Gegen die Macht der Fondsgesellschaften: Aktien statt Aktienfonds kaufen

Nicht nur, dass Pensionsfonds und Versicherungen riesige Beträge in Fonds anlegen, auch Privatanlegern wird bei vielen Gelegenheiten empfohlen, Aktienfonds und ETFs zu kaufen. Doch die negative Seite ist die Geld- und Machtkonzentration bei den Fondsgesellschaften.

GeldanlageDer Vorteil für den Anleger, einen Aktienfonds statt vieler einzelner Aktien zu kaufen, besteht darin, dass man sich als Anleger die Zeit und Arbeit erspart, passende Firmen auszuwählen, sich um die Entwicklung der einzelnen Unternehmen zu kümmern und dass man mit weniger Aufwand eine Streuung (Diversifikation) im Depot hinbekommen kann.

Doch die Anlage in Fonds hat auch einen großen Nachteil: Das Geld geht oft an große Vermögensverwalter und ihre Fondsgesellschaften wie beispielsweise BlackRock. Bei solchen Giganten konzentriert sich mit dem Geld (2013 wurden von BlackRock Vermögen von insgesamt 4.096 Milliarden US$ verwaltet) auch die Macht – wie in der ARD-Dokumentation „Geld regiert die Welt“ am 13.01.2014 gezeigt wurde. Die großen Mega-Finanzunternehmen sind miteinander verzahnt und mit Banken und Politikern vernetzt. Während derzeit alle Welt böse auf die Banken schaut, dürfen diese Mega-Finanzunternehmen einen Teil ihrer Geschäfte im Verborgenen jenseits von staatlicher Regulierung und Kontrolle abwickeln. Ihre Steueroptimierung ist ein weiteres diskussionswürdiges Thema.

Während jeder Anleger, der Aktien kauft (Ausnahme Vorzugsaktien), ein Mitspracherecht über die Hauptversammlung des Unternehmens hat und Einfluss nehmen kann, hat der Anleger, der Fondsanteile kauft, keine solchen Rechte – die überträgt er sozusagen auf die Fondsgesellschaft. Der Anleger aber verliert den direkten Draht zu den Unternehmen, in welche die geldsammelnde Fondsgesellschaft sein Geld investiert – wenn sie es denn überhaupt tut (siehe Erfreulich: börsengehandelte Indexfonds (ETFs) ohne Swaps). Viele der großen Fondsgesellschaften interessieren sich ausschließlich für den Gewinn, den ihre Investitionen abwerfen, nicht aber für die Mittel, wie diese erzielt werden, beziehungsweise sie haben als Großinvestoren die Macht, Unternehmen unter Druck zu setzen – oft nicht im Sinne einer nachhaltig guten Entwicklung des Unternehmens geschweige denn zum Wohle der Mitarbeiter, der Region, des Landes oder der Gesellschaft als solche.

Wer sich als Investor versteht, der im Hinterkopf hat, dass Eigentum verpflichtet, der sollte bevorzugt direkt Aktien kaufen und beim Kauf von Aktienfonds zumindest ganz genau hinter die Kulissen der jeweiligen Fondsgesellschaft schauen.

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Informationen und Quellen



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Salatlust im Winter: Endiviensalat mit Speck (Rezept)

Wenn die Salatlust im Winter lockt, dann möchte man es doch etwas deftiger als im Sommer. Hier ist mein Endiviensalat-Rezept mit ausgelassenem Speck. Es passt zu meiner Reihe der schnellen Homeoffice-Küche.

Endiviensalat mit Speck

Endiviensalat mit Speck

Zutaten für 2 Personen als Hauptmahlzeit:

  • kleiner bis mittlerer Kopf Endiviensalat
  • 1 Schalotte
  • 100 bis 150 g geräucherten Speck (geräuchertes Wammerl) am Stück°
  • 1 Zitrone
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Pfeffer, Salz

° ohne Zusatzstoffe für Clean Eating

Zubereitung

  1. Endiviensalat waschen, schleudern und dann in sehr feine Streifen schneiden.
  2. Schalotte in sehr feine Würfel schneiden und mit dem Endiviensalat in eine Schüssel geben.
  3. Geräucherten Speck würfeln.
  4. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, gewürfelten Speck hinzufügen und langsam auslassen.
  5. Zitrone auspressen und erst nur 3/4 des Saftes über den Salat geben.
  6. Leicht pfeffern.
  7. Auch den Speck und das Öl aus der Pfanne über den Salat geben.
  8. Am Ende den Salat abschmecken, d. h. bei Bedarf salzen, nachpfeffern und restlichen Zitronensaft hinzufügen.

Dazu passt beispielsweise ein deftiges Kräuter-/Käsebrot.

