Wie werden Blumentöpfe, Kübel und andere Pflanzgefäße möglichst umweltgerecht entsorgt?

Am umweltfreundlichsten und billigsten ist es, wenn man Töpfe, Schalen, Pflanzkübel und andere Pflanzgefäße möglichst viele Jahre im Einsatz hat, sie eventuell upcycelt (verschönert oder anders aufmotzt) und weiterverwendet. Aber manchmal werden es einfach zu viele Gefäße oder sie sind so kaputt, dass man sie nicht mehr verwenden kann. Oder man mag sie einfach nicht mehr. Wie wird man die Blumentöpfe und Pflanzgefäße aus den verschiedenen Materialien dann wieder los?

Tontöpfe

Was tun, wenn ein Pflanzgefäß kaputt geht oder nicht mehr gefällt? Die wenigsten Probleme mit der Entsorgung bereiten natürliche Materialien.

Pflanzgefäße aus Naturstein, Holz und Keramischen Massen (Ton, Terracotta etc.)
Schalen, Töpfe, Tröge, Kübel und andere Gefäße aus Naturstein kann man im Grunde ewig im Einsatz haben. Oft sind sie sogar recht wertvoll. Falls man sie wirklich nicht mehr mag, kann man sie an Liebhaber verschenken/verkaufen oder zweckentfremdet nutzen, beispielsweise kann man aus ihnen ein Wasserspiel o. ä. bauen oder man nutzt sie um etwas zu beschweren.

Auch Gefäße aus Holz, beispielsweise Pflanzkästen oder halbierte Fässer, kann man sehr lange nutzen. Sie lassen sich notfalls reparieren und verkaufen/verschenken. Wenn gar nichts mehr geht, kann man sie zerhacken und im Kamin verfeuern.

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Tontöpfe und Terracottagefäße sind normalerweise langlebig. Sind sie defekt, kann man sie zerschlagen und die Scherben zur Dränage oder zum Schutz des Abflusslochs vor Verstopfung bei anderen Pflanzkübeln verwenden. Hat man mehr Scherben, als man braucht, kann man sie in haushaltsüblichen Mengen in den Restmüll geben. Bei größeren Mengen sollte man sie zum örtlichen Wertstoffhof bringen, wo sie normalerweise zum Bauschutt gehören.

Pflanzgefäße aus Metall
Pflanzgefäße aus Metall gibt es matt, hochglänzend und mit Edelrost – jeweils mit einer völlig anderen „Aussage“. Doch bei der Entsorgung sind sie gleich.
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Pflanzgefäße aus Edelstahl und anderen Metallen kann man zum Wertstoffhof bringen, dort gibt es in der Regel einen Container für Schrott, dessen Inhalt in einen Recyclingprozess eingebracht wird, bei dem die Metalle aussortiert und wiederverwendet werden.

Gefäße aus Beton, Kunststein etc.
Schalen, Kübel und andere Pflanzgefäße aus Beton, Kunststein und ähnlichem, für die man keine Verwendung mehr hat, werden in der Restmülltonne entsorgt. Sind sie zu groß, bringt man sie zum Wertstoffhof  und muss sie dort beim Bauschutt abgeben.

Im Zweifelsfalle sollte man das Wertstoffhofpersonal vor Ort fragen, die Leute sind in der Regel sehr hilfsbereit. Allerdings sollte man nach möglichen Gebühren fragen, bevor man schwere Sachen eine steile Treppe hinauf zur Containeröffnung schleppt. Erscheinen die Gebühren zu hoch, kann man das Gefäß wieder mitnehmen und sich eine andere Lösung überlegen – vielleicht entscheidet man sich doch, aus dem Kunststeintopf einen Miniteich zu basteln.

Gefäße aus Kunststoff und Verbundstoffen (Fiberglas/faserverstärkter Kunststoff, Fiberclay, Fiberstone etc.)
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Plastiktöpfe, in denen Pflanzen geliefert wurden, kann man anschließend für die eigene Jungpflanzenanzucht – also Aussaat oder Stecklingsvermehrung – oder für Zimmerpflanzen, die sowieso einen Übertopf erhalten sollen, verwenden. Wer mag, kann die Töpfe auch anmalen oder mit Sprühfarbe umfärben – schon hat man einen ganz neuen Stil und/oder Farbakzent auf dem Balkon oder der Terrasse.

Plastiktöpfe, die kaputt sind oder die man nicht mehr mag und die ursprünglich als „Verpackung“ mit gekauften Pflanzen ins Haus kamen, darf man in den meisten Kommunen in den gelben Sack oder die gelbe Tonne stecken. Extra gekaufte Plastiktöpfe/-Übertöpfe, Pflanzkübel, Schalen oder andere Pflanzgefäße aus Kunststoff gehören in die Restmülltonne.

