Trendgemüse Blumenkohl als Blumenkohl-Reis getestet

Erst wurde aus unserem piefigen Grünkohl das Trendgemüse „Kale“, eines der aktuellen Superfoods, ohne das der gesundheitsbewusste Zeitgenosse den Tag nicht überlebt. Und nun wird aus Blumenkohl Blumenkohl-Reis – ein glutenfreies, kohlenhydrat- und kalorienarmes Convenience-Produkt, das in so ziemlich jede Diät passt. Dieser Blumenkohl-Reis, auch Blumenkohlreis geschrieben, wird nicht nur als Reisersatz und Sättigungsbeilage verwendet, sondern als Basis für viele Gerichte, sogar Kuchen. Was sind die Hintergründe? Wo kann man Blumenkohl-Reis bei uns kaufen? Wie kann man Blumenkohl-Reis selbst herstellen?
Blumenkohl ist kalorienarm, enthält kaum Kohlenhydrate und so gut wie kein Fett. Er ist schon lange Bestandteil gesunder, bekömmlicher Ernährung. Dank neuer Essgewohnheiten, Diäten und Convenience-Produkten ist er zum Trendgemüse geworden.

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Amerikanische Trends breiten sich meist etwas zeitverzögert auch bei uns in Europa und anderswo aus. Beispiel Smoothie: Pürierte oder breiige Obst-/Gemüsemixgetränke mit oder ohne Beimischung von Milchprodukten gab es schon lange und in vielen Kulturen, aber in den USA wurden sie im letzten Jahrhundert zum Smoothie erhöht und über Franchise-Unternehmen als Gesundheits- und Schönheitsgetränk vermarktet und in riesigen Mengen unters Volk gebracht. Wenig später gab es diesen „Smoothie“-Trend auch bei uns.

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Auch viele andere Ernährungs- und Fitnesstrends schwappen aus den USA zu uns herüber, denn entgegen mancher bei uns über Amerikaner herrschenden Vorurteile essen die Menschen in den USA nicht alle nur Burger, Fritten und Pizza, sondern es gibt eine starke Szene gesundheitsbewusser Menschen und nicht wenige davon sind regelrechte Gesundheitsfanatiker – am bekanntesten dafür ist Kalifornien.

Einerseits sind ein Teil der Verbraucher und Verbraucherinnen zunehmend an gesunder Ernährung, Ernährung für Sportler oder Ernährung zum Abnehmen interessiert, andererseits gibt es auch viele, die von diesen Verbrauchertrends profitieren und sie deshalb fördern: Anbauer, Lebensmittelhandel allgemein, Naturkosthandel im Speziellen, Hersteller von speziellen Geräten zur Herstellung/Verarbeitung solcher Produkte zu Hause oder in der Gastronomie, des weiteren Restaurantketten, Restaurants sowie die verschiedenen Akteure der Medien, Social Media, der Medizin, der Alternativmedizin, Hersteller und Handel von passenden Convenience-Produkten und so weiter.

Aus manchen „langweiligen“ Gemüsearten, die man lange Zeit vor allem mit Omas gutbürgerlicher Küche verband, wurden in den letzten Jahren Superfoods. Die herausgestellten Gesundheitseigenschaften lassen sich zwar manchmal mit dem Hinweis auf die PR-Arbeit von Profiteuren und Interessensverbänden abtun, aber oft stammen die neumodischen beworbenen Produkte aus Bio-Anbau, werden ernährungswissenschaftlich besser kombiniert sowie vitaminschonender verarbeitet und gegart als früher üblich – und sind dann tatsächlich gesünder. Davon abgesehen sind sie oft Bestandteil von Modediäten wie der Paleo-Diät oder anderen kohlenhyratarmen/Keto-Diäten oder sie eignen sich für eine vegane, vegetarische, lactose- und/oder glutenfreie Ernährungsweise.

Kohlgewächse so gesund

Kohlgewächse, zu denen auch Grünkohl und Blumenkohl gehören, enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe (bioaktive Substanzen wie Carotinoide und Senfölglycoside). Sie sollen Krankheiten vorbeugen und sogar heilende Wirkungen haben, angeblich sogar gegen Krebs. Allerdings gehen hitzeempfindliche Inhaltsstoffe beim traditionellen Kochen verloren. Schonender als langes Kochen in viel Wasser sind Dämpfen, Garen in der Mikrowelle oder das kurze Anbraten in heißem Öl unter Rühren im Wok.

