Der Kühlschrank – treues Familienmitglied oder böser Stromfresser?

Kühlschrank - mein neuer„Auf jeden Fall manchmal unwiderstehlich. Heute habe ich mein Leben ohne Kühlschrank vorerst beendet.“ Das war 2013. aktualisiert 2020

Die meisten von uns vergleichsweise wohlhabenden Mittel- und Nordeuropäern können sich ein Leben ohne Kühlschrank kaum vorstellen. Der Kühlschrank ist in unseren Haushalten fast wie ein Familienmitglied, immer da und, wenn man Glück hat, einigermaßen verlässlich. Und wie ein Familienmitglied mag man ihn mal sehr und mal nicht so sehr – abhängig davon, ob er beispielsweise Versprechungen einhält oder nicht. Was den Kühlschrank von den anderen Familienmitgliedern unterscheidet: Wenn er nicht mehr funktioniert, wie er soll – weil er manchmal komische Geräusche macht oder seine Haushaltspflichten nicht erfüllt -, dann tauscht man ihn einfach gegen einen neuen aus.

Als mein letzter Kühlschrank im Herbst 2010 nicht mehr die Kraft hatte, zu tun, wofür ich ihn Jahre zuvor angeschafft hatte, brachte ich es nicht über mich, ihn einfach zu entsorgen und zu ersetzen – er sah ja noch so gut aus – und gab ihm bis Anfang 2013 ein Gnadenbrot als Schrank. So begann mein Experiment, ohne Kühlschrank zu (über)leben.

Jeder Mensch, dem ich erzählte, dass ich keinen funktionierenden Kühlschrank in der Wohnung habe, hielt mich für gestört oder sah mich mitleidig an, weil er vermutete, meine Geschäfte gingen schlecht und ich könnte mir keinen neuen Kühlschrank und seinen Betrieb (Stromkosten → Stromtarife vergleichen!*) leisten.

Dem war zum Glück nicht so, sondern ich hatte mich entschlossen, das Leben ohne Kühlschrank zu erproben – mit meinen vielen Reisen/Fernreisen in jüngeren Jahren hatte ich energiesparmäßig und hinsichtlich CO2-Fußabdruck auch noch einiges gutzumachen.

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Und ich fand das Leben ohne Kühlschrank eigentlich nicht einmal besonders schwierig – was aber auch daran lag, dass ich als freie Journalistin, Bloggerin und Buchautorin überwiegend zu Hause arbeite. Im Winter konnte ich sowieso manches in einer Kiste auf der Terrasse kühlen, im Sommer ging ich für kalte Getränke zum Bäcker, Bioladen, türkischen Lebensmittelladen oder einem Kiosk um die Ecke, wo riesige, gut gefüllte Kühlschränke stehen – die aber höhere Preise verlangen als der Supermarkt oder Getränkeläden mit ihren größeren Verpackungseinheiten.

Außerdem, so stellte ich fest, half mir das automatisch vorsichtigere und gezielte Einkaufen im Alltag – tatsächlich warf ich (noch) weniger weg als vorher. Ich freute mich außerdem an meinen niedrigen Stromkosten, denn obwohl ich bei einem zertifizierten Ökostrom-Anbieter bin, der ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen verkauft, und bei mir TV-Gerät, Notebook-Computer und Smartphone überbeansprucht werden, zahle ich monatlich gerade mal 26 Euro (seit 2020 sind es 31 Euro Abschlagzahlung) für meine Wohnung (die Stromkosten für Waschen im Waschkeller, Licht im Treppenhaus und anderer Gemeinschaftsstrom sind hier allerdings nicht enthalten).

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Nach weiteren zweieinhalb Jahren Verwendung als Schrank war mein Kühlschrank dann doch ziemlich unansehnlich geworden und ich ließ mich überreden, mir einen neuen zu kaufen, den ich entweder als Schrank oder Kühlschrank nutzen wollte (Alleinstehender, gut aussehender Kühlschrank unter 50 gesucht), und mich von dem alten zu trennen.

Bald nach der Online-Bestellung bei einem altbewährten Versandhändler kam der neue per Spedition (und nahm den alten mit). Ich war von seinem Anblick gleich so geblendet, dass ich die Trennung vom alten schnell vergaß. Immer wieder ging ich um ihn herum und begutachtete ihn. Er passte gut an seinen Platz. Beim Einschlafen hatte ich ein Lächeln auf den Lippen.

