Torffreie und torfreduzierte Pflanzerden für Balkon, Terrasse, Garten und Gewächshaus

In Blumenerden, Pflanzerden und ähnlichen Substraten aus dem Handel wird Torf zunehmend ganz oder teilweise ersetzt, damit die Moore geschont werden. Die neuen Bestandteile verändern jedoch manche der gewohnten Eigenschaften einer Pflanzerde. Was alle Gärtnernden wissen sollten. (Werbung wegen Markenerkennbarkeit, unbezahlt, alles selbst gekauft, zuletzt bearbeitet 4.2.2026)

Torffreie Pflanzerden für den Anbau in Töpfen und KübelnDie Frühlingsbepflanzung steht an: Mit torffreien Pflanzerden für Töpfe und Kübel schont man die Moore.

Moore sind ein wertvoller Lebenraum für Pflanzen und Tiere und in ihnen sind große Mengen an Treibhausgasen gespeichert, die bei Trockenlegung frei würden. Dem Klima und der Artenvielfalt zuliebe sollten Moore möglichst unberührt bleiben. Die weitgehende Erhaltung vorhandener Moore ist nur durch Einsparen von Torf möglich.

Torffreie und torfreduzierte Substrate („Erden“)

Als Ersatz für einen Teil des Torfes oder den gesamten Torf wird den Substraten vor allem Grüngutkompost, Rindenhumus, Holzfasern, Hanffasern, Kokosfasern, Kokosmark und/oder Xylit (Schieferkohle) beigemischt.

Beispiele für torffreie (Bio-)Erden

* Werbelinks, siehe auch unten

Was bestimmt die Qualität von Pflanzerden

Die Eigenschaften einer Pflanzerde werden von den Ausgangsmaterialien bestimmt: Von der Feinkörnigkeit/Porenvolumen der Ausgangsmaterialien hängen beispielsweise Wasser- und Nährstoffhaltevermögen sowie die Luftdurchlässigkeit ab.

Grobkörnige Materialien halten Wasser und ebenso eine Nährstofflösung schlecht, dafür lassen sie viel Luft an die Wurzeln. Feinkörnige Materialien sind gute Speicher und Puffer, aber neigen eher zu Staunässe und damit Luftarmut im Wurzelbereich – was die wenigsten Pflanzen mögen.

Eher feinkörnig und damit wasserkapazitäterhöhend sind gesiebter Frästorf, Kokosmark, Grüngutkompost sowie Rindenhumus.

Eher grobkörnig und damit luftkapazitäterhöhend sind Sodentorf, Holzfaser, Kokosfaser und Hanffaser.

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Vom Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis eines Ausgangsmaterials hängt es ab, ob eine Pflanzerde Stickstoff an die Pflanzen abgibt oder alles an sich bindet (auch die Nährstoffe, die gedüngt oder mit dem Kompost verabreicht werden). Holzfasern haben beispielsweise viel Kohlenstoff und wenig Stickstoff – sie entziehen ihrer Umgebung Stickstoff. Grüngutkompost enthält dagegen wenig Kohlenstoff, aber viele Nährstoffe, die abhängig von der Temperatur und dem Feuchtigkeitsgehalt mehr oder weniger schnell freigesetzt werden.

Blumenerden, Pflanzerden, andere Substrate: Auf die Mischung und den Einsatzzweck kommt es an

Bei der Substratanmischung wird versucht, eine Erde mit Eigenschaften für den jeweiligen Zweck zu schaffen: eine feinkrümelige, nicht zu nährstoffreiche für die Aussaat, eine gröbere für die Ansprüche größerer Baumschulpflanzen und noch andere für die Bepflanzung von Pflanzkästen und Kübeln, für den Anbau in Hochbeeten sowie anderen Behältern, für Fruchtgemüse oder Spezialkulturen und so weiter.

