Frostschutz im ungeheizten Gewächshaus

FrostschutzWer ein Gewächshaus im Garten hat, der kann früher mit dem Säen und Pflanzen beginnen und dann auch früher ernten. Das Gewächshaus muss nicht einmal beheizt werden, um diesen Ernteverfrühungseffekt zu haben. Je nach Ausstattung liegen die Tiefsttemperaturen im ungeheizten Gewächshaus ca. 1 bis 5 °C über denen im Freien. Das ist im Spätwinter und Frühjahr je nach Kultur aber oft noch nicht genug. Weiteren Kälteschutz/Frostschutz kann man bieten durch den Einsatz von:

  • Lichtdurchlässige Kälteschutz-Vliese
  • Schlitzfolien („mitwachsende Folien“)
  • Lochfolien
  • Frühbeetkonstruktionen oder Frühbeetdächer
  • Wärmespeicherschläuche
  • Schwarze Mulchfolie
  • Zeitungen
  • Schilfmatten

Vliese und Folien müssen auch im Gewächshaus an den Rändern gut abschließen, also z. B. locker über die Pflanzen gelegt und an den Rändern eingegraben oder beschwert werden. Vliese können auch zweilagig aufgelegt werden.

Mit Wasser gefüllte Wärmespeicherschläuche werden zwischen die Saat- oder Pflanzenreihen im Gewächshaus gelegt: Sie heizen sich tagsüber auf und geben die Wärme nachts ab. Schwarze Mulchfolie sorgt nicht nur im Freien, sondern auch im Gewächshaus für mehr Bodenwärme und verhindert Unkrautwachstum. Nachts können zusätzlich Vliese über die Gewächshausbeete mit Wärmespeicherschläuche oder Mulchfolie gelegt werden.

Bei kurzfristigen stärkeren Kälteeinbrüchen kann man nachts auch zusätzlich noch Zeitungen auf die Beete legen und/oder das
Gewächshaus mit Schilfmatten abdecken.

Buchtipp:
Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung*
Eva Schumann/Gerhard Milicka
Eugen Ulmer Verlag
ISBN 3-8186-0822-9

* Werbelink zu Amazon.de

Veröffentlicht unter Garten und Pflanzen, Gewächshaus | Verschlagwortet mit , , | Kommentare deaktiviert für Frostschutz im ungeheizten Gewächshaus

Europäische Rating-Agentur soll kommen

Markus Krall von der Unternehmensberatung Roland Berger will noch in diesem Jahr eine europäische Rating-Agentur aus dem Boden stampfen.

Die Aufgabe einer Rating-Agentur besteht darin, Aussagen zur Kreditwürdigkeit (Bonität) von Banken, Unternehmen und Staaten zu machen. Rating-Agenturen gibt es eigentlich jede Menge: 70 bis 150 sollen aktiv sein. Aber wirklich etwas zu sagen haben aktuell nur die großen drei: Standard & Poor’s Rating Service (S&P), Moody’s Investors Service und Fitch Ratings. Diese drei Rating-Agenturen stehen für 95 % aller Ratings weltweit.

Markus Krall, Berater bei der Unternehmensberatung Roland Berger, will noch 2012 eine eigene europäische Rating-Agentur gründen, die den großen drei trotzen können soll. Was er dazu braucht sind 300 Millionen Euro – weswegen er derzeit versucht, Banken, Versicherungen und Anlagefonds ins Boot zu holen. Sein Ziel ist ehrgeizig: Ca. 12 bis 18 Monate nach der Gründung sollen die ersten Ratings veröffentlicht werden. In zehn Jahren will er weltweit einen Marktanteil von 25 % erreichen.

Noch ist es ungewiss, ob er das Kapital auftreiben und seine Ziele erreichen wird. Doch auch wenn es klappt mit der europäischen Rating-Agentur – auch sie wird die Bonität von Ländern mit maroden Haushalten oder von Unternehmen mit schlechten Ergebnissen nicht schön reden können.

Quelle
Allein gegen die großen drei (8. März 2012, Die Zeit N°11, S. 21)
Ausführlicher Artikel von Heike Buchter und Arne Storn mit vielen Hintergrund-Informationen zu den großen Rating-Agenturen

Veröffentlicht unter Börse, Geldanlage, Mitreden | Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Europäische Rating-Agentur soll kommen

„América“ von T. C. Boyle (Buchtipp: 5 Sterne)

Auf einem kleinen Flecken Erde in Kalifornien sollen die Träume von einem besseren Leben wahr werden – die eines illegal ins Land gekommenen, mexikanischen Paares, Cándido und América, und die eines angloamerikanischen Paares, Delaney und seine Frau Kyra, Angehörige der US-amerikanischen Mittelschicht. Während die einen um das nackte Überleben kämpfen, versuchen die anderen ihre Vorstellungen eines liberalen, umweltbewussten Lebensstils fernab der bedrohlichen, dreckigen Stadt mit all ihren Problemen wahr zu machen. Obwohl sie geografisch am gleichen Ort leben, existieren die beiden Lebenswirklichkeiten völlig getrennt, bis sie durch einen Unfall aufeinanderprallen. Auch da rennen die Beteiligten unbeholfen und überfordert gleich wieder auseinander. Aber die Begegnung hat Wunden hinterlassen und es wird nicht die letzte sein.

