Fälschungen, Duplikate, Fake-Produkte – erkennen und vermeiden

Sucht man bei Ebay, Amazon.de* oder auf anderen Verkaufsplattformen nach einem bestimmten Produkt, findet man das dort manchmal viel günstiger als in einem Geschäft vor Ort oder in einem (Online-)Katalog vom Versandhändler. Vor allem bei Luxusmarken oder gerade angesagten Produkten ist der Preisunterschied oft groß. Warum dies sofort – schon aus gesundheitlichen Gründen – die Alarmglocken läuten lassen sollte und wieso Fake-Produkte (Fälschungen, Duplikate) nicht immer an einem günstigen Preis zu erkennen sind. (Nachträge am 23.8.2022)

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 Vor ein paar Monaten suchte ich nach einem Fläschchen eines meiner Lieblingsparfums. Es handelt sich um das Eau de Parfum einer bekannten Designer-/Luxusmarke. Ich verglich die Preise mittels eines Preisvergleichsanbieters. Der Händler, für den ich mich schließlich entschied, schien mir vertrauenswürdig, was auch am bekannten Namen der Preisvergleichsplattform lag – die sollten eigentlich nur seriöse Anbieter in ihren Datenbanken haben, dachte ich. Ich kaufte das vorgeschlagene günstigste Produkt, zum Glück nur eine kleine Packungsgröße. Als das Parfum dann kam und ich etwas von dem Duftwasser auf mein Handgelenk sprühte, wurde ich unangenehm überrascht: Der Geruch war völlig anders als der aus meinem alten Flakon, den ich bei einer alteingesessenen Parfümerie in unserem Städtchen gekauft hatte – wesentlich herber. Ich mochte ihn nicht! Dafür hätte ich kein Geld ausgegeben. Aber wie kann es sein, dass etwas, das genauso heißt, völlig anders riecht? Ich bin vermutlich auf einen Fake-Produkte-Anbieter hereingefallen.

Fake oder Original
Fake oder Original? Sicher sein, dass man ein Originalprodukt bekommt, kann man nur, wenn man beim Hersteller selbst oder einem seiner lizensierten Vertragspartner kauft.

Produktpiraterie
Das Nachahmen von Produkten (Modeartikel, Medikamente, Autoersatzteile u. A.), um sie als das Original zu verkaufen, sowie das nicht lizensierte Kopieren und Vertreiben von Produkten (Raubkopien von Software, Musik u. Ä.) verstößt gegen Markenrechte und wettbewerbsrechtliche Vorschriften und meist auch gegen Urheberrechte, Gebrauchsmuster, Patente und sonstige Rechte des Geistigen Eigentums und des Gewerblichen Rechtsschutzes. Es gibt Fälschungen, die das Original tatsächlich äußerlich und inhaltlich genau nachmachen, und solche, die nur so aussehen wollen, als ob sie Originale seien, sich aber inhaltlich unterscheiden. Plagiate nennt man Fälschungen mit leicht verändertem Markennamen. (Mehr Theorie siehe Wikipedia)

Dass man auch auf Verkaufsplattformen wie amazon.de* sehr vorsichtig sein muss, fiel mir kürzlich auf, als ich in meinem Blogartikel über die Dramen der englischsprachigen Beauty-Community in den sozialen Netzen schrieb. Da ich meine Arbeit über Werbung finanziere, wollte ich Jeffree Star Cosmetics-Produkte aus dem Amazon-Sortiment verlinken, denn als Amazon-Partner bekomme ich eine kleine Provision, wenn jemand über meinen Werbelink (*) zu Amazon.de* geht und dort etwas kauft.

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Amazon.de selbst bot keines der gesuchten Produkte an, aber dafür andere Händler, die auf der Amazon-Verkaufsplattform ihre Waren ebenfalls feilbieten. Der Neugier halber verglich ich die Namen der Anbieter auf Amazon.de mit der Liste der autorisierten Händler, die man in den FAQ auf der Jeffree Star Cosmetics-Website findet. Kein einziger Anbieter auf Amazon.de war auf der Liste der autorisierten Händler! Das ist zwar noch kein Beweis, dass es sich bei den bei Amazon.de angebotenen Produkten um illegale Kopien oder andere Fälschungen (counterfeit products) handelt, aber machte mich doch nervös. Denn es geht bei Fake-Produkten ja nicht nur um Betrug am Kunden und am Original-Markeninhaber oder darum, dass man nicht weiß, ob das Produkt die Eigenschaften des Originalprodukts hat – eher nicht, meist sind es billiger produzierte Kopien -, sondern man weiß vor allem nicht, ob es gesundheitliche Schäden hervorrufen kann!