Kale – altes Kohlgemüse neu entdeckt
Auch Grünkohl (Englisch: Kale) wurde in den USA neu entdeckt und zu einem Superfood gemacht, denn als Kohlgewächs trumpft er mit guten Inhaltsstoffen bei wenig Kohlenhydraten, Fett oder Kalorien auf – so passt er auch gut in jede Diät, egal ob jemand Kalorien sparen will oder auf Kohlenhydrate verzichtet (Keto-/Low-Carb- oder Paleo-Diäten). In jede Ernährungsweise passt er sowieso, egal ob vegan, vegetarisch oder Mischkosternährung.

Blumenkohl klassisch

Das traditionelle Blumenkohlgericht meiner Kindheit war der Blumenkohl als gekochte oder gedämpfte Beilage mit geschmolzener Butter zu Frikadellen und Kartoffeln. Später als ich selbst anfing zu kochen, liebte ich überbackene Blumenkohlgerichte aus dem Backofen oder Blumenkohl mit Käsesoße. Aber Blumenkohl ist vielseitig und schmeckt auch mit tomatigen Soßen – indem ich die Spaghetti der Spaghetti Bolognese ganz oder teilweise durch gedämpften Blumenkohl ersetzte, reduzierte ich die Kalorien.

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Blumenkohl-Reis im Trend

Bei uns neu ist der Blumenkohl-Reis (Riced Cauliflower, Cauliflower Rice, auch Low-Carb-Reis oder „Ersatzreis“ aus Blumenkohl genannt), den man in Amerika, England, bei Amazon* und inzwischen bei Edeka als vorbereitetes Tiefkühlgemüse kaufen kann. Mit Blumenkohl-Reis kann man Reis als Beilage oder als Zutat in Risottos und anderen Reisgerichten ersetzen (ähnlich wie man „Nudeln“ durch entsprechend geschnittene und zubereitete Zucchini oder Weißkohlstreifen auch glutenfrei, kohlenhydratreduziert und kalorienarm ersetzen kann). Der Reis aus Blumenkohl hat etwa 85 % weniger Kalorien als „normaler“ Reis.

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(followfood Bio-Blumenkohl „Reis“)

In den USA gibt es solchen Blumenkohl-Reis auch „mit Geschmack“ zu kaufen, beispielsweise mit Zitrone & Knoblauch, mit Tomaten, Knoblauch & mediterranen Gewürzen, mit Käse oder anderem präpariert. Darüber hinaus gibt es weitere Convenience-Produkte basierend auf Blumenkohl wie Pizzaböden, Tortilla Chips, Bretzeln, Sandwichscheiben, Brownies und vieles mehr – beliebt nicht nur bei den Glutenallergikern, sondern bei allen, die Kohlenhydrate und/oder Kalorien sparen wollen oder müssen.

Blumenkohl-Reis selbst machen

Das Convenience-Produkt „Blumenkohl-Reis“ im Handel zu kaufen, ist teuer. Zum Glück kann man ihn leicht selbst machen. Ob der selbst gemachte Blumenkohl-Reis nachhaltiger als ein gekauftes Tiefkühlprodukt in einer Plastikverpackung ist, hängt von vielen Faktoren der einzelnen Situation ab: Vergleichen muss man beispielsweise beim Convenience-Produkt Rohstoffe, Produktion, (Verarbeitung), Verteilung und Vermarktung des Tiefkühl-Ersatzreises sowie auch die Entsorgung des Verpackungsmülls versus den relevanten Aspekten des frisch gekauften Blumenkohls wie Einkaufswege des Verbrauchers, mit welchem Fahrzeug, wie effizient das Einkaufen gehandhabt wird, wie hoch der Wasserverbrauch beim Gemüsewaschen ist, ob es es einen Komposthaufen für organische Abfälle gibt (die beim Blumenkohl doch erheblich sein können), und anderes mehr. Die Entscheidung muss jeder selbst auch aus seiner individuellen Situation heraus treffen. Ein großer Blumenkohl-Kopf kann in einer kleinen Küche bis zur Verarbeitung zu viel Platz wegnehmen und es bleibt auch viel Abfall, der sofort entsorgt werden muss, weil sonst die Wohnung nach Kohl riecht. In einem größeren Haushalt mit kühler Vorratskammer, Komposthaufen im Garten würde man sich wohl auf jeden Fall für das Selbermachen entscheiden.

