Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung: Die fünfte Auflage ist da!

Ich freue mich und bin stolz, dass gerade die fünfte Auflage vom Buch Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung* beim Ulmer Verlag erschienen ist. Das Buch ist mein ältestes „Buchbaby“ – die Schwangerschaft forderte damals alles von mir und bei der Geburt 1996 war es ein ganz schöner Brocken. Aber es war die Mühe wert: Das Riesenbaby wurde mit offenen Armen begrüßt und half offenbar vielen Menschen bei der Anschaffung und Nutzung ihrer Kleingewächshäuser. Seit damals wurde es mehrmals überarbeitet und aktualisiert und erscheint nun in der fünften Auflage.

Das Kleingewächshaus - Technik und Nutzung, Schumann/Milicka, Verlag Eugen Ulmer 2019 (Werbelink Amazon.de)
Know-how für GewächshausbesitzerInnen und solche, die es werden wollen
Mit einem Kleingewächshaus eröffnen sich Hobbygärtnern viele neue Möglichkeiten: Man kann nicht nur das Gartenjahr verlängern, Gemüse und Kräuter früher und länger anbauen und Tomaten gesund erhalten, sondern Jungpflanzen heranziehen, Kübelpflanzen überwintern, exotisches Obst anbauen, Kakteen, Palmen und andere Pflanzen kultivieren und vieles mehr. Damit das auch wie gewünscht und ohne Umwege gelingt, ist ein wenig Wissen notwendig. Das Buch Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung* ist eine große Hilfe bei der Planung, Auswahl, Aufstellung und Nutzung eines Gewächshauses. Es bietet neben Technikinformationen, umfangreiches Pflanzenbauwissen, ausführliche Anleitungen für die umweltgerechte Anzucht und Pflanzenkultur und vieles mehr.

Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Buch aktualisiert und neu aufgelegt wird, manches Buch stirbt in jungen Jahren, wenn es Teil einer Reihe ist, die eingestellt wird, manchmal ist auch ein Thema nicht mehr im Trend und mancher Verlag schmeißt Bücher nach der ersten Auflage raus, wenn sie nicht unter den Top Ten sind.

Danke an den Ulmer Verlag, dass er Anfang der 1990er-Jahre dieses Thema an mich herantrug und an mich geglaubt hat, obwohl dieses Buch mein erstes war und schon wegen der Themenvielfalt eine (von mir sehr geschätzte) Herausforderung war. Meines Wissens nach war unser Gewächshausbuch bei seinem Erscheinen das erste in diesem Umfang zum Thema Kleingewächshaus und Gewächshausnutzung. Danke an die verschiedenen Lektoren und das gesamte Ulmer-Team, die die Entstehung und die weiteren Auflagen im Laufe der Zeit befürwortet und begleitet haben. Danke auch an meinen Koautor Gerhard Milicka, der mir bei der ersten Auflage bei den bautechnischen Details eine große fachliche Unterstützung war.

Aber ganz besonders bedanken möchte ich mich bei meinen früheren Professoren und KollegInnen, bei den MitarbeiterInnen der früheren Versuchsanstalt für Gartenbau an der FH Weihenstephan (heute HSWT.de) und des Kleingartens Weihenstephan sowie bei den BeraterInnen, GärtnerInnenn und Freizeitgartelnden, mit denen ich zu tun hatte, dafür, dass ich von ihnen allen viel lernen und bei ihnen zuschauen durfte. Nur durch die Gesamtheit aller direkt und indirekt Beteiligten wurde Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung* zu einem Langläufer-Buch, das den LeserInnen bei ihrem Einstieg in die Kleingewächshausgärtnerei offensichtlich eine große Hilfe und später geschätztes Nachschlagewerk ist.

Danke auch an alle die, die das Buch gekauft haben oder kaufen werden, für das große Vertrauen. Wir haben uns alle wirklich große Mühe gegeben, dieses Vertrauen zu verdienen und ich bin immer offen für Verbesserungsvorschläge oder Feedback.

Danke!

