Urban Farming Geschäftsmodell: Salatanbau im umgebauten Frachtcontainer x CSA (Solidarische Landwirtschaft)

Wie man sich mit dem Anbau von frischen Kräutern, Greens, Salat u. Ä. in einem zum Anbaucontainer (Farmcontainer, Growcontainer) umgebauten Frachtcontainer und der Vermarktung über ein CSA-Konzept (Solidarische-Landwirtschaft) selbstständig machen kann, zeigt ein amerikanischer Familienbetrieb.

Verbraucher wollen auch im Winter Salat essen können. Es gibt neue Ansätze, wie man ihn nah beim Konsumenten produzieren kann, beispielsweise im umgebauten Frachtcontainer. Wie funktioniert das und ist das nachhaltiger als Importe oder Gewächshausanbau?

Mit der zunehmenden Verstädterung kamen neue verbrauchernahe Anbaumethoden für gärtnerische/landwirtschaftliche Produkte auf – die Stichworte dazu: „Urban Gardening“/“Urban Farming“/“Urban Horticulture“. Dazu gehört auch die standortunabhängige Produktion von gartenbaulichen Produkten in zu Anbaucontainern (Farmcontainer, Growcontainer) aufgerüsteten Frachtcontainern – eine Form des „Indoor-Farmings“. Ein anderer, schon lang anhaltender Trend, der in den letzten Jahren aber mehr Wind unter seine Flügel bekam, ist die Kritik an der industriellen Landwirtschaft und deren Erzeugnissen, wodurch neue Verbraucher-Erzeuger-Beziehungskonzepte entwickelt wurden und sich ausbreiten, beispielsweise die verschiedenen Möglichkeiten der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi), auch „Community-supported agriculture“, CSA, genannt, mit der meist ökologische und/oder soziale Landwirtschaftsprojekte umgesetzt werden.

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Farmcontainer

Farmcontainer (Anbaucontainer/Wachstumscontainer) sind in der Regel aufgerüstete Frachtcontainer/Schiffscontainer, in denen mit Hilfe von Kunstlicht (meist LED-Leuchtmittel) sowie Klima-, Bewässerungs- und Düngetechnik (Hydroponik) gärtnerische Produkte verbrauchernah und unabhängig von den Standortbedingungen wie Boden, Klima und Jahreszeit herangezogen werden können.

Farmcontainer sind transportierbar und stapelbar. (Bild: Freight Farms)
Im Farmcontainer wird meist vertikal und unter hohem Technikeinsatz (Kunstlicht, Hydroponik, Klimasteuerung) angebaut. (Bild: Freight Farms)

Der Anbau im umgebauten Frachtcontainer ist hochtechnisiert und automatisiert, hat aber zum Ziel, durch die Wasser- und Düngemitteleinsparung dank Effizienz und Kreislaufsystem, der Platzausnutzung dank vertikalem Anbau sowie der Verbrauchernähe nachhaltig zu sein – was derzeit in einem Growtainer an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf neben anderen Versuchsfragen untersucht und durchgerechnet wird. Zum Anbaucontainer aufgerüstete Frachtcontainer werden beispielsweise von Freight Farms („Leafy Green Machine“ und Nachfolgemodell „Greenery“), Growtainer und Vertical Harvest Hydroponics („Containerized Growing System“) angeboten.

Solidarische Landwirtschaft

Die Solidarische Landwirtschaft (Solawi) ist ein Konzept der engeren, direkten, vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Erzeugerbetrieben und ihren Abnehmern. Ziel ist es meist, die regionale Produktion nach ökologischen Gesichtspunkten zu fördern, indem ein oder mehrere Anbauer durch ein solches solidarisches System unterstützt werden. Die Verbraucher garantieren dem landwirtschaftlichen/gartenbaulichen Erzeugerbetrieb die Abnahme bestimmter Kontingente und geben ihm dadurch mehr Planungssicherheit für Investitionen (beispielsweise in Saatgut) und Absatzsicherheit für die angebauten Produkte. Rechtlich wird diese Art der Zusammenarbeit entweder über direkte Einzelverträge (beispielsweise Abnahmeabonnements), über Abnehmerkorporationen (Genossenschaften, Vereine) oder über eine Mitunternehmerschaft realisiert.