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Aus Rücksicht auf die eigene Nase sollte der Blumenkohl-Reis erst kurz vor der Verwendung hergestellt werden. Dazu wird der Blumenkohl-Kopf zunächst mit dem Messer in grobe Stücke geschnitten und dann mit einer Küchenmaschine zerkleinert, bis die Körnung etwa dem von gekochtem Reis entspricht. Alternativ kann man den Blumenkohl mit einer groben Käsereibe reiben (Bild).

So wird aus rohem Blumenkohl Blumenkohl-Reis: Den Blumenkohl-Kopf mit einem Messer in Stücke schneiden, diese Stücke mit einer groben Reibe hobeln oder in einer Küchenmaschine nicht zu fein zerkleinern.
Den Blumenkohl-Reis kann man beispielsweise in einer Pfanne anbraten und mit Butter, Zitrone, Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken.

Gegart wird der Blumenkohl-Reis, indem man ihn entweder in der Mikrowelle erhitzt (und eventuell anschließend ausdrückt) oder in wenig Pflanzenöl zum Anbraten in einer beschichteten Pfanne (ersatzweise beschichteter Topf mit Deckel) unter gelegentlichem Rühren 5 bis 8 Minuten anbrät.

Überschüssige Feuchtigkeit des in der Mikrowelle gegarten Blumenkohl-Reises kann man entfernen, indem man ihn zwischen sauberen Küchen-Handtüchern oder Papierhandtüchern ausdrückt.

Wer Butter mag, schmeckt den „Ersatzreis“ zum Schluss mit etwas Butter, sonst nur mit Pfeffer, Salz und eventuell Zitronensaft ab.

Der Blumenkohl-Reis passt sehr gut zu Omelett, Rührei, gebratenem Lachs, Fleischspeisen, würzigen Soßen und vielem anderen. Man kann ihn auch in bunte Gemüse-Aufläufe mischen und mit Käse überbacken. Mit der Suchmaschine findet man zahlreiche Rezepte, dazu einfach „Blumenkohlreis“, „caulirice“ o. Ä. eingeben.

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Blumenkohl-Reis auf Vorrat

Wer Blumenkohl-Reis bevorraten will, kann den rohen Blumenkohl-Reis gleich nach dem Zerkleinen einfrieren. Bereits gegarter Blumenkohl-Reis hält sich einige Tage im Kühlschrank.

Blumenkohl selbst anbauen
Wer einen Garten hat, kann nicht nur den Blumenkohlreis aus gekauftem Blumenkohl selbst herstellen, sondern auch den Blumenkohl selbst anbauen und ernten. Allerdings ist Blumenkohl anspruchsvoll: Er braucht einen tiefgründigen, humusreichen Boden, viel Platz, Wasser und Nährstoffe. Die Anzucht vom Samen zur pflanzfertigen Jungpflanze dauert 6 bis 7 Wochen und ist nur zu empfehlen, wenn man einen hellen und warmen Platz dafür hat. Sicherer ist es, vor allem für die ersten Sätze, ist es, die Jungpflanzen beim Gärtner zu kaufen.
Ab April kann man Blumenkohl ins Freie pflanzen. Der Boden sollte gut mit Kompost versorgt sein, der Pflanzabstand etwa 50 x 40 betragen. Beginnend etwa 4 Wochen nach der Pflanzung wird mehrmals gedüngt. Je nach Jahreszeit ist der Blumenkohl nach etwa 12 bis 16 Wochen erntereif.

Mein persönliches Fazit zum Blumenkohl-Reis

Ich freue mich, dass eine Gemüseart, die bei uns in Deutschland sowie bei unseren europäischen Nachbarn Frankreich, Italien und anderen angebaut wird, wiederentdeckt wird und in neuen Variationen unsere Küche belebt. Wer gesund und abwechslungsreich essen möchte, ist nicht auf Avocado, Chia & Co. aus fremden Ländern angewiesen.

