10 + 1 einfache Nachhaltigkeitstipps für den Alltag, die auch noch Geld sparen.

Wer sich nachhaltig verhält, hat die langfristigen Auswirkungen seines Handelns für das „Ökosystem Erde“ im Blick. Die Erde soll ihren Bewohnern ein lebenswertes Zuhause sein und bleiben (denn wie viele Menschen passen schon in ein Raumschiff zum Mars). 10 + 1 einfache Tipps für nachhaltiges Handeln im Alltag.
Regenwasser kann man vom Hausdach und vom Dach des Kleingewächshauses auffangen.
Ökologisch nachhaltig handeln, bedeutet so zu handeln, dass das Leben auf der Erde für unsere Nachwelt nicht nur möglich, sondern auch lebenswert bleibt. Grundlage für nachhaltiges Handeln sind langfristiges Denken sowie ein Denken in Zusammenhängen. Alles ist miteinander vernetzt. Endliche Rohstoffe dürfen nicht verschwendet, Umwelt und Natur nicht zerstört werden. Dazu gehört auch, dass der menschengemachte Anteil am Klimawandel gestoppt wird.

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Zehn plus eins Nachhaltigkeitstipps zur Anregung

Nachhaltiges Verhalten rund um Haus und Garten schont nicht nur Umwelt, Natur (Artenvielfalt) und Klima, sondern auch den Geldbeutel.

Nicht jeder Tipp ist für jede individuelle Situation passend, beispielsweise kann sich ein Mehrpersonenhaushalt eher selten mit der Wäsche nach dem Wetter richten. Aber für alle sollten Anregungen und Ideen dabei sein, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen.

