Gartentrends – Aussicht 2015

Sonnenblume - Pflanze des Jahres 2015

Sonnenblume – Pflanze des Jahres 2015

Gartensaison ist zwar das ganze Jahr, aber im Winter fällt nicht ganz so viel praktische Gartenarbeit an wie im Frühjahr, Sommer und Herbst: Schutz der Bäume vor Frost, Baumschnitt an frostfreien Tagen, Wühlmausbekämpfung – viel mehr ist nicht zu tun. Dafür ist der Winter die Zeit der Planung, der Vorbereitung auf die nächste Aussaat- und Pflanzsaison und der Vorfreude.

Trendthema Sortenvielfalt – experimentieren und bewahren

Wir Gartenliebhaber und Pflanzenfreunde blättern jetzt erwartungsvoll in den neuen Saatgut- und Pflanzenkatalogen, in Gartenmagazinen oder wir lesen Gartennewsletter, um uns über neue Arten, Sorten und Gartentrends zu informieren – und wir werden nicht enttäuscht: wunderschöne neue Züchtungen – beispielsweise Sommerblumen, Stauden und Gehölze in neuen Farben, oft mit mehrfarbigen Blüten; neue Entwicklungen bei Kräutern, Gemüse und Obst – beispielsweise das neue Gemüse Kalettes, eine Kreuzung aus Grünkohl und Rosenkohl, die Kombipflanze TomTato oder die erste (angeblich) braunfäuleresistente Tomate ‚Crimson Crush‘. Und natürlich gibt es immer mehr Gemüse-, Kräuter- und Blumensorten speziell für den Balkonanbau oder mit erhöhter Toleranz gegenüber Kälte, Krankheiten und/oder Schädlinge – nicht nur durch Kreuzungszüchtung erzeugt, sondern auch durch Maßnahmen wie Pflanzenveredelung.

Übrigens ist die Sonnenblume die Pflanze des Jahres 2015 – jedenfalls, wenn es nach der Home Garden Association der Züchterorganisation Fleuroselect geht. Die Stiftung Naturschutz Hamburg allerdings kürte den Gewöhnlichen Teufelsabbiss Succisa pratensis, eine Wiesenstaude auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, zur Blume des Jahres 2015.

Anzeige

Aber es gibt auch einen sehr starken Trend unter Freizeitgärtnern, sich für den Erhalt alter Sorten und für Sortenvielfalt einzusetzen – nicht nur unter den jungen, die sich in gemeinschaftlichen Urban-Gardening-Projekten engagieren, sondern auch bei ganz „normalen“ Hobbygärtnern, die auf dem Balkon, im eigenen Garten oder in einer Kleingartenanlage gärtnern.

Samenfeste Stangenbohnensorte Blauhilde

Samenfeste Stangenbohnensorte ‚Blauhilde‘

Wer selbst auch unter die Sortenerhalter gehen möchte, muss samenfeste Sorten kaufen und zur Samenreife bringen, denn Hybridsorten sind in der nächsten Generation nicht mehr einheitlich. Die geernteten Samen erhaltungswürdiger samenechter Sorten werden dann über Saatgutbörsen mit anderen getauscht. Solche Sorten kann man auch bei Spezialfirmen für den Sortenerhalt wie Dreschflegel, Bingenheimer, Arche Noah oder Pro Specie Rara kaufen. Ich habe letztes Jahr im Juli eine kleine Umfrage unter Hobbygärtnern gestartet: Über 40 Prozent der Teilnehmer gaben an, Gemüse, Kräuter, Blumen, Stauden und Zimmerpflanzen (unter anderem) selbst zu vermehren, über 30 Prozent tauschen Samen mit anderen Hobbygärtnern. Demnächst wird es eine genauere Auswertung meiner im Juli 2014 gestarteten Umfrage geben. Bis dahin kann man bei der Umfrage noch mitmachen.

Trend auf Balkon und Terrasse: nicht nur bunt und fröhlich, sondern auch lecker und gesund soll es sein!