Als ich den neuen Kühlschrank am nächsten Morgen an den Strom anschloss, um zu prüfen, ob er überhaupt funktionsfähig wäre, falls ich ihn denn als Kühlschrank nutzen wollte, da war da Licht und sein Weiß und Plexiglas blitzten mich an. Ich konnte nicht anders: Ich stellte die Lebensmittel, die ich auf der Terrasse aufbewahrt hatte, in den neuen Kühlschrank und schaute mir das Stillleben an. Und ich wusste, so schnell würde ich ihm seinen Lebenssaft Strom nicht wieder nehmen können. Er gehört jetzt zu mir: als Kühlschrank, nicht als Schrank. Und wenn er mal komische Geräusche macht, dann werde ich das auch ertragen, genauso wie die Kosten für 165 kWh/Jahr an Energieverbrauch – bei 25,75 Cent/kWh sind das etwa 42,50 Euro/Jahr (lt. Hersteller: Kühlraum 87 l, Gefrierraum *** 9 l, A+), errechnete ich.

Nachtrag 2020 Jetzt nach 7 Jahren würde ich die Frage im Titel so beantworten: Mein Kühlschrank ist ein treues Familienmitglied! Meine Stromkosten sind zwar jetzt höher als 2012, aber erstens sind in den letzten 7 Jahren die Strompreise gestiegen und zweitens habe ich mehr stromverbrauchende Geräte als damals. Mit der Kühlleistung des Kühlschranks bin ich jetzt nach fast 7 Jahren immer noch zufrieden, und ja – auch er macht nachts manchmal komische Geräusche (vor allem, wenn ich nicht abgetaut habe), doch weniger als mein Notebook, das nachts für automatische Upgrades aus dem Schlaf gerissen wird (inzwischen abgestellt, das nervt zu sehr). Weniger zufrieden bin ich allerdings mit der Abdeckplatte des Gerätes – die ist leider aus billigstem Kunststoff, der schnell Sprünge bekam. Um die Nachhaltigkeit eines Gerätes zu beurteilen, müsste man eigentlich solche Faktoren auch einbeziehen – allerdings findet man dazu wenig. Mancher Kunststoff von Haushaltsgeräten neigt zu Sprüngen, anderer wird mit der Zeit unansehnlich gelb, wie beispielsweise meine Spülmaschine. Die Abdeckplatte für einen Kühlschrank kann man je nach Modell austauschen oder notfalls mit einer Auflage verbergen, aber was tut man, wenn das ganze Gerät mit der Zeit gelb wird? In mir sträubt sich mal wieder alles dagegen, ein funktionierendes Gerät, meine Spülmaschine, die offensichtlich auch nicht viel Strom verbraucht, gegen ein Neugerät zu ersetzen. Andererseits, wie lange halte ich diesen Anblick (und mitleidige Blicke von besuchenden Freunden darüber) noch aus?

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Urban Farming Geschäftsmodell: Salatanbau im umgebauten Frachtcontainer x CSA (Solidarische Landwirtschaft)

Wie man sich mit dem Anbau von frischen Kräutern, Greens, Salat u. Ä. in einem zum Anbaucontainer (Farmcontainer, Growcontainer) umgebauten Frachtcontainer und der Vermarktung über ein CSA-Konzept (Solidarische-Landwirtschaft) selbstständig machen kann, zeigt ein amerikanischer Familienbetrieb.

Mit der zunehmenden Verstädterung kamen neue verbrauchernahe Anbaumethoden für gärtnerische/landwirtschaftliche Produkte auf – die Stichworte dazu: „Urban Gardening“/“Urban Farming“/“Urban Horticulture“. Dazu gehört auch die standortunabhängige Produktion von gartenbaulichen Produkten in zu Anbaucontainern (Farmcontainer, Growcontainer) aufgerüsteten Frachtcontainern – eine Form des „Indoor-Farmings“. Ein anderer, schon lang anhaltender Trend, der in den letzten Jahren aber mehr Wind unter seine Flügel bekam, ist die Kritik an der industriellen Landwirtschaft und deren Erzeugnissen, wodurch neue Verbraucher-Erzeuger-Beziehungskonzepte entwickelt wurden und sich ausbreiten, beispielsweise die verschiedenen Möglichkeiten der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi), auch „Community-supported agriculture“, CSA, genannt, mit der meist ökologische und/oder soziale Landwirtschaftsprojekte umgesetzt werden.

Farmcontainer

Farmcontainer (Anbaucontainer/Wachstumscontainer) sind in der Regel aufgerüstete Frachtcontainer/Schiffscontainer, in denen mit Hilfe von Kunstlicht (meist LED-Leuchtmittel) sowie Klima-, Bewässerungs- und Düngetechnik (Hydroponik) gärtnerische Produkte verbrauchernah und unabhängig von den Standortbedingungen wie Boden, Klima und Jahreszeit herangezogen werden können.