  1. Autobenutzung reduzieren
    Ein Großeinkauf mit dem Auto pro Woche ist sinnvoller als tägliche Trips mit dem Fahrzeug zum Supermarkt, Biomarkt oder Hofladen. Für Shopping-Ausflüge zu einem abgelegenen Hofladen oder zu einem Feld mit Selbstpflücke kann man Fahrgemeinschaften bilden, damit sich die Fahrt und der Benzinverbrauch lohnen. Einkäufe in näherer Umgebung kann man mit dem Fahrrad oder zu Fuß erledigen, dann ist gleich ein Teil des Fitnessprogramms miterledigt.
  2. Energie und Wasser sparen beim Pasta- und Gemüsekochen
    Wir sind gewohnt Pasta/Nudeln in riesigen Töpfen mit sehr viel Wasser zu kochen, aber es geht auch in kleinen Töpfen, wenn man beispielsweise kurze Nudelarten nimmt oder lange Arten wie Spaghetti durchbricht und kurz vor Ende des Kochens umrührt, damit sich die Nudeln voneinander lösen. Manches Nudel- oder Reisgericht lässt sich auch als One-Pot-Rezept zubereiten, bei dem die Nudeln oder der Reis (Risotto) in der Soße mitgaren. Auch viele Gemüse kann man in weniger Wasser garen, als wir gewohnt sind – früher wurde aus dem Kochwasser Suppe bereitet, heute wird es dagegen meist weggeschüttet. Viele Gemüse kann man anbraten und dann in wenig Flüssigkeit gar dünsten. Ausprobieren! Wer Energie spart, handelt nachhaltig und spart Geld.
  3. Dampfkochtopf
    Wasser-, zeit- und energiesparend ist das Kochen von Kartoffeln und Gemüse im Dampfkochtopf. Beim Kochen mit dem Dampfkochtopf wird nur wenig Wasser erhitzt, das ziemlich schnell zu Dampf wird und im geschlossenen Topf Druck erzeugt. Man kann die Herdplatte schon nach wenigen Minuten ausschalten. Vor allem super für Pellkartoffeln und für Gemüse, die sonst recht lange brauchen!
  4. Energiesparen beim Reiskochen
    Reis muss man nicht im Kochbeutel im Wasser schwimmend kochen. Besser schmeckt er, wenn er lose mit der für das Quellen notwendigen Menge Wasser (1 Teil Reis, 2 Teile Wasser) gegart wird. Das ist einfacher, als gedacht: Reis und Wasser im genannten Verhältnis in einen Topf geben, Deckel draufsetzen und bei hoher Hitze aufkochen lassen. Sobald es blubbert, sofort den Herd ausschalten und den Deckel abnehmen, bis die Gefahr des Überkochens vorbei ist. Dann den Deckel wieder draufsetzen und quellen lassen. Merke: Wasser wird viel schneller heiß, wenn man beim Erhitzen den Topfdeckel auf den Topf setzt. Herdplatten, die Wärme speichern, kann man schon Minuten vor Ende der Kochzeit herunterschalten.
  5. Wassersparen beim Gemüsewaschen
    Größere Mengen Gemüse oder Salat kann man mit weniger Wasser waschen, wenn man sie statt unter fließendem Wasser in stehendem Wasser, beispielsweise in einer Schüssel, wäscht und mit einem Sieb herausfischt (oder gleich das Sieb mit dem zu waschendem Gemüse im stehenden Wasser hin und her bewegt).
  6. Haltbar machen, wenn man mehr gekauft oder geerntet hat, als man verbrauchen kann
    Wenn jemand im Haushalt krank wird oder man unerwartet zum Essen eingeladen wird, kann es vorkommen, dass Gemüse und andere Lebensmittel plötzlich zu viel bevorratet sind. Gemüse und andere Lebensmittel, die nicht rechtzeitig vor dem Schlechtwerden verbraucht werden können, kann man verarbeiten/vorkochen und einwecken oder einfrieren.
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  7. Wäschetrockner einsparen
    Wäscht man die Wäsche an sonnigen Tagen gleich früh am Morgen und hängt sie draußen zum Trocknen auf, ist sie bis zum Abend trocken. Das funktioniert auch, wenn man keinen überdachten Platz zum Wäschetrocknen hat.
  8. Lüften und Heizen im Winter
    Während der kühleren Zeit ist wiederholtes kurzes Stoßlüften bei weit geöffnetem Fenster besser als das lange Lüften mit Kippfenster! Beim Stoßlüften wird die Luft schnell ausgetauscht, sodass die Wände nicht auskühlen, so ist es schnell wieder warm im Raum. Übrigens lässt sich bei niedrigeren Temperaturen besser schlafen. Aber überhaupt sollte man ausprobieren und durchrechnen, ob man in der kühleren Jahreszeit die Temperatur nicht ein klein wenig niedriger drehen kann und statt dessen einen Pullover, Strickjacke oder Hoodie über das T-Shirt-anzieht, das ist genauso gemütlich und spart Energie ein und damit auch Kosten.
  9. Wassersparen im Garten
    Gezieltes und dosiertes Gießen direkt in den Wurzelbereich spart Wasser. Das geht von Hand oder mittels Tropfsystemen mit Automatisierung. Wer kann, sollte Regenwasser auffangen und für die Gartenbewässerung nutzen. Tipp: Im Hochsommer morgens vor der großen Hitze gießen, damit das Wasser in den Boden sickern kann und nicht schon an der Oberfläche verdunstet. Auch Mulchen hilft, Wasser zu sparen.



  10. Ressourcen sparen bei der Bepflanzung von Töpfen, Kübeln, Balkonkästen und anderen Pflanzbehältern
    Wer torffreie oder torfreduzierte Blumenerde/Pflanzerde verwendet statt Erde auf Torfbasis, hilft die vorhandenen Moore zu schonen. Bei der Pflanzerde kann man sparen, indem man alte Erde zusammen mit Gartenabfällen in den unteren Bereich von Kübeln gibt. Auch beim Kauf der Pflanzgefäße sollte man deren Herstellung, Wetterfestigkeit, Langlebigkeit und/oder Recyclingmöglichkeiten im Auge haben.
  11. Kompostierung von Gartenabfällen
    Über die Kompostierung werden Garten- und Gemüseabfälle in Bodenverbesserungsstoffe und Dünger umgewandelt, die man wieder im Garten ausbringen kann. Man spart dadurch Müllabfuhrgebühren und Kosten für Dünger, Pflanzerde und Bodenverbesserungsmittel.
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Wenn Interesse am Thema Nachhaltigkeit besteht, erstelle ich gerne eine Fortsetzung mit weiteren Anregungen, wie man mehr Nachhaltigkeit in den Alltag integrieren kann.