Meine Erfahrungen mit Blumenkohl als Reisersatz

Oben: Haushaltsreis, unten: selbstgemachter Blumenkohl-Reis

Der Blumenkohl-Reis lässt sich sehr einfach und schnell garen und schmeckt mir persönlich sehr gut. Allerdings riecht und schmeckt er nach Blumenkohl. Ich persönlich werde ihn derzeit nur in/zu Gerichten essen, zu denen auch der Blumenkohlgeschmack passt, beispielsweise Blumenkohl-Reis mit Sauce Bolognese, mit Wurst oder Fleisch beziehungsweise deren veganen/vegetarische Ersatzprodukten, zum Omelette mit Käse, mit anderen Gemüsen zusammen in einem Mischgemüse oder in einem (überbackenen) Auflauf, als Puffer (mit Mehl und Ei) und anderem mehr.

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Der Kühlschrank – treues Familienmitglied oder böser Stromfresser?

Kühlschrank - mein neuer„Auf jeden Fall manchmal unwiderstehlich. Heute habe ich mein Leben ohne Kühlschrank vorerst beendet.“ Das war 2013. aktualisiert 2020

 

Die meisten von uns vergleichsweise wohlhabenden Mittel- und Nordeuropäern können sich ein Leben ohne Kühlschrank kaum vorstellen. Der Kühlschrank ist in unseren Haushalten fast wie ein Familienmitglied, immer da und, wenn man Glück hat, einigermaßen verlässlich. Und wie ein Familienmitglied mag man ihn mal sehr und mal nicht so sehr – abhängig davon, ob er beispielsweise Versprechungen einhält oder nicht. Was den Kühlschrank von den anderen Familienmitgliedern unterscheidet: Wenn er nicht mehr funktioniert, wie er soll – weil er manchmal komische Geräusche macht oder seine Haushaltspflichten nicht erfüllt -, dann tauscht man ihn einfach gegen einen neuen aus.

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Als mein letzter Kühlschrank im Herbst 2010 nicht mehr die Kraft hatte, zu tun, wofür ich ihn Jahre zuvor angeschafft hatte, brachte ich es nicht über mich, ihn einfach zu entsorgen und zu ersetzen – er sah ja noch so gut aus – und gab ihm bis Anfang 2013 ein Gnadenbrot als Schrank. So begann mein Experiment, ohne Kühlschrank zu (über)leben.

Jeder Mensch, dem ich erzählte, dass ich keinen funktionierenden Kühlschrank in der Wohnung habe, hielt mich für gestört oder sah mich mitleidig an, weil er vermutete, meine Geschäfte gingen schlecht und ich könnte mir keinen neuen Kühlschrank und seinen Betrieb (Stromkosten → Stromtarife vergleichen!*) leisten.

Dem war zum Glück nicht so, sondern ich hatte mich entschlossen, das Leben ohne Kühlschrank zu erproben – mit meinen vielen Reisen/Fernreisen in jüngeren Jahren hatte ich energiesparmäßig und hinsichtlich CO2-Fußabdruck auch noch einiges gutzumachen.

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Und ich fand das Leben ohne Kühlschrank eigentlich nicht einmal besonders schwierig – was aber auch daran lag, dass ich als freie Journalistin, Bloggerin und Buchautorin überwiegend zu Hause arbeite. Im Winter konnte ich sowieso manches in einer Kiste auf der Terrasse kühlen, im Sommer ging ich für kalte Getränke zum Bäcker, Bioladen, türkischen Lebensmittelladen oder einem Kiosk um die Ecke, wo riesige, gut gefüllte Kühlschränke stehen – die aber höhere Preise verlangen als der Supermarkt oder Getränkeläden mit ihren größeren Verpackungseinheiten.

Außerdem, so stellte ich fest, half mir das automatisch vorsichtigere und gezielte Einkaufen im Alltag – tatsächlich warf ich (noch) weniger weg als vorher. Ich freute mich außerdem an meinen niedrigen Stromkosten, denn obwohl ich bei einem zertifizierten Ökostrom-Anbieter bin, der ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen verkauft, und bei mir TV-Gerät, Notebook-Computer und Smartphone überbeansprucht werden, zahle ich monatlich gerade mal 26 Euro (seit 2020 sind es 31 Euro Abschlagzahlung) für meine Wohnung (die Stromkosten für Waschen im Waschkeller, Licht im Treppenhaus und anderer Gemeinschaftsstrom sind hier allerdings nicht enthalten).