Farmcontainer sind transportierbar und stapelbar. (Bild: Freight Farms)
Im Farmcontainer wird meist vertikal und unter hohem Technikeinsatz (Kunstlicht, Hydroponik, Klimasteuerung) angebaut. (Bild: Freight Farms)

Der Anbau im umgebauten Frachtcontainer ist hochtechnisiert und automatisiert, hat aber zum Ziel, durch die Wasser- und Düngemitteleinsparung dank Effizienz und Kreislaufsystem, der Platzausnutzung dank vertikalem Anbau sowie der Verbrauchernähe nachhaltig zu sein – was derzeit in einem Growtainer an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf neben anderen Versuchsfragen untersucht und durchgerechnet wird. Zum Anbaucontainer aufgerüstete Frachtcontainer werden beispielsweise von Freight Farms („Leafy Green Machine“ und Nachfolgemodell „Greenery“), Growtainer und Vertical Harvest Hydroponics („Containerized Growing System“) angeboten.

Solidarische Landwirtschaft

Die Solidarische Landwirtschaft (Solawi) ist ein Konzept der engeren, direkten, vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Erzeugerbetrieben und ihren Abnehmern. Ziel ist es meist, die regionale Produktion nach ökologischen Gesichtspunkten zu fördern, indem ein oder mehrere Anbauer durch ein solches solidarisches System unterstützt werden. Die Verbraucher garantieren dem landwirtschaftlichen/gartenbaulichen Erzeugerbetrieb die Abnahme bestimmter Kontingente und geben ihm dadurch mehr Planungssicherheit für Investitionen (beispielsweise in Saatgut) und Absatzsicherheit für die angebauten Produkte. Rechtlich wird diese Art der Zusammenarbeit entweder über direkte Einzelverträge (beispielsweise Abnahmeabonnements), über Abnehmerkorporationen (Genossenschaften, Vereine) oder über eine Mitunternehmerschaft realisiert.

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Wie sich der Anbau im Farmcontainer mit Solidarischer Landwirtschaft kombinieren lässt

Sarah Ward von der Oasis Springs Farm in Nashua, New Hampshire (USA) teilt in einem Interview ihre Erfahrungen, die sie mit dem Aufbau eines CSA-Konzeptes zum Vertrieb ihrer Farmcontainer-Erzeugnisse gemacht hat, mit den Zuhörern. Sie und ihr Mann Chris begannen 2016 mit dem Betrieb ihrer Farm in Form eines Farmcontainers („Leafy Green Machine“ von Freight Farms), der im städtischen Umfeld im Garten hinter dem Haus aufgestellt wurde, nachdem sie von der örtlichen Verwaltung die Genehmigung dazu erhalten hatten. Das Ziel der Wards war es, mit ihren Erzeugnissen die Menschen ihrer Gemeinde auch in den kalten Wintern von New Hampshire mit frischen, gesunden, lokal produzierten Gemüsen, Kräutern und Salaten zu versorgen. Sarah Ward hat beruflich einen Marketing-/Public-Relationship-Hintergrund und macht die meiste „Farmarbeit“, ihr Mann Chris Ward ist Informatiker und die Unterstützung bei technischen Angelegenheiten. Fällt besonders viel Arbeit an, hilft auch mal der ältere der beiden Söhne.

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Da es in ihrer näheren Umgebung kaum Wochenmärkte gibt und sich der Vertrieb von Salat, Kräutern, Sprossen und anderen Greens, Blattgemüse (Grünkohl) und Ähnlichem über Wochenmärkte mengenmäßig als kaum planbar erwies, begann Sarah Ward bald. feste Kunden zu suchen, die bereit waren, bestimmte Kontingente im Voraus zu reservieren und zu bezahlen – was sowohl den Abnehmern als auch den Farmbetreibern zugute kam. Ihr CSA-Prinzip „Weekly Share“ (Wochenanteil) ließ sich zudem besser in ihr Familienleben (Work-Life-Balance) integrieren.

Die Wards pflegen intensiven Kontakt mit ihren Abnehmern, die wissen wollen, wo ihr Salat herkommt und sich über die Frische freuen, teilen Rezepte und haben auch einen wöchentlichen Newsletter. Ihre Motivation schöpfen sie auch daraus, dass sie mit ihrem Containerfarmbetrieb einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Menschen ihrer Gemeinde gesünder ernähren.

Die gebuchten Kontingente werden in beschrifteten Tüten an zentrale Abholstellen, bevorzugt mit Kühlschrank, wie die örtliche Bäckerei, das Fitnessstudio und andere lokale Geschäfte, geliefert, wo sie von den Abonnenten abgeholt werden. Die Kunden gehören laut Ward allen demografischen Gruppen an, sowohl Alte, als auch Junge, sowohl Familien mit Kindern als auch Paare oder Singles sind dabei. Die Local-Food-Bewegung war den meisten der Abnehmer bereits bekannt, zum Anbau in Hydroponik war allerdings etwas Aufklärungsarbeit nötig – die Frische und der Geschmack haben letztendlich überzeugt. Die Bekanntheit der Wardschen Farm wächst durch Mund-zu-Mund-Propaganda, wird aber auch aktiv über Social-Media-Plattformen und Anzeigen in regionalen Foren vergrößert.

