Vor ein paar Jahren wurde die elektronische Saatgutbeizung entwickelt. Sie wird hauptsächlich bei Saatgut von Getreide, Mais und anderen Feldfrüchten eingesetzt. Sie soll genauso wirksam wie die chemische Saatgutbeizung sein und etwa genauso viel kosten, fügt der Umwelt aber keine belastenden Stoffe hinzu. Die Nachfrage seitens der Landwirtschaft ist groß. Die BayWA AG investiert in eine neue Anlage im Osten Deutschlands.
Saatgut ist ein kostbares Gut – es ist der Ertrag von morgen und die Lebensgrundlage der Zukunft. Saatgut vor Krankheiten, Insekten und Vögel zu schützen, hat deshalb eine lange Geschichte: Die alten Agypter, Griechen und Römer verwendeten Asche, Zwiebelsud, die Reste der Olivenpressung und anderes mehr. Seit dem 17. Jahrhundert kamen giftige Stoffe wie Kupfervitriol und Arsenpräparate, Ende des 19. Jahrhunderts sogar Quecksilber hinzu. Später wurden anwenderfreundlichere Präparate entwickelt, doch auch diese stehen wegen ihrer Neben- und Langzeitwirkungen auf die Artenvielfalt, Bienengesundheit, Bodenleben, Wasserlebewesen, Trinkwasser und sogar den menschlichen Hormonhaushalt in der Kritik.
Viele Jahre wurde nach alternativen Möglichkeiten der Saatgutbeizung gesucht, denn natürlich sind die chemischen Beizen im biologischen/ökologischen Anbau nicht erlaubt, außerdem sind sie unangenehm für alle, die damit arbeiten müssen, und sie passen nicht zum zunehmenden Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein.
Und siehe da, dank einiger cleverer und engagierter Menschen wurde eine physikalische Möglichkeit entdeckt und die entsprechende Technologie geschaffen: die Saatgutbeizung mit Strom. Genauer gesagt, handelt es sich um eine „Elektronenbeize“ in einer Anlage, bei der Elektronen anhaftende Krankheitskeime wie Pilze, Bakterien und sogar Viren bis zu einer bestimmten, von der Samenart abhängigen Eindringtiefe zerstören.
2002 stellten das Dresdner Fraunhofer Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) und die Schmidt-Seeger GmbH einen Prototypen (e-ventus) vor. Genutzt wurde die Technologie dann von der BayWa (e-pura) und von der Ceravis AG (e-vita). 2015 wurde eine kleine, handlichere Schwester der e-ventus, die Evonta e-3, auf der Agritechnica als Weltneuheit präsentiert, die nicht nur für das Saatgut von Getreide, Mais, Raps und Zuckerrüben bestimmt ist, sondern auch für anderes Saatgut geeignet sein soll. Das elektronische Beizverfahren ist auch für ökologisch erzeugtes Saatgut erlaubt.
Auch wenn die „kleine“ Evonta e-3 noch nichts für den Hausgebrauch beim samenvermehrenden Hobbygärtner ist, kostet sie doch etwa 650.000 Euro, können wir uns als Verbraucher doch freuen, wenn die Landwirtschaft und der Gartenbau auf eine umweltfreundliche Technologie zurückgreifen können, die letztlich uns allen zugutekommt.
Die Nachfrage aus der Landwirtschaft nach elektronischer Saatgutbeizung ist jedenfalls da, so dass beispielsweise die BayWA AG in Ostdeutschland gerade 2,4 Millionen Euro in eine mobile Anlage nach dem e-pura-Verfahren investiert, um sie an mehreren BayWa-Standorten der Agrarspartenregion Ost einzusetzen.
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Ein klein wenig muss man seine Freude jedoch dämpfen: Lediglich samenbürtige Erreger werden durch die Elektronenbeizung zerstört. Bodenbürtige oder anfliegende Krankheiten und Schädlinge können auf die Weise nicht in Schach gehalten werden, dazu sind Kulturtechniken wie ausreichender Fruchtwechsel, Mischkultur, Erhalt oder Schaffung von Feldrainen sowie Gehölzstreifen, Maßnahmen zur Förderung des Bodenlebens und anderes mehr notwendig.
