Umweltfreundlich gärtnern – die 10 besten Tipps

Egal ob im Garten, auf dem Balkon, der (Dach-) Terrasse, in der Kleingartenparzelle oder im Urban-Gardening-Gemeinschaftsprojekt – bei vielen gärtnerischen Tätigkeiten kann man sich für eine umwelt- und klimafreundlichere Variante entscheiden. Hier sind die 10 besten Tipps. Je mehr man davon verwirklicht, desto besser.

Biene im Anflug auf Bienenweide Phacelia

Eine Biene im Anflug auf die Blüten der Bienenweide Phacelia.

1. Kompostieren

Kompostieren ist ein wundervolles Beispiel für einen Stoffkreislauf. Kompostieren ist nichts anderes als Garten- und Gemüseabfälle zu Gartengold verwandeln, denn der aus den Abfällen entstehende Kompost kann zum Düngen, zur Bodenverbesserung und zur Herstellung von eigenen Pflanzerden verwendet werden. Man spart also Geld für Dünger, Bodenverbesserer und Pflanzenerde und man hat weniger Abfälle, für die man sonst auch Gebühren zahlen müsste. Mehr zur Kompostierung hier.

2. Unkrautbekämpfung ohne Gift

Nicht überall sind Pflanzen willkommen, die aus verwehten Samen keimen oder aus Wurzelstückchen austreiben – beispielsweise nicht in den Ritzen zwischen den Terrassenfliesen oder im Gemüsebeet. Doch muss man diesen „Unkräutern“ nicht mit Chemie auf den Leib rücken, denn sie kann auch anderen Lebewesen schaden oder sich in unserem Körper ansammeln mit bekannten und unbekannten Folgen. Alternativen zur chemischen Unkrautbekämpfung sind mechanische Möglichkeiten (Fugenkratzer oder Unkrautstecher einsetzen, hacken, mulchen), Hitze (es gibt auch Handgeräte zum Abflammen) und Anderes. Manchmal braucht es auch nur ein paar Tricks. Mehr zur Unkrautbekämpfung im Gemüsebeet ohne Gift hier.

3. Umweltgerechter Pflanzenschutz/Nützlinge fördern

Wer bei der Planung ein paar Dinge beachtet, spart sich viel Ärger, beispielsweise sollte man die

  • Pflanzen zum Standort passend auswählen,
  • Nützlinge wie Marienkäfer und Schwebfliegen fördern (keine hochgiftigen Pflanzenschutzmittel spritzen, ihnen Verstecke bieten, [heimische} Pollen- und Nektarpflanzen in den Garten setzen),
  • Beete in Mischkultur statt Monokultur bepflanzen,
  • robuste Sorten wählen,
  • Tomaten unter Dach anbauen,
  • Fallen oder andere Maßnahmen statt Gift verwenden. Statt sich beispielsweise über die Gemüsefliegen bzw. deren Larven in Rettich, Möhren oder Zwiebeln zu ärgern, kann man Beete die Beete mit Gemüsefliegennetzen überspannen. Im Gewächshaus kann man auch Nützlinge gegen Schädlinge ausbringen, beispielsweise Schlupfwespen gegen Weiße Fliege oder Raubmilben gegen Spinnmilben. Mehr zum umweltgerechten Pflanzenschutz hier.

4. Torffreie Pflanzenerden

Torf ist ein begrenzter Rohstoff. Wenn beim Abbau die bis zu 5.000 Jahre alten Moore zersetzt werden, werden nicht nur Biotope zerstört, sondern es werden auch große Mengen an CO2 frei. Wer seinen Torfverbrauch reduziert oder noch besser ganz ersetzt, tut etwas für das Klima und die Umwelt. Inzwischen sind viele torffreie und torfreduzierte Pflanzenerden im Handel. Mehr bei Blumenerde ohne Torf.

Anzeige

5. Saatgut und Jungpflanzen vom Bio-Gärtner

Saatgut und Jungpflanzen vom Bio-Gärtner sind oft teuerer, weil für deren Erzeugung mehr Aufwand nötig ist. Wer es sich leisten kann und die Möglichkeit hat, sollte Bio-Saatgut und Bio-Jungpflanzen kaufen. Bio-Saatgut erkennt man an der Nummer der Öko-Kontrollstelle, die auf der Packung aufgedruckt sein muss – beispielsweise DE-ÖKO-006. Um Geld zu sparen, kann man sich auch mit anderen zusammentun und das Zuviel aus den Saatgutpackungen tauschen.

6. Sortenvielfalt unterstützen

Wer die Sortenvielfalt unterstützen will, kauft samenechte Sorten. Von diesen Sorten kann man selbst Samen gewinnen und mit anderen in Tauschbörsen tauschen. Ansonsten unterstützt man mit dem Zukauf von samenechten Sorten – am besten in Bioqualität -, Gärtner, die für Sortenerhalt und Sortenvielfalt und meist auch den biologischen Pflanzenschutz Mehrarbeit in Kauf nehmen. Bezugsquellen für samenechte, alte, bewährteregionale oder seltene Sorten hier.