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Pflanzgefäße aus den neuen Verbundmaterialien wirken oft sehr natürlich und schön. Oft vereinen sie Materialeigenschaften ganz verschiedener Materialien. Ihre Entsorgung belastet die Umwelt allerdings mehr als natürliche Materialien. Doch sind die meisten immerhin recht langlebig – was auch die Frostfestigkeitsgarantien verschiedener Hersteller zeigen.

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Für Pflanzgefäße aus Faserverbundstoffen wie Fiberglas, Fiberclay, Fiberstone, Faserbeton, Polystone und wie sie alle heißen, gilt derzeit i. d. R. die Recyclingklasse 7, das heißt: Es ist kein Recycling vorgesehen. Man muss sie als Endverbraucher, wenn man sie nicht für etwas anderes verwenden kann (z. B. als Aufbewahrungskiste im Keller), in den Restmüll geben beziehungsweise mit großen Gefäßen zum Wertstoffhof fahren und sie dort beim Sperrmüll abgeben.

Andererseits fallen große Mengen solcher Verbundstoffe als Abfall beim Abbau von alten Windkrafträdern und beim Ausrangieren von Leichtflugzeugen und Booten an und an ihnen ist die Zementindustrie interessiert – sie nutzen sie als Energielieferant und sind auch an den mineralischen Zusätzen interessiert. Für diesen Zweitnutzungsprozess gibt es Recyclingunternehmen wie die Fibreglass Recycling Europe – doch die werden von Unternehmen für ihre Arbeit beauftragt. Ich habe keine Sammelstelle und kein Kreislaufsystem für Endverbraucher gefunden, obwohl über das Thema Recycling von Verbundstoffen schon lange gesprochen wird. Die Hersteller der Fiberglas-/Faserverbund-Pflanzgefäße, die ich angeschrieben habe, bieten leider keine Rücknahme an und kennen auch keine Sammelstellen für Endverbraucher.

Sollte ich etwas Neues in Erfahrung bringen oder kann einer der Leser und Leserinnen etwas zum Thema Entsorgung von Pflanzgefäßen beitragen, werde ich es hier gerne noch ergänzen.

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Winterfeste, frostsichere Pflanzgefäße

Wie winterfest und frostsicher sind Töpfe, Schalen, Kübel und andere Pflanzgefäße aus den alten und neuen Materialien und was kann man tun, um die Frostbeständigkeit zu erhöhen?

Verschneiter Tontopf mit blühender Minitulpe

Pflanzgefäße, die draußen überwintern, sollten wetterbeständig und frostsicher sein.

Seit Jahrzehnten überwintere ich auf und um meine Terrasse herum mehrjährige Pflanzen in Töpfen, Schalen und Kübeln draußen: Blumenzwiebelpflanzen, Stauden, Gräser, Gemüse (Topinambur), Obst (Mini-Kiwi), Kräuter (Thymian, Rosmarin, Salbei und Schnittlauch) und auch Ziergehölze. Hatte ich in meiner Studentenzeit noch hauptsächlich einfache Kunststoffkübel als Pflanzgefäße, leistete ich mir später auch Ton- und Terrakottagefäße, weil sie mich an Urlaube und das Leben im mediterranen Raum erinnerten. Inzwischen liebäugle ich auch mit einigen der modernen Materialien und neuen Formen – weswegen ich mich intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt habe.

Frostsichere Pflanzgefäße für die Herbst-/Winter- oder Ganzjahresbepflanzung

Die Plastikkübel aus der Studentenzeit hielten in der Regel viele Jahre, bevor die Wurzeln sie sprengen konnten. Auch manche meiner Terrakottagefäße habe ich bereits seit vielen Jahren, andere allerdings waren schon nach einem oder zwei Wintern so stark geschädigt, dass ich sie nur noch zerschlagen und als Dränage in anderen Gefäßen verwenden konnte. Doch woran liegt es, wenn bestimmte Ton-/Terrakotta- und auch andere-Pflanzgefäße (genauso wie Vogelbäder, Kunstwerke etc.) nicht frosttauglich sind? Die, die zerbrechen, sehen oft nicht viel anders aus als die frostsicheren. Und welche anderen frostsicheren Materialien hat man bei Pflanzgefäßen, Kübeln, Töpfen und Schalen zur Auswahl?

Zwei verschiedene Ton-/Terrakottatöpfe

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als haben beide Töpfe den Winter gut überstanden.