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Fertighecke: der Sichtschutz für Eilige

Artikelkennzeichnung siehe unten.

Eine Fertighecke ist, wie der Name schon sagt, fast „fertig gewachsen“, hat also beinahe die endgültige Größe erreicht. Da diese Hecken als Elemente aus mehreren einzelnen Heckenpflanzen im richtigen Abstand herangezogen werden, kann man sie kinderleicht pflanzen. Eine frischgepflanzte Fertighecke bietet logischerweise mehr Sichtschutz als eine junge Hecke aus Einzelpflanzen. Fertighecken sind die perfekte Lösung für alle, die keine Lust haben, ihrer Hecke beim Wachsen zuzusehen. Eine bereits dichtgewachsene Hecke ist außerdem pflegeleichter und anspruchsloser. Die Pflanzen haben während der Anzucht beim Gärtner die perfekte Pflege und Düngung mit allen Nährstoffen im richtigen Verhältnis erhalten. Das macht die Hecke widerstandfähiger, als wenn Sie die Pflanzen selbst ziehen.

Elemente für eine niedrige Fertighecke (© heckenpflanzentotal.de)
Elemente für eine niedrige Fertighecke (© heckenpflanzentotal.de)

Wie werden Fertighecken eingesetzt?

Eine Fertighecke lässt sich zu den verschiedensten Zwecken nutzen. Natürlich kann man sie als Sichtschutz und/oder Gartenbegrenzung pflanzen. Es gibt aber noch viele andere Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise als Dekoration im Wintergarten oder als Abgrenzung für Mülleimer. Auf einem (kleinen) Balkon sorgt die fertige Hecke sofort für Farbe und eine angenehme Atmosphäre. Eine Fertighecke ist übrigens auch ein gutes Mittel gegen unerwünschte Graffiti. Anstatt die gleiche Wand immer wieder aufwendig von den hässlichen Malereien zu säubern, investieren Sie das Geld lieber in eine hübsche Hecke. Kurzum, eine schöne Fertighecke ist nie fehl am Platz.

Elemente für eine hohe Fertighecke (© heckenpflanzentotal.de)
Elemente für eine hohe Fertighecke (© heckenpflanzentotal.de)

Vorteile einer Fertighecke

Fertighecken haben eine Menge Vorteile. Vielleicht ist sie ja auch etwas für Ihren Garten:

  • einfach und schnell zu pflanzen
  • perfekt für vogelfreundliche und naturnahe Gärten
  • eine blickdichte, grüne Hecke ohne langes Warten
  • im Vergleich günstiger als viele andere Sichtschutz-Maßnahmen
  • in vielen Größen und Sorten erhältlich
  • filtert Feinstoffe aus der Luft

Der richtige Boden für eine Fertighecke

Wenn Sie eine Fertighecke pflanzen möchten, sollte der Boden humusreich sein. Alternativ können Sie die Erde mit Kompost anreichern. Befreien Sie den Boden von Steinen und alten Wurzeln und brechen Sie schwere Lehm- oder Tonschichten auf. Die Pflanzgrube sollte etwa 40 cm tief sein. Es darf kein Wasser in der Grube stehen! Das ist ein Zeichen dafür, dass tiefere Schichten im Boden nicht wasserdurchlässig sind. Staunässe kann den Wurzeln der Pflanzen so sehr zu schaffen machen, dass sie von Pilzkrankheiten oder anderem befallen werden und absterben. Das gilt nicht nur für Fertighecken, sondern für alle Gartengehölze. Wenn Sie schon beim Einpflanzen vorsorgen, haben Sie an Ihrer Fertighecke lange Freude!

