Orangenbaum- oder Kuhpate werden, Bienenvölker adoptieren – Foodfunding und andere Projekte, die Lebensmittelerzeuger unterstützen

Viele Verbraucher suchen einen engeren Kontakt zu denen, die ihre Lebensmittel produzieren. Sie wollen damit nicht nur zur ökologischen, tierfreundlichen und bedarfsgerechten Erzeugung (und damit weniger Überproduktion, die auf dem Müll landet) beitragen, sondern dafür sorgen, dass der Landwirt/Erzeuger ihres Vertrauens ein Auskommen hat.

Apfelbaumpate werden

Foodfunding ist eine Form des Crowdfundings. Beim Foodfunding erhält der Geldgeber (Pate) meist einen Anteil an der Ernte.

So kann man als Verbraucher Landwirte, Weinbauern, Gärtner und anderen Lebensmittelerzeuger unterstützen:

  • Bei direkt vermarktenden regionalen Erzeuger einkaufen
    Man kann diese Erzeuger über Online-Datenbanken finden, siehe Regionale Erzeuger stärken. Die Genussgemeinschaft Städter und Bauern unterstützt Einkaufsgemeinschaften.
  • Sich einem Projekt der Solidarischen Landwirtschaft anschließen
    Eine Anzahl von Privathaushalten finanziert einen bäuerlich-landwirtschaftlichen Betrieb (meist mit ökologischem Anbau und artgerechter Tierhaltung). Wer mag, kann/darf je nach Projekt auch mitarbeiten und/oder Hoffeste mitorganisieren. Die Beteiligten erhalten einen Anteil an der Ernte.
  • Mitglied einer Genossenschaft werden, die sich für die bäuerlich geführte, ökologische Landwirtschaft einsetzt, beispielsweise bei Kulturland e.G.
  • In Öko-Aktien investieren, beispielsweise bei der Regionalwert Bürgeraktiengesellschaft.
  • Genussscheine eines Betriebes erwerben (Beispiel: Winzerin Sybille Kuntz).
  • Einen Landwirt für die Haltung eines Tieres bezahlen (Beispiel: Rinder- oder Schweineleasing beim Biohof Hausberg )
  • Unterstützung und Förderung von Erzeugern über Foodfunding-Projekte.
    Foodfundig ist eine Form des Crowdfundings.

Im Trend: Crowdfunding, Foodfunding und Crowdfarming

Crowdfunding ist ein anderes Wort für Schwarmfinanzierung.

Beim normalen Crowdfunding finanzieren die Geldgeber eine Idee und erhalten als Gegenleistung ein Dankeschön (Spenden-Crowdfunding) oder eine Belohnung (Rewarded Crowdfunding). Darüber hinaus gibt es auch noch das Crowdlending (Peer-to-Peer-Kredite) und das anlageorientierte Crowdinvesting (Start-up- oder Projektfinanzierung). Die Geldgeber haben beim Crowdfunding kaum Mitspracherecht und tragen in der Regel das unternehmerische Risiko.

 
Foodfunding ist Crowdfunding für Lebensmittel. Hierbei geht es um die Förderung eines jungen Unternehmens und/oder die Herstellung und/oder Entwicklung von Produkten. Foodfunding-Projekte findet man beispielsweise bei Erzeugerwelt, Agrarbetrieb, Genussgemeinschaft oder auf den normalen Crowdfunding-Plattformen, beispielsweise Startnext, Kickstarter und Indiegogo.

Crowdfarming ist eine Wortmarke (Unionsmarke, Anmeldung im Prüfungsverfahren) im Register des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA), eingetragen unter dem Namen Gonzalo Úrculo, einem der Gründer von Naranjas del Carmen, zur Vermarktung ihrer Foodfunding-Projekte.

Einige Foodfunding-Projekte kurz vorgestellt

Crowdfarming bei Naranjas del Carmen in der Gegend Valencia/Spanien

Über das Internet oder vor Ort kann man einen Orangenbaum pflanzen (lassen) oder eine Bienenfamilie adoptieren und wird so zum „Landwirt 2.0“.

Nachdem der Orangenbaum gepflanzt ist, erhält man über das Internet Zugriff auf den eigenen virtuellen Garten. Dort kann man dem Baum einen Namen geben, ihn verschenken und/oder sich jährlich 80 kg Orangen – gestaffelt nach eigenen Wünschen über die Saison verteilt – bestellen. Im ersten Jahr stammen die Orangen noch von älteren Bäumen, später dann vom eigenen Baum. Im ersten Jahr zahlt man 80 Euro für den Baum und die ersten Orangen, danach jährlich 60 Euro. Dazu kommen die Logistikkosten zur Lieferung frisch nach Hause, falls man nicht selbst zum Ernten oder Abholen hinfährt. Man kann seinen Baum jederzeit ohne Angaben zurückgeben oder auch einfach eine Saison aussetzen.