Wie man die Frostsicherheit von Töpfen, Kübeln, Schalen und anderen Pflanzgefäßen beeinflussen kann

Dies gefährdet die Frostsicherheit:

  • Fehlender Wasserablauf
    Wenn überschüssiges Wasser aus einem Pflanzgefäß nicht ablaufen kann, beispielsweise wenn kein Ablaufloch vorhanden ist, der Topf dicht schließend auf einer glatten Oberfläche oder in einem hohen Untersetzer mit Wasser steht, und dieses Wasser im Winter zu Eis gefriert. Gefrierendes Wasser dehnt sich sich aus und kann seinen Pflanzbehälter sogar sprengen.
  • Ungeeignete Form
    Formen, die oben enger sind als unten, sind stärker gefährdet, weil sich die Pflanzerde bei der Eiskristallbildung nicht so gut ausdehnen kann.
  • Ungeeignetes Topfmaterial beziehungsweise ungeeignete Zusammensetzung
  • Herstellungsverfahren
    Die Art der Herstellung kann die Frostsicherheit ebenfalls beeinflussen, beispielsweise beeinflusst die Brenntemperatur die Frostsicherheit von Keramischen Massen wie Ton, Terrakotta, Steinzeug etc.
Topf aus Ton mit Frostschaden im unteren Bereich

Der größere der beiden oben gezeigten Töpfe war bereits nach einem Winter im unteren Bereich kaputt. Vermutlich lag es nicht (nur) am Material, sondern war auch der Wasserablauf behindert.

Das fördert die Frostsicherheit von Gefäßen:

  • Überschüssiges Wasser muss ablaufen können:
    • Das Ablaufloch sollte sich am besten unter dem Topf befinden.
    • Man sollte Abstandshalter unter den Topf legen bzw. haben manche Pflanzgefäße von vornerhein Füßchen unten am Topf, damit das Ablaufen nicht behindert werden kann. Abstandshalter, die man nachträglich unterlegen oder anbringen kann, gibt es beispielsweise bei Gärtner Pötschke*
  • Das Gefäß sollte oben eher breiter als unten sein.
  • Man sollte ein geeignetes Material bzw. eine geeignete Materialmischung wählen, das mit
  • einem entsprechenden Verfahren hergestellt und verarbeitet wurde.

Weitere Schutzmaßnahmen gegen Frostschäden an Pflanzgefäßen (und auch den darin stehenden Pflanzen):

  • Töpfe, deren Materialien nicht sicher frostfest sind, kann man näher an eine Hauswand ziehen, denn Wände geben nachts Wärme ab.
  • Pflanzgefäße kann man mit einem Schutzmaterial ummanteln oder bedecken.
    Zum Einen kann dann der Wind das Gefäß nicht zusätzlich auskühlen, zum Anderen wird die Sonnenseite abgedeckt, sodass die Temperaturunterschiede zwischen sonnenzu- und –abgewandter Seite sowie zwischen Tag und Nacht geringer ausfallen. (Aus diesem Grund werden auch Baumstämme von empfindlichen Gehölzen auf der sonnenzugewandten Seite weiß angestrichen – dann kann sich die sonnenzugewandte Seite nicht durch die Strahlung erhitzen, während die andere Seite gefroren bleibt).
Töpfe mit Schneedecke

Eine Schneedecke bietet ebenfalls Schutz vor tiefem Frost.

Frostsichere Pflanzgefäße – Materialien/Materialmischungen und ihre Herstellung

Aus den hier gelisteten Materialien, gibt es frostfeste Pflanzgefäße.

Frostbeständigkeitsgarantie
Aus manchen der im Folgenden genannten Materialien gibt es sowohl frostsichere, als auch weniger frostsichere Pflanzgefäße. Am besten lässt man sich die Frostfestigkeit vom Hersteller/Händler zusichern. Manche Anbieter geben von sich aus eine Garantie, beispielsweise gibt es von Hentschke auf manche Gefäße 7 Jahre Frostfest-Garantie (Hentschke bei Amazon.de*) und von Esteras von Emsa auf Pflanzgefäße aus Fiberglas mit Mehrschichttechnik sogar 10 Jahre (Esteras bei Amazon.de*) – aber unter der Voraussetzung, dass überschüssiges Wasser ungehindert aus dem Gefäß abfließen kann. Fragen Sie nach solchen Garantien!

Naturstein
Pflanzgefäße und als solche genutzte Tröge/Tränken aus Naturstein sind nicht nur besonders schön, sondern auch extrem schwer. Dafür sind sie sehr standfest – das ist besonders wichtig, wenn man höhere Pflanzen, wie Bäume oder Sträucher, im Pflanzgefäß kultivieren möchte.
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Naturstein, aus dem auch Pflanzgefäße gefertigt werden, sind beispielsweise Granit, Marmor, Kalkstein, Sandstein und Lava.
Dass auch Stein nicht grundsätzlich vor Witterung und insbesondere Frost sicher ist, weiß jeder, der schon mal im Gebirge war und den dort durch Verwitterung entstehenden Schotter gesehen hat. Selbst Granitgefäße benötigen einen ungehinderten Wasserablauf, damit sich nicht überschüssiges Wasser staut und zu größeren Mengen Eis gefrieren und sich ausdehnen kann!