* Sponsor-Posts sind informative Artikel meiner Werbepartner

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Engerlinge im Garten und auf dem Balkon

Wer beim Graben im Hochbeet, beim Leeren eines Pflanzkübels oder beim Umschaufeln von Kompost oder Erde im Beet plötzlich einen oder mehrere fette Engerlinge sieht, schreckt erst einmal zurück. Aber keine Panik, sie sind harmlos und viele von ihnen nicht einmal an lebenden Pflanzen interessiert. Welche Engerlinge im Garten und auf dem Balkon auftauchen, wie man sie unterscheidet und wie man sich bei den schädlichen verhält, damit es nicht zu viele werden.

Jedem, der mit Pflanzen arbeitet, sind sie wohl schon einmal begegnet: Engerlinge! Ziemlich fleischige, cremig bis glasig grau gefärbte Larven mit 6 Brustbeinen (3 Paare) gleich hinter dem Kopf. Das andere Ende ist meist verdickt und man sieht den Kotsack dunkel durchscheinen. Manche Engerlinge findet man in Töpfen, Kübeln und Kästen, die samt Erde und abgestorbenen Pflanzenteilen draußen standen, manche im Komposthaufen oder im Hochbeet, andere im Boden, beispielsweise im Rasen. Es sind die Larven von Blatthornkäfern (Scarabaeidae).

Engerling vom Rosenkäfer in Aktion (YouTube, Kanal Eva Schumann – hobbygarten.de)

Einige der Engerlinge können, wenn sie in großer Zahl auftreten, Schäden verursachen, weil sie Wurzeln anfressen. Andere leben nur von abgestorbenem Pflanzenmaterial. Wovon Engerlinge leben, hängt davon ab, wessen Kind sie sind.

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Blatthornkäferarten, ihre Engerlinge und der Umgang mit ihnen

Die Blatthornkäferarten und deren Engerlinge, die im Garten und auf Balkon und Terrasse am häufigsten vorkommen, sind Rosenkäfer, Nashornkäfer, Maikäfer, Junikäfer sowie Gartenlaubkäfer.

Rosenkäfer (Cetonia aurata), Nashornkäfer (Oryctes nasicornis)

Die grün-goldenen Rosenkäfer (Cetonia aurata) sind normalerweise von April bis etwa Oktober unterwegs. Dieser sonnte sich bereits im März auf der warmen Südseitenterrasse. Von oben ist der kleine Kopf unter dem großen Halsschild bei diesem nicht zu sehen.
Bei diesem Rosenkäfer (Cetonia aurata) sah man den Kopf nur von vorne, auch die Haare auf dem Rücken (Flügeldecken und Halsschild) wurden nur aus bestimmten Blickwinkeln je nach Lichteinfall sichtbar.

Die Larven von Rosenkäfer und Nashornkäfer sind nützlich, denn sie fressen abgestorbene Pflanzenteile und tragen so zur Rückführung von deren Inhaltsstoffen in den natürlichen Kreislauf bei – so wird Humus gebildet und Nährstoffe wieder aufbereitet. Man findet diese Engerlinge im Garten vor allem im Komposthaufen, wo sie die Kompostierung beschleunigen, im Hochbeet, aber auch in Pflanzerde – beispielsweise in Töpfen mit alter Erde und den abgefrorenen, nicht winterharten Pflanzen vom Vorjahr. Vögel nehmen die Engerlinge meiner Beobachtung nach möglicherweise von außen wahr und scharren nach ihnen, was zwar Dreck macht, aber aus ökologischer Sicht (Vogelfutter aus der Natur) erfreulich ist – solange es genügend von der Käferart gibt.
Die Larven des Rosenkäfers können am Ende ihrer zwei- bis dreijährigen Entwicklungszeit 4 bis 5 cm lang sein, die des Nashornkäfers nach 5 Jahren bis zu 10 cm. Findet man sie beim Umschaufeln im Hügelbeet, Hochbeet, Frühbeet oder in einem Blumenkübel, kann man sie auf den Komposthaufen geben.
Erwachsene Rosenkäfer (Cetonia aurata) sind bis 2 cm groß und schillern metallisch goldgrün. Man findet sie an den Blüten von Rosen, Obstbäumen und anderen Gehölzen.
Die erwachsenen Nashornkäfer glänzen rötlich braun. Die Männchen haben ein gebogenes Horn auf dem Kopf.

