Was sind NFTs? Und worum geht es bei dem Blockchain-, Ethereum- und NFT-Hype?

Non-fungible Token (NFT) sind derzeit das Gesprächsthema, wenn es um digitale Trends geht. Erst kürzlich wurde ein virtuelles Grundstück im Blockchain-Spiel Axie Infinity, repräsentiert durch einen einzelnen NFT, für 1,5 Millionen US-Dollar verkauft. Jetzt bietet auch Elon Musk, der sich seit ein paar Tagen Technokönig von Tesla nennt, ein solches NFT zum Verkauf an und soll ein (scherzhaftes?) Angebot von 69 Millionen US-Dollar erhalten haben. Und auch Jeffree Star, früher MySpace-Star und Singer-Songwriter, heute kreativer Allrounder, Beauty- und Fashion-Influencer und erfolgreicher Self-made-Unternehmer kündigte seine erste NFT-Kollektion für die nächsten Tage an.

→ Einführung NFTs
→ Blockchains
→ Smart Contracts
→ NFTs für Künstler/Urheber
→ NFTs kaufen und verkaufen, Wallets
→ NFT-Marktplätze
→ Geld verdienen mit Kryptowährungen, Blockchains und NFTs
   → Jeffree Star X Marcelo Cantu
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NFT steht für non-fungible Token, nicht austauschbare/einzigartige „Wertmarke“, die in einer Blockchain gespeichert ist.

Als fungibel werden Dinge bezeichnet, die austauschbar sind, beispielsweise Währungen: Jeder Fünf-Euro-Schein ist genauso viel wert wie ein anderer. Es spielt auch keine Rolle, ob man zwei Fünf-Euro-Scheine besitzt oder einen Zehn-Euro-Schein. Genauso ist ein US-Dollar wie der andere, eine (Standard-) Goldfeinunze wie die andere und ein Bitcoin (eine Kryptowährung) wie ein anderer Bitcoin.

Nicht fungibel sind im Gegensatz dazu einzigartige Dinge/Vermögenswerte beispielsweise persönliche Ausweise (Personalausweis, Impfpass etc.), einzigartige Kunstwerke, Grundstücke und Gebäude, aber auch digitale Schöpfungen wie digitale Kunstwerke, Skins (Aussehen und Eigenschaften, des Spielers) und andere Elemente in digitalen Spielen, Musikdateien etc. in limitierter Auflage. Die Urheberschaft und die Transfers können mit Einträgen in einer Blockchain zertifiziert und damit auch kommerzialisierbar gemacht werden.

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Ein Vermögenswert wird tokenisiert, wenn von ihm eine digitale Version erstellt wird. Je nach Vermögenswert kann dieser noch gestückelt werden (beispielsweise Immobiie) und jedes Stück durch ein Token repräsentiert werden, das auf einer Blockchain sicher gehandelt werden kann.
 
Blockchain
Eine Blockchain ist eine Art digitales Register/Hauptbuch, dessen Einträge nicht wie sonst in einer relationalen Datenbankstruktur auf einem Server aufbewahrt werden, sondern entsprechend der so genannten Distributed Ledger Technology (DLT) in einem verteilten Peer-to-Peer-Netzwerk.

Die DLT macht Zwischenhändler überflüssig. Die Datensätze, Transaktionen, befinden sich samt Metadaten in Blöcken (blocks), die durch kryptographische Verfahren aneinandergereiht werden. Jeder Block hat einen eindeutigen Hash-Wert und er kennt den Hashwert des vorherigen Blocks in der Kette. Die Einträge können nachträglich nicht manipuliert werden und sie können mit einem Explorer durchsucht werden (Transparenz).



Bitcoin-Blockchain
Die Bitcoin-Blockchain wird nur für die Kryptowährung Bitcoin (wie alle Währungen ein fungibler Vermögenswert) genutzt. Ihr Zweck ist es, Geldwerte zwischen Teilnehmern direkt, nicht manipulierbar und transparent transferieren zu können.