Anzeige

7. Gartengeräte gemeinschaftlich nutzen oder leihen

Shareconomy ist in. Gemeinschaftlich genutzte Gartengeräte sparen Geld und entlasten die Umwelt – einfach, weil dann weniger gebraucht werden. Im Prinzip reicht es, wenn sich mehrere Nachbarn einen Rasenmäher, Heckenschere, Rasenkantenschneider, Häcksler und ähnliche Gartengeräte teilen, da jedes dieser Geräte in der Regel nur wenige Stunden im Jahr benötigt werden. Manche Geräte kann man auch bei Baumärkten oder über Shareconomy-Plattformen ausleihen.

8. Umweltgerechtes Bauen im Garten

Beim Kauf von Garten- und Gerätehäusern, Kompostbehältern, Wege- und Terrassenbelägen, Beeteinfassungen und Ähnlichem sollte man auch an Klima und Umwelt denken. Dabei spielt das Ausgangsmaterial, seine Langlebigkeit und Entsorgung eine wichtige Rolle. Beispielsweise: Ein Hochbeet mit einer Einfassung aus Naturstein hält ein Leben lang, eines aus Holz hält zwar nicht so lange, aber Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und wenn es aus nachhaltigem regionalen oder zumindest europäischem Anbau stammt, wird die Umwelt wenig belastet. Anders sieht es bei Kunststoff aus – er wird aufwändig hergestellt, hält in der Regel nicht so lange wie Naturstein, aber ist schwierig zu entsorgen. Mehr zum umweltgerechten Bauen hier.

9. Im Garten selbst erzeugten Solarstrom verwenden

Lampen im Gartenhaus oder Gewächshaus, Springbrunnenpumpen und ähnliches kann man mit Sonnenenergie betreiben. Entsprechende Lampen, Springbrunnen u. ä. mit Solarpanel gibt es im Handel.

10. Energie sparen im Gewächshaus

Beheizte Gewächshäuser können richtige Energiefresser sein. Doch es gibt Möglichkeiten, sie besser zu isolieren und andere Maßnahmen zum Energiesparen beim Heizen im Gewächshaus.

Anzeige


Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Veröffentlicht unter Garten und Pflanzen, Gewächshaus, Öko-/Bio-Themen, Pflanzenschutz, Wohnen und Garten | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentare deaktiviert für Umweltfreundlich gärtnern – die 10 besten Tipps

Lexware büro easy – Buchführungssoftware im Praxistest (2)

Freiberufler, Selbstständige und kleine Unternehmen, die ihre Buchführung selbst machen, stehen irgendwann vor der Frage, wie sie von den provisorischen selbst gebastelten Lösungen aus den Anfangstagen wegkommen und ihre Buchführung auf professionelle Füße stellen. Es gibt Softwareprogramme, die bei Büromanagement und Buchführung helfen. Eines davon ist Lexware büro easy. Ich habe Lexware büro easy einen Monat lang im praktischen Einsatz getestet. (Sponsored Post*)

Vor einem Monat habe ich – wie hier berichtetLexware büro easy installiert, die Nutzerfreundlichkeit und einige Funktionen getestet und über meine ersten Eindrücke berichtet. Inzwischen habe ich die Büro-Management- und Buchführungssoftware einen Monat lang in Betrieb und bin nach wie vor sehr angetan.

Berichte

Berichte, Listen und Analysen lassen sich automatisch generieren und verschaffen schnell den notwendigen Überblick.

Das kann Lexware büro easy

Für die, die den ersten Teil nicht gelesen haben, hier noch einmal die wichtigsten Funkionen im Überblick. Man kann mit der Software:

  • Angebote, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine und Rechnungen schreiben sowie Rechnungskorrekturen durchführen und Gutschriften verfassen,
  • Belege erfassen, beispielsweise Lieferantenrechnungen, Barzahlungen etc.,
  • an überfällige Rechnungsbeträge erinnern oder mahnen,
  • die Einnahmeüberschussrechnung (EÜR) und Bilanz erstellen,
  • Online-Banking und Kassenbuch integrieren,
  • Datenauswertungen und Finanzübersichten erstellen, beispielsweise Kundenlisten oder eine Übersicht über offene Kundenrechnungen,
  • Daten mit Steuerberatern und Finanzamt austauschen.

Eine detaillierte Liste der Funktionen je nach Software-Variante finden Sie bei Lexware büro easy.

Viele Wege führen zum Ziel – und Wegweiser gibt es auch jede Menge

Egal, ob es darum geht, die eigenen Unternehmensdaten einzugeben, einen Kunden anzulegen oder eine Rechnung zu erstellen, es gibt bei Lexware büro easy viele Wege zum Ziel: Man kann über die Navigation (linke Seite), die Menüleiste (oben), die Symbolleiste (unter der Menüleiste) oder mit Tastaturkürzeln dorthin gelangen. Vieles findet man intuitiv, ansonsten wird man durch eine Online-Hilfe, ein Nutzerhandbuch und eine Webhilfe unterstützt.
Viele Wege gibt es auch für das Erstellen der Vorlagen: Man kann vorhandene Vorlagen, die es für Lexware büro easy und für Word gibt, anpassen, ganz neue Vorlagen erstellen oder eigene Word-Vorlagen verwenden.