Nach weiteren zweieinhalb Jahren Verwendung als Schrank war mein Kühlschrank dann doch ziemlich unansehnlich geworden und ich ließ mich überreden, mir einen neuen zu kaufen, den ich entweder als Schrank oder Kühlschrank nutzen wollte (Alleinstehender, gut aussehender Kühlschrank unter 50 gesucht), und mich von dem alten zu trennen.

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Bald nach der Online-Bestellung bei einem altbewährten Versandhändler kam der neue per Spedition (und nahm den alten mit). Ich war von seinem Anblick gleich so geblendet, dass ich die Trennung vom alten schnell vergaß. Immer wieder ging ich um ihn herum und begutachtete ihn. Er passte gut an seinen Platz. Beim Einschlafen hatte ich ein Lächeln auf den Lippen.

Als ich den neuen Kühlschrank am nächsten Morgen an den Strom anschloss, um zu prüfen, ob er überhaupt funktionsfähig wäre, falls ich ihn denn als Kühlschrank nutzen wollte, da war da Licht und sein Weiß und Plexiglas blitzten mich an. Ich konnte nicht anders: Ich stellte die Lebensmittel, die ich auf der Terrasse aufbewahrt hatte, in den neuen Kühlschrank und schaute mir das Stillleben an. Und ich wusste, so schnell würde ich ihm seinen Lebenssaft Strom nicht wieder nehmen können. Er gehört jetzt zu mir: als Kühlschrank, nicht als Schrank. Und wenn er mal komische Geräusche macht, dann werde ich das auch ertragen, genauso wie die Kosten für 165 kWh/Jahr an Energieverbrauch – bei 25,75 Cent/kWh sind das etwa 42,50 Euro/Jahr (lt. Hersteller: Kühlraum 87 l, Gefrierraum *** 9 l, A+), errechnete ich.

Nachtrag 2020 Jetzt nach 7 Jahren würde ich die Frage im Titel so beantworten: Mein Kühlschrank ist ein treues Familienmitglied! Meine Stromkosten sind zwar jetzt höher als 2012, aber erstens sind in den letzten 7 Jahren die Strompreise gestiegen und zweitens habe ich mehr stromverbrauchende Geräte als damals. Mit der Kühlleistung des Kühlschranks bin ich jetzt nach fast 7 Jahren immer noch zufrieden, und ja – auch er macht nachts manchmal komische Geräusche (vor allem, wenn ich nicht abgetaut habe), doch weniger als mein Notebook, das nachts für automatische Upgrades aus dem Schlaf gerissen wird (inzwischen abgestellt, das nervt zu sehr). Weniger zufrieden bin ich allerdings mit der Abdeckplatte des Gerätes – die ist leider aus billigstem Kunststoff, der schnell Sprünge bekam. Um die Nachhaltigkeit eines Gerätes zu beurteilen, müsste man eigentlich solche Faktoren auch einbeziehen – allerdings findet man dazu wenig. Mancher Kunststoff von Haushaltsgeräten neigt zu Sprüngen, anderer wird mit der Zeit unansehnlich gelb, wie beispielsweise meine Spülmaschine. Die Abdeckplatte für einen Kühlschrank kann man je nach Modell austauschen oder notfalls mit einer Auflage verbergen, aber was tut man, wenn das ganze Gerät mit der Zeit gelb wird? In mir sträubt sich mal wieder alles dagegen, ein funktionierendes Gerät, meine Spülmaschine, die offensichtlich auch nicht viel Strom verbraucht, gegen ein Neugerät zu ersetzen. Andererseits, wie lange halte ich diesen Anblick (und mitleidige Blicke von besuchenden Freunden darüber) noch aus?

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Urban Farming Geschäftsmodell: Salatanbau im umgebauten Frachtcontainer x CSA (Solidarische Landwirtschaft)

Wie man sich mit dem Anbau von frischen Kräutern, Greens, Salat u. Ä. in einem zum Anbaucontainer (Farmcontainer, Growcontainer) umgebauten Frachtcontainer und der Vermarktung über ein CSA-Konzept (Solidarische-Landwirtschaft) selbstständig machen kann, zeigt ein amerikanischer Familienbetrieb.