Bitcoin (Spielgeld)
Der Bitcoin ist eine digitale Währung (Kryptowährung). Es gibt keine echten Bitcoin-Münzen oder Scheine. Die abgebildete Münze ist eine Sammlermünze beziehungsweise Spielgeld von Amazon*.
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Ethereum-Blockchain
Ethereum ist komplexer mit einem umfassenden Angebot an Programmiersprachen und Werkzeugen, mit denen es viel mehr Möglichkeiten der Nutzung gibt. Der Kern von Ethereum ist die Ethereum Virtuel Machine (EVM) mit einer Turing-vollständigen Software – das bedeutet: mit universeller Programmierbarkeit. Ethereum-Blockchains werden einerseits für die Kryptowährung Ether (abgekürzt: ETH, Symbol: Ξ) benutzt, aber auch für anderes, beispielsweise für die Erstellung und den Transfer nicht fungibler Token (NFT) wie persönliche Ausweise (gut für Identity Management), einzigartige Kunstwerke (Rückverfolgbarkeit, eindeutiger Besitzer), digitale Sammlerstücke (Crypto-Collectibles), von denen es nur eine beschränkte Menge gibt, und vieles mehr. Ethereum ist die Blockchain-Plattform für Smart Contracts und dApps.
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Auch der Ether ist eine rein digitale Währung (Kryptowährung). Solche Münzen sind lediglich Symbole oder ein witziges Spielgeld-Geschenk – gekauft bei Amazon.de*.
 
Ethereum Smart Contracts
Die Ethereum-Blockchain-Plattform ermöglicht über ihre Scripting-Funktionalität automatisierte/intelligente Vertragsabwicklung (smart contracts). Die Skripte werden in den Netzwerkknoten ausgeführt. Wird festgestellt, dass ein bestimmtes Ereignis eingetreten ist, wird das dazugehörige Verfahren entsprechend der Vertragsbedingungen ausgelöst. Beispiel: Bei Nichtzahlung von Raten oder nach Ablauf einer bestimmten Zeit, ist das (smarte) Auto/Telefon/Spielelement im Computergame oder sonst etwas nicht mehr nutzbar.

DApps
Eine dApp (dezentrale App) ist eine auf einer Blockchain basierenden Open-Source-Software, mit der kryptografisch verschlüsselte Token erzeugt und angeboten werden können. Die weltweite Blockchain-Entwicklergemeinde kreiert beispielsweise dApps für neue Projekte, die auf Ethereum gehostet werden.

Ethereum Standards
Programmier-Standards sind die Regeln, nach denen etwas programmiert wird. ERC steht für Ethereum Request for Comments. Beispiele:
ERC20 ist die Standard-Schnittstelle (interface) für austauschbare Token wie eine virtuelle Währung.
ERC721 ist die Standard-Schnittstelle, die ermöglicht, Smart Contracts als handelbare Token abzuwickeln, ähnlich wie ERC20, nur dass die Token nicht fungibel sind, sondern einzigartig. Jeder NFT hat einen eigenen Smart Contract. Sie werden beispielsweise für Kunstwerke oder Musik verwendet.

ERC1155 ist der sogenannte Multi-Token-Standard. Er ermöglicht gebündelte Transaktionen von NFTs: Mit einem Smart Contract können mehrere Token erstellt werden beispielsweise für limitierte Auflagen.

Gas geben
Mit „Gas“ kann man Transaktionen priorisieren und beschleunigen, indem man eine hohe Gas-Nummer vergibt. Das erhöht die Transaktionsgebühren, mit denen die Miner (die Schürfer) der Blockchain für das Schürfen („Minen“) bezahlt werden. Dieses Schürfen hat nichts mit Minenarbeit im Bergwerk zu tun, sondern mit teurer technischer Ausstattung und Stromverbrauch für hohe Rechnerleistungen.

 

Anwendungen von NFTs für Künstler/Urheber
Bei Kunstwerken alter Meister, die normalerweise im Museum hängen, weiß man, dass es sich um Diebesgut oder um eine Kopie handeln muss, wenn man sie zu einem Spottpreis angeboten bekommt. Anders sieht das bei digitalen Schöpfungen aus, hier sind Künstler/Urheber und später die rechtmäßigen Besitzer kaum nachzuvollziehen. NFTs ermöglichen es unter anderem, den Besitz einzigartiger digitaler Werke, Videospiele, Musikdateien zu zertifizieren und (die Zertifikate und damit die Zahl der zertifizierten Besitzer) knapp zu halten und damit zu kommerzialisieren.
 
Wie kauft man NFTs
Mit NFTs werden Besitzverhältnisse transparent gemacht. Man kann öffentliche Blockchains nämlich mittels Explorern wie https://blockstream.info (Bitcoin-Explorer) und https://etherscan.io (Ethereum Blockchain Explorer) einsehen.