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Wie sich der Anbau im Farmcontainer mit Solidarischer Landwirtschaft kombinieren lässt

Sarah Ward von der Oasis Springs Farm in Nashua, New Hampshire (USA) teilt in einem Interview ihre Erfahrungen, die sie mit dem Aufbau eines CSA-Konzeptes zum Vertrieb ihrer Farmcontainer-Erzeugnisse gemacht hat, mit den Zuhörern. Sie und ihr Mann Chris begannen 2016 mit dem Betrieb ihrer Farm in Form eines Farmcontainers („Leafy Green Machine“ von Freight Farms), der im städtischen Umfeld im Garten hinter dem Haus aufgestellt wurde, nachdem sie von der örtlichen Verwaltung die Genehmigung dazu erhalten hatten. Das Ziel der Wards war es, mit ihren Erzeugnissen die Menschen ihrer Gemeinde auch in den kalten Wintern von New Hampshire mit frischen, gesunden, lokal produzierten Gemüsen, Kräutern und Salaten zu versorgen. Sarah Ward hat beruflich einen Marketing-/Public-Relationship-Hintergrund und macht die meiste „Farmarbeit“, ihr Mann Chris Ward ist Informatiker und die Unterstützung bei technischen Angelegenheiten. Fällt besonders viel Arbeit an, hilft auch mal der ältere der beiden Söhne.

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Da es in ihrer näheren Umgebung kaum Wochenmärkte gibt und sich der Vertrieb von Salat, Kräutern, Sprossen und anderen Greens, Blattgemüse (Grünkohl) und Ähnlichem über Wochenmärkte mengenmäßig als kaum planbar erwies, begann Sarah Ward bald, feste Kunden zu suchen, die bereit waren, bestimmte Kontingente im Voraus zu reservieren und zu bezahlen – was sowohl den Abnehmern als auch den Farmbetreibern zugute kam. Ihr CSA-Prinzip „Weekly Share“ (Wochenanteil) ließ sich zudem besser in ihr Familienleben (Work-Life-Balance) integrieren.

Die Wards pflegen intensiven Kontakt mit ihren Abnehmern, die wissen wollen, wo ihr Salat herkommt und sich über die Frische freuen, teilen Rezepte und haben auch einen wöchentlichen Newsletter. Ihre Motivation schöpfen sie auch daraus, dass sie mit ihrem Containerfarmbetrieb einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Menschen ihrer Gemeinde gesünder ernähren.

Die gebuchten Kontingente werden in beschrifteten Tüten an zentrale Abholstellen, bevorzugt mit Kühlschrank, wie die örtliche Bäckerei, das Fitnessstudio und andere lokale Geschäfte, geliefert, wo sie von den Abonnenten abgeholt werden. Die Kunden gehören laut Ward allen demografischen Gruppen an, sowohl Alte, als auch Junge, sowohl Familien mit Kindern als auch Paare oder Singles sind dabei. Die Local-Food-Bewegung war den meisten der Abnehmer bereits bekannt, zum Anbau in Hydroponik war allerdings etwas Aufklärungsarbeit nötig – die Frische und der Geschmack haben letztendlich überzeugt. Die Bekanntheit der Wardschen Farm wächst durch Mund-zu-Mund-Propaganda, wird aber auch aktiv über Social-Media-Plattformen und Anzeigen in regionalen Foren vergrößert.

Sarah Ward im Interview

How to Run a Successful CSA with Oasis Springs Farm (YouTube, Kanal: Freight Farms)



Fazit

Der Anbau im Frachtcontainer schafft mehr Unabhängigkeit von Importen bzw. von Lieferketten. Am meisten Sinn macht der Anbau im Farmcontainer dort, wo es keine nachhaltigeren Möglichkeiten gibt, frische Blattgemüse u. Ä. (im Winter) auf den Tisch zu bringen. Ob und wie wirtschaftlich und nachhaltig der Anbau in einem Farmcontainer ist, hängt vom Einzelfall ab. Strom ist ein wichtiger Nachhaltigkeits- und Kostenfaktor. Manche (oder viele?) Nutzer solcher Anbaucontainer betreiben diese mit selbst produziertem Solarstrom. In manchen Gegenden gibt es auch besonders günstigen Zugang zu Ökostrom. Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit müssen unter anderem der örtliche Strompreis, die Preisgestaltungsmöglichkeiten (Konkurrenzsituation) und ob man sich einen festen Kundenstamm aufbauen kann (abhängig davon, wie die Akzeptanz ist) als wichtige Komponenten in die Rechnung einbezogen werden.