Der Jahreswechsel ist die Zeit der guten Vorsätze: Man will im neuen Jahr ein besserer Mensch sein, mehr für die Gesundheit tun, beispielsweise mehr Sport treiben und eine Diät machen, mehr Zeit für Freunde und Familie reservieren, besser mit dem Geld umgehen (meist, um sich an anderer Stelle etwas Besonderes leisten zu können) und vieles mehr. Ich habe festgestellt, dass es guttut, sich, bevor man mit den Neujahrsvorsätzen anfängt, zu besinnen, was das alte Jahr Gutes gebracht hat, auch wenn es schwierig war.
Denn, obwohl politisch oder allgemein in der Welt viel Beunruhigendes passiert, gibt es so vieles, für das man dankbar sein kann, beispielsweise für
die gute Gesundheit, wenn man das Glück hatte, oder für eine überlebte Krankheit oder eine überstandene Katastrophe, wenn man Schlimmes überwinden musste,
einen unterstützenden Freundeskreis, KollegInnen oder Familie – so man sie hat,
neue Menschen im Leben, die einem neue Möglichkeiten und Perspektiven zeigen und das Leben wieder spannend machen,
aufregende Erlebnisse, neue Interessen und bewältigte Probleme im vergangenen Jahr,
für den guten neuen oder alten Job,
für neu gewonnene Auftraggeber, Buch-/Blog-Leser oder die engagierten Abonnenten eines Social-Media-Kanals,
für friedliche Stunden mit einem Buch, beim Gärtnern, beim Handarbeiten oder einem anderen Hobby.
Sogar für unangenehme Ereignisse wie eine schmerzhafte Trennung oder einen Jobverlust kann man dankbar sein, denn beides zieht – in vielen Fällen „endlich“ – einen Schlussstrich unter eine längere Zeit der Verletztheit, Angst und/oder Unsicherheit. Aber nun ist der Weg frei für neue Wege, die entdeckt werden wollen, und neue Welten, die erobert werden können.
Ich bin überzeugt: Wer mit Dankbarkeit an die guten Momente und Glückfälle beziehungsweise an die überstandenen Herausforderungen zurückdenkt, empfindet in diesem Moment fast unwillkürlich ein Gefühl der Wärme und des Friedens. Wenn dann die guten Vorsätze und Pläne für das neue Jahr auf ein solch vorbereitetes Saatbeet der Hoffnung und Zuversicht fällt und man selbst als dessen GärtnerIn dauerhaft dranbleibt, ist im neuen Jahr alles möglich.
Ich danke allen meinen Lesern und LeserInnen – egal ob meiner Bücher, Artikel in Zeitschriften, Magazinen, auf Webseiten, in Blogs oder in den sozialen Netzen – dafür, dass Sie/ihr mir etwas von eurer Zeit geschenkt habt und würde mich sehr freuen, wenn wir auch im nächsten Jahr wieder miteinander zu tun haben.
Ebenso bedanke ich mich herzlich bei meinen AuftraggeberInnen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünsche uns allen viel Freude und Erfolg im neuen Jahr.
Sucht man bei Ebay, Amazon.de* oder auf anderen Verkaufsplattformen nach einem bestimmten Produkt, findet man das dort manchmal viel günstiger als in einem Geschäft vor Ort oder in einem (Online-)Katalog vom Versandhändler. Vor allem bei Luxusmarken oder gerade angesagten Produkten ist der Preisunterschied oft groß. Warum dies sofort – schon aus gesundheitlichen Gründen – die Alarmglocken läuten lassen sollte und wieso Fake-Produkte (Fälschungen, Duplikate) nicht immer an einem günstigen Preis zu erkennen sind. (Nachträge am 23.8.2022)
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Vor ein paar Monaten suchte ich nach einem Fläschchen eines meiner Lieblingsparfums. Es handelt sich um das Eau de Parfum einer bekannten Designer-/Luxusmarke. Ich verglich die Preise mittels eines Preisvergleichsanbieters. Der Händler, für den ich mich schließlich entschied, schien mir vertrauenswürdig, was auch am bekannten Namen der Preisvergleichsplattform lag – die sollten eigentlich nur seriöse Anbieter in ihren Datenbanken haben, dachte ich. Ich kaufte das vorgeschlagene günstigste Produkt, zum Glück nur eine kleine Packungsgröße. Als das Parfum dann kam und ich etwas von dem Duftwasser auf mein Handgelenk sprühte, wurde ich unangenehm überrascht: Der Geruch war völlig anders als der aus meinem alten Flakon, den ich bei einer alteingesessenen Parfümerie in unserem Städtchen gekauft hatte – wesentlich herber. Ich mochte ihn nicht! Dafür hätte ich kein Geld ausgegeben. Aber wie kann es sein, dass etwas, das genauso heißt, völlig anders riecht? Ich bin vermutlich auf einen Fake-Produkte-Anbieter hereingefallen.