Sarah Ward im Interview

How to Run a Successful CSA with Oasis Springs Farm (YouTube, Kanal: Freight Farms)



Fazit

Am meisten Sinn macht der Anbau im Farmcontainer dort, wo es keine nachhaltigeren Möglichkeiten gibt, frische Blattgemüse u. Ä. (im Winter) auf den Tisch zu bringen. Ob und wie wirtschaftlich und nachhaltig der Anbau in einem Farmcontainer ist, hängt vom Einzelfall ab. Manche (oder viele?) Nutzer solcher Anbaucontainer betreiben diese mit selbst produziertem Solarstrom. In manchen Gegenden gibt es auch besonders günstigen Zugang zu Ökostrom. Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit müssen unter anderem der örtliche Strompreis und die Preisgestaltungsmöglichkeiten (Konkurrenzsituation) als wichtige Komponenten in die Rechnung einbezogen werden.

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Trauermücken in Töpfen und Kübeln und wie man sie loswird

Die meisten Pflanzenliebhaber, die Zimmerpflanzen besitzen, Pflanzen aus Samen heranziehen oder Kübelpflanzen und anderes im Gewächshaus überwintern, kennen die taumeligen Flieger mit ihren langen, schlanken Beinen, die auffliegen, wenn man die Pflanzen gießt oder aus anderen Gründen bewegt. Die bis zu 4 mm großen Zweiflügler sind wenig beliebt, da ihre Larven in der Topferde leben und bei Massenauftreten Schäden an den Wurzeln anrichten können. Ohne voll funktionsfähige Wurzeln werden die Pflanzen fahl und schwächlich, bis sie schließlich eingehen.

Trauermücken sind alte Insekten. Es gibt sie schon seit 130 Mio. Jahren. Sie bilden eine Familie (Sciariae) innerhalb der Unterordnung der Mücken. Alleine in Europa gibt es mehr als 600 Arten Trauermücken.

Zur Orientierung, wo die Trauermücken im Tierreich eingeordnet werden:
Klasse:
Insekten (Insecta) – das sind Häutungstiere, die als Erwachsene 3 Paare gegliederter Beine haben.
Überordnung:
Neuflügler (Neoptera) – das sind Fluginsekten, die ihre Flügel nach hinten umklappen können (das können Eintagsfliegen und Libellen nicht).
Ordnung:
Zweiflügler (Diptera) – zu dieser Ordnung gehören die Unterordnungen der Mücken und der Fliegen.
Unterordnung:
Mücken (Nematocera) – neben der Familie der Trauermücken gibt es in dieser Unterordnung Stechmücken, Kriebelmücken, Schnaken und viele andere Mückenfamilien.


Trauermücken in der Natur und in Pflanzgefäßen

Trauermücken spielen eine wichtige Rolle in den verschiedenen Ökosystemen. Die Larven sind wichtig für die Zersetzung von organischem Material in Wäldern, Mooren und anderswo und sowohl die Larven als auch die erwachsenen Trauermücken sind wichtig als Futter für Vögel und andere Tiere. An Menschen sind sie normalerweise nicht interessiert.

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Trauermücken sind zwar schlechte Flieger, aber sie lassen sich auch vom Wind oder auf Treibgut sitzend über das Wasser verbreiten. In unsere Wohnungen und Gewächshäuser schleppen wir sie jedoch meist mit Blumenerde, Topfpflanzen und Ähnlichem ein.

Trauermücken – Zyklus und Lebensweise von erwachsenen Trauermücken und Larven

Erwachsene Trauermücken ernähren sich von Flüssigkeiten, doch die bis zu 5 mm langen weißlichen Larven mit der schwarzen, glänzenden Kopfkapsel leben im Boden von organischen Material – je nach Art und Nahrungsangebot von abgestorbenem oder lebendem organischen Material, von Pflanzen oder von Pilzen stammend.

Trauermücken haben ein Paar Flügel, einen kleinen, nach unten versetzten Kopf mit Fühlern und die typischen langen Mückenbeine. (Bildquelle: Bradysia sp. von AfroBrazilian/Wikimedia, (Lizenz: CC BY-SA)

Bei Massenauftreten schädigen die Larven die Wurzeln von Sämlingen, Jungpflanzen, Stecklingen und auch älteren Pflanzen. Die betroffenen Pflanzen schwächeln, werden fahl und können eingehen. Die Larven übertragen zwar nach aktuellem Kenntnisstand keine Krankheiten, aber ihre Fraßstellen können dennoch Eintrittspforten für Krankheitserreger sein.

Wegen ihrer bescheidenen Flugkünste und weil es mehr Weibchen (90 Prozent) als Männchen gibt, bleiben die Tiere schon als Larven beieinander. Manche Arten bilden sogar lange Larvenprozessionen, so verliert kein Individuum den Anschluss (und Fressfeine werden verwirrt, weil sie die Prozession für ein großes Tier halten).