Für den Original-Hersteller sind solche „Nebenwirkungen“ der Fälschungen ebenfalls sehr ärgerlich, denn erfüllt ein Produkt nicht die Erwartungen des Kunden oder ruft es gar Hautreizungen oder Schlimmeres hervor, fällt das auf die Originalmarke zurück – jedenfalls, solange es der Käufer für das echte Produkt hält. Selbst wenn sich ein gefälschtes Produkt ganz ordentlich auftragen lässt, wie manche Beauty-BloggerIn/-VloggerIn, die Original und Fälschungen („Dupes“) von Make-up-Produkten vergleicht, naiv vorführt, bedeutet das nicht, dass es Stunden nach dem Auftragen auch noch so gut aussieht wie das Original – möglicherweise ruft es gar einen Hautausschlag hervor. Dazu kommt: Wenn ich ein veganes Produkt ohne Tierversuche kaufen wollte, erfüllen die Zutaten der Fälschung ziemlich sicher nicht diese Kriterien. Tatsächlich unterliegen diese Fake-Produkte keinerlei Regulierung und Aufsicht. Sie können Schwermetalle, Verschmutzungen aller Art und gefährliche Krankheitskeime enthalten.

Doktors Investigate: Counterfeit Makeup (YouTube-Kanal The Doctors)

Deshalb heißt es, wachsam zu sein, von wem ein Produkt auf einer Verkaufsplattform angeboten wird.

Manchmal nutzen unseriöse Anbieter nicht nur den Namen der Marke, sondern auch den guten Ruf einer Plattform, um sich zu tarnen. Das passiert nicht nur bei relativ jungen Internet-Unternehmen wie Amazon oder Ebay, sondern auch bei alten Einzelhandels- oder Versandhandelsmarken, wenn sie Dritte auf ihre Online-Verkaufsplattform lassen. Sogar im amerikanischen Walmart-Online-Shop wurden angeblich schon Fälschungen verkauft, seit dieser sich zu einer Verkaufsplattform (praktisch wie Amazon) mit der Verkaufsmöglichkeit für Dritte gewandelt hat.

Natürlich versuchen die Hersteller, die Nachahmer und Verbreiter von Fälschungen (counterfeit products) zu bekämpfen. Jeffree Star ist beispielsweise Walmart in den sozialen Netzen hart angegangen und hat mit Klage gedroht, wenn die Fake-Produkte seiner Make-up-Linie nicht entfernt werden – was tatsächlich passierte, schließlich waren wegen des Vorkomnisses Millionen seiner Fans auf Walmart wütend (tatsächlich hatten ihn seine Fans auf die Fake-Anbieter bei Walmart aufmerksam gemacht). Aber andere Marken haben sich nicht gerührt oder sie kommen einfach nicht nach wegen der großen Zahl der Anbieter online und offline. Und nicht nur bei Walmart, auch bei Ebay und Amazon gibt es inzwischen so viele Fake-(Schönheit-)Produkte, dass ich solche Artikel seit meiner Recherche dort gar nicht mehr kaufe (Shop-Alternativen sind douglas.de*, OTTO.de*, dm.de, rossmann.de und andere).

Das Problem betrifft nicht nur Kosmetik- und auch nicht nur Luxus- oder angesagte Make-up- und Beauty-Marken, sondern ebenso Modemarken, Sportartikelmarken, Uhren, Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel, Autoersatzteile und vieles Andere – im Grunde können alle Artikel, die nicht von einem Hersteller selbst oder seinen autorisierten Händlern angeboten werden, Fälschungen aus China, Thailand und von anderswo und möglicherweise sogar gesundheitsschädlich oder gefährlich sein. Man kann nur hoffen, dass OTTO.de* nicht auch diesen Weg geht und jeden auf seine Handelsplattform lässt, ohne solchen Betrug zu verbieten und die Drittanbieter streng zu kontrollieren.

Es gibt solche Fälschungen leider nicht nur im Internet, sondern auch auf Flohmärkten und Billigmärkten, beispielsweise in vielen Urlaubsländern.



Nicht alle Fake-Produkte sind am niedrigen Preis erkennbar!