Vorsicht: Es gibt auch so genannte Steingefäße, die im Inneren aus Fiberglas oder aus Holz bestehen und nur außen mit Naturstein (beispielsweise Marmor) besetzt sind. Diese eignen sich i. d. R. nur für Innenräume.

Pflanzenbaulicher Hinweis zur Überwinterung im Freien
Wer Pflanzen draußen überwintert, sollte wissen, dass Pflanzen bei gefrorener Pflanzenerde und gleichzeitigem Sonnenschein vertrocknen können – dann verdunsten sie nämlich oben Wasser, aber unten ist kein flüssiges Wasser zum Aufnehmen da. An solchen frostsonnigen Tagen sollte man am späten Vormittag vorsichtig ein wenig in den Wurzelbereich gießen.

Keramische Massen (Beispiele: Terrakotta, Impruneta, Steinzeug)
Terrakotta („gebrannte Erde“) sind unglasierte Tonwaren, die einmal bei relativ niedrigen Temperaturen (900 – 1000 °C) gebrannt wurden. Der verwendete Ton und seine mineralische Zusammensetzung und eventuelle Beimischungen bestimmen die Farbe und die Eigenschaften. Stammte der Ton aus Impruneta und wurden sie bei etwas höheren Temperaturen gebrannt, dann heißen sie diese Tonwaren Impruneta und sind wesentlich frostfester als die normale „Siena-Terrakotta“.
Auch Terrakotta aus manchem Familienbetrieb in Kreta wird bei Temperaturen von 1120 °C gebrannt und soll frostfest sein.
Steinzeug wird bei Temperaturen von 1200 – 1300 °C gebrannt, wobei es sintert (das bedeutet: Alles Flüchtige verschwindet aus der Masse, aus den tonigen Bestandteilen werden neue Minerale gebildet, Kristalle schließen sich zusammen und werden durch glasige Bestandteile verkittet). Pflanzgefäße aus Steinzeug sind i. d. R. frosthart.

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Fiberglas-Pflanzgefäße
Fiberglas ist der Kurzname für faserverstärkten Kunststoff, auch Faser-Kunststoff-Verbund genannt. Die verstärkenden Fasern können aus Keramik, Quarz, Glas, Stahl und vielem anderen hergestellt worden sein. Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) enthält zur Verstärkung Glasfasern. Der Kunststoff ist meist Kunstharz (Expoxidharz, Polyesterharz).
Die Eigenschaften von Fiberglas-Pflanzgefäßen können je nach verwendeten Materialien sehr unterschiedlich sein. Nicht alle Pflanzgefäße aus Fiberglas sind frosthart, die Chancen stehen am besten, wenn Sie dem Gefäß einen Wasserablauf (Abflussloch sowie ausreichenden Abstand zur Fläche darunter) geben. Nur unter dieser Voraussetzung werden auch jeweils Frostbeständigkeitsgarantien gegeben.

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Fiberclay
Fiberclay – im Englischen auch Fibreclay geschrieben – ist ein (glas)faserverstärkter Ton, hergestellt aus einer Fiberglasmatte und Tonbrei und oft wohl auch mit einer Kunststoffbeimischung (in der Hinsicht scheint mir die Verwendung der Namen für die verschiedenen Verbundstoffe seitens der Hersteller nicht ganz einheitlich).

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Fiberstone
Fiberstone – im Englischen auch Fibrestone geschrieben – wird meist aus Glasfasern, Kunstharz (Expoxidharz) und Steinpulver hergestellt. Das Material ist stoßfest, witterungsbeständig und meist frostfest und kann den Produkten, die aus ihm gefertigt sind eine sehr natürliche Steinoptik verleihen. Das Material kann aber auch eingefärbt oder beschichtet werden.

Faserbeton
Faserbeton enthält Fasern aus Kunststoff- oder Glasfasern. Er ist schwer und damit sind die Gefäße standfest. Außerdem ist das Material äußerkst witterungsbeständig und i. d. R. auch frostfest.

Polystone
Polystone besteht aus Kunstharz, der im flüssigen Zustand mit Gesteinsmehl vermengt wurde. Polystone hat ebenfalls einen sehr natürlichen Steinlook, ist aber schwerer als Fiberstone. Pflanzgefäße aus diesem Material haben eine gute Standfestigkeit bei Sturm, außerdem werden viele als besonders frostfest beworben – sicherheitshalber sollte man aber nachfragen.