Die Entwicklungsgeschwindigkeit vom Ei zum erwachsenen Tier und damit zur nächsten Generation ist wie bei allen Insekten von der Temperatur abhängig. Die Lebenszeit als erwachsene Tiere beträgt etwa 5 Tage. Nach der Paarung legen die Weibchen jeweils bis zu 200 Eier auf oder in den oberen Boden. Nur wenn die Erde in diesem Bereich recht feucht ist, können die nach etwa 5-8 Tagen schlüpfenden Larven aktiv werden. Bei trockener Erde sterben sie ab und werden durch Mikroorganismen zersetzt. Nach etwa 13 Tagen Larvenzeit verpuppen sich die Larven und aus den Puppen schlüpfen 5 bis 6 Tage später neue erwachsene Trauermücken. Der Kreislauf beginnt von vorne.

Trauermücken von Topf- und Kübelpflanzen fernhalten und bekämpfen

Damit Topf- und Kübelpflanzen im Gewächshaus, im Zimmer und auf dem Balkon weitgehend von Trauermücken frei bleiben oder zumindest nicht geschädigt werden:

Keine Trauermücken einkaufen

Beim Einkaufen von Topfpflanzen sollte man auch die Blumenerde inspizieren. Sieht die so aus, als waren die Pflanzen zu oft zu nass gestanden, oder schwirren und krabbeln gar Trauermücken umher, sollte man die Pflanzen lieber stehen lassen.

Beim Kauf von Pflanzenerde sollte man nur intakte Säcke, die normal feucht sind (merkt man am Gewicht), vom Gartencenter oder Baumarkt mitnehmen. Auch zuhause sollte man die Blumenerde geschützt lagern und angebrochene Säcke gut verschließen.

Gelbtafeln und Gelbsticker

Mit beleimten Gelbtafeln zum Aufhängen oder Stickern, die in die Erde gesteckt werden, lassen sich geflügelte Blattläuse, Weiße Fliege, Trauermücken, Zikaden und einige andere Schädlinge anlocken und abfangen. So bemerkt man frühzeitig, welche Schädlinge unterwegs sind. Diese Klebefallen sind hilfreich bei der Befallsfeststellung, jedoch als Bekämpfungsmaßnahme alleine meist nicht ausreichend.

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Richtiges Gießen ist das A und O

Man sollte seine Pflanzen mit Bedacht und vorausschauend gießen und nie Wasser im Übertopf oder Untersetzer über längere Zeit stehen lassen. Die Erde sollte oberflächlich immer gut abtrocknen, bevor man wieder gießt. Das macht die geschlüpften Larven bewegungsunfähig und lässt sie absterben. Ein weiterer Vorteil von vorsichtigem Gießen: Zu viel Wasser führt zu Sauerstoffmangel im Wurzelbereich, was nur Sumpf- und Wasserpflanzen vertragen und was Trauermücken und andere Schadorganismen, die ein feuchtes Milieu bevorzugen, anzieht.

Hausmittel gegen Trauermücken

Eines der empfohlenen Hausmittel gegen Trauermücken, lautet Trauermücken daran zu hindern, ihre Eier in feuchte Erde zu legen, indem man die Oberfläche der Topferde mit einer Sandschicht bedeckt. Sand lässt nämlich das Wasser durchlaufen und wenn Trauermücken ihre Eier darauf ablegen, trocknen die schlüpfenden Larven ebenfalls aus. Allerdings ist es mit einer Sandschicht schwieriger festzustellen, ob die Erde darunter noch feucht ist oder ob gegossen werden muss – erfahrene Hobbygärtner merken es am Gewicht, ansonsten kann ein Feuchtefühler helfen.

Biologische Bekämpfung von Trauermücken

…mit speziellen Bakterien
Bakterien des Stammes Bacillus thuringiensis subsp. israelensis wirken selektiv gegen Stechmücken- und Kriebelmückenlarven in Gewässern (auch in Regentonnen) sowie gegen Trauermückenlarven in Substraten. Diese Bakterien gibt es als Pflanzenschutzpräparat zum Gießen zu kaufen, beispielsweise unter dem Namen Neudomück (Neudorff) oder Neudomück Pro (Progema). Die Bakterien geben ein Gift ab, das auf den Verdauungstrakt der Mückenlarven zielt.

…mit SF-Nematoden
Nematoden der Art Steinernema feltiae sind winzige Fadenwürmer (unter 1 mm lang), die die Trauermückenlarven, aktiv aufsuchen und mit einem Bakterium infizieren, wodurch diese sterben und sich zersetzen. Steinernema-Nematoden werden in Gel oder Tonmineral geliefert und mit dem Gießen ausgebracht. Am besten gießt man bei trübem Wetter. Wenn man sie bei Kübelpflanzen im kühlen Gewächshaus oder in einem ungeheizten Raum ausbringen möchte, sollte man bedenken: Die Substrattemperatur muss mindestens 12°C betragen, sonst sind die Nematoden nicht wirksam.