Das Buch Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung* ist überall im örtlichen Buchhandel, beim Ulmer Verlag sowie in allen Online-Buchshops erhältlich.

Das Kleingewächshaus*
Technik und Nutzung

Eva Schumann/Gerhard Milicka 
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart: 5. Auflage (13. Juni 2019)
ISBN 3-8186-0822-9
-> Online-Bestellung*



* Werbelink (auch Buchabbildungen sind mit einem Werbelink zu Amazon.de versehen)

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Kompost ausbringen

Kompost – genauer gesagt: reifer Gartenkompost – ist das Ergebnis der Kompostierung von Garten- und Küchenabfällen. Kompostieren kann man in einem Kompostbehälter oder auf einer Kompostmiete (Komposthaufen) – und wenn der Platz zu eng wird, kann man auch ein Hochbeet bauen und darin kompostieren, während oben drüber die Pflanzen wachsen. Bei der Kompostierung (Zerkleinerung durch Bodenlebewesen, Verrottung/Zersetzung) verwandeln sich die Abfälle in Humus, mit dem man düngen, den Boden verbessern oder auch eigene Blumenerdemischungen herstellen kann.(Überarbeitet, 2012 zum ersten Mal veröffentlicht)

Noch sind die Gartenabfälle auf dem Komposthaufen nicht ganz verrottet, aber bald wird daraus ein nährstoffreicher Bodenverbesserungsstoff. Aber wie viel darf man davon wo ausbringen?

Gartenkompost enthält im Durchschnitt 1 % Stickstoff, 0,7 % Phosphat, 0,8 % Kaliumoxid, 1,4 % Magnesium und 7,5 % Kalk in der Trockenmasse (Quelle: Leitfaden zur Kompostierung im Garten). Zum Vergleich: Organische oder organisch-mineralische Volldünger für den Garten aus dem Handel (Beispiele) enthalten

  • Hauert Hornoska spezial (Hauert): 8 % Stickstoff, 3 % Phosphat, 10 % Kaliumoxid, 3 % Magnesium
  • Azet Veggie Dünger (Neudorff): 5 % Stickstoff,3 % Phosphat, 6 % Kaliumoxid
  • AzetTomatenDünger (Neudorff): 7 % Stickstoff, 3 % Phosphat,  10 % Kaliumoxid
  • Engelharts Gemüsedünger Sti-p-Ka (Ludwig Engelhart): 7 % Stickstoff, 4 % Phosphat, 8 % Kaliumoxid

Die Nährstoffkonzentration ist im Gartenkompost zwar niedriger als in einem gekauften Dünger, aber doch beachtlich – außerdem bringt man größere Mengen als vom gekauften Dünger aus.

Damit man seine Pflanzen aber nicht überdüngt, sollte man – wie bei jedem anderen Dünger auch – darauf achten, dass man nur so viel an Nährstoffen ausbringt, wie die Pflanzen verwerten können. Manchen Überschuss kann der Boden zwar speichern, anderer aber wird bei bestimmten Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnissen frei und dann ins Grundwasser gespült. Phosphat beispielsweise kann sich im Gartenboden anreichern beziehungsweise ist der Gehalt in vielen Gemüsegärten bereits durch jahrelange hohe Mistgaben erhöht. Stickstoff reichert sich zwar nicht so an, aber es wird bei warmer, feuchter Witterung mineralisiert und dann mit dem Regen oder dem Gießen ins Grundwasser ausgeschwemmt – und das ist ebenfalls nicht wünschenswert! Zu viel hilft beim Düngen nicht, sondern schadet Pflanzen und Umwelt – auch wenn der Dünger organisch ist!

Im Idealfall lässt man sowohl den Gartenboden als auch den Kompost in einem Labor untersuchen und errechnet mittels Verbrauchslisten, wie viel Kompost ausgebracht werden sollte. Doch da man dies für jeden Nutzungsbereich des Gartens extra machen müsste, macht dies kaum ein Hobbygärtner, sondern man orientiert sich an pauschalen Empfehlungen, mit denen der Phosphatbedarf gedeckt ist. Damit die Pflanzen dann auch genügend Stickstoff bekommen (wichtig für das Wachstum), wird mit Stickstoff-Düngern ohne Phosphat bedarfsgerecht nachgedüngt, beispielsweise mit Hornspänen oder Schafwollpellets.