Wer in den letzten Jahren die neuen torffreien und torfreduzierten Pflanzerden ausprobiert hat, hat festgestellt, dass selbst die torffreien oder torfarmen Blumenerden, Pflanzerden und ähnliche Substrate für den „universellen Einsatz“ schon von der Struktur und damit von den physikalischen Eigenschaften her ganz unterschiedlich sind, denn jeder Hersteller hat sein eigenes Rezept – vermutlich auch abhängig davon, wie gut seine Bezugsquellen für die verschiedenen Materialien sind. Dazu kommt, dass die verschiedenen Substrate auch unterschiedliche Mengen an verfügbaren Nährstoffen (abhängig beispielsweise vom Kompostanteil, Feuchtigkeit und Temperatur) enthalten: Die einen enthalten (zu) viele verfügbare Nährstoffe und ihr dadurch erhöhter Salzgehalt schadet manchen Keimlingen und salzempfindlichen Pflanzen. Andere versorgen die Pflanzen in der Anfangsphase bis zur ersten Düngung gerade richtig, aber haben keine Reserven. Wieder andere geben von Anfang an keine Nährstoffe frei beziehungsweise entziehen sogar die Nährstoffe, die gedüngt werden, so dass den Pflanzen zu wenig bleibt.

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Tipps zur Verwendung von torffreien und torfreduzierten Pflanzerden in Kübeln

Wer selbst mischt, sollte wissen: Ist die Basis eines torfreduzierten Substrates ein feinkörniger Torf, wirken sich die Torfersatzmaterialen weniger auf die Wasser- und Luftkapazität aus als bei einem torfreduzierten Substrat auf Basis eines groben Torfes.

Ansonsten gilt meiner Erfahrung nach: Bei Direktsaat oder Pflanzung in größere Töpfe oder Kübel kann man in die untere Hälfte die günstigere torffreie Hochbeeterde und oben drauf eine feinkörnigere Pflanzerde füllen. Wichtig ist, die Pflanzen gut zu beobachten, um einen Nährstoffmangel oder -überschuss frühzeitig ausgleichen zu können, und die Feuchtigkeit im Wurzelbereich zu überprüfen, um bedarfsgerecht gießen zu können.

Pflanzen beobachten

Bei Unterversorgung mit Stickstoff wird das Laub der Pflanze von unten her hell und sie wirken spärlich – am schnellsten lässt sich das mit einem Flüssigdünger ausgleichen, in welchem die Nährstoffe bereits in pflanzenverfügbarer Form vorliegen.

Bei Überversorgung sind die Pflanzen dunkelgrün und mastig. Manchmal sind sie sogar an der Spitze schopfartig gebogen. In diesem Fall wird auf die nächsten (Zusatz-)Düngungen verzichtet, bis die Pflanzen wieder normal sind.

Vor dem Gießen checken

Da manche torffreien Substrate immer trocken wirken – vor allem solche mit groben Bestandteilen -, sollte man die tatsächliche Feuchtigkeit mit einem Messgerät überprüfen oder zumindest mit dem Finger vorsichtig, aber tief genug hineinbohren, ob die Pflanze wirklich Wasser benötigt, bevor man gießt.

Torffreie Pflanzerde selbst mischen

Wer seine torffreie Blumenerde selbst mischen möchte, kann dies zum Beispiel nach den folgenden Rezepten:

  • 25% Rindenhumus
  • 25% Gartenkompost
  • 50% Gartenerde

oder

  • 35% Holzfaserstoffe
  • 30% Rindenhumus
  • 25% Gartenkompost
  • 10% Ton

Buchtipp:

Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1. Auflage (2019)
Taschenbuch/Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8

* Werbelink / Partnerlink / Affiliate-Link
* Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen, die über einen Werbe-Link zu Amazon zustande kommen, unter Umständen eine Provision/Werbekostenerstattung.

Quellen und weitere Informationen

PS: Die drei torffreien Pflanzerden und alle anderen Produkte im Foto oben habe ich selbst gekauft. Not sponsered!

Kontakt für Werbekooperationen: tinto@tinto.de

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Parkettboden verlegen ohne Ausräumen

Vor einigen Jahren habe ich meinen Boden selbst renoviert, nämlich einen Parkettboden verlegt, wo vorher Teppichboden war. Die Herausforderung war, das umzusetzen, während ich in der Einzimmerwohnung wohnen blieb. Obwohl ich keinerlei Erfahrungen mit einer solchen handwerklichen Tätigkeit hatte, ist es mir – mit Schwierigkeiten – gelungen. Der Boden ist bis heute schön. Hier der Bericht von damals.