Wer eine kleine oder große Bienenfamilie adoptiert, erhält im Gegenzug Honig vom eigenen Bienenstock in individuell etikettierten Gläsern.

Die Rechnung geht für die Verbraucher und den Landwirt auf: Der Verbraucher weiß, woher seine Orangen oder der Honig kommen, der Erzeuger hat zwar mehr Arbeit und wegen der größeren Standweite der Bäume einen niedrigeren Kilo-Ertrag pro Fläche, aber er bekommt auch einen höheren Preis als von Handelsketten und hat den Kontakt zum Konsumenten.

Neben dem Crowdfarming kann man in dem Familienbetrieb Naranjas del Carmen ungespritzte Zitrusfrüchte (Mandarinen, Orangen, Grapefruit), Orangenblütenhonig, Bio-Olivenöl sowie Melonen, Wassermelonen, Gurken, Auberginen etc. je nach Saison zur Lieferung nach Deutschland und in andere europäische Länder bestellen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, einen Finca-Urlaub mit einem Besuch der Farm und des Orangenbaumes zu kombinieren.

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Bienenpatenschaften von Imker Thomas Hans aus der Pfalz

Beim Imker Thomas Hans kann man Pate eines Bienenvolks, wahlweise auf einer Blumen- oder einer Obstwiese werden, und bekommt dafür eine definierte Menge Honig und ein Foto des Bienenstocks. Man kann eine Bienenpatentschaft auch zum Weiterverschenken erwerben – das ist etwas teuerer, dafür ist eine Bienenwachskerze dabei. Daneben gibt es auch verschiedene Varianten Erntepatentschaften, bei denen die zugeteilte Honigmenge von der Art der Patentschaft und vom Ertrag des Bienenvolkes abhängig ist, allerdings mit einer garantierten Mindestmenge.

Kuhpate werden von Biokühen in Deutschland

Die Biomolkerei Andechser Natur vermittelt Verbrauchern, die die ökologische Landwirtschaft fördern möchten, Patenschaften für Kühe ihrer Milch-Lieferanten. Wer Pate werden möchte, kann sich online eine Kuh aussuchen. Die Patenschaft dauert ein Jahr, kann aber verlängert werden. Ein Drittels des Jahresbeitrags erhält der Biobauer, der Rest bleibt bei der Molkerei. Dafür bekommt der Pate ein Bild und Informationen zu seinem Patenkind sowie zwei Bio-Genusspakete pro Jahr von der Bio-Molkerei. Wer mag, kann seine Patenkuh nach Absprache mit der Landwirtsfamilie sogar besuchen. Die Kuhpatenschaft kann innerhalb Deutschlands verschenkt werden.

Auch der Hof Gasswies bietet Kuhpatenschaften für seine natürlich gehaltenen Kühe an. Die Kühe sind von Frühjahr bis Herbst auf der Weide. Sie dürfen ihre Kälbchen behalten und säugen. Einmal im Jahr werden die Paten zu einer Führung und Informationsveranstaltung eingeladen.

Pate von Apfel-, Birnen-, Kirsch- oder Zwetschgenbäumen in Baden-Württemberg werden

Der Hof Gasswies bietet neben seiner Kuhpatenschaft Patenschaften für Obstbäume im biologischen Anbau an.

Bienen- und Streuobstwiesen-Pate werden

Beim Maxnhof in Bayern kann man Pate von Streuobstwiesen-Teilstücken werden. Auf diesen Wiesen finden Bienen ihr Futter und sie beherbergen eine größere Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren als es moderne Obstplantagen in der Regel tun. Für 49.-€/Jahr übernimmt man die Patenschaft für 10 m2. Als Gegenleistung erhält der Pate 10% Ermäßigung auf das ganze Sortiment im Hofladen, eine Urkunde, eine Einladung für eine jährliche Streuobstwiesenbegehung und einmal jährlich im August/September ein Erntepaket (Honig, Obst, Gemüse, Fruchtaufstrich und Likör).

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Warum die EU so wichtig für uns ist (Kommentar)

Wir sind nicht in der Europäischen Union (EU), wir sind die EU! Wir, die Mitgliedstaaten, haben die EU geformt, wie sie jetzt ist. Und wenn uns etwas daran nicht gefällt, sollten wir nicht weglaufen, sondern daran arbeiten, sie zu verbessern.

Gestartet ist die EU, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern und dadurch Kriege zu verhindern, doch inzwischen ist sie eine Wertegemeinschaft und politische Macht, von der wir EU-Bürger profitieren.

Die Europaflagge ist das offizielle Symbol der Europäischen Union.