Der schnellste Weg zur eigenen Rechnungsvorlage

Wie immer, wenn man eine neue Verfahrensweise lernt oder eine Software in Betrieb nimmt, braucht man etwas Zeit, sich einzuarbeiten und die Vorlagen an die eigenen Erfordernisse und an das eigene Design anzupassen. Ich habe verschiedene Wege ausprobiert, Vorlagen für Angebote und Rechnungen zu erstellen bzw. anzupassen.

Online-Hilfe Word-Vorlagen

Es gibt mehrere Möglichkeiten Vorlagen zu verwenden – alleine drei verschiedene für Word-Vorlagen. (Screenshot Online-Hilfe)

Meiner Erfahrung nach geht es am einfachsten und schnellsten, wenn man eigene Word-Vorlagen, die fast jeder sowieso hat, fähig für Lexware macht – d. h. die Lexware-Platzhalter für Felder (Adressblock, Artikel, Rechnungsbetrag etc.) dort einsetzt, wo die tatsächlichen Daten/Werte später von Lexware büro easy automatisch eingefügt werden sollen.

Anzeige


So bin ich bei der Vorlagenerstellung (schnellste Variante) vorgegangen:

  1. Ich habe mir eine der integrierten Word-Vorlagen von Lexware büro easy ausgesucht, die von der Rechnungsaufstellung meinen Anforderungen am nächsten kam. (So kommt man dort hin: Firma > Vorlagen > Word-Vorlagen – dort Vorhandene Vorlagen bearbeiten oder anzeigen auswählen, auf Weiter klicken. Im nächsten Fenster den Vorlagentyp Kundenrechnung auswählen, rechts daneben auf eine Vorlage in der Vorlagenliste klicken und dann Word öffnen anklicken.)
  2. Parallel dazu habe ich dann eine alte, von mir manuell erstellte Rechnung in Word geöffnet und sie als Word-Vorlagendatei (.dot-Datei) in dem Lexware-Ordner mit den Vorlagen gespeichert ( \Lexware\bueroeasy\Formulare\2015\templates\Invoice Templates).
  3. In meinem Fall (Office 2010 auf Windows 7) hatte ich dadurch automatisch in Word unter Add-ins eine kleine, eher unscheinbare Menüleiste mit den Platzhaltern für die verschiedenen Felder, die man in Vorlagen anlegen kann.
  4. Die Menüleiste selbst brauchte ich aber kaum, denn ich habe die Platzhalter, die ich nutzen wollte – das Adressfeld, den ganzen Mittelteil mit der Rechnungsaufstellung etc. – von der Lexware-Word-Vorlage hinüberkopiert in meine eigene Word-Vorlage.
  5. Ich musste anschließend nur noch das Layout und Design ein wenig anpassen und
  6. am Ende speichern.

Die neue Vorlage findet man dann bei Lexware büro easy in der Word-Vorlagenliste (Weg dorthin siehe 1.). Falls man die neue Vorlage nicht gleich sieht, muss man in der rechten Scrollleiste neben der Vorlagenliste auf den Pfeil nach unten klicken.

Lexware büro easy hilft, den Überblick zu behalten

Als „interne Leistungs- und Preisliste“ für mich habe ich ein Verzeichnis meiner Dienstleistungen angelegt. Das muss man nicht, aber es erleichtert die Angebots- und Rechnungserstellung. Dienstleistungen und Handelswaren werden als Artikel bezeichnet. Demzufolge legt man eine solche Liste in der Artikelverwaltung an. Das Verzeichnis kann hierarchich strukturiert werden und heißt daher auch Artikelstamm. Das Vorgehen ist in der Online-Hilfe beschrieben und einfach nachzuvollziehen.

Artikelverwaltung

Übersichtliche Artikelverwaltung. Artikel können Dienstleistungen oder Handelswaren sein.
Im Vordergrund rechts ist die Online-Hilfe zum Thema eingeblendet.

Zur Strukturierung des Artikelstammes hätte ich einen Verbesserungsvorschlag: Eine Stapelverarbeitung wäre hilfreich, damit man mehrere Artikel gleichzeitig markieren und als Unterartikel eines anderen Artikels markieren kann.

Des Weiteren habe ich Klassen eingerichtet, um meine Einnahmen und Ausgaben verschiedenen Bereichen zuordnen zu können und um gewerbliche von freiberuflichen Einnahmen trennen sowie getrennte EÜR machen zu können. Die Klasseneinrichtung ist einfach. Allerdings kann man eine Rechnung nur als Ganzes einer Klasse zuordnen, nicht Teile davon, sodass ich gemerkt habe, dass mir das bei der Erstellung getrennter EÜR vermutlich nicht helfen wird.

Apropos EÜR: Bis Ende Januar hatte Lexware büro easy die EÜR noch nicht auf den Stand, wie für 2014 gefordert, gebracht. Dazu kann ich also nichts berichten.

Mein persönliches Fazit zu Lexware büro easy: sehr hilfreich!

Die Nutzeroberfläche ist freundlich, sachlich und übersichtlich. Lexware büro easy war für mich in weiten Teilen intuitiv zu bedienen – allerdings habe ich Grundkenntnisse in Buchführung und bin mit vielen Arten von Software vertraut. Wenn ich Hilfe brauchte, fand ich sie in der ausführlichen Online-Hilfe und im Handbuch. Darüber hinaus gibt es auch noch eine Hilfe im Web.

