wohnung.

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Küchenspiegel-Intermezzo

Als die Küchenwände fertiggestrichen und sämtliche Küchenmöbel und -utensilien noch ausgeräumt waren, entschied ich mich, zwischendrin den Küchenspiegel zu renovieren. Der alte bestand aus braunen italienischen Küchenfliesen mit altmodischen Motiven darauf, die mir noch nie gefallen hatten. Ich habe lange überlegt, ob ich – wie es vernünftig gewesen wäre – einen glatten Hintergrund aus Glas, Aluminium, neuen Fliesen oder Ähnliches haben wollte, mich dann aber für eine rustikale und unvernünftige Variante entschieden.

Für meine Fliese-auf-Fliese-Küchenspiegel-Renovierung grundierte ich die alte Fliesenoberfläche mit einer gelblichen Grundierflüssigkeit für Fliesen, verteilte dann nach dem Antrocknen Stück für Stück einen speziellen Elastolith-Fliesenkleber, der wie Mörtel oder Zement aussah, darauf und drückte die zu dem Elastolith-System gehörenden Flachverblender nach dem Durchkämmen mit dem Zahnspachtel in den flexiblen Fliesenkleber – so wie ich es in der Anleitung gelesen hatte.

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Die Flachverblender waren im unverarbeiteten Zustand biegsam und konnten sogar mit einer Schere geschnitten werden – das machte die Anbringung einfach. Verfugen musste man auch nicht, denn es reichte laut Anleitung, die Fliesenkleber-Masse zwischen den angedrückten Verblendern mit einem Pinsel glattzustreichen – was aber alles andere als einfach war, weil der Fliesenkleber immer am Pinsel kleben blieb, auch wenn man den Pinsel alle 2 bis 3 Zentimeter neu mit Wasser befeuchtete, um das zu vermeiden.

Es war etwas nervig und für mich nicht so einfach, wie es in den Videos im Internet ausgesehen hatte – das gilt für alles, was ich nach Anleitung gemacht habe, denn richtige „Heimwerker“, für die diese Anleitungen sind, sind ja schon halbe Profis, im Gegensatz zu mir, die handwerklich so gut wie unbelastet war (ich kann nur Ikea-Schraubschlüssel und Akkuschrauber). Jedenfalls: Nach dem Aushärten waren Elastolith-Fliesenkleber und -Flachverblender wie gewünscht miteinander verbunden und hart wie Beton. Die Fugen sind mir zwar ein wenig zu breit und an manchen Stellen auch etwas schief geraten – aber ich bin doch zufrieden mit dem Ergebnis und meiner Leistung.

Hinter die Wasserhähne habe ich zwar als Spritzschutz eine Plexiglasplatte gestellt, aber fast freue ich mich darauf, meinen rustikalen Küchenspiegel eines Tages zu renovieren, denn dann werde ich ihn weiß übertünchen, sodass man nur noch die Struktur der Verblender erkennt – als sei darunter richtiges Mauerwerk. Und schnell ein Stückchen Küchenspiegel neu zu überweißeln, ist für mich inzwischen eine Kleinigkeit.

Elastolith Flachverblender Fliese auf Fliese verlegt

Linke Seite: Elastolith-Flachverblender Fliese auf Fliese verlegt. Rechts sieht man noch die  alten Fliesen unter der Grundierung durchscheinen.

Türen und Regalfronten aufgefrischt

Nun waren also meine Wände und der Küchenspiegel neu, aber die abgewetzten Stellen an den dunklen Funiertüren der Wohnung störten – wie auch der alte Teppichboden – das Gesamtbild noch erheblich. Ich hatte vor ein paar Monaten schon mit farbigen Pflegemitteln experimentiert, aber das hatte nicht viel gebracht. Erfolg hatte ich dann aber letzte Woche mit verschiedenfarbigen Stiften zur Ausbesserung von Holzoberflächen. Türen, Holzregalfronten und -seiten sehen nun tatsächlich wieder fast wie neu aus. Und so bleibt mir das Austauschen von Türen und Türstöcken erst einmal noch erspart.

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Sorgenkind Bodenbelag

Mein Teppichboden wurde zwar immer schonend behandelt, aber nach all den Jahren waren die Gebrauchsspuren einfach nicht zu übersehen. Ein neuer Bodenbelag soll her. Zuerst dachte ich an Holzdielen, dann wollte ich einen Naturstein-Bodenbelag im mediterranen Stil, dann Fliesen auf Holzbasis, dann wieder Holzdielen. Ein Problem ist, dass bei der Verlegung all dieser Bodenbeläge die Wohnung eigentlich komplett ausgeräumt werden müsste. Außerdem sind sie teuer und für die Ewigkeit gedacht – aber kann ich mich tatsächlich für ein Design für die Ewigkeit entscheiden?

