Fake-Pflanzenbilder in Online-Shops und Katalogen? Wenn Tulpen, Stauden, Gehölze und Gemüsesorten anders aussehen als bestellt

Manchmal bekommt man nicht die Pflanzen, die man bestellt hat. Aber manchmal glaubt man auch nur, dass das Falsche geliefert wurde. Von Irrtümern bei Blumenzwiebeln (falsche Farbe), Rosen (andere Eigenschaften), Gräsern (falsche Art), Purpur-Sonnenhut, Auberginen- und Chilisorten.
Stauden und Gehölze werden meist ohne Blüten geliefert. Ob die gelieferten Sorten die sind, die man bestellt hat und die auf dem Etikett und Lieferschein genannt werden, merkt man oft erst viele Monate später.

Wenn man die im Katalog oder Online-Shop bestellten Blumenzwiebeln, Stauden, Sträucher und anderes im Herbst pflanzt, sind diese meist im Ruhezustand und/oder für einen unproblematischen Transport und die Pflanzung zurückgeschnitten. Man prüft, ob Lieferschein und Etiketten die bestellten Sorten nennen, und muss sich dann darauf verlassen. Ob es sich tatsächlich um die gewünschten Sorten handelt und ob sie auch so aussehen, wie sie im Katalog oder im Online-Shop abgebildet waren, wird man oft erst Monate später feststellen können.

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Sind Blumenzwiebeln wie Überraschungseier?

Bei Tulpen habe ich schon mehrmals die Erfahrung gemacht, dass die Sorten nach dem Aufblühen farblich völlig anders aussahen, als ich aufgrund der Abbildung bei meiner Bestellung erwartet hatte. Ich habe sogar einmal etwas enttäuscht über meine „Überraschungseier“ in meinem Verbrauchermeinungsblog geschrieben.

Damals habe ich mich für einen kurzen Moment gefragt, ob die Abbildung mit den „falschen“ Blütenfarben eine bewusste Täuschung des Anbieters im Internet war und ob die Farben im Bild bearbeitet (retuschiert/photoshopped) worden waren. Allerdings habe ich im Laufe der Jahre vor allem durch das Fotografieren gelernt, dass Blütenfarben im wirklichen Leben und entsprechend auf einem Foto jede Minute anders aussehen können.

Die folgenden Bildausschnitte der lilienblütigen Tulpensorte ‚Ballerina‘ wurden mit einer Canon EOS 300D Digital fotografiert. Nur die Bildgröße wurde bearbeitet, nicht die Farben. Trotzdem sieht die Blüte und ihre Blütenfarbe auf jedem Bild anders aus.

Tulpe ‚Ballerina‘ mittags bei Sonne
Tulpe ‚Ballerina‘ abends bei Bewölkung
Tulpe ‚Ballerina‘ abends bei Sonne (Gegenlicht im lichtem Schatten durch Strauch dahinter)

Wovon das Aussehen der Blüten und die Intensität der Blütenfarbe im realen Leben und auf Bildern beeinflusst werden

Das Aussehen von Pflanzen einschließlich der Blüten ist nicht nur durch die Sorte vorgegeben, sondern wird auch von den Bodeneigenschaften, Lichtverhältnissen und viele andere Standorteigenschaften sowie auch durch die Nährstoff- und Wasserversorgung durch den Menschen geprägt. Allerdings trifft das bei vielen Blumenzwiebeln erst ab dem zweiten Jahr nach der Pflanzung zu, weil sie bekanntlich zu einem guten Teil von den Reserven des Vorjahres, die in der Zwiebel gespeichert sind, leben.

Je nach Jahreszeit (Sonnenstand), phänologischer Jahreszeit (nach Pflanzenentwicklung entsprechend dem tatsächlichen Wetterverlauf), Tageszeit und Wetter (Bewölkung, Niederschlag, Temperatur) können Blüten außerdem geöffnet oder geschlossen sein, ihre Farben leuchten oder im Bild verschwinden. Selbst die Umgebung beziehungsweise der Hintergrund wirken sich darauf aus, wie eine Blütenfarbe wirkt, welche Details und Changierungen zu erkennen sind und so weiter, denn die beeinflussen das Licht.

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Wer Pflanzen im Verlauf ihres Lebens beobachtet, stellt fest, dass sich die Blütenfarbe einer Blume auch mit dem Alter verändert: Eine frisch erblühte Blume hat eine andere Farbe als eine, die schon „gereift“ ist oder gar kurz vor dem Verwelken steht.

Aber selbst wenn alle genannten Variablen gleich wären, sind Bilder und Videos auch je nach Standort der Kamera (Höhe, Winkel zur Sonne oder anderen Lichtquellen) sowie kamera- und kameraprogrammspezifisch verschieden – die einen wirken kühler, die anderen wärmer, die einen besonders brilliant (scharf, kontrastreich und mit leuchtenden Farben), die anderen flach und langweilig. Und auch das kann bei unterschiedlichem gegebenen Licht auch wieder genau andersherum sein.

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Online-Shops und Kataloge mit bearbeiteten Bildern

Natürlich besteht die Möglichkeit, dass die Farben der Bilder in einem Online-Shop oder in einem Katalog manipuliert sind. Aber inzwischen bin ich bei meinen Blumenzwiebeln (nicht nur bei den Tulpen-Überraschungseiern von 2012, sondern auch bei vielen anderen Tulpen- und Krokussorten) zu dem Schluss gekommen, dass die Sorten in der Regel doch sortengetreu abgebildet waren – halt zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens bei bestimmten Bedingungen. Und ich hatte erwartet, dass sie gleich nach dem Aufblühen so aussehen. Das ist aber nicht so.

Ich fürchte, man muss als Hobbygärtner und GärtnerIn bei der Katalog- und bei der Online-Bestellung für eine Beet- oder Pflanzgefäßgestaltung eine gewisse Abweichung von der ausgesuchten Farbe einplanen. Besser einschätzen kann man die Blütenfarbe nur, wenn man die Sorte vorher in einem Beet oder einem Pflanzgefäß über einen Zeitraum mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen hinweg beobachten konnte (und wenn einem das Gedächtnis keinen Streich spielt).

Die falsche Art erhalten

Wer kann schon alle Gräser im Jugendstadium ohne Blütenstände auseinanderhalten? Ich jedenfalls einige nicht, und ein Pflanzenversender, bei dem ich Federborstengräser für mein Staudenbeet bestellt hatte, anscheindend auch nicht. Zwar wunderte ich mich schon beim Auspacken, dass die Laubblätter nicht rötlich waren, wie für die bestellte Sorte erwartet, aber das kann ja am zarten Alter des Grases liegen, sagte ich mir und pflanzte sie. Dass man mir eine völlig falsche Art geschickt hatte – nämlich Chinaschilf Miscanthus statt Federborstengras Pennisetum – fand ich erst viel später anhand der Blütenstände heraus. Normalerweise hätte ich mich wohl sehr geärgert und reklamiert, aber da das Chinaschilf tatsächlich seit Jahren sehr gut gedeiht und auch dorthin passt, wo ich es gepflanzt habe (wenn auch mit völlig anderer Wirkung, als es eine rotlaubige Sorte gehabt hätte), habe ich dem Lieferanten seinen Irrtum noch einmal verziehen. Wahrscheinlich hatte jemand die Etiketten vertauscht – entweder schon bei der Pflanzenvermehrung oder später im Verkauf/Versand.