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Wie viel Kompost ausbringen pro Jahr?

Übersicht „Bei welcher Gartennutzung darf man wie viel Kompost ausbringen“

  • Pflanzen, die gar nicht mit Kompost gedüngt werden
    0 l Kompost/m² ausbringen bei Steingartenpflanzen, mageren Blumenwiesen und kalkunverträglichen Pflanzen (z. B. Enzian)
  • Pflanzen, die wenig Kompost erhalten
    1 l Kompost/m² ausbringen bei schwachzehrenden Gemüsearten wie Radieschen, Feldsalat, Gartenkresse oder andere Kräuter, außerdem bei Rosen, Zier- und Obstgehölzen, schwachwüchsige Stauden, „fetten“ Blumenwiesen, Blumenzwiebel- und Knollengewächsen
  • Pflanzen mit einem mittleren Bedarf an Kompost
    2 l Kompost/m² ausbringen bei mittelstarkzehrendem Gemüse wie Kohlrabi, Lauch, Mangold u. a., bei starkwüchsigen Stauden und Rasen
  • Pflanzen, die mehr Kompost bekommen
    3 l Kompost/m² ausbringen bei starkzehrendem Gemüse wie Artischocken, Tomaten, Gurken, Kohl, Zucchini und Mais.

Kompost ausbringen im Garten

Kompost eignet sich als Dünger und Bodenverbesserungsmittel für Rasen, Gehölze, Stauden, Blumen und Gemüse. 1 l Kompost/m² entspricht einer Schichtdicke von 1 mm. Das lässt sich am ehesten noch mit den Händen oder einer kleinen Gartenschaufel dosieren.

Bei einer Gartenneuanlage auf einem mageren Boden können vor der Begrünung zur Verbesserung des Bodens einmalig bis zu 50 l Kompost/m² ausgebracht und eingearbeitet werden.

Für die Bodenverbesserung eignet sich halbreifer Kompost besser als reifer, abgelagerter Kompost – denn so bekommen die Bodenlebewesen (Regenwürmer, Mikroorganismen etc.) etwas zu futtern und vermehren sich – was für den Boden und die Bodenfruchtbarkeit gut ist. Doch wer halbreifen Kompost einsetzt, muss besonders darauf achten, dass er keine kranken Pflanzenteile und erst recht keine tierischen Abfälle (auch keine Eierschalen) auf den Kompost gibt.

Geht es eher um die Düngung (Rasenpflege, Herstellung von Blumenerde), dann ist gesiebter, reifer Kompost besser geeignet, denn die Nährstoffe sind schneller verfügbar und es sind keine gröberen Bestandteile enthalten, die Pflanzen behindern oder dem Rasenmäher schaden könnten.

Kompost zur Herstellung von Blumenerden

Für die Herstellung von Blumenerden wird gesiebter Kompost mit Gartenerde, Sand und Holzfaserstoffen oder anderen Zutaten gemischt. Bei Anzuchterden sollte der Kompostanteil unter 20 Volumenprozent betragen (1/5 der Menge). Für die Balkonbepflanzung darf der Kompostanteil bis zu 50 Volumenprozent (1/2 der Menge) betragen – Ausnahme sind kalkempfindliche Pflanzen wie Petunie, Zitrus und Bougainvillea (Kompost maximal 1/3 der Menge).