Verbraucher wollen auch im Winter Salat essen können. Es gibt neue Ansätze, wie man ihn nah beim Konsumenten produzieren kann, beispielsweise im umgebauten Frachtcontainer. Wie funktioniert das und ist das nachhaltiger als Importe oder Gewächshausanbau?

Mit der zunehmenden Verstädterung kamen neue verbrauchernahe Anbaumethoden für gärtnerische/landwirtschaftliche Produkte auf – die Stichworte dazu: „Urban Gardening“/“Urban Farming“/“Urban Horticulture“. Dazu gehört auch die standortunabhängige Produktion von gartenbaulichen Produkten in zu Anbaucontainern (Farmcontainer, Growcontainer) aufgerüsteten Frachtcontainern – eine Form des „Indoor-Farmings“. Ein anderer, schon lang anhaltender Trend, der in den letzten Jahren aber mehr Wind unter seine Flügel bekam, ist die Kritik an der industriellen Landwirtschaft und deren Erzeugnissen, wodurch neue Verbraucher-Erzeuger-Beziehungskonzepte entwickelt wurden und sich ausbreiten, beispielsweise die verschiedenen Möglichkeiten der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi), auch „Community-supported agriculture“, CSA, genannt, mit der meist ökologische und/oder soziale Landwirtschaftsprojekte umgesetzt werden.

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Farmcontainer

Farmcontainer (Anbaucontainer/Wachstumscontainer) sind in der Regel aufgerüstete Frachtcontainer/Schiffscontainer, in denen mit Hilfe von Kunstlicht (meist LED-Leuchtmittel) sowie Klima-, Bewässerungs- und Düngetechnik (Hydroponik) gärtnerische Produkte verbrauchernah und unabhängig von den Standortbedingungen wie Boden, Klima und Jahreszeit herangezogen werden können.

Farmcontainer sind transportierbar und stapelbar. (Bild: Freight Farms)
Im Farmcontainer wird meist vertikal und unter hohem Technikeinsatz (Kunstlicht, Hydroponik, Klimasteuerung) angebaut. (Bild: Freight Farms)

Der Anbau im umgebauten Frachtcontainer ist hochtechnisiert und automatisiert, hat aber zum Ziel, durch die Wasser- und Düngemitteleinsparung dank Effizienz und Kreislaufsystem, der Platzausnutzung dank vertikalem Anbau sowie der Verbrauchernähe nachhaltig zu sein – was derzeit in einem Growtainer an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf neben anderen Versuchsfragen untersucht und durchgerechnet wird. Zum Anbaucontainer aufgerüstete Frachtcontainer werden beispielsweise von Freight Farms („Leafy Green Machine“ und Nachfolgemodell „Greenery“), Growtainer und Vertical Harvest Hydroponics („Containerized Growing System“) angeboten.

Solidarische Landwirtschaft

Die Solidarische Landwirtschaft (Solawi) ist ein Konzept der engeren, direkten, vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Erzeugerbetrieben und ihren Abnehmern. Ziel ist es meist, die regionale Produktion nach ökologischen Gesichtspunkten zu fördern, indem ein oder mehrere Anbauer durch ein solches solidarisches System unterstützt werden. Die Verbraucher garantieren dem landwirtschaftlichen/gartenbaulichen Erzeugerbetrieb die Abnahme bestimmter Kontingente und geben ihm dadurch mehr Planungssicherheit für Investitionen (beispielsweise in Saatgut) und Absatzsicherheit für die angebauten Produkte. Rechtlich wird diese Art der Zusammenarbeit entweder über direkte Einzelverträge (beispielsweise Abnahmeabonnements), über Abnehmerkorporationen (Genossenschaften, Vereine) oder über eine Mitunternehmerschaft realisiert.