Fake oder Original? Sicher sein, dass man ein Originalprodukt bekommt, kann man nur, wenn man beim Hersteller selbst oder einem seiner lizensierten Vertragspartner kauft.
Produktpiraterie Das Nachahmen von Produkten (Modeartikel, Medikamente, Autoersatzteile u. A.), um sie als das Original zu verkaufen, sowie das nicht lizensierte Kopieren und Vertreiben von Produkten (Raubkopien von Software, Musik u. Ä.) verstößt gegen Markenrechte und wettbewerbsrechtliche Vorschriften und meist auch gegen Urheberrechte, Gebrauchsmuster, Patente und sonstige Rechte des Geistigen Eigentums und des Gewerblichen Rechtsschutzes. Es gibt Fälschungen, die das Original tatsächlich äußerlich und inhaltlich genau nachmachen, und solche, die nur so aussehen wollen, als ob sie Originale seien, sich aber inhaltlich unterscheiden. Plagiate nennt man Fälschungen mit leicht verändertem Markennamen. (Mehr Theorie siehe Wikipedia)
Dass man auch auf Verkaufsplattformen wie amazon.de* sehr vorsichtig sein muss, fiel mir kürzlich auf, als ich in meinem Blogartikel über die Dramen der englischsprachigen Beauty-Community in den sozialen Netzen schrieb. Da ich meine Arbeit über Werbung finanziere, wollte ich Jeffree Star Cosmetics-Produkte aus dem Amazon-Sortiment verlinken, denn als Amazon-Partner bekomme ich eine kleine Provision, wenn jemand über meinen Werbelink (*) zu Amazon.de* geht und dort etwas kauft.
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Amazon.de selbst bot keines der gesuchten Produkte an, aber dafür andere Händler, die auf der Amazon-Verkaufsplattform ihre Waren ebenfalls feilbieten. Der Neugier halber verglich ich die Namen der Anbieter auf Amazon.de mit der Liste der autorisierten Händler, die man in den FAQ auf der Jeffree Star Cosmetics-Website findet. Kein einziger Anbieter auf Amazon.de war auf der Liste der autorisierten Händler! Das ist zwar noch kein Beweis, dass es sich bei den bei Amazon.de angebotenen Produkten um illegale Kopien oder andere Fälschungen (counterfeit products) handelt, aber machte mich doch nervös. Denn es geht bei Fake-Produkten ja nicht nur um Betrug am Kunden und am Original-Markeninhaber oder darum, dass man nicht weiß, ob das Produkt die Eigenschaften des Originalprodukts hat – eher nicht, meist sind es billiger produzierte Kopien -, sondern man weiß vor allem nicht, ob es gesundheitliche Schäden hervorrufen kann!
Für den Original-Hersteller sind solche „Nebenwirkungen“ der Fälschungen ebenfalls sehr ärgerlich, denn erfüllt ein Produkt nicht die Erwartungen des Kunden oder ruft es gar Hautreizungen oder Schlimmeres hervor, fällt das auf die Originalmarke zurück – jedenfalls, solange es der Käufer für das echte Produkt hält. Selbst wenn sich ein gefälschtes Produkt ganz ordentlich auftragen lässt, wie manche Beauty-BloggerIn/-VloggerIn, die Original und Fälschungen („Dupes“) von Make-up-Produkten vergleicht, naiv vorführt, bedeutet das nicht, dass es Stunden nach dem Auftragen auch noch so gut aussieht wie das Original – möglicherweise ruft es gar einen Hautausschlag hervor. Dazu kommt: Wenn ich ein veganes Produkt ohne Tierversuche kaufen wollte, erfüllen die Zutaten der Fälschung ziemlich sicher nicht diese Kriterien. Tatsächlich unterliegen diese Fake-Produkte keinerlei Regulierung und Aufsicht. Sie können Schwermetalle, Verschmutzungen aller Art und gefährliche Krankheitskeime enthalten.