Richtig kompostieren

Kompost ist ein wertvoller Dünger und Bodenverbesserungsstoff – wenn die Zutaten bei der Kompostierung stimmen. Für den Gartenkompost sehr gut geeignet sind:

  • Pflanzenteile von Pflanzen aus dem eigenen Garten
    Grasschnitt, Schnittabfälle von Gehölzen, Laub, Reste von Gemüse, Blumen, Stauden etc.
  • Pflanzliche Abfälle aus der Küche
    Gemüse- und Obstabfälle
  • Zugekaufte organische Strukturbildner
    Wenn man nicht genügend grobes Material für die Strukturbildung hat, kann man gehäckseltes Stroh, unbehandelte Rinden- und Holzabfälle hinzufügen

Kompostwirtschaft ist nachhaltig. Durch die Kompostierung von Garten- und Küchenabfällen tut man etwas für die Umwelt und für das eigene Portemonnaie. Diese Art „Abfall-Recycling“ trägt zum Schutz der Moore bei, denn es muss weniger Torfabbau betrieben werden, es reduziert auch den Energieverbrauch, weil weniger Dünger produziert und verteilt werden muss und man hat weniger Kosten für die Abfallentsorgung (kleinere Biotonne). Man sollte trotzdem nicht alles, was an organischem oder natürlichem Material anfällt, auf den Kompost geben.

Weniger gut für den Kompost geeignet sind gekaufte (und oft mit Pestiziden behandelte) Schnittblumen und Topfpflanzen sowie Schalen von Zitrusfrüchten (Pestizidrückstände) – außer solche in Bio-Qualität. Altpapier gehört auch nicht auf den Kompost – aber geringe Mengen (Papier-Mülltüte bzw. Altpapier zur Auskleidung des Bio-Abfalleimers in der Küche) schaden nicht. Auch Kaffeesatz und Teereste sollten wegen des hohen Zink- und Kupfergehaltes nur in kleinen haushaltsüblichen Mengen auf den Kompost.

Nicht geeignet für die Kompostierung sind Altpapier in größeren Mengen, stark belastete Gartenabfälle (beispielsweise Schnittabfälle von Hecken neben einer stark befahrenen Straße), Windeln, gebrauchte Taschentücher, Kleintierstreu, Staubsaugerbeutelinhalte, Asche (enthält Schwermetalle in hoher Konzentration, auch Holzasche). Auch auf gekochte Essensreste, Fleisch, Wurst, Fisch, Brot, Schalen, Teigwaren, rohe Eier sollte man verzichten – sie ziehen Ratten an und können (beispielsweise mittels Fliegen) Salmonellen und andere Krankheitserreger verbreiten. Lieber in die Biotonne als auf den eigenen Kompost sollte man kranke Pflanzen (beispielsweise mit Kraut- und Braunfäule befallene Tomaten oder Kartoffeln) sowie samende Unkräuter und Wurzelunkräuter geben – die Temperaturen eines Gartenkomposthaufens reichen nicht, um die Schaderreger abzutöten.

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Wichtiger Tipp zur Kompostierung:
Eine gute Verrottung benötigt Sauerstoff. Deshalb werden grobe und feine Bestandteile miteinander vermischt (beispielsweise Grasschnitt mit Holzschnittabfällen).

Quellen und weitere Informationen:

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Jeffree Star Cosmetics jetzt in Deutschland bei Douglas

Deutsche Fans von Beauty-Guru und YouTuber Jeffree Star können sich freuen. Endlich kann man seine Make-up-Produkte (Jeffree Star Cosmetics, JSC) auch in Deutschland bei einem autorisierten Händler kaufen.
Jeffree Star Cosmetics Produkte
Jeffree Star Cosmetics: Mit flüssigen Lippenstiften fing es an, inzwischen gibt es Lidschattenpaletten, Highlighter, Lipliner, Lippenpeeling und vieles mehr.
Seit dem 28. Mai 2019 hat Douglas* die Produkte von Jeffree Star Cosmetics (JSC), Sitz in Chatsworth/Kalifornien (USA), im Online-Sortiment. Lidschattenpaletten, Highlighter, Lippenstifte, Velour Liquid Lipsticks (flüssige Lippenstifte) und Lip Scrubs (Massage-/Peelingpaste für die Lippen, Tiegel) sind schon da, die neueren Produkte jedoch nicht. Da wird man auf Online-Shops im EU-Ausland oder den USA ausweichen müssen – siehe auch Wo kann man Make-up von Jeffree Star Cosmetics kaufen, wenn man in Deutschland wohnt.