Chinaschilf Miscanthus statt Federborstengras Pennisetum setaceum ‚Rubrum‘ erhalten. In dem Fall habe ich mich mit dem Irrtum beim Gärtner oder Versender mental arrangieren können.

Rose ‚Lavender Dream‘ mit vielen Gesichtern

Da ich unter anderem Dauerbepflanzungen von Pflanzgefäßen mit Gräsern, Stauden, Rosen und anderen Gehölzen ausprobiere, hatte ich mir 2012 eine Bodendeckerrose ‚Lavender Dream‘ für einen Kübel bestellt. In meiner Vorstellung sollte sie ihre mit lavendelfarbenen Blüten besetzen Triebe wie verwildert kreuz und quer aus dem Topf strecken. Ein bläuliches Rosa („lavender“) war mir wichtig, weil sie vor einem Schmetterlingsflieder der Sorte „Black Knight“ stehen würde, der ebenfalls in einem Kübel wachsen sollte.

Die erste Blüte der Rose entfaltete sich, Freude, nur war sie nicht lavendelfarben – zugegebenermaßen ansonsten niedlich und die Rosentriebe machten, was sie sollten, aber eben mit pink-rosafarbenen Blüten. Auch hätte sie wohl lieber einen Platz mit weniger Hitze und Lufttrockenheit als auf unserem südseitigen Tiefgaragendach gehabt, denn die einzelnen Blüten verblühten in Schönwetterphasen extrem schnell und es wurden dann im jeweiligen Sommer auch kaum noch neue Blüten gebildet. Trotzdem mochte ich sie mit der Zeit und fand es schade, als sie nach sechs Jahren einging (vermutlich dank Dickmaulrüsslerlarven ). Da ich mich an sie gewöhnt hatte und keine andere, mehr lavendelfarbene Rose mit ähnlichen Wuchseigenschaften finden konnte, habe ich die gleiche Sorte noch einmal bestellt, dieses Mal bei einem anderen Anbieter, weil es den alten nicht mehr gab.

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Die Blüten der neuen Rose der gleichen Sorte schienen mir zunächst noch weniger lavendelfarben, dafür aber sind die Blüten hitzebeständiger und somit dauert die Blütezeit schon einige Zeit an.

Beim Durchschauen meiner Bilder (nach erstem und zweiten Kauf der Rose ‚Lavender Dream‘) ist mir aufgefallen, dass nicht nur die Blüten an einer Pflanze dieser Rosensorte sehr variieren, sondern dass sie auch von Jahr zu Jahr anders sind – was ich auf den Ernährungszustand zurückführe. Beim ersten Mal hatte ich die Rose bereits im Herbst gekauft und gepflanzt, so dass sie zur Blütezeit gut angewachsen und ernährt war. Die neue Rose habe ich im Frühjahr 2019 gekauft und zu lange im Liefertopf stehen lassen, bevor ich sie in einen Kübel gepflanzt und gedüngt habe – ihre Blüten waren zunächst heller und wurden später (nach der Düngung) dunkler als die erste Rose. Das sind aber nur Beobachtungen an einzelnen Pflanzen, keine belastbaren Versuchsergebnisse und auch nur meine Schlussfolgerungen sind nur Vermutungen.

Bei den folgenden Fotos bzw. Bildausschnitten wurde nur die Größe bearbeitet, sonst nichts (nicht editiert).

Rose ‚Lavender Dream‘, gepflanzt im Herbst 2012, Aufnahme Mitte Juni 2013 mit Canon EOS 300D Digital spät vormittags bei diesiger Sonne
Rose ‚Lavender Dream‘, gepflanzt im Frühjahr 2019, Aufnahme Anfang Juni 2019 mit iPhone XS Max morgens ohne Sonne: Die Blüten wirken dunkler und sind bläulich, weil die eingebaute Kamera bei diesem Licht oft leicht bläuliche Bilder erstellt.
Rose ‚Lavender Dream‘, gepflanzt im Frühjahr 2019, Aufnahme Anfang Juni 2019 mit iPhone XS Max vormittags bei Sonne
Rose ‚Lavender Dream‘, gepflanzt im Frühjahr 2019, Aufnahme am Vormittag mit Sonne Ende Juli 2019 mit iPhone XS Max

Die Farbe Lavendel kann man sich bei der Rose ‚Lavender Dream‘ am ehesten bei schwachem Ernährungszustand der Pflanze und früh am Morgen bei bewölktem Himmel einbilden (vielleicht auch am Abend nach dem Genuss von viel Alkohol oder anderer Drogen?).

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Noch mehr Variationen bei meinem Purpur-Sonnenhut

Unterschiede von Pflanzen der gleichen Sorte habe ich auch bei meinem Purpur-Sonnenhut (auch Roter Scheinsonnenhut genannt) Echinacea purpurea beobachtet.

Aus den drei Jungpflanzen der Sorte ‚Magnus‘, die ich im Herbst 2012 bestellt und in ein Beet gepflanzt hatte, wurden drei recht unterschiedliche Pflanzen (verschieden hoch mit unterschiedlichen Blüten, obwohl vom gleichen Lieferanten). Allerdings ähneln sie alle drei mehr oder weniger den Fotos von ‚Magnum‘ auf der Verkäufer- sowie anderen Websites – jedenfalls mehr als anderen Sorten.

Ein paar Jahre später haben sich dann aus Samen dieser Pflanzen Jungpflanzen entwickelt – auch im Schatten unter einer sehr starken Rose und diese Pflanzen sehen noch mal anders aus: etwas kleiner als die niedrigste der ursprünglichen drei und mit wesentlich blasserer Blütenfarbe (vermutlich wegen Lichtmangel).

Auch die Purpur-Sonnenhutsorte „Baby Swan“, die ich 2012 mit der Prachtscharte Liatris in einen Kübel gepflanzt habe, war zunächst zwar niedriger als beispielsweise die große und die mittlere Variante meiner drei ‚Magnus‘-Pflanzen, aber doch relativ kräftig mit mittelgroßen Blüten. Im Laufe der Jahre wurde ‚Baby Swan‘ in dem Topf, den sie mit Prachtscharten Liatris teilte, mehr und mehr von der Nahrungs- und Wasserkonkurrenz unterdrückt (vor allem seit 2018) und ist nun im siebten Jahr nach der Pflanzung winzig mit winzigen Blüten – ein Purpur-Sonnenhut-Bonsai (sie hätte schon vor drei bis fünf Jahren umgepflanzt werden müssen, aber das habe ich zugunsten des Experimentes unterlassen).