Das ist zurzeit mein liebstes Arbeitsgerät: eine Kartuschenpistole mit einer Kartusche Montagekleber zum Befestigen der Sockelleisten (Fußbodenleisten).

Parkettbodenverlegen: Sockelleisten ankleben

Parkettbodenverlegen: Zum Schluss darf man die Sockelleisten befestigen – ich klebe sie mit Montagekleber mithilfe einer Kartuschenpistole an. Mehr dazu bei Sockelleisten ankleben und Schönheitsreparaturen (YouTube).

Warum ich es so mag? Weil ich, immer wenn die Kartuschenpistole mit dem Montagekleber zum Einsatz kommt, wieder ein großes Stück Parkettbodenverlegen geschafft habe. Das Ankleben der Fußbodenleisten mit Montagekleber steht also für einen Etappensieg – abgesehen davon, dass das Aufbringen der Kleberkleckse auf die Rückseite der Fußbodenleisten Spaß macht. (Apropos: Wieso gibt es solche praktischen Spritzpistolen eigentlich nicht in Klein für Shampoo und Spülung? Dann müsste man sich nicht die Finger beim Ausquetschen verbiegen.)

Tatsächlich bin ich heute endlich mit dem Parkettbodenverlegen im großen Wohnraum bestehend aus Essecke, Büro, Wohn- und Schlafzimmerbereiche fertig geworden – nur noch ein paar kleinere Ausbesserungen, Regale anschrauben und einräumen etc., dann habe ich es wirklich hingekriegt und einen großen verwinkelten Raum komplett selbst verlegt – während ich darin wohnte!

Tür kürzen mit Hobel

Vor dem Verlegen habe ich die Zimmertür mit einem billigen Handhobel gekürzt. Um nur wenig kürzen zu müssen, habe ich 7 mm Furnierparkett als neuen Boden gewählt. Beim Furnierparkett ist die oberste Schicht zwar dünn, aber aus echtem Holz. Bei Laminat ist die oberste Schicht ein Foto von echtem Holz oder anderen Materialien.

Angenehm war diese Renovierung im bewohnten Zustand nicht – aber machbar und billiger, als wenn ich meine Wohnung ausgeräumt, alle Möbel in einen gemieteten LKW verladen hätte und für die Zeit der Renovierung ins Hotel gezogen wäre. So musste ich allerdings immer ein Drittel der Möbel abbauen und diese auf eines der anderen beiden Drittel stapeln, während ich im dritten Drittel arbeitete und schlief, wenn ich nicht gerade am Parkettbodenverlegen war – die ungewohnte körperliche Arbeit hielt ich allerdings immer nur ein paar Stunden am Tag aus. Muskelzuwachs dürfte mir dennoch gewiss sein, aber zwischendrin kam ich auch in den Genuss eines Hexenschusses.

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Ich habe es geschafft – und das, obwohl ich handwerklich überhaupt nicht vorbelastet bin. Jetzt aber darf ich mich wohl zurecht Hobby-Handwerkerin nennen, soviel wie ich in der letzten Zeit mit Stichsäge, Handsäge, Laminatschneider, Spritzpistole, Multifunktionsgerät, Bohrer, Hobel und mehr hantiert habe. Und alles habe ich mir selbst mit Anleitungen im Internet sowie mithilfe der Beratung im Baumarkt und bei örtlichen Holz-/Bodenbeläge-Händlern beigebracht.

Dehnfugen mit Fugenfüller füllen

Die Dehnfuge an der Zimmertür wurde nach dem Verlegen des Parkettbodens mit Fugenfüller gefüllt und dieser mit einem Malerspachtel geglättet – siehe auch Randfugen füllen (YouTube-Video).