Laminat, Linoleum und ähnliche Materialien habe ich zunächst abgelehnt, ich wollte etwas Natürliches. Inzwischen bin ich mir aber gar nicht so sicher, ob Furnierholz-, Laminat- oder Linoleumböden von der Umweltbilanz her nicht sogar besser wären. Außerdem kosten sie weniger, sind flacher und ich müsste nicht alle Türen kürzen lassen.

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Außerdem stand auch noch die ganz große Frage im Raum: Soll ich den Boden selbst verlegen oder einen Fachmann/Fachfrau/Fachfirma beauftragen? So eine Erfahrung wie beim Deckenstreichen wollte ich nicht noch einmal machen. Doch andererseits ist es auch ein gutes Gefühl, zu sehen, was man trotz großer Schwierigkeiten selbst schaffen kann – auch wenn es nicht ganz perfekt ist. Ich konnte mir für diese Entscheidung allerdings noch ein paar Monate Zeit lassen, denn ein Buchprojekt und andere schöne Aufträge hatten meinen Kalender für die nächsten Monate voll im Griff und es blieb erst einmal keine Zeit – weder für eigene Renovierungsexperimente noch für die Renovierung durch die entsprechenden Handwerker.



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Fünf Tipps, damit die Kompostierung gelingt!

Kompost ist ein wertvoller Dünger und guter Bodenverbesserer. Doch kann man bei der Kompostierung einiges falsch machen. Damit das nicht passiert, hier die fünf wichtigsten Tipps zur Kompostierung.

So wird aus Garten- und Küchenabfällen ein wertvoller Kompost:

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  1. Die richtigen kompostierbaren Materialien im richtigen Verhältnis mischen
    Auf einen Komposthaufen kommen optimalerweise nur Garten- und ungekochte Küchenabfälle pflanzlichen Ursprungs. Damit die Kompostierung optimal vonstattengeht, mischt man stickstoffhaltige („grüne“) und kohlenstoffhaltige („braune“) Bestandteile miteinander. Zu den grünen Zutaten gehören beispielsweise Abfälle vom Gemüseputzen und Schälen, Rasenschnitt, krautige Gartenabfälle. Zu den braunen Zutaten gehören Abschnitte vom Heckeschneiden und vom Baumschnitt, Stroh und trockenes Herbstlaub. Die grünen Bestandteile bringen meist Feuchtigkeit, die braunen Bestandteile Struktur, und damit Luft, in die Mischung ein.

  2. Der richtige Behälter
So sehr ich diesen urtümlichen selbstgezimmerten Kompostbehälter liebe, für eine schnelle Verrottung wäre ein Komposthaufen mit etwas weniger Grundfläche, aber dafür mehr Höhe besser.
  • Der Kompostbehälter sollte ausreichend hoch sein, damit sich im Inneren während der Verrottung Hitze aufbauen kann, denn dann geht die Verrottung schneller vonstatten und die Samen aller Art sowie Krankheitskeime werden abgetötet. Wer wenig Material für den Komposthaufen hat, sollte einen Kompostbehälter mit weniger Grundfläche, aber dafür mehr Höhe wählen.