Wer mag es nicht, wenn er/sie die Erdbeeren, Gemüse und frische Kräuter gleich vor der Balkon- oder Terrassentüre ernten kann. Auch weiterhin im Trend ist die Auflösung der Trennung von Nutz- und Zierpflanzen auf Balkon und Terrasse. Ich selbst betreibe das seit Jahren und baue beispielsweise Basilikum, Thymian, Tomaten, Auberginen, Stangenbohnen und letztes Jahr sogar Süßkartoffeln zwischen Sommerblumen auf der Terrasse an. Auch in der Weihenstephaner Kleingartenanlage werden Gemüse, Kräuter und Blumen, seit ich mich zurückerinnern kann, nicht nur in Beeten, sondern auch in Balkonkästen „in Mischkultur“ gepflanzt. In dieser Anlage werden übrigens jedes Jahr viele neue und bewährte Arten, Sorten und Anbautechniken für den Garten, Balkon und Terrasse gezeigt – es lohnt sich unbedingt, dort vorbeizuschauen. Aber Achtung beim Zusammenpflanzen von Gemüsen und Zierpflanzen in einem Pflanzbehälter: Konventionell erzeugte Zierpflanzen können mit Pflanzenschutzmitteln behandelt sein, die für Nahrungsmittel ungeeignet sind und nicht erlaubt wären. Diese Probleme umgehe ich, indem ich Kräuter, Gemüse, Stauden und Zierpflanzen auf meiner Terrasse einzeln in Töpfen und Kübeln anbaue. So kann ich sie beliebig miteinander kombinieren, ohne dass Schadstoffe über die Erde übertragen werden können.

Trend: Scharfe Schoten begeistern Männer für das Gärtnern

Die Neugier auf scharfe Schoten nimmt stetig zu, gerade für junge Männer können Chili & Co. der Einstieg in den Pflanzenanbau sein.

Chilisorten Cayenne und Scotch Bonnet

Chilisorten ‚Cayenne‘ und ‚Scotch Bonnet‘

Die Sortenauswahl wächst von Jahr zu Jahr und auch die Teilnehmerzahl in den entsprechenden Gruppen in den sozialen Netzen wächst von Woche zu Woche. Um auch im Winter nicht auf die neu gefundenen Lieblingspflanzen zu verzichten, werden sie gerne im Kleingewächshaus oder im Zimmer (unter Einsatz von Technik wie beispielsweise LED-Wachstumsbeleuchtung) angebaut. Die selbst ernannten Schärfetester und Chili-Wettbewerbe mit ihren zahlreichen Videos auf YouTube sorgen auch bei Nicht-Gärtnern für viel Belustigung – Nachmachen sollte man lieber lassen.

Chili Eating Contest
Hier lernt man gleich etwas über die Schärfestufen der Chili-Sorten. Die Wettesser steigern sich von ‚Jalapeno‘ über ‚Hungarian Hot Wax‘ bis zu ‚Bhut Jolokia‘, ‚7 Pot‘, ‚The Katie‘ und ‚The Lucy‘.

Urban Gardening – nächste Stufe

Im Moment liegt es im Trend, in Städten zu wohnen – was man auch an den dort stetig steigenden Immobilien- und Mietpreisen erkennt. Andererseits möchten auch die Menschen in der Stadt den Kontakt zu Natur und Pflanzenbau behalten und/oder die Qualität des Lebens in der Stadt mit Pflanzen verbessern (siehe Urban Gardening/Urban Farming). Der Handel hat sich inzwischen auf diesen Trend eingestellt und bietet vieles, was man für diesen Trend braucht – von kleinen Gartenwerkzeugen in Werkzeuggürteln über Mini-Hochbeete auf Stelzen für den Balkon bis zu Stellagen, Wandhaltern und Pflanzbehältern mit integriertem Bewässerungssystem für die optimale (vertikale) Platzausnutzung.

Gartentrends Ressourcen sparen und Upcycling

Nicht nur zum Urban Gardening gehören Improvisieren, Nachhaltigkeit/Ressourcen sparen und Upcycling dazu. Sie sind Trends und Notwendigkeiten unserer Zeit. Unter Upcycling versteht man, aus alten Produkten etwas Höherwertiges zu machen, beispielsweise mit etwas Farbe und ein paar Schrauben eine alte Palette in ein flippiges Regal für das vertikale Gärtnern zu verwandeln, um damit den beschränkten Platz optimal zu nutzen. In Argentinien hat eine Gemeinde Plastikflaschen aufgesammelt und daraus ein Gewächshaus gebaut, das von Jugendlichen und Älteren gemeinsam bepflanzt und gepflegt wird (Artikel mit Bild in Spanisch).