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Wie sich der Anbau im Farmcontainer mit Solidarischer Landwirtschaft kombinieren lässt

Sarah Ward von der Oasis Springs Farm in Nashua, New Hampshire (USA) teilt in einem Interview ihre Erfahrungen, die sie mit dem Aufbau eines CSA-Konzeptes zum Vertrieb ihrer Farmcontainer-Erzeugnisse gemacht hat, mit den Zuhörern. Sie und ihr Mann Chris begannen 2016 mit dem Betrieb ihrer Farm in Form eines Farmcontainers („Leafy Green Machine“ von Freight Farms), der im städtischen Umfeld im Garten hinter dem Haus aufgestellt wurde, nachdem sie von der örtlichen Verwaltung die Genehmigung dazu erhalten hatten. Das Ziel der Wards war es, mit ihren Erzeugnissen die Menschen ihrer Gemeinde auch in den kalten Wintern von New Hampshire mit frischen, gesunden, lokal produzierten Gemüsen, Kräutern und Salaten zu versorgen. Sarah Ward hat beruflich einen Marketing-/Public-Relationship-Hintergrund und macht die meiste „Farmarbeit“, ihr Mann Chris Ward ist Informatiker und die Unterstützung bei technischen Angelegenheiten. Fällt besonders viel Arbeit an, hilft auch mal der ältere der beiden Söhne.

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Da es in ihrer näheren Umgebung kaum Wochenmärkte gibt und sich der Vertrieb von Salat, Kräutern, Sprossen und anderen Greens, Blattgemüse (Grünkohl) und Ähnlichem über Wochenmärkte mengenmäßig als kaum planbar erwies, begann Sarah Ward bald, feste Kunden zu suchen, die bereit waren, bestimmte Kontingente im Voraus zu reservieren und zu bezahlen – was sowohl den Abnehmern als auch den Farmbetreibern zugute kam. Ihr CSA-Prinzip „Weekly Share“ (Wochenanteil) ließ sich zudem besser in ihr Familienleben (Work-Life-Balance) integrieren.

Die Wards pflegen intensiven Kontakt mit ihren Abnehmern, die wissen wollen, wo ihr Salat herkommt und sich über die Frische freuen, teilen Rezepte und haben auch einen wöchentlichen Newsletter. Ihre Motivation schöpfen sie auch daraus, dass sie mit ihrem Containerfarmbetrieb einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Menschen ihrer Gemeinde gesünder ernähren.

Die gebuchten Kontingente werden in beschrifteten Tüten an zentrale Abholstellen, bevorzugt mit Kühlschrank, wie die örtliche Bäckerei, das Fitnessstudio und andere lokale Geschäfte, geliefert, wo sie von den Abonnenten abgeholt werden. Die Kunden gehören laut Ward allen demografischen Gruppen an, sowohl Alte, als auch Junge, sowohl Familien mit Kindern als auch Paare oder Singles sind dabei. Die Local-Food-Bewegung war den meisten der Abnehmer bereits bekannt, zum Anbau in Hydroponik war allerdings etwas Aufklärungsarbeit nötig – die Frische und der Geschmack haben letztendlich überzeugt. Die Bekanntheit der Wardschen Farm wächst durch Mund-zu-Mund-Propaganda, wird aber auch aktiv über Social-Media-Plattformen und Anzeigen in regionalen Foren vergrößert.

Sarah Ward im Interview

How to Run a Successful CSA with Oasis Springs Farm (YouTube, Kanal: Freight Farms)



Fazit

Der Anbau im Frachtcontainer schafft mehr Unabhängigkeit von Importen bzw. von Lieferketten. Am meisten Sinn macht der Anbau im Farmcontainer dort, wo es keine nachhaltigeren Möglichkeiten gibt, frische Blattgemüse u. Ä. (im Winter) auf den Tisch zu bringen. Ob und wie wirtschaftlich und nachhaltig der Anbau in einem Farmcontainer ist, hängt vom Einzelfall ab. Strom ist ein wichtiger Nachhaltigkeits- und Kostenfaktor. Manche (oder viele?) Nutzer solcher Anbaucontainer betreiben diese mit selbst produziertem Solarstrom. In manchen Gegenden gibt es auch besonders günstigen Zugang zu Ökostrom. Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit müssen unter anderem der örtliche Strompreis, die Preisgestaltungsmöglichkeiten (Konkurrenzsituation) und ob man sich einen festen Kundenstamm aufbauen kann (abhängig davon, wie die Akzeptanz ist) als wichtige Komponenten in die Rechnung einbezogen werden.