Am Anfang hatte ich noch höllischen Respekt, besonders vor den elektrischen Werkzeugen, aber jetzt sind mir sogar diese schon fast vertraut und ich gucke stolz auf meine kleine Gerätearmee – sie gehören jetzt zu meinem Team und entgegen meinem ursprünglichen Vorhaben werde ich sie wohl auch nach Abschluss meiner privaten Renovierungsprojekte nicht verkaufen. Kann ja sein, dass ich mal wieder etwas reparieren oder renovieren muss. Inzwischen habe ich genug Selbstvertrauen gewonnen.

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Bis kurz vor Abschluss hatte ich allerdings große Zweifel, ob ich es wirklich hinkriegen würde, den Parkettboden selbst zu verlegen, denn da gab es so vieles, was ich noch nie getan hatte: beispielsweise Zimmertüren aushängen und kürzen, Stichsäge oder Laminatschneider einsetzen, und überhaupt, wie sollte ich einen Abschluss vor der Terrassentür oder den Übergang zur Küche hinbekommen?

Parkettboden im Winkel auf Wand und Fenster zulaufend

Da ich die Verlegerichtung im gesamten Raum beibehalten wollte, dieser aber eine schräge Ausbuchtung hat, mussten die Dielen in diesem Bereich im 45°-Winkel zur Wand und zum Fenster verlegt werden.

Auch wenn ein paar Kleinigkeiten an meinem neuen Parkettfußboden nicht perfekt sind und ich in einer praktischen Handwerkerprüfung vermutlich immer noch durchfallen würde: Ich habe es geschafft, meinen Boden selbst zu renovieren – und er ist insgesamt doch recht schön geworden. Der Raum wirkt endlich wieder frisch und edler als vorher mit abgewohnten Teppichboden. Ich hatte die Renovierung immer wieder verschoben, auch weil die Profis den gesamten Wohnraum leer haben wollten und ich mir selbst DIY (Do It Yourself) lange nicht zugetraut hatte. Aber wie immer im Leben: Ist der Leidensdruck erst groß genug bzw. der Teppich abgewetzt genug, bleibt einem gar nichts anderes übrig, als die Sache/Renovierung endlich anzupacken.

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Ich bin mit dem Ergebnis jedenfalls zufrieden. Insofern hat sich das Risiko – ich musste ja doch ziemlich in Vorleistung gehen mit Material- und Werkzeugkosten, geschweige denn die Einbringung meiner eigenen Arbeitszeit – gelohnt. Und jetzt, da die Rückenschmerzen und die blauen Flecken an den Knien (Kissen beim Arbeiten unterlegen!) weg sind, würde ich eine Parkettverlegung im bewohnten Zustand weiterempfehlen, aber nur wenn man sich Zeit und Räumlichkeiten relativ frei einteilen kann.

Parkettboden

Der neue Parkettboden ist ein Eiche-Landhausdiele-Fertigparkettboden (3-Schicht-Furnierparkett, 7 mm) mit geölter Oberfläche, schwimmend verlegt. Der Kauf und die Abholung (mit Ford Ka!) beim örtlichen Holz- und Bodenbeläge-Händler (Holz Scholbeck/Parkettzentrale) ersparte die Speditionskosten.

Noch kann ich mich allerdings nicht zurücklehnen, denn die nächsten Parkettbodenverlege-Herausforderungen warten schon: Ein winziger Flur (Haustür kürzen?) und ein kleiner begehbarer Schrank sind noch mit Parkett auszulegen– und gerade in kleinen Räumen gibt es fies viel zu (ver-)sägen. Dort muss ich außerdem, im Gegensatz zum großen Raum, den alten Teppichboden herausreißen und selbst für Dampfbremse und Trittschalldämmung sorgen. Im großen Raum hatte ich den sehr kurzen und strapazierfähigen Teppichboden, der fest aufgeklebt war, als Unterlage belassen und direkt darauf verlegt. Aber wenn dann das Parkett endlich auch im Flur und im begehbaren Schrank verlegt ist und wenn dann auch die Sockelleistenmaße und -winkel stimmen, kommt wieder der Etappen- bzw. der endgültige Sieg: Ich kann als Abschluss die Sockelleisten ankleben mit meiner Kartuschenpistole und dem Montagekleber. Und darauf freue ich mich schon.