Im Sommer 2013 nach der Herbstpflanzung 2012 hatten Purpur-Sonnenhut Echinacea purpurea ‚Baby Swan‘ (weiße Korbblüten) und die Prachtscharte Liatris (weißer fedriger Blütenstand, noch recht unscheinbar) kein Problem damit, sich einen Terrakottakübel zu teilen. Das hielt bis 2016 an, obwohl der Kübel eher klein ist.
2017 begann die Dominanz der Prachtscharte. Die Echinacea hat kaum noch Platz und entsprechend wenig Laub.
Nach sieben Jahren Wohngemeinschaft im Topf mit Liatris ist der Purpur-Sonnenhut ‚Baby Swan‘ (weiße Sorte) 2019 nur noch ein „Bonsai“.

Einen Purpursonnenhut „Baby Swan“, den ich erst im Frühjahr 2019 für einen anderen Kübel aus Glasfaser verstärktem Kunststoff bestellt habe, ist inzwischen viel größer als der alte jemals war, und seine erste Blüte ebenfalls. Apropos: Ich bin sehr gespannt, als wie frosthart sich das Pflanzgefäß aus Glasfaser-Verbundmaterial sowie die Pflanzen darin im nächsten Winter erweisen werden.

Purpur-Sonnenhut Echinacea purpurea ‚Baby Swan‘ (weiße Sorte) im Sommer 2019, gepflanzt im Frühjahr 2019: Die Pflanze ist kräftig, obwohl sie vermutlich ein Ernährungs-/pH-Wert-Problem hatte (scheint sich inzwischen zu verwachsen). Die erste Blüte im Sommer nach der Frühjahrspflanzung war riesig, siehe Bild. BTW: Hier teste ich Esteras-Pflanzkübel* aus leichtem Glasfaser-Verbundmaterial im Vergleich zu meinen verschiedenen Terrakotta-Gefäßen. Im größeren Topf dahinter wächst übrigens ein Schmetterlingsflieder mit Lavendel als Unterpflanzung.

Die falsche Sorte wurde geliefert

Das „Problem“, dass man (scheinbar oder wirklich) die falsche Sorte oder gar Art erhalten hat, endet nicht bei den mehrjährigen dekorativen Pflanzen, auch bei Gemüse und Kräutern kann es passieren. So hatte ich vor ein paar Jahren eine Auberginen-Jungpflanze, die völlig anders aussah, als die, die auf dem Etikett abgebildet war – viel exotischer; mit ihren sattvioletten Blüten und dunklen Trieben war sie eine Schönheit. Leider konnte ich die wahre Sorte im Nachhinein nicht ganz eindeutig bestimmen.

Diese Auberginenpflanze war als ‚Carmen‘ etikettiert. Ich rätsle bis heute, wie die Sorte wirklich hieß, denn ich war begeistert und würde sie gerne wieder anbauen (Foto von 2013: Überraschungs-Jungpflanzen von Dehner)

Für die Gartensaison 2019 hatte ich eine Chili-Sorte „Zitronen-Chili“ als Jungpflanzen bestellt – die Sorte sollte gelbe, hängende Früchte bekommen. Doch nun steht sie hier mit nach oben gereckten Früchten, grün mit einem Hauch von Dunkel, das sich vielleicht noch zu Rot wandelt. (Aber da die Topftomate mit den schwarzen Mini-Tomatenfrüchten, neben die ich die Pflanze mit den gelben Chilifrüchten stellen wollte, schon fast am Ende ihres Lebens angekommen ist (dank Hitze, Hagel und so weiter), kommt es auf die Farbe und Sorte nicht mehr wirklich an und ich werde nicht reklamieren.

Bestellt hatte ich ‚Zitronen-Chili‘. Das Bild im Online-Pflanzenshop hatte mich mit hängenden, gelb abreifenden Chili-Früchten auf diese Sorte neugierig gemacht.

Statt dessen werde ich den Winter nutzen und versuchen, den wirklichen Sortennamen herauszufinden. Nach dem Motto: Was habe ich da eigentlich letztes Jahr gehegt, gepflegt, bewundert und gegessen?

Nachtrag am 15.9.2019
Ich habe mich geirrt: Es ist doch ein Zitronenchili – die Früchte haben sich noch gelb gefärbt und mit der Schwerkraft gesenkt. Hier ein Bild als Beweis:

Erst Mitte September färbten sich die Chilischoten des ‚Zitronen-Chili‘ gelb und senkten sich teilweise ab.
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Was man daraus mitnehmen kann:

Pflanzen sind anpassungsfähig und ihre Wuchseigenschaften und Blütenfarben können an verschiedenen Standorten unterschiedlich sein. Manchmal hat man als Käufer aber auch die falschen Erwartungen – besonders wenn man nur ein einziges Katalog- oder Online-Bild als Grundlage der Kaufentscheidung hat. Online-Shops sollten möglichst mehrere Bilder, die bei unterschiedlichem Wetter, Standortbedingungen und so weiter aufgenommen wurden, zu den Produkten stellen und diese Bilder nach Möglichkeit nicht bearbeiten oder wenn, dann nur um das nicht Sortentypische zu dämpfen (und nicht, um gewünscht Sortentypisches zu betonen und vorzutäuschen).

Am sichersten fährt man als VerbraucherIn, wenn man sich eine Gärtnerei oder Baumschule des Vertrauens und mit Musteranpflanzungen in der Region sucht, wo man sich die Sorten live und sogar über einen Zeitraum hinweg anschauen kann. Letzteres kann man auch in Sichtungsgärten, beispielsweise in den Weihenstephaner Gärten, auf Gartenschauen und an Tagen der Offenen Gartentür.

Manchmal geschehen jedoch auch Irrtümer und Verwechslungen beim Pflanzenversender. Das Problem ist, dass man diese oft erst viele Monate nach dem Kauf feststellt. Reklamieren würde ich persönlich als Hobbygärtnerin nur, wenn die Pflanzung durch die falsche Sorte „optisch völlig zerstört“ wird. Bei Bestellungen und Pflanzungen für Auftraggeber, müssten Gartengestalter/GaLaBauer natürlich wesentlich strenger vorgehen, vor allem, wenn diese ihrerseits Ansprüche stellen. Rechtlich heißt so eine Falschlieferung „Sachmangel“. Der Käufer hat in der Regel Anspruch, die richtige Ware kostenlos innerhalb einer angemessenen Frist vom Verkäufer geliefert zu bekommen***.