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Sonnenschirme vor dem Einlagern richtig reinigen

Artikelkennzeichnung siehe unten

Um die Materialien zu schonen und die Lebensdauer zu erhöhen, sollten Sonnenschirme vor dem Einlagern gereinigt werden. Im Laufe einer Sommersaison lagern sich zahlreiche Schmutzpartikel auf den Stoffen und dem Gestell ab. Werden diese nicht entfernt und bleibt beim Einlagern Restfeuchte zurück, nagt beides am Sonnenschirm und hinterlässt zunächst oberfläche Beschädigungen. Diese sind in der neuen Saison Angriffsfläche für größere Schäden. 

Sowohl Privatpersonen als auch Gastronomen sind sich unschlüssig, ob ein Sonnenschirm im Winter eingelagert werden muss. Gerade die sogenannten Gastroschirme, also Modelle für Biergarten und Restaurant, gelten als Allwetterschirme. Das heißt: Sie können problemlos bei jedem Winter draußen bleiben. Trotzdem können permanente Nässe sowie Frost Schaden an den Schirmen anrichten. Daher ist es in der kalten Jahreszeit immer empfehlenswert, die Schirme einzulagern. 

Schirme zunächst reinigen

Bevor Sonnenschirme in Garage oder Lager verschwinden, werden sie begutachtet und gereinigt. Insbesondere auf den Schirmdächern zeigen sich häufig viele Verschmutzungen, zu denen Pollen, Feinstaub und Vogeldreck gehören. Vogeldreck sollte schnellstmöglich entfernt werden, da er sehr aggressiv ist und das Schirmdach schädigen kann. Um das Dach gründlich zu reinigen, wird die Bespannung zunächst entfernt und auf einer möglichst geraden Fläche ausgebreitet. Es ist wichtig, dass der Stoff knitterfrei liegt, sonst entstehen schnell unangenehme Falten. Für die Reinigung des Sonnenschirms können Waschmittel oder milde Seife benutzt werden. Ideal ist Kernseife, da diese auch hartnäckigere Verschmutzungen entfernt. Das Reinigungsmittel wird mit einer Bürste auf dem Schirmdach verteilt und eingerieben.

Nach kurzer Einwirkzeit können die Reinigungsmittel abgespült werden. Am besten eignet sich klares, warmes Wasser. Farbige Schirmdächer werden grundsätzlich nicht in der Sonne liegen gelassen. Die Kombination aus UV-Strahlen und Reinigungsmittel kann den Stoff an einigen Stellen ausbleichen lassen. 

Schirme richtig trocknen lassen

Am besten trocknen die Schirmdächer, wenn sie wieder aufgespannt werden. So lässt sich Restfeuchte in kleineren Falten vermeiden. Sind die Schirmdächer und Gestelle optimal getrocknet und ist keine Restfeuchte vorhanden, kann der Schirm eingelagert werden. Bleibt ein wenig Feuchtigkeit zurück, steigt das Risiko von Stockflecken erheblich an. Durch diese wird das Material dauerhaft beschädigt. Zum Einlagern wird der Schirm zunächst ordnungsgemäß geschlossen. Besondere Aufmerksamkeit genießt abermals die Schirmbespannung. So gilt es darauf zu achten, dass Bespannung und Streben sauber schließen. Nur so lassen sich Falten und Scheuerstellen vermeiden. 

Damit die Schirme nicht unnötig viel Platz wegnehmen, werden sie in einzelnen Lagen eng um den Mast gewickelt. Weiterhin wird ein Bindegurt gebraucht, mit dem eine Fixierung des Schirms möglich ist. Der Bindegurt verhindert, dass sich das Schirmdach versehentlich wieder öffnet. Im besten Fall wird der Schirm in eine Schutzhülle verstaut. Diese gibt es passend für sämtliche Schirmgrößen und Modelle. Dadurch wird während der Einlagerung im Keller oder auf dem Dachboden vermieden, dass sich weiterer Schmutz absetzt. 

Die Sonnenschirme lassen sich an verschiedenen Stellen einlagern. Wichtig ist, dass es ein trockener Ort ist, der zudem gut belüftet wird. Keller sollten nur genutzt werden, wenn es nicht zu feucht ist. Weiterhin sollte hier im Winter wenigstens eine mäßige Temperatur erreicht werden. Ideal sind beheizte Keller. Beim Einlagern muss darauf geachtet werden, dass der Sonnenschirm nicht von Nagern angeknabbert werden kann. 

* Sponsor-Posts sind informative Artikel meiner Werbepartner

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Bullen und Bären an der Börse (Börsenwissen für Einsteiger)

Wer das erste Mal eine Börsensendung verfolgt, wundert sich, wieso dort im Zusammenhang mit dem Aktienhandel über Bullen und Bären gesprochen wird. Hier wird das schnell erklärt.