Kunststoff
Pflanzgefäße aus Kunststoff gibt es aus verschiedenen Kunststoffen, in vielen Designs, Formen und Farben und mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Manche kann man optisch kaum von einem Naturmaterial unterscheiden – ähnlich wie bei den Verbundmaterialien oben (GFK, Fiberclay etc.), andere sehen doch sehr nach Billigplastik aus. Besonders gefragt in den letzten Jahren: Granitoptik.

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Metall
Metalle sind in der Regel frostsicher. Pflanzkästen und Pflanzgefäße gibt es beispielsweise aus (pulverbeschichtetem) Aluminium, (gebürstetem) Edelstahl, (gewollt korrodierter/Edelrost-) Stahllegierung (Cortenstahl), verzinktem Stahl und pulverbeschichtetem Stahlblech (mit Kunststoffeinsatz).

Holz
Pflanzkübel aus Holz sind ein Blickfang, der Natürlichkeit ausstrahlt. Holz ist frostfest. Die Langlebigkeit von Holzgefäßen hängt von der Holzart, der Verarbeitung, Behandlung (beispielsweise Ausflammung zur Haltbarmachung) und Pflege sowie vom Material und der Behandlung der Verbindungselemente ab. Beim Kauf neuer Gefäße aus Hartholz sollte man darauf achten, dass es sich um FSC-zertifiziertes Holz aus nachhaltigem Anbau handelt und die Verbindungsstücke ebenfalls witterungsbeständig sind.

Steinguss (Betonguss, Kunststein)
Steinguss wird aus Zement, Wasser und Zuschlagstoffen wie Sand, Torf, Perlite zusammengemischt und in eine Form gegossen. Wenn man fertige Gefäße aus Steinguss kauft, sollte man sich nach der Frostfestigkeit erkundigen. Wer solche Gefäße selbst macht, muss eine Mischung wählen, die erfahrungsgemäß frostfest ist (Beispiel für eine frostfeste Schale bei Selbermachen – nicht den Rundstab für den Boden vergessen, der den späteren Wasserablauf ausspart). Es gibt aber unzählige Anleitungen bei YouTube und in Blogs. Einen feinkörnigen, wetterfesten und frostsicheren Vergussmörtel auf Basis von weißem Zement gibt es beispielsweise hier: Steinguss*.

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Avantgardening: Plädoyer für gegenwärtiges Gärtnern (Buchvorstellung**)

Avantgardening: Plädoyer für gegenwärtiges Gärtnern* von Torsten Matschiess ist dieses Jahr neu im Ulmer Verlag erschienen. Matschiess propagiert eine authentische Gartengestaltung, die zum jeweiligen Standort und seinen Gegebenheiten passt statt des Kopierens eines gerade angesagten Stils. Wie wundervoll solche authentischen Gärten aussehen können, zeigen die Fotos von Spitzenfotograf Jürgen Becker im Buch. Sehr inspirierend.

Avantgardening Buchcover mit Werbelink zu Amazon.de

Als ich den Titel Avantgardening: Plädoyer für gegenwärtiges Gärtnern* las, wurde ich neugierig. Gab es einen neuen Gartentrend, von dem ich noch nicht gehört hatte? Dass es nicht um eine neue Variation von Schotter- oder Gummimulchflächen ging (Letztere habe ich bisher zum Glück nur in einer amerikanischen Gartengestaltungsdoku gesehen), war schon am Coverbild zu erkennen: Das Foto zeigt einen Garten, in dem großzügig mit Pflanzen – ihren Formen, Farben und Strukturen – in die Fläche, nein: in den Raum (!) gestaltet wurde. Und der doch wie Natur wirkt. Ich wollte mehr wissen.

Als das Buch ein paar Tage später bei mir eintraf und ich es öffnete, konnte ich es gar nicht mehr beiseitelegen. Es ist unterhaltsam geschrieben, Torsten Matschiess‘ Freude am Experimentieren und Beobachten, am Entwickeln von Gärten und Pflanzengemeinschaften dem Standort und seinen Besonderheiten entsprechend, aber auch am Hinterfragen eingefahrener Regeln und Systeme wirkte auf mich ansteckend. Dass sich diese „authentische“ Gartengestaltung lohnt, beweisen die vielen wunderschönen und stimmungsvollen Bilder von Jürgen Becker.

Um es gleich zu sagen: Das Buch enthält keine Anleitungen, wie man was am besten gestaltet oder welche Pflanzen man wie miteinander kombiniert, sondern es will – meinem Eindruck nach – dazu inspirieren, dem eigenen Gelände mit seinen Möglichkeiten nachzuspüren und mit diesem Wissen einen individuellen, authentischen Garten zu entwickeln.