Die Europaflagge ist das Symbol der Europäischen Union.

Die EU ist noch lange nicht perfekt, aber sie bringt uns viele Vorteile, beispielsweise:

  • Mehr als 70 Jahre Frieden auch dank der EU
  • EU-weit unkompliziertes Urlaubmachen (Einheitswährung, selten Passkontrollen, Zollfreiheit innerhalb der EU)
  • Als EU-Bürger darf man auch in anderen EU-Ländern arbeiten.
  • Es gibt internationale Programme für Schüler, Studenten und Wissenschaftler.
  • Als EU-Bürger kann man seine Rente auch in anderen EU-Ländern genießen.
  • Dank der EU haben wir eine starke Stimme in der Welt, denn die EU umfasst derzeit 510 Millionen Menschen.
  • Der EU-Binnenmarkt ist der größte gemeinsame Wirtschaftsraum der Welt und für Investoren interessant.
  • Der zunehmende Binnenhandel zwischen den Staaten schafft mehr Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze.
  • Die EU hat eine starke Position auf dem Weltmarkt – deshalb ist sie Trump ein Dorn im Auge und er versucht uns gegeneinander auszuspielen, um dann jeweils am längeren Hebel zu sitzen. (Er kapiert erst dieser Tage, dass nur eine starke EU auch mehr zur eigenen Verteidigung tun kann, wie es schon seit Jahren von den USA gefordert wird und von uns auch zugesagt wurde.)
  • Durch die EU gibt es eine bessere Zusammenarbeit der Polizei der verschiedenen Länder im Kampf gegen länderüberschreitende Kriminalität.
  • Dank EU haben auch unsere jeweiligen Nachbarländer höhere Umweltschutzstandards und modernere Arbeitsstätten – Umweltverschmutzung macht vor Grenzen nicht halt.
  • Demnächst Abschaffung der Roaminggebühren innerhalb der EU

Das sind nur Beispiele, von denen unser Leben und unser Alltag direkt und positiv betroffen sind.

Ein stärkeres wirtschaftliches Wachstum und ein höherer Einkommensdurchschnitt, heißt nicht, dass es allen besser geht

Einer der Nachteile für Arbeitnehmer in EU-Ländern mit höheren Lebenshaltungskosten ist, dass sie mit Arbeitnehmern aus Ländern konkurrieren, wo das Leben billiger ist und die Lohnerwartungen deshalb ebenfalls niedriger sind. Das ist ungerecht gegenüber den betroffenen Arbeitnehmern und Selbstständigen, die teilweise keinen Job finden oder nun mehrere Jobs annehmen müssen, um in ihrem teuren Land überhaupt überleben zu können. Diese Menschen fühlen sich oft von der Politik vergessen und sind dann für Nationalismus, Rassismus und Populismus empfänglich. Sie fragen sich, warum die Politiker von positiven Wirtschaftsentwicklungen reden, aber bei ihnen nichts ankommt. Wo bleibt da die soziale Gerechtigkeit?

Nationalismus und Abschottung würden nicht helfen

Man sollte nicht glauben, dass man Unternehmen auf Dauer dazu zwingen kann, in einem Land mit hohem Lebensstandard zu produzieren, wenn es dort keine günstigen Arbeitskräfte (eingewanderten Arbeiter aus anderen Ländern) mehr gibt und die einheimischen viel höhere Lohnerwartungen haben – wie sich das die Briten, die für den Brexit gestimmt haben, um ausländische Arbeitnehmer loszuwerden, vorstellen. Nein: Ausländische Unternehmen werden abwandern und damit gehen nicht nur die schlecht bezahlten, sondern alle Arbeitsplätze des jeweiligen Unternehmens weg – und sie können den Verlust des kleinen britischen Marktes (65 Millionen Einwohner) vergleichsweise leicht verschmerzen, falls sie dann mit Einfuhrzöllen bestraft werden – den riesigen gemeinsamen europäischen Markt kann man viel eher als Druckmittel gegenüber Unternehmen einsetzen, als den Markt eines einzelnen Landes. Viele inländische Unternehmen dagegen werden mit der Zeit kaputtgehen, weil sie mit den günstigeren Waren aus anderen Ländern weder im eigenen Land noch beim Export konkurrieren können. Zwar kann man die Importe ins Land dann mit Zöllen bestrafen, wie Trump das für die USA vorhat – aber wen bestraft so ein System denn am meisten: die eigenen Konsumenten und Arbeiter – sie müssen teurer einkaufen (die teurer produzierten Waren aus dem Inland oder den zusätzlichen Zoll bei importierten Waren). Man wird vermutlich versuchen, die einheimischen Arbeiter unter Druck zu setzen, damit sie für weniger Geld arbeiten, damit die einheimischen Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben – mit der Folge, dass die Schere zwischen Arm und Reich vermutlich noch größer wird. Außerdem wird diese nationale Abschottung zu einer noch schnelleren Rationalisierung und Digitalisierung führen – weil die Unternehmen damit teure einheimische Arbeitskräfte ersetzen und billiger produzieren können, sie müssen schließlich auf dem Weltmarkt bestehen.