Tatsächlich waren manche der Jeffree-Star-Produkte bei Amazon.de wesentlich teurer als beispielsweise im Jeffree-Star-Cosmetics-Online-Shop bzw. auf der Webseite des für Deutschland autorisierten Händlers. Aber heißt das, dass es Originalprodukte sind? Nicht unbedingt. Der höhere Preis kann nämlich verschiedene Hintergründe haben:

  • Entweder wurden die Produkte vorher oder werden erst bei Bestellung eines Kunden vom Amazon-/Ebay-Händler beim Original-Hersteller oder seinem autorisierten Händler gekauft und mit Aufpreis zum Endkunden geschickt – dann bekäme man immerhin ein Originalprodukt.
  • Aber es gibt leider auch noch die Variante, dass es sich um ein Fake-Produkt handelt, das teuer verkauft wird, weil keine Konkurrenz auf dem regionalen Markt da ist und der hohe Preis durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage möglich ist.

Es gibt übrigens nicht nur Fake-Produkte, sondern auch Fake-Shops – sowohl direkt im Web als auch auf Plattformen, die Händlern und Kunden das Zusammentreffen ermöglichen wie Ebay, Amazon und andere. Auch die Fake-Shops bieten beliebte Produkte oft zum günstigen Preis an. Bei einer Bestellung wird man zur Kasse gebeten, erhält dann aber möglicherweise nie die bestellte Ware. Die Fake-Shops imitieren oft real existierende Shops.

Bevor man bei einem neuen Händler/Shop kauft, sollte man
prüfen, ob es wirklich der Shop ist, den man sucht und ob der Laden seriös ist. Beispielsweise guckt man, ob es ein Impressum gibt, ob Design, Site-Aufbau und Sprache seriös und professionell wirken. Sicherheitshalber kann man auch den Namen in eine Suchmaschine eingeben, um herauszufinden, ob es unter dem oder einem ähnlichen Namen mehrere Shops gibt. Grundsätzlich sollte man beim Erstkauf bei einem Händler, bei dem man sich nicht sicher ist, kein hochpreisiges Produkt kaufen.

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Zoll bei Bestellung im Nicht-EU-Ausland

Im Zweifelsfall kauft man alles, bei dem es einem auf die Original-Qualität ankommt, lieber beim Hersteller oder von ihm ausdrücklich autorisierten Händlern.

Manchmal bleibt einem dann allerdings nichts anderes übrig, als im Ausland zu kaufen – beispielsweise wenn der autorisierte Händler im Inland oder in der EU nur einen Teil des Sortiments führt und man ausgerechnet das möchte, was es beispielsweise nur in den USA oder in Kanada gibt. Meine Erfahrungen mit Verkäufern innerhalb und außerhalb der EU reichen von sehr, sehr gut bis sehr schlecht – überwiegend sind sie aber gut bis sehr gut (im Durchschnitt etwa Note 2+).

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Beim Kauf in Nicht-EU-Ländern ist unbedingt zu bedenken, dass die Lieferung nicht nur länger dauert (längerer Transportweg, Zollabwicklung), sondern zusätzliche Kosten (abgesehen von den sowieso höheren Versandkosten) verursachen kann und manchmal den Besuch beim Zollamt nötig macht. Zölle werden ab einem Einfuhrwert (Produktwert + Versandkosten) von 150 Euro erhoben, falls die Ware zollpflichtig ist. Aber schon ab einem Einfuhrwert von 22 Euro (beziehungsweise 45 Euro, wenn ein Geschenk zugeschickt wird), werden 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer erhoben. Liegt der Wert darunter, gilt die Zollbefreiungsverordnung (die gilt nicht für Alkohol, Parfums, Tabak u. Ä.). Nachtrag: Die Freigrenze ist seit dem 1. Juli 2021 weggefallen! Sobald 1 Euro Gebühr anfällt, wird dieser auch gefordert. Ist die Ware beim örtlichen Zollamt eingetroffen, schicken die ein Schreiben, dass man die Waren abholen soll oder man die Post beauftragen soll. Manchmal steht der Postbote mit dem vom Zoll abgefertigten Päckchen plötzlich vor der Tür und kassiert neben den Einfuhrabgaben auch noch eine Gebühr für die Nachnahmelieferung – so meine persönlichen Erfahrungen (dreimal Lieferung aus den USA in ca. 15 Jahren). Nach welchen Gesichtspunkten, vom Zoll welches Verfahren gewählt wurde, hat sich mir noch nicht erschlossen.Nachtrag: Durch die Corona-Pandemie und anderes hat sich das Auslieferungsverfahren verändert. Meines Wissens ist es nun so, dass DHL die Abfertigung beim Zoll übernimmt, aber die Ware je nach Versandart/Pandemie-Situation nicht an mich ausliefert, sondern (kostenpflichtig) bei der Post zur Abholung bereithält.