Buchtipp

Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1. Auflage (2019)
Taschenbuch/Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8


* Werbelink / Partnerlink / Affiliate-Link
* Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen, die über einen Werbe-Link zu Amazon zustande kommen, unter Umständen eine Provision/Werbekostenerstattung.

*** Keine Rechtsauskunft, Angabe ohne Gewähr.

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Make-up für Männer. The Next Big Thing?

Laut einem Artikel in der Bloomberg Businessweek wird der weltweite Markt für Männer-Make-up im Jahr 2019 auf etwa 1,14 Milliarden US-Dollar geschätzt. Das ist zwar nur ein Bruchteil des insgesamt auf 71 Milliarden US-Dollar bezifferten Kosmetikmarktes, aber man hofft auf eine ebenso rasante Entwicklung des Männer-Make-up-Marktes, wie man ihn bei der Hautpflege für Männer beobachten kann. Während Fiveism x Three, Chanel, Shiseido und andere Beauty-Unternehmen hinsichtlich ihrer Männer-Marken vorsichtig, nämlich androgyn im Sinne von geschlechtsneutraler Präsentation daherkommen, verwirklicht Jeffree Star, einer der Vorreiter des Trends Männer in Make-up, sich mit seiner Marke selbst und lässt es farblich und designmäßig krachen. Ist Make-up für Männer demnächst das große Ding der Beauty-Branche?(Meinung)

Schaut man sich nach internationalen Beauty-Trends bei YouTube, Instagram und Tik Tok (Beispiel: Davide Scibetta) um, sieht man, dass es zunehmend Jungen und Männer gibt, die sich für Make-up interessieren.

Unboxing „Boy de Chanel“ (YouTube-Video von Stephen Oscar):


Es sind nicht nur die, die sich der Musik-, Künstler-, Drag- oder LGBTQ+-Szene nahe fühlen oder einfach zuhause experimentieren und kreativ sein wollen, nein, auch Männer mit wenig schillerndem Alltag wollen sich im Büro, am Schalter, im Laden, in der Praxis, im Krankenhaus oder beim Date mit einem schönen Hautbild präsentieren. Um ihr von der Natur gegebenes Aussehen zu verbessern, nutzen sie zunehmend neben Körperpflegemitteln auch Make-up-Produkte wie Primer (Make-up-Unterlage für die optische Hautstrukturverbesserung, bessere Haltbarkeit sowie ein bestimmtes Finish – matt oder „glühend“), Foundation (Make-up für den gleichmäßigen Hautton) und Concealer (zum Verbergen von dunklen Augenringen oder Narben). Apropos: Der französische Präsident Emmanuel Macron soll angeblich einen eigenen Maskenbildner/Make-up-Artisten beschäftigen.

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Bloomberg Businessweek hat nun obige Zahlen veröffentlicht, die vom Marktforscher JUV Consulting stammmen, wobei die 1,4 Milliarden US-Dollar für den Make-up-Markt für Männer in 2019 laut Angaben von JUV eher konservativ geschätzt seien.

Men in Make-up: Die jungen ziehen die älteren mit

Als Treiber des Trends wird die Generation Z gesehen. Das ist die Generation, die nach dem Jahrtausendwechsel erwachsen geworden ist oder noch dabei ist: in den Jahren 1997 bis 2012 geborene Menschen. Die seien mit weniger strengen Vorgaben eines geschlechtstypischen Verhaltens aufgewachsen (Anmerkung der Autorin: Das trifft aber nur auf einige Länder zu und oft nur auf deren Großstädte und selbst da längst nicht auf alle „Szenen“). In Teilen Asiens probierten junge Männer schon seit einigen Jahren auch dekorative Kosmetik wie tönende Feuchtigkeitscreme und Ähnliches aus, inzwischen auch in den USA und China – das seien interessante Märkte nicht nur für auf Nischen spezialisierte kleine Beauty-Marken, sondern auch für große Kosmetikunternehmen wie L’Oréal, Shiseido oder Estée Lauder, so der Bloomberg-Business Artikel (zum Artikel in Englisch siehe Link unten).

Man solle sich nicht täuschen, die Generation Z sei nur der Anfang, aber sie werde die älteren Konsumenten mitziehen, wird Yasushi Ishibashi, erfahrender Make-up-Marken-Entwickler und Gründer von Acro Inc. zitiert. Zu dem Unternehmen gehört unter anderem die Männer-Kosmetikmarke Fiveism x Three (Konzept: Individualität, Selbstausdruck), mit der er die männlichen Konsumenten global erobern will.

Die Unternehmen der Beauty-Industrie hoffen auf eine ebenso positive Entwicklung, wie man sie in der Hautpflege (Gesichtsreinigung, Feuchtigkeitscremes) speziell für Männer sieht. Dieser Markt soll laut Euromonitor in den nächsten fünf Jahren um 24 Prozent auf 5 Milliarden US-Dollar wachsen.

Die großen Kosmetikunternehmen tasten sich vorsichtig an die Männer heran. Die meisten kreieren eigene Make-up-Linien für sie, die von den Farben und Formen her maskulin oder neutral daherkommen.

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(Shiseido Abdeckstift in 6 Farben)


Von Chanel gibt es beispielsweise die Linie „Boy de Chanel“, die einen Lippenpflegestift, einen „Teint-Perfektionierer“ sowie einen Stift für die Augenbrauengestaltung enthält – klassisches, minimales Design, blau-schwarz, hochpreisig. Shiseido Co. versucht sich mit BB Cream (kaschierende, getönte Tagescreme), Concealer und anderem. Wesentich forscher ist die japanische Marke Fiveism x Three, die laut dem Beitrag in der Bloomberg Businessweek bereits mit etwa 80 Produkten auf dem Markt sei und schon mal die besten Plätze besetzen will. Nicht mit eigenen Männerprodukten, aber mit androgynen Werbeclips laden andere Beauty-Marken wie Milk Makeup oder Rihanna/Fenty Beauty auch Männer ein, ihre Produkte zu kaufen.

Welches Make-up-Design wollen Männer?

Ganz anders als die bisher genannten Kosmetikunternehmen geht Jeffree Star an das Thema Make-up heran. Der Ex-Singer-Songwriter (ob er in der Musikszene wieder aktiv werden wird, ist derzeit nicht kommuniziert), Social-Media-Beauty-Guru und Make-up-Unternehmer (Jeffree Star Cosmetics) ist ein Vorreiter der Männer mit Make-up. Er hat alleine auf YouTube etwa 16 Millionen Fans und lässt sein Licht auch auf Nachwuchs-Make-up-Artisten scheinen, so auch auf „Boys in Beauty“, die hart dafür kämpfen, von den Kosmetikmarken als Makeup-Künstler oder Models wahrgenommen zu werden. Jeffree Star’s Zielgruppe sind weder Männer noch Frauen, sondern alle, die mit ihm Make-up zelebrieren wollen. Er steht nach eigenen Aussagen für Androgynität, doch für ihn ist Androgynität nicht eine neutrale oder geschlechtslose Mitte – so meine persönliche Deutung angesichts der Farben und Formen -, und Make-up ist für ihn auch nicht nur dezentes Aufhübschen, sondern ebenso Selbstverwirklichung, Kreativität und Therapie („Make-up is my Happy Place“).