T. C. Boyle ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er zeigt in seinem bewegenden Roman „América“ die physische und psychische Zerbrechlichkeit des Menschen und wie gefährdet er ist – durch die Natur und seine Mitmenschen, und zwar nicht nur durch die aus der anderen Wirklichkeit, sondern auch durch die im gleichen Elend – und wie ungerecht der Mensch wird, wenn er erst einmal von einer Situation überfordert ist.

Ein sehr lesenswertes Buch, das keine Partei ergreift, sondern verdammt nah an Menschen und Schicksale heranführt. Es ist kein Schmöker zum Ausruhen, dafür ist er zu spannend, aber ein sehr fesselndes, berührendes Buch.

América*
T. C. Boyle
Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv)
400 Seiten
ISBN-13: 978-3-423-20935-9

* Werbepartnerlink zu Amazon.de

Eine weitere T. C. Boyle Romanbesprechung gibt es bei Wenn das Schlachten vorbei ist

Veröffentlicht unter Bücher, Mitreden | Verschlagwortet mit , , | 1 Kommentar

Preiswert golfen – für Einsteiger aus dem Nähkästchen geplaudert

Preiswert golfenPreiswert golfenGolf ist ein Sport. Das stellen manche in Frage – aber nicht die, die schon golfen. Wer einmal mit einer zügigen Gruppe („Flight“) über einen bergigen 18-Loch-Platz gegangen ist und sein Golf-Bag dabei getragen oder gezogen hat, weiß, dass Golfen eine Plackerei sein kann. Muss es aber nicht, denn Golfplätze gibt es für jeden Geschmack und jede Tagesform: mit 9 Löchern (kurzer Golfplatz) oder 18 Löchern (langer Golfplatz), eben oder bergig, windexponiert und wild oder beschaulich und parkähnlich, für solche, die Wert auf einen exklusiven Club legen, und solche, die eher leger eingestellt sind.

Doch halt. Wer mit dem Golfen anfängt, der kann erst einmal nur davon träumen, überhaupt über einen Golfplatz gehen zu dürfen, denn davor steht die Platzreife – eine Art Führerschein für Golfspieler und eine Golfclub-Mitgliedschaft. Und dann braucht man auch noch eine Golfausrüstung, die richtigen Schuhe … Das kostet doch alles einen Haufen Geld, oder? Ist Golfen nicht unheimlich teuer?

Golfen kann sehr teuer sein, wenn man zu einem elitären Club geht, sich die teuerste Golf-Markenkleidung und Golfausrüstung aus der aktuellen Kollektion kauft, an den exklusivsten Golfreise-Angeboten teilnimmt, nur am Wochenende in den teuersten Golfclubs spielt etc. Das muss aber nicht sein – Golfen geht auch preiswert.

Preiswert golfen lernen – kein Problem

Ich habe mit dem Golfen angefangen, als ich mich gerade „zwischen zwei Jobs“ befand. Ich wollte mir etwas Gutes tun als Ausgleich für den Stress bei der Jobsuche und den Frust, den man zu der damaligen Zeit in meiner Branche und als Quereinsteiger in einen neuen Beruf aushalten musste. Aber natürlich musste und wollte ich auch aufs Geld schauen. Das war aber kein Problem: Ich suchte per Internet nach einem preisgünstigen Platzreifekurs und fand ihn in einem Golfclub im Münchner Außenbezirk (mit der S-Bahn erreichbar!), der ein ansprechendes Übungsgelände und einen schönen 9-Loch-Golfplatz hat.

Anzeige



Mit der Platzreife soll übrigens dafür gesorgt werden, dass man wenigstens einigermaßen dahin schlägt, wohin man zielt – und dass man weiß, wie man andere warnt, wenn es trotzdem nicht gelingt. Und natürlich lernt man jede Menge Regeln zum Spiel.