Deshalb heißt es, wachsam zu sein, von wem ein Produkt auf einer Verkaufsplattform angeboten wird.
Manchmal nutzen unseriöse Anbieter nicht nur den Namen der Marke, sondern auch den guten Ruf einer Plattform, um sich zu tarnen. Das passiert nicht nur bei relativ jungen Internet-Unternehmen wie Amazon oder Ebay, sondern auch bei alten Einzelhandels- oder Versandhandelsmarken, wenn sie Dritte auf ihre Online-Verkaufsplattform lassen. Sogar im amerikanischen Walmart-Online-Shop wurden angeblich schon Fälschungen verkauft, seit dieser sich zu einer Verkaufsplattform (praktisch wie Amazon) mit der Verkaufsmöglichkeit für Dritte gewandelt hat.
Natürlich versuchen die Hersteller, die Nachahmer und Verbreiter von Fälschungen (counterfeit products) zu bekämpfen. Jeffree Star ist beispielsweise Walmart in den sozialen Netzen hart angegangen und hat mit Klage gedroht, wenn die Fake-Produkte seiner Make-up-Linie nicht entfernt werden – was tatsächlich passierte, schließlich waren wegen des Vorkomnisses Millionen seiner Fans auf Walmart wütend (tatsächlich hatten ihn seine Fans auf die Fake-Anbieter bei Walmart aufmerksam gemacht). Aber andere Marken haben sich nicht gerührt oder sie kommen einfach nicht nach wegen der großen Zahl der Anbieter online und offline. Und nicht nur bei Walmart, auch bei Ebay und Amazon gibt es inzwischen so viele Fake-(Schönheit-)Produkte, dass ich solche Artikel seit meiner Recherche dort gar nicht mehr kaufe (Shop-Alternativen sind douglas.de*, OTTO.de*, dm.de, rossmann.de und andere).
Das Problem betrifft nicht nur Kosmetik- und auch nicht nur Luxus- oder angesagte Make-up- und Beauty-Marken, sondern ebenso Modemarken, Sportartikelmarken, Uhren, Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel, Autoersatzteile und vieles Andere – im Grunde können alle Artikel, die nicht von einem Hersteller selbst oder seinen autorisierten Händlern angeboten werden, Fälschungen aus China, Thailand und von anderswo und möglicherweise sogar gesundheitsschädlich oder gefährlich sein. Man kann nur hoffen, dass OTTO.de* nicht auch diesen Weg geht und jeden auf seine Handelsplattform lässt, ohne solchen Betrug zu verbieten und die Drittanbieter streng zu kontrollieren.
Es gibt solche Fälschungen leider nicht nur im Internet, sondern auch auf Flohmärkten und Billigmärkten, beispielsweise in vielen Urlaubsländern.
Nicht alle Fake-Produkte sind am niedrigen Preis erkennbar!
Tatsächlich waren manche der Jeffree-Star-Produkte bei Amazon.de wesentlich teurer als beispielsweise im Jeffree-Star-Cosmetics-Online-Shop bzw. auf der Webseite des für Deutschland autorisierten Händlers. Aber heißt das, dass es Originalprodukte sind? Nicht unbedingt. Der höhere Preis kann nämlich verschiedene Hintergründe haben:
Entweder wurden die Produkte vorher oder werden erst bei Bestellung eines Kunden vom Amazon-/Ebay-Händler beim Original-Hersteller oder seinem autorisierten Händler gekauft und mit Aufpreis zum Endkunden geschickt – dann bekäme man immerhin ein Originalprodukt.
Aber es gibt leider auch noch die Variante, dass es sich um ein Fake-Produkt handelt, das teuer verkauft wird, weil keine Konkurrenz auf dem regionalen Markt da ist und der hohe Preis durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage möglich ist.
Es gibt übrigens nicht nur Fake-Produkte, sondern auch Fake-Shops – sowohl direkt im Web als auch auf Plattformen, die Händlern und Kunden das Zusammentreffen ermöglichen wie Ebay, Amazon und andere. Auch die Fake-Shops bieten beliebte Produkte oft zum günstigen Preis an. Bei einer Bestellung wird man zur Kasse gebeten, erhält dann aber möglicherweise nie die bestellte Ware. Die Fake-Shops imitieren oft real existierende Shops.