Das sind nur zwei Beispiele für die Kombination von Improvisation, Kreativität und Nachhaltigkeit. Natur schützen und Ressourcen sparen lassen sich von jedem Gärtner und Hobbygärtner auch durch die Reduzierung des Torfverbrauches – beispielsweise durch die Verwendung torffreier Pflanzenerde, die Kompostierung von Gartenabfällen, den Einsatz von Anzuchtgefäßen aus torffreiem Recycel-Material, die Wiederverwendung von Pflanzenerde (Fruchtfolge beachten) und dem Verzicht auf reine „Kunstdünger“ (besser: organisch-mineralische Dünger, Gründüngung und Kompost).

Anzeige

Garten im Trend: Drüber reden und voneinander lernen

Der Garten und das Gärtnern liegen nach wie vor voll im Trend. Der Unterschied zu früher: Man unterhält sich nicht nur über den Gartenzaun hinweg, sondern über soziale Netze im Internet. Gartengruppen entstehen bei Facebook und Google+ so schnell, wie Pilze nach dem Herbstregen aus dem Boden sprießen. Man kommt mit dem Lesen kaum nach (obwohl sich vieles auch wiederholt oder von manchem Spammer leider quer über alle Seiten und Gruppen gesät wird). Trotzdem lässt sich viel Brauchbares entdecken und viele Anregungen finden. Viel Spaß macht es auch, bei den vielen Gartenblogs begeisterter Hobbygärtner mitzulesen und zu kommentieren.

Trend: Software-Unterstützung im Garten und beim Gärtnern

In unserer Zeit der Digitalisierung, wo jeder ein oder mehrere Endgeräte für die Nutzung von Software-Anwendungen hat, erwartet man sich auch entsprechende Unterstützung bei der Gartenarbeit. Die Auswahl an Software für die Gartengestaltung ist allerdings nicht sehr groß und die Bewertungen durch die Nutzer fallen oft nicht gut aus. Das dürfte sich jedoch in den nächsten Jahren bessern. Vor allem qualitativ besser sieht es mit Software im Bereich Gärtner- und Pflanzenwissen* aus.

Nicht nur für Erwerbsgärtner interessant sind die Online-Angebote der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, beispielsweise bietet sie mit Arbofux Diagnosehilfe und Fakten zu Krankheiten und Schädlingen an Laub- und Nadelgehölzen, aber auch andere Gartenbau-Software.

Die werbefinanzierte Web-App von tinto www.mein-Pflanzenarchiv.de hilft Hobbygärtnern, den Überblick über ihre Arten, Sorten und sonstige Informationen zu behalten. Man kann seine Gartennotizen und Pflanzenbilder eingeben, archivieren und findet durch die Suchfunktionen alles schnell wieder. Man kann für jeden Eintrag einzeln definieren, ob ihn auch andere sehen dürfen oder ob man den Eintrag nur für sich anlegt (um die Informationen über die Suchfunktionen schnell wiederfinden zu können). www.mein-pflanzenarchiv.de ist jetzt „responsive“ – d. h., man kann die Web-App auf Geräten aller Größen nutzen und die Darstellung passt sich automatisch an. Da die App über das Web genutzt wird und die Daten in der „Cloud“ (auf einem Webspeicher) abgelegt sind, kann man von überall und mit jedem webfähigen Gerät darauf zugreifen. Man kann seine Daten aber auch exportieren und auf dem eigenen Gerät als Excel-Datei beziehungsweise die Bilder in einer ZIP-Datei speichern.

Anzeige

Gartentrends: Wie geht es weiter?

Hochbeet  in Weihenstephan

Hochbeet in der Weihenstephaner Kleingartenanlage

Neue Ideen für den Garten und das Gärtnern werden überall entwickelt und zunächst nur von einigen handwerklich Begabten in die Tat umgesetzt. Das sind die Prototypen, die von anderen nachgebaut werden. Wenn dann eine größere Nachfrage entsteht, kann man sie bald als kommerzielle Produkte oder Bausätze kaufen. Beobachten konnte man diese Entwicklung in den letzten Jahren bei Hochbeeten, aktuell wird vertikales Gärtnern in Hydroponik entdeckt und in massentaugliche Systeme überführt, nicht nur um Außenfassaden oder Wände in Hotelhallen zu begrünen, sondern auch damit Hobbygärtner Blumen, Kräuter und Gemüse auch auf kleinstem Raum und sogar im normalen Zimmerfenster in mehreren Etagen anbauen können.