Ich kam mit der Software sehr gut zurecht und konnte erfolgreich alles mit ihr umsetzen, was in meinem Büro- und Buchführungsalltag in dem Testmonat anfiel: Angebote und Rechnungen erstellen, löschen und stornieren, außerdem Vorlagen erstellen, Artikelstamm und Klassen einrichten sowie Zahlungseingänge manuell verbuchen (weil ich mich entschieden habe, mein Online-Banking getrennt zu halten – sonst ginge das möglicherweise automatisch).

Sehr gut gefallen mir auch die Berichte, Listen, Analysen und die Chefübersicht, die man mit einem Klick generiert. Lexware büro easy hat gegenüber meinen alten selbst gebastelten Lösungen viele Vorteile: Einmal eingerichtet sind die anfallenden Aufgaben schneller zu erledigen und ich habe einen besseren Überblick.

*Sponsored Posts sind vom Werbepartner bezahlte Blogartikel.

Anzeige


Veröffentlicht unter Beruf, Geld | Verschlagwortet mit , , | 4 Kommentare

Ökologie & Landbau – Schwerpunkt „Grünes Geld“ (Rezension)

Wer ein Unternehmen gründen, einen Betrieb erweitern oder neue Ideen verwirklichen will, benötigt Geld. Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema, wie Verbraucher/Privatanleger „die Guten“ – die, die sich für Umwelt, gesunde Lebensmittelproduktion und -verarbeitung, Fairness und Zusammenhalt sowie ein lebenswertes Leben für Mensch und Tier einsetzen – mit Geld unterstützen können, nicht mit Geld als Geschenk, sondern mit Geld als nachhaltige Geldanlage durch Privatanleger. Umgekehrt fragen sich Öko-Betriebe, was sie tun können, um ihre Investitionen zu finanzieren, Versuche durchzuführen, die den Öko-Landbau/Biolebensmittelproduktion voranbringen, wie sie sich dem Druck von Grundstücks- und Pachtpreiserhöhungen sowie dem Preisdruck des Handels entgegenstemmen zu können. Als mir die Rezension der Zeitschrift „Ökologie & Landbau“ Ausgabe 01/2015 Thema „Grünes Geld“ angeboten wurde, habe ich gerne zugesagt und kurz darauf ein kostenloses Rezensionsexemplar erhalten.

Die Zeitschrift „Ökologie & Landbau“ wird von der gleichnamigen Stiftung, Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL), im oekom verlag herausgebracht. Haupt-Zielgruppe ist die Biobranche. Mit der Ausgabe 1/2015 mit dem Schwerpunktthema „Grünes Geld“ will man die Leser aus der Biobranche über alternative Finanzierungsmöglichkeiten in der Öko-Landwirtschaft und im Bio-Lebensmittelhandwerk sowie über neue Trends wie Crowdfunding, Urban Farming und Sharing Economy informieren. Man möchte Kreditnehmer aus der Biobranche, die beispielsweise Geld für die Weiterentwicklung ihres Betriebes benötigen, mit Privatanlegern zusammenbringen, die „in Zeiten unsicherer und anonymer Finanzmärkte wertvolle und transparente Geldanlagen suchen“ (Zitat aus dem Editorial).

Mein erster Eindruck, als ich die Ökologie & Landbau zum ersten Mal in die Hand nahm: sehr ansprechend und wertig aufgemacht. Der Blick ins Impressum zeigt, dass man Recycling-Papier verwendet und den CO2-Ausstoß, den Drucken unvermeidlich verursacht, über ClimatePartner kompensiert hat.

Doch auf den Inhalt kommt es an.

Grünes Geld

Zehn Beiträge sind dem Schwerpunktthema „Grünes Geld“ gewidmet.

Hat Geld bald ausgedient?
Stellt neue Wege der Bezahlung (Shareconomy, alternative Währungen etc.), der Finanzierung (beispielsweise Crowdfunding) vor, die durch Wertewandel, Mitspracheanspruch und Vernetzung beflügelt werden.

Entscheidend ist, wem Bio gehört
Wie Ökobetriebe Geld beschaffen und ihre ideellen Werte auch beim Generationswechsel sichern können, hängt von der Rechtsform des Unternehmens ab. Hier geht es um Werte und Visionen und wie oder wann Stiftungen, Kollektive, Genossenschaften oder die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft der Ausweg sein können.

Land ist Gemeinschaftskapital der Menschheit
Ist ein Porträt von Albert Fink, Mitbegründer der GLS-Bank (Genossenschaftsbank). Grundaussage: Die Landwirtschaft ist die Grundlage unserer Kultur und ein landwirtschaftlicher Betrieb muss in einem sozialen und ökologischen Zusammenhang gesehen werden. Der Boden sollte Gemeineigentum sein und raus aus der Vererbung.

Biolandwirte mehr ansprechen
Ist ein Interview mit Jürgen Koppmann, der schon seit Gründung bei der Umweltbank (Direktbank) arbeitet – von 2002 bis Ende 2014 im Vorstand. Er hält nicht so viel von Crowdinvesting für Landwirte. Zur Geldbeschaffung seien Banken besser geeignet. Es werden Erfolgs- und Misserfolgsbeispiele für landwirtschaftliche Betriebe als Aktiengesellschaft genannt. Die Umweltbank will künftig stärker auf Biolandwirte zugehen.