Bevor man bei einem neuen Händler/Shop kauft, sollte man prüfen, ob es wirklich der Shop ist, den man sucht und ob der Laden seriös ist. Beispielsweise guckt man, ob es ein Impressum gibt, ob Design, Site-Aufbau und Sprache seriös und professionell wirken. Sicherheitshalber kann man auch den Namen in eine Suchmaschine eingeben, um herauszufinden, ob es unter dem oder einem ähnlichen Namen mehrere Shops gibt. Grundsätzlich sollte man beim Erstkauf bei einem Händler, bei dem man sich nicht sicher ist, kein hochpreisiges Produkt kaufen.
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Zoll bei Bestellung im Nicht-EU-Ausland
Im Zweifelsfall kauft man alles, bei dem es einem auf die Original-Qualität ankommt, lieber beim Hersteller oder von ihm ausdrücklich autorisierten Händlern.
Manchmal bleibt einem dann allerdings nichts anderes übrig, als im Ausland zu kaufen – beispielsweise wenn der autorisierte Händler im Inland oder in der EU nur einen Teil des Sortiments führt und man ausgerechnet das möchte, was es beispielsweise nur in den USA oder in Kanada gibt. Meine Erfahrungen mit Verkäufern innerhalb und außerhalb der EU reichen von sehr, sehr gut bis sehr schlecht – überwiegend sind sie aber gut bis sehr gut (im Durchschnitt etwa Note 2+).
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Beim Kauf in Nicht-EU-Ländern ist unbedingt zu bedenken, dass die Lieferung nicht nur länger dauert (längerer Transportweg, Zollabwicklung), sondern zusätzliche Kosten (abgesehen von den sowieso höheren Versandkosten) verursachen kann und manchmal den Besuch beim Zollamt nötig macht. Zölle werden ab einem Einfuhrwert (Produktwert + Versandkosten) von 150 Euro erhoben, falls die Ware zollpflichtig ist. Aber schon ab einem Einfuhrwert von 22 Euro (beziehungsweise 45 Euro, wenn ein Geschenk zugeschickt wird), werden 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer erhoben. Liegt der Wert darunter, gilt die Zollbefreiungsverordnung (die gilt nicht für Alkohol, Parfums, Tabak u. Ä.). Nachtrag: Die Freigrenze ist seit dem 1. Juli 2021 weggefallen! Sobald 1 Euro Gebühr anfällt, wird dieser auch gefordert. Ist die Ware beim örtlichen Zollamt eingetroffen, schicken die ein Schreiben, dass man die Waren abholen soll oder man die Post beauftragen soll. Manchmal steht der Postbote mit dem vom Zoll abgefertigten Päckchen plötzlich vor der Tür und kassiert neben den Einfuhrabgaben auch noch eine Gebühr für die Nachnahmelieferung – so meine persönlichen Erfahrungen (dreimal Lieferung aus den USA in ca. 15 Jahren). Nach welchen Gesichtspunkten, vom Zoll welches Verfahren gewählt wurde, hat sich mir noch nicht erschlossen.Nachtrag: Durch die Corona-Pandemie und anderes hat sich das Auslieferungsverfahren verändert. Meines Wissens ist es nun so, dass DHL die Abfertigung beim Zoll übernimmt, aber die Ware je nach Versandart/Pandemie-Situation nicht an mich ausliefert, sondern (kostenpflichtig) bei der Post zur Abholung bereithält.
Ich persönlich nehme Wartezeit und zusätzliche Kosten nur in Ausnahmefällen in Kauf, beispielsweise wenn ich etwas unbedingt haben möchte, was es bei uns (noch) nicht gibt. Nur mit einem Kauf beim Originalhändler oder seinen Vertragshändlern bin ich sicher, dass es sich nicht um Fake-Produkte, also nachgeahmte Produkte von minderwertiger Qualität handelt. Was vielleicht bei einer Brosche für den Mantel nicht so gravierend ist, kann bei allem, was mit der Haut in Berührung kommt oder eingenommen wird, ernste Gesundheitsschäden nach sich ziehen.