Ich glaube, sich aus der EU zu lösen oder – wie im Fall der USA – sich abzuschotten, wird die Situation für die Unzufriedenen nicht verbessern, langfristig eher verschlechtern.

Andere Lösungen müssen her

Wir können den Lauf der Dinge nicht anhalten oder gar zurückdrehen, die Welt verändert sich, seit es sie gibt. Der Fortschritt, von der industriellen Fertigung über die zunehmende Mobilität bis zur Digitalisierung, ist immer auch mit Nebenwirkungen verbunden, unter denen manche Berufsgruppen und/oder Regionen besonders stark zu leiden haben. Wir in Deutschland versuchen zwar unsere durchschnittlich höheren Löhne und den Mindestlohn durch Qualität, Technologie und Erfahrung zu kompensieren, um insgesamt wettbewerbsfähig zu bleiben. Trotzdem gibt es auch bei uns die vom Wandel direkt und hart betroffenen Arbeitnehmer und Selbstständigen und das ist ungerecht. Um solche Situationen zu vermeiden, müsste meiner Meinung nach proaktiver vorgegangen werden, beispielsweise: Wenn eine Industrie nicht mehr zeitgemäß ist und ausläuft, dann sollten neue Unternehmen für betroffene Regionen angeworben und für die Arbeitnehmer Umschulungen, Jobmessen und so weiter organisiert werden. Wir brauchen vielleicht (bessere) Institutionen, die Entwicklungen und ihre Auswirkungen frühzeitiger aufspüren – solche Prognosen zu erstellen, sollte doch mit moderner Informatik möglich sein – und sie sollten die Politik, Kommunen und betroffene Branchen/Unternehmen nicht nur beraten, sondern auch unter Druck setzen können, Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die Konkurrenz um Arbeitsplätze ist nur eine Ursache für Härtefälle und betrifft unter anderem uns Deutsche. Und vergleicht man die Situation in Deutschland mit den süd- und osteuropäischen Ländern jammern wir auf hohem Niveau. Aber an den schwierigen Situationen ist selten die EU schuld, sondern dass Regierungen auf nationale und internationale Krisen und Entwicklungen nicht schnell genug oder nicht ausreichend reagiert haben. Leider schieben nationale Politiker die Schuld für Fehlentwicklungen gerne auf die EU, während sie Verbesserungen dank der EU als ihre eigenen Leistungen verkaufen. Das ist insofern ärgerlich, dass eine gute Sache nicht nur nicht gewürdigt, sondern schlecht gemacht wird.

In vielerlei Hinsicht ist sowohl innerhalb der einzelnen Länder als auch auf der gemeinsamen EU-Ebene noch viel zu verbessern. Wir Bürger müssen einfordern, dass man uns zuhört. Nicht nur in der Nationalpolitik, sondern auch auf der EU-Ebene müssen wir die Politiker dazu bringen, nicht nur für Unternehmenslobbyisten der DAX- oder Euro-Stoxx-Unternehmen die Ohren aufzusperren, sondern genauso auch für kleine Unternehmer, Selbstständige, Gewerkschaften, Angestellte, Arbeiter, Studenten, Schüler, Kinder und Interessensgruppen. Aber auch wir Bürger müssen uns stärker einbringen, beispielsweise fordern, dass unsere jeweiligen Länder ihre kompetentesten Politiker nach Brüssel schicken, um uns zu vertreten, nicht solche, die man bei uns loswerden oder ins Gnadenbrot schicken will. Nicht nur beste Fachkenntnisse, sondern auch Sprachkenntnisse und internationale Kommunikationgepflogenheiten müssen solche Politiker beherrschen. Wir Bürger wiederum müssen uns auf dem Laufenden halten, welche Entscheidungen in Brüssel anstehen, und auf unsere Vertreter einwirken.

Die EU als große europäische Familie

Die EU ist keine in Brüssel verortete lästige Institution, der man die Schuld für alles von Arbeitslosigeit bis Fußpilz geben kann, sondern wir Bürger der EU-Länder sollten uns als die EU begreifen. Sie erweitert unser jeweiliges Land, die engere Familie, um viele Cousins und Cousinen und macht uns zu einer großen europäischen Familie. Wie in jeder Familie wird auch in der europäischen Familie gestritten, aber man versucht auch, sich zusammenzuraufen. Wie in jeder Familie möchte auch jeder seine Individualität, soweit wie möglich, behalten dürfen, aber man hält trotzdem zusammen und steht zueinander, wenn es um etwas geht. Und es geht um was: das Überleben Europas in der globalisierten Welt mit den vielen aufstrebenden Ländern wie China, Indien etc.