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Mittagessen im Homeoffice: Tex-Mex-Spiegeleier à la Eva (Schnellgericht-Rezept)

Auch wenn die Zeit knapp ist, muss es nicht immer die Stulle, der Schokoriegel oder der Lieferservice sein, um den knurrenden Magen zum Schweigen zu bringen. Diese Tex-Mex-Spiegeleier sind schnell, lecker, vitaminreich, preiswert, vegetarisch und – wenn man entsprechend einkauft – auch „bio“. Ein Rezept-Tipp besonders für die, die (noch) nicht kochen können.

Dieses Gericht ist eine Abwechslung zur Stulle, ist gesünder als ein Schokoriegel und preiswerter als ein Gericht vom Lieferservice. Und man muss nicht einmal kochen können!

Rezept: Tex-Mex-Spiegelei
Tex-Mex-Spiegelei mit gebratenen Tomaten, Chili/Tabasco, Käse und Schnittlauch

Bei mir muss das Kochen meist schnell gehen, weil ich bei der Arbeit alles um mich herum vergesse, bis ich zittrig werde oder der Magen nicht mehr zu überhören ist. Zeit, im Kochbuch zu blättern, ist dann nicht mehr, sondern es gibt selbst zubereitetes „Fast Food“ – also Speisen, die schnell und unkompliziert zubereitet werden können. Auf Halbfertig- oder Fertiggerichten verzichte ich dabei meistens, weil sie oft künstliche Aromastoffe oder Konservierungsmitteln enthalten, die ich vermeiden möchte. Wenn ich selbst koche, dann am liebsten aus einfachen Zutaten – da weiß ich wenigstens, was drin ist.

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Eines meiner erprobten Lieblingsgerichte für schnelles Kochen zuhause sind „Tex-Mex-Spiegeleier“ mit gebratenen Tomaten, Chili (oder Tabasco), Käse und frischem Schnittlauch. (Die frischen Zutaten kann ich im Sommer auf meiner Terrasse mit Topfgarten in Bioqualität ernten). Beim Chili wähle ich eher eine leichte bis mittlere Schärfe, da man von Habanero-Chilis und ähnlichen extrem scharfen Sorten nur sehr wenig nehmen kann, was das Verteilen bei diesem Gericht, das nur sehr kurz kocht und nicht verrührt wird, problematisch macht.

Chilis aus dem Topfgarten auf der Terrasse
Chilis aus dem Topfgarten auf der Terrasse

Hier mein Rezept pro Person:

Zutaten pro Person

1-3 Eier
2-3 Tomaten
Chili-Schote (je nach Schärfeverträglichkeit) oder ersatzweise Tabasco
1-3 Scheiben Butterkäse
Schnittlauch geschnitten in Schnittlauchröllchen
1-2 EL Olivenöl oder Pflanzenöl aus der Sprühdose
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Olivenöl in die Pfanne geben oder ein anderes Pflanzenöl per Sprühflasche verteilen. Ich empfehle eine beschichtete Pfanne oder eine andere Art Pfanne, die Anbrennen verhindert.
  2. Das Öl auf mittlerer Hitze erhitzen.
  3. Die Tomaten in Stücke schneiden und die Chili-Schote sehr fein wiegen und beides in der Pfanne leicht anbraten. Dabei darauf achten, dass der Chili gut verteilt wird.
  4. Tomaten und Chili etwas beiseiteschieben und die Eier in die Pfanne geben.
  5. Salzen und pfeffern.
  6. Käse über die Tomaten und über die Eier verteilen und Schnittlauch darüber streuen.
  7. Braten, bis das Eiweiß gestockt (nicht mehr glibberig) ist und der Käse verlaufen ist.

Zum Tex-Mex-Spiegelei à la Eva passt:
frisches Baguette in Scheiben, Couscous (nur mit Wasser oder milder Brühe 5 Minuten in der Mikrowelle erhitzt), Bratkartoffeln und anderes mehr.

Guten Appetit!

Buch: Paprika & Chili erfolgreich anbauen
Buchtipp: Paprika & Chili erfolgreich anbauen* von Eva Schumann im Ulmer-Verlag

Abwandlungen:

  • Man kann ein bis zwei große Champignon oder andere Pilze pro Person oder etwas Schinkenspeck in einer Ecke der Pfanne mitbraten.
  • Statt Spiegelei und Butterkäse kann man die Eier auch zu Rührei/Omelett aufschlagen und beim Braten Schafskäse über das Ei bröckeln. In dieser Variante – und genauso wenn ich statt Butterkäse Cambembert bzw. Brie verwende -, brate ich vor den Tomaten eine Schalotte kurz an, schiebe diese an die Seite, brate die Tomaten etc. und lasse den Schnittlauch am Ende weg. Zu der Camembert-Variante passt auch sehr gut deftiges Bauernbrot, zu der Variante mit Omelett und Schafskäse Reis.

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Lang mögen auch deine, meine, unsere Bücher leben!

Herzlichen Glückwunsch an den Ulmer Verlag zum 50. Geburtstag des Klassikers „Rat für jeden Gartentag“ von Franz Böhmig, der soeben in der 28. Auflage beim Ulmer Verlag erschienen ist. Da sieht man als Autor mal wieder, dass man bei der Themen- und Verlagsauswahl auch auf die potenzielle Langlebigkeit seines Buchprojektes achten sollte.