Fazit
Eine Lösung für das Problem mit den Fälschungen, Duplikaten, Plagiaten und anderen Fake-Produkten wird möglicherweise die Digitalierung bringen – jedes einzelne Produkt könnte theoretisch (beispielsweise mittels Blockchaintechnologie) nachverfolgbar und verifizierbar gemacht werden. Aber bis es soweit ist, müssen wir den gesunden Menschenverstand einschalten, manchmal lieber teurer und sicherer bei der Marke selbst oder einem bekannten seriösen Händler einkaufen, als jedes Schnäppchen mitzunehmen, das sich als gesundheitsschädliches Imitat erweisen könnte. Etwas kompensieren kann man den höheren Preis, indem man nachhaltiger – also sparsamer und sorgsamer – mit den Produkten umgeht.
Rosenkohl, Porre und viele andere Herbstgemüse sind derzeit aus regionalem Anbau oder sogar aus dem eigenen Garten frisch und günstig zu haben. Hier mein schnelles Rezept für Rosenkohl mit Porree-Gorgonzola-Soße und Gnocchi.
Rosenkohl mit Porree-Gorgonzola-Soße und Gnocchi – schnell, gesund und schmeckt.
Da ich in Vollzeit berufstätig bin, kann ich nicht viel Zeit mit Kochen verbringen. Ich habe zwar den Vorteil, dass ich zuhause arbeite, trotzdem koche ich meistens etwas, das schnell fertig ist oder sich ohne Beaufsichtigung fertigkocht.
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Traditionelle Wintergemüse einmal anders
Rosenkohl, Porree, Brokkoli, Weißkraut, Rotkohl und viele andere Gemüse werden bei uns im Herbst von Ackern und Beeten geerntet. Traditionell werden diese Herbstgemüse meist gekocht und als Beilage zum Braten serviert. Bei mir gibt es Rosenkohl, Blumenkohl und Brokkoli oft mit einer Käsesoße aus jeweils unterschiedlichen Käsesorten und sie werden je nachdem mit Reis, Kartoffeln oder anderem kombiniert.
Tagesrezept heute: Rosenkohl mit Porree-Gorgonzola-Soße und Gnocchi
Zutaten (Mengen je nach Hunger, Geschmack und Anzahl der Personen) Rosenkohl Porree (= Lauch) oder ersatzweise Zwiebeln oder Schalotten Pflanzenöl, das sich für das Anschwitzen von Gemüse eignet Gorgonzola oder Blauschimmelkäse Gnocchi (z. B. Bio-Gnocchi aus der Frischetheke) Milch (z. B. fettarme Biomilch) Brühepulver/Stück Brühwürfel (eine Sorte wählen, deren Würzgeschmack man mag, z.B. Bio-Gemüsebrühe) optional: Gewürze wie Muskatnuss oder Thymian
Zubereitung
Rosenkohl garen, bis er innen gar ist, aber noch etwas Biss hat. Ich nehme dafür den Dampfkochtopf, man kann Rosenkohl aber auch einfach in Wasser kochen oder halbiert in der Pfanne langsam braten. Ich bevorzuge den Dampfkochtopf, weil er vitaminschonend, wasser- und energiesparend arbeitet und der Geschmack gut erhalten bleibt – schwierig ist es allerdings für Einsteiger, die richtige Garzeit zu finden. Mit der Zeit, lernt man seinen Dampfkochtopf kennen und dann gibt es nichts Praktischeres und Schnelleres zum Garen von Kartoffeln, Rosenkohl und andere Kohlarten.
In einem Topf Wasser für die Gnocchi erhitzen.
Lauch oder Zwiebeln klein schneiden und in der Pfanne in Pflanzenöl etwas anschwitzen.
Gorgonzola zerteilen und in die Pfanne zum Lauch geben. Ein wenig anschmelzen lassen.
Gnocchi in das kochende Wasser geben und nach Packungsangabe darin garen lassen, später absieben.
Porree-Käsemischung mit der Milch angießen. Herdplatte auf kleine Hitze herunterschalten. Umrühren und dabei etwas reduzieren lassen. Mit Brühepulver und optional mit Muskatnuss oder etwas Thymian abschmecken. (Wer mag, kann mit etwas Instant-Mehl andicken, falls die Soße zu dünnflüssig ist.)
Alles servieren. Guten Appetit!
Tipp Wer fleischbedürftige Menschen mitbekocht, kann ohne viel Aufwand ein paar Bratwürste, Minutenschnitzel, Hühnerbrust, Steaks oder ähnliches in einer extra Pfanne nebenbei anbraten, gut würzen (außer die Bratwürste) und servieren.
Eva Schumann
Autorin, Freie Journalistin, Bloggerin
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