Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Alle reden darüber, aber viele kennen die Bedeutung von Nachhaltigkeit nicht – sie wissen nur, dass sie irgendwie wichtig ist und im Trend liegt. Das sollten Sie über Nachhaltigkeit wissen.

Nachhaltigkeit ist verantwortungsvolles Handeln, das die Auswirkungen auf die Zukunft im Blick hat und beispielsweise Ressourcen nur in dem Maße verbraucht oder Systeme nur in dem Maße stört, wie sie sich regenerieren können.

Nachhaltigkeit bedeutet nicht: Alles, was man hat, wegzuwerfen und durch neue Produkte zu ersetzen, die von Firmen mit dem Begriff Nachhaltigkeit beworben werden, weil es modern ist.

Ökologische Nachhaltigkeit in der Praxis

Nachhaltiges Handeln im ökologischen Sinne soll das Funktionieren des Ökosystems Erde sowie die Bewohnbarkeit zu guten Bedingungen erhalten. Um dies zu erreichen, müssen wir
  • Ressourcen schonen,
    also wenig bis keine Energie aus endlichen Rohstoffen verbrauchen, sondern nach und nach ganz auf saubere, regenerative Energie umstellen. Außerdem dürfen wir Rohstoffe oder Wasser grundsätzlich nicht verschwenden – und zwar nicht nur selbst im eigenen Haushalt, sondern jeweils in der gesamten Wertschöpfungskette dessen was wir kaufen (vom Abbau, Anbau oder der Herstellung der Rohstoffe an, über die Produktion von Gütern und ihrer Verteilung mittels Handel zum Endverbraucher, bis zum Entsorgen nach dem Gebrauch/Verbrauch),
  • bei Handlungsentscheidungen immer auch die Auswirkungen auf das Klima und die direkt betroffenen sowie auch die vernetzten Ökosysteme beachten,
  • das System nicht durch den Eintrag giftiger Stoffe oder zerstörerische Verfahrensweisen belasten oder zerstören.
Kleines Beispiel für den Erfolg von nachhaltigem Handeln: Natürliche Feinde im Garten zu fördern, bringt mehr als Insektizide zu spritzen. Die Blattläuse an diesem Salbei wurden von natürlichen Feinden ohne mein Zutun „beseitigt“.
Unsere Erde ist ein großes Ökosystem, das aus vielen Teilsystemen und Elementen besteht, die voneinander abhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Beispiel: Ohne (Wild-)Blumen, die Nektar und Pollen bilden, sterben Bienen und viele andere Insekten, weil sie nicht mehr ausreichend Futter vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst haben. Als Folge werden auch Kulturpflanzen nicht mehr ausreichend bestäubt und bilden keine Früchte und Samen. Sterben die Bienen aus, gibt es bald kein Obst und Fruchtgemüse mehr, Pflanzenarten werden aussterben, weil sie sich nicht mehr vermehren können, viele Vögel, andere Tiere und Menschen werden wahrscheinlich verhungern.

Beispiel Landwirtschaft – sie muss nachhaltiger werden

Eine Landwirtschaft, die auf möglichst große Feldflächen mit Monokultur-Anbau und mineralischem Kunstdünger setzt und alles für überflüssig hält und wegspritzt, was sich nicht verkaufen lässt, ist umweltbelastend, macht den Boden anfälliger für Erosion und die Landschaft weniger belastbar bei Wetterereignissen. Sie beeinträchtigt auch die Lebensqualität der Menschen, belastet Grundwasser und damit die Gesundheit und kostet am Ende die ganze Gesellschaft viel Geld (beispielsweise für die Aufbereitung von belastetem Grundwassers, für Entschädigungsforderungen wegen größerer Schäden bei Unwettern etc., abgesehen davon, dass auch die Landwirte nach solchen Wetterereignissen finanzielle Hilfen benötigen.) Eine Landwirtschaft, die in Kreisläufen denkt, auf umweltgerechten Anbau und Mischkultur setzt, Feldraine mit blühenden heimischen Sträuchern und Wildblumen einplant und mit der Natur arbeitet statt gegen sie, ist nicht nur schöner, sondern erzeugt weniger Probleme und Kosten für die Allgemeinheit. Das heißt nicht, dass alles einfach und problemlos sein wird, sobald man Spritzmittel weglässt, die Felder kleiner macht und Feldraine mit Blumen besät, aber es ist ein Anfang und alle Problemlösungen müssen ab sofort statt „quick und dirty“ verdrängt, für die Zukunft durchdacht und gelöst werden.