In Kapitel 1 geht es um das erste Jahr mit einem neu erworbenen Garten. Oft passen die Vorstellungen von einem schönen Garten und die Standortgegebenheiten nicht zusammen, was zu Problemen wie Pflanzenausfällen und nicht eingeplanten Kosten führen kann. Manche Gartenbesitzer und Gartengestalter wollen möglichst schnell einen (scheinbar) fertigen Garten vorweisen und kaufen große Gehölze – die dann aber weniger an den Standort angepasst sind als Gehölze, die von Klein auf dort gewachsen sind. Andererseits verändern Gehölze, die jung gepflanzt oder gesät werden, mit ihrem Wachstum die Standortbedingungen in ihrer Umgebung, sodass die ursprünglichen Begleiter in unmittelbarer Nähe bald nicht mehr dorthin passen.
Der Autor ging bei seinem eigenen Garten weiter als die meisten Gartenbesitzer und auch als viele Gartengestalter – er hat nicht nur darauf geachtet, welche Pflanzen ihm gefallen und auch nicht einfach Pflanzen aus einer Datenbank herausgefiltert, die in etwa dem örtlichen Klima und der Region entsprechen könnten (was immerhin schon ein Schritt Richtung Nachhaltigkeit ist), sondern seinen Standort mit jeder kleinen, örtlich begrenzten Besonderheit, anhand der Ruderalflora zu begreifen versucht. In eine Senke, wo sich Wasser und Nährstoffe sammeln, gehören eben andere Pflanzengemeinschaften als auf eine trockene Erhebung, auf einem verdichteten Teilstück andere als auf dem ansonsten durchlässigen Boden. Außerdem legte er Sortenvergleichs- und andere Testpflanzungen an und führte eigene Selektionen durch. Ein Gartenflüsterer in dem Sinne, dass er versucht, aus einem gegebenen Gelände und seinen Gegebenheiten das Beste und Einzigartige herauszuholen.

In Kapitel 2 efährt man mehr über die Motivation des Autors und seine persönlichen Gartenphilosophien – da geht es um Ökologie und Ökonomie – Rasenflächen sind arbeitsaufwändiger und teuerer als authentische Gehölz- und Staudenpflanzungen, und auch um Diversifikation und Invasion – wenn die Hummeln den Neuling mögen, warum soll man ihn dann verteufeln, wenn es doch um die Förderung der Vielfalt geht?

Um Gestaltung im engeren Sinne geht es im dritten Kapitel. Matschiess zeigt so simpel wie beeindruckend, dass es raffiniertere Möglichkeiten der Sichtverstellung und Raumgestaltung gibt als Vertikalschotter, Mauern und Hecken – Möglichkeiten, die gleichzeitig den Blick von drinnen nach draußen neu öffnen und aufwerten können. Wie auch schon in den Kapiteln vorher stellt der Autor gerne mal alte Regeln in Frage.

Das 4. Kapitel, Lieblingspflanzen, ist Pflanzen gewidmet, die entweder mehr Aufmerksamkeit verdienen, oder die der Autor in einen neuen Zusammenhang setzt. Außerdem legt er offen, worüber die meisten Fachleute gerne schweigen: das Scheitern – vor dem selbst ein Gartenflüsterer nicht hundertprozentig sicher ist.

Über den Autor
Torsten Matschiess kam als Quereinsteiger zur Gartenentwicklung und Staudenverwendung, aber er hat sich an den Besten orientiert und von ihnen gelernt und er hat sich vor allem selbst tief in die Praxis gekniet und reichlich Erfahrungen gesammelt. Sein Garten Alst ist vielen Garten- und Pflanzenliebhabern bekannt. Längst setzt er eigene Akzente in der Branche, gestaltet Gärten, berät und ist ein gefragter Fachautor und Referent. Siehe auch Studio Torsten Matschiess.

Über den Fotografen
Jürgen Becker gehört zu den weltweit erfolgreichsten Gartenfotografen und erhielt schon viele Preise für seine Arbeit. Er setzt auch Matschiess authentische Gärten wunderbar fotografisch in Szene.

Mein Fazit: Ein anregendes Buch für Gartenbesitzer und Gartengestalter, die sich von einem Gartenflüsterer dazu inspirieren lassen möchten, eine individuelle und authentische Gartengestaltung für ihr Gelände (oder das eines Kunden) zu entwickeln und auch bereit sind, manche Regel zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Der flexible Einband bei einem Buch dieser Größe (ca. 24,5 x 24,5 x 2 cm) war im ersten Moment ungewohnt, aber ich kam damit dann sehr gut zurecht. Das Layout des Buches ist eher klassisch schlicht, hält sich im Hintergrund und lässt den Autor und die Bilder des Fotografen für sich sprechen.