Rosenkäfer-Engerling
Die Engerlinge des Rosenkäfers findet man im Komposthaufen, im Hochbeet aber auch in Töpfen, die mit den abgefrorenen Vorjahrespflanzen draußen standen.

Der Grün-goldene Rosenkäfer (Cetonia aurata) war das Insekt des Jahres 2000. Im Anhang der Bundesartenschutzverordnung werden der Grün-goldene Rosenkäfer und der Nashornkäfer (Oryctes nasicornis) bei den besonders geschützten Käfern aufgeführt. Das bedeutet, dass für sie die Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten des § 44 BNatSchG gelten: nicht töten, verletzen, fangen, stören oder ähnliches.

Maikäfer (Feldmaikäfer Melolontha melolontha, Waldmaikäfer Melolontha hippocastani) und Junikäfer (Amphimallon solstitiale)

In Mitteleuropa ist der Feldmaikäfer (Melolontha melolontha) am weitesten verbreitet. Die Entwicklung vom Ei über mehrere Larven- und ein Puppenstadium zum eiablegenden Käfer geschieht im Boden und dauert drei bis vier Jahre – durch den Klimawandel immer öfter nur 3 Jahre. Die Engerlinge sind am Ende etwa 5 bis 6 cm lang. Weil sie sich von Wurzeln ernähren, werden sie bei Massenauftreten zu Schädlingen in Wiesen und auf Weiden, im Rasen oder auf Golfplätzen. Die erwachsenen Käfer sind braun und etwa 3 cm lang mit den für Blatthornkäferarten typischen gefächerte Fühlern. Damit der Maikäfer und seine Engerlinge nicht zu viele werden, sollte man einerseits ihre natürlichen Feinde (Igel, Vögel, Spitzmäuse) fördern und andererseits Rasen oder Wiese schön dicht halten. Engerlinge kommen bei Regen und Beregnung an die Oberfläche, wo man sie absammeln kann, falls keine Vögel zum Buffet kommen.

Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola)

Der erwachsene Käfer hat braune Flügel und schimmert ansonsten metallisch schwarzgrün. Er wird nur etwa 1 cm groß. Er fliegt in der Zeit von Mai bis Juli. Die knapp 2 cm langen Larven können bei massenhaftem Auftreten den Rasen schädigen, da sie an den Rasengräserwurzeln fressen. Als Folge löst sich die Grasnarbe und das Gras stirbt dort ab. Ist der Befall stark, kann man diese Engerlinge mit nützlichen Nematoden (Heterorhabditis bacteriophora) bekämpfen. Das sind winzige, mit bloßem Auge nicht sichtbare Fadenwürmer. Sie infizieren die Engerlinge mit einem Bakterium, wodurch diese dann sterben. Der beste Anwendungszeitpunkt ist im Juli/August und bei Temperaturen über 12 °C. Man erhält die Nematoden bei Nützlingsanbietern wie Sautter und Stepper, e-nema oder Koppert.

Unterscheidung der Engerlinge

Insektenkundler und andere Experten unterscheiden die Engerlinge anhand der Hinterleibssegmente sowie am Borstenfeld am Hinterleib. Als Hobbygärtner kann man sich bei der Unterscheidung folgendermaßen behelfen:
Gartenlaubkäferlarven sind mit maximal 2 cm Länge kleiner als die anderen Engerlinge, Nashornkäfer mit bis zu 10 cm Länge größer als alle anderen.

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Nur Rosenkäfer und Nashornkäfer interessieren sich für abgestorbenes Pflanzenmaterial und finden sich im Komposthaufen oder da, wo Pflanzenteile verrotten.