Auch wenn jetzt noch nicht alles perfekt und gerecht ist: Wir brauchen die EU, um eine gut wahrnehmbare Stimme in der Welt zu bleiben, um eine starke Position in Handelsvereinbarungen zu haben, um Frieden und Wohlstand für uns zu erhalten. Gemeinsam sind wir stärker als jedes einzelne Land. Arbeiten wir doch gemeinsam an einer noch besseren EU.

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Selbstversorger ohne eigenen Garten? Kein Problem!

Wer davon träumt, Obst, Gemüse und Kräuter selbst anzubauen und frisch auf den Tisch zu bringen, aber keinen eigenen Garten hat, braucht nicht verzagen, denn die Möglichkeiten zum Gärtnern ohne Garten sind in den letzten Jahren durch technische Entwicklungen sowie durch neue Initiativen und Projekte viel mehr geworden.

Gemüse in Kübeln auf der Terrasse: hier Auberginenpflanze

Gemüse in Kübeln auf der Terrasse: hier Auberginenpflanze

Wer keinen eigenen Garten hat, muss auf das Gärtnern nicht mehr verzichten. Vor allem die Urban-Gardening-/Urban-Farming-Trends haben die Möglichkeiten erweitert, Obst, Gemüse und Kräuter auch ohne eigenen Garten anzubauen. Diese Möglicheiten hat man nicht nur im städtischen Umfeld, sondern oft auch auf dem Land.

Seit Jahren bewährt: Gärtnern in Kästen und Kübeln auf der Terrasse oder dem Balkon

Wer einen Balkon oder eine Terrasse hat, kann Obst, Gemüse und Kräuter in Töpfen und Kästen ziehen. Tatsächlich ist das sogar recht praktisch, denn man kann die Pflanzen immer wieder neu anordnen, je nachdem wie der Entwicklungszustand und die Standortbedingungen zur jeweiligen Jahreszeit sind.

Der knappe Platz wird besser ausgenutzt, wenn man auch in die Vertikale geht („Vertical Farming“): Man stellt Regale für die Töpfe mit klein bleibenden Gemüsen (Salat, Radieschen, Möhren etc.) und Kräutern (Basilikum, Petersilie, Thymian etc.) auf, hängt Ampeln für hängende Arten wie Erdbeeren, Birnenmelone und hängende Chili-Sorten auf und ähnliche Maßnahmen mehr. Wer kreativ ist und handwerklich begabt, der kann auch alte Paletten zu Regalen umbauen oder ein Holzgitter mit Topfhaltern bestücken und so eine Kräuterwand bauen.

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Anbau in Pflanzerde oder als Hydroponik-System?
Auf Balkon und Terrasse wird traditionell in erdeähnlichen Substraten gepflanzt. Die Gefäße mit den Pflanzerden sollen den Pflanzen Halt geben und Nährstoffe und Wasser speichern. Am Ende der Pflanzenkultur wird die „verbrauchte“ Erde kompostiert und/oder wiederverwendet. Wer keine Möglichkeit der Kompostierung hat, kann sie über die Biotonne entsorgen – die Kompostierung wird dadurch zwar in ein Kompostwerk verlagert, aber das Prinzip des Stoffkreislaufes bleibt erhalten.

Alternativ zur Kultur in Erde, kann man aber auch ohne Erde anbauen. Bei Zimmerpflanzen gibt es die Hydrokultur (auch Hydroponik genannt) bereits seit Jahrzehnten. Das Prinzip ist aber auch auf Balkon und Terrasse umsetzbar. Dabei wird entweder in Einzeltöpfen oder in ganzen Systemen kultiviert – bei letzteren kann man mehrere bepflanzbare Kunststoffrinnen übereinander anordnen, um keinen Platz zu vergeuden. Pflanzen in Hydroponiksystemen erhalten Wasser und Nährstoffe über eine Nährlösung, die in den Wurzelbereich gepumpt wird. Überschüssige Nährlösung wird aufgefangen und recycelt. Kritisch an Hydroponiksystemen kann man den hohen Einsatz an Kunststoff, Technik sowie den energieaufwändig hergestellten, löslichen Dünger sehen.