Das Buch gehört zur neuen „Edition Gartenpraxis“ und ist 2017 beim Ulmer Verlag erschienen, von dem auch das Pflanzenmagazin Gartenpraxis herausgegeben wird.

Avantgardening: Plädoyer für gegenwärtiges Gärtnern*
von Torsten Matschiess (Autor) und Jürgen Becker (Fotograf)
Ulmer Verlag**, Stuttgart 2017
192 S., 228 Farbfotos, Flexcover
ISBN 978-3-8001-0872-5

* Werbelink
** Ich habe vom Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar erhalten.

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US-Farmer: Bessere Tomatenernte mit Künstlicher Intelligenz (Landwirtschaft 4.0)

So wie es die Industrie 4.0 gibt, gibt es eine Landwirtschaft 4.0 – eine Landwirtschaft, die die Digitalisierung und ihre Möglichkeiten, beispielsweise den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, nutzt. Ziel ist es, die Effizienz zu erhöhen sowie Ressourcen und/oder Kosten zu sparen. Ein Beispiel aus der Praxis: Das texanische Unternehmen NatureSweet Tomatoes erprobt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Überwachung der Pflanzengesundheit.

Um Künstliche Intelligenz ranken sich viele Mythen. Die einen denken an außer Kontrolle geratene Killerdrohnen, andere an menschenähnliche Roboter, die aus sich selbst heraus immer intelligenter werden, bis sie am Ende die Weltherrschaft übernehmen. Doch so geheimnisvoll ist Künstliche Intelligenz nicht (immer). Sie ist auch keine Sache, die sich in der Zukunft oder in einem Zukunftsroman abspielt, sondern breitet sich gerade aus, auch im Gartenbau.

Industrie 4.0

    Unter Industrie 4.0 wird die vierte Stufe der Industrialisierung verstanden.

  • Stufe 1: Mechanisierung mit Energie aus Dampf und Wasserkraft
  • Stufe 2: Massenproduktion, Fließbänder, Fabrikationsstraßen mit elektrischer Energie
  • Stufe 3: Erste Phase der Digitalisierung: Computer und Informationstechnologie (IT) zur Automatisierung der Produktion
  • Stufe 4: Zweite Phase der Digitalisierung: Dazu gehören beispielsweise
    • die Entwicklung cyber-physischer-Systeme (verteilte, komplexe Systeme, deren Komponenten Daten über eine Infrastruktur austauschen und sich anpassen können, z. B. Intelligente Stromnetze),
    • das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT),
    • Cloud Computing (Bereitstellung von IT-Infrastruktur – Speicherplatz, Anwendungsprogramme etc. – als Dienstleistung über das Internet),
    • Künstliche Intelligenz

 
Künstliche Intelligenz (KI) oder Artificial Intelligence(AI) ist als Forschungsgebiet ein Teil der Informatik. Im Grunde ist die Nutzung von AI eine Kombination aus unglaublich vielen gesammelten Daten sowie Software, die diese auf einem (Hochleistungs-)Rechner sehr schnell und möglichst zeitnah auslesen, daraus Vorhersagen ableiten und Handlungen oder Handlungsabfolgen in Gang setzen kann. Manches, was früher unter die KI-Forschung fiel, wie beispielsweise Texterkennung, ist heute Alltagstechnologie. Heute wird beispielsweise am inhaltlichen Verstehen von Sprache und der selbstständigen Suche nach Antworten, an selbstfahrenden Autos und anderen autonomen Dingen (Internet of Autonomous Things, IoAT – selbst navigierende Drohnen, Haushaltsroboter etc.) sowie an der Auswertung komplexer Daten gearbeitet.




 

Künstliche Intelligenz zur Überwachung der Pflanzengesundheit

Je größer eine Anbaufläche ist, desto schwieriger ist es, den gesamten Pflanzenbestand zu überwachen und Krankheiten, Schädlinge oder andere Schadursachen frühzeitig zu entdecken. Besonders die Bestände der Fruchtgemüseproduktion unter Glas sind wertvoll, da sie viel kosten und eine lange Erntezeit haben, und müssen überwacht werden, damit nicht ein Kulturfehler, eine Krankheit und/oder Schädlinge alle vorherigen Anstrengungen und Investitionen zunichte machen. Bisher gehen entsprechend geschulte Menschen in regelmäßigen Abständen durch den Bestand, begutachten die Pflanzen sorgfältig, drehen Blätter um, achten auf auffliegende Schädlinge etc. und notieren eventuelle Befunde mit Zeit- und Ortsangabe in irgendeiner Weise, um dann später Gegenmaßnahmen einleiten zu können – beispielsweise Nützlinge bestellen, die gegen die Schädlinge vorgehen oder bei manchen Krankheiten den Befallsherd entfernen und entsorgen lassen.