Maikäfer- und Junikäfer-Engerlinge wirken schlanker als die „pummeligen“ und kürzeren Rosenkäferlarven, außerdem haben sie längere, kräftige Beine mit einem „Knick“.

Rosenkäfer-Engerling
Rosenkäfer drehen sich auf den Rücken, sodass ihre 3 Brust-Beinpaare (hier links im Bild) nach oben zeigen, und bewegen sich auf dem Rücken liegend fort.

Findet man Engerlinge im Rasen, können es die Larven vom Maikäfer, Junikäfer oder vom Gartenlaubkäfer sein, keinesfalls vom Rosenkäfer oder Nashornkäfer. Juni- und Maikäferlarven sind wesentlich größer als die des Gartenlaubkäfers. Junikäfer- und Maikäferlarven kann man allerdings nur anhand der Borsten am Hinterleib voneinander unterscheiden (Bestimmungsschlüssel Engerlinge im Rasen von e-nema) (PDF-Datei).

Ansonsten kann die Art der Fortbewegung einen Hinweis geben, um wen es sich handelt: Maikäfer-Engerlinge bleiben angeblich in der Seitenlage und kriechen auch auf der Seite liegend. Wenn man dagegen Rosenkäfer irgendwo zur Beobachtung hinlegt (im Bild liegt meiner auf einer Handschaufel, da ich ihn zufällig beim Erdeschaufeln im Kübel fand), drehen sie sich nach einiger Zeit auf den Rücken (die sechs kurzen, dünnen Brustbeine zeigen dann nach oben) und bewegen sich auf dem Rücken liegend (siehe Videobeitrag auf meinem YouTube-Kanal). Junikäfer-Engerlinge bewegen sich angeblich „normal“ in Bauchlage, also mit den Füßen nach unten gerichtet. Bisher sind mir in meiner langjährigen Gartenbau- und Hobbygärtnerpraxis mehrmals Engerlinge des Rosenkäfers begegnet. Maikäfer-, Junikäfer- und Gartenlaubkäfer-Larven habe ich selbst noch nicht beobachten können.

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Achtung: Bepflanzte Kübel und Töpfe senden Signale!

Bepflanzte Kübel, Töpfe, Kästen, Kisten und andere bepflanzbare Gefäße erzählen Passanten und Gästen, wer Sie sind. Was möchten Sie, dass sie über Sie sagen? Enthalten geht nicht, denn keine bepflanzten Kübel, Blumenspindeln, Tröge oder anderes zu haben, ist ebenfalls ein Statement.

Bepflanzte Kübel: Naturmaterialien und Ton-in-Ton-Bepflanzung
Bepflanzte Kübel: Naturmaterialien und Ton-in-Ton-Bepflanzung
Mit Pflanzgefäßen lassen sich Zufahrten, Eingangsbereiche, Balkone, Terrassen, Dachterrassen und auch Bereiche im Garten gestalten.
  • Eine Zufahrt wird mit flankierenden Pflanzgefäßen besser zu erkennen sein und ist nachts sicherer zu befahren, aber sie wird auch schöner, imposanter und sagt jedem der kommt, dass hier Menschen wohnen, die gerne ihr Umfeld gestalten und/oder Spaß an Pflanzen haben.
  • Wie der Eingangsbereich mit Pflanzen gestaltet ist, lässt Passanten und Gäste ebenfalls Rückschlüsse auf die Bewohner ziehen.
  • Auf Balkon, Terrasse, Dachterrasse und im Garten werden bepflanzte Töpfe, Kübel, Spindeln, Kästen und Kisten nicht nur eingesetzt, um ein paar Farbkleckse hinzuzufügen oder um frische Kräuter ernten zu können, sondern um zu strukturieren, Sichtschutz einzurichten, sich abzugrenzen und anderes mehr.
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Kübelpflanzen im Außeneinsatz: Welches Statement wollen Sie abgeben?

Die Wirkung von bepflanzten Gefäße hängt vom gewählten Material, ihrer Größe und Form sowie von der Bepflanzung selbst (Pflanzenauswahl, Farbgestaltung, Pflanzengesundheit etc.) ab.