Ich persönlich nehme Wartezeit und zusätzliche Kosten nur in Ausnahmefällen in Kauf, beispielsweise wenn ich etwas unbedingt haben möchte, was es bei uns (noch) nicht gibt. Nur mit einem Kauf beim Originalhändler oder seinen Vertragshändlern bin ich sicher, dass es sich nicht um Fake-Produkte, also nachgeahmte Produkte von minderwertiger Qualität handelt. Was vielleicht bei einer Brosche für den Mantel nicht so gravierend ist, kann bei allem, was mit der Haut in Berührung kommt oder eingenommen wird, ernste Gesundheitsschäden nach sich ziehen.

Fazit

Eine Lösung für das Problem mit den Fälschungen, Duplikaten, Plagiaten und anderen Fake-Produkten wird möglicherweise die Digitalierung bringen – jedes einzelne Produkt könnte theoretisch (beispielsweise mittels Blockchaintechnologie) nachverfolgbar und verifizierbar gemacht werden. Aber bis es soweit ist, müssen wir den gesunden Menschenverstand einschalten, manchmal lieber teurer und sicherer bei der Marke selbst oder einem bekannten seriösen Händler einkaufen, als jedes Schnäppchen mitzunehmen, das sich als gesundheitsschädliches Imitat erweisen könnte. Etwas kompensieren kann man den höheren Preis, indem man nachhaltiger – also sparsamer und sorgsamer – mit den Produkten umgeht.

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Rezept: Rosenkohl mit Porree-Gorgonzola-Soße und Gnocchi

Rosenkohl, Porre und viele andere Herbstgemüse sind derzeit aus regionalem Anbau oder sogar aus dem eigenen Garten frisch und günstig zu haben. Hier mein schnelles Rezept für Rosenkohl mit Porree-Gorgonzola-Soße und Gnocchi.

Rosenkohl mit Porree-Gorgonzola-Soße

Rosenkohl mit Porree-Gorgonzola-Soße und Gnocchi – schnell, gesund und schmeckt.

Da ich in Vollzeit berufstätig bin, kann ich nicht viel Zeit mit Kochen verbringen. Ich habe zwar den Vorteil, dass ich zuhause arbeite, trotzdem koche ich meistens etwas, das schnell fertig ist oder sich ohne Beaufsichtigung fertigkocht.

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Traditionelle Wintergemüse einmal anders

Rosenkohl, Porree, Brokkoli, Weißkraut, Rotkohl und viele andere Gemüse werden bei uns im Herbst von Ackern und Beeten geerntet. Traditionell werden diese Herbstgemüse meist gekocht und als Beilage zum Braten serviert. Bei mir gibt es Rosenkohl, Blumenkohl und Brokkoli oft mit einer Käsesoße aus jeweils unterschiedlichen Käsesorten und sie werden je nachdem mit Reis, Kartoffeln oder anderem kombiniert.

Tagesrezept heute: Rosenkohl mit Porree-Gorgonzola-Soße und Gnocchi

Zutaten
(Mengen je nach Hunger, Geschmack und Anzahl der Personen)
Rosenkohl
Porree (= Lauch) oder ersatzweise Zwiebeln oder Schalotten
Pflanzenöl, das sich für das Anschwitzen von Gemüse eignet
Gorgonzola oder Blauschimmelkäse
Gnocchi (z. B. Bio-Gnocchi aus der Frischetheke)
Milch (z. B. fettarme Biomilch)
Brühepulver/Stück Brühwürfel (eine Sorte wählen, deren Würzgeschmack man mag, z.B. Bio-Gemüsebrühe)
optional: Gewürze wie Muskatnuss oder Thymian