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Sonnenschirme vor dem Einlagern richtig reinigen

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Um die Materialien zu schonen und die Lebensdauer zu erhöhen, sollten Sonnenschirme vor dem Einlagern gereinigt werden. Im Laufe einer Sommersaison lagern sich zahlreiche Schmutzpartikel auf den Stoffen und dem Gestell ab. Werden diese nicht entfernt und bleibt beim Einlagern Restfeuchte zurück, nagt beides am Sonnenschirm und hinterlässt zunächst oberfläche Beschädigungen. Diese sind in der neuen Saison Angriffsfläche für größere Schäden. 

Sowohl Privatpersonen als auch Gastronomen sind sich unschlüssig, ob ein Sonnenschirm im Winter eingelagert werden muss. Gerade die sogenannten Gastroschirme, also Modelle für Biergarten und Restaurant, gelten als Allwetterschirme. Das heißt: Sie können problemlos bei jedem Winter draußen bleiben. Trotzdem können permanente Nässe sowie Frost Schaden an den Schirmen anrichten. Daher ist es in der kalten Jahreszeit immer empfehlenswert, die Schirme einzulagern. 

Schirme zunächst reinigen

Bevor Sonnenschirme in Garage oder Lager verschwinden, werden sie begutachtet und gereinigt. Insbesondere auf den Schirmdächern zeigen sich häufig viele Verschmutzungen, zu denen Pollen, Feinstaub und Vogeldreck gehören. Vogeldreck sollte schnellstmöglich entfernt werden, da er sehr aggressiv ist und das Schirmdach schädigen kann. Um das Dach gründlich zu reinigen, wird die Bespannung zunächst entfernt und auf einer möglichst geraden Fläche ausgebreitet. Es ist wichtig, dass der Stoff knitterfrei liegt, sonst entstehen schnell unangenehme Falten. Für die Reinigung des Sonnenschirms können Waschmittel oder milde Seife benutzt werden. Ideal ist Kernseife, da diese auch hartnäckigere Verschmutzungen entfernt. Das Reinigungsmittel wird mit einer Bürste auf dem Schirmdach verteilt und eingerieben.

Nach kurzer Einwirkzeit können die Reinigungsmittel abgespült werden. Am besten eignet sich klares, warmes Wasser. Farbige Schirmdächer werden grundsätzlich nicht in der Sonne liegen gelassen. Die Kombination aus UV-Strahlen und Reinigungsmittel kann den Stoff an einigen Stellen ausbleichen lassen. 

Schirme richtig trocknen lassen

Am besten trocknen die Schirmdächer, wenn sie wieder aufgespannt werden. So lässt sich Restfeuchte in kleineren Falten vermeiden. Sind die Schirmdächer und Gestelle optimal getrocknet und ist keine Restfeuchte vorhanden, kann der Schirm eingelagert werden. Bleibt ein wenig Feuchtigkeit zurück, steigt das Risiko von Stockflecken erheblich an. Durch diese wird das Material dauerhaft beschädigt. Zum Einlagern wird der Schirm zunächst ordnungsgemäß geschlossen. Besondere Aufmerksamkeit genießt abermals die Schirmbespannung. So gilt es darauf zu achten, dass Bespannung und Streben sauber schließen. Nur so lassen sich Falten und Scheuerstellen vermeiden. 

Damit die Schirme nicht unnötig viel Platz wegnehmen, werden sie in einzelnen Lagen eng um den Mast gewickelt. Weiterhin wird ein Bindegurt gebraucht, mit dem eine Fixierung des Schirms möglich ist. Der Bindegurt verhindert, dass sich das Schirmdach versehentlich wieder öffnet. Im besten Fall wird der Schirm in eine Schutzhülle verstaut. Diese gibt es passend für sämtliche Schirmgrößen und Modelle. Dadurch wird während der Einlagerung im Keller oder auf dem Dachboden vermieden, dass sich weiterer Schmutz absetzt. 

Die Sonnenschirme lassen sich an verschiedenen Stellen einlagern. Wichtig ist, dass es ein trockener Ort ist, der zudem gut belüftet wird. Keller sollten nur genutzt werden, wenn es nicht zu feucht ist. Weiterhin sollte hier im Winter wenigstens eine mäßige Temperatur erreicht werden. Ideal sind beheizte Keller. Beim Einlagern muss darauf geachtet werden, dass der Sonnenschirm nicht von Nagern angeknabbert werden kann. 

* Sponsor-Posts sind informative Artikel meiner Werbepartner

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