Bisher gibt es keine Information, ob es demnächst das komplette Angebot samt Blue-Blood- und Jawbreaker-Palette (Lidschatten und Pressed Pigments), den Magic Star Concealern (zum Abdecken von Augenringen, Verfärbungen und Unreinheiten) und Abdeckpudern sowie die neue The Gloss Lip-Gloss-Linie bei Douglas geben wird. Letztere ist für den 31.05.2019 zumindest für die USA angekündigt (hier vorab getestet von Bearded and Beautiful).

Wobei man allerdings wissen muss: Die Produkte von JFC sind beim ersten Erscheinen (und die Bestseller bei jeder Nachlieferung) knapp, manchmal sind sie nach ein paar Stunden und im Extremfall schon nach wenigen Minuten weltweit ausverkauft, obwohl JSC die Produktmenge nach eigenen Angaben von Mal zu Mal steigert. JSC ist eben als Indie-Marke ohne globalen Konzern dahinter erst vor ein paar Jahren mit ein paar Velour Liquid Lipsticks gestartet und seitdem unfassbar schnell gewachsen.

Jeffree Star Cosmetics
JSC-Make-up-Produkte sind nicht nur von guter Qualität (so die überwiegende Meinung der Fans und Make-up-TesterInnen in den sozialen Netzen) bei fairem Preis (mittleres Preissegment), vegan (ohne tierische Bestandteile) und cruelty free (ohne Tierversuche hergestellt), sie sind – wie ihr Schöpfer auch – einzigartig, trendmäßig immer schon ein Stückchen weiter und immer überraschend – von den Farben und Farbkombinationen her genauso wie hinsichtlich der Verpackung und der Präsentation. Jeffree Star ist ein Meister darin, seine Fans schon lange vor dem Erscheinen des nächsten Produktes in Aufregung zu versetzen, so dass diese pünktlich zum Erscheinungstermin und zur richtigen Uhrzeit (!!!) das Smartphone in der Hand halten, an einem Computer sitzen oder in einer Schlange vor einem der stationären Läden (Morphe in den USA) anstehen. Die Marke steht wie ihr Schöpfer dafür, sich selbst (künstlerisch) auszudrücken und sich als wertvoll und liebenswert zu empfinden, so einzigartig wie man ist.
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Bisher mussten deutsche Fans entweder in den USA bestellen und die längere Versandzeit, höhere Versandkosten, komplizierte, deutsche Zollabwicklung und deren Gebühren in Kauf nehmen oder drastisch überteuert (und mit der Ungewissheit, ob es überhaupt Originalprodukte sind) bei Anbietern auf Ebay, Amazon und anderen Online-Handelsplattformen bestellen. Manches konnte man zwar bereits bei JSC Partnerhändlern in einigen anderen EU-Ländern bestellen (beispielsweise bei Beauty Bay/UK und The Make Up Spot/NL), aber im Falle von Beauty Bay stellte sich die Frage: Wie lange noch, wenn das Vereinigte Königreich mit dem Brexit ernst macht?

Was auch noch spannend bleibt: Wird Douglas* nur die Beauty-Produkte oder auch Modeartikel und Accessoires ins Sortiment aufnehmen? Die Fans würden es sich wünschen.  

Jeffree Star – eine unglaubliche Geschichte
Kreativer Geist, Visionär, Gesicht sowie Herz und Seele von Jeffree Star Cosmetics ist Jeffree Star aus Kalifornien, der seine Welt von Jugend an mit Make-up verschönerte („Make-up was my happy place“) und nach Ende seiner Schulzeit zunächst am Make-up-Verkaufstresen im Einkaufszentrum und als freiberuflicher Make-up-Künstler arbeitete.