Tatsächlich stehen die beiden Tiere symbolisch für eine Stimmung im Handel an der Börse. Der Bulle symbolisiert Optimismus und die Erwartung einer positiven Entwicklung, der Bär steht für Pessimismus und die Erwartung einer negativen Marktentwicklung. Man kann sich das leicht merken, wenn man sich vorstellt, wie der Bulle vor einem Angriff zunächst den Kopf senkt und ihn dann von unten nach oben bewegt (steigende Kurse), während ein Bär sich aufrichtet und mit den Tatzen von oben nach unten schlägt (fallende Kurse).

Börse
Die Börse ist ein Marktplatz, an dem Nachfrage und Angebot zusammentreffen und der bestimmten Regeln unterliegt. An der Wertpapierbörse werden Aktien und Anleihen gehandelt, an Warenbörsen beispielsweise landwirtschaftliche Erzeugnisse, an der Devisenbörse Fremdwährungen und so weiter. Bei Präsenzbörsen handeln Makler in Person stellvertretend miteinander, bei Computerbörsen wird dieser Handel über ein Computersystem abgewickelt.

Entsprechend sind die Bullen an der Börse die Teilnehmer am Marktgeschehen, die auf eine positive Entwicklung setzen – darauf, dass die Kurse steigen. Bullen kaufen Aktien und andere Wertpapiere, deren Preise sich in einer optimistischen Phase nach oben bewegen. Die Bären sind die Marktteilnehmer, die einen Rückgang der Kurse erwarten, und sich entsprechend positionieren. Sie verkaufen ihre Aktien und kaufen statt dessen Wertpapiere, die sich umgekehrt wie Aktien verhalten, nämlich steigen, wenn die Aktienkurse fallen. Im Extremfall tätigen sie so genannte Leerverkäufe: Sie verkaufen Aktien oder andere Dinge, die sie (noch) gar nicht besitzen, weil sie glauben, sie bis zum Tag der Lieferpflicht zu einem niedrigeren als dem aktuellen Preis einkaufen zu können.

Bulle und Bär symbolisieren den täglichen Kampf zwischen den positiv gestimmten und den negativ gestimmten Marktteilnehmern. Vor der Börse in Frankfurt stehen die beiden kraftvollen Tiere als Skulpturen in Lebensgröße, bei mir reicht der Platz nur für diese kleinen Salz- und Pfefferstreuer*

Sind die Bullen über einen gewissen Zeitraum hinweg in der Überzahl, steigen die Kurse. Man spricht dann von einem Bullenmarkt („Hausse“). Dominieren jedoch die Bären, dann fallen die Kurse und der Bärenmarkt („Baisse“) ist da. Gibt es keine eindeutige Richtung, dann nennt man diesen Markt „Seitwärtsmarkt.“

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Vorsicht vor Bullenfallen und Bärenfallen!

Haben sich die Kurse eine Zeitlang schlecht oder seitlich entwickelt und brechen dann plötzlich nach oben aus, denken viele Marktteilnehmer, die schlechte Phase sei vorbei und steigen in Aktien ein. Aber wehe, wenn das nur eine so genannte Bullenfalle war, und sich die Lage oder die Stimmung, welche die Basis für die schlechte Phase waren, noch nicht wirklich und nachhaltig geändert hat. Dann wird der Bulle nämlich schnell wieder vom Bären besiegt.
Umgekehrt handelt es sich um eine Bärenfalle, wenn die Kurse nach einer Hausse nur kurz fallen (eine so genannte kleine Korrektur), die Bären aber denken, nun trete endlich die von ihnen erwartete Phase mit fallenden Kursen ein und sie verkaufen, doch der Wind dreht wieder auf steigende Kurse, dann gehen sie mit ihrer Strategie baden (können beispielsweise ihre Leerverkäufe nicht billig eindecken, sondern zahlen drauf).

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Vertikal gärtnern – was bringt es?

Der Begriff „Vertikales Gärtnern“ kam mit dem Urban Gardening, dem Gärtnern in der Stadt, auf Balkone, Terrassen, Hinterhöfe, an Fassaden und andere Orte. Im Grunde gab es das vertikale Gärtnern, genauso wie das Urban Gardening auch schon vorher, aber nun ist es stärker im allgemeinen Bewusstsein und es gibt mehr Möglichkeiten, die auch von Fachhandel unterstützt werden. Begriffserklärung, Vorteile, Mittel und Möglichkeiten.
Schon ein einfaches Regal schafft mehr Anbaufläche, mehr Grün, mehr Ernte, bessere Luft, mehr Freude … mehr Gartenglück.