    Der Kompostbehälter sollte für eine gute Rotte außerdem nicht rundum komplett verschlossen sein, sondern Luft ins Innere lassen. Er sollte außerdem guten Zugang zum Kompost ermöglichen, einerseits, um von oben Maßnahmen zur Belüftung und Wasserregulierung zu ermöglichen, andererseits, um den Kompost von der Seite her prüfen und den reifen Kompost entnehmen zu können, ohne den Kompostbehälter komplett abbauen zu müssen.
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  1. Belüftung
    Der Kompost soll rotten, nicht faulen. Dafür muss Luft ins Innere gelangen. Dazu trägt einerseits ein Kompostbehälter mit ausreichend Luftzugang bei und andererseits die Vermischung von Materialien unterschiedlicher Struktur. Vor allem Grasschnitt muss mit gröberen Materialien wie trockener Stauden- und Gehölzschnitt gemischt werden, weil sich die Grashalme sonst dicht aufeinanderlegen und keine Luft dazwischen passt. Aber auch wasserhaltige Gemüseabfälle verrotten besser, wenn sie mit strukturgebenden Materialien gemischt werden. Hat man keine Sammelhaufen für die verschiedenen Materialien neben dem Kompostbehälter, so dass man sie abwechselnd einfüllen und mischen kann, gibt man sie nacheinander hinein und mischt im Behälter. Vor allem, wenn sich das Innere bereits etwas verfestigt hat, hilf ein Kompostbelüfter bei der Auflockerung und Durchmischung.
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  1. Feuchtezustand des Kompostes
    Der Komposthaufen soll für eine optimale Verrottung einerseits Luft, aber andererseits auch Feuchtigkeit enthalten, damit sich die Mikroorganismen wohlfühlen, sich vermehren und arbeiten. Bei der Verrottung vor allem der grünen Abfälle entsteht Wasser. Dadurch und durch gelegentliche Regenfälle bleibt der Kompost eigentlich von alleine ausreichend feucht. Trocknet er jedoch während einer längeren Schönwetterperiode aus, gießt man ihn ganz einfach mit einer (Schlauch-)Brause. Damit er umgekehrt bei längeren, ausgiebigen Regenfällen nicht zu nass wird, was auch zu einer Auswaschung von Nährstoffen führen würde, deckt man ihn in solchen Wetterlagen vorübergehend ab, entweder mit einem Deckel oder mit einer Folie.
  1. Reifezustand

    Je nachdem, für was man den Kompost verwenden möchte, kann man ihn früher oder später entnehmen. Soll der Kompost beispielsweise zur Bodenverbesserung im Garten verwendet werden können, muss er noch nicht komplett durchgereift, also noch nicht in einem „erdähnlichen“ Zustand (reifer Kompost) oder bereits erdigen Zustand (Komposterde) sein. Vorsicht, Frischkompost sollte nicht direkt an die Wurzeln in ein Pflanzloch gegeben werden, da der hohe Anteil gelöster Nährstoffe von jungen Wurzeln, jungen Pflanzen und grundsätzlich von manchen Pflanzenarten nicht vertragen wird.

    Will man den Kompost jedoch für die Herstellung von eigenen Erdmischungen oder für die Düngung verwenden, dann sollte der Kompost bereits dunkel, locker und krümelig, also reif sein.

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    Wie lange es dauert, bis der jeweilige Zustand erreicht ist, hängt sehr von den verwendeten Materialien und ihrer Dicke, vom örtlichen Klima, der Jahreszeit und dem tatsächlichen Wetter ab.

    Reifen Kompost sollte man möglichst bald verwenden, damit die Nährstoffe nicht abgebaut oder ausgeschwemmt werden.

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Nährstoffe bei sauren, neutralen und alkalischen Böden

Abhängig vom pH-Wert des Bodens sind wichtige Pflanzennährstoffe gut, nicht gut oder zu gut verfügbar. Warum das wichtig ist und wie man den pH-Wert des Bodens erfährt.

Eisenmangelsymptome an den Blättern einer Rose im Kübel, die über Jahre mit sehr kalkhaltigem Wasser gegossen wurde, was den pH-Wert erhöht und Eisen damit schlechter verfügbar gemacht hat.

Der pH-Wert des Bodens ist eine Maßzahl zwischen 0 und 14, die angibt, ob der Boden sauer, neutral oder basisch ist. Der neutrale Bereich liegt zwischen 6,5 und 7,5. Je weiter der pH-wert unter 6,5 liegt, desto saurer ist der Boden, je weiter er über 7,5 liegt, desto basischer.

Die meisten Gemüse, Feldfrüchte und viele andere Pflanzen gedeihen gut auf einem leicht sauren bis neutralem Boden, also bei einen pH-Wert von etwa 5,5 bis 7,5.

Es gibt aber Pflanzen, die sich an Böden im sauren oder alkalischen Bereich angepasst haben. Sauren Boden mit einem pH-Wert von ca. 4,5 bis 5,5 mögen beispielsweise viele Rhododendronarten und andere Moorbeetpflanzen. Alkalischen Boden (pH-Wert 8) vertragen Wicke, Luzerne, Ackerbohne, Spanische Esparsette, Spargel und Olivenbäume.

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Wie verhalten sich die Nährstoffe bei unterschiedlichen pH-Werten

Je nach pH-Wert des Bodens sind Nährstoffe festgelegt und damit nicht pflanzenverfügbar, gut löslich und gut pflanzenverfügbar (aber auch auswaschungsgefährdet) oder zu gut löslich und damit eventuell giftig, wenn zu viel von dem Nährstoff im Boden ist. Jeder Nährstoff verhält sich da anders.