…mit Raubmilben der Gattung Hypoaspis
Die Raubmilben Hypoaspis miles und H. aculeifer sind maximal 1 mm groß. Sie leben in der obersten Bodenschicht und jagen dort die Larven von Trauermücken, Sumpffliegen, Thripsen, Springschwänzen, Weichhautmilben. Man kann diese Raubmilben vorbeugend einsetzen, da sie notfalls auch mehrere Wochen hungern können. Man kann sie beim Nützlingsanbieter bestellen und bekommt sie in einem Torf-Vermiculite-Gemisch, das man über die Topf- oder Kübelerde (im Gewächshaus auch auf den Boden unter dem Tisch) ausstreut.

Nützlinge und Nutzorganismen erhält man direkt bei Nützlingsanbietern, beispielsweise www.nuetzlinge.de oder man kauft Gutscheinkarten in Gartencentern und anderen Gartenfachbedarfsgeschäften/-Abteilungen und bestellt sie damit.

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Trauermückenbekämpfung mit Neem

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit erlaubt im Haus- und Kleingarten den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf Basis von Azadirachtin, beispielsweise enthalten in Neem Bio-Schädlingsfrei, Bayer Garten Bio-Schädlingsfrei Neem, Spruzit TrauermückenFrei oder Etisso Schädlings-frei EC. Azadirachtin ist der Hauptbestandteil des Neemöls, das aus den gepressten Samen der Niembaums gewonnen wird. Der Wirkstoff ist allerdings nicht selektiv, sondern kann auch Fischen und Fischnährtieren, Marienkäfern, Florfliegen, Schwebfliegen und anderen Nützlingen schaden. Man sollte Neem also nur da anwenden, wo kein Kontakt mit diesen stattfindet und die Anwendungshinweise genau beachten. Diese Pflanzenschutzpräparate gibt es in Gartenfachgeschäften, Gartencentern und Ähnlichem.

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Anschaffung eines Gewächshauses: Worauf kommt es an? Die sechs wichtigsten Aspekte.

Bevor man sich an den Kauf eines Gewächshauses für den Garten, die Dachterrasse oder den Balkon macht, sollte man sich über ein paar Aspekte klar werden. Dies sind die sechs wichtigsten Fragen, die man sich über das zukünftige Gewächshaus stellen sollte:

Wofür will man (und wer will) das neue Gewächshaus nutzen, denn je nachdem ist eine andere Konstruktion, Verglasung und Gewächshausausstattung notwendig. Beispiele:

1. Welche Nutzung ist geplant?

In diesem ungeheizten Gewächshaus in Bayern wird das Gemüseanbaujahr verlängert und eine Weinrebe kultiviert (Bild aufgenommen im alten Weihenstephaner Kleingarten)

Ein Gewächshaus, das nur den Gemüseanbau im Frühjahr verfrühen und im Herbst verlängern soll, muss vergleichsweise wenige Anforderungen erfüllen, beispielsweise gut belüftbar sein, damit es an sonnigen Frühjahrstagen und im Sommer nicht zu Hitzeschäden an den Pflanzen kommt. Schon mit einer Folienabdeckung über einer einfachen Holz-, Kunststoff- oder Metallkonstruktion kann man etwas erreichen. Es ist daher in der Anschaffung günstiger.



Ein Gewächshaus, in dem man im Winter wärmeliebende Tropenpflanzen oder im zeitigen Frühjahr mediterrane Gemüsen wie Paprika und Tomaten selbst aussäen und heranziehen will, muss heizbar sein und daher so beschaffen, dass möglichst wenig Wärme in die Umwelt verpufft. Ein gut isoliertes, beheizbares Gewächshaus ist allerdings viel teurer in der Anschaffung und im Winterbetrieb als ein unbeheiztes Gewächshaus.



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(Beckmann Foliengewächshaus)


Wer beides in einem Gewächshaus tun können will, kann das Gewächshaus in Kabinen unterteilen und diese unterschiedlich beheizen/Temperatur regulieren beziehungsweise kann man in ein frostfreies Gewächshaus ein wärmer beheizbares Anzuchtsbeet aufstellen.

Wer nur niedrige Pflanzen kultiviert, kommt oft auch mit einem Erdgewächshaus zurecht, bei dem nur das Dach über die Erdoberfläche hinausragt und die Pflanzen auf Tischen aufgestellt oder in Tischbeeten kultiviert werden. Der Gärtner oder die Gärtnerin betritt das Erdgewächshaus über eine Treppe nach unten. Entweder wird im Gewächshaus nur der Gang ausgehoben, so dass man ohne sich zu bücken im gewachsenen Boden arbeiten kann, oder es wird das ganze Gewächshaus ausgehoben und darin Tische aufgestellt. Wichtig ist, dass die Seiten des Aushubs sicher befestigt werden und dass das Gewächshaus auch vor Überflutungen geschützt wird.