Vor ein paar Tagen wurde ich von einem Buchgeschenk vom Ulmer Verlag überrascht: „Rat für jeden Gartentag“, ein Buch von Franz Böhmig, das gerade in der 28. Auflage beim Ulmer Verlag erschienen ist. 28. Auflage! Das macht einer Autorin wie mir, die auch für den Ulmer Verlag mehrere Gartenbücher geschrieben hat, doch Mut! (Der Vollständigkeit halber möchte ich ergänzen, dass das Buch ursprünglich beim Neumann Verlag erschienen ist, der 1975 an den Urania Verlag und 1990 von diesem an den Ulmer Verlag verkauft wurde, wo dieses gehaltvolle, schöne Buch seit 1995 betreut wird).

Wer es schon einmal versucht hat, weiß, Bücher schreiben und sie erfolgreich herauszubringen, ist nicht nur Spaß, sondern auch sehr viel harte (Vor-)Arbeit, die sich oft über Jahre zieht. Tut man sich als Autor oder Autorin mit einem Verlag zusammen, dann kümmern sich dessen Teams um Lektorat, Buchgestaltung, Auslieferung, Vermarktung und vieles mehr – dafür erhält man als Autor aber auch nur einen kleinen Anteil von den Einnahmen, schließlich müssen viele beteiligte Fachleute auch bezahlt werden. Bringt man ein Buch dagegen selbst heraus (Self-Publishing), hat man als AutorIn noch viel mehr Arbeit (für die man nicht ausgebildet ist und in die man sich einarbeiten muss), Verantwortung und Risiko – erhält dafür aber auch einen wesentlich größeren Anteil vom Kuchen und hat mehr Freiheiten. Für einen Autor gilt es heutzutage zu entscheiden, ob und bei welchen Buchprojekten er alleine oder mit einem Verlag zusammenarbeitet.

Viele Autoren beurteilen Angebote von Verlagen ausschließlich nach dem Prozentsatz, den der Verlag ihnen vom Umsatz verspricht. Der ein oder andere schaut vernünftigerweise auch noch, dass er sich einen nicht rückzahlbaren Vorschuss auf sein Honorar vertraglich zusichern lässt. Doch wie oft habe ich bei Kollegen, die Gartenratgeber oder IT-Fachbücher geschrieben haben, beobachtet, dass ihre Verlage das Buch nach der ersten, nicht allzu großen Auflage auslaufen ließen – manchmal sogar schon früher einstampften, wenn die verkauften Bücher-Stückzahlen pro Jahr unter ein bestimmtes Level fielen. Für den Autor ist das nicht nur in finanzieller Hinsicht enttäuschend, sondern sein Herz blutet, wenn er feststellen muss, dass der Verlag sich nicht mehr für sein Buchkind einsetzt, sondern es aus dem Sortiment wirft.

Nicht in allen, aber in vielen Buchkategorien und Themen ist das Verhältnis von investierter Zeit (für Manuskripterstellung, Mitarbeit an der Bildauswahl, Lektoratsnacharbeiten, Umbruchkorrektur etc.) zum Honorar für den Autor oder die Autorin schlecht, wenn tatsächlich nur eine Auflage zustande kommt – man kommt auf ein sehr niedriges Stundenhonorar im Vergleich zu dem, was man während der Zeit sonst als Experte, TexterIn oder FachredakteurIn verdienen kann. Der Aufwand für ein Buch mit einem Verlag lohnt sich für einen Nicht-Promi finanziell meist nur, wenn viele Buchexemplare verkauft werden – das passiert in Spezialthemen mit kleinen Auflagen oft erst nach mehreren Auflagen. Da brauchen Autor und Verlag meist einige Jahre Geduld und dürfen mit dem Nachschieben von (aktualisierten) Neuauflagen und der Vermarktung (Messen, Online, Pressearbeit etc.) nicht aufhören. Doch manche Verlage arbeiten leider nur mit kurzfristigen Konzepten, geben ihren Autoren gar keine ordentlichen Verlagsverträge und haben das böse Wort Verramschung schnell parat. Einige von diesen gehen gerade pleite.

Umso erfreulicher ist es, wenn andere Verlage – wie in dem Beispiel „Rat für jeden Gartentag“ der Neumann Verlag und später der bereits 1868 gegründete Fachverlag Eugen Ulmer – ihre Buchprojekte offensichtlich sorgfältig und langfristig planen und inhaltlich wertvolle Bücher immer wieder überarbeiten  und neu herausbringen und präsentieren.

Bei der Beurteilung eines Verlagsangebotes sollte man als AutorIn daher immer auch schauen, wie der Verlag mit seinen Autoren, Themen und Büchern auf lange Sicht umgeht. Denn lang sollen auch unsere Bücher leben.

Rat für jeden Gartentag (Informationen und Leseprobe bei ulmer.de)

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