Mittagessen im Homeoffice: Tex-Mex-Spiegeleier à la Eva (Schnellgericht-Rezept)

Auch wenn die Zeit knapp ist, muss es nicht immer die Stulle, der Schokoriegel oder der Lieferservice sein, um den knurrenden Magen zum Schweigen zu bringen. Diese Tex-Mex-Spiegeleier sind schnell, lecker, vitaminreich, preiswert, vegetarisch und – wenn man entsprechend einkauft – auch „bio“. Ein Rezept-Tipp besonders für die, die (noch) nicht kochen können.

Dieses Gericht ist eine Abwechslung zur Stulle, ist gesünder als ein Schokoriegel und preiswerter als ein Gericht vom Lieferservice. Und man muss nicht einmal kochen können!

Rezept: Tex-Mex-Spiegelei
Tex-Mex-Spiegelei mit gebratenen Tomaten, Chili/Tabasco, Käse und Schnittlauch

Bei mir muss das Kochen meist schnell gehen, weil ich bei der Arbeit alles um mich herum vergesse, bis ich zittrig werde oder der Magen nicht mehr zu überhören ist. Zeit, im Kochbuch zu blättern, ist dann nicht mehr, sondern es gibt selbst zubereitetes „Fast Food“ – also Speisen, die schnell und unkompliziert zubereitet werden können. Auf Halbfertig- oder Fertiggerichten verzichte ich dabei meistens, weil sie oft künstliche Aromastoffe oder Konservierungsmitteln enthalten, die ich vermeiden möchte. Wenn ich selbst koche, dann am liebsten aus einfachen Zutaten – da weiß ich wenigstens, was drin ist.

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Eines meiner erprobten Lieblingsgerichte für schnelles Kochen zuhause sind „Tex-Mex-Spiegeleier“ mit gebratenen Tomaten, Chili (oder Tabasco), Käse und frischem Schnittlauch. (Die frischen Zutaten kann ich im Sommer auf meiner Terrasse mit Topfgarten in Bioqualität ernten). Beim Chili wähle ich eher eine leichte bis mittlere Schärfe, da man von Habanero-Chilis und ähnlichen extrem scharfen Sorten nur sehr wenig nehmen kann, was das Verteilen bei diesem Gericht, das nur sehr kurz kocht und nicht verrührt wird, problematisch macht.

Chilis aus dem Topfgarten auf der Terrasse
Chilis aus dem Topfgarten auf der Terrasse

Hier mein Rezept pro Person:

Zutaten pro Person

1-3 Eier
2-3 Tomaten
Chili-Schote (je nach Schärfeverträglichkeit) oder ersatzweise Tabasco
1-3 Scheiben Butterkäse
Schnittlauch geschnitten in Schnittlauchröllchen
1-2 EL Olivenöl oder Pflanzenöl aus der Sprühdose
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Olivenöl in die Pfanne geben oder ein anderes Pflanzenöl per Sprühflasche verteilen. Ich empfehle eine beschichtete Pfanne oder eine andere Art Pfanne, die Anbrennen verhindert.
  2. Das Öl auf mittlerer Hitze erhitzen.
  3. Die Tomaten in Stücke schneiden und die Chili-Schote sehr fein wiegen und beides in der Pfanne leicht anbraten. Dabei darauf achten, dass der Chili gut verteilt wird.
  4. Tomaten und Chili etwas beiseiteschieben und die Eier in die Pfanne geben.
  5. Salzen und pfeffern.
  6. Käse über die Tomaten und über die Eier verteilen und Schnittlauch darüber streuen.
  7. Braten, bis das Eiweiß gestockt (nicht mehr glibberig) ist und der Käse verlaufen ist.

Zum Tex-Mex-Spiegelei à la Eva passt:
frisches Baguette in Scheiben, Couscous (nur mit Wasser oder milder Brühe 5 Minuten in der Mikrowelle erhitzt), Bratkartoffeln und anderes mehr.

Guten Appetit!