Aber egal, ob man mit oder ohne Erde anbaut: Wichtig ist, dass man dafür sorgt, dass alle Pflanzen windsicher stehen oder hängen, höhere Pflanzen angebunden sind und dass alle ihrem Bedarf entsprechend Licht, Nährstoffe und Wasser erhalten. Ab Frühjahr werden vor allem weniger empfindliche Gemüse mit kurzer Kulturdauer wie Salat und Radieschen angebaut, während der frostfreien Zeit ab Mitte Mai folgen die Fruchtgemüse wie Tomaten, Auberginen und Stangenbohnen. Kleinbleibende Apfelbäume oder winterharte Minikiwis werden üblicherweise vor eine Wand gestellt und können ganzjährig draußen bleiben. Auch manche Kräuter kann man über mehrere Jahre im Topf draußen überwintern, beispielsweise Schnittlauch und Thymian. Andere wie Rosmarin kann man in einem kühlen Raum am Fenster überwintern und nach dem Winter wieder hinausstellen.

Topfregal für das Vertical Gardening auf der Terrasse oder dem Balkon

Topfregal für das Vertical Gardening auf der Terrasse oder dem Balkon (Eisenregale etc. gibt es beispielsweise bei Gärtner Pötschke*)

Gärtnern auf der Fensterbank, im Zimmer (Indoor Farming) und im Dach-Gewächshaus

Wer weder Garten, noch Balkon, noch Terrasse hat, kann auf der Fensterbank, beispielsweise im erweiterten Blumenfenster, oder im Zimmer, beispielsweise (in einem Zimmergewächshaus) mit Kunstlicht, anbauen.

Es gibt fertige Systeme und solche zum Selbermachen – und zwar sowohl für den Anbau mit Erde als auch für die erdelose Kultur.

Beispiele für Indoor-Hydroponik: Systeme von OPCOM vorgestellt bei YouTube

Die Krönung des Pflanzenanbaus ohne Erde in geschlossenen Räumen oder auch in (Dach-)Gewächshäusern ist die Kombination von erdeloser Kultur (Hydroponik) mit Fischzucht (Aquakultur) zu Aquaponik – wobei die Fischausscheidungen zum Dünger für die Pflanzen werden.
Salat und Fische teilen sich ein Becken (YouTube-Kanal Landesschau Baden-Württemberg)

Window Farm
Eine Besonderheit des Anbaus im Zimmer ist die „Window Farm“, die Fensterfarm – im Grunde ein selbst gebautes Hydroponiksystem aus recycelten PE-Flaschen, die bepflanzt und mittels einer Pumpe mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Die Window Farm wird wie ein Vorhang ins Fenster gehängt, was sehr dekorativ aussehen kann. Zahlreiche Bauanleitungen findet man im Internet per Suchmaschine mit dem Suchwort „windowfarm“.

Gärtnern in Gemeinschaftsgärten

(Urbane) Gemeinschaftsgärten sind Projekte, die Menschen eines Wohnortes oder eines Viertels das Gärtnern und die Selbstversorgung ermöglichen und sie ganz nebenbei einander näherbringen. Zu ihnen gehören die interkulturellen Gärten, Generationengärten, Mietergemeinschaftsgärten, Frauengärten, Kreativgärten, Heilgärten und so weiter. Angebaut wird meist in gewachsenem Boden, allerdings bei Bürgerprojekten in der Stadt auch in Kästen oder anderen Containern mit Substrat, wenn der Untergrund belastet, betoniert oder aus anderen Gründen für den Anbau im Boden nicht geeignet ist

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Bei den Gemeinschaftsgärten unterscheidet man die, bei denen jeder seinen eigenen Bereich zum Pflanzen, Pflegen und Ernten hat, von solchen, bei denen die gesamte Fläche von allen gemeinsam bewirtschaftet wird. Aber die Übergänge sind fließend: Bei manchen Gemeinschaftsgärten werden die Gemüsebeete einzelnen Nutzern oder Familien zugeteilt, aber Kräuter werden in einem gemeinsamen Beet von allen angebaut. Wer wissen möchte, wo genau sich ein Gemeinschaftsgarten in seiner Nähe befinden, kann beispielsweise die interaktive Deutschlandkarte oder die Datenbankabfrage von Anstiftung nutzen.

Miet-Gartenparzellen

Manche Landwirte/Gärtner bieten Gartenparzellen an, die man für eine Saison mieten kann. Der Landwirt oder Gärtner bereitet den Boden vor und meist sät oder pflanzt er sogar schon die erste Kultur der Saison. Der Mieter darf dann pflegen und ernten und – wenn er will und die Saison noch lang genug ist – nach dem Abernten neue Gemüse und Kräuter säen oder pflanzen. Es gibt Gartenparzellen-Angebote bei denen gemäß ökologischem Landbau nach EU- und Bioland-Richtlinien bewirtschaftet wird (siehe beispielsweise www.bauerngarten.net, www.ackerhelden.de) und solche ohne „Bio-Ansprüche“ (www.meine-ernte.de).