Die auf Ethereum basierten NFTs werden in der Regel mit Ether bezahlt. Ether gilt als eine der sichersten Kryptowährungen. Man benötigt ein Ethereum-Wallet wie es beispielsweise die Gateway-Applikation Metamask bietet, welche es als Browser-Erweiterung und als mobile App gibt. Hinweis: In dieser Wallet sollte man nur die Ether halten, die man für Aktivitäten zeitnah benötigt. Die ersten Ether schiebt man von einem anderen Wallet, auf dem man bereits Ether hat, dorthin. Wer beispielsweise bei bitcoin.de* ist, kann dort verschiedene Kryptowährungen kaufen, hat dort automatisch auch ein Wallet für Bitcoins, Ether und andere.

Weitere Desktop/Online-Wallets sind Mist, MyEtherWallet und Exodus, die man zusätzlich zu Metamask einrichten kann, und wo man seine Ether und Tokens, die man nicht gerade handeln will, hinschieben kann, denn auf diesen kann man seine privaten Schlüssel selbst verwalten.



Wer vor allem handeln will, kann auch einen Broker/Social-Trading-Plattform wie eToro nutzen (eToro Europe Ltd. mit Sitz in Zypern, Privatanleger bis 20.000 Euro Einlagensicherung pro Kunde (nicht pro Konto)), bei dem man ebenfalls eine Wallet für Ether verwenden kann (eToro Wallet, „versteht“ derzeit 18 Kryptowährungen). Das, was man länger halten will, sowie größere Ether-Beträge überträgt man jedoch besser auf eine eigene Wallet. Was lange „liegen“ soll oder größere Werte sollte man zur Sicherheit in eine Hardware Wallet (wie Trezor oder Ledger), die keine Verbindung zum Internet hat und daher nicht ausspioniert werden kann, schieben. Man beachte beim Vergleich von Broker-Plattformen übrigens die Gebühren und die Spreads!

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Jede Wallet hat eine individuelle Wallet-Adresse (und einen privaten Schlüssel, den man niemals weitergeben darf). Wenn man Ether transferiert, muss man die Wallet-Adresse des Empfängers kennen. MyEtherWallet unterstützt Ether sowie ERC20- und ER721-Token.
 

NFT-Marktplätze (Beispiele)

OpenSea https://opensea.io/
OpenSea ist der größte Marktplatz für Kunst, Sammlerstücke, Spielelemente, Domainnamen etc. mit Auktionsfunktionen, ist aber eigentlich lediglich die Schnittstelle zu SuperRare, Decentraland, rarible und anderen – ist also eigentlich mehr ein Explorer für NFT-basierte Marktplatzprojekte.

SuperRare https://www.superrare.co/
Hier kann man zum Kunsthändler werden. SuperRare ist ein Marktplatz für seltene digitale Kunstwerke. Bezahlt wird mit Ether. Die Plattform verdient an den Galleriekommissionen (15 Prozent). Der Urheber/Künstler erhält 85 Prozent des Verkaufserlöses und bei einem Weiterverkauf des Kunstwerkes ebenfalls jeweils einen Anteil in der Höhe, den er im NFT festgelegt hat, üblich scheinen etwa 10 Prozent zu sein.

Decentraland https://play.decentraland.org/
Decentraland hat einen Marktplatz in einer virtuellen Welt für tokenisierte virtuelle Immobilen und andere Dinge dieser WElt. Bezahlt wird mit Decentraland Coin (MANA) – einer anderen Kryptowährung (1 MANA entspricht derzeit etwa 0,188 US-Dollar).

Weitere Marktplätze für digitale-Kunst-NFTs sind Rarible und Nifty Gateway. Bei Nifty Gateway kann man nicht nur mit Kryptowährung, sondern auch mit Kreditkarte bezahlen.

Screenshot vom NFT-Marktplatz OpenSea
NFT-Marktplatz OpenSea: Die Preise werden bei OpenSea in Ether (ETH) angezeigt. 1 ETH ist aktuell etwa 1.480 Euro wert.
 
Geld verdienen mit Blockchain-Technologie, Kryptowährung und NFTs

An diesem Hype kann man auf vielerlei Weise partizipieren und auch Geld verdienen:

Man kann Kryptowährungen wie Ether, Bitcoin und andere kaufen und verkaufen (mit Glück sind sie beim Verkauf mehr wert gemessen in Euro oder US-Dollar). Man sollte sich aber bewusst sein, dass diese Währungen sehr großen Schwankungen unterliegen können und man nicht vor Überraschungen sicher ist. Wenn man Pech hat, hängt die Währung vielleicht gerade dann, wenn man das Geld braucht, in einem Tief.

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Noch viel risikoreicher sind Hebelprodukte auf diese Währungen wie Optionen, Zertifikate und CFDs. Erfahrende Marktteilnehmer nutzen sie in kleinen Mengen zur Absicherung anderer Positionen. Andere nutzen sie zum Zocken und gehen damit oft das Risiko ein, sich vollständig zu ruinieren.