[Nur nebenbei, damit es nicht in Vergessenheit gerät:
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft war von 2005 bis 2018 in den Händen der CSU und wird derzeit von der CDU verwaltet. Viele Bürger sind mit der Arbeit der Union nicht zufrieden, da sie in der Landwirtschaft die falschen Anreize setzt (für große Betriebe, Monokultur und Massentierhaltung) und eine umweltgerechtere Landwirtschaft in Deutschland blockiert. Besonders krasses Beispiel: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, CSU, stimmte im November 2017 im Alleingang für eine EU-weite Verlängerung von Glyphosat (das übrigens von Bayer Crop Science auch schon vor der Monsanto-Übernahme verkauft wurde), obwohl die Umweltministerin Barbara Hendricks, SPD, sowie auch ein großer Teil der Bevölkerung dagegen waren und deshalb eine Enthaltung vereinbart worden war. Der damalige CSU-Chef Seehofer soll vorab über den „Coup“ informiert gewesen sein. Offensichtlich halten sich diese Personen für über der Geschäftsordnung der Bundregierung und Koalitionsvereinbarungen stehend. Eine solche Arroganz ist nicht hinnehmbar und sollte von Wählern abgestraft werden. Als einflussreicher Einflüsterer/Lobbyist der Union wird übrigens der Bauernverband ausgemacht (siehe Mächtige Multifunktionäre bei weltagrarbericht.de).

Aber nicht nur Politik und Erzeuger sind gefordert, auch wir Verbraucher müssen besser werden, denn oft werden bei uns zuhause die Verbesserungen, die mit Anstrengungen in der Lieferkette vom Erzeuger und Handel erreicht wurden, zunichte gemacht – oft in guter Absicht: Da wird mit dem Auto mehrmals wöchentlich aufs Land hinaus zum Öko-Bauernhof gefahren, um den Bioanbau und den Bauern zu fördern, da wird das Gemüse mit Unmengen Wasser gewaschen, im offenen Topf in ebenfalls unnötig viel Wasser gekocht und anderes mehr. Man kann den Öko-Bauern ebenfalls unterstützen, wenn man weniger oft und auf Vorrat einkauft oder sich mit anderen zusammentut. Das Gemüse mit weniger Wasser zu waschen und wassersparender zu kochen, erfordert nur kleine Umgewöhnungen – wenn man denn nachhaltiger handeln möchte.

Wir dürfen nicht nur auf die Erzeuger und die Politik schimpfen, sondern müssen uns fragen, was wir selbst in unserem Alltag besser machen können. Jede Tätigkeit, von Essen bis Körperpflege, hat nämlich Auswirkungen, aber meist denken wir nur an unseren direkten Gewinn.

Beispielsweise waschen wir uns, damit wir danach sauber und erfrischt sind. Aber Waschen hat Auswirkungen und wir bestimmen durch die Wassermenge, durch die Menge und Wahl der Produkte, die wir verwenden (enthaltene Inhaltsstoffe, Art der Produktion), wo wir diese Produkte kaufen, wie wir sie kaufen, in welchen Tüten, Taschen und Kartons wir sie transportieren und wie wir all die Materialien nach Verbrauch entsorgen, wie sich unser Waschen auf die Umwelt auswirkt.