Geld als soziales Bindeglied
Berichtet über positive Erfahrungen mit der Ausgabe von Genussrechten. Wenn Verbraucher in Bauernhöfe investieren, entsteht meist mehr als reine Geschäftsbeziehungen: Der Rückhalt, die Wertschätzung und Solidarität der Investoren, die ja gleichzeitig auch Kunden sind, seien Ansporn für die Mehrarbeit, die ein solcher Betrieb mit sich bringt. Bei Genussrechten haben die Investoren allerdings kein Mitspracherecht (das ist bei Aktiengesellschaften oder Genossenschaften anders). Die Zinsen können im Bereich Landwirtschaft und Lebensmittelhandwerk auch in Naturalien vereinbart werden. Die Anonymisierung des Erzeugers wird durch den engen Kundenkontakt aufgebrochen, denn die teils fragwürdigen Praktiken gegenüber Erzeugern und Handwerk als schwächste Glieder wurden durch die Anonymisierung erst möglich. Jeder Einkauf ist eine Wertschätzung, aber regional zu investieren in ökologische bäuerliche Landwirtschaft und Bio-Lebensmittelhandwerk geht noch einen Schritt weiter.

Ohne Marketing läuft nichts
Die Erfahrungen des Unternehmens Saucenfritz mit dem neuen Geldbeschaffungsinstrument Crowdfunding. Saucenfritz war damit hinsichtlich Geldbeschaffung nicht erfolgreich, sieht aber trotzdem Potenzial in der „Schwarmintelligenz“.

Es ist mehr nötig als grünes Kapital
Ist ein Kommentar von Alexander Beck. Öko-Produkte seien nur deshalb teurer, weil bei den konventionellen die Kosten für die Umwelt nicht enthalten sind. Wenn das geändert würde – Internalisierung der Umweltkosten – wären die Ökoprodukte gleich wettbewerbsfähiger.

Bürger investieren in den Biolandbau
Befasst sich mit alternativen Bodeneigentumsmodellen, um nicht dem Druck durch explodierende Bodenpreise ausgesetzt zu sein: Höfe in gemeinnütziger Trägerschaft und Stiftungen. In den 1980er und 90ern gab es auch gemeinnützige Vereine mit viel ehrenamtlicher Tätigkeit – die sterben jetzt langsam aus, wie auch die alten Öko-Landbauern. Landwirtschaftlicher Grund und Boden sollte aber zuallererst ein gesellschaftliches Gut sein für Nahrung, Biodiversität, soziale Begegnung, Heimat und Identität.

Erfolgreich wirtschaften als Kooperative
Nennt Beispiele und Erfolgsfaktoren für solidarische Landwirtschaft (CSA = Community Supported Agriculture). Der Unterschied zwischen Genossenschaft und Aktiengesellschaft: Bei der Genossenschaft hat man Stimmrechte pro Person, bei der Aktiengesellschaft nach Anzahl der Aktien.

Grünes Geld von grünen Banken
Entwicklung der Kundenzahlen bei den deutschen Ökobanken Triodos, GLS und Umweltbank. Allerdings ist Triodos meines Wissens eine niederländische Bank mit Niederlassungen in verschiedenen EU-Ländern unter anderem in Deutschland.

Im Schwerpunktteil „Grünes Geld“ werden viele interessante Aspekte rund um ideelle Werte, Planungssicherheit, Wege der Geldbeschaffung, Rechtsformen, Transparenz für und Zusammenarbeit mit den Verbrauchern angesprochen. Man erhält viele Anregungen, in welcher Richtung man sich als Entscheider weiter informieren oder Erfahrungen anderer einholen könnte.

Und sonst

Der Rest der Zeitschrift befasst sich mit Neuem aus Pflanzenbau und Tierhaltung, Lebensmittel und Konsum, Politik und Gesellschaft, Natur und Umwelt, Forschung und Bildung. Es werden viele Informationen über vergangene und aktuelle Entwicklungen, über internationale Vernetzung und Personalien geboten. Interessant fand ich beispielsweise das kurze Interview mit Gerold Rahmann, der neu im Vorstand der Internationalen Vereinigung Ökologischer Landbaubewegungen (International Federation of Organic Agriculture Movements – IFOAM) ist: Es gehe darum, für alle Menschen eine lebenswerte Zukunft zu gestalten und zu erhalten. Andere Artikel – beispielsweise „Biolebensmittel bieten mehr“ geben Forschungsergebnisse in Zahlen sowie Argumente wieder, die man kritischen Kunden und Verbrauchern gegenüber verwenden kann.

Mein Fazit zur Zeitschrift „Ökologie & Landbau“ mit Schwerpunkt „Grünes Geld“

Ich finde die Zeitschrift absolut lesenswert – nicht nur für Öko-Landwirte, -Gartenbauer und Ähnliche, sondern für alle, die sich für Ökologie, Landwirtschaft/Gartenbau und gesunde Lebensmittel interessieren. Es werden viele Denkanstöße und Hinweise geboten, ohne zu tief ins Praktische zu gehen.