Androgynität, so wird Jeffree Star in der Glamour 2017 zitiert, heißt für ihn: furchtlos und man selbst zu sein („it’s being fearless and yourself“). Und wenn einer keine Angst hat, aufzufallen und aus der Masse herauszustehen (oder dieser Angst nicht nachgegeben hat), dann er – und dafür wird er von Männern und Frauen schon seit seinen MySpace-Zeiten bewundert. Als Jugendlicher wollte er ein Spice-Girl sein, später konnte er sich mit auffallendem Make-up, leuchtend bunten Haaren und ungewöhnlichen Outfits als Marke inszenieren und etablieren. Inzwischen hat er sein eigenes, sehr erfolgreiches Indie-Make-up-Unternehmen und arbeitet gelegentlich auch mit Morphe Brushes an gemeinsamen Make-up-Projekten (Morphe x Jeffree Star). Seine Produkte sind für Männer und Frauen – aber nicht für Männer, denen es Unwohlsein bereitet, wenn ihre Produkte im Badezimmer nicht in klassisch maskulinen Farben und Formen dastehen.

Keine Angst vor Farben: Der Ex-(?)Pop-/Rockstar Jeffree Star kündigt auf seinem YouTube-Kanal zu seiner eigenen Musik („Beauty Killer“) neue Produkte einer Zusammenarbeit an: Morphe x Jeffree Star:


Nachtrag: Die Kollaboration von Morphe und Jeffree Star wurde 2020 beendet. Im Verbrauchermeinungsblog gibt es zahlreiche Beiträge zu Jeffree Star und seine neuesten Produkte.

Produkte von Jeffree Star Cosmetics sind so, wie es Jeffree Star gefällt, und das ist sehr oft rosa, sehr oft anders als der „Mainstream“ und fast immer mit einer Portion Magie. So gab es schon eine Lidschattenpalette „Blood Sugar“ mit überwiegend Rottönen, designed wie ein Erste-Hilfe-Koffer, und eine mit überwiegend Blautönen, „Blue Blood“, designed wie eine Schmuckschatulle in Sargform und anderes Ungewöhnliche mehr. Seine Fans danken ihm für seine besonderen Kreationen und deren Qualität. Jeffree Star sieht sich selbst als Jeffree mit einer weiblichen und einer männlichen Seite, denen er nach Lust und Laune sowie Anlass Ausdruck verleiht. Und dann ist da auch noch seine „Alien“-Seite, für die es eine eigene Lidschattenpalette gibt.

Und obwohl die Produkte seiner Marke Jeffree Star Cosmetics und ebenso die von Morphe x Jeffree Star oft in schönen Behältern in Rosa oder manchmal neonfarben, aber immer mit einem „Extra“ daherkommen, werden sie auch von Männern gekauft.

Produkte von Jeffree Star Cosmetics: Androgyny Lidschattenpalette, flüssiger Highlighter, Lip-Gloss, Lippenpeeling, Concealer, Setting-Puder. Rechts: Pinselbehälter aus einer vorherigen Zusammenarbeit Morphe x Jeffree Star.

[Nachtrag 2.11.2019: Seit gestern gibt es von Jeffree Star Cosmetics, eine neue Kollektion, entstanden in der Kooperation mit „YouTube-König“ Shane Dawson, die „Conspiracy Collection“, deren Lidschattenpalette außen in Schwarz und Weiß gehalten ist und deren Lip-Gloss und Lippenbalm in dunklen Spendern verkauft werden.]

Glaube ich, dass Make-up für Männer das nächste große Ding ist?

Ja. Und während ein Jeffree Star mit seinen Produkten (neben den Frauen) eher die mutigen Männer – egal welcher sexuellen Orientierung – anspricht, werden die großen Marken mit ihrer neutralen bis klassisch maskulinen Verpackung den Weg zum Make-up auch den Männern erleichtern, die Angst davor haben, als feminin zu gelten. (Anmerkung: Es soll ja angeblich noch Männer geben, die den Müll nicht rausbringen, weil der Nachbar sie deswegen für zu weiblich halten könnte.)

Der Bedarf an Make-up ist meiner Meinung nach auch in der Mainstream-Männerwelt da – vom pickeligen Teenager, der seine Akne verbergen will, über den Berufseinsteiger, der seine Tattoo-Sünden abdecken muss, bis zum Geschäftsführer, der auf Pressefotos mit makellosem Teint abgebildet sein möchte. Über diejenigen, denen es wichtig ist, wie sie auf Selfies aussehen, will ich gar nicht erst anfangen, zu reden.

Quellen und Weiteres

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Buchsbaumzünsler – kein Grund zur Verzweiflung

Der Buchsbaum (Buxus sempervirens) war lange ein beliebtes Gestaltungelement in Gärten und Parks, in Beeten und in Kübeln. Seine Robustheit und Eignung für den Formschnitt brachten ihm viele Anhänger. Doch in den letzten Jahrzehnten machten sich zunehmend schwierige Krankheiten und Schädlinge am Buchs breit, so dass er mancherorts schon nicht mehr angepflanzt und nach Alternativen gesucht wurde. Neben dem Buchsbaumsterben, einer Pilzkrankheit, wurde ihm besonders der Buchbaumzünsler zur ernsten Bedrohung. Und lange sah es so aus, als wäre das Ende des Buchses in deutschen Gärten eingeläutet worden. Doch es gibt Hoffnung! (letzte Bearbeitung 3.01.2026)

So schön waren Buchshecken und Formgehölze, bevor sich der Buchsbaumzünsler ausbreitete. (Bild vom Buchsbaumgarten in Weihenstephan vor seiner Umwandlung in den Parterregarten mit alternativer Bepflanzung)

Freunde der Buchsbaumhecken und Buchskugeln haben harte Zeiten hinter sich: erst das Buchsbaumsterben und nun der Buchsbaumrüssler.

Buchsbaumzünsler-Raupe im älteren Stadium und Schaden am Buchsbaum (Bild: © wpoeschl / Pixabay)
Der Buchsbaumzünsler (Diaphania perspectalis Syn. Cydalima perspectalis Syn. Glyphodes perspectalis) ist ein Kleinschmetterlings, dessen gut getarnte Raupen den Buchs von innen nach außen kahl fressen. Im Extremfall sterben die befallenen Pflanzen sogar ab.