Buch: Paprika & Chili erfolgreich anbauen
Buchtipp: Paprika & Chili erfolgreich anbauen* von Eva Schumann im Ulmer-Verlag

Abwandlungen:

  • Man kann ein bis zwei große Champignon oder andere Pilze pro Person oder etwas Schinkenspeck in einer Ecke der Pfanne mitbraten.
  • Statt Spiegelei und Butterkäse kann man die Eier auch zu Rührei/Omelett aufschlagen und beim Braten Schafskäse über das Ei bröckeln. In dieser Variante – und genauso wenn ich statt Butterkäse Cambembert bzw. Brie verwende -, brate ich vor den Tomaten eine Schalotte kurz an, schiebe diese an die Seite, brate die Tomaten etc. und lasse den Schnittlauch am Ende weg. Zu der Camembert-Variante passt auch sehr gut deftiges Bauernbrot, zu der Variante mit Omelett und Schafskäse Reis.

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Lang mögen auch deine, meine, unsere Bücher leben!

Herzlichen Glückwunsch an den Ulmer Verlag zum 50. Geburtstag des Klassikers „Rat für jeden Gartentag“ von Franz Böhmig, der soeben in der 28. Auflage beim Ulmer Verlag erschienen ist. Da sieht man als Autor mal wieder, dass man bei der Themen- und Verlagsauswahl auch auf die potenzielle Langlebigkeit seines Buchprojektes achten sollte.

Vor ein paar Tagen wurde ich von einem Buchgeschenk vom Ulmer Verlag überrascht: „Rat für jeden Gartentag“, ein Buch von Franz Böhmig, das gerade in der 28. Auflage beim Ulmer Verlag erschienen ist. 28. Auflage! Das macht einer Autorin wie mir, die auch für den Ulmer Verlag mehrere Gartenbücher geschrieben hat, doch Mut! (Der Vollständigkeit halber möchte ich ergänzen, dass das Buch ursprünglich beim Neumann Verlag erschienen ist, der 1975 an den Urania Verlag und 1990 von diesem an den Ulmer Verlag verkauft wurde, wo dieses gehaltvolle, schöne Buch seit 1995 betreut wird).

Wer es schon einmal versucht hat, weiß, Bücher schreiben und sie erfolgreich herauszubringen, ist nicht nur Spaß, sondern auch sehr viel harte (Vor-)Arbeit, die sich oft über Jahre zieht. Tut man sich als Autor oder Autorin mit einem Verlag zusammen, dann kümmern sich dessen Teams um Lektorat, Buchgestaltung, Auslieferung, Vermarktung und vieles mehr – dafür erhält man als Autor aber auch nur einen kleinen Anteil von den Einnahmen, schließlich müssen viele beteiligte Fachleute auch bezahlt werden. Bringt man ein Buch dagegen selbst heraus (Self-Publishing), hat man als AutorIn noch viel mehr Arbeit (für die man nicht ausgebildet ist und in die man sich einarbeiten muss), Verantwortung und Risiko – erhält dafür aber auch einen wesentlich größeren Anteil vom Kuchen und hat mehr Freiheiten. Für einen Autor gilt es heutzutage zu entscheiden, ob und bei welchen Buchprojekten er alleine oder mit einem Verlag zusammenarbeitet.

Viele Autoren beurteilen Angebote von Verlagen ausschließlich nach dem Prozentsatz, den der Verlag ihnen vom Umsatz verspricht. Der ein oder andere schaut vernünftigerweise auch noch, dass er sich einen nicht rückzahlbaren Vorschuss auf sein Honorar vertraglich zusichern lässt. Doch wie oft habe ich bei Kollegen, die Gartenratgeber oder IT-Fachbücher geschrieben haben, beobachtet, dass ihre Verlage das Buch nach der ersten, nicht allzu großen Auflage auslaufen ließen – manchmal sogar schon früher einstampften, wenn die verkauften Bücher-Stückzahlen pro Jahr unter ein bestimmtes Level fielen. Für den Autor ist das nicht nur in finanzieller Hinsicht enttäuschend, sondern sein Herz blutet, wenn er feststellen muss, dass der Verlag sich nicht mehr für sein Buchkind einsetzt, sondern es aus dem Sortiment wirft.