Weitere Informationen

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Fünf Tipps, damit die Kompostierung gelingt!

Kompost ist ein wertvoller Dünger und guter Bodenverbesserer. Doch kann man bei der Kompostierung einiges falsch machen. Damit das nicht passiert, hier die fünf wichtigsten Tipps zur Kompostierung.

So wird aus Garten- und Küchenabfällen ein wertvoller Kompost:

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  1. Die richtigen kompostierbaren Materialien im richtigen Verhältnis mischen
    Auf einen Komposthaufen kommen optimalerweise nur Garten- und ungekochte Küchenabfälle pflanzlichen Ursprungs. Damit die Kompostierung optimal vonstattengeht, mischt man stickstoffhaltige („grüne“) und kohlenstoffhaltige („braune“) Bestandteile miteinander. Zu den grünen Zutaten gehören beispielsweise Abfälle vom Gemüseputzen und Schälen, Rasenschnitt, krautige Gartenabfälle. Zu den braunen Zutaten gehören Abschnitte vom Heckeschneiden und vom Baumschnitt, Stroh und trockenes Herbstlaub. Die grünen Bestandteile bringen neben Stickstoff und anderen Nährstoffen viel Feuchtigkeit, die braunen Bestandteile vor allem Kohlenstoff und Struktur, und damit Luft, in die Mischung ein. Sie ergänzen sich wunderbar.

  2. Der richtige Behälter
So sehr ich diesen urtümlichen selbstgezimmerten Kompostbehälter liebe, für eine schnelle Verrottung mit mehr Hitzeentwicklung wäre ein Komposthaufen mit etwas weniger Grundfläche, aber dafür mehr Höhe besser.
  • Der Kompostbehälter sollte ausreichend hoch sein, damit sich im Inneren während der Verrottung Hitze aufbauen kann, denn dann geht die Verrottung schneller vonstatten und die Samen aller Art sowie Krankheitskeime werden abgetötet. Wer wenig Material für den Komposthaufen hat, sollte einen Kompostbehälter mit weniger Grundfläche, aber dafür mehr Höhe wählen.

    Der Kompostbehälter sollte, um eine gute Rotte zu ermöglichen, nicht rundum komplett verschlossen sein, sondern Luft ins Innere lassen. Er sollte außerdem guten Zugang zum Kompost ermöglichen, einerseits, um von oben Maßnahmen zur Belüftung und Wasserregulierung zu ermöglichen, andererseits, um den Kompost von der Seite her prüfen und den reifen Kompost entnehmen zu können, ohne den Kompostbehälter komplett abbauen zu müssen. Praktisch sind Kompostbehälter, bei denen man eine Seite öffnen kann oder die so konstruiert sind, dass man Latten herausziehen kann, ohne dass das Gerüst an Stabilität verliert, beispielsweise eine Kombination aus Stahl-Eckpfählern und herausnehmbaren Holzlatten.

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  1. Belüftung
    Der Kompost soll rotten, nicht faulen. Dafür muss Luft ins Innere gelangen. Dazu trägt einerseits ein Kompostbehälter mit ausreichend Luftzugang bei und andererseits die Vermischung von Materialien unterschiedlicher Struktur. Vor allem Grasschnitt muss mit gröberen Materialien wie trockener Stauden- und Gehölzschnitt gemischt werden, weil sich die Grashalme sonst dicht aufeinanderlegen und keine Luft dazwischen passt. Aber auch wasserhaltige Gemüseabfälle verrotten besser, wenn sie mit strukturgebenden Materialien gemischt werden. Hat man keine Sammelhaufen für die verschiedenen Materialien neben dem Kompostbehälter, so dass man sie abwechselnd einfüllen und mischen kann, gibt man sie nacheinander hinein und mischt im Behälter. Vor allem, wenn sich das Innere bereits etwas verfestigt hat, hilf ein Kompostbelüfter bei der Auflockerung und Durchmischung.