Die mit Baumschulware aus Ostasien eingeschleppten Schädlinge fühlten sich bei uns dank Klimawandel wohl. Und da sie hier keine natürlichen Feinde hatten, konnten sie sich ausbreiten. In manchen Regionen wurde der Buchsbaumzünsler bald zum Schrecken von Waldbesitzern, Förstern, Gärtnern und Hobbygärtnern.

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Woran erkennt man den Buchsbaumzünsler?

Der Falter hat meist weiße Flügel mit dunklen Rändern. Er sitzt auf den Unterseiten von Blättern anderer Pflanzen. Erst zur Eiablage fliegen die Weibchen Buchsbäume an. Die erste Falter-Generation der Falter ist etwa im Mai aktiv. Je nach Region und Witterung gibt es bis zu drei Generationen pro Jahr.

Aus den Eiern schlüpfen kleine grüne Raupen, die im Inneren der Buchsbäume zunächst die weichere Seite der Blätter abfressen (Fensterfraß). Doch sie wachsen schnell und bald fressen sie ganze Blätter, dann auch grüne Stiele und bei Nahrungsknappheit sogar verholzte Triebe. Dabei entwickeln sie sich zu bis zu 5 cm langen, gelblich-grünen Raupen mit schwarzen und weißen Längsstreifen. Nach der Verpuppung und der Puppenphase schlüpfen die Falter der nächsten Generation.

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Die Raupen der letzten Eiablage des Jahres überwintern in schützenden Kokons, meist versteckt zwischen den Blättern der Buchsbäume, aber auch in Ritzen in der Nähe der Pflanzen. Minustemperaturen bis -20 °C scheinen sie so problemlos zu verkraften. Ab Temperaturen von 7 °C oder höher im folgenden Frühjahr werden sie wieder aktiv und vollenden ihre Entwicklung. Aus den Puppen schlüpfen dann im Mai die ersten Falter des neuen Jahres schlüpfen, die dann etwa 8 Tage lang ihre Eier legen.

Buchsbaumzünsler-Befall im Endstadium

Wenn Buchsbäume von Buchsbaumzünsler-Raupen kahlgefressen wurden, findet man nur noch Blattrippen, Gespinste, Kokons und in den Gespinsten helle Kotkrümel.

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Hilfe aus der Natur ist inzwischen da

Zuerst hatte der Buchsbaumzünsler bei uns keine natürlichen Gegenspieler. Die Vögel mochten ihn zunächst nicht, was man auf seine giftigen Nahrungspflanzen zurückführte. Doch dann haben einige heimische Tiere nach und nach Geschmack an den Raupen des Einwanderers gefunden: Zunächst waren es Spatzen, Kohlmeisen und andere Vögel, inzwischen sollen auch Hühner, Laufenten, Fledermäuse, Spitzmäuse, Schlupf-, Brack- und Feldwespen sowie Ameisen und räuberische Spinnen als Buchsbaumzünsler-Vertilger aufgefallen sein.

Der Buchsbaumzünsler liefert damit einen weiteren Grund, Vögel und andere Tiere im Garten zu fördern: Kleine Vögel benötigen beispielsweise Schutz vor Raubvögeln, Katzen und anderen Jägern und man sollte ihnen Brutmöglichkeiten anbieten und entsprechennde Nistkästen aufhängen. Auch für Fledermäuse gibt es spezielle Fledermaushöhlen zum Aufhängen.

Manche Hobbygärtner locken ihre Gartenvögel mit Futter in Richtung der Buchsbäume, hängen beispielsweise Meisenknödel auf, und haben damit Erfolg. Es versteht sich von selbst, dass die Schutzzeiten für den Heckenschnitt einzuhalten sind.

Vögel, Insekten und andere Tiere benötigen im Sommer neben Beutetieren/Futter und Versteckmöglichkeiten auch Wassertrink- und eventuell Badestellen. Um die Tiere dauerhaft anzusiedeln, sollte man auch an die Überwinterungsmöglichkeiten denken und den Garten nicht schon im Herbst übermäßig ordentlich von allen Pflanzenresten freiräumen.

Buchsbaumzünsler bekämpfen mit Strategie

Noch nicht überall hat sich unter den Vögeln und anderen Gartentieren herumgesprochen, dass die Buchsbaumzünslerraupen gutes Futter sind. Aber auch da sind Gärtner und Hobbygärtner nicht machtlos:

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  • Schon beim Kauf sollte man Gehölze auf Fensterfraß im Inneren, sonstigen Blattfraß, Raupen, Gespinste, Kotkrümel und Kokons prüfen und nur einwandfreie Ware mit nach Hause nehmen.
  • Später ist die regelmäßige Pflanzenkontrolle wichtig: Von März bis Oktober kontrolliert man regelmäßig Buchsbaum, Spindelstrauch (Euonymus japonicus und E. alata) sowie Stechpalme (Ilex purpurea) auf Überwinterungskokons oder Raupen. Sind noch keine Symptome da, die ins Auge fallen (abgefressene Blätter, Gespinste, Raupen etc.), sollte man im Inneren der Sträucher nach den kleinen grünen Räupchen und Fensterfraß suchen.
  • Sind einzelne Buchsbäume befallen, beispielsweise ein paar wenige Buchsbäumchen im Kübel, kann man ihnen mit einer Pinzette zu Leibe rücken, nämlich damit die Gespinste entfernen und die Raupen absammeln.
  • Hat man jedoch eine ganze Buchsbaumhecke, ist das Abklauben mit der Pinzette zu mühselig. Dann legt man auf einer Seite der Hecke parallel zu ihr eine breite Folie aus und bläst die Raupen mit dem Laubbläser oder spritzt sie mit einem festen Wasserstrahl von der anderen Seite der Hecke aus von den Blättern auf die Folie. Anschließend kann man die Raupen aufsammeln (oder von Vögeln aufpicken lassen, wenn die bereits gelernt haben, dass diese Raupen essbar sind).
  • Bei stärkeren Schäden schneidet man die Sträucher zurück. Das abgeschnittene Pflanzenmaterial darf man nicht neben der Hecke ablegen oder gar dort liegen lassen, sondern sammelt es in einer Wanne und gibt es in die gut verschließbare, häufig geleerte Biotonne oder in Plastiktüten verpackt in den Restmüllbehälter (nicht auf den Komposthaufen, denn dort könnten sie ihren Zyklus eventuell vollenden!).
  • Pheromonfallen und Lichtfallen sind in größeren Buchsbaumbeständen eine Möglichkeit, einige Falter abzufangen oder zumindest die Flugzeiten zu bestimmen.
  • Nachtrag 19.09.2019
    Hängt man weiße Leinentücher über die Buchsbäume, werden die Raupen davon angezogen und man kann sie anschließend absammeln – das hat eine Ulmerin durch Zufall herausgefunden (Quelle: swp.de).
  • Gegen Raupen an Buchsbäumen erlaubt sind biologische Spritzmittel auf Basis von Bakterien, die die Raupen von innen her abtöten. Aktuell zugelassen sind Mittel auf Basis von Bacillus thuringiensis, beispielsweise Bacillus thuringiensis subspecies aizawai Stamm ABTS-1857 (Präparat: Xentari BuchsbaumzünslerFrei* – Zulassungsende 30.4.2026 (Stand 30.11.2025). Das Mittel sollte mit genügend Druck und Sorgfalt ausgebracht werden, damit auch die Blätter im Strauchinneren gut benetzt werden.
  • Nachtrag 30.11.2025: Seit 14.08.2025 sind Präparate auf Basis von Orangenöl zur Anwendung gegen den Buchsbaumzünsler zugelassen und kommen wohl demnächst auch in die Läden: beispielsweise COMPO-Buchsbaumzünsler K.O. Rapid* (auf das „Rapid“ im Namen achten, denn ohne den Rapid-Zusatz erhält man ein Präparat auf Basis von Azadirachtin, Hauptbestandteil des Neemöls, es ist breitenwirksamer und laut Zulassung potenziell schädlich für Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliege & Co.). Auch wenn es sich anhört, als sprühe man Mit Compo-Buchsbaumzünsler K.O. Rapid nur etwas Orangenöl („Parfüm“) auf die Pflanzen, sollte man auch hier, wie bei allen Pflanzenschutzmitteln, die Gebrauchsanweisung befolgen, um Augenreizungen, allergische Reaktionen und Ähnliches zu vermeiden, und man sollte auch darauf achten, dass das Mittel nicht ins Gewässer wie den benachbarten Bach oder den Gartenteich eingetragen wird, da es giftig für Wasserorganismen ist. (COMPO-Buchsbaumzünsler K.O. Rapid ist übrigens auch gegen Echten Mehltau an Rosen, sowie Blattläuse, Spinnmilben, Schmierläuse und Napfschildläuse zugelassen.)
Buchsbaum-Kugel: Ansicht aus der Nähe (von Bild oben)