Diese Unabhängigkeit vom gewachsenen Boden wird auch beim Anbau auf Hausdächern, in „Pflanzenfabriken“ oder bei der Entwicklung schwimmender Gewächshäuser gerne genutzt. Und natürlich ist es gut, wenn Lebensmittel auch an Standorten angebaut und geerntet werden können, wo es keinen oder nicht genug gewachsenen Boden gibt. Wie umweltfreundlich manche der neuen Entwicklungen sind, muss sich aber erst noch erweisen. Selbst wenn im besten Fall die Wasseraufbereitung und allgemein die Energiegewinnung ausschließlich mit regenerativer Energie erfolgt, ist bei manchen der neuen Systeme doch ein sehr hoher Technikeinsatz erforderlich, der eben auch Ressourcen kostet und damit die Umwelt belastet. Hier fehlen für manche der neuen Entwicklungen – zum Beispiel für die Pflanzenfabriken – noch herstellerunabhängige Forschungsergebnisse und entsprechende Nachhaltigkeitsberechnungen. Außerdem sollte die Möglichkeit des vom Boden unabhängigen Anbaus meiner Meinung nach nicht dazu führen, lebendigen Boden nicht mehr als wertvolles Gut anzusehen und ihn zu pflegen – weder im professionellen noch im Hobby-Gartenbau.

So wie man lernen musste, dass „grün“ nicht automatisch gleichzusetzen ist mit Umweltfreundlichkeit (man denke an die so genannte „Grüne Gentechnik“), sollte man meiner Meinung nach auch anfangen, Urban Gardening nicht automatisch mit Umweltfreundlichkeit gleichzusetzen, sondern immer nach den Details fragen und Entwicklungen hinterfragen.

Mehr Gartentipps und Trends für Hobbygärtner

    * Werbelink

Anzeige

Veröffentlicht unter Garten und Pflanzen, Öko-/Bio-Themen | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Gartentrends – Aussicht 2015

Änderungen 2015, die den Geldbeutel betreffen

Mit dem neuen Jahr kommen einige Änderungen auf uns zu, die unsere Finanzen betreffen.

Ökostromumlage sinkt
Die Ökostrom-Umlage soll 2015 von 6,24 auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde sinken. Das wirkt sich auf den Strompreis aus.

Strom und Gas
Die Preise für Strom und Gas werden 2015 im Durchschnitt ein klein wenig günstiger. Da diese Preise versorgerabhängig sind, lohnt es sich, mal wieder zu vergleichen. Dabei sollte man ruhig ein wenig mit den Einstellungen des Vergleichsrechners spielen, beispielsweise den Vergleich mit und ohne einmalige Bonuszahlungen durchführen. Achten Sie auch darauf, wie lange die Preise garantiert werden und wie Ihre Kündigungsfrist ist.
Anzeige


Neues Porto für Briefe
Ab 1. Januar 2015 wird das Briefporto für Standardbriefe (20 Gramm) von 0,60 Euro auf 0,62 Euro angehoben und das Porto für Kompaktbriefe (50 Gramm) von 0,90 Euro auf 0,85 Euro gesenkt.

Steuerlicher Grundfreibetrag soll erhöht werden
2015 soll – laut Regierungsentwurf – der Grundfreibetrag von 8.354 auf 8.472 Euro steigen. Der Grundfreibetrag besagt, wie viel vom Einkommen nicht versteuert werden muss.

Kurzfristige Beschäftigungen dürfen länger sein
Vom 1. Januar 2015 an werden die Zeitlimits für kurzfristige Beschäftigungen (Ferienjob, Zusatzverdienst) ausgeweitet: Statt den bisherigen zwei Monaten bzw. 50 Arbeitstagen darf man als kurzfristig Beschäftigter pro Kalenderjahr drei Monate oder 70 Arbeitstage arbeiten. Die Regelung gilt vorerst bis 31. Dezember 2018. Wer einen unbefristeten Arbeitsvertrag hat, gilt nicht als kurzfristig Beschäftigter, auch wenn die Zeiträume eingehalten werden – möglich ist aber die Einstufung als 450-Euro-Minijobber.