Über Ökologie & Landbau

Ökologie & Landbau* versteht sich als unabhängiges Vordenkermedium für eine ökologische Agrar- und Ernährungskultur. Zur Zielgruppe gehören alle, die in der Ökolandbau-Branche engagiert sind. Die Zeitschrift erscheint vier Mal im Jahr – jedes Mal mit einem anderen Schwerpunktthema – wobei die mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL – www.fibl.org) abgesprochen werden.

*Affiliate-Link

Besprochene Ausgabe
Ökologie & Landbau
Ausgabe 01/2015 Thema „Grünes Geld“
ISSN 1015-2423
Herausgeber: Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL – www.soel.de)
Verlag: oekom verlag (www.oekom.de)

Veröffentlicht unter Garten und Pflanzen, Geldanlage, Kredite, Mitreden, Öko-/Bio-Themen | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentare deaktiviert für Ökologie & Landbau – Schwerpunkt „Grünes Geld“ (Rezension)

Gartentrends – Aussicht 2015

Sonnenblume - Pflanze des Jahres 2015

Sonnenblume – Pflanze des Jahres 2015

Gartensaison ist zwar das ganze Jahr, aber im Winter fällt nicht ganz so viel praktische Gartenarbeit an wie im Frühjahr, Sommer und Herbst: Schutz der Bäume vor Frost, Baumschnitt an frostfreien Tagen, Wühlmausbekämpfung – viel mehr ist nicht zu tun. Dafür ist der Winter die Zeit der Planung, der Vorbereitung auf die nächste Aussaat- und Pflanzsaison und der Vorfreude.

Trendthema Sortenvielfalt – experimentieren und bewahren

Wir Gartenliebhaber und Pflanzenfreunde blättern jetzt erwartungsvoll in den neuen Saatgut- und Pflanzenkatalogen, in Gartenmagazinen oder wir lesen Gartennewsletter, um uns über neue Arten, Sorten und Gartentrends zu informieren – und wir werden nicht enttäuscht: wunderschöne neue Züchtungen – beispielsweise Sommerblumen, Stauden und Gehölze in neuen Farben, oft mit mehrfarbigen Blüten; neue Entwicklungen bei Kräutern, Gemüse und Obst – beispielsweise das neue Gemüse Kalettes, eine Kreuzung aus Grünkohl und Rosenkohl, die Kombipflanze TomTato oder die erste (angeblich) braunfäuleresistente Tomate ‚Crimson Crush‘. Und natürlich gibt es immer mehr Gemüse-, Kräuter- und Blumensorten speziell für den Balkonanbau oder mit erhöhter Toleranz gegenüber Kälte, Krankheiten und/oder Schädlinge – nicht nur durch Kreuzungszüchtung erzeugt, sondern auch durch Maßnahmen wie Pflanzenveredelung.

Übrigens ist die Sonnenblume die Pflanze des Jahres 2015 – jedenfalls, wenn es nach der Home Garden Association der Züchterorganisation Fleuroselect geht. Die Stiftung Naturschutz Hamburg allerdings kürte den Gewöhnlichen Teufelsabbiss Succisa pratensis, eine Wiesenstaude auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, zur Blume des Jahres 2015.

Anzeige

Aber es gibt auch einen sehr starken Trend unter Freizeitgärtnern, sich für den Erhalt alter Sorten und für Sortenvielfalt einzusetzen – nicht nur unter den jungen, die sich in gemeinschaftlichen Urban-Gardening-Projekten engagieren, sondern auch bei ganz „normalen“ Hobbygärtnern, die auf dem Balkon, im eigenen Garten oder in einer Kleingartenanlage gärtnern.

Samenfeste Stangenbohnensorte Blauhilde

Samenfeste Stangenbohnensorte ‚Blauhilde‘

Wer selbst auch unter die Sortenerhalter gehen möchte, muss samenfeste Sorten kaufen und zur Samenreife bringen, denn Hybridsorten sind in der nächsten Generation nicht mehr einheitlich. Die geernteten Samen erhaltungswürdiger samenechter Sorten werden dann über Saatgutbörsen mit anderen getauscht. Solche Sorten kann man auch bei Spezialfirmen für den Sortenerhalt wie Dreschflegel, Bingenheimer, Arche Noah oder Pro Specie Rara kaufen. Ich habe letztes Jahr im Juli eine kleine Umfrage unter Hobbygärtnern gestartet: Über 40 Prozent der Teilnehmer gaben an, Gemüse, Kräuter, Blumen, Stauden und Zimmerpflanzen (unter anderem) selbst zu vermehren, über 30 Prozent tauschen Samen mit anderen Hobbygärtnern. Demnächst wird es eine genauere Auswertung meiner im Juli 2014 gestarteten Umfrage geben. Bis dahin kann man bei der Umfrage noch mitmachen.

Trend auf Balkon und Terrasse: nicht nur bunt und fröhlich, sondern auch lecker und gesund soll es sein!