Alternativen zum Buchsbaum

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Wem der Spaß am Buchsbaum nach schlechten Erfahrungen erst einmal verloren gegangen ist, sollte sich in einer Baumschule Berberitze (Berberis), Scheinzypresse (Chamaecyparis), Liguster (Ligustrum), japanische Hülse (Ilex crenata), Steineibe (Podocarpus) und andere Gehölze als mögliche Alternativen zum Buchsbaum zeigen lassen.
Die Becher-Eibe (Taxus x media ‚Hicksii‘) ist langsam wachsend, immergrün und wird mit regelmäßigem Schnitt schön blickdicht. Sie verträgt keine Staunässe. Eiben sind giftig!

Eine ausführlichere Tabelle mit Alternativpflanzen einschließlich der Angaben zur Höhe, Schattenverträglichkeit, Frosthärte und mehr findet man im Buch Gesunder Buchsbaum: Krankheiten und Schädlinge erkennen und erfolgreich behandeln*, Heinrich Beltz, Verlag Eugen Ulmer.

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Apropos Zulassungen

Nicht nur chemisch-synthetische, auch biologische Pflanzenschutzmittel brauchen eine Zulassung – praktisch alles, was sich als Pflanzenschutzmittel bezeichnen will, muss durch ein Zulassungsverfahren und dabei Wirksamkeit und Nebenwirkungen darlegen (alternativ zu den Pflanzenschutzmitteln im gesetzlichen Sinne gibt es Pflanzenpflegemittel, Grundstoffe, Pflanzenstärkungsmittel, Nützlinge etc.). Da sich Zulassungen ständig ändern, kann man die aktuelle Situation auf den Webseiten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BLV) jederzeit prüfen. Sucht man nach zugelassenen Pflanzenschutzmitteln gegen Buchsbaumzünsler an Buchs, geht man folgendermaßen vor:
  1. Zunächst ruft man die Standardsuche auf der Seite Online-Datenbank Pflanzenschutzmittel des Bundesamtsfür Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf.
  2. Nun ändert man folgende Felder (per Voreinstellung enthalten sie entweder gar nichts oder Alle).
    • HuK/Alle: Klicken Sie auf den Pfeil nach unten und wählen Sie Haus und Kleingarten.
    • Kultur: Klicken Sie auf den Pfeil nach unten und wählen Sie Buchsbaum (Gemeiner -) aus der Liste.
    • Schadorganismus: Klicken Sie auf den Pfeil nach unten und wählen Sie Buchsbaumzünsler.
    • Klicken Sie unten auf Suchen.
  3. Auf der Ergebnisseite PSM-Liste werden nun die oben genannten Pflanzenschutzmittel gegen Buchsbaumzünsler in einer Tabelle mit weiteren Angaben, beispielsweise dem Wirkstoff, aufgelistet. Weitere Informationen zu den Präparaten erhält man wenn man auf die Handelsbezeichnung oder die Zulassungsnummer klickt.

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Flexibel und mobil gärtnern

Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1. Auflage (2019)
Taschenbuch/Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8 

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Veröffentlicht unter Bücher, Garten und Pflanzen, Öko-/Bio-Themen, Pflanzenschutz, Wohnen und Garten | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für Buchsbaumzünsler – kein Grund zur Verzweiflung

Was ist Clean Eating und wie geht es?

Unter Clean Eating („sauberes Essen“) versteht man eine Ernährung ohne künstliche Zusatzstoffe, ohne künstliche Aromen, Farbstoffe und anderes, was die wahre Natur eines Lebensmittels verschleiert, es künstlich verschönt, die Schwächen einer billigen Produktion und Verarbeitung übertüncht oder Lebensmittel durch chemische Zusätze zumindest optisch ewig leben lässt. Clean Eating setzt statt dessen auf ursprüngliche landwirtschaftliche, gärtnerische oder Fischerei-Erzeugnisse, die weitgehend ohne unnötige und vor allem ohne künstliche Zusatzstoffe, aber trotzdem köstlich zubereitet werden. Natürliches, gesundes Essen aus nachhaltiger Herstellung für ein bewusstes Leben eben. Und das umzusetzen ist gar nicht so kompliziert.
Einfach, schnell und clean: Gebratener grüner Spargel mit Tagliatelle und Parmesankäse

Ich persönlich bin nicht dogmatisch, was Essen anbetrifft, und auch keine Ernährungsextremistin. Aber wenn ich mein Essen selbst zubereite, setze ich immer auf „Clean Eating“, auf weitgehend natürliches Essen, und zwar schon seit Jahrzehnten, lange bevor es den Ausdruck Clean Eating oder den Trend gab. Es begann damit, dass ich durch einen Fachartikel darüber aufgeklärt wurde, was in manchem Fruchtjoghurt aus dem Supermarktsregal drin ist, was weder mit einem Milchprodukt noch mit Früchten zu tun hat: beispielsweise Gelatine (aus Knochen), natürliches Fruchtaroma (das mit Pilzkulturen auf Holz erzeugt wird), Rote-Beete-Saft (damit die Farbe passt) und anderes mehr. Fortan gab es bei mir nur noch Bio-Naturjoghurt mit frischen oder eingeweckten Früchten. Je mehr ich mich mit den Inhaltsstoffen beschäftigte, desto häufiger griff ich lieber auf das naturbelassene Ausgangsprodukt zurück und bereitete es mit frischen Zutaten nach meinem Geschmack zu. Da mir Fertigsoßen und manche Fertiggerichte oft sowieso nicht schmeckten oder aber einen fiesen Nachgeschmack hinterließen, der mich im Nachhinein vor dem eben Verzehrten ekeln ließ, verzichte ich weitgehend darauf.