Keine Angst, niemand muss perfekt sein und darf keinen Spaß mehr haben. Am besten fängt man bei Dingen an, die einem leicht fallen, jeder entsprechend der eigenen Situation. Beispielsweise
  • Wer einen Garten hat, könnte auf Glyphosat haltige Unkrautmittel sowie allgemein auf umweltschädliche Spritzmittel verzichten und statt dessen die natürlichen Gegenspieler von Schädlingen (Vögel, Fledermäuse, Marienkäfer, Florfliegen, Schwebfliegen, Igel etc.) fördern und andere umweltverträglichen Maßnahmen mehr.
  • Wer sowieso nicht gerne Fleisch isst, reduziert den Fleisch- und Wurstkonsum und isst öfter mal fleischlos,
  • Wer sich mehr/viel bewegen möchte, fährt mit dem Fahrrad zum Einkaufen und ins Fitnessstudio.
  • Menschen, die gerne reparieren und kreativ sind, reduzieren ihren Konsum und damit auch den Rohstoffverbrauch, indem sie einiges Alte wieder schön machen, statt immer Neues zu kaufen.
Jeder fängt erst einmal mit den Dingen an, die leicht fallen. Nach und nach lernt man dazu, was man in der jeweiligen persönlichen Situation sonst noch machen kann, um die Umwelt weniger zu belasten.

Und natürlich müssen wir als BürgerInnen und WählerInnen Politiker wählen, die für uns arbeiten und nicht für ihr Ego. Natürlich müssen Branchenlobbyisten angehört werden, genauso wie Umweltlobbyisten und alle anderen Interessensvertreter das Recht haben, ihre Positionen dazulegen, aber Politiker dürfen nicht naiv zu Erfüllungsgehilfen kommerzieller Unternehmen werden. Sie müssen langfristig denken, die richtigen Anreize aus einer langfristig denkenden Perspektive setzen, nachhaltige und umweltverträgliche Kreisläufe schaffen, die auch kontrollierbar sind (und nicht beispielsweise das Problem der Entsorgung an arme Länder übergeben, wo weder ArbeiterInnen noch Umwelt einen Schutz haben und Verfahren nicht kontrolliert werden).

Beispiele für einfach umsetzbare Ideen für nachhaltiges Handeln gibt es bei 10 + 1 Nachhaltigkeittipps – Ideen für den Alltag, die sich leicht umsetzen lassen und auch noch Geld sparen.

Der Begriff Nachhaltigkeit taucht jedoch auch in anderen Zusammenhängen auf, nicht nur beim Thema Klimawandel, Natur- und Umweltschutz:
Nachhaltige Unternehmensführung soll Ökonomie, Ökologie sowie gesellschaftliche und soziale Verantwortung zu einem Dreiklang vereinen. Bei Entscheidungen soll nicht nur bis zu den nächsten Quartalszahlen gedacht werden, sondern auch auf die Zukunftsfähigkeit der Produkte und Produktion unter ökologischen Gesichtspunkten, den Erhalt des Unternehmens sowie auf soziale Nachhaltigkeitsaspekte geachtet werden. Es ist beispielsweise ökonomisch nicht nachhaltig, den Anteilseignern allen Gewinn auszuschütten, sondern ein Teil muss in Forschung und Entwicklung, Mitarbeiterschulungen etc. gesteckt werden. (Wenn man den Investoren jedoch gar nichts gibt, ziehen die ihr Geld raus (Ausnahme sind Aktiengesellschaften, die großes Wachstumspotenzial mit hohen Kursgewinnen haben, ansonsten muss ein Kompromiss gefunden werden). Soziale Nachhaltigkeit bedeutet beispielsweise eine faire Bezahlung, Aufstiegsmöglichkeiten unabhängig von Geschlecht, Ethnie oder Ähnlichem zu ermöglichen sowie für loyale Mitarbeiter zu sorgen (beispielsweise durch Mitarbeiterbindung, indem man Betriebskinderkrippen einrichtet, flexible Arbeitszeiten ermöglicht und anderes).

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Gartenmöbel: Tipps & Trends 2019 / 2020

Artikelkennzeichnung siehe unten.