Zubereitung

  1. Rosenkohl garen, bis er innen gar ist, aber noch etwas Biss hat.
    Ich nehme dafür den Dampfkochtopf, man kann Rosenkohl aber auch einfach in Wasser kochen oder halbiert in der Pfanne langsam braten. Ich bevorzuge den Dampfkochtopf, weil er vitaminschonend, wasser- und energiesparend arbeitet und der Geschmack gut erhalten bleibt – schwierig ist es allerdings für Einsteiger, die richtige Garzeit zu finden. Mit der Zeit, lernt man seinen Dampfkochtopf kennen und dann gibt es nichts Praktischeres und Schnelleres zum Garen von Kartoffeln, Rosenkohl und andere Kohlarten.
  2. In einem Topf Wasser für die Gnocchi erhitzen.
  3. Lauch oder Zwiebeln klein schneiden und in der Pfanne in Pflanzenöl etwas anschwitzen.
  4. Gorgonzola zerteilen und in die Pfanne zum Lauch geben. Ein wenig anschmelzen lassen.
  5. Gnocchi in das kochende Wasser geben und nach Packungsangabe darin garen lassen, später absieben.
  6. Porree-Käsemischung mit der Milch angießen. Herdplatte auf kleine Hitze herunterschalten. Umrühren und dabei etwas reduzieren lassen. Mit Brühepulver und optional mit Muskatnuss oder
    etwas Thymian abschmecken. (Wer mag, kann mit etwas Instant-Mehl andicken, falls die Soße zu dünnflüssig ist.)

Alles servieren. Guten Appetit!

Tipp
Wer fleischbedürftige Menschen mitbekocht, kann ohne viel Aufwand ein paar Bratwürste, Minutenschnitzel, Hühnerbrust, Steaks oder ähnliches in einer extra Pfanne nebenbei anbraten, gut würzen (außer die Bratwürste) und servieren.

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Hilfe, ich bin im Halloween-Fieber!

Wer in den sozialen Netzen Influencern und Marken aus dem englischsprachigen Raum folgt, beobachtet wahrscheinlich wie ich seit ein paar Wochen die Vorbereitungen – vor allem der Amerikaner – auf Halloween. Die ersten YouTuberInnen sprachen schon im September davon, wie sehr sie sich auf Halloween freuen. Bald darauf tauchten Kürbisse und andere Halloween-Symbole als Emojis bei Twitter auf 🎃 💀 😈 👻 👾 👽 und seit Anfang Oktober sitzen einige der YouTuberInnen mit Teufelshörnern auf dem Kopf, Gummispinnen auf dem Hemd und Skeletten als gelegentlich klappernde Co-Hosts vor der Kamera und zeigen, was sie an Halloween-Dekomaterialien und Grusel-Stofftieren im Halloween Store, bei Walmart, Target, in der Mall oder online ergattert haben sowie ihre DIY-Kostüm- oder gruselige Schminktipps für Halloween.

Halloween-Deko-Errungenschaften für meinen Halloween-Kinderkrimi (Werbelink zu Amazon.de)

Meine Halloween-Deko-Errungenschaften* (Werbelink zu Amazon.de)

Ja, ich muss zugeben, ich habe mich infizieren lassen und bin online Halloween-Shoppen gegangen. Aber ich hatte auch einen guten Grund: Ich benötigte Requisiten für Bilder mit Halloween-Flair, um meinen Halloween-Kinderkrimi: Wolfsgeheul* stimmungsvoll vorstellen zu können.

Jedenfalls guckte ich erst einmal vorsichtig, was es inzwischen alles gibt – beispielsweise bei Amazon.de*, Otto.de* und anderen. Schnell war ich im Halloween Shopping Fieber.

Ein schwarzer Hexenhut und eine Maske taten es mir gleich an – die könnte man auch für andere Themen als Requisite verwenden, dachte ich mir. Ach und diese niedlichen Fledermausstofftiere – schwupps, waren auch sie im Einkaufswagen! Aber es musste noch etwas Gruseligeres her: Mumien, Schrei-Maske, Spinnweben mit Spinnen … Ohne es zu merken, verlor ich jedes Maß und es landeten essbare Augäpfel, Frösche und Mäuse, dazu Skelette, Vampire, Geister und vieles mehr in meinen Einkaufkörben (ich hab meist parallel je einen bei verschiedenen Anbietern auf, wenn ich noch nicht genau weiß, was ich suche).

Als ich die vorläufigen Rechnungssummen sah, musste ich schlucken. Ups.

Ich riss mich zusammen und nahm dann schweren Herzens ein Gruselobjekt nach dem anderen wieder aus den Einkaufswagen – bis auf das, was man oben im Bild sieht -, denn nach den Fotos habe ich eigentlich keine Verwendung (und vor allem keinen Stauraum) für Halloween-Dekoration.