Schon in den MySpace-Tagen hat er die Klaviatur von Social Media zu nutzen gelernt und seine Individualität, sein künstlerisches Talent sowie sein Marketinggeschick erfolgreich in Aufmerksamkeit („Freunde“) umgemünzt. Dank seiner Popularität konnte er eine Karriere als Singer-Songwriter beginnen. Seine vielen Fans liebten seine Musik ebenso wie seine provokanten Inszenierungen. Er ging mit anderen zusammen auf Tour, auch nach Europa, und wurde schon als die nächste „Lady Gaga“ gehandelt, als seine Förderer in Schwierigkeiten gerieten und seine Musiker-Karriere unerwartet in einer Sackgasse endete.

Jeffree Star gab damals zwar die Musik (vorübergehend?) auf, aber nicht seine Ambitionen. Er fokussierte wieder auf Make-up, das ihm schon immer über dunkle Zeiten hinweg geholfen hat, und steckte seine Energie und das, was von den Ersparnissen aus der Musikerzeit übrig war, in die Entwicklung seiner Kosmetikmarke und die ersten drei von ihm entwickelten flüssigen Lippenstifte (Velour Liquid Lipsticks ‚Redrum‘, ‚I’m Royalty‘ und ‚Prom Night‘) … und die Geschichte nahm ihren Lauf. Statt als Musiker ging er nun mit seinen Lippenstiften auf die Warped Tour (eine Festival-Tour) und traf dort seine alten und neue Fans. Da MySpace inzwischen nicht mehr so angesagt war, begann er seinen YouTube-Kanal ganz dem Thema Make-up zu widmen und dort seine Produkte vorzustellen, ein bisschen Behind the Scenes zu zeigen, Schminkanleitungen (Makeup-Tutorials) zu seinen Looks zu geben, Make-up-Produkte anderer Marken auszuprobieren und zu bewerten („Jeffree Star approved“) und anderes mehr.
Jeffree Star Cosmetics: Lidschattenpaletten Androgyny (oben, vorgestellt bei YouTube Februar 2017) und Beautykiller (unten, vorgestellt bei YouTube im Mai 2016). Flüssige Velour-Lippenstifte: Calabasas (links) und Androgyny (rechts)
Heute hat Jeffree Star alleine bei YouTube etwa 15 Millionen Abonnenten aus aller Welt, nimmt aber auch und oft sogar mehrmals täglich über Snapchat, Instagram, Twitter und gelegentlich Twitch Kontakt zu seinen Fans auf.

Seine Fans lieben ihn wegen seiner Kreativität, die immer wieder überrascht, und wegen seines „Unterhaltungswertes“ in den sozialen Netzen. Sie bewundern ihn, weil er sich immer traute, er selbst zu sein, selbst als er dafür noch bespuckt und beschimpft wurde. Viele Fans sammeln Jeffree-Star-Cosmetics-Produkte, wie man früher Platten gesammelt hat, und bauen sie zuhause gut sichtbar auf. Viele Jugendliche, junge und junggebliebene Erwachsene, die sich selbst als Außenseiter empfinden oder in einer schwierigen Lebenslage sind, schätzen Jeffree Star als Vorbild und Hoffnungsspender, weil er sich aus eigener Kraft aus schwierigen Verhältnissen nicht nur zu einem der Top-Influencer entwickelt hat, sondern zu einem erfolgreichen Unternehmer wurde, dem wegen seines unglaublichen Erfolges und Reichtums nun Respekt gezollt wird und der trotzdem irgendwie noch einer von ihnen ist (und vielen von ihnen Chancen bietet, ebenfalls zu glänzen). Auf seinem Weg hat er sich zwar verändert – vom wilden wehrhaften Jugendlichen zum mehr und mehr selbst reflektierenden Erwachsenen -, aber ohne seinen Kern zu verlieren oder seine Einzigartigkeit aufzugeben.

Douglas
Parfümerie Douglas GmbH ist eine deutsche Parfümeriekette mit Hauptsitz in Düsseldorf und Filialen in vielen europäischen Ländern.

PS:
Im folgenden Video geht es um einen Einbruch bei Jeffree Star Cosmetics. Die gestohlenen Produkte tauchten bald darauf im Internet auf. Wer sicher sein will, keine gestohlenen oder gefälschten Produkte – egal von welcher Marke – zu kaufen, sollte grundsätzlich nur Originalprodukte bei von der Marke autorisierten Händlern shoppen.