Pachtparzelle in einer Kleingartenanlage

Kleingärten und Schrebergärten gibt es schon lange. Viele sind vor etwa 100 Jahren aus Armut und Not heraus entstanden. Nach wie vor sind auch sie ein wichtiger Bestandteil der Gemüse-, Kräuter- und Obstproduktion. Auch sie tragen zur Begegnung von Menschen bei und helfen mittels Veröffentlichungen (Bücher, Zeitungen etc.), Informationsabenden und Schnittkursen dabei, pflanzenbauliches Wissen zu erlernen und zu erhalten. Auch hier setzt sich seit Jahrzehnten der Anbau nach ökologischen Gesichtspunkten immer mehr durch. Dies sind die wichtigsten Unterschiede zu den neueren Miet-Gartenparzellen sowie den urbanen Gemeinschaftsgärten:

  • Kleingärtner sind in Vereinen organisiert, derzeit etwa 15.200 Vereine mit etwa 5&nsbp;Millionen Kleingärtnern unter dem Dach des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde e. V.
  • Das Pachtverhältnis für einen Kleingarten läuft auf unbefristete Zeit (bei Miternte-Projekten oder Gemeinschaftsgärten mietet man die Fläche nur für eine Anbausaison).
  • Die Wartelisten sind manchmal sehr lang.
  • Die Parzellen sind oft größer.
  • Angebaut wird in gewachsenem Boden.
  • Gestaltung und Bepflanzung nach eigenen Vorstellungen ist von Anfang an (im Rahmen der jeweiligen Pachtbestimmungen und Gartenordnung) möglich.
  • Je nach Größe bietet der Garten genügend Raum für den Selbstversorgeranbau und die Erholung für die ganze Familie

Gartengrundstücke/Datschen

Wer langfristig planen und gestalten und dabei auch unabhängig von einem Kleingartenverein sein möchte, hat als Alternative die Möglichkeit sich ein Gartengrundstück oder eine Datsche (Gartengrundstück mit Wochenendhäuschen meist in Fertig- oder Leichtbauweise) zu kaufen.

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Solidarische Landwirtschaft

Solidarische Landwirtschaft ist das Gegenstück zur industriellen Landwirtschaft und einer „Geiz-ist-geil-Mentalität“. Nicht das einzelne Lebensmittel wird finanziert, sondern die Landwirtschaft und der Gartenbau der Wahl. Eine Anzahl von Privathaushalten finanziert einen bäuerlich-landwirtschaftlichen Betrieb mit ökologischem Anbau, kann/darf je nach Projekt auch mitarbeiten und erhält dafür einen Anteil am Ernteertrag.

Gärtnern im Farmcontainer

Farmcontainer wie die Leafy Green Machine von Freight Farms sind umgebaute Frachtcontainer. Darin kann völlig unabhängig von der Umgebung angebaut werden – Klimatisierung, Kunstlicht und Hydroponik machen es möglich. Diese Art des Anbaus nach dem Farm-in-a-Box-Konzept ist etwas für technikaffine Gärtner und Selbstversorger mit dem nötigen Kleingeld für die Investition und den Betrieb.

In diesem YouTube-Video wird die Leafy Green Machine bei YouTube vorgestellt.

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Massive Open Online Courses (MOOC) – neue Entwicklungen

Noch mehr Kurse, noch mehr Anmeldungen, noch mehr Universitäten. Regionale MOOC-Plattformen wie beispielsweise in China und Lateinameria gewinnen an Bedeutung. Neuer Trend: B2B-Angebote.

Fünf Jahre ist es her, seit einige Stanford-Professoren Ende 2011 die drei ersten MOOCs – Massive Open Online Courses – gestartet und eine Lawine ins Rollen gebracht haben. MOOCs haben sich als Lernmöglichkeit etabliert – als Ergänzung zum Präsenzunterricht und manchmal auch als Ersatz. Manche studieren, um Wissen von einer anderen Institution auf eine andere Art vermittelt zu bekommen, beispielsweise von Professoren einer Elite-Universität, andere, um sich weiterzubilden oder beruflich zu qualifizieren und manche nur aus Spaß am Lernen.

Teilnahmebescheinigung

Eine einfache MOOC-Teilnahmebescheinigung zum Herunterladen erhält man bei vielen Anbietern auch in der kostenlosen Kursvariante. Offizielle Zertifikate, Hochschulscheine und -Abschlüsse gibt es nur, wenn man die entsprechende, gebührenpflichtige Kursversion wählt.

Nachdem zu Anfang noch alle Kurse kostenlos waren, gibt es inzwischen auch Kurse, an denen man nur gegen eine feste Gebühr teilnehmen kann.