Schade eigentlich! Vielleicht sollte ich ja doch mal zur Halloween-Gruselparty einladen? Das Einkaufen hat jedenfalls Spaß gemacht.

Halloween-Kinderkrimi

Wolfsgeheul: Halloween-Kinderkrimi*
(8 bis 12 Jahre)
Eva Schumann
Taschenbuch (D: 7,99 Euro) oder Kindle (4,99 Euro)
ISBN: 3-7386-5347-3

 

 

 

Halloween-Deko-Errungenschaften

Hexenhut*
Stofftier-Fledermaus*
Halloween-Horror-Süßigkeiten* (2 Augäpfel, Gebisse etc.)
Augenmaske Fledermaus*
Halloween-Friedhof-Folienposter*
Spinnennetz mit falschen Spinnen*

Etwas Hintergrundwissen zu Halloween

Wann ist Halloween und woher kommt es?
Halloween wird alljährlich am 31. Oktober, vor allem am Abend beziehungsweise in der Nacht vor Allerheiligen (christlicher Feiertag am 1. November) gefeiert. Halloween und seine Bräuche haben ihren Ursprung in Irland. Lange wurde gemutmaßt, dass sich die heutigen Halloween-Rituale bis zu den Kelten im Altertum zurückverfolgen lassen, aber diese „Geschichtsfantasie“ gilt inzwischen als widerlegt. Das heutige Halloween habe mit keltisch-heidnischen Riten vor der Christianisierung nichts zu tun (siehe Wikipedia).

Wieso sind die Amerikaner verrückt nach Halloween?
Etwa 40 Millionen Einwohner der US-amerikanischen Bevölkerung von insgesamt ca. 327 Millionen sind irischstämmig.
Die Vorfahren der Irischamerikaner, die irischen Einwanderer, brachten ihre Bräuche mit und bauten sie in ihrer neuen Heimat sogar noch aus. Zu Halloween gehören in den USA gruselige Dekorationen wie die ausgehöhlten Kürbisse mit ihren Fratzengesichtern, Vampire, Skelette, Spinnen und Spinngewebe, Fledermäuse, Gespenster und vieles mehr, außerdem das Verkleiden, Streiche spielen, von Tür zu Tür gehen und nach Süßem oder Saurem fragen („Trick or Treat“), spezielle Rezepte für Familienessen und Halloween-Partys, gruselige Geschichten, schaurige Filme und vieles mehr.

Und wir Festland-Europäer?
Die Amerikaner sind in vielem Trendsetter für die ganze Welt.  Nicht zuletzt durch das, was wir im TV, Kino, Internet sehen, schwappen ihre Trends auch über den großen Teich zu uns – so auch der Halloween-Spaß. Seit den 1990er-Jahren wird Halloween auch bei uns mmer populärer – traditionelle Kürbisanbaugebiete waren die Vorreiter, doch das Halloween-Fieber breitet sich aus.

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Gewächshaus: Befruchtung mit Hummeln bei Kunstlicht

Wärmeliebende Pflanzen wie Auberginen, Tomaten, Chili und Paprika benötigen in den Wintermonaten nicht nur ein Gewächshaus mit Heizung, sondern auch Zusatzlicht. Aber reicht dieses Licht auch den Hummeln, die zur Bestäubung eingesetzt werden?

Fruchtgemüse wie Tomaten, Chili und Paprika können bei uns außerhalb der frostfreien Zeit nur im Gewächshaus angebaut werden. Dieses sollte beheizbar und – um Heizkosten zu sparen und der Umwelt zuliebe – gut isoliert sein. Allerdings fliegen im Herbst und Winter wegen der geschlossenen Lüftungsöffnungen keine Insekten zu und es ist windstill. Dadurch tritt ein Problem auf: Es findet kaum Befruchtung statt, weil der Pollen nicht in Bewegung und damit nicht auf die Narbe kommt. Ohne gute Bestäubung und infolge Befruchtung sind jedoch die Fruchtbildung, -ausbildung und die Ernte insgesamt schlecht.

Erdhummel

Die dunkle Erdhummel Bombus terrestris ist in Europa, Nordafrika und Kleinasien natürlich verbreitet. Man kann sie auch bei Nützlingszüchtern kaufen und die Kästen mit den Hummelnestern im Gewächshaus aufstellen.