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  1. Feuchtezustand des Kompostes
    Der Komposthaufen soll für eine optimale Verrottung einerseits Luft, aber andererseits auch Feuchtigkeit enthalten, damit sich die Mikroorganismen wohlfühlen, sich vermehren und „arbeiten“. Bei der Verrottung vor allem der grünen Abfälle entsteht Wasser. Dadurch und durch gelegentliche Regenfälle bleibt der Kompost eigentlich von alleine ausreichend feucht. Trocknet er jedoch während einer längeren Schönwetterperiode aus, gießt man ihn ganz einfach mit einer (Schlauch-)Brause. Damit er umgekehrt bei längeren, ausgiebigen Regenfällen nicht zu nass wird, was auch zu einer Auswaschung von Nährstoffen führen würde, deckt man ihn in solchen Wetterlagen vorübergehend ab, entweder mit einem Deckel oder mit einer Folie.
  1. Reifezustand

    Je nachdem, für was man den Kompost verwenden möchte, kann man ihn früher oder später entnehmen. Soll der Kompost beispielsweise zur Bodenverbesserung im Garten verwendet werden können, muss er noch nicht komplett durchgereift, also noch nicht in einem „erdähnlichen“ Zustand (reifer Kompost) oder bereits erdigen Zustand (Komposterde) sein. Vorsicht, Frischkompost sollte nicht direkt an die Wurzeln in ein Pflanzloch gegeben werden, da der hohe Anteil gelöster Nährstoffe von jungen Wurzeln, jungen Pflanzen und grundsätzlich von manchen Pflanzenarten nicht vertragen wird.

    Will man den Kompost jedoch für die Herstellung von eigenen Erdmischungen oder für die Düngung verwenden, dann sollte der Kompost bereits dunkel, locker und krümelig, also reif sein.

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    Wie lange es dauert, bis der jeweilige Zustand erreicht ist, hängt sehr von den verwendeten Materialien und ihrer Dicke, vom örtlichen Klima, der Jahreszeit und dem tatsächlichen Wetter ab.

    Reifen Kompost sollte man möglichst bald verwenden, damit die Nährstoffe nicht abgebaut oder ausgeschwemmt werden.

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Nährstoffe bei sauren, neutralen und alkalischen Böden

Abhängig vom pH-Wert des Bodens sind wichtige Pflanzennährstoffe gut, nicht gut oder zu gut verfügbar. Warum das wichtig ist und wie man den pH-Wert des Bodens erfährt.

Eisenmangelsymptome an den Blättern einer Rose im Kübel, die über Jahre mit sehr kalkhaltigem Wasser gegossen wurde, was den pH-Wert erhöht und Eisen damit schlechter verfügbar gemacht hat.

Der pH-Wert des Bodens ist eine Maßzahl zwischen 0 und 14, die angibt, ob der Boden sauer, neutral oder basisch ist. Der neutrale Bereich liegt zwischen 6,5 und 7,5. Je weiter der pH-wert unter 6,5 liegt, desto saurer ist der Boden, je weiter er über 7,5 liegt, desto basischer.

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Die meisten Gemüse, Feldfrüchte und viele andere Pflanzen gedeihen gut auf einem leicht sauren bis neutralem Boden, also bei einen pH-Wert von etwa 5,5 bis 7,5.

Es gibt aber Pflanzen, die sich an Böden im sauren oder alkalischen Bereich angepasst haben.

  • Sauren Boden mit einem pH-Wert von ca. 4,5 bis 5,5 mögen dagegen viele Rhododendronarten und andere Moorbeetpflanzen.
  • Alkalischen Boden (pH-Wert 8) vertragen Wicke, Luzerne, Ackerbohne, Spanische Esparsette, Spargel und Olivenbäume.
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Wie verhalten sich die Nährstoffe bei unterschiedlichen pH-Werten

Je nach pH-Wert des Bodens sind Nährstoffe festgelegt und damit nicht pflanzenverfügbar, gut löslich und gut pflanzenverfügbar (aber auch auswaschungsgefährdet) oder zu gut löslich und damit eventuell giftig, wenn zu viel von dem Nährstoff im Boden ist. Jeder Nährstoff verhält sich da anders.