Nicht in allen, aber in vielen Buchkategorien und Themen ist das Verhältnis von investierter Zeit (für Manuskripterstellung, Mitarbeit an der Bildauswahl, Lektoratsnacharbeiten, Umbruchkorrektur etc.) zum Honorar für den Autor oder die Autorin schlecht, wenn tatsächlich nur eine Auflage zustande kommt – man kommt auf ein sehr niedriges Stundenhonorar im Vergleich zu dem, was man während der Zeit sonst als Experte, TexterIn oder FachredakteurIn verdienen kann. Der Aufwand für ein Buch mit einem Verlag lohnt sich für einen Nicht-Promi finanziell meist nur, wenn viele Buchexemplare verkauft werden – das passiert in Spezialthemen mit kleinen Auflagen oft erst nach mehreren Auflagen. Da brauchen Autor und Verlag meist einige Jahre Geduld und dürfen mit dem Nachschieben von (aktualisierten) Neuauflagen und der Vermarktung (Messen, Online, Pressearbeit etc.) nicht aufhören. Doch manche Verlage arbeiten leider nur mit kurzfristigen Konzepten, geben ihren Autoren gar keine ordentlichen Verlagsverträge und haben das böse Wort Verramschung schnell parat. Einige von diesen gehen gerade pleite.

Umso erfreulicher ist es, wenn andere Verlage – wie in dem Beispiel „Rat für jeden Gartentag“ der Neumann Verlag und später der bereits 1868 gegründete Fachverlag Eugen Ulmer – ihre Buchprojekte offensichtlich sorgfältig und langfristig planen und inhaltlich wertvolle Bücher immer wieder überarbeiten  und neu herausbringen und präsentieren.

Bei der Beurteilung eines Verlagsangebotes sollte man als AutorIn daher immer auch schauen, wie der Verlag mit seinen Autoren, Themen und Büchern auf lange Sicht umgeht. Denn lang sollen auch unsere Bücher leben.

Rat für jeden Gartentag (Informationen und Leseprobe bei ulmer.de)

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Insektenhotels selbst bauen

Ideenbuch Insektenhotels - Werbelink zu Amazon.de
Vor drei Tagen erhielt ich ein Rezensionsexemplar vom „Ideenbuch Insektenhotels“, das Melanie von Orlow geschrieben hat und das im Ulmer Verlag erschienen ist. Ich habe es sofort verschlungen. Damit der ein oder andere urbane Gärtner, Hobbygärtner oder gleich die ganze Familie noch die Ferienzeit nutzen können, sich ihr Insektenhotel selbst zu bauen, habe ich mich sofort an die Rezension gemacht. Mein Fazit: Sehr empfehlenswert!

Hummel am Purpur-Sonnenhut Echinacea purpurea 'Magnus'

Hummel am Purpur-Sonnenhut Echinacea purpurea ‚Magnus‘ – Topfgarten und Staudenbeet werden derzeit von Bienen, Wildbienen und Hummeln auf Futtersuche stark besucht.

Bienen, Hummeln, Florfliegen, Marienkäfer und andere Nützlinge haben es wegen Monokultur und Pestizid-Einsatz schwer in diesen Zeiten. Damit es ihnen wenigstens in unseren Gärten und auf unseren Balkonen gut geht und sie ihre Arbeit tun können – nämlich Pflanzen bestäuben und/oder Schädlinge vernichten, müssen wir sie unterstützen: einerseits geeignete Futterpflanzen für Pollen und Nektar anbauen und andererseits Nisthilfen bzw. Überwinterungsplätze anbieten. Das Ideenbuch Insektenhotels von Melanie von Orlow zeigt Ideen und praktische Anleitungen, wie man Nisthilfen selbst bauen kann.

Dr. Melanie von Orlow beschäftigt sich seit ihrer Kindheit mit Bienen & Co. Sie studierte u. a. Biologie und ist Sprecherin der NABU-Bundesarbeitsgruppe Hymenoptera (Hautflügler).

Das erste Kapitel des Buches „Insektenhotels: so klappt es!“ bringt uns die zu schützenden Tiere und ihre Ansprüche näher und stellt die Baumaterialien für Insektenhotels sowie den Umgang damit vor.