Die fehlende „natürliche“ Befruchtung im Gewächshaus kann man manuell ausgleichen, indem man die Blütenstände mit einem speziellen Vibrierstab „trillert“ oder im Hobbybereich mit einer Schüttelbewegung in Schwingung versetzt. Allerdings sind damit im Erwerbsgemüsebau hohe Arbeitskosten verbunden, da diese Arbeit mehrmals wöchentlich wiederholt werden muss. In den 1990er-Jahren fing man daher an, im Gewächshaus Kästen mit eigens dafür vermehrten Hummelvölkern aufzustellen und die Hummeln die Arbeit machen zu lassen. Und sie erwiesen sich als sehr fleißige Helfer.

Bestäubung
Zwar sind Auberginen, Tomaten und Paprika Selbstbefruchter – aber dafür muss der Pollen durch Wind oder Bestäuber erst einmal in Bewegung gesetzt werden und dann auf der Narbe haften bleiben. Eine gute Befruchtung hängt daher nicht nur von der Blüten- beziehungsweise Pollenqualität sowie vom Vorhandensein von Luftbewegung oder Bestäubern ab, sondern auch von der Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus: Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit verklebt der Pollen und kommt erst gar nicht zur Narbe, weil er nicht fliegt, bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit haftet er nicht an der Narbe und es findet ebenfalls keine Befruchtung statt.

Gegen die „Winterdepression“ von Pflanzen, Menschen und Hummeln hilft Licht

Allerdings ist es bei uns im Herbst und Winter nicht nur kalt, sondern die Tage sind kurz und oft sehr trüb. Eine gute Pflanzenentwicklung ist in dieser Zeit nur mit Zusatzlicht möglich – und auch manche Menschen überstehen den Winter nur mit Zusatzlicht („Wohlfühllicht“) ohne depressive Verstimmungen.

Auch die Hummeln benötigen Licht, um ihr Hummelnest nach der Arbeit wiederzufinden – mindestens 28 Watt/m2 PAR-Licht beziehungsweise 56 Watt/m2 Sonnenlicht sollten es sein (Quelle Koppert, siehe unten). Wenn das natürliche Licht draußen unter 60-70 Watt/m2 sinkt, reicht das Licht im Gewächshaus nicht mehr.

Es sollte jedoch auch bedacht werden, dass der Einsatz von Pflanzenlicht das Klima im Gewächshaus verändern kann. Manche Pflanzenleuchten wie Hochdrucknatriumdampflampen (beispielsweise SON-T) erzeugen neben Licht auch Abwärme und können dadurch auch die Luftfeuchtigkeit verändern.

Hummeln sehen auch in einem anderen Spektralbereich als wir Menschen und sie haben auch andere Ansprüche als Pflanzen an das Licht. Mit dem Rotanteil im Licht/Kunstlicht können sie im Gegensatz zu Menschen und Pflanzen nichts anfangen. Der niederländische Spezialist für Nützlingseinsatz Koppert B.V. hat die Hummelkästen-Einflugslöcher aufgrund dieser Erkenntnisse farblich so gestaltet, dass die Insekten nach Hause finden. Trotzdem sollte man die Kästen vor allem von der 40. bis zur 6. Woche hoch über dem Pflanzenbestand direkt ins Licht hängen und nicht etwa hinter eine Schattierung (Licht-Einfallswinkel zur relevanten Tageszeit beachten).

Smart Home für Hummeln?
Koppert hat eine Anleitung zum Einsatz von Hummeln bei künstlichem Licht zum Download ins Netz gestellt (siehe unten). Darin wird das Wireless BeeHome und andere Systeme vorgestellt, bei denen die Hummelkästen zu vorgegebenen Zeiten automatisch geöffnet und geschlossen werden können. Außerdem gibt es Angaben zu den optimalen Uhrzeiten für das Öffnen und Schließen der Einflugsluken zu verschiedenen Jahreszeiten am Beispiel Niederlande. Gesteuert werden kann das automatische Öffnen und Schließen über eine Zeitschaltuhr oder per Klima-Computer. Ein Zugriff per Smartphone-App, wie bei Smart- Garten- und Smart-Home-Lösungen für Menschen ist zwar noch nicht erwähnt, aber vermutlich nur eine Frage der Zeit oder des „DIY“ (selbst eine Anbindung über den Klimacomputer oder zur Zeitschaltuhr schaffen).

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Quellen und mehr Informationen

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