Sehr hohe Pflanzen, wie beispielsweise große Palmen und wärmebedürftige Gehölze, die in einem Gewächshaus überwintern oder ständig stehen sollen, benötigen ein entsprechend hohes Gewächshaus. Hohe Gewächshäuser sind aber besonders den Kräften des Windes ausgesetzt, was unbedingt bei der Wahl des Fundamentes beachtet werden muss.

Soll das Gewächshaus auch mit dem Schubkarren befahrbar sein oder auch Rollstuhlfahrer hineinfahren können, braucht man ein Gewächshaus mit breiter Tür und niedriger Türschwelle (über die man eine Türschwellenrampe legen kann). Braucht man die Tür als Lüftungfläche, aber muss man das Gewächshaus gegen Hasen oder andere Eindringlinge sichern, nimmt man ein Gewächshaus mit einer Tür, bei der man bei Bedarf nur die obere Hälfte öffnen kann.

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2. Welcher Standort kommt infrage?

Ebenfalls eine wichtige Überlegung bereits vor der Anschaffung: Wo soll das Gewächshaus aufgestellt werden? Hat man überhaupt einen geeigneten Standort? Man benötigt einen Ort, an dem ausreichend Platz für eine waagerechte Fläche in der Größe des Gewächshauses vorhanden ist oder hergestellt werden kann.

Für fast alle Nutzungsarten benötigt man in unseren Breiten einen Platz mit viel Licht, denn das ist bei uns im Winter knapp. Auch die Aufstellungsrichtung (Nord-Süd oder Ost-West) sollte man der Nutzungsart entsprechend planen, je nachdem, ob das Gewächshaus nur ungeheizt für den verlängerten Gemüseanbau oder ganzjährig beheizt genutzt wird.

Ein Platz an der Nordseite im Vollschatten eines Hauses war bisher für keine Nutzungsart zu empfehlen und ist es auch heute nur dann, wenn man kein Problem mit Extrakosten für Technik und Energie hat. Inzwischen gibt es nämlich Beleuchtungsmöglichkeiten, mit denen man Pflanzen selbst in lichtlosen Containern kultivieren kann, ohne dass sich die Pflanzenoberflächen oder der Raum – wie früher bei älterer Technik – viel zu stark aufheizen. Allerdings kann man das nur bei Verwendung von Ökostrom guten Gewissens empfehlen. Und wer nach Nachhaltigkeitsprinzipien lebt, muss auch den Aufwand für die Herstellung und den Betrieb technischer Ausstattung berücksichtigen.

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(Juliana Gewächshaus)


Nochmal zurück zum windexponierten Standort: An diesem spielt nicht nur eine hochwertige Konstruktion, sondern auch das Fundament eine besondere Rolle – ein paar Anker im Boden reichen nicht aus, sondern man braucht ein stabiles Fundament, mit dem das Gewächshaus auch bei einem Sturm sicher am Boden gehalten wird.

An Standorten, an denen es häufig hagelt, sollte man lieber kein Normalglas zur Gewächshauseindeckung verwenden, das nach einem Unwetter die Ernte und den Boden mit scharfen Glasscheiben verunreinigt, sondern lieber Sicherheitsglas (Einscheibensicherheitsglas, ESG, oder Verbundsicherheitsglas, VSG), Stegdoppelplatten mit einer Garantie auf die Hagelfestigkeit oder ein anderes bruchsichereres Eindeckungsmaterial wählen.

Die Kombination aus Nutzungsart und Standort bestimmt nicht nur maßgeblich, wie die Konstruktion (Aluminium, Holz o. a.) und die Eindeckung (Glas, Kunststoff, Folie und anderes) beschaffen sein sollten, sondern auch die weitere Ausstattung, die Anforderungen an die Lüftung, Schattierung, Energiesparschirme und so weiter.

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3. Welche optische Veränderung durch das Gewächshaus ist erlaubt oder gewünscht?

Ein Gewächshaus verändert das Bild des Gartens, des Hauses, des Dachgartens oder wo immer man das Gewächshaus aufstellen will.
Ein Erdgewächshaus, beispielsweise mit einer Dachkonstruktion aus dunklem Holz und Glas, fügt sich harmonisch in einen Garten ein, ohne ihn optisch arg zu verändern. Höhere und größere Gewächshäuser können das Bild des Gartens total verändern – je nach Art der Form und verwendeten Materialien. Der Stil des Gewächshauses (rustikal, romantisch, minimalistisch oder vielleicht sogar futuristisch) sollten zum sonstigen Garten, zum Haus und den darin lebenden Menschen passen.