Urheber/Künstler können eigene (digitale) Werke direkt auf den NFT-Marktplätzen in NFTs wandeln (genannt „minting“) und verkaufen. Sie können vorgeben, ob und wie sie bei Weiterverkäufen prozentual beteiligt werden müssen (Lizenzgebühr, „royalty“). Aber Achtung: Die Transferkosten für das Minting und das Handeln können (auch abhängig von der Tageszeit) sehr hoch sein.

Sammler und Anleger können NFTs kaufen, sammeln und (eventuell mit Wertzuwachs) weiterverkaufen. Dabei ist zu beachten, dass man vom Anlegerstandpunkt her mit dem Kauf eines NFTs nicht nur in das Kunstwerk, sondern auch in die Währung investiert. Wer sich für die Wertentwicklung seiner Investition in Kryptowährung und in Fiatgeld interessiert, sollte sich also merken, wie viel Euro oder US-Dollar ursprünglich ausgegeben wurden, um die Ether oder andere Kryptowährung für den Kauf der NFTs zu beschaffen, und mit dem Preis am Verkaufstag umgerechnet in Euro oder US-Dollar vergleichen.
 
Jeffree Star X Marcelo Cantu Collection. Die NFTs wurden auf der Rarible-Plattform angelegt, sind aber wie im Bild ersichtlich auch über OpenSea zu finden
Gerade frisch online gestellt worden: Die digitalen Kunstwerke der Jeffree Star X Marcelo Cantu Collection. Die NFTs wurden auf der Rarible-Plattform (https://rarible.com/jeffreestar) angelegt, sind aber wie im Bild zu sehen auch über die Meta-Plattform OpenSea (https://opensea.io/accounts/jeffreestar) zu finden.
Jeffree Star X Marcelo Cantu Collection auf Rarible

Auf der Rarible-Plattform werden die digitalen Kunstwerke – hier die Jeffree Star X Marcelo Cantu Collection – in WETH gehandelt.
1 WETH = 1.007091 ETH

Elon Musk dagegen hat sich inzwischen von seinem NFT-Angebot bei Twitter distanziert.



Geld verdienen lässt sich auch als Werbepartner von NFT-Marktplätzen beispielsweise als OpenSea Affiliate oder als Werbepartner von Kryptowährungshandelsplätzen beispielsweise als bitcoin.de Affiliate*.

Wer lieber in die zugrundeliegende Blockchain-Technologie und die Aussicht auf deren wahrscheinlich zunehmende Bedeutung investieren möchte, kann Aktien von Unternehmen kaufen, die von dieser Entwicklung profitieren werden oder würden, wenn alles so läuft, wie es derzeit aussieht, beispielsweise von Microsoft (Azure Blockchain-Dienst: Blockchain-Apps in der Cloud), Nvidia (Grafikkarten für Mining), AMD (Grafikkarten für Mining), IBM (Blockchain-Lösungen), Amazon (Blockchain bei AWS, Amazon Web Services) und anderen.

Inzwischen gibt es auch einige Aktienfonds und ETFs, die beispielsweise in Unternehmen investieren, die vermutlich von der Blockchain-Technologie profitieren werden. Der Vorteil ist, dass solche Fonds in der Regel diversifizierter als eine Aktie sind, weil sie beispielsweise in Firmen verschiedener Sektoren (Informationstechnologie, Finanzbranche, Kommunikationsdienste etc.) und sie nicht nur in amerikanische und europäische Unternehmen, sondern auch in japanische, südkoreanische, taiwanesische, chinesische und Unternehmen anderer Länder investieren können. Beispiele solcher Fonds sind der börsengehandelte Invesco Elwood Global Blockchain UCITS ETF Acc in US-Dollar und der nicht börsengehandelte HansaInvest-Fonds Chainberry Equity R in Euro.

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Risikolos sind solche Fonds aber trotz der jeweiligen Diversifizierung auch nicht, denn auch sie fallen bei einer weltweiten Krise, Technologie-Themen sind sowieso sehr schwankend und Fonds betreiben außerdem oft noch „Hebelgeschäfte“ wie die Wertpapierleihe mit eigenen Risiken, um ihre Fonds-Performance zu verbessern. Bei Fonds, deren Fondswährung nicht der Euro ist, sollte man auch eine Meinung zur Währungsentwicklung in Bezug auf den Euro haben (Währungsrisiko). Bei Fondsvergleichen achtet man auch darauf, in welche Branchen, Länder und Unternehmen der Fonds investiert und weiteres, was in den Factsheets, Anlegerinformationen, Verkaufsprospekten und Halbjahres-/Jahresberichten zu finden ist. Wichtig finde ich persönlich, ob und an welchen Börsen und wie oft ein Aktienfonds beziehungsweise ETF gehandelt wird, denn nur dann kann man notfalls schnell verkaufen und muss nicht (manchmal tagelang) auf die Abwicklung durch den Investmentfonds warten.