Elterngeld plus
Eltern, deren Kinder nach dem 1. Juli 2015 geboren werden, können statt längstens 14 Monate nun bis zu 28 Monate lang Elterngeld erhalten, wenn sie als Wiedereinsteiger Teilzeit arbeiten und sich mit der Hälfte des Elterngeldes zufrieden geben.

Mindestlohn wird eingeführt
Zum 1. Januar 2015 gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro. Firmen, die Subunternehmer einsetzen, müssen dafür sorgen, dass auch diese den Mindestlohn bezahlen.

Krankenkassenbeiträge ändern sich ab 2015
Der gesetzlich vorgeschriebene Krankenkassenbeitragssatz wird von 15,5 auf 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens gesenkt. Dieser Krankenkassenbeitrag wird von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu gleichen Teilen geschultert. Aber die Krankenkassen können einen Zusatzbeitrag fordern – ebenfalls in Prozenten vom Einkommen, den die versicherte Person aber alleine tragen muss. Bei geringfügiger Beschäftigung bleibt der Beitragssatz bei 13 Prozent (5 Prozent bei Privathaushalten) und es wird kein Zusatzbeitrag erhoben.

Pflegeversicherung wird 2015 teurer
Um die verbesserten Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung und den Aufbau eines Pflegevorsorgefonds zu finanzieren, werden die Beiträge ab 1. Januar 2015 um 0,3 Prozent auf 2,35 Prozent (2,6 Prozent für Kinderlose) erhöht.

Geänderter Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung

Ab 1. Januar sinkt der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung von 18,9 auf 18,7 %.

Anzeige

Änderungen 2015 bei Lebensversicherungen
Der Garantiezins bei Neuverträgen wird von 1,75 auf 1,25 Prozent gesenkt.

Maklerprovision
In Zukunft gilt: Wer den Immobilienmakler beauftragt, der muss ihn auch bezahlen. Die Maklerprovision darf höchstens zwei Nettokaltmieten plus Umsatzsteuer betragen.

Heizungsanlagen-Sanierung
Öl- und Gasheizkessel, die älter als 30 Jahre alt sind, müssen ausgetauscht werden. Das gilt nicht für Ein- und Zweifamilienhausbesitzer, die am 1. Februar 2002 mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben. Bei Eigentümerwechsel nach dem 1. Februar 2002 hat der Käufer zwei Jahre Zeit, die Sanierung vorzunehmen.

Rundfunkbeitrag sinkt
Ab April 2015 wird der Rundfunkbeitrag von 17,98 auf 17,50 Euro gesenkt.

Weitere Informationen

Disclaimer
Alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Garantie für Richtigkeit und Vollständigkeit.

Anzeige

Veröffentlicht unter Geld, Geld sparen, Mitreden | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Änderungen 2015, die den Geldbeutel betreffen

Bürosoftware Lexware büro easy im Test

Das wird andere Freiberufler und Unternehmer auch interessieren: Aktuell erprobe ich im Kundenauftrag Lexware büro easy, eine Software für Buchhaltung und Büromanagement. Meine ersten Eindrücke und Erfahrungen habe ich in meinem Blog für Text und Kommunikation unter Lexware büro easy im Praxistest veröffentlicht. Ein abschließendes Urteil werde ich mir in knapp einem Monat bilden und hier bei tinto bloggt veröffentlichen.

Anzeige

Veröffentlicht unter Geld, Software | Kommentare deaktiviert für Bürosoftware Lexware büro easy im Test

Mein Gartenglück 2014: auf kleinem Raum wieder viel erprobt und für gut befunden

Was macht man als HobbygärtnerIn, wenn die Temperatur draußen minus 11 Grad Celsius beträgt und ein kleiner Schneesturm tobt? Man erinnert sich an das letzte Gartenjahr und freut sich schon auf das nächste. Angeregt durch die Blogparade „Mein Gartenjahr in Bildern“ vom Kleinen Horrorgarten habe ich heute in meiner digitalen Bilderkiste gestöbert und noch einmal Revue passieren lassen, wie Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter in meinem Garten (-anteil) verliefen. Dabei stellte ich fest: Die erste Jahreshälfte war von den den Frühling begrüßenden Blumenzwiebelblühern und Stauden und die zweite Jahreshälfte mehr von ausgefallenen Gemüsesorten und Kräutern bestimmt. Die ausführlichen Berichte zu meinen Gartenexperimenten und Gartenfreuden gibt es immer zeitnah in meinem Gartensaison-Gartenblog.