4. Wie groß soll das Gewächshaus sein?

Ein Gewächshaus muss so groß sein, dass man die üblichen Tätigkeiten bequem ausführen kann. Beispiele:

Wer Gemüse im Boden eines Gewächshauses im Garten kultivieren möchte, beispielsweise im zeitigen Frühjahr Kohlrabi, Rettich und Salat, im Sommer Tomaten, Paprika und Auberginen und im Herbst Feldsalat für den Winter pflanzen will, braucht ausreichend Platz um Gartengeräte wie Grabgabel, Rechen und anderes bequem stehend einsetzen zu können und ohne dass die Gefahr besteht, mit dem Stiel durch die Seitenwand zu schlagen. Zu empfehlen sind 3 x 4 m Grundfläche bei einer Höhe von mindestens 2 m.

Wer seine Jungpflanzen vor dem Auspflanzen draußen abhärten, aber nachts vor Frost schützen will, braucht eigentlich nur ein Frühbeet im Garten oder eine Art „gläsernen Schrank mit Stellfläschen“ auf dem Balkon, den man bei Sonne lüften und nachts mit einem wärmenden Material zudecken kann.

5. Braucht man eine Genehmigung für das Gewächshaus?

Die Vorschriften zur Genehmigungspflicht oder -freiheit von Gewächshäusern und Ähnlichem findet man in der Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes, in welchem das Gewächshaus aufgestellt werden soll. Zuverlässige Auskunft erhält man beim jeweiligen Stadtbauamt, Bauamt des Landratsamts oder der ansonsten regional zuständigen Behörde. Ist das Bauvorhaben genehmigungspflichtig, erhält man dort auch Informationen, welche Unterlagen man einreichen muss.

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Auch bei der Aufstellung genehmigungsfreier Konstruktionen sind Baulinien (Positionsvorschriften) und Grenzabstände einzuhalten und es müssen unter Umständen vorhandene Bestimmungen des Denkmalschutzes beachtet werden.

In Kleingartenanlagen muss man sich außerdem nach deren Satzung richten, als Mieter eines Hauses mit Garten braucht man die Genehmigung des Vermieters, als Eigentümer einer Wohnung in einer Eigentumswohnanlage benötigt man die Zustimmung der Eigentümerversammlung, bevor man irgendeine bauliche Maßnahme oder Veränderung vornimmt.

6. Wie viel Geld kostet das Gewächshaus meiner Träume?

Das Budget, das man ausgeben kann oder will, limitiert nicht nur die Größe des Gewächshauses, sondern auch die Qualität der Konstruktion, des Eindeckungsmaterial und der sonstigen Ausstattung – und kann dadurch auch die Nutzungsmöglichkeiten von vorneherein einschränken.

Während man den Gemüseanbau schon in einem einfachen, preisgünstigen Folienhaus oder sogar in einem Frühbeet (am besten mit hochstellbaren Fenstern) verlängern und verbessern kann, muss man für ein Gewächshaus, das ganzjährig beheizt und für wärmebedürftige Pflanzen genutzt werden soll, mehr auf den Tisch legen, denn hochwertige Konstruktionsprofile ohne Wärmebrücken, gut isolierende Eindeckungsmaterialien, Heizung, Zusatzbeleuchtung und so weiter haben ihren Preis.

Für grundsätzlich alle Gewächshäuser sind große Lüftungsöffnungen wichtig, denn im Sommer wird es in Gewächshäusern mit zu kleinen Fenstern schnell zu heiß.

Ein Gewächshaus kann gar nicht genug Fenster haben, da unsere Sommer phasenweise sehr heiß sein können. Schattiermatten, die man über das Dach legt, lindern zwar auch ein wenig während extremer Wetterperioden, aber frische Luft ist für die Gesunderhaltung fast aller Pflanzen sehr wichtig. Unbedingt empfehlenswert sind auch automatische Lüfter, die von alleine mit dem Lüften beginnen, sobald eine bestimmte Temperatur erreicht ist.

Buchtipps:

Umfassendes Gewächshaus-Buch für alle Nutzungsarten einschließlich Kübelpflanzen und Zimmerpflanzen:

Das Kleingewächshaus*
Technik und Nutzung

Eva Schumann/Gerhard Milicka 
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart: 5. Auflage (13. Juni 2019)
gebundenes Buch, 319 Seiten
ISBN 3-8186-0822-9
-> Online-Bestellung*

Gewächshaus-Taschenbuch für Selbstversorger (Gemüse- und Kräuteranbau):

Gewächshaus und Frühbeet*
erfolgreich nutzen für den eigenen Gemüseanbau

Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart: 1. Auflage (22. Juni 2017)
Taschenbuch, 128 Seiten
ISBN 3-8001-5667-9
-> Online-Bestellung*

* Buchabbildungen, Links in Anzeigen und mit Asterisk gekennzeichnete Links sind Werbelinks

tinto-Projekte zum Thema Garten

Alle Garten-Webprojekte von Eva Schumann Online Publikationen alias tinto im Überblick:

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