Phytophtora infestans an Tomatenblättern

Künstliche Intelligenz soll bei der frühzeitigen Entdeckung von Krankheiten und Schädlingen in einem Pflanzenbestand helfen. Im Bild: Phytophtora infestans an Tomatenblättern.

Ein Beispiel für den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Gartenbau ist die Nutzung von Kameras (fest installierte oder an Drohnen befestigte), die den Pflanzenbestand beobachten (d. h. in vorgegebenen Abständen Fotos machen), diese Bilder und andere Daten an ein Auswertungssystem weitergeben, das etwaige „ungesunde“ Veränderungen verursacht durch Kulturfehler, Schädlings- oder Krankheitsbefall an den Pflanzen bemerken kann. Dazu muss das System schnell sehr große Mengen an Daten verarbeiten können und gleichzeitig muss es auch auf eine große Menge von Daten zurückgreifen können, um zu wissen, wie eine gesunde Pflanze wächst, beziehungsweise zu identifizieren, welche Ursache eine bestimmte Abweichung vom optimalen Zustand hat. Je nachdem, was das KI-System findet und abhängig davon, wie weit die Automatisierung fortgeschritten ist, würde das KI-System den zuständigen Gärtner informieren und/oder vielleicht selbst Maßnahmen in Gang setzen (beispielsweise die Lüftung anders steuern, Nützlinge bestellen etc.).

KI in der Tomatenanbau-Praxis

NatureSweet, ein Tomatenanbauer mit Hauptsitz in Texas, erprobt derzeit KI zur Überwachung der Pflanzengesundheit in seinen Tomatengewächshäusern. Mit einer Verringerung des Ernteausfalls durch eine verbesserte Überwachung und schnellere Gegenmaßnahmen will man den Ertrag steigern und zu mehr Nachhaltigkeit beitragen. Tatsächlich hofft Adrian Almeida, der Abteilungsleiter für Innovation bei NatureSweet, die Tomatenerträge auf längere Sicht um 20 % steigern zu können, sagte er CNN tech. Bisher sind es allerdings nur zwischen 2 und 4 %, die erreicht werden, was aber bei großen Produktionsmengen beziehungsweise Umsätzen durchaus von Bedeutung ist.

Die Informationen über den Pflanzenzustand werden bei NatureSweet mit fest installierten Kameras gewonnen, die im Gewächshaus angebracht wurden und die nun ununterbrochen Fotos vom Pflanzenbestand machen. Die Bilder werden mithilfe eines KI-Programmes von Prospera, einem israelischen Start-up-Unternehmen, das auf Datenanalyse und Digital Farming (digitalisierte Landwirtschaft, Landwirtschaft 4.0) spezialisiert ist, sofort ausgewertet. Mithilfe der Software können problematische Veränderungen im Pflanzenbestand, beispielsweise ein Schädlingsbefall, Blattveränderungen oder Welkeerscheinungen, früh erkannt werden.

Almeida schätzt, dass er ohne die Kameras und die Nutzung von KI den Personalbestand um 4 % erhöhen müsste.

Prospera hat jedenfalls bereits eine dicke Ernte von 15 Millionen US-Dollar an Investitionsgeldern für eine Expansion des Unternehmens eingefahren, unter anderem von Firmen wie Qualcomm Ventures (Qualcomm ist selbst im Bereich Halbleiter und IP-Lösungen tätig) and Cisco Investments (Cisco ist praktisch gleichbedeutend mit Internet-Infrastruktur).

Fazit

Mit der Landwirtschaft 4.0 will man laut Fachgruppe Agtech den Zielkonflikt zwischen Ökologie und Versorgungssicherheit auflösen. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglicht Unternehmen ein effizienteres Arbeiten und Wachstum. Skeptisch macht mich, dass – außerhalb von Versuchen – für solche Innovationen im Betrieb hohe Investitionskosten nötig sind und die neue Technik daher eher Agrargroßbetrieben zugute kommen könnte und bäuerliche Betriebe außen vor bleiben. Vielleicht wird es dafür aber auch einmal Sharing-/Zusammenarbeitslösungen geben. Aber so spannend die neuen Technologien sind, fehlt mir noch eine Antwort der Politik auf die Frage, was mit den eingesparten Arbeitskräften passieren soll und wovon die in Zukunft leben. Zwar werden durch die Digitalisierung auch neue Jobs geschaffen, allerdings mit anderen, oft mit wesentlich höheren (Akademikerjobs) oder wesentlich niedrigeren Anforderungen (schlechter bezahlte (Handlanger-) Jobs) als die, die wegfallen (Ausbildungsberufe).




 

Zum Weiterlesen

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