My Concealer Line Was Stolen & Leaked ($2.5 Million of Makeup Hijacked)


* Werbelinks

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10 + 1 einfache Nachhaltigkeitstipps für den Alltag, die auch noch Geld sparen.

Wer sich nachhaltig verhält, hat die langfristigen Auswirkungen seines Handelns für das „Ökosystem Erde“ im Blick. Die Erde soll ihren Bewohnern ein lebenswertes Zuhause sein und bleiben (denn wie viele Menschen passen schon in ein Raumschiff zum Mars). 10 + 1 einfache Tipps für nachhaltiges Handeln im Alltag.
Regenwasser kann man vom Hausdach und vom Dach des Kleingewächshauses auffangen.
Ökologisch nachhaltig handeln, bedeutet so zu handeln, dass das Leben auf der Erde für unsere Nachwelt nicht nur möglich, sondern auch lebenswert bleibt. Grundlage für nachhaltiges Handeln sind langfristiges Denken sowie ein Denken in Zusammenhängen. Alles ist miteinander vernetzt. Endliche Rohstoffe dürfen nicht verschwendet, Umwelt und Natur nicht zerstört werden. Dazu gehört auch, dass der menschengemachte Anteil am Klimawandel gestoppt wird.

Zehn plus eins Nachhaltigkeitstipps zur Anregung

Nachhaltiges Verhalten rund um Haus und Garten schont nicht nur Umwelt, Natur (Artenvielfalt) und Klima, sondern auch den Geldbeutel.

Nicht jeder Tipp ist für jede individuelle Situation passend, beispielsweise kann sich ein Mehrpersonenhaushalt eher selten mit der Wäsche nach dem Wetter richten. Aber für alle sollten Anregungen und Ideen dabei sein, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen.