Ich finde: Es gibt doch bessere Möglichkeiten, schnell etwas auf den Tisch zu bringen als viele der Fertigerzeugnisse, die angeboten werden. Ich persönlich schlage lieber ein paar Eier in die Pfanne und esse dazu ein gutes Butterbrot, als mir ein Fertiggericht mit künstlichen Zusatzstoffen aufzuwärmen (jedenfalls meistens).

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Künstliche Zusatzstoffe

Zu den Zusatzstoffen gehören Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Verdickungsmittel, Emulgatoren, Geschmacksverstärker, Antioxidantien, Säuerungsmittel, Trennmittel, Treibmittel und Zuckeraustauschstoffe. Es gibt natürliche und künstliche Zusatzstoffe. Beispielsweise ist Essigsäure ein natürliches Konservierungsmittel, Natamycin ein künstliches, das im Verdacht steht, allergiefördernd zu sein.
In der Europäischen Union erlaubte Zusatzstoffe haben alle eine E-Nummer (Essigsäure: E260, Natamycin: E235). Es bleibt aber dem Hersteller überlassen, ob er die Nummer oder den Namen des Zusatzstoffes auf die Verpackung druckt. Nicht alle Zusatzstoffe sind schädlich – weder alle natürlichen, noch alle künstlichen -, aber manche werden doch als gesundheitlich nicht einschätzbar bis problematisch angesehen. Und die, die sich für Clean Eating entscheiden, möchten weitgehend auf sie verzichten.

Clean Eating ist ein Trend, wie es zuvor Rohkost und Vegane Ernährung waren. Aber gerade für die Veganer wird die Umstellung zur Herausforderung (wenn sie nicht Bio-Veganer waren), denn viele der Ersatz-Fleisch-/Wurst-/Käseprodukte für die vegane Ernährung sind voller Zusatzstoffe, um eine bestimmte Konsistenz und den gewünschten Geschmack nachzuahmen.
Auch viele normale Brotwaren aus dem Supermarkt enthalten alle möglichen Zusatzstoffe, die man in Brotwaren nicht erwartet und als Purist lieber nicht essen möchte.

Vorteile des Clean Eating

Manche Menschen, die Clean Eating ausprobiert haben, berichten von besserer Verdauung, besserer Haut, mehr Energie, besserem Schlaf und besserer Konzentrationsfähigkeit. Soweit würde ich persönlich nicht gehen – vor allem, weil ich kein klares Vorher und Nachher habe, die ich miteinander vergleichen könnte. Und schlecht schlafen tue ich seit Jahrzehnten und leider immer noch, was wahrscheinlich mit meinem Konsum an digitalen Medien und dem unregelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus eines Workoholics zu tun hat, dagegen hilft auch kein Clean Eating, jedenfalls nicht alleine. Jedoch sagt mir mein Körper, wenn ich nicht clean gegessen habe: Manches rächt sich durch Sodbrennen (und daraus resultierende, zusätzliche Schlaflosigkeit), anderes durch einen Blähbauch und deshalb Unwohlseingefühl. Auch schmecken mir einfache, natürliche Gerichte einfach besser. Ich schrecke zurück, wenn eine Soße einen merkwürdigen Glanz hat und hauptsächlich salzig-fettig schmeckt, wie es bei manchen Fertigsoßen der Fall ist. Und ich mag kein Brot, das nach Zusatzstoffen und nicht einfach nach Brot schmeckt.

Produkte ohne (künstliche) Zusatzstoffe

Wer sich clean ernähren möchte, greift am besten auf unverarbeitete landwirtschaftliche, gärtnerische oder Fischerei-Erzeugnisse und bei weiterverarbeiteten Produkten auf „handwerklich“ gefertigte (vom Bäcker, der noch selbst backt, vom Fleischer, der seine Wurst und Fleischzubereitungen selbst macht, etc.) oder solche mit Bio-Siegel zurück.

Bio-Produkte sind frei von Geschmacksverstärkern, Farbstoffen, Süßstoffen und Stabilisatoren!

Von der EU zugelassene Zusatzstoffe sind laut EG-Öko-Verordnung nur dann erlaubt, wenn das Lebensmittel ohne den Zusatzstoff weder hergestellt noch haltbar gemacht werden kann (Liste der laut EG-Öko-Verordnung erlaubten Zusatzstoffe). Noch strenger als das EU-Biosiegel sind die Richtlinien der ökologischen Anbauverbände wie Demeter, Naturland, Bioland und andere. Sie haben jeweils unterschiedliche Richtlinien, aber alle schränken die erlaubten Zusatzstoffe noch weiter ein. Am strengsten ist Demeter – selbst natürliche Aromen sind nicht erlaubt.

Was aber tun, wenn man clean essen will, aber es schnell gehen soll?

Wer sich die Auswahl vom Pizza-Lieferservice & Co. online anschaut, stellt fest, dass dort oft keine Zusatzstoffe angegeben sind, obwohl das Landgericht Berlin nach einer Klage so entschieden hat (Mitteilung des LG Berlin). Da die Produkte aber selten als Bio-Qualität ausgewiesen sind und wahrscheinlich meistens (teilweise) vorbereitet sind, würde ich davon ausgehen, dass sie Zusatzstoffe enthalten. Sie passen also nicht zum Clean Eating.

Als Clean Eater ist man also auf frisch Gekauftes, frisch Geerntetes sowie auf die Vorräte im Kühlschrank und der Speisekammer angewiesen. Wenn man diese im Bioladen, Biomarkt oder in der Bioabteilung gekauft oder im eigenen Bio-Garten gepflückt hat, ist man auf der sicheren Seite. Ansonsten sollte man den Metzer oder Bäcker fragen, ob beziehungsweise welche seiner Erzeugnisse ohne Zusatzstoffe gefertigt sind.

Ein paar Ideen für schnelle Clean-Eating-Rezepte (Beispiele):

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Besser essen ohne Zusatzstoffe (Besser leben ohne)*
Annette Sabersky
oekom verlag, August 2019
ISBN: 978-3-9623-8125-7







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