Krokusse im Februar

Gartenglück 2014: Krokusse ‚Ruby Giant‘ im Februar

„Juchhu, die Frühlingsblüher sind wieder da.“ Schon Ende Februar freute ich mich an den schönen violetten Krokussen im Staudenbeet. Ich habe sie und andere Blumenzwiebelblüher im Herbst 2012 in das Staudenbeet auf dem Tiefgaragendach gepflanzt. Zwei Wochen nach den Krokussen zeigten sich dann auch schon die blauen Kuhschellen und in den Töpfen rund um die Terrasse herum strahlten kleine, gelbe Narzissen und selbst versäte Hornveilchen.

Anzeige

Da das Frühjahr außergewöhnlich warm war, verging er wie im Zeitraffer. Schon Mitte März erschienen die Tulpen, zuerst die einfachen frühen, dann die lilienblütigen Sorten.

Gartenglück mit Tulpen

Vorne: „Romantische Tulpenmischung“ ‚Purple Flag‘ lila und ‚Peer Gynt‘ rosa, hinten: lilienblütige Tulpen ‚Purple Dream‘ lila und ‚Ballerina‘ orange

Besonders schön war im Frühjahr 2014 auch unser Spielrasen – er war von „Unkräutern“ durchsetzt und die Hummeln und andere Nützlinge labten sich am Nektar und Pollen vom Kriechenden Günsel, Löwenzahn und vielen anderen Kräutern.

Bunter Rasen auf dem Tiefgaragendach

Bunter Unkrautrasen auf dem Tiefgaragendach

Die nächsten Blumenzwiebelblüher in meinem Staudenbeet blühten einen Monat früher als im Vorjahr. Da sie weniger Zeit für ihre Entwicklung hatten, fielen die purpurnen Sternenkugeln des Zierlauchs Allium aflatunense ‚Purple Sensation‘ ein wenig kleiner aus als sonst. Und wegen der Wärme war die Pracht auch nur von kurzer Dauer.

Der lilafarbene Zierlauch Alium 'Purple Sensation' blühte 2014 bei uns bereits in der zweiten Aprilhälfte.

Der lilafarbene Zierlauch Alium ‚Purple Sensation‘ blühte 2014 bei uns bereits in der zweiten Aprilhälfte.

Mitte Mai war dann Pflanzzeit für meine Töpfe und Kübel auf der Terrasse: Zu den überwinterten Kräutern (Thymian, Schnittlauch) und Blumen (Dahlien und Zauberglöckchen hatten den milden Winter 2013/2014 im Freien überstanden und der Goldmohn blühte bereits üppig) kamen frisch dazu: Basilikum, Petersilie, Rosmarin, Tomaten, Süßkartoffeln, Chilipflanzen und verschiedene Sommerblumen. Außerdem säte ich blaue Bohnen aus.

Gemüse kann ich bei mir nur in Kübeln und Töpfen anbauen. 2014 habe ich einige besondere Sorten ausprobiert:

  • eine kalifornische Tomate ‚Maglia Rosa‘
    Die Tomatenpflanze wurde etwa 90 cm hoch und brachten reichlich kleine Früchte hervor, die man am besten kurz nach dem Farbumschlag erntete – da schmeckten sie am besten, später wurden sie etwas mehlig. An extremen Tagen schützte ich die Kübeltomate vor zu viel Sonne und Lufttrockenheit auf der Terrasse mit dem Sonnenschirm.

Auf meiner trocken-heißen Terrasse blieb die Tomate 'Maglia Rosa' bis zum Herbst gesund.

Auf meiner trocken-heißen Terrasse blieb die Tomate ‚Maglia Rosa‘ bis zum Herbst gesund.

  • Wegen Platzmangel musste die Tomate ihren Kübel mit einigen Stangenbohnen der Sorte ‚Blauhilde‘ teilen – die durften sich im hinteren Kübelteil an einem Rankgitter entfalten. Eine Kapuzinerkresse hatte sich von alleine auch noch dazu gesät und rankte mit ihren orangefarbenen Blüten über den Topfrand.