  1. Autobenutzung reduzieren
    Ein Großeinkauf mit dem Auto pro Woche ist sinnvoller als tägliche Trips mit dem Fahrzeug zum Supermarkt, Biomarkt oder Hofladen. Für Shopping-Ausflüge zu einem abgelegenen Hofladen oder zu einem Feld mit Selbstpflücke kann man Fahrgemeinschaften bilden, damit sich die Fahrt und der Benzinverbrauch lohnen. Einkäufe in näherer Umgebung kann man mit dem Fahrrad oder zu Fuß erledigen, dann ist gleich ein Teil des Fitnessprogramms miterledigt.
  2. Energie und Wasser sparen beim Pasta- und Gemüsekochen
    Wir sind gewohnt Pasta/Nudeln in riesigen Töpfen mit sehr viel Wasser zu kochen, aber es geht auch in kleinen Töpfen, wenn man beispielsweise kurze Nudelarten nimmt oder lange Arten wie Spaghetti durchbricht und kurz vor Ende des Kochens umrührt, damit sich die Nudeln voneinander lösen. Manches Nudel- oder Reisgericht lässt sich auch als One-Pot-Rezept zubereiten, bei dem die Nudeln oder der Reis (Risotto) in der Soße mitgaren. Auch viele Gemüse kann man in weniger Wasser garen, als wir gewohnt sind – früher wurde aus dem Kochwasser Suppe bereitet, heute wird es dagegen meist weggeschüttet. Viele Gemüse kann man anbraten und dann in wenig Flüssigkeit gar dünsten. Ausprobieren! Wer Energie spart, handelt nachhaltig und spart Geld.
  3. Dampfkochtopf
    Wasser-, zeit- und energiesparend ist das Kochen von Kartoffeln und Gemüse im Dampfkochtopf. Beim Kochen mit dem Dampfkochtopf wird nur wenig Wasser erhitzt, das ziemlich schnell zu Dampf wird und im geschlossenen Topf Druck erzeugt. Man kann die Herdplatte schon nach wenigen Minuten ausschalten. Vor allem super für Pellkartoffeln und für Gemüse, die sonst recht lange brauchen!
  4. Energiesparen beim Reiskochen
    Reis muss man nicht im Kochbeutel im Wasser schwimmend kochen. Besser schmeckt er, wenn er lose mit der für das Quellen notwendigen Menge Wasser (1 Teil Reis, 2 Teile Wasser) gegart wird. Das ist einfacher, als gedacht: Reis und Wasser im genannten Verhältnis in einen Topf geben, Deckel draufsetzen und bei hoher Hitze aufkochen lassen. Sobald es blubbert, sofort den Herd ausschalten und den Deckel abnehmen, bis die Gefahr des Überkochens vorbei ist, dann den Deckel wieder draufsetzen und quellen lassen. Merke: Wasser wird viel schneller heiß, wenn man beim Erhitzen den Topfdeckel auf den Topf setzt. Herdplatten, die Wärme speichern, kann man schon Minuten vor Ende der Kochzeit herunterschalten.
  5. Wassersparen beim Gemüsewaschen
    Größere Mengen Gemüse oder Salat kann man mit weniger Wasser waschen, wenn man sie statt unter fließendem Wasser in stehendem Wasser, beispielsweise in einer Schüssel, wäscht und mit einem Sieb herausfischt (oder gleich das Sieb mit dem zu waschendem Gemüse im stehenden Wasser hin und her bewegt).
  6. Haltbar machen, wenn man mehr gekauft hat, als man verbrauchen kann
    Wenn jemand im Haushalt krank wird oder man unerwartet zum Essen eingeladen wird, kann es vorkommen, dass Gemüse und andere Lebensmittel plötzlich zu viel bevorratet sind. Gemüse und andere Lebensmittel, die nicht rechtzeitig vor dem Schlechtwerden verbraucht werden können, kann man verarbeiten/vorkochen und einwecken oder einfrieren.
  7. Wäschetrockner einsparen
    Wäscht man die Wäsche an sonnigen Tagen gleich früh am Morgen und hängt sie draußen zum Trocknen auf, ist sie bis zum Abend trocken. Das funktioniert auch, wenn man keinen überdachten Platz zum Wäschetrocknen hat.
  8. Lüften im Winter
    Während der kühleren Zeit ist wiederholtes kurzes Stoßlüften bei weit geöffnetem Fenster besser als das lange Lüften mit Kippfenster! Beim Stoßlüften wird die Luft schnell ausgetauscht, sodass die Wände nicht auskühlen, so ist es schnell wieder warm im Raum.
  9. Wassersparen im Garten
    Gezieltes und dosiertes Gießen direkt in den Wurzelbereich spart Wasser. Das geht von Hand oder mittels Tropfsystemen mit Automatisierung. Wer kann, sollte Regenwasser auffangen und für die Gartenbewässerung nutzen. Tipp: Im Hochsommer morgens vor der großen Hitze gießen, damit das Wasser in den Boden sickern kann und nicht schon an der Oberfläche verdunstet. Auch Mulchen hilft, Wasser zu sparen.



  10. Ressourcen sparen bei der Bepflanzung von Töpfen, Kübeln, Balkonkästen und anderen Pflanzbehältern
    Wer torffreie oder torfreduzierte Blumenerde/Pflanzerde verwendet statt Erde auf Torfbasis, hilft die vorhandenen Moore zu schonen. Auch beim Kauf der Pflanzgefäße sollte man deren Herstellung, Wetterfestigkeit, Langlebigkeit und/oder Recyclingmöglichkeiten im Auge haben.
  11. Kompostierung von Gartenabfällen
    Über die Kompostierung werden Garten- und Gemüseabfälle in Bodenverbesserungsstoffe und Dünger umgewandelt, die man wieder im Garten ausbringen kann. Man spart dadurch Müllabfuhrgebühren und Kosten für Dünger und Bodenverbesserungsmittel.
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Wenn Interesse am Thema Nachhaltigkeit besteht, erstelle ich gerne eine Fortsetzung mit weiteren Anregungen, wie man mehr Nachhaltigkeit in den Alltag integrieren kann.

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