Als Kleidung reichte bei dem Golfplatz meiner Wahl bequeme, sportliche Alltagskleidung und trittsichere Sportschuhe. Die anderen Teilnehmer waren junge Selbstständige, ITler, Marketing-Leute und sportliche Rentner. Die Schläger und Bälle bekamen wir im Rahmen des Kurses geliehen. Erst viel später – als ich mir sicher war, dass ich den Golf-Sport weiter ausüben wollte – kaufte ich mir ein preisgünstiges Golf-Bag mit Schlägersatz bei Tchibo.de. Das Tchibo-Angebot von damals gibt es nicht mehr, aber sowohl in Internetshops wie Amazon als auch in fast jedem größeren Kaufhaus gibt es günstige Golf-Komplettangebote (Golfbag + Schlägersatz). Und auch die „Pro-Shops“ der Golfplätze und die auf Golf spezialisierten Sportfachgeschäfte haben immer wieder Ausverkäufe und Sonderangebote – besonders im Herbst zum Ausklang der Saison. Schnäppchen kann man manchmal auch bei den großen Profiturnieren machen, die oft an den ersten beiden Tagen keinen Eintritt kosten und bei denen es meist auch Verkaufsstände (und sogar Wühltische) gibt.

Ähnliches wie für Golf-Bag, Golfschläger und sonstige Golf-Ausrüstung gilt auch für Golfschuhe, Golfbälle, Tees, Handschuhe, Kappi etc. Und für die Golfbekleidung gilt: Poloshirts, Westen und bequeme Sporthosen gibt es in allen Preisklassen überall zu kaufen.

Während der Zeit, in der man Platzreife macht, übt man meist auf dem Übungsgelände des Golfplatzes – dazu gehören die Driving-Range, Übungsbunker, Putting-Grün und in vielen Fällen ein Kurzplatz. Vor dem Spielen auf den großen, schönen Golfplätzen steht, dass man dazu in Deutschland neben der Platzreife i. d. R. eine Mitgliedschaft bei einem Golfclub oder im Verein Clubfreier Golfer braucht. (Es gibt nur wenige Golfplätze, außer den Kurzplätzen der Übungsgelände, die man ohne Golf-Clubmitgliedschaft spielen darf.)

Preiswert golfen nach der Platzreife

Wer nach der Platzreife vorhat, mehrmals wöchentlich auf ein und demselben Golfplatz zu spielen und nicht zu viel Geld ausgeben möchte, der sollte sich nach einem preisgünstigen Golfclub in seiner Nähe umschauen. Für das erste Jahr gibt es oft einen Sondertarif („Schnupperjahr“). Nach diesem Jahr kann man entscheiden, ob man Mitglied werden will oder eine andere Möglichkeit nutzen möchte. Die Preise sind sehr unterschiedlich. Clubs, die nur einen 9-Loch-Platz haben, und solche, die weiter von der nächsten Stadt entfernt sind, sind oft günstiger. Während des Schnupperjahres und später als Mitglied kann man auf den Plätzen seines Heimatclubs spielen, so viel man will, ohne noch etwas zusätzlich zu bezahlen (außer bei Turnieren). Manchmal gibt es auch günstige Mitgliedschaftsangebote für Wochentags-Golfspieler oder die Clubmitgliedschaft bezieht einen Partnerclub mit ein.

Wer selten spielt, viele Plätze ausprobieren möchte oder viel unterwegs ist, für den ist eine Fernmitgliedschaft oft die bessere Wahl sein. Man zahlt dann einen günstigen Jahresbeitrag bei einem entfernten Golfplatz und muss, wenn man irgendwo spielt, jeweils eine Gebühr („Greenfee“) bezahlen. Doch Vorsicht – manche Golfplätze mögen keine Spieler mit Fernmitgliedschaft – vor allem keine mit Fernmitgliedschaft im Ausland – oder verlangen von ihnen zusätzliche Gebühren. Diese Probleme tauchen natürlich eher an einem Sonntagmittag auf, wenn alle eigenen Clubmitglieder spielen wollen, als an einem Wochentag am Vormittag, wenn die Betreiber über jeden Gast froh sind.

Anzeige

Wer noch skeptisch ist, ob ihm Golfen überhaupt gefällt, der sollte sich erst einmal durch ein paar Schnuppertage verschiedener Golfplätze schnüffeln. Ich war dem Zauber erlegen, als ich das erste Mal über den weichen Rasen eines Golfplatzes ging, der Wind in den Bäumen rauschte und ein paar Kaninchen – zum Leid der Gärtner – Wettrennen um die Büsche veranstalteten.

Golfen kann Naturerlebnis, Sport, Geselligkeit und Selbsterfahrung sein. Das liegt an einem selbst. Golfen kann teuer oder preiswert sein – auch das kann man steuern. Aber eines ist Golfen nicht: einfach – außer man ist ein Naturtalent! Machen Sie sich also auf was gefasst.

Weitere Informationen

*Werbelink

Anzeige



Veröffentlicht unter Geld sparen, Golfen, Selbstverwirklichung | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Preiswert golfen – für Einsteiger aus dem Nähkästchen geplaudert