Wer mag es nicht, wenn er/sie die Erdbeeren, Gemüse und frische Kräuter gleich vor der Balkon- oder Terrassentüre ernten kann. Auch weiterhin im Trend ist die Auflösung der Trennung von Nutz- und Zierpflanzen auf Balkon und Terrasse. Ich selbst betreibe das seit Jahren und baue beispielsweise Basilikum, Thymian, Tomaten, Auberginen, Stangenbohnen und letztes Jahr sogar Süßkartoffeln zwischen Sommerblumen auf der Terrasse an. Auch in der Weihenstephaner Kleingartenanlage werden Gemüse, Kräuter und Blumen, seit ich mich zurückerinnern kann, nicht nur in Beeten, sondern auch in Balkonkästen „in Mischkultur“ gepflanzt. In dieser Anlage werden übrigens jedes Jahr viele neue und bewährte Arten, Sorten und Anbautechniken für den Garten, Balkon und Terrasse gezeigt – es lohnt sich unbedingt, dort vorbeizuschauen. Aber Achtung beim Zusammenpflanzen von Gemüsen und Zierpflanzen in einem Pflanzbehälter: Konventionell erzeugte Zierpflanzen können mit Pflanzenschutzmitteln behandelt sein, die für Nahrungsmittel ungeeignet sind und nicht erlaubt wären. Diese Probleme umgehe ich, indem ich Kräuter, Gemüse, Stauden und Zierpflanzen auf meiner Terrasse einzeln in Töpfen und Kübeln anbaue. So kann ich sie beliebig miteinander kombinieren, ohne dass Schadstoffe über die Erde übertragen werden können.

Trend: Scharfe Schoten begeistern Männer für das Gärtnern

Die Neugier auf scharfe Schoten nimmt stetig zu, gerade für junge Männer können Chili & Co. der Einstieg in den Pflanzenanbau sein.

Chilisorten Cayenne und Scotch Bonnet

Chilisorten ‚Cayenne‘ und ‚Scotch Bonnet‘

Die Sortenauswahl wächst von Jahr zu Jahr und auch die Teilnehmerzahl in den entsprechenden Gruppen in den sozialen Netzen wächst von Woche zu Woche. Um auch im Winter nicht auf die neu gefundenen Lieblingspflanzen zu verzichten, werden sie gerne im Kleingewächshaus oder im Zimmer (unter Einsatz von Technik wie beispielsweise LED-Wachstumsbeleuchtung) angebaut. Die selbst ernannten Schärfetester und Chili-Wettbewerbe mit ihren zahlreichen Videos auf YouTube sorgen auch bei Nicht-Gärtnern für viel Belustigung – Nachmachen sollte man lieber lassen.

Chili Eating Contest
Hier lernt man gleich etwas über die Schärfestufen der Chili-Sorten. Die Wettesser steigern sich von ‚Jalapeno‘ über ‚Hungarian Hot Wax‘ bis zu ‚Bhut Jolokia‘, ‚7 Pot‘, ‚The Katie‘ und ‚The Lucy‘.

Urban Gardening – nächste Stufe

Im Moment liegt es im Trend, in Städten zu wohnen – was man auch an den dort stetig steigenden Immobilien- und Mietpreisen erkennt. Andererseits möchten auch die Menschen in der Stadt den Kontakt zu Natur und Pflanzenbau behalten und/oder die Qualität des Lebens in der Stadt mit Pflanzen verbessern (siehe Urban Gardening/Urban Farming). Der Handel hat sich inzwischen auf diesen Trend eingestellt und bietet vieles, was man für diesen Trend braucht – von kleinen Gartenwerkzeugen in Werkzeuggürteln über Mini-Hochbeete auf Stelzen für den Balkon bis zu Stellagen, Wandhaltern und Pflanzbehältern mit integriertem Bewässerungssystem für die optimale (vertikale) Platzausnutzung.

Gartentrends Ressourcen sparen und Upcycling

Nicht nur zum Urban Gardening gehören Improvisieren, Nachhaltigkeit/Ressourcen sparen und Upcycling dazu. Sie sind Trends und Notwendigkeiten unserer Zeit. Unter Upcycling versteht man, aus alten Produkten etwas Höherwertiges zu machen, beispielsweise mit etwas Farbe und ein paar Schrauben eine alte Palette in ein flippiges Regal für das vertikale Gärtnern zu verwandeln, um damit den beschränkten Platz optimal zu nutzen. In Argentinien hat eine Gemeinde Plastikflaschen aufgesammelt und daraus ein Gewächshaus gebaut, das von Jugendlichen und Älteren gemeinsam bepflanzt und gepflegt wird (Artikel mit Bild in Spanisch).

Das sind nur zwei Beispiele für die Kombination von Improvisation, Kreativität und Nachhaltigkeit. Natur schützen und Ressourcen sparen lassen sich von jedem Gärtner und Hobbygärtner auch durch die Reduzierung des Torfverbrauches – beispielsweise durch die Verwendung torffreier Pflanzenerde, die Kompostierung von Gartenabfällen, den Einsatz von Anzuchtgefäßen aus torffreiem Recycel-Material, die Wiederverwendung von Pflanzenerde (Fruchtfolge beachten) und dem Verzicht auf reine „Kunstdünger“ (besser: organisch-mineralische Dünger, Gründüngung und Kompost).

Anzeige

Garten im Trend: Drüber reden und voneinander lernen

Der Garten und das Gärtnern liegen nach wie vor voll im Trend. Der Unterschied zu früher: Man unterhält sich nicht nur über den Gartenzaun hinweg, sondern über soziale Netze im Internet. Gartengruppen entstehen bei Facebook und Google+ so schnell, wie Pilze nach dem Herbstregen aus dem Boden sprießen. Man kommt mit dem Lesen kaum nach (obwohl sich vieles auch wiederholt oder von manchem Spammer leider quer über alle Seiten und Gruppen gesät wird). Trotzdem lässt sich viel Brauchbares entdecken und viele Anregungen finden. Viel Spaß macht es auch, bei den vielen Gartenblogs begeisterter Hobbygärtner mitzulesen und zu kommentieren.