Was ist vertikales Gärtnern?

Unter vertikalem Gärtnern versteht man, dass beim Gärtnern nicht nur die Fläche, sondern auch die Vertikale genutzt wird – mit dem Pflanzenanbau in die Höhe zu gehen. Damit ist nicht gemeint, dass man nur noch hohe Bäume oder an Fassaden kletternde Pflanzen pflanzt, sondern dass man die dritte Dimension erobert, beispielsweise indem man mehrere Anbauebenen übereinander schafft.

Das ist im Grunde nichts Neues, aber zunehmend wichtig – sei es für die Ernährung der Menschen in der Zukunft als auch für das Stadtklima im Speziellen sowie für Natur und Umwelt allgemein.

Eine extreme Variation des vertikalen Gärtnern ist der urbane Gartenbau in großen Fabrikhallen oder umgebauten Frachtcontainern, wo die Pflanzen in Regalen mit Kunstlicht übereinanderstehen und automatisch bewässert und gedüngt werden. In diesem Artikel soll es aber hauptsächlich um das Ausnutzen der Vertikale auf Balkon, Terrasse/Dachterrasse, im Eingangsbereich und in Hinterhöfen gehen – also bei jedem von uns zuhause.

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Was bringt vertikales Gärtnern?

Die Vorteile des vertikalen Gärtnerns sind:

Bessere Platzausnutzung
Dies führt zu besseren Ernten und – abhängig vom Gärtner – auch zu mehr Vielfalt.

Mehr Platz zum Gärtnern, mehr Gartenglück
Gärtnern macht glücklich und auch an einem winzigen Balkon oder einer kleinen Terrasse will man möglichst viel Gartenfreude haben.

Mehr Blattmasse – mehr Luftverbesserung
Pflanzen schaffen ein besseres Klima – einserseits unmittelbar auf der Terrasse und dem Balkon, aber andererseits sie sind im Sommer vor der offenen Terrassentür auch eine Art Luftfilter.

Windreduzierung
Eine zugige Terrasse oder einen zugigen Balkon kann man mit den richtigen Sträuchern oder einer bepflanzten Wand vor zu viel Zugluft schützen.

Sichtschutz
Mit höheren Pflanzen beziehungsweise mit bepflanzten Regalen, Pflanzwänden und ähnlichem kann man sich vor neugierigen Blicken schützen.

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Der Blick ins Grüne ist Erholung pur
Im Grünen auf der Terrasse oder dem Balkon zu sitzen oder von drinnen nach draußen ins (eigene) Grüne zu schauen, beruhigt und tut gut.

Mehr Platz zur Selbstverwirklichung
Mit eigenen (Topf-) Garten kann man sich austoben: nach der eigenen Philosophie anbauen und ernten, sein Nasch- oder Pflanzenparadies schaffen, vielleicht Bienen, Schmetterlinge und Vögel willkommen heißen, sich künstlerisch austoben und anderes mehr.

Wie man vertikal gärtnert

Viele Inspirationen zum vertikalen Gärtnern findet man beispielsweise bei YouTube.



Es gibt so viele Möglichkeiten, die Vertikale auszunutzen: Man kann Blumenampeln aufhängen, Topfregale aufstellen, Pflanzwände an eine Zwischenwand anbringen, Rankgitter bepflanzen oder Pflanzpyramiden aufstellen. Im Gartenfachhandel findet man viele Fertiglösungen, bei YouTube & Co. gibt es Anleitungen, wie man ähnliche Lösungen selbst basteln kann, beispielsweise Säcke oder Fässer mit seitlichen Pflanzlöchern.

Buchtipp Topfgarten

Flexibel und mobil gärtnern: Blumen, Gemüse & Kräuter, Stauden und Gehölze in Töpfen und anderen Pflanzgefäßen anbauen und so Balkone, Terrassen, Dachterrassen, Eingangsbereiche verschönern und/oder für den Selbstversorgeranbau nutzen. Standortgerecht Gartenträume wahrmachen – vom ansprechenden Eingangsbereich über Duft-, Bienen-, Künstlerbalkon bis zur Wohlfühloase und/oder Selbstversorgerterrasse auf dem Dach.

Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1. Auflage (2019)
Taschenbuch/Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8 


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