Spezieller als die Hauptnährstoffe sind die Spurenelemente: Eisen und Mangan beispielsweise sind im sauren Boden sehr gut löslich und können sogar giftig wirken. Bei basischem Boden dagegen sind sie für manche Pflanzen überhaupt nicht verfügbar, die Folge sind Mangelerscheinungen. Eisenmangel in der Pflanze liegt also nicht immer am fehlenden Eisen im Boden, sondern daran, dass das Eisen bei einem zu hohen pH-Wert, wie er beim Gießen mit sehr kalkaltigem Wasser auftreten kann, nicht von der Pflanze aufgenommen werden kann.

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Typisch für Eisenmangel in der Pflanze sind die hellen, jungen Blätter zuerst an den Triebspitzen – gut zu unterscheiden von Stickstoffmangel, bei dem zunächst die älteren Blätter gelb werden (weil Stickstoff im Gegensatz zu Eisen in der Pflanze von alten Pflanzenteilen in die neuen umgelagert werden kann).

Damit die Pflanzen genügend, aber nicht zu viele Nährstoffe erhalten, muss man für einen pH-Wert im leicht sauren bis neutralen Bereich sorgen.

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Die meisten Hauptnährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Kalium, Schwefel, Kalzium und Magnesium sind im leicht sauren bis neutralem Boden gut pflanzenverfügbar. Wenn von Stickstoff allerdings mehr verfügbar ist, als die Pflanzen benötigen, weil man zu viel gedüngt hat, wird er ausgewaschen. Das kann auch bei rein organischer Düngung passieren, wenn das Wetter (warm und feucht) die Umsetzung zur pflanzenverfügbaren Form fördert. Das ist dann nicht nur schade um den verlorenen Dünger, sondern belastet Grundwasser und Gewässer.

Soil-pH
Verfügbarkeit von Nährstoffen in Abhängigkeit vom Boden-pH-Wert (Bild: Wikimedia Commons | FMoeckel | Gemeinfrei)

Wie kann man den pH-Wert feststellen

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Der pH-Wert des Bodens kann selbst mit einem pH-Bodentest-Set oder einem pH-Messgerät (pH-Meter) überprüft werden. Wer aber einen ganz genauen Wert haben und mehr über seinen Boden wissen möchte, der sollte eine Bodenuntersuchung machen lassen. Das lohnt sich zwar nicht für einen einzelnen Topf im Kräuterregal, aber für größere Flächen.

Wodurch wird der Boden sauer oder alkalisch und was kann man tun

Der pH-Wert eines Bodens hängt zunächst vom Ausgangsgestein und anderen Materialien ab, aus denen der Boden entstanden ist. Durch sauren Regen und Auswaschungen kann er mit der Zeit saurer werden. Das kann man mit Kalkgaben oder mit alkalisch wirkenden Düngern oder Bodenhilfsstoffen ausgleichen.

Ist ein Boden aufgrund des Ausgangsgesteins, auf dem er sich entwickelt hat, alkalisch, kann man das kaum dauerhaft verändern. Wer hier sauren Boden liebenden Rhododendron oder andere Moorbeetpflanzen anpflanzen will, der muss tatsächlich den Boden austauschen. Nachhaltiger ist es, Pflanzen auszuwählen, die mit dem höheren pH-Wert zurechtkommen.

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Wenn ein Boden im Gewächshaus, unter einem Dachvorsprung oder die Erde in Pflanzgefäßen durch die regelmäßige Verwendung von hartem Gießwasser einen zu hohen pH-Wert hat, kann man die oberste Bodenschicht austauschen beziehungsweise ist Umtopfen in frische Erde – mein Tipp: torffreie Bioerde – angesagt. Vor allem, wenn die Mineralablagerungen auf dem Boden bereits gut sichtbar sind. Außerdem sollte man auf Regenwasser oder gefiltertes Wasser zum Gießen (zumindest als Beimischung) umstellen. Regen aufzufangen und zum Gießen zu verwenden, spart auch Wasserkosten. Auf Flächen mit Bewuchs kann man versuchen, den pH-Wert durch das vorsichtige Einarbeiten von Rhododendronerde oder saurer Komposterde (mit hohem Laub- und/oder Nadelanteil) abzusenken.

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