Beispielsweise senden ein paar große, gleich geschnittene Formgehölze in ebenfalls geometrisch geformten Gefäßen aus poliertem Metall, die im akkuraten Abstand in Reih und Glied stehen, das Signal, dass hier Wert auf Form und Korrektheit gesetzt wird. Ein Arrangement bunt bepflanzter Terrakottagefäße verspricht dagegen eher Wärme und Gemütlichkeit hinter der Eingangstür. In knalligen Farben bemalte Blechdosen mit Bienenweidepflanzen darin lassen den Schluss zu, dass hier experimentierfreudige, umweltbewusste Menschen wohnen, und Plastiktöpfe in frischen Farben mit bunten Sommerblumen aus dem Supermarkt, lassen auf fröhliche Menschen schließen, die trotz kleinem Budget (und wenig Zeit oder Lust zum Basteln) gewillt sind, ihr Umfeld zu verschönern und freundliche Signale an die Welt zu senden.

Das sind natürlich Stereotypen und es gibt viele Möglichkeiten dazwischen und drum herum, interessante Kreuzungen und witzige Stilbrüche. Ein Beispiel sind bunt bepflanzte modern geformte Metallgefäße aus verrostetem Metall.

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Wer zum ersten Mal in Töpfen, Schalen, Kübeln oder anderen Gefäßen – oder überhaupt zum ersten Mal – gärtnert und gerne mit Konzept vorgeht, sollte sich also fragen, was er/sie signalisieren möchte, womit er sich identifizieren möchte und eventuell auch, was zum Haus passt – danach richtet man die Art der Pflanzgefäße aus. Für die richtige Pflanzenauswahl ist es wichtig, den oder die Standorte einzuschätzen: Gibt es keine, wenig oder viel Sonne, fängt sich im Sommer die Hitze (Südseite von großen Häusern), ist es sehr zugig, ist die Luft eher trocken (wenn es drumherum viel Beton, aber keine Grünflächen und Bäume gibt) oder das Klima angenehm? Welche Pflanzen wann blühen, buntes Herbstlaub haben und ähnliches und welche für schwierige Standorte geeignet sind, erfährt man beim Gärtner oder aus Fachbüchern (siehe Buchtipp unten.) Hardcore-Planer können sich auch ein Farbschema überlegen, entscheiden, ob sie jährlich, jahreszeitlich jeweils neu oder ob sie dauerhaft mit Stauden und Gehölzen bepflanzen möchten.

Das hört sich nach viel Planung und Know-how an. Frisch gebackene Hobbygärtner brauchen aber keine Angst haben: Das Gärtnern in Kübeln und Töpfen ist flexibel und mobil. Was gerade nicht so schön ist, wird in die zweite Reihe gestellt oder eben neu bepflanzt. Pflanzen und Gestalten ist immer auch ein wenig Experimentieren, nicht alles gelingt aufs erste Mal, man muss den Standort kennenlernen. Mit der Zeit wird man sicherer und besser.

Buchtipp:
Blumen, Gemüse & Kräuter, Stauden und Gehölze in Töpfen und anderen Pflanzgefäßen anbauen und so Balkone, Terrassen, Dachterrassen, Eingangsbereiche verschönern und/oder für den Selbstversorgeranbau nutzen. Standortgerecht Gartenträume wahrmachen – vom ansprechenden Eingangsbereich über Duft-, Bienen-, Künstlerbalkon bis zur Wohlfühloase und/oder Selbstversorgerterrasse auf dem Dach.

Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1. Auflage (2019)
Taschenbuch/Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8 

* Werbelink / Partnerlink / Affiliate-Link
* Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen, die über einen Werbe-Link zu Amazon zustande kommen, unter Umständen eine Provision/Werbekostenerstattung.

Veröffentlicht unter Garten und Pflanzen, Öko-/Bio-Themen, Selbstverwirklichung, Urban Gardening, Wohnen und Garten | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Achtung: Bepflanzte Kübel und Töpfe senden Signale!