Jede der Möglichkeiten bietet Chancen und Risiken. Man sollte sich jedoch erst einmal mit der ganzen Materie (Blockchain-Technologie, Kryptowährungen, NFT, Geldanlage) vertraut machen und eine eigene Anlagestrategie (Zeithorizont, Risikobereitschaft, Anlegen oder Zocken) überlegen, bevor man sein sauer verdientes Geld investiert.

Meiner Meinung nach sollten Kryptowährungen, Kryptofonds, NFTs etc. nur ein Teil einer diversifizierten Geldanlagestrategie sein. Vor allem sollte man auch in diesem Bereich, wie bei jeder größeren Geldanlage, einen Liquiditätsplan gemacht haben, damit man nicht gezwungen ist, mit riesigen Verlusten bei Tiefstpreisen zu verkaufen, wenn das Auto einen Totalschaden hat, man den Job verliert oder bei anderen privaten „Krisen“. Bei allem Hype sind die „Abgase“ dieser neuen Technologien noch nicht gelöst: Beispielsweise ist der hohe Energieverbrauch des Minings, das für jede Aktivität gebraucht wird, eine Umweltbelastung, denn nicht alle Energie ist aus erneuerbaren Quellen und selbst wenn, dann fehlt die irgendwo und erhöht damit vermutlich auch den Strompreis für alle (zumindest wenn nicht eigens Photovoltaikanlagen o. Ä. privat errichtet wurden) – ganz abgesehen von den hohen Transferkosten, die Künstler bei der Schaffung und Kunden beim bieten oder kaufen auf NFTs bezahlen müssen (mit ein paar Hin- und Her-Buchungen kann man schnell nicht unerhebliche Beträge verbraten). Mit der Dezentralisierung kommen auch neue, schwierig zu verfolgende Möglichkeiten der Steuerhinterziehung, der Geldwäsche und anderer krimineller Machenschaften, was nicht im Sinne des Staates und seiner Bürger sein kann.

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Disclaimer
Über Geldanlage und Börse schreibe ich basierend auf meinen Erfahrungen als Hobbybörsianerin seit 1996 sowie meinen Recherchen zum jeweiligen Thema. Die bereitgestellten Informationen sind niemals als Kauf- oder Verkaufsempfehlungen für Wertpapiere oder irgendetwas anderes zu verstehen. Für Ihre Entscheidungen sind nur Sie verantwortlich. Jede Haftung ist ausgeschlossen.

Der Transparenz halber möchte ich darüber aufklären, dass ich einige der aufgeführten Möglichkeiten zu investieren selbst nutze beziehungsweise gerade mit meinen bescheidenen Mitteln teste. Welche der genannten es sind, bleibt mein Geheimnis, damit diese Nennungen nicht als Kaufempfehlung verstanden werden.

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Über Eva Schumann

Garten(bau) und Gärtnern sind meine Therapie und Leidenschaft und sie waren viele Jahre mein Beruf. Zu meinem Gartenbau-Studium kam ich über den zweiten Bildungsweg, denn da lernte ich den Spaß am Lernen und so wurde lebenslanges Lernen zu meinem Lebensmotto. Ich bin Fachfrau auf mehreren Gebieten, denn ich habe mehrere Ausbildungen (Einzelhandelskauffrau Parfümerie, abgeschlossenes Studium Gartenbau, Weiterbildung Netzwerk- und Internetmanagement, Schulungen technische Redaktion, IT, Mobilfunknetze, Programmierung, Datenbanken und mehr) und auch ausgiebig Berufserfahrung gesammelt. Daneben bin ich immer leidenschaftliche Hobbygärtnerin (Garten, Balkon, Terrasse) und Hobbybörsianerin (aus Begeisterung für das Internet) geblieben. Ich verdiene meinen Lebensunterhalt heute als freie Journalistin, Bloggerin, Texterin, Buchautorin und Technische Redakteurin (mehr siehe www.evaschumann.biz) sowie über meine werbefinanzierten Publikationen im Internet (Portalseite www.tinto.de). Buchen Sie Werbeplatz oder bestellen Sie frische Texte, Bilder oder anderen Content bei tinto@tinto.de oder eschumann@evaschumann.biz
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