Ab dem zweiten Kapitel geht es zur Sache – nämlich zu den praktischen Bauanleitungen.

Dabei ist das zweite Kapitel mit 56 Seiten das umfangreichste. Es widmet sich den Nisthilfen und Insektenhotels für Einzelgänger. Einzelgänger sind solitäre Bienen, die sehr wichtig für die Bestäubung sind, und solitäre Wespen, von denen viele Arten nützlich sind, weil sie ihre Nachkommen mit Raupen, Fliegen, Blattläusen und anderen Insekten ernähren. Gezeigt werden Ideen für die verschiedenen Ansprüche – von kleinen, kreativen Nisthilfen, die sich auch für einen Balkon oder eine Terrasse eignen, bis hin zum Großhotel als Projekt für den Schul- oder Gemeinschaftsgarten. Bei jeder Idee sind neben der Materialliste und der Bauanleitung auch der Schwierigkeitsgrad und der Zeitaufwand angegeben. Diese Schwierigkeitsgrade gibt es: sehr einfach, einfach, mittelschwer, etwas aufwendiger und aufwendig. Der Zeitbedarf für den Zusammenbau reicht von 1 Stunde bis zu einem Wochenende.

Das dritte Kapitel gehört den Hummeln und Hornissen und räumt mit einigen Vorurteilen auf. Es enthält die Anleitungen für eine Hummelburg (halber Tag, etwas aufwendiger) und eine Hornissenherberge (1 Tag, fortgeschritten).

Im vierten Kapitel geht es um Florfliegen, Marienkäfer, Ohrenkneifer und Schmetterlinge. Es enthält Beispiele für Ohrenkneifer-Paradiese (1/2 Stunde, sehr einfach), einen Florfliegenkasten (3 Stunden, einfach), ein Marienkäfer-Hotel (2 Stunden, einfach) und eine Schmetterlingsschutzhütte (2-3 Stunden, einfach).

Alle Kapitel sind gespickt mit Tipps und Hinweisen. Den Abschluss bietet ein Service-Kapitel mit Bezugsquellen und Lesetipps.

Obwohl ich auf die Schnelle noch kein Insektenhotel nachgebaut habe, halte ich das Ideenbuch Insektenhotels für sehr empfehlenswert. Es ist ansprechend aufgemacht und bebildert, enthält interessante Informationen und kreative Ideen. Die Anbauanleitungen erscheinen mir beim Lesen schlüssig und je nach Schwierigkeitsgrad und handwerklicher Erfahrung mehr oder weniger leicht umsetzbar – wobei die meisten Ideen auch für handwerkliche Anfänger geeignet sein dürften.

Ich finde, der Kauf lohnt sich für jeden, der Wildbienen, Hummeln und anderen Nützlingen Quartier bieten will und Nisthilfen oder Insektenhotels selbst bauen möchte. Das Buch ist auch ein hübsches Geschenk oder Mitbringel für Hobbygärtner, die sich für naturnahes Gärtnern interessieren, sowie für Hobby-Insektenkundler – es sind nämlich einige Beobachtungsnisthilfen dabei, bei denen man einen Blick in die Kinderstuben werfen kann, ohne die Tiere zu beeinträchtigen.

Buchdaten im Überblick
Ideenbuch Insektenhotels - Werbelink zu Amazon.de
Ideenbuch Insektenhotels*
30 Nisthilfen einfach selbst gebaut
Melanie von Orlow
Eugen Ulmer Verlag
96 Seiten, gebundene Ausgabe
14,90 € (D)

*Buchabbildungen und Links mit Asterisk (*) sind Werbelinks zu Amazon.de

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Blumen gießen: morgens oder abends?

Morgens oder abends gießen?

Morgens oder abends gießen?