Spezieller als die Hauptnährstoffe sind die Spurenelemente: Eisen und Mangan beispielsweise sind im sauren Boden sehr gut löslich und können sogar giftig wirken. Bei basischem Boden dagegen sind sie für manche Pflanzen überhaupt nicht verfügbar, die Folge sind Mangelerscheinungen. Eisenmangel in der Pflanze liegt also nicht immer am fehlenden Eisen im Boden, sondern daran, dass das Eisen bei einem zu hohen pH-Wert, wie er beim Gießen mit sehr kalkaltigem Wasser auftreten kann, nicht von der Pflanze aufgenommen werden kann.

Typisch für Eisenmangel in der Pflanze sind die hellen, jungen Blätter zuerst an den Triebspitzen – gut zu unterscheiden von Stickstoffmangel, bei dem zunächst die älteren Blätter gelb werden (weil Stickstoff im Gegensatz zu Eisen in der Pflanze von alten Pflanzenteilen in die neuen umgelagert werden kann).

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(Boden-Tester 3 in 1: pH, Feuchtigkeit, Licht)


Damit die Pflanzen genügend, aber nicht zu viele Nährstoffe erhalten, muss man für einen pH-Wert im leicht sauren bis neutralen Bereich sorgen.

Die meisten Hauptnährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Kalium, Schwefel, Kalzium und Magnesium sind im leicht sauren bis neutralem Boden gut pflanzenverfügbar. Wenn von Stickstoff allerdings mehr verfügbar ist, als die Pflanzen benötigen, weil man zu viel gedüngt hat, wird er ausgewaschen. Das kann auch bei rein organischer Düngung passieren, wenn das Wetter (warm und feucht) die Umsetzung zur pflanzenverfügbaren Form fördert. Das ist dann nicht nur schade um den verlorenen Dünger, sondern belastet Grundwasser und Gewässer.

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Verfügbarkeit von Nährstoffen in Abhängigkeit vom Boden-pH-Wert (Bild: Wikimedia Commons | FMoeckel | Gemeinfrei)

Wie kann man den pH-Wert feststellen

Der pH-Wert des Bodens kann selbst mit einem pH-Bodentest-Set oder einem pH-Messgerät (pH-Meter) überprüft werden. Wer aber einen ganz genauen Wert haben und mehr über seinen Boden wissen möchte, der sollte eine Bodenuntersuchung machen lassen. Das lohnt sich zwar nicht für einen einzelnen Topf im Kräuterregal, aber für größere Flächen.

Wodurch wird der Boden sauer oder alkalisch und was kann man tun

Der pH-Wert eines Bodens hängt zunächst vom Ausgangsgestein und anderen Materialien ab, aus denen der Boden entstanden ist. Durch sauren Regen und Auswaschungen kann er mit der Zeit saurer werden. Das kann man mit Kalkgaben oder mit alkalisch wirkenden Düngern oder Bodenhilfsstoffen ausgleichen.

Ist ein Boden aufgrund des Ausgangsgesteins, auf dem er sich entwickelt hat, alkalisch, kann man das kaum dauerhaft verändern. Wer hier sauren Boden liebenden Rhododendron oder andere Moorbeetpflanzen anpflanzen will, der muss tatsächlich den Boden austauschen. Nachhaltiger ist es, Pflanzen auszuwählen, die mit dem höheren pH-Wert zurechtkommen.

Wenn ein Boden im Gewächshaus, unter einem Dachvorsprung oder die Erde in Pflanzgefäßen durch die regelmäßige Verwendung von hartem Gießwasser einen zu hohen pH-Wert hat, kann man die oberste Bodenschicht austauschen beziehungsweise ist Umtopfen in frische Erde angesagt. Vor allem, wenn die Mineralablagerungen auf dem Boden bereits gut sichtbar sind. Außerdem sollte man auf Regenwasser oder gefiltertes Wasser zum Gießen (zumindest als Beimischung) umstellen. Regen aufzufangen und zum Gießen zu verwenden, spart auch Wasserkosten. Auf Flächen mit Bewuchs kann man versuchen, den pH-Wert durch das vorsichtige Einarbeiten von Rhododendronerde oder saurer Komposterde (mit hohem Laub- und/oder Nadelanteil) abzusenken.

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