Viele Kurse kann man aber nach wie kostenlos belegen (Spenden optional), bei einigen von diesen gibt es auch eine einfache Teilnahmebescheinigung (Statement of Accomplishment), wenn man bei den Kurstests eine Mindestpunktzahl erreicht hat. Nur wenn man ein offizielles Qualifizierungszertifiat (Credential), einen benoteten Schein (College Credits) für einen Hochschulabschluss oder einen Hochschulabschluss (Degree) selbst anstrebt, muss man fast immer eine Gebühr bezahlen. Die Höhe der Gebühr ist vom Kurs beziehungsweise vom angestrebten Abschluss abhängig – meistens aber günstiger als die Teilnahmegebühr für das Präsenzangebot der anbietenden Universität.

Die digitalen Technologien und die Erfahrungen mit den MOOCs haben die Hochschulen und den Weiterbildungsmarkt verändert, beispielsweise gibt es gemeinsame Projekte von ansonsten konkurrierenden Institutionen beispielsweise der Universitäten Harvard und Yale.

MOOC-Anbieter sind Universitäten, Unternehmen und Dozenten. Angeboten werden die Kurse auf MOOC-Plattformen, die zu Universitäten gehören und/oder als (kommerzielles) Unternehmen eigens dafür gegründet wurden.

2016 in Zahlen

Die bekannte MOOC-Informationsplattform Class Central, ansässig in Mountain View/Kalifornien (USA), veröffentlichte Zahlen zu 2016:

  • Ihrer Recherche nach meldeten sich 23 Millionen Menschen im Jahr 2016 zum ersten Mal zu einem MOOC an.
  • Insgesamt 58 Millionen meldeten sich im Jahr 2016 für je mindestens einen Kurs an. (für 2015 schätzt Class Central die Zahl der Anmelder auf 35 Millionen).
  • 6850 Kursen wurden von über 700 Universitäten aus aller Welt angeboten.
  • Da es mehr Kurse zur Auswahl gibt und manche mehrmals im Jahr starten, viele davon self-paced (Anfang und Durchführung mehr oder weniger individuell), sind die Teilnehmerzahlen im einzelnen Kurs gesunken.
  • Zunehmend spielen regionale MOOC-Anbieter eine Rolle. Ein Viertel der 23 Millionen neu Angemeldeten registrierten sich laut Class Central über regionale MOOC-Anbieter wie XuetangX (China), MiriadaX (Lateinamerika) und andere.
  • Nach Angaben von Class Central steht die MOOC-Plattform Coursera mit 23 Millionen Anmeldern weltweit an erster Stelle, gefolgt von edX mit 10 Millionen. Auf dem dritten Platz hat sich XuetangX, eine nicht-englische Plattform, positioniert.
  • Von den 6.850 Kursen, die 2016 angeboten wurden, waren 2.600 neu.
  • Die drei bei uns bekanntesten MOOC-Plattformen, Coursera, Udacity und edX, haben laut Schätzungen von Class Central 2016 zusammen einen Umsatz von etwa 100 Millionen US-Dollar generiert.
  • Ein neuer Trend bei Coursera, Ucacity und FutureLearn sind die B2B- (Business to Business) Angebote, also Fortbildungen für Unternehmen (Corporate Training, Worplace Learning).

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Dass die Universitäten, die MOOC-Plattformen und die Dozenten nicht dauerhaft ausschließlich kostenlose Kurse anbieten können würden, war abzusehen – Technik und Personal müssen bezahlt werden. Es gibt zwar durchaus wichtige nicht-monetäre Vorteile der MOOCs: Bildungseinrichtungen, Unternehmen und DozentInnen (die oft auch FachautorInnen zum jeweiligen Thema sind) können beispielsweise ihren Bekanntheitsgrad vergrößern und ihre Reputation erheblich verbessern, was zu einer höheren Zahl von regulär Studierenden und von Buchverkäufen führen kann. Auch können sie ihren eigenen Studierenden innovative Lerninhalte/Praktika zum Thema MOOCs, Lehren, Community Management, Software-Entwicklung und vielem anderen bieten. Darüber hinaus arbeiten vor allem kommerzielle MOOC-Plattformen oft mit Unternehmen aus der Wirtschaft zusammen. Diese investierten in der Gründungsphase in die neuen MOOC-Plattformen und profitier(t)en vom Entdecken und Vermitteln von Talenten. Inzwischen müssen die Plattformen jedoch selbst Geld erwirtschaften, um beispielsweise die Weiterentwicklung der Technik und ihr Personal zu bezahlen. Eine zunehmend begehrte Zielgruppe für sie sind daher Menschen, die sich über MOOCs beruflich qualifizieren wollen und dafür auch bezahlen (können). Das dürfte für die bisherigen Player am Weiterbildungsmarkt nicht einfach werden.

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