Die Wetteraussichten stehen auf sonnig und trocken, das bedeutet, dass wir Selbstversorger und Hobbygärtner die Wasserversorgung unserer Balkon- und Gartenpflanzen im Auge haben müssen. Jeder hat seine eigene Philosophie, was das Gießen betrifft. Meine beschreibe ich unten. Wie machen Sie es/macht ihr es – im Normalfall und bei einer Hitzewelle? Gießt ihr nur den Gemüsegarten oder auch die Blumenbeete und den Rasen? Habt ihr Hilfen wie Regner oder ein anderes (Urlaubs-) Bewässerungssystem? Und nutzt ihr Bewässerungscomputer und anderes für eine automatisierte Bewässerung?

Mein Topfgarten mit Gemüse, Kräutern, Sommerblumen und Stauden auf der Terrasse und mein Staudenbeet auf dem begrünten Tiefgaragendach benötigen bei Hitzewellen besonders viel Aufmerksamkeit. Doch gieße ich bei extremem Wetter auch andere Pflanzen, die vertrocknen könnten und die in meiner (Schlauch-)Reichweite liegen: junge Obstbäume, frisch gepflanzte Stauden und Gemüse, ev.  auch den Rasen auf dem Tiefgaragendach vor der Südseite. Mein Eindruck ist, dass auch das Klima im Haus angenehmer bleibt, wenn der Garten draußen nicht zur Wüste wird, sondern gut bepflanzt und – falls nötig – gezielt gegossen wird.

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Ich bin bekennende Morgengießerin – einerseits, weil mir das Gießen am Morgen hilft, richtig wach zu werden, andererseits, weil es den Pflanzen guttut. Allerdings halte ich mich nicht stur an Regeln, sondern schaue:

  • Wie es den Pflanzen geht (schlappen sie oder stehen sie knackig da – wenn sie schlappen und die Erde trocken ist, bekommen sie auch außerplanmäßig Wasser),
  • wie der letzte Tag und die letzte Nacht waren,
  • was der Wetterbericht hinsichtlich Temperatur, Wind und Sonnenstunden für den aktuellen Tag und die nächsten Tage vorhersagt.

Und natürlich muss ich mich auch nach meinen terminlichen Möglichkeiten richten.

Trockenheitsschaden

In diesem Garten gab es Trockenheitsschäden an Stauden, Sträuchern, Rasen und sogar den Bäumen (nicht im Bild).

Warum ich morgens gieße
Am meisten Wasser benötigen die Pflanzen tagsüber während der warmen Sonnenstunden. Ich gieße morgens, bevor es warm wird – so verteilt sich das Wasser im Boden, bis es warm ist und die Pflanzen es brauchen. Außerdem sind Luft und Boden am Morgen kühler und es geht weniger Wasser über Verdunstung verloren, als wenn man am späten Nachmittag bei warmer Luft und aufgeheiztem Boden gießt.

In der Nacht brauchen Pflanzen i. d. R. wenig Wasser, so dass es nichts ausmacht, wenn der Wasservorrat nachts im Boden nicht gefüllt ist. Nur an extrem heißen Tagen gieße ich einzelne Schützlinge ein zweites Mal am späten Nachmittag – und nur dann, wenn für die nahe Zukunft kein Regen vorhergesagt ist und die Pflanzen bereits trocken sind oder Symptome wie schlaffe Blätter zeigen.

Blumen gießen am Morgen

Blumen gießen im Morgenlicht ist am schönsten und tut auch den Pflanzen gut.

Wie ich gieße
Beruflich hatte ich immer mit automatischer Bewässerung zu tun, aber privat gieße ich manuell mit Gießkanne (Topfgarten) und manchmal mit Schlauch (Staudenbeet und Rasen – nur bei extremer Trockenheit) – nach Möglichkeit immer in den Wurzelbereich und nicht über die Blätter (außer beim Rasen). Beim Gießen in den Wurzelbereich verteilt sich das Wasser unterirdisch, es geht weniger Wasser durch Verdunstung verloren, als wenn man breitflächig und über die Pflanzen gießt. Trockene oberirdische Pflanzenteile sind auch weniger gefährdet, von Pilzkrankheiten befallen zu werden.

Wasser spart auch, wer den Boden nicht nackt liegen lässt, sondern bedeckt hält – durch Gründüngung, Unterpflanzungen/Untersaaten oder Mulchen.

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