Die blaue Bohne 'Blauhilde' wuchs mit einer Tomatenpflanze und Kapuzinerkresse in einem Kübel.

Die blaue Bohne ‚Blauhilde‘ wuchs mit einer Tomatenpflanze und Kapuzinerkresse in einem Kübel.

  • Sehr gespannt war ich auch auf meine ersten Süßkartoffeln.
    Gepflanzt hatte ich die Sorte ‚Sweet Caroline Purple‘, die eigentlich als Blattschmuckpflanze verkauft wird (Vorsicht: In so einem Fall muss man herausfinden, ob die Pflanze mit für Gemüse ungeeigneten Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde). Ich erntete meine Süßkartoffeln Anfang November. Die Knollen dieser Sorte waren überraschenderweise weiß. Ich briet sie in dünne Scheiben geschnitten in Olivenöl – sie schmeckten ähnlich wie „normale“ Kartoffeln. Die Blätter der Süßkartoffeln soll man übrigens wie Spinat zubereiten können – das habe ich allerdings in diesem Jahr noch nicht ausprobiert.    

    Süßkartoffel 'Sweet Caroline Purple' im Kübel

    Süßkartoffel ‚Sweet Caroline Purple‘ im Kübel

  • Zu meinen geliebten Habanero-Chilies, die ich jedes Jahr anbaue, habe ich dieses Jahr die Chili-Sorte ‚Brazilian Starfish‘ dazugepflanzt. Die Pflanzen wurden knapp 90 cm hoch und bildeten sozusagen ein zweites Stockwerk über den roten Habaneros. Die Ernte bei beiden war reichlich. Die brasilianischen Seesterne sind milder und in manchen Speisen daher besser zu dosieren als die roten Habaneros.

Chili-Sorte 'Brazilian Starfish'

Chili-Sorte ‚Brazilian Starfish‘

Viel Spaß hatten meine Gartenhelfer und ich, als wir im Sommer 2014 im Auftrag eines Werbekunden einen automatischen Rasenmäher testen und darüber schreiben durften.

Mein Gartenteam und ich haben im Kundenauftrag einen Rasenmäher-Roboter getestet und darüber geschrieben.

Mein Gartenteam und ich haben im Kundenauftrag einen Rasenmäher-Roboter getestet und darüber geschrieben.

Sowohl im Staudenbeet auf dem Tiefgaragendach als auch in Kübeln am Rand der Terrasse experimentiere ich seit 2012 mit Gräsern und Stauden. Zu meinen Lieblingskombinationen gehören rosa- oder pinkfarbene Blüten vor Lampenputzergras.

Gartenglück 2014: Blüten des Purpursonnenhuts 'Magnus' vor dem Lampenputzergras 'Hameln'

Gartenglück 2014: Blüten des Purpursonnenhuts ‚Magnus‘ vor dem Lampenputzergras ‚Hameln‘

Die Erntesaison dauerte dieses Jahr draußen bis Weihnachten. Am ersten Weihnachtsfeiertag habe ich Petersilie, Schnittsalat und Rukola dann nach drinnen auf die Fensterbank geholt.

Während draußen der Schneesturm tobt und die Temperatur auf minus 11 Grad Celsius gefallen ist, wächst und gedeiht die Rauke auch drinnen auf der Fensterbank.

Während draußen der Schneesturm tobt und die Temperatur auf minus 11 Grad Celsius gefallen ist, wächst und gedeiht die Rauke auch drinnen auf der Fensterbank.

Natürlich habe ich noch viel mehr schöne Bilder und Erinnerungen an das vergangene Gartenjahr. Viele veröffentliche ich in Blogartikeln meiner verschiedenen Blogs, bei Facebook, Google+, Pinterest und Twitter und/oder ich archiviere sie bei mein-pflanzenarchiv.de – diese Webanwendung zur Archivierung und Suche von Pflanzeninformationen kann jeder registrierte Teilnehmer nutzen und in Kürze kann sie auch mit kleinen Bildschirmen (beispielsweise Smartphones) verwendet werden.

Anzeige



Veröffentlicht unter Garten und Pflanzen, Öko-/Bio-Themen, Wohnen und Garten | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 3 Kommentare