Trend: Software-Unterstützung im Garten und beim Gärtnern

In unserer Zeit der Digitalisierung, wo jeder ein oder mehrere Endgeräte für die Nutzung von Software-Anwendungen hat, erwartet man sich auch entsprechende Unterstützung bei der Gartenarbeit. Die Auswahl an Software für die Gartengestaltung ist allerdings nicht sehr groß und die Bewertungen durch die Nutzer fallen oft nicht gut aus. Das dürfte sich jedoch in den nächsten Jahren bessern. Vor allem qualitativ besser sieht es mit Software im Bereich Gärtner- und Pflanzenwissen* aus.

Nicht nur für Erwerbsgärtner interessant sind die Online-Angebote der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, beispielsweise bietet sie mit Arbofux Diagnosehilfe und Fakten zu Krankheiten und Schädlingen an Laub- und Nadelgehölzen, aber auch andere Gartenbau-Software.

Die werbefinanzierte Web-App von tinto www.mein-Pflanzenarchiv.de hilft Hobbygärtnern, den Überblick über ihre Arten, Sorten und sonstige Informationen zu behalten. Man kann seine Gartennotizen und Pflanzenbilder eingeben, archivieren und findet durch die Suchfunktionen alles schnell wieder. Man kann für jeden Eintrag einzeln definieren, ob ihn auch andere sehen dürfen oder ob man den Eintrag nur für sich anlegt (um die Informationen über die Suchfunktionen schnell wiederfinden zu können). www.mein-pflanzenarchiv.de ist jetzt „responsive“ – d. h., man kann die Web-App auf Geräten aller Größen nutzen und die Darstellung passt sich automatisch an. Da die App über das Web genutzt wird und die Daten in der „Cloud“ (auf einem Webspeicher) abgelegt sind, kann man von überall und mit jedem webfähigen Gerät darauf zugreifen. Man kann seine Daten aber auch exportieren und auf dem eigenen Gerät als Excel-Datei beziehungsweise die Bilder in einer ZIP-Datei speichern.

Anzeige

Gartentrends: Wie geht es weiter?

Hochbeet  in Weihenstephan

Hochbeet in der Weihenstephaner Kleingartenanlage

Neue Ideen für den Garten und das Gärtnern werden überall entwickelt und zunächst nur von einigen handwerklich Begabten in die Tat umgesetzt. Das sind die Prototypen, die von anderen nachgebaut werden. Wenn dann eine größere Nachfrage entsteht, kann man sie bald als kommerzielle Produkte oder Bausätze kaufen. Beobachten konnte man diese Entwicklung in den letzten Jahren bei Hochbeeten, aktuell wird vertikales Gärtnern in Hydroponik entdeckt und in massentaugliche Systeme überführt, nicht nur um Außenfassaden oder Wände in Hotelhallen zu begrünen, sondern auch damit Hobbygärtner Blumen, Kräuter und Gemüse auch auf kleinstem Raum und sogar im normalen Zimmerfenster in mehreren Etagen anbauen können.

Diese Unabhängigkeit vom gewachsenen Boden wird auch beim Anbau auf Hausdächern, in „Pflanzenfabriken“ oder bei der Entwicklung schwimmender Gewächshäuser gerne genutzt. Und natürlich ist es gut, wenn Lebensmittel auch an Standorten angebaut und geerntet werden können, wo es keinen oder nicht genug gewachsenen Boden gibt. Wie umweltfreundlich manche der neuen Entwicklungen sind, muss sich aber erst noch erweisen. Selbst wenn im besten Fall die Wasseraufbereitung und allgemein die Energiegewinnung ausschließlich mit regenerativer Energie erfolgt, ist bei manchen der neuen Systeme doch ein sehr hoher Technikeinsatz erforderlich, der eben auch Ressourcen kostet und damit die Umwelt belastet. Hier fehlen für manche der neuen Entwicklungen – zum Beispiel für die Pflanzenfabriken – noch herstellerunabhängige Forschungsergebnisse und entsprechende Nachhaltigkeitsberechnungen. Außerdem sollte die Möglichkeit des vom Boden unabhängigen Anbaus meiner Meinung nach nicht dazu führen, lebendigen Boden nicht mehr als wertvolles Gut anzusehen und ihn zu pflegen – weder im professionellen noch im Hobby-Gartenbau.

So wie man lernen musste, dass „grün“ nicht automatisch gleichzusetzen ist mit Umweltfreundlichkeit (man denke an die so genannte „Grüne Gentechnik“), sollte man meiner Meinung nach auch anfangen, Urban Gardening nicht automatisch mit Umweltfreundlichkeit gleichzusetzen, sondern immer nach den Details fragen und Entwicklungen hinterfragen.

Mehr Gartentipps und Trends für Hobbygärtner

    * Werbelink

Anzeige

Veröffentlicht unter Garten und Pflanzen, Öko-/Bio-Themen | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Gartentrends – Aussicht 2015