Wenn die Sonne lacht und uns warme Lüfte um die Nase wehen, heißt es für viele ab in den Süden, doch Urlaub auf „Balkonien“, die kleine Auszeit zu Hause auf der Terrasse oder im eigenen Garten, ist ebenfalls sehr beliebt. Grund genug, sich die Gartenmöbel-Trends anzuschauen: Was sind die Highlights und was wird für das nächste Jahr erwartet? Hier finden Sie Tipps für die Kaufentscheidung und einen Blick in die Zukunft, was 2020 en vogue sein wird.

Ein Tisch und vier Klappstühle – früher war die Entscheidung nicht schwer, was auf die eigene Terrasse soll. Heute jedoch ist die Auswahl an Materialien, Formen und Ausführungen von Gartenmöbeln schier grenzenlos, wie man beispielsweise bei Gartenmöbel Stuttgart sieht. Diejenigen, die vorhaben, ihre Terrasse mit neuen Möbeln aufzupeppen, stehen also vor der großen Frage: Welche Gartenmöbel sind die richtigen und was muss ich beachten?
Bevor es ans Eingemachte geht und Sie in die Welt der Möbel eintauchen, sollten Sie sich zunächst den vorhandenen Platz und Ihren Platzbedarf anschauen.

Tipp 01 – Den Standort berücksichtigen
Wo sollen die Möbel später stehen? Auf Ihrem Balkon, der Terrasse oder auf einer Fläche im großen Garten? Es ist sehr zu empfehlen, den Standort auszumessen und einen Plan zu zeichnen. Geben Sie nicht nur den Gartenmöbeln, sondern auch Blumenkübeln, dem Grill, der Sonnenliege und anderen festen Bestandteilen einen Platz auf ihrem Plan. Und denken Sie auch an den optischen Eindruck: Eine Faustformel besagt, mindestens ein Drittel der Fläche sollte frei bleiben, damit Ihre Terrasse oder der Balkon am Ende nicht zu überladen wirkt. Eine ausladende Lounge-Garnitur zum Chillen beispielsweise, die im Prospekt oder in der Ausstellung modern und einladend aussieht, kommt bei wenig Platz nicht zur Geltung, sondern wirkt im Gegenteil eingepfercht.

Tipp 02 – Den Zweck und den gewünschten Stil bestimmen
Klingt banal, ist aber wichtig: Überlegen Sie, bevor Sie sich auf Möbelsuche machen, was Sie eigentlich wollen und wofür. Suchen Sie eine Sitzgelegenheit für den Grillabend mit Freunden, dann ist eine klassische Esstischgruppe mit mehreren Essstühlen die passende Wahl. Oder stehen das Relaxen und Entspannen im Vordergrund, dann setzen Sie am besten auf eine Lounge-Gruppe mit Beistelltisch, die Ihre Terrasse schnell in ein Outdoor-Wohnzimmer verwandelt.
Sind die vorhandene Größe des Standorts und der Einsatzzweck klar, geht es an die eigentliche Gartenmöbel-Suche.

Welche Gartenmöbel liegen im Trend?
Dieses Jahr sind vor allem Möbel, die aus mehreren Materialien bestehen, angesagt – Materialmix heißt das Stichwort. Beispielsweise sind derzeit leichte Aluminiummöbel in Kombination mit Holz und Geflecht gefragt, aber auch Edelstahlmöbel, da diese mit ihrer modernen, kantigen Form eine sehr hochwertige Optik ausstrahlen. Im Bereich der Loungemöbel wird ebenfalls auf das Leichtgewicht Aluminium gesetzt. Die Vorteile liegen hier vor allem in der hohen Lebensdauer und darin, dass die Möbel extrem pflegeleicht sind.
Werfen wir einen Blick in die Zukunft und schauen, welche Highlights für den Sommer 2020 zu erwarten sind, dann zeigt sich, dass die Gartenmöbel-Designer ein Herz für kleine Balkone und Terrassen entwickelt haben und vermehrt kompakte Lösungen im Lounge- und Tischbereich anbieten. Mit sogenannten modularen Loungesystemen kann man sich dann die Lounge individuell nach den vorhandenen Gegebenheiten zusammenstellen und vielfältig nutzen.

Ebenfalls ein interessanter Trend im kommenden Jahr sind Stühle und Loungemöbel, die das Kissen bereits integriert haben. Die Kissen bestehen aus dem Outdoorstoff QDF, kommen mit jeder Witterung gut klar und trocknen sehr schnell.

Tipp 03 – An die Lagerung denken
Was machen Sie mit Ihren Gartenmöbeln im Winter? Ab in den Keller, in die Garage oder verlagern Sie die Sitzgruppe in den Wintergarten? Auch das sollten Sie beim Kauf berücksichtigen. Überlegen Sie, ob Sie den nötigen Platz haben beziehungsweise ob sich die Gartenstühle zusammenklappen oder zumindest stapeln lassen.

Mit diesen einfachen Tipps & Tricks sind Sie auf jeden Fall gerüstet, um beim Gartenmöbel-Kauf den Durchblick zu bewahren. Gehen Sie mit Ihrem Terrassenplan und Ihren Wünschen zu einem Outdoormöbel-Experten und lassen Sie sich professionell beraten. Der Profi zeigt Ihnen die unterschiedlichen Möglichkeiten und findet für Ihre individuelle Wohnsituation die beste Gartenmöbel-Lösung. Deutschlands größte Gartenmöbelausstellung findet man zwischen Stuttgart und München bei ZEOTTEXX. Eine gute Adresse, um die unterschiedlichen Ausführungen einmal Probe zu sitzen und zu liegen.

* Sponsor-Posts sind informative Artikel meiner Werbepartner


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Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung: Die fünfte Auflage ist da!

Ich freue mich und bin stolz, dass gerade die fünfte Auflage vom Buch Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung* beim Ulmer Verlag erschienen ist. Das Buch ist mein ältestes „Buchbaby“ – die Schwangerschaft forderte damals alles von mir und bei der Geburt 1996 war es ein ganz schöner Brocken. Aber es war die Mühe wert: Das Riesenbaby wurde mit offenen Armen begrüßt und half offenbar vielen Menschen bei der Anschaffung und Nutzung ihrer Kleingewächshäuser. Seit damals wurde es mehrmals überarbeitet und aktualisiert und erscheint nun in der fünften Auflage.

Das Kleingewächshaus - Technik und Nutzung, Schumann/Milicka, Verlag Eugen Ulmer 2019 (Werbelink Amazon.de)
Know-how für GewächshausbesitzerInnen und solche, die es werden wollen
Mit einem Kleingewächshaus eröffnen sich Hobbygärtnern viele neue Möglichkeiten: Man kann nicht nur das Gartenjahr verlängern, Gemüse und Kräuter früher und länger anbauen und Tomaten gesund erhalten, sondern Jungpflanzen heranziehen, Kübelpflanzen überwintern, exotisches Obst anbauen, Kakteen, Palmen und andere Pflanzen kultivieren und vieles mehr. Damit das auch wie gewünscht und ohne Umwege gelingt, ist ein wenig Wissen notwendig. Das Buch Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung* ist eine große Hilfe bei der Planung, Auswahl, Aufstellung und Nutzung eines Gewächshauses. Es bietet neben Technikinformationen, umfangreiches Pflanzenbauwissen, ausführliche Anleitungen für die umweltgerechte Anzucht und Pflanzenkultur und vieles mehr.

Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Buch aktualisiert und neu aufgelegt wird, manches Buch stirbt in jungen Jahren, wenn es Teil einer Reihe ist, die eingestellt wird, manchmal ist auch ein Thema nicht mehr im Trend und mancher Verlag schmeißt Bücher nach der ersten Auflage raus, wenn sie nicht unter den Top Ten sind.

Danke an den Ulmer Verlag, dass er Anfang der 1990er-Jahre dieses Thema an mich herantrug und an mich geglaubt hat, obwohl dieses Buch mein erstes war und schon wegen der Themenvielfalt eine (von mir sehr geschätzte) Herausforderung war. Meines Wissens nach war unser Gewächshausbuch bei seinem Erscheinen das erste in diesem Umfang zum Thema Kleingewächshaus und Gewächshausnutzung. Danke an die verschiedenen Lektoren und das gesamte Ulmer-Team, die die Entstehung und die weiteren Auflagen im Laufe der Zeit befürwortet und begleitet haben. Danke auch an meinen Koautor Gerhard Milicka, der mir bei der ersten Auflage bei den bautechnischen Details eine große fachliche Unterstützung war.

Aber ganz besonders bedanken möchte ich mich bei meinen früheren Professoren und KollegInnen, bei den MitarbeiterInnen der früheren Versuchsanstalt für Gartenbau an der FH Weihenstephan (heute HSWT.de) und des Kleingartens Weihenstephan sowie bei den BeraterInnen, GärtnerInnenn und Freizeitgartelnden, mit denen ich zu tun hatte, dafür, dass ich von ihnen allen viel lernen und bei ihnen zuschauen durfte. Nur durch die Gesamtheit aller direkt und indirekt Beteiligten wurde Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung* zu einem Langläufer-Buch, das den LeserInnen bei ihrem Einstieg in die Kleingewächshausgärtnerei offensichtlich eine große Hilfe und später geschätztes Nachschlagewerk ist.

Danke auch an alle die, die das Buch gekauft haben oder kaufen werden, für das große Vertrauen. Wir haben uns alle wirklich große Mühe gegeben, dieses Vertrauen zu verdienen und ich bin immer offen für Verbesserungsvorschläge oder Feedback.

Danke!

Das Buch Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung* ist überall im örtlichen Buchhandel, beim Ulmer Verlag sowie in allen Online-Buchshops erhältlich.

Das Kleingewächshaus*
Technik und Nutzung

Eva Schumann/Gerhard Milicka 
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart: 5. Auflage (13. Juni 2019)
ISBN 3-8186-0822-9
-> Online-Bestellung*



* Werbelink (auch Buchabbildungen sind mit einem Werbelink zu Amazon.de versehen)

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Jeffree Star Cosmetics jetzt in Deutschland bei Douglas

Deutsche Fans von Beauty-Guru und YouTuber Jeffree Star können sich freuen. Endlich kann man seine Make-up-Produkte (Jeffree Star Cosmetics, JSC) auch in Deutschland bei einem autorisierten Händler kaufen.
Jeffree Star Cosmetics Produkte
Jeffree Star Cosmetics-Produkte lassen die Herzen seiner Fans und Sammler höher schlagen. Mit flüssigen Lippenstiften fing es an, inzwischen gibt es eine große Auswahl an Lidschattenpaletten, Highlightern, Liplinern, Lippenpeelings und vieles mehr.
Seit dem 28. Mai 2019 hat Douglas* die Produkte von Jeffree Star Cosmetics (JSC), Sitz in Chatsworth/Kalifornien (USA), im Online-Sortiment. Lidschattenpaletten, Highlighter, Lippenstifte, Velour Liquid Lipsticks (flüssige Lippenstifte) und Lip Scrubs (Massage-/Peelingpaste für die Lippen, Tiegel) sind schon da, die neueren Produkte jedoch nicht. Da wird man auf Online-Shops im EU-Ausland oder den USA ausweichen müssen – siehe auch Wo kann man Make-up von Jeffree Star Cosmetics kaufen, wenn man in Deutschland wohnt.

Bisher gibt es keine Information, ob es demnächst das komplette Angebot samt Bloood-Sugar-, Blue-Blood- und Jawbreaker-Palette (Lidschatten und Pressed Pigments), den Magic Star Concealern (zum Abdecken von Augenringen, Verfärbungen und Unreinheiten) und Abdeckpudern sowie die neue The Gloss Lip-Gloss-Linie bei Douglas geben wird. Letztere ist für den 31.05.2019 zumindest für die USA angekündigt.

Wobei man allerdings wissen muss: Die Produkte von JSC sind beim ersten Erscheinen (und die Bestseller bei jeder Nachlieferung) knapp, manchmal sind sie nach ein paar Stunden und im Extremfall schon nach wenigen Minuten weltweit ausverkauft, obwohl JSC die Produktmenge nach eigenen Angaben von Mal zu Mal steigert. JSC ist eben als Indie-Marke ohne globalen Konzern dahinter erst vor ein paar Jahren mit ein paar Velour Liquid Lipsticks gestartet und seitdem unfassbar schnell gewachsen.

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Jeffree Star Cosmetics
JSC-Make-up-Produkte sind nicht nur von guter Qualität (so die überwiegende Meinung der Fans und Make-up-TesterInnen in den sozialen Netzen) bei fairem Preis (mittleres Preissegment), vegan (ohne tierische Bestandteile) und cruelty free (ohne Tierversuche hergestellt), sie sind – wie ihr Schöpfer auch – einzigartig, trendmäßig immer schon ein Stückchen weiter und immer überraschend – von den Farben und Farbkombinationen her genauso wie hinsichtlich der Verpackung und der Präsentation. Jeffree Star ist ein Meister darin, seine Fans schon lange vor dem Erscheinen des nächsten Produktes in Aufregung zu versetzen, so dass diese pünktlich zum Erscheinungstermin und zur richtigen Uhrzeit (!!!) das Smartphone in der Hand halten, an einem Computer sitzen oder in einer Schlange vor einem der stationären Läden (Morphe in den USA) anstehen. Die Marke steht wie ihr Schöpfer dafür, sich selbst (künstlerisch) auszudrücken und sich als wertvoll und liebenswert zu empfinden, so einzigartig wie man ist.
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Bisher mussten deutsche Fans entweder in den USA bestellen und jenachdem, wo sie bestellten, eine längere Versandzeit, höhere Versandkosten, komplizierte, deutsche Zollabwicklung und deren Gebühren in Kauf nehmen oder drastisch überteuert (und mit der Ungewissheit, ob es überhaupt Originalprodukte sind) bei Anbietern auf Ebay, Amazon und anderen Online-Handelsplattformen bestellen. Manches konnte man zwar bereits bei JSC Partnerhändlern in einigen anderen EU-Ländern bestellen (beispielsweise bei Beauty Bay/UK und The Make Up Spot/NL), aber im Falle von Beauty Bay stellte sich die Frage: Wie lange noch, wenn das Vereinigte Königreich mit dem Brexit ernst macht?

Was auch noch spannend bleibt: Wird Douglas* nur die Beauty-Produkte oder auch Modeartikel und Accessoires ins Sortiment aufnehmen? Die Fans würden es sich wünschen.  

Jeffree Star – eine unglaubliche Geschichte
Kreativer Geist, Visionär, Gesicht sowie Herz und Seele von Jeffree Star Cosmetics ist Jeffree Star aus Kalifornien, der seine Welt von Jugend an mit Make-up verschönerte („Makeup was my happy place“) und nach Ende seiner Schulzeit zunächst am Make-up-Verkaufstresen im Einkaufszentrum und als freiberuflicher Make-up-Künstler arbeitete.

Schon in den MySpace-Tagen hat er die Klaviatur von Social Media zu nutzen gelernt und seine Individualität, sein künstlerisches Talent sowie sein Marketinggeschick erfolgreich in Aufmerksamkeit („Freunde“) umgemünzt. Dank seiner Popularität konnte er eine Karriere als Singer-Songwriter beginnen. Seine vielen Fans liebten seine Musik ebenso wie seine provokanten Inszenierungen. Er ging mit anderen zusammen auf Tour, auch nach Europa, und wurde schon als die nächste „Lady Gaga“ gehandelt, als seine Förderer in Schwierigkeiten gerieten und seine Musiker-Karriere unerwartet in einer Sackgasse endete.

Jeffree Star gab damals zwar die Musik (vorübergehend?) auf, aber nicht seine Ambitionen. Er fokussierte wieder auf Make-up, das ihm schon immer über dunkle Zeiten hinweg geholfen hat, und steckte seine Energie und das, was von den Ersparnissen aus der Musikerzeit übrig war, in die Entwicklung seiner Kosmetikmarke und die ersten drei von ihm entwickelten flüssigen Lippenstifte (Velour Liquid Lipsticks ‚Redrum‘, ‚I’m Royalty‘ und ‚Prom Night‘) … und die Geschichte nahm ihren Lauf. Statt als Musiker ging er nun mit seinen Lippenstiften auf die Warped Tour (eine Festival-Tour) und traf dort seine alten und neue Fans. Da MySpace inzwischen nicht mehr so angesagt war, begann er seinen YouTube-Kanal ganz dem Thema Make-up zu widmen und dort seine Produkte vorzustellen, ein bisschen Behind the Scenes zu zeigen, Schminkanleitungen (Makeup-Tutorials) zu seinen Looks zu geben, Make-up-Produkte anderer Marken auszuprobieren und zu bewerten („Jeffree Star approved“) und anderes mehr.
Jeffree Star Cosmetics Lidschattenpaletten Beautykiller (unten, vorgestellt bei YouTube im Mai 2016) und
Androgyny (oben, vorgestellt bei YouTube Februar 2017), außerdem Velour-Flüssig-Lippenstifte Calabasas (links) und Androgyny (rechts)
Heute hat Jeffree Star alleine bei YouTube etwa 15 Millionen Abonnenten aus aller Welt, nimmt aber auch und oft sogar mehrmals täglich über Snapchat, Instagram, Twitter und gelegentlich Twitch Kontakt zu seinen Fans auf.

Seine Fans lieben ihn wegen seiner Kreativität, die immer wieder überrascht, und wegen seines „Unterhaltungswertes“ in den sozialen Netzen. Sie bewundern ihn, weil er sich immer traute, er selbst zu sein, selbst als er dafür noch bespuckt und beschimpft wurde. Viele Fans sammeln Jeffree-Star-Cosmetics-Produkte, wie man früher Platten gesammelt hat, und bauen sie zuhause gut sichtbar auf.

2018 kam die Blood-Sugar-Kollektion heraus, in deren Zentrum eine Lidschattenpalette in einem roten Notfallköfferchen stand. Diese Kollektion habe sein Leben verändert, sagte Jeffree Star in einem seiner Tweets.
Viele Jugendliche, junge und junggebliebene Erwachsene, die sich selbst als Außenseiter empfinden oder in einer schwierigen Lebenslage sind, schätzen Jeffree Star als Vorbild und Hoffnungsspender, weil er sich aus eigener Kraft aus schwierigen Verhältnissen nicht nur zu einem der Top-Influencer entwickelt hat, sondern zu einem erfolgreichen Unternehmer wurde, dem wegen seines unglaublichen Erfolges und Reichtums nun Respekt gezollt wird und der trotzdem irgendwie noch einer von ihnen ist (und vielen von ihnen Chancen bietet, ebenfalls zu glänzen). Auf seinem Weg hat er sich zwar verändert – vom wilden wehrhaften Jugendlichen zum mehr und mehr selbst reflektierenden Erwachsenen -, aber ohne seinen Kern zu verlieren oder seine Einzigartigkeit aufzugeben.

Douglas
Parfümerie Douglas GmbH ist eine deutsche Parfümeriekette mit Hauptsitz in Düsseldorf und Filialen in vielen europäischen Ländern.

PS:
Im folgenden Video geht es um einen Einbruch bei Jeffree Star Cosmetics. Die gestohlenen Produkte tauchten bald darauf im Internet auf. Wer sicher sein will, keine gestohlenen oder gefälschten Produkte – egal von welcher Marke – zu kaufen, sollte grundsätzlich nur Originalprodukte bei von der Marke autorisierten Händlern shoppen.

My Concealer Line Was Stolen & Leaked ($2.5 Million of Makeup